Der Westen muss seine Luftüberlegenheit einsetzen
Auch hier ist der Fall Bosnien lehrreich: Selbst in einer dafür weitaus weniger förderlichen Umgebung wandten sich vor zwei Jahrzehnten einige Teile der bosnischen Gesellschaft extremistischen Ideologien zu. Innerhalb der bosnischen Armee, die als säkulare und multiethnische Formation gegründet worden war, führte dies dazu, dass sich exklusive muslimische Einheiten mit Emiren und Imamen bildeten. Von ausländischen und einheimischen »Mudschahedin« begangene Kriegsgräuel ließen tief sitzende Ängste und Ressentiments entstehen, die nationalistische Politiker bis heute für ihre Zwecke nutzen.
Der Fall Libyen zeigt, dass der Westen seine Luftüberlegenheit mit durchschlagender Wirkung einsetzen kann, um einen Volksaufstand zu unterstützen. Eine Anklage gegen Assad und seine Henker würde das Regime nicht nur weiter diskreditieren und die Straflosigkeit beenden, mit der es bislang seinen brutalen Feldzug betrieben hat. Sie könnte auch von weiteren Gewalttaten abschrecken und auf diese Weise mit unmittelbarer Wirkung Menschenleben retten.
Ihre Befehle, auf unbewaffnete Demonstranten und Oppositionelle zu schießen, erteilen Assads Generäle in der Annahme, sie hätten keine Strafverfolgung zu befürchten. Dasselbe galt für die Generäle von Slobodan Milošević und Radovan Karadžić, die in den neunziger Jahren in Bosnien ethnische Säuberungen und Völkermord betrieben.
Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat sich auf das internationale Bekenntnis »Verantwortung zum Schutz« (»responsibility to protect«) geeinigt, um diejenigen Völker zu schützen, deren Regierungen sie nicht schützen können oder wollen. Als Begründung der westlichen Intervention in Libyen erklärte der amerikanische Präsident Barack Obama, es verlaufe eine direkte Linie von den Stränden der Normandie bis nach Bengasi. Jetzt muss der Westen wieder wirksam eingreifen, nicht zuletzt, indem er entscheidendes Beweismaterial an den Internationalen Strafgerichtshof weitergibt, um die Anklage gegen die Anführer des Assad-Regimes zu unterstützen. Sonst wird von Homs und anderen unter Beschuss geratenen syrischen Städten eine andere Linie verlaufen – jene nämlich, die 1995 in Srebrenica ihren Ausgang nahm.
Aus dem Englischen von Tobias Dürr







Das Gemetzel läuft dort bereits, dazu ruft niemand auf!Und die Zivilbevölkerung leidet bereits.
Woher wollen sie eigentlich wissen, dass Homs die letzte Stadt sein wird, die sich gegen Assad auflehnt?
Wäre man nach dieser Logik 1992 in Bosnien verfahren, es wäre wohl nichts vom Land und der muslimischen Bevölkerung übrig.
"Das Gemetzel läuft dort bereits, dazu ruft niemand auf!Und die Zivilbevölkerung leidet bereits."
Die FSA versteckt sich zwischen Zivilisten und kennzeichnet sich nicht. Herrlich und wie soll sich ein Soldat dann orientieren.
"Woher wollen sie eigentlich wissen, dass Homs die letzte Stadt sein wird, die sich gegen Assad auflehnt?"
Woher wollen sie wissen, dass es nicht die letzte ist?
"Wäre man nach dieser Logik 1992 in Bosnien verfahren, es wäre wohl nichts vom Land und der muslimischen Bevölkerung übrig."
Auch hier: Ein Krieg zwischen Staaten ist etwas anderes als ein Bürgerkrieg. In einem Bürgerkrieg greift nicht nur das humanitäre Völkerrecht und die Haager Landkriegsverordnung, sondern auch das normale Völkerrecht.
"Das Gemetzel läuft dort bereits, dazu ruft niemand auf!Und die Zivilbevölkerung leidet bereits."
Die FSA versteckt sich zwischen Zivilisten und kennzeichnet sich nicht. Herrlich und wie soll sich ein Soldat dann orientieren.
"Woher wollen sie eigentlich wissen, dass Homs die letzte Stadt sein wird, die sich gegen Assad auflehnt?"
Woher wollen sie wissen, dass es nicht die letzte ist?
