Eine starke Ermutigung für einen jungen, lebendigen Feminismus
Um nicht ungerecht zu sein und die Herren zu warnen, muss man hier einfügen, dass das Diktat der Körperbeherrschung auch sie zunehmend einholt. Eingefleischte Sexisten lüsteln die trainierten Mädchen ja nicht mehr aus dem patriarchalen Lehnstuhl an. Man findet sie im Fitnessstudio oder beim Waxing, wo sich Biografien an der Frage entscheiden: »Brusthaar, ja oder nein?«
Es könnte also auch für Männer interessant werden, zu welchen manifesten Beschwerden die Anpassung an stereotype Geschlechterrollen führt. Penny beschreibt zum Beispiel ihre Erfahrung mit Essstörungen: »Nichts zu wollen scheint leicht erlernbar zu sein, und ebenso scheint es einfach zu sein, die Regeln bis in ihre letzte, tragische Konsequenz zu beherrschen und jede Nahrungsaufnahme zu verweigern, den Körper zu bestrafen und mit der künstlichen Vorpubertät, in der er durch das Hungern chemisch dauerhaft gehalten wird, die Libido abzutöten. Es ist leichter, ein Zeichen zu werden, als zu versuchen, etwas zu bezeichnen.«
Es ist einfacher, heißt das, sich dem Size-Zero-Sex-Appeal anzupassen, als auf der eigenen Körperlichkeit zu bestehen, deren Erotik möglicherweise erst durch echte Berührungen zwischen Menschen ausgehandelt werden müsste: »Junge Menschen, die mit dem Druck aufwachsen, in jedem Bereich ihres Lebens etwas zu leisten, finden sich in der Situation wieder, eine roboterhafte, kapitalistische Erotik nachzuäffen, die kaum etwas mit ihren eigenen legitimen Wünschen zu tun hat.« Das geschieht, argumentiert Penny, in einer Gesellschaft, die es für hervorragend hält, wenn Frauen ihre Haut als Playboy-Hasen zu Markte tragen, aber die Grauzonen, in denen Menschen mit Sex Geld verdienen, noch immer tabuisiert. Sie widerspricht hier feministischen Vorgängerinnen, die Prostitution grundsätzlich für frauenfeindlich halten: »Nur wenn man anerkennt, dass Sex theoretisch auch ohne Ausbeutung verkauft werden könnte, kann man fragen, warum genau das so selten passiert.«
Pennys Einwand gegen einen Feminismus, der den patriarchalen Stereotypen nur die Gegenideologie der »natürlichen« Weiblichkeit entgegensetzt, bedeutet nicht, dass sie die Frauenbewegung infrage stellt. Im Gegenteil: Indem sie die Behauptung, Gleichberechtigung sei erreicht und müsse jetzt durch jede Einzelne verwirklicht werden, als Schummelei entlarvt, macht sie erst richtig klar, wie zwingend relevant Feminismus ist. Die Gegenkräfte sind heftig, eine radikale Emanzipation wäre ein Instabilitätsfaktor. »Wenn alle Frauen dieser Erde morgen früh aufwachten«, fantasiert Penny, »und sich in ihren Körpern wirklich wohl und kraftvoll fühlten, würde die Weltwirtschaft über Nacht zusammenbrechen.«
Nicht nur, dass sie die Arbeit am Selbst einfach einstellen könnten, es bestünde auch die Gefahr, dass sie einen echten Willen zur Macht entwickelten. Wie die Dinge liegen, scheinen Frauen keine Möglichkeit zu haben, sexy gefunden zu werden, weil sie Macht an sich nehmen, höchstens obwohl. Frauen, die Einfluss wollen, müssen deshalb ihre professionellen Ziele immerzu gegen ihren erotischen Wert »verrechnen«. Sie tun es, indem sie ihren Geschlechtskörper sublimieren, was die Bundeskanzlerin beispielhaft vorzeigt. Oder indem sie ihre erotischen Körper selber als Instrument ihrer Macht »nutzen«. In jedem Fall muss ihr Dasein als weibliches ihnen abstrakt zur Disposition stehen – eine erschöpfend schizophrene Situation. Dieses Problem haben Männer nun wirklich nicht: Man trennt, was sie betrifft, nicht zwischen ihrem körperlichen Begehren und ihrem Begehren nach Macht. Was, wenn Frauen ihnen darin gleich würden? Man sieht schon Staaten gären und Hohe stürzen. Es verspräche aber auch aufregende neue Abenteuer in den Chefetagen.
