Schule: Das große Stühlerücken
Eine Lehrergeneration, die Deutschlands Schulen jahrzehntelang geprägt hat, tritt jetzt ab. Wer wird sie ersetzen?
Wenn Dorle Schnepel, 61, das Lehrerzimmer des Luisen-Gymnasiums betritt, hat sie den Beweis vor Augen, dass Geschichte sich doch wiederholt. Fast nur junge Gesichter; Kollegen, die noch nicht geboren waren, als sie hier ihr zehnjähriges Dienstjubiläum feierte. Dann erinnert sich die Mathelehrerin daran, wie sie selbst zum ersten Mal an einem dieser Tische saß. 1975 war das, Willy Brandt war Bundeskanzler und »Bildungsexpansion« das Wort der Stunde. Sie und ihre Kollegen kamen frisch von der Uni und wollten die Welt verändern. Zumindest aber ihr Gymnasium in Hamburg-Bergedorf.
Zum zweiten Mal innerhalb von 40 Jahren vollzieht sich in der deutschen Lehrerschaft ein Generationswechsel, der die Schulen erneut stärker verändern dürfte, als alle Diskussionen über Schulstrukturen und Unterrichtsmodelle es je könnten. Eine Viertelmillion Pädagogen, schätzten Experten, muss eingestellt werden, wenn man all die ersetzen will, die bis 2020 in Pension gehen. Eine weitere Viertelmillion hat seit 2000 bereits ihren Dienst angetreten.
Jetzt muss sie auf einen Schlag beglichen werden, die Rechnung von damals, als innerhalb weniger Jahre überall im Land Gymnasien, Gesamtschulen und Reformuniversitäten aus dem Boden schossen. Endlich wollte man weiten Bevölkerungsschichten einen Zugang zu höherer Bildung verschaffen, das war das Ziel, und dazu brauchte man jede Menge Personal. Es waren Jahre, in denen man ohne Promotion Professor werden konnte und Referendare mit Dreierexamen umworben wurden. Doch die Bildungsparty fand ein abruptes Ende. In den späten Siebzigern kam der Pillenknick in den Schulen an, und die Politik legte eine Vollbremsung hin.
Wenn man sich die Jahrbücher des Luisen-Gymnasiums ansieht, kann man ihn sehen, den Jahrzehnte währenden Stellenstopp, der folgte: Jahr für Jahr dieselben Gesichter. Jahr für Jahr ein bisschen älter. Irgendwann gab es auch hier fast nur noch Lehrer, die die Großeltern ihrer Schüler hätten sein können. Die Elterngeneration, die in der Mitte, fehlte. Sie wurde nie eingestellt.
Jetzt ist es eine Art Große-Schwester-Lehrergeneration, die in Massen an die Schulen strömt. Ende zwanzig, Anfang dreißig. Fast nur Frauen. Und auch wenn ihr die große politische Agenda diesmal fehlt: Auch sie werde den Schulen ihren ganz eigenen Stempel aufdrücken, sagt Ewald Terhart, Lehrerbildungsexperte an der Universität Münster: »Es gibt nicht mehr die linke Pädagogik wie vor 30 Jahren. Das Studium, aus dem die neuen Lehrer kommen, ist stärker verschult, leistungsorientierter vielleicht auch. Das wird sich vermutlich auf die Schulen und auf den Unterricht auswirken.«
Mareike Glensk, 26, schaut kurz auf, als ihre weißhaarige Kollegin vorübergeht. Sie wirft Dorle Schnepel ein Lächeln zu, dann konzentriert sie sich wieder auf die Arbeitsblätter, die vor ihr auf dem Tisch liegen. Sie muss sie noch fertig machen, die nächste Stunde fängt bald an. Es ist erst ihre zweite Woche am Luisen-Gymnasium. Vor zwei Monaten steckte sie noch mitten in den Abschlussprüfungen ihres Referendariats in Berlin, da sammelten sich auf ihrer Mailbox bereits die Anrufe von Schulleitern. Sie unterrichte Mathe? Exzellent! Warum sie sich am Ende für Hamburg-Bergedorf entschieden hat? »Mir gefällt die produktive Atmosphäre hier. Und ich mag die vielen jungen Kollegen. Dadurch kriegt man schneller Anschluss«, sagt sie. Schulforscher Terhart dürften solche Töne gefallen. Er mahnt, die Jungen müssten sich zusammentun, damit mehr neue Ideen in die Schulen kämen. Ansonsten bestünde die Gefahr, dass die Neuen allzu rasch vom alten Schultrott eingefangen würden.