"Wäre man nach dieser Logik 1992 in Bosnien verfahren, es wäre wohl nichts vom Land und der muslimischen Bevölkerung übrig."
Auch hier: Ein Krieg zwischen Staaten ist etwas anderes als ein Bürgerkrieg. In einem Bürgerkrieg greift nicht nur das humanitäre Völkerrecht und die Haager Landkriegsverordnung, sondern auch das normale Völkerrecht.
Aber komm ein halbes Jahr später nicht zu uns und sagt, wir hätten euch, mit Verweis auf Libyen, Irak und vor allem Afghanistan, nicht gewarnt.
ist keine Rede von Syrien mehr, denn sie fordern dann eine Intervention im Iran.
ist keine Rede von Syrien mehr, denn sie fordern dann eine Intervention im Iran.
"""Die gnadenlosen Angriffe auf das syrische Volk können nicht länger hingenommen werden."""
Dies ist eine eine falsche und irreführende Aussage.
Nicht das syrische Volk wird angegriffen , sondern vom Ausland bewaffnete 'Rebellen' in einem STADTVIERTEL von Homs.
Bezüglich der Gewalt sagt ein orientalisches Sprichwort , dass in einem Streit keine Süssigkeiten und Gebäck verteilt wird.
Die NATO plus GCC wird meiner Ansicht das Libyen Projekt ( R2P, Syrien Reloaded ) in Syrien NICHT wiederholen können.
Er hat teils aber auch leider Recht, je länger System Assad steht, umso wahrscheinlicher ist die Gefahr der Entstehung von Al-Kaida Gruppierungen und Radikalen.
Mit dem Konflikt in den 80er Jahren bis heute sind unter dem System in den 30Jahren 30000 Menschen umgekommen. Wie geht es weiter wenn man nicht eingreift?
Nur wie bewegt man Russland und China dazu die Unterstützung Assads aufzugeben? Damit wäre dann vielleicht auch der Weg frei für einen gewaltloseren Übergang. Sofern Assad dann durch den Druck dem Beispiel von Jemens Präsidenten folgt.
das dort etwas geschieht was in anderen Ländern von der Regierung nicht genau so gehanhabt werden würde.
Stellen sie sich mal vor es würde in Ostdeutschland einen Aufstand geben ( z.B. von Rechten). Es würde Tote geben durch Scharfschützen von denen bisher nicht einer als Soldat entarnt oder von den Rebellen gefangen wurde. Daher gehe ich davon aus das die Scharfschützen nicht der Armee angehören. Dann muss die Regierung einschreiten. Ein Großteil der Menschen, wie z.B. der französische Reporter von France Deux, wurde auf Pro-Assad Demos erschossen.
Es gibt nur wacklige anonyme Handyvideos und unbekannte Zeugen. Menschen die Pro Assad vor Ort mit ausländischen Journalisten reden haben angeblich immer Angst vor dem Regime aber wenn sie gegen ihn reden automatisch die Wahrheit.
Die deutsche Enthaltung zu Lybien war richtig,mutig und hat Westerwelle nach einer Woche den Job als PV gekostet. Ob mehr Menschen beim nichteingreifen gestorben wären ist spekulativ und die Situation ist dort absolut destabil. Mittlerweile bilden sich dort auch Islamistische Milizen.ZEIT berichtete vorgestern.
"Er hat teils aber auch leider Recht, je länger System Assad steht, umso wahrscheinlicher ist die Gefahr der Entstehung von Al-Kaida Gruppierungen und Radikalen" das ist eine Behauptung die nicht zu belgen ist und die man nach den Erfahrungen in Lybien eigentlich verwerfen muss.
Während der Flugverbotszone wurden dort 10.000 Menschen auch durch Natobomben getötet.
das dort etwas geschieht was in anderen Ländern von der Regierung nicht genau so gehanhabt werden würde.
Stellen sie sich mal vor es würde in Ostdeutschland einen Aufstand geben ( z.B. von Rechten). Es würde Tote geben durch Scharfschützen von denen bisher nicht einer als Soldat entarnt oder von den Rebellen gefangen wurde. Daher gehe ich davon aus das die Scharfschützen nicht der Armee angehören. Dann muss die Regierung einschreiten. Ein Großteil der Menschen, wie z.B. der französische Reporter von France Deux, wurde auf Pro-Assad Demos erschossen.
