BischofswerdaHomo Politicus
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Bischofswerda soll neu wählen

Als Erler gewonnen hatte, kam Neumann ins Grübeln; als er hörte, dass ganze Betriebe nicht zur Wahl gegangen waren, weil sie einen Schwulen nicht wählen und den Amtsträger nicht leiden konnten. Als seine eigene Mutter später sagte: Wenn der Erler Ehrgefühl hätte, würde er die Wahl nicht annehmen. Neumann sagt, er sei dann zum Schluss gekommen: So weit darf Wahlkampf nicht gehen. »Die sexuelle Orientierung geht niemanden was an. Sie tangiert die Eignung als Bürgermeister nicht.«

Er trat aus der CDU aus. Sammelte die 300 Unterschriften für eine Wahlbeschwerde. Scheiterte damit im Landratsamt. Zog vors Dresdner Verwaltungsgericht. Scheiterte auch dort. Erst das Oberverwaltungsgericht entschied: Neumanns Klage wird stattgegeben. Dass der Gegenkandidat in den Flugblättern als »schwul« bezeichnet wurde, sei »eine gesetzwidrige Wahlbeeinflussung«.

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Bischofswerda soll neu wählen. Die negative Interpretation dieses Urteils geht so: Ein Gericht attestiert einer Stadt, dass Homosexualität dort ein Wahlhindernis darstellt. Die positive Interpretation lautet aber: Dies ist ein Sieg für die Toleranz. Und einer für Jens Krauße. Auch wenn Neumann nicht in dessen Auftrag geklagt hat, wie beide betonen.

Drei Pointen hat diese Geschichte. Eine ist, dass die Fehden weitergehen; dass Oberbürgermeister Erler Einspruch beim Bundesverwaltungsgericht eingelegt hat gegen die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts. Er sei ja am Flugblatt nicht schuld.

Die zweite Pointe ist, dass nun ein 80-jähriges CDU-Mitglied Beschwerde beim Verfassungsgerichtshof des Freistaats eingelegt hat: Der Umstand, dass die Wahl für ungültig erklärt wurde, verletze sein Recht auf Meinungsfreiheit, warum auch immer.

Und dann wäre da noch eine dritte Pointe. Ein halbes Jahr lang lebte Jens Krauße nach der Wahl noch bei seiner Frau. Ende 2010 rief er Großharthaus Gemeinderäte zusammen. »Ich ziehe morgen aus«, sagte er. Seither wohnt er im Nachbardorf, glücklich. Mit Mitte 40 ist er bekennender Schwuler, hat einen Partner. »So schlimm das alles war«, sagt Krauße: »Ich habe mein Leben geordnet. Die Leute merken: Mensch, der ist dennoch der Alte! Auch als Schwuler.« In der Provinz ein Fortschritt, sagt Krauße.

 
Leserkommentare
  1. nichts weiter.
    Ich persönlich finde die Beziehung eines Prominenten und im Alter von Ole von Beust mit einem siebzehnjährigen schon recht fragwürdig.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Ich persönlich finde die Beziehung eines Prominenten und im Alter von Ole von Beust mit einem siebzehnjährigen schon recht fragwürdig.

    ... so zu denken. Ich pers. finde ob Prominent oder nicht, jeder hat das Recht darauf so zu leben wie er mag - es ist nichts gestzwidriges.
    Woher kommt eigtl. die Aussage von einem Siebzehnjährigen, war das evtl. die Bild?

    Ole v. Beust hat während seiner Regierungszeit äußerst zurückhaltend gelebt. Nachdem er nicht mehr Regierender ear hat er angefangen sein Leben zu leben und lebte mit einem viel jüngeren Freund. Interessant dabei ist, der Stern schreibt von einem 19jährigen, das Hamb. Abendblatt von einem 22jährigen (beides 18.9.2010) und hier spricht man von einem 17jährigen.

    Ich persönlich finde die Beziehung eines Prominenten und im Alter von Ole von Beust mit einem siebzehnjährigen schon recht fragwürdig.

    ... so zu denken. Ich pers. finde ob Prominent oder nicht, jeder hat das Recht darauf so zu leben wie er mag - es ist nichts gestzwidriges.
    Woher kommt eigtl. die Aussage von einem Siebzehnjährigen, war das evtl. die Bild?

    Ole v. Beust hat während seiner Regierungszeit äußerst zurückhaltend gelebt. Nachdem er nicht mehr Regierender ear hat er angefangen sein Leben zu leben und lebte mit einem viel jüngeren Freund. Interessant dabei ist, der Stern schreibt von einem 19jährigen, das Hamb. Abendblatt von einem 22jährigen (beides 18.9.2010) und hier spricht man von einem 17jährigen.

  2. Ich finde das Verhalten der Menschen dort (und auch anderswo) einfach nicht angebracht. Das Verhalten wird dem Thema nicht gerecht.

    Antwort auf "Was für ein..."
  3. Ich persönlich finde die Beziehung eines Prominenten und im Alter von Ole von Beust mit einem siebzehnjährigen schon recht fragwürdig.

    ... so zu denken. Ich pers. finde ob Prominent oder nicht, jeder hat das Recht darauf so zu leben wie er mag - es ist nichts gestzwidriges.
    Woher kommt eigtl. die Aussage von einem Siebzehnjährigen, war das evtl. die Bild?

    Ole v. Beust hat während seiner Regierungszeit äußerst zurückhaltend gelebt. Nachdem er nicht mehr Regierender ear hat er angefangen sein Leben zu leben und lebte mit einem viel jüngeren Freund. Interessant dabei ist, der Stern schreibt von einem 19jährigen, das Hamb. Abendblatt von einem 22jährigen (beides 18.9.2010) und hier spricht man von einem 17jährigen.

    • verus
    • 27.03.2012 um 22:21 Uhr

    Entfernt. Verzichten Sie auf homophobe Äußerungen. Die Redaktion/mak

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