Manchmal ist sogar Hans Küster noch überrascht über das, was da vor sich geht. Küster ist stellvertretender Schulleiter am Luisen-Gymnasium, einem ansehnlichen Klinkerbau aus den zwanziger Jahren, hinter dem sich der alte Wasserturm des Bergedorfer Villenviertels versteckt. In den vergangenen Jahren ist hier kein Bewerbungsgespräch ohne ihn über die Bühne gegangen. Und doch schüttelt Küster jetzt ungläubig den Kopf: »20 nur noch.« Eben hat er sich das Schuljahrbuch von vor elf Jahren angeschaut und nachgezählt, wie viele der abgebildeten Kollegen noch im Dienst sind. 20 sind es. Von 67. Das laufe immer so nebenher, sagt er. Drei, vier Verabschiedungen im Jahr, man merke es kaum. »Und plötzlich sind zwei Drittel des Kollegiums weg. Leute, mit denen du ewig zusammengearbeitet hast.«





Zitat aus dem Artikel: "Endlich wollte man weiten Bevölkerungsschichten einen Zugang zu höherer Bildung verschaffen, das war das Ziel,"
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Was ist aus dem Ziel geworden? Die 68-er Lehrer haben weiten Bevölkerungsschichten einen Zugang zu Prädikats-Noten und zum Abi verschafft.
"P.S. Die allerbesten Erinnerungen habe ich an „Quereinsteiger“"
Die Frage ist nur: Hätten sich die Quereinsteiger auch für ein Dasein als Lehrer entschieden, wenn es dort keine Job-Sicherheit geben würde?
Hire & Fire und Ketten-Zeitverträge kann man auch an der Universität und in der ach so gelobten freien Wirtschaft haben, bei letzteren allerdings häufig zu besseren Konditionen. Die wirklich hochqualifizierten Leute werden in der freien Wirtschaft deutlich besser bezahlt als in der Schule.
Viele gute Quereinsteiger flüchten aus den Universitäten, wo sie eigentlich gerne weiter lehren und forschen würden, die ihnen aber keine Sicherheit bieten können, sondern nur vage Hoffnungen auf eine Professur irgendwann und irgendwo.
Wenn man solche Leute zu den üblichen Lehrergehältern in die Schule bekommen will, dann muss man ihnen auch etwas bieten. Geld haben die öffentlichen Kassen nicht viel. Da ist Sicherheit vielleicht eine Alternative.
Hallo pan_narrans,
.
Zitat: "Die wirklich hochqualifizierten Leute werden in der freien Wirtschaft deutlich besser bezahlt als in der Schule."
Da habe ich meine Zweifel. Hier ein Zahlenbeispiel:
"Eine 35-jährige verbeamtete Lehrerin in Rheinland-Pfalz, Steuerklasse 3, Besoldungsstufe 6, 8 Jahre im Dienst:
Gesamtnetto Beamtin: 2700 Euro (A12), 3040 Euro (A13)", Nachzulesen: hier!
Um so viel Netto zu kriegen, muss z.B. ein Ingenieur in der freien Wirtschaft schon im außertariflichen Bereich liegen. Selten geht das ohne Doktortitel.
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Lehrer schimpfen gern über ihre angeblich so schlechte Bezahlung. Damit wollen sie sich als Idealisten präsentieren. Das wirkliche Problem ist aber eher die Überbezahlung der Lehrer. Durch die hohen Gehälter, die auch noch sicherer sind als die in der Wirtschaft, werden viele Leute in den Lehrerberuf gelockt, die dort eigentlich nichts verloren haben.
Hallo pan_narrans,
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Zitat: "Die wirklich hochqualifizierten Leute werden in der freien Wirtschaft deutlich besser bezahlt als in der Schule."
Da habe ich meine Zweifel. Hier ein Zahlenbeispiel:
"Eine 35-jährige verbeamtete Lehrerin in Rheinland-Pfalz, Steuerklasse 3, Besoldungsstufe 6, 8 Jahre im Dienst:
Gesamtnetto Beamtin: 2700 Euro (A12), 3040 Euro (A13)", Nachzulesen: hier!
Um so viel Netto zu kriegen, muss z.B. ein Ingenieur in der freien Wirtschaft schon im außertariflichen Bereich liegen. Selten geht das ohne Doktortitel.