Am utopischen Horizont des Feminismus, den Laurie Penny vertritt, liegt eine Gesellschaft, in der es so viele verschiedene Geschlechteridentitäten gäbe wie Menschen. Manche mögen davor Angst haben, weil sie befürchten, ohne »richtige« Männer und Frauen wäre auch Sex sinnlos und alle Freude am Leben perdu. Es ist doch aber sehr unwahrscheinlich, dass wir gleich den Spaß an Sex verlieren, bloß weil wir aufhören in Hellblau und Rosa zu denken. Natürlich sind solche Ideen nicht irre neu oder revolutionär, sondern seit etwa zwanzig Jahren Status quo aller Gendertheorie, auf die sich auch Penny bezieht. In die Massenkultur sind sie aber bisher nicht vorgedrungen.
Vielleicht weil Ideologiekritik an ihre Grenzen gerät, wo sie einen Verblendungszusammenhang nicht einfach zerschlagen kann, weil er wirksam ist. Wir leben ja in unseren zugerichteten Körpern. Alle, die sich auf ihrem Social-Network-Profil von schräg oben in den Ausschnitt fotografiert zeigen, die finden, nichts schmecke so gut, wie sich Dünnsein anfühlt, die an der größten ihnen zur Verfügung stehenden Öffentlichkeit ihr Sexualverhalten breittreten, werden immer sagen: »Ich mache das nur für mich, nicht für Geld oder weil es Mode ist. Mir geht es besser so.« Ihr Begehren ist real, es funktioniert, ob es nun falsch ist oder richtig. Es zu desavouieren wäre unsensibel, es durch politische oder pädagogische Maßnahmen ersetzen zu wollen autoritär.
Laurie Penny fordert deshalb Solidarität zwischen »all jenen, die in der heutigen Welt an Geschlechtszuschreibungen leiden«. Und sie zeigt, wie subtil diese Leiden sein können. Ihr Buch ist eine starke Ermutigung für einen jungen, lebendigen Feminismus. Dessen avancierteste Strömungen sind ja schon einen Schritt weiter und versuchen, über die Krise der Kritik hinwegzuhelfen, indem sie neue Sinnangebote entwerfen. Sie fragen: Womit identifizieren wir uns, um uns nicht mehr durch unser Geschlecht identifizieren zu lassen? In Deutschland ist ihr Leitmedium das großartige Missy Magazine, in dem sich zu dieser Frage die neuesten Ergebnisse aus der Popkultur finden, neben Verweisen auf viele Blogs und Publikationen aus der ganzen Welt. Sie machen das Leben sicher nicht übersichtlicher, aber freier.
Diesen Artikel finden Sie als Audiodatei im Premiumbereich unter www.zeit.de/audio






Mit tun die Frauen leid, die gewollt ohne Kinder über den Sinn des Lebens schwadronieren.
Bitte achten Sie auf einen sachlich argumentierten Beitrag, um den Einstieg in eine konstruktive Diskussion zu ermöglichen. Danke, die Redaktion/lv
Und mir tun Menschen leid, die beim Wort Feministin immer gleich an verknittertere Kampflesben denken.
Es macht durchaus Sinn, Heidi Klum kritischer zu betrachten als eiine Feministin, die sich gegen diesen medialen Schwachsinn stellt.
Feministinnen seien die, die keinen abbekommen haben. Purer Sexismus, der auf diese Weise vermeidet, sich mit den realen Machtverhältnissen zu befassen.
Warum Frauen, die beruflich erfolgreich sein wollen, immer noch vor der Frage stehen, ob sie sich für Kinder oder Beruf entscheiden sollen, während Männer sich kaum vor dieser Alternative sehen - das wäre nur eine der Fragen, die sich jedem stellen müssten, der die Realität nicht ignoriert.
also ich bin Feministin und sehr glücklich verheiratet....und auch nicht kinderlos!
Ich finde es nicht gut, wenn Frauen eine antifeministische Einstellung haben, nur um sich bei den Männern beliebt zu machen. Die werden meistens nicht glücklich!
Soll da der Name Programm sein?
Sie sind mir ja vielleicht einer;-)
Und mir tun Menschen leid, die beim Wort Feministin immer gleich an verknittertere Kampflesben denken.