Es gibt nur wacklige anonyme Handyvideos und unbekannte Zeugen. Menschen die Pro Assad vor Ort mit ausländischen Journalisten reden haben angeblich immer Angst vor dem Regime aber wenn sie gegen ihn reden automatisch die Wahrheit.
Die deutsche Enthaltung zu Lybien war richtig,mutig und hat Westerwelle nach einer Woche den Job als PV gekostet. Ob mehr Menschen beim nichteingreifen gestorben wären ist spekulativ und die Situation ist dort absolut destabil. Mittlerweile bilden sich dort auch Islamistische Milizen.ZEIT berichtete vorgestern.
"Er hat teils aber auch leider Recht, je länger System Assad steht, umso wahrscheinlicher ist die Gefahr der Entstehung von Al-Kaida Gruppierungen und Radikalen" das ist eine Behauptung die nicht zu belgen ist und die man nach den Erfahrungen in Lybien eigentlich verwerfen muss.
Während der Flugverbotszone wurden dort 10.000 Menschen auch durch Natobomben getötet.
TOLLE Idee!
Kein Staat der Welt duldet auf seinem Territorium vom Ausland bewaffnete Rebellengruppen. Dann könnte er ja gleich einpacken.
Was wir nun erleben ist, dass die NATO zwar mit heimlichen Waffenlieferungen den Krieg vorbereitet hat, durch die Niederlage im Sicherheitsrat politisch, und wegen Russland wohl auch praktisch, nicht so kann, wie sie will. Nun versucht man durch die Hintertür trotzdem eskalierend weiter zu machen.
Typische Krokodilstränen
sie erklären nur nichts (oder wenigstens nur scheinbar).
Sie schreiben, dass kein Staat Terroristen auf seinem Territorium akzeptiert.
Das ist richtig.
Zivilisierte Staaten bekämpfen Terroristen auf ihrem Territorium aber auch nicht mit schwerer Artillerie, sondern mit polizeilichen Maßnahmen.
Was "heimliche waffenlieferungen" der NATO an die Rebellen anbelangt, sind wir im Reich der Spekulationen angekommen. Da würde ich andere Quellen als die NATO vermuten.
Was Ihre Spekulation angeht, die NATO würde heimlich die Opposition in Syrien mit Waffen versorgen um einen Krieg vorzubereiten, weil ihre Vertreter gehofft hätten, man könne China und Russland mit ins Boot nehmen ist lächerlich. Für wie dumm halten Sie denn die Leute bei der NATO? Glauben Sie im Ernst, die Leute an den dortigen Schaltstellen wären derart dumm?
Was mir immer schwerer verständlich wird: Was ist so schwer daran zu verstehen, dass die Leute in Syrien nach Jahrzehnten einer unsäglichen Parteidiktatur einfach die Nase voll haben und es bricht sich lang angestaute Wut und Verzweiflung Bahn in Form von Gewalt.
Es gibt keine andere Erklärung für die Exzesse der syrischen Armee im Auftrag von Assad. Und Assad wird sich nicht halten können.
Weder China noch Russland spielen in diesem üblen Spiel eine erquickliche Rolle, es ist einfach nur unsäglich.
Mir tut die unbeteiligte Bevölkerung leid. Wenn Terroristen mit Artillerie bekämpft werden, dann fordert das unweigerlich das Leben vieler Unbeteiligter.
sie erklären nur nichts (oder wenigstens nur scheinbar).
Sie schreiben, dass kein Staat Terroristen auf seinem Territorium akzeptiert.
Das ist richtig.
Zivilisierte Staaten bekämpfen Terroristen auf ihrem Territorium aber auch nicht mit schwerer Artillerie, sondern mit polizeilichen Maßnahmen.
Was "heimliche waffenlieferungen" der NATO an die Rebellen anbelangt, sind wir im Reich der Spekulationen angekommen. Da würde ich andere Quellen als die NATO vermuten.
Was Ihre Spekulation angeht, die NATO würde heimlich die Opposition in Syrien mit Waffen versorgen um einen Krieg vorzubereiten, weil ihre Vertreter gehofft hätten, man könne China und Russland mit ins Boot nehmen ist lächerlich. Für wie dumm halten Sie denn die Leute bei der NATO? Glauben Sie im Ernst, die Leute an den dortigen Schaltstellen wären derart dumm?