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Lehrer schimpfen gern über ihre angeblich so schlechte Bezahlung. Damit wollen sie sich als Idealisten präsentieren. Das wirkliche Problem ist aber eher die Überbezahlung der Lehrer. Durch die hohen Gehälter, die auch noch sicherer sind als die in der Wirtschaft, werden viele Leute in den Lehrerberuf gelockt, die dort eigentlich nichts verloren haben.
"Ich kenne sogar einen Lehrer, der Gruppenarbeit einsetzt, um selbst weniger Arbeit zu haben! Teilt einfach Arbeitsblätter aus, mit ein, zwei oder drei Arbeitseinweisung und dann sitzt man da 90 Minuten. "
Ich würde sagen, das kommt auf die Qualität der Arbeitsblätter an. Ich könnte mir vorstellen, dass es gar nicht so einfach ist, ein wirklich gutes und durchdachtes Arbeitsblatt zu erstellen. In diesem Fall hätte der Lehrer nicht einfach weniger Arbeit, sondern er würde seine Arbeit nicht zu den Unterrichtszeiten machen, sondern nachmittags, wo Lehrer angeblich ja nur Freizeit haben.
Aber natürlich: Wichtig wäre, dass
a) die Arbeitsblätter eine gute Qualität haben
b) dass der Lehrer während der Gruppenarbeit ein kompetenter Ansprechpartner ist
c) und dass die Ergebnisse der Gruppenarbeit dann eingehend besprochen und gesichert werden.
Ich halte es aber für absolut legitim, dass Lehrer sich zeitweise durch schülerzentrierte Unterrichtsphasen selbst entlasten, um dann in frontalen Phasen wieder absolut präsent zu sein.
Ob jetzt 90 Minuten das richtige Zeitmaß sind, kommt auf die spezielle Situation an.
"Als Gymnasiast muss man in seiner Schulkarriere ja nicht einmal ein Buch lesen"
Belege dafür? Stimmt ja hinten und vorne nicht.
Moin,
kommt darauf an. Zu meiner Zeit, Ende des letzten Jahrtausends konnte man mit der Lektüre der Literatur-Interpretationsvorgaben die Lektüre der Literatur gut vermeiden. Das geht Heute wohl auch noch. Dank Str+C und Str+V wohl sogar noch leichter.
Nur Nix-Checker wie ich haben damals die Iphigenie o.ä. gelesen, anders interpretiert als der Interpretationsvorgaben-gebildete Lehrer, und eins aufs Dach bekommen
Ich Damals: :-((
Ich Heute: :-)
SCNR
Moin,
kommt darauf an. Zu meiner Zeit, Ende des letzten Jahrtausends konnte man mit der Lektüre der Literatur-Interpretationsvorgaben die Lektüre der Literatur gut vermeiden. Das geht Heute wohl auch noch. Dank Str+C und Str+V wohl sogar noch leichter.
Nur Nix-Checker wie ich haben damals die Iphigenie o.ä. gelesen, anders interpretiert als der Interpretationsvorgaben-gebildete Lehrer, und eins aufs Dach bekommen
Ich Damals: :-((
Ich Heute: :-)
SCNR
Was schreiben Sie so etwas? Da ist man froh, die Schule endlich verlassen zu haben und das ganze Gerede von Unternehmen und Markt und Leistung und drohender Arbeitslosigkeit bei einem 3er Schnitt hinter sich gelassen zu haben, nur um zu lesen, dass die wirklich schlimmen Leute erst noch kommen (das war doch die Aussage, die Ihr Artikel treffen wollte?)?
Ich denke, es ließ sich auch zuvor schon oft genug in den Schulen erleben, dass man sich nicht mehr als staatliche Behörde verstanden hat, sondern als unabhängige (um ein populäres Wort zu benutzen) Ratingagentur (seltsam, der Vergleich trifft es irgendwie), die sich aber zur Not immer damit legitimieren darf, vom Staat gesandt zu sein und damit ihre absurd standardisierten Leistungskriterien rechtfertigen kann (sie kommen ja von oben).
Mag sei, dass es im nächsten Jahrzehnt noch etwas leistungsstandardisierter werden wird, aber langfristig wird das nicht anhalten. Die Anerkennung alternativer pädagogischer Modelle ist zwar zur Zeit wohl auch nicht höher als sonst, aber schauen wir mal, wie das zu Zeiten der stärkeren demographischen Verschärfung sein wird, wenn es einfach zu teuer sein wird, alle durch 12/13 Jahre vorbewerten für Unternehmen zu jagen, da man dann eigentlich doch gerne mehr qualifizierte Arbeitende hätte, die die Renten noch finanzieren können und eben nicht Leute, die sich bloß auf dem Bewerbungspapier unterscheiden nach ihrem Abschneiden in standardisierten Prüfungen.
Ich denke, man kann die weitere Entwicklung an den Schulen im Grunde zunächst erst mal recht entspannt betrachten.
Natürlich:
Die neuen Lehrer kommen. Sie haben eine andere Vorgeschichte als die Vorgängergeneration; sie werden andere Voraussetzungen mitbringen.
Sie werden in puncto moderne Medien im Schnitt vielleicht etwas mehr Erfahrung haben. Sie werden in puncto Fachwissen im Schnitt vielleicht etwas weniger Erfahrung haben, was nicht etwa an ihrer Dummheit liegt, sondern daran, dass in der Lehrerausbildung die Pädagogik ein größeres Gewicht gegenüber der Fachwissenschaft erhält.
Sie werden in der Schule merken, was sich methodisch sinnvoll umsetzen lässt und sie werden merken, welche Methoden vielleicht eher Kopfgeburten von Bildungstheoretikern sind.
Es wird immer begabte Lehrer geben und es wird immer Lehrer geben, die weniger begabt sind.
Vor einem aber muss gewarnt werden:
Wenn die Verhältnisse an den Schulen schlechter werden, wenn immer mehr administrative und sozialpädagogische Anforderungen gestellt werden, wenn Herausforderungen wie Inklusion und massive Heterogenität nicht aufgefangen werden, wenn Erwartungshaltung und Disziplinlosigkeit weiter ansteigen, dann wird die Schule für begabte Leute als Berufsfeld uninteressant. Diese Leute -- und die gibt es -- werden dann anderswo unterkommen und die Schule denjenigen überlassen, die mangels Begabung anderswo eben nicht unterkommen. Dann wird die Schule tatsächlich zu einer Nische für Loser.
Schade, dass ich nicht in der Grundschule bin.
Hallo pan_narrans,
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Zitat: "Die wirklich hochqualifizierten Leute werden in der freien Wirtschaft deutlich besser bezahlt als in der Schule."
Da habe ich meine Zweifel. Hier ein Zahlenbeispiel:
"Eine 35-jährige verbeamtete Lehrerin in Rheinland-Pfalz, Steuerklasse 3, Besoldungsstufe 6, 8 Jahre im Dienst:
Gesamtnetto Beamtin: 2700 Euro (A12), 3040 Euro (A13)", Nachzulesen: hier!
Um so viel Netto zu kriegen, muss z.B. ein Ingenieur in der freien Wirtschaft schon im außertariflichen Bereich liegen. Selten geht das ohne Doktortitel.
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Lehrer schimpfen gern über ihre angeblich so schlechte Bezahlung. Damit wollen sie sich als Idealisten präsentieren. Das wirkliche Problem ist aber eher die Überbezahlung der Lehrer. Durch die hohen Gehälter, die auch noch sicherer sind als die in der Wirtschaft, werden viele Leute in den Lehrerberuf gelockt, die dort eigentlich nichts verloren haben.
Ich habe eben mal im Netz nachgeschaut:
http://oeffentlicher-dien...
und komme auf ähnliche Werte. Diese entsprechen laut der Webseite einem Jahres-Brutto von ca. 46.000 EUR.
Dann habe ich mal auf einer Seite geschaut, die Ingenieursgehälter beschreibt:
http://www.ingenieur.step...
In der Sparte Konstruktion (die schlechtest bezahlte Sparte) ist das Durchschnittsgehalt bei vergleichbarer Berufserfahrung 52.000 im Median; im Vertrieb sind es sogar ca. 61300.
Gut: die private Krankenkasse ist für die Beamten etwas günstiger. Aber dafür liegt der Ingenieurs-Median hier immer noch ca. 6000-15000 EUR über der Lehrerin.
Habe ich irgendwo einen Denk- oder Rechenfehler gemacht?
Ich hätte liebend gerne die folgende Regelung:
24 Tage Urlaub, Präsenzzeit von 8 - 16.30 Uhr in der Schule. Danach muss die Arbeit auch getan sein.
Ich bin im Referendariat, vielleicht deswegen acuh noch Anfänger. Mein Gehalt können Sie in jeder Tabelle nachlesen, ca. 1100 Euro netto. Dafür unterrichte ich 10 Stunden. pro Stunde Unterricht brauche ich im Schnitt ca. 3 - 4 Stunden Vorbereitung. 10 * 3/4 + 35 = 42,5 Stunden pro Woche. Dann habe ich noch Korrekturen von eingesammelten Hausaufgaben und Heften, ca 3 - 4 Stunden pro Woche, 4 Stunden Seminarveranstaltung. Bei Unterrichtsbesuchen wird es noch ein wenig mehr. Da sind noch keine Klausurkorrekturen, Konferenzen, Eltern- und Schülergespräche oder etwaige Fortbildungen enthalten. Ich komme auf einen ungefähren netto-Stundenlohn (170 Arbeitsstunden pro Monat..) von 6,50 Euro. Klar, Lehrjahre sind keine Herrenjahre und vieles ist über den Daumen gepeilt, aber es ist auch nicht die unglaubliche Menge. Natürlich muss dann wieder die Ferienzeit abgezogen werden, aber dennoch erscheint mir die Variante 8 - 16 Uhr Präsenzzeit auch in den sog. Ferien sowie 24 Tage Urlaub fairer. Dann muss ich aber auch Überstunden abfeiern dürfen oder ausbezahlt kriegen.
Zumindest im Referendariat kann ich ihre Meinung absolut nicht teilen.
Ich kann ihre Kritik leider nicht teilen. Ich mache den Job, weil er mir Spaß macht, es ist von vornherein klar, dass man grade am Anfang einen fulltime-Job hat. Deswegen will ich auch nicht jammern.
Ich habe eben mal im Netz nachgeschaut:
http://oeffentlicher-dien...
und komme auf ähnliche Werte. Diese entsprechen laut der Webseite einem Jahres-Brutto von ca. 46.000 EUR.
Dann habe ich mal auf einer Seite geschaut, die Ingenieursgehälter beschreibt:
http://www.ingenieur.step...
In der Sparte Konstruktion (die schlechtest bezahlte Sparte) ist das Durchschnittsgehalt bei vergleichbarer Berufserfahrung 52.000 im Median; im Vertrieb sind es sogar ca. 61300.
Gut: die private Krankenkasse ist für die Beamten etwas günstiger. Aber dafür liegt der Ingenieurs-Median hier immer noch ca. 6000-15000 EUR über der Lehrerin.
Habe ich irgendwo einen Denk- oder Rechenfehler gemacht?
Ich hätte liebend gerne die folgende Regelung:
24 Tage Urlaub, Präsenzzeit von 8 - 16.30 Uhr in der Schule. Danach muss die Arbeit auch getan sein.
Ich bin im Referendariat, vielleicht deswegen acuh noch Anfänger. Mein Gehalt können Sie in jeder Tabelle nachlesen, ca. 1100 Euro netto. Dafür unterrichte ich 10 Stunden. pro Stunde Unterricht brauche ich im Schnitt ca. 3 - 4 Stunden Vorbereitung. 10 * 3/4 + 35 = 42,5 Stunden pro Woche. Dann habe ich noch Korrekturen von eingesammelten Hausaufgaben und Heften, ca 3 - 4 Stunden pro Woche, 4 Stunden Seminarveranstaltung. Bei Unterrichtsbesuchen wird es noch ein wenig mehr. Da sind noch keine Klausurkorrekturen, Konferenzen, Eltern- und Schülergespräche oder etwaige Fortbildungen enthalten. Ich komme auf einen ungefähren netto-Stundenlohn (170 Arbeitsstunden pro Monat..) von 6,50 Euro. Klar, Lehrjahre sind keine Herrenjahre und vieles ist über den Daumen gepeilt, aber es ist auch nicht die unglaubliche Menge. Natürlich muss dann wieder die Ferienzeit abgezogen werden, aber dennoch erscheint mir die Variante 8 - 16 Uhr Präsenzzeit auch in den sog. Ferien sowie 24 Tage Urlaub fairer. Dann muss ich aber auch Überstunden abfeiern dürfen oder ausbezahlt kriegen.
Zumindest im Referendariat kann ich ihre Meinung absolut nicht teilen.
Ich kann ihre Kritik leider nicht teilen. Ich mache den Job, weil er mir Spaß macht, es ist von vornherein klar, dass man grade am Anfang einen fulltime-Job hat. Deswegen will ich auch nicht jammern.
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