Es macht durchaus Sinn, Heidi Klum kritischer zu betrachten als eiine Feministin, die sich gegen diesen medialen Schwachsinn stellt.
Feministinnen seien die, die keinen abbekommen haben. Purer Sexismus, der auf diese Weise vermeidet, sich mit den realen Machtverhältnissen zu befassen.
Warum Frauen, die beruflich erfolgreich sein wollen, immer noch vor der Frage stehen, ob sie sich für Kinder oder Beruf entscheiden sollen, während Männer sich kaum vor dieser Alternative sehen - das wäre nur eine der Fragen, die sich jedem stellen müssten, der die Realität nicht ignoriert.
also ich bin Feministin und sehr glücklich verheiratet....und auch nicht kinderlos!
Ich finde es nicht gut, wenn Frauen eine antifeministische Einstellung haben, nur um sich bei den Männern beliebt zu machen. Die werden meistens nicht glücklich!
Soll da der Name Programm sein?
Sie sind mir ja vielleicht einer;-)
"Eines hat der Sache der Frauen in den letzten Jahren auf subtile Art geschadet: die anerzogene Gewohnheit, wenn es Probleme gibt, die Schuld bei sich zu suchen"
Es geht keineswegs um "die Sache der Frauen" allein!
Es geht um das neo-liberale Weltbild, das Platz gegriffen hat. Nicht mehr der Mensch als unverwechselbares Individuum seht im Mittelpunkt, sondern der Wert, der ihr/ihm zugebiligt wird. Von anderen zugebilligt wird.
Um ein anderes Beispiel herauszugreifen:
Der Mechniamus "HartzIV" mit seinem Lohndumping funktioniert doch nur, weil der Mensch Arbeitslosigkeit nicht als Schicksalsschlag empfindet, sondern als persönliches Versagen -als seine Schuld.
auf Posten im Vorstand und der wohl temperierten Chefredaktion verraten die zumeist gewünschte Beibehaltung der traditionell weiblichen Körperlichkeit mit all ihren zum Einsatz gebrachten Modifizierungen des Körpers, welche keinesfalls praktischen Erwägungen geopfert werden sollen. Ich merke es schon allein daran, dass bei Wind und Regenwetter die gemeine Erzieherin sowohl in Kita wie Schulhort mit den Kindern nicht nach draußen geht. Frisur und Wimperntusche könnten leiden.
Zudem hat Schwarzer nach fruchtlosen Appellen die Schminkerei zur zweckdienlichen "Kriegsbemalung" im Geschlechterkampf erklärt. Insofern ist Klum nur beim Bemalen behilflich, denn nichts ist effektiver für weibliche Zielstellungen als die Manipulation und Nutzbarmachung männlichen Begehrens.
Der lackierte Fingernagel darf also nicht abbrechen. In den Bereichen, wo dies zu befürchten steht, werden wir auch in Zukunft keine Quotenforderungen vernehmen.
Wenn ich mir so einige BWL Studenten anschaue... Da geht es nur um die eigene Wertsteigerung. Es ist auch zu kurz gegriffen das nur auf den Körper einer Frau oder eines Mannes anzuwenden. Alles ist davon betroffen, Da wird Russisch gelernt und ein halbes Jahr in China verbracht. Das ist schön aber das tut man nicht aus Interesse an der Kultur, sondern um seinen Lebenslauf und damit seinen Marktwert zu frisieren.
Ich finde es außerdem immer wieder befremdlich warum das Körperliche egal sein sollte, bzw. abgewertet wird gegenüber dem Geistigen. Ist nicht beides davon zum Teil angeboren und zum Teil erarbeitet und dient nicht beides der Aufwertung unseres Marktwertes in unserer kapitalistischen Gesellschaft?
auf Posten im Vorstand und der wohl temperierten Chefredaktion verraten die zumeist gewünschte Beibehaltung der traditionell weiblichen Körperlichkeit mit all ihren zum Einsatz gebrachten Modifizierungen des Körpers, welche keinesfalls praktischen Erwägungen geopfert werden sollen. Ich merke es schon allein daran, dass bei Wind und Regenwetter die gemeine Erzieherin sowohl in Kita wie Schulhort mit den Kindern nicht nach draußen geht. Frisur und Wimperntusche könnten leiden.
