Nicolas Sarkozy: Wollen Sie den wirklich, Frau Merkel?
Im Wahlkampf zeigt Nicolas Sarkozy seine hässlichen Seiten
© LIONEL BONAVENTURE/AFP/Getty Images

Nicolas Sarkozy
Weiß Angela Merkel eigentlich, was ihr »lieber Nicolas«, den sie in seinem Wahlkampf »selbstverständlich« unterstützt, in Frankreich gerade so anstellt? Vergangenen Montag besuchte er eine Justizvollzugsanstalt in Saint-Quentin und sagte in die Runde: »Das wichtigste Problem, das die Leute bewegt, ist Halal-Fleisch.« Versteinerte Gesichter. Was sollte das jetzt?
Die rechtsradikale Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen hatte behauptet, das im Großraum Paris verkaufte Rindfleisch sei zu 100 Prozent nach muslimischen Vorschriften geschlachtet. Ein Schlag in die Magengrube, dorthin, wo die Ängste sitzen. Woraufhin die Medien aufklärten: Ja, in vielen Schlachtereien wird Fleisch verkauft, das halal ist, ohne dass die Kunden davon wissen. Und nein, wenn muslimisch korrekt geschlachtet wird, ist das Produkt nicht von minderer Qualität.
Dabei hätte Sarkozy es ebenfalls belassen können. Stattdessen forderte er eine Kennzeichnungspflicht und erklärte gleich noch, dass Halal-Fleisch in Schulkantinen nichts zu suchen habe. Sein treuer Leutnant Claude Guéant, zurzeit Innenminister, ergänzte: Wer wolle, dass die Schulspeisung republikanisch bleibt, dürfe Ausländern kein kommunales Wahlrecht geben.
Fremde zwingen französischen Schulkindern seltsames Essen auf: Das also soll das wichtigste Problem sein, das die Leute bewegt. Welche Leute der Präsident wohl damit meint?
Auskunft gibt ein PR-Berater des Kampagnenstabs: »Wir konzentrieren uns voll auf die Wähler, die uns in der Wahl 2007 von rechts zugewachsen sind.« Von rechts, das heißt: vom Front National (FN). Diese Wähler sind zum Beispiel Arbeiter und Rentner, die außerhalb der großen Städte in zersiedelten Landschaften wohnen, meist in einfachen Einfamilienhäusern. Dort ist das Leben billiger. Und gefahrloser als in den Ghettos an den Stadträndern. Diese Leute haben Angst: Vor dem Verlust von Arbeitsplätzen in ihren Regionen und davor, dass es auf ihren kleinstädtischen Marktplätzen auf einmal so aussehen könnte wie in Mali.
Am vergangenen Samstag richtete sich Sarkozy wieder an dieses Publikum. In Bordeaux schwang er eine Rede, in der er der »schweigenden Mehrheit« eine »Republik der Anständigen« versprach, in der es »keinen Platz für Betrüger« gebe – gemeint waren Sozialbetrüger – und ebenso wenig für die Burka. Da war sie wieder, die dämonisierte Vermummung, in Reden öfter erwähnt, als im Land zu sehen. Die Zahl der Immigranten müsse verringert werden, fuhr Sarkozy fort, denn »unsere Kapazitäten sind erschöpft«.
Anschließend schwärmte er von »unseren Kirchenglocken und den Türmen unserer Kathedralen« und solidarisierte sich nebenbei mit einem Bürgermeister, der kürzlich verurteilt wurde, weil er einen frechen Knaben geohrfeigt hatte. Sodann verfocht er eine Justizreform, wie sie auch Marine Le Pen fordert: Jurys aus dem Volke in allen Verfahren, in denen über Strafen, Untersuchungshaft oder Strafmilderung entschieden wird; Beschwerderecht der Opfer gegen vorzeitige Freilassung und Strafmilderung; weniger Bewährungsstrafen, höhere Strafen für Rückfalltäter.





Schon die Sprüche der Schwatz/Geld-Kombo vergessen wie:
"Multikulti ist tot.", "anstrengungsloser Wohlstand", "Sozialstaatsadel" und die Beschimpfungen mit "spätrömischer Dekadenz"?
Die Merkozys sind siamesische Zwillinge.
Entfernt. Bitte belegen Sie Ihre Behauptungen mit entsprechenden Quellen und Argumenten. Danke. Die Redaktion/kvk
Hollande liegt in den Umfragen wiet vor Sarkozy.
Der Gernegroß muss mit allen Mitteln kämpfen.
Er hofft, dass Frau Le Pen die neu-eingeführte Hürde-500 nicht überspringt, dann könnte er nämlich in die Domäne der Front National springen.
Das Draufdreschen auf zuviel Migranten in Frankreich ist Le Pens Wähler geschuldet, die er auf sich ziehn will, um noch eine Chance zu haben.
Sarkozy ist ohne Präsidentschaft nur noch ein überlebter Zwerg, aber das kann Rumpelstielzchen nicht ertragen wie die dann zu große Carla Bruni an seiner Seite.
... lieber einen Sozialisten wie Msr. Hollande? Die Bürokratie wird aufgeblasen, Regeln und Gesetze noch und nöcher, der Staat greift mehr und mehr in die Marktwirtschaft. Bezahlt wird mit höhen Steuern und Staatschulden. Dann lieber einen Hund, der bellt aber sehr unwahrscheinlich beißen wird.
Regeln und Gesetze sind ja auch so etwas von schlecht. Behindern sie im Zweifelsfall doch die mittlerweile vollkommen ausser Kontrolle geratene Finanz/Marktwirtschaft. Wie man sieht sind wir bisher mit der freiwilligen Selbstkontrolle der Finanz/Marktwirtschaft sehr gut gefahren... Mir wäre da ein Watchdog, der für die gesamte Gesellschaft eintritt lieber als ein Kläffer, der - um vom eigenen Unvermögen und Skandalen abzulenken - Minderheiten anbellt.
"der Staat greift mehr und mehr in die Marktwirtschaft. Bezahlt wird mit höhen Steuern und Staatschulden."
denn es läuft genau anders herum: die Marktwirtschaft greift immer mehr in die Demokratien in Europa ein. Und nach einem Jahrzehnt Marktwirtschaftsaberglaube und dem "Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren" haben das die Bürger mit höheren Steuern, Staatsschulden und Reallohnverlust bezahlt, während der Staat auf fette Einnahmequellen wie Vermögens- und Finanztransaktionssteuer verzichtet und selbst ausstehende Steuerschulden nicht eintreibt- und das in dreistelliger Milliardenhöhe, jährlich versteht sich.
"... lieber einen Sozialisten wie Msr. Hollande? Die Bürokratie wird aufgeblasen, Regeln und Gesetze noch und nöcher, der Staat greift mehr und mehr in die Marktwirtschaft. Bezahlt wird mit höhen Steuern und Staatschulden. Dann lieber einen Hund, der bellt aber sehr unwahrscheinlich beißen wird."
Oder gleich eine Marine LePen vom Front National als Präsidentin, der man eher als Sarkozy zutraut, solche Versprechen wie hier erwähnt umzusetzen?
Regeln und Gesetze sind ja auch so etwas von schlecht. Behindern sie im Zweifelsfall doch die mittlerweile vollkommen ausser Kontrolle geratene Finanz/Marktwirtschaft. Wie man sieht sind wir bisher mit der freiwilligen Selbstkontrolle der Finanz/Marktwirtschaft sehr gut gefahren... Mir wäre da ein Watchdog, der für die gesamte Gesellschaft eintritt lieber als ein Kläffer, der - um vom eigenen Unvermögen und Skandalen abzulenken - Minderheiten anbellt.
"der Staat greift mehr und mehr in die Marktwirtschaft. Bezahlt wird mit höhen Steuern und Staatschulden."
denn es läuft genau anders herum: die Marktwirtschaft greift immer mehr in die Demokratien in Europa ein. Und nach einem Jahrzehnt Marktwirtschaftsaberglaube und dem "Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren" haben das die Bürger mit höheren Steuern, Staatsschulden und Reallohnverlust bezahlt, während der Staat auf fette Einnahmequellen wie Vermögens- und Finanztransaktionssteuer verzichtet und selbst ausstehende Steuerschulden nicht eintreibt- und das in dreistelliger Milliardenhöhe, jährlich versteht sich.
"... lieber einen Sozialisten wie Msr. Hollande? Die Bürokratie wird aufgeblasen, Regeln und Gesetze noch und nöcher, der Staat greift mehr und mehr in die Marktwirtschaft. Bezahlt wird mit höhen Steuern und Staatschulden. Dann lieber einen Hund, der bellt aber sehr unwahrscheinlich beißen wird."
Oder gleich eine Marine LePen vom Front National als Präsidentin, der man eher als Sarkozy zutraut, solche Versprechen wie hier erwähnt umzusetzen?
Es stellt doch für einen sich doch für einen Präsidentschaftskandidaten ein Armutszeugnis dar -erst recht wenn sich dieser bereits/noch im Amt der leitenden Figur einer Nation befindet- , wenn man, aufgrund fehlender eigener politischer Innovationsimpulse und spürbarer, der Population scheinbar zusagender, Mobilisierung von links, sich den (durchaus zweifelhaften) Wahlkampfthemen anderer bedienen muss....
Regeln und Gesetze sind ja auch so etwas von schlecht. Behindern sie im Zweifelsfall doch die mittlerweile vollkommen ausser Kontrolle geratene Finanz/Marktwirtschaft. Wie man sieht sind wir bisher mit der freiwilligen Selbstkontrolle der Finanz/Marktwirtschaft sehr gut gefahren... Mir wäre da ein Watchdog, der für die gesamte Gesellschaft eintritt lieber als ein Kläffer, der - um vom eigenen Unvermögen und Skandalen abzulenken - Minderheiten anbellt.
Diese Aussage kommt sehr wahrscheinlich nicht von einem Arbeitsplatz schaffenden Unternehmer. Da diese aber die einzigen sind, die Mehrwert schaffen und Ihr Gehalt bezahlen (direkt oder indirekt über Steuern) sollten wir uns keine sozialistischen Präsidenten wünschen. Wenn Sie anderer Meinung sind empfehle ich Ihnen einen Umzug nach Kuba, während wir hier in Europa versuchen, die Staatschulden abzubauen. Davon lenkt auch das Dämonisierungsargument der Finanzbranche nicht ab.
Diese Aussage kommt sehr wahrscheinlich nicht von einem Arbeitsplatz schaffenden Unternehmer. Da diese aber die einzigen sind, die Mehrwert schaffen und Ihr Gehalt bezahlen (direkt oder indirekt über Steuern) sollten wir uns keine sozialistischen Präsidenten wünschen. Wenn Sie anderer Meinung sind empfehle ich Ihnen einen Umzug nach Kuba, während wir hier in Europa versuchen, die Staatschulden abzubauen. Davon lenkt auch das Dämonisierungsargument der Finanzbranche nicht ab.
Na dann passt Er doch wunderbar zu Frau Dr. Merkel. Gleich und Gleich gesellt sich gern.
Es ist schon traurig mit was manche sich erhoffen beim Volk Annerkennung zu erlangen.
Wenn man die Stimme des Volkes erwerben will, sag man für gewöhnlich Dinge die die Mehrheit der Bürger kümmert.
Anscheinent dachte sich Herr Sarkozy, dass er durch Rassismus an die Mehrheit des Volkes kommt. Echt traurig kann ich nur sagen.
Welche von Sarkozys Äußerrungen sind Ihrer Meinung nach denn rassistisch ? Er hat übrigens schon lange vor Christian Wulff eine muslimische Dame mit "Migrationshintergrund" zur Ministerin ernannt.
Welche von Sarkozys Äußerrungen sind Ihrer Meinung nach denn rassistisch ? Er hat übrigens schon lange vor Christian Wulff eine muslimische Dame mit "Migrationshintergrund" zur Ministerin ernannt.
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