Was mir immer schwerer verständlich wird: Was ist so schwer daran zu verstehen, dass die Leute in Syrien nach Jahrzehnten einer unsäglichen Parteidiktatur einfach die Nase voll haben und es bricht sich lang angestaute Wut und Verzweiflung Bahn in Form von Gewalt.
Es gibt keine andere Erklärung für die Exzesse der syrischen Armee im Auftrag von Assad. Und Assad wird sich nicht halten können.
Weder China noch Russland spielen in diesem üblen Spiel eine erquickliche Rolle, es ist einfach nur unsäglich.
Mir tut die unbeteiligte Bevölkerung leid. Wenn Terroristen mit Artillerie bekämpft werden, dann fordert das unweigerlich das Leben vieler Unbeteiligter.
unter Säuberung? Nach verschiedenen Medien befinden sich in Bab Amr noch 4.000 Zivilisten und es sind aus dem nRaum ca. 1.500 Rebellen geflüchtet. Absolut legitimes Angriffsziel der Armee.
Zum Bericht:
"um einen Volksaufstand zu unterstützen"
Absolut Bürgerkriegsrechtswidrig. Sich auf eine Seite zu schlagen ist verboten.
"Ihre Befehle, auf unbewaffnete Demonstranten und Oppositionelle zu schießen, erteilen Assads Generäle in der Annahme, sie hätten keine Strafverfolgung zu befürchten. Dasselbe galt für die Generäle von Slobodan Milošević und Radovan Karadžić, die in den neunziger Jahren in Bosnien ethnische Säuberungen und Völkermord betrieben."
Der Vergleich zum Bosnienkrieg gelingt alleine schon nicht, weil Syrien nicht auf einzelnde Kleinstaaten basiert. Der Großteil der Syrischen Armee besteht aus Sunniten und diese würden wohl sofort Desertieren bei ethnischen Säuberungen.
Wo bitte sehen die Verfasser auch nur den Hauch eines Völkermordes?
"m diejenigen Völker zu schützen, deren Regierungen sie nicht schützen können oder wollen"
Das RtP greift nur bei extremen Situationen, die mit dem Wegfallen der Souveränität eines Staates gleichkommen. Dies ist in Syrien noch nicht eingetreten.
"Der Großteil der Syrischen Armee besteht aus Sunniten und diese würden wohl sofort Desertieren bei ethnischen Säuberungen."
Das glaubt ja wohl niemand ernsthaft. In keinem der repressiven Staaten der Welt würden es Soldaten mal eben so nonchalance wagen, den Stahlhelm aus und sich die Mütze der Mündigkeit überzuziehen, und dass auch noch selbstverwaltet.
Ein Regime ist nicht zuletzt deshalb ein Regime, weil es seine militärische Exekutive gut unter Kontrolle hat - und für jeden Schindluder einsetzen kann.
"Der Großteil der Syrischen Armee besteht aus Sunniten und diese würden wohl sofort Desertieren bei ethnischen Säuberungen."
Das glaubt ja wohl niemand ernsthaft. In keinem der repressiven Staaten der Welt würden es Soldaten mal eben so nonchalance wagen, den Stahlhelm aus und sich die Mütze der Mündigkeit überzuziehen, und dass auch noch selbstverwaltet.
Ein Regime ist nicht zuletzt deshalb ein Regime, weil es seine militärische Exekutive gut unter Kontrolle hat - und für jeden Schindluder einsetzen kann.
Die kennen wir von Misrata, Libyen und was hats gebracht?
"Aber die Vorstellung, dass umso weniger Tote zu beklagen sein werden, je weniger Waffen sich im Umlauf befinden, hat bereits die bosnische Erfahrung widerlegt."
Hat sie nicht, denn dazu müssten wir die Geschichte zurückdrehen, die Bosnier aufrüsten und gucken wie es dann ausgeht, um einen Vergleich zu haben.
So zynisch kann niemand sein.
Ja, in Bosnien sind viele Menschen ums Leben gekommen, aber das rechtfertigt nicht die Aussage, dass es weniger gewesen wären, wenn die Bosnier gewaltsam hätten antworten können.
Übrigens war Srebrenica damals eine UN-Schutzzone, nur hat sich die UN dem Druck aus Belgrad gebeugt und die Menschen sich selbst überlassen.
Es war also eine völlig andere Ausgangslage als in Homs.
Eher vergleichbar ist die Belagerung Sarajevos.
MfG
AoM
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