Zudem hat Schwarzer nach fruchtlosen Appellen die Schminkerei zur zweckdienlichen "Kriegsbemalung" im Geschlechterkampf erklärt. Insofern ist Klum nur beim Bemalen behilflich, denn nichts ist effektiver für weibliche Zielstellungen als die Manipulation und Nutzbarmachung männlichen Begehrens.
Der lackierte Fingernagel darf also nicht abbrechen. In den Bereichen, wo dies zu befürchten steht, werden wir auch in Zukunft keine Quotenforderungen vernehmen.
Wenn ich mir so einige BWL Studenten anschaue... Da geht es nur um die eigene Wertsteigerung. Es ist auch zu kurz gegriffen das nur auf den Körper einer Frau oder eines Mannes anzuwenden. Alles ist davon betroffen, Da wird Russisch gelernt und ein halbes Jahr in China verbracht. Das ist schön aber das tut man nicht aus Interesse an der Kultur, sondern um seinen Lebenslauf und damit seinen Marktwert zu frisieren.
Ich finde es außerdem immer wieder befremdlich warum das Körperliche egal sein sollte, bzw. abgewertet wird gegenüber dem Geistigen. Ist nicht beides davon zum Teil angeboren und zum Teil erarbeitet und dient nicht beides der Aufwertung unseres Marktwertes in unserer kapitalistischen Gesellschaft?
Während Vollkoffer offenbar keine Mühe haben, Gesellschaft zu finden. Was einen nicht wundert in einer Welt, die von Bild, Bams und Glotze regiert wird.
Ich dachte schon, der Feminismus ist erbärmlich gescheitert. Hoffentlich steigt er wie Phönix aus der Asche: schöner und besser als je zuvor.
... wenn Gleichberechtigung erreicht ist und der Feminismus redundant wird. Weil Geschlecht zum gewissen Maß egal sein sollte. Diese Kämpfe hin und her bin ich so leid.
Ähnlich bei Homosexualität. Es ist erst erreicht, wenn niemanden mehr interessiert ob du schwul bist oder nicht und des eine Eigenschaft wird so spannend wie Haarfarbe.
alle Menschen sind gleich, nur wozu sich die/der Einzelne hergibt sollte frei bleiben.
... wenn Gleichberechtigung erreicht ist und der Feminismus redundant wird. Weil Geschlecht zum gewissen Maß egal sein sollte. Diese Kämpfe hin und her bin ich so leid.
Ähnlich bei Homosexualität. Es ist erst erreicht, wenn niemanden mehr interessiert ob du schwul bist oder nicht und des eine Eigenschaft wird so spannend wie Haarfarbe.
alle Menschen sind gleich, nur wozu sich die/der Einzelne hergibt sollte frei bleiben.
Und mir tun Menschen leid, die beim Wort Feministin immer gleich an verknittertere Kampflesben denken.
Es macht durchaus Sinn, Heidi Klum kritischer zu betrachten als eiine Feministin, die sich gegen diesen medialen Schwachsinn stellt.
[...]
Schauen wir uns Frau Penny an, erkennen wir eine attraktive Frau – nicht ganz mein Typ, aber attraktiv – die ganz selbstverständlich die Methoden der klassischen Verschönerung (Frisur, Mode, Make-up) verwendet. Sie greift also auf das Angebot des Schönheits-Marktes zurück und ist damit Teil der von Ihr kritisierten Mechanismen. Will sie das Abschaffen, weil sie sich darin gefangen fühlt? Dann wäre es ein Zeichen der Stärke zunächst sich selbst davon abzukoppeln.
Stört es sie, dass Frauen die eigene Erotik als Machtfaktor einsetzen? Ich musste selbst bereits bei Bewerberrunden darunter leiden, kann es aber nicht verwerflich finden, wenn jeder seine Möglichkeiten voll ausreizt. Und das zu verbieten wäre, wie der Artikel es bereits formuliert – autoritär.
Insgesamt kommt mir Frau Penny als eine Fanatikerin vor, die mangels klar zu definierenden Punkten von einer „Wahrheit“ hinter dem aktuellen Leben –die der Rest noch nicht erkannt hat- schwadroniert und sich damit über allem erhaben fühlen kann.
Es tut mir leid, aber ich kann nichts mit Menschen anfangen, die nur kritisieren und nicht in der Lage sind klare Ziele zu formulieren bzw. mit einer Anders-Entscheidung der Menschen nicht leben können.
Teil entfernt. Bitte verzichten Sie auf persönliche Angriffe. Danke, die Redaktion/lv
"Sie greift also auf das Angebot des Schönheits-Marktes zurück und ist damit Teil der von Ihr kritisierten Mechanismen. Will sie das Abschaffen, weil sie sich darin gefangen fühlt? Dann wäre es ein Zeichen der Stärke zunächst sich selbst davon abzukoppeln."
Und damit das Bild der unattraktiven Feministin schüren? Man kann es nicht allen Leuten recht machen, und Frau Penny ist ebenso ein Teil dieser Gesellschaft wie jede andere Frau. Isoliert sie sich komplett, indem sie wie Öfföff im Wald lebt - oder indem sie eben nicht dem Schönheitsideal unserer Gesellschaft entspricht - nimmt sie wieder keiner ernst. Das ist doch der Krux an unserem Patriarchat: wer eine Stimme haben will, muss erstmal mitspielen!
Aber sie fordert schließlich ja auch kein Verbot von Makeup. Das wäre viel zu kurz gegriffen. Möglichkeiten nutzen bedeutet nicht, sich dem Markt vollkommen zu unterwerfen. Die Frage ist immer: warum tut man etwas? Um einen guten Mann abzukriegen? Um das eigene fragile Selbstbewusstsein aufzubauen? Das sind falsche Gründe für die Nutzung von Mode und Makeup. Aus eigener, freier Entscheidung heraus sieht auch Frau Penny kein Problem.
"Laurie Penny fordert deshalb Solidarität zwischen »all jenen, die in der heutigen Welt an Geschlechtszuschreibungen leiden«"
DAS will Frau Penny. Steht im Artikel. Meint im Grunde, dass jeder so leben kann wie er will, ob Mann, Frau, Genderfluid, Baumkuchen oder Jesusinkarnation. Momentan ist man aber entweder "Mann" oder "Frau", was dazwischen gibt es nicht. Und diese Muster sind sehr starr. Frauen schminken sich, rasieren sich die Beine, sind sentimental, gucken romantic comedies (die "was frauen schauen" dvd reihe z.b.)und titanic, werden krankenschwester und tierärztin und müssen beschützt werden. Männer sind stark, egoistisch, machtorientiert, weinen nicht, schaffen alles, sind risikobereiter, mutiger...
Tut es aber und diese Leute werden systematisch ignoriert (in der Werbung z.b.) oder ausgelacht (Sitcoms z.b.).
Erinnert mich an diese wunderbare Reklame mit Wolke Hegenbart, die einem Make up verkaufen will, weil Frauen ohne Make up ja AUF GAR KEINEN FALL auf die Straße gehen können!!!!111
Alleine durch so einen Dreck wird Frauen gesagt, dass sie ohne Make up zerfledderten Zombies Konkurrenz machen und unbedingt geschminkt sein müssen, um akzeptiert zu werden. SO entsteht Druck. Und dagegen ist die Frau Penny. So einfach ist das.
ist ein altes Klischee, das gerade in Ländern, in denen die Gleichberechtigung weiter ist, als falsch entlarvt wird.
Das Aussehen ist nicht das entscheidende Kriterium, denn die Frauen in Frankreich oder Schweden achten nicht weniger auf ihr Äusseres als die Russinnen und doch ist das Frauenleben in Frankreich oder Schweden zu dem der russischen Frau sehr verschieden.
Und ich erlebe es an mir, dass Feminismus nicht durch Make-up oder Heels mit Rock ausgehebelt werden kann. Für mich liegt allerdings nicht mein gesamter gedanklicher Fokus auf der Frage, ob ich rot oder orange auftrage, da das zu wenig wäre für ein Leben, in dem frau ihren Kopf benutzt.
"Sie greift also auf das Angebot des Schönheits-Marktes zurück und ist damit Teil der von Ihr kritisierten Mechanismen. Will sie das Abschaffen, weil sie sich darin gefangen fühlt? Dann wäre es ein Zeichen der Stärke zunächst sich selbst davon abzukoppeln."
Und damit das Bild der unattraktiven Feministin schüren? Man kann es nicht allen Leuten recht machen, und Frau Penny ist ebenso ein Teil dieser Gesellschaft wie jede andere Frau. Isoliert sie sich komplett, indem sie wie Öfföff im Wald lebt - oder indem sie eben nicht dem Schönheitsideal unserer Gesellschaft entspricht - nimmt sie wieder keiner ernst. Das ist doch der Krux an unserem Patriarchat: wer eine Stimme haben will, muss erstmal mitspielen!
Aber sie fordert schließlich ja auch kein Verbot von Makeup. Das wäre viel zu kurz gegriffen. Möglichkeiten nutzen bedeutet nicht, sich dem Markt vollkommen zu unterwerfen. Die Frage ist immer: warum tut man etwas? Um einen guten Mann abzukriegen? Um das eigene fragile Selbstbewusstsein aufzubauen? Das sind falsche Gründe für die Nutzung von Mode und Makeup. Aus eigener, freier Entscheidung heraus sieht auch Frau Penny kein Problem.
"Laurie Penny fordert deshalb Solidarität zwischen »all jenen, die in der heutigen Welt an Geschlechtszuschreibungen leiden«"
DAS will Frau Penny. Steht im Artikel. Meint im Grunde, dass jeder so leben kann wie er will, ob Mann, Frau, Genderfluid, Baumkuchen oder Jesusinkarnation. Momentan ist man aber entweder "Mann" oder "Frau", was dazwischen gibt es nicht. Und diese Muster sind sehr starr. Frauen schminken sich, rasieren sich die Beine, sind sentimental, gucken romantic comedies (die "was frauen schauen" dvd reihe z.b.)und titanic, werden krankenschwester und tierärztin und müssen beschützt werden. Männer sind stark, egoistisch, machtorientiert, weinen nicht, schaffen alles, sind risikobereiter, mutiger...
Tut es aber und diese Leute werden systematisch ignoriert (in der Werbung z.b.) oder ausgelacht (Sitcoms z.b.).
Erinnert mich an diese wunderbare Reklame mit Wolke Hegenbart, die einem Make up verkaufen will, weil Frauen ohne Make up ja AUF GAR KEINEN FALL auf die Straße gehen können!!!!111
Alleine durch so einen Dreck wird Frauen gesagt, dass sie ohne Make up zerfledderten Zombies Konkurrenz machen und unbedingt geschminkt sein müssen, um akzeptiert zu werden. SO entsteht Druck. Und dagegen ist die Frau Penny. So einfach ist das.
ist ein altes Klischee, das gerade in Ländern, in denen die Gleichberechtigung weiter ist, als falsch entlarvt wird.
Das Aussehen ist nicht das entscheidende Kriterium, denn die Frauen in Frankreich oder Schweden achten nicht weniger auf ihr Äusseres als die Russinnen und doch ist das Frauenleben in Frankreich oder Schweden zu dem der russischen Frau sehr verschieden.
Und ich erlebe es an mir, dass Feminismus nicht durch Make-up oder Heels mit Rock ausgehebelt werden kann. Für mich liegt allerdings nicht mein gesamter gedanklicher Fokus auf der Frage, ob ich rot oder orange auftrage, da das zu wenig wäre für ein Leben, in dem frau ihren Kopf benutzt.
Sicherlich spricht Frau Penny verschiedene Dinge mit berechtigter Kritik an.
Dazu gehört das seltsame Schönheitsideal Anorexie.
Meines Erachtens hat dies aber wenig mit Geschlechtern zu tun. Unter solchen und ähnlichen Problemen leiden Männer genauso.
Unter Strich gilt: Der Mensch steht auf Schönheit und er will geliebt werden. Das sind Grundbedürfnisse an denen nichts auszusetzen ist.
Seltsame Auswüchse des ganzen gilt es dabei sicherlich zu kritisieren - aber eben Gesamtgesellschaftlich und nicht geschlechterorientiert. Eigentlich dachte ich hätten wir diese Kampfphase überwunden.
Tja.
Ein Blick in Heidis Military-Camp zeigt, dass da wohl noch ein paar Fronten aufgerissen werden. Schade - es ist grad so gemütlich geworden im Feminismus.
Vermutlich wär's eh klüger, wenn wir Männer hier mal für eine Weile die Besserwissi-Senfdazugeb-Schnauze halten.
Tja.
Ein Blick in Heidis Military-Camp zeigt, dass da wohl noch ein paar Fronten aufgerissen werden. Schade - es ist grad so gemütlich geworden im Feminismus.
Vermutlich wär's eh klüger, wenn wir Männer hier mal für eine Weile die Besserwissi-Senfdazugeb-Schnauze halten.
Tja.
Ein Blick in Heidis Military-Camp zeigt, dass da wohl noch ein paar Fronten aufgerissen werden. Schade - es ist grad so gemütlich geworden im Feminismus.
Vermutlich wär's eh klüger, wenn wir Männer hier mal für eine Weile die Besserwissi-Senfdazugeb-Schnauze halten.
Es gibt keinen Grund, Männer auszuschließen, das ist genau der sexistische Schwachsinn, der uns zu den Problemen bringt.
Keine Frau was, was eine ander denkt, kein Mann weiß, was ein anderer denkt. Man kann sich kennen lernen, aneinander gewöhnen und vieles erahnen, das ist jedoch völlig Geschlechtsunspezifisch.
Selbst geschlechtstypische Dinge, wie eine Periode oder eine Erektion fühlt sich für jeden Menschen anders an, selbst da gibt es kein "Versteht nur Frau", "Versteht nur Mann", egal was uns Comedians oder Witzfilme weißmachen wollen.
Männer sind Menschen, also sollen sie mitreden, genau wie Frauen.
Beide haben 45 gemeinsamwe Chrosomome, Männer halt noch einm paar Infos auf dem y-Chromosom mehr.
45:1 sagt die Genetik. Jeder Mann und jede Frau kann seine/ihre Organe auch dem anderen Geschlecht spenden, der Körper akzeptiert das, da ist die gleiche Blutgruppe weit wichtiger, als das gleiche Geschlecht.
Aber im Kopf bekommen wir diese Barriere nicht weg.
Als ob es nicht so viel mehr geben würde, was uns Menschen ausmacht, als dieser maßgeblich tierische Teil.
Ich habe nicht zum Auschluss gefordert, sondern für "ein erstmal zuhorchen" plädiert. Viele Beiträge hier zeigen doch, dass erstaunlich viele Männer beim Thema "Feminismus" offenbar Panikattacken bekommen.
Lesen Sie selbst:
"im Prinzip (sic!) nichts gegen die Interessen der Frauen einzuwenden"
"dient nur dem Buchverkauf"
"wollen nur Kinder kriegen"
"sind allein und ungücklich"
"hat in einer solchen Zeitung nichts verloren"
"der Autor sollte neutral sein"
etc. etc.
Frau Penny trifft offensichtlich einen blanken Nerv. Sehr gut! Bin gespannt, wie die Kontroverse weitergeht.
Es gibt keinen Grund, Männer auszuschließen, das ist genau der sexistische Schwachsinn, der uns zu den Problemen bringt.
Keine Frau was, was eine ander denkt, kein Mann weiß, was ein anderer denkt. Man kann sich kennen lernen, aneinander gewöhnen und vieles erahnen, das ist jedoch völlig Geschlechtsunspezifisch.
Selbst geschlechtstypische Dinge, wie eine Periode oder eine Erektion fühlt sich für jeden Menschen anders an, selbst da gibt es kein "Versteht nur Frau", "Versteht nur Mann", egal was uns Comedians oder Witzfilme weißmachen wollen.
Männer sind Menschen, also sollen sie mitreden, genau wie Frauen.
Beide haben 45 gemeinsamwe Chrosomome, Männer halt noch einm paar Infos auf dem y-Chromosom mehr.
45:1 sagt die Genetik. Jeder Mann und jede Frau kann seine/ihre Organe auch dem anderen Geschlecht spenden, der Körper akzeptiert das, da ist die gleiche Blutgruppe weit wichtiger, als das gleiche Geschlecht.
Aber im Kopf bekommen wir diese Barriere nicht weg.
Als ob es nicht so viel mehr geben würde, was uns Menschen ausmacht, als dieser maßgeblich tierische Teil.
Ich habe nicht zum Auschluss gefordert, sondern für "ein erstmal zuhorchen" plädiert. Viele Beiträge hier zeigen doch, dass erstaunlich viele Männer beim Thema "Feminismus" offenbar Panikattacken bekommen.
Lesen Sie selbst:
"im Prinzip (sic!) nichts gegen die Interessen der Frauen einzuwenden"
"dient nur dem Buchverkauf"
"wollen nur Kinder kriegen"
"sind allein und ungücklich"
"hat in einer solchen Zeitung nichts verloren"
"der Autor sollte neutral sein"
etc. etc.
Frau Penny trifft offensichtlich einen blanken Nerv. Sehr gut! Bin gespannt, wie die Kontroverse weitergeht.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren