Frauenbild: Wanderhuren und Topmodels
Schöne Frauenbilder! Eine Hamburgerin ist wütend über die Werbung, die uns von allen Litfaßsäulen entgegenleuchtet.
»Eimsbütteler Eltern haben DIE SCHNAUZE VOLL. Tun Sie bitte etwas!« Das ließen wir uns nicht zweimal sagen und riefen die Schreiberin Stevie Meriel Schmiedel an. Sie hat in Sachen Genderforschung im britischen Nottingham promoviert und ist jetzt Lehrbeauftragte an der Universität Hamburg.
Wer mag sich darüber noch aufregen: Sexistische Werbung, da steht man doch gleich im altfeministischen Abseits. Aber Stevie Meriel Schmiedel ist 40, und sie hat zwei Töchter, fünf und acht Jahre alt, die das Thema mit ihren neugierigen Fragen wieder auf die Agenda setzen.
DIE ZEIT: Frau Schmiedel, was ist eine Wanderhure?
Stevie Meriel Schmiedel: Keine Ahnung. Man sah sie jedenfalls in den vergangenen Wochen überall in der Stadt auf den Werbeplakaten von Sat.1. Ich nehme an, es ist eine Frau, die durch die Orte zieht und sich prostituiert.
ZEIT: Was für ein Problem haben Sie mit ihr?
Schmiedel: Durch die Druckschrift des Plakats kann jedes Kind aus der ersten Klasse das Wort »Wanderhure« lesen und fragen: »Mama, was ist eine Wanderhure?« Genau das ist mir passiert. Ich muss meiner achtjährigen Tochter erklären, was eine Prostituierte ist. Etwas früh, oder? Kinder assoziieren mit Sex, mit Liebe machen, etwas sehr Inniges, man erklärt es ihnen als etwas Schönes. Und nicht als etwas, für das Frauen sich bezahlen lassen, weil sich Männer befriedigen. Es ist ein Schock für Kinder.
ZEIT: Es verärgern Sie auch die Motive von Sendungen wie Germany’s Next Topmodel – was stört Sie daran?
Schmiedel: Mich regt auf, dass ein sehr kommerzielles Rollenbild für Frauen über Werbeträger vermittelt wird, mit dem Kinder und Jugendliche ständig konfrontiert sind und das ich als sehr ungesund empfinde. Und Hamburg ist ja mittlerweile mit Werbeflächen vollgepflastert. Es geht um die »objectification« von Frauen, die Herabsetzung von Frauen zum Objekt. An allen Stadtecken dominiert ein bestimmtes Frauen- oder Geschlechterrollenbild. Da fragen sich die jungen Mädchen doch eher, wie werde ich Topmodel – anstatt Kanzlerin oder Ingenieurin. Barbie-Frauen, große, dünne Frauen auf allen Werbeträgern: So sollen wir aussehen, denken offenbar viele Mädchen.
ZEIT: Ihre Kritik teilen ja viele Frauen. Werden die Kinder nicht bloß vorgeschoben, weil Frauen mit dem Thema schon lange nicht mehr ernst genommen werden?
Schmiedel: Für mich war das Thema immer relevant, aber jetzt bin ich als Mutter wütend.
Als Wissenschaftlerin beschäftige ich mich unter anderem mit Essstörungen. Aktuell liegen drei Forschungen bedeutender Institute vor, die alle drei belegen, dass die Castingshows, die in den letzten fünf Jahren entstanden sind, die Selbstwahrnehmung, das Körperbild von Jugendlichen und jungen Mädchen schädigen.
Es gibt die Zahlen, und ich frage mich, muss nicht die Politik, die Hansestadt Hamburg Verantwortung zeigen? Dass die Sendungen laufen, ist das eine, aber so massiv Werbung dafür zu machen ist das andere.
ZEIT: Welche Verbindung gibt es zwischen den Werbetafeln und der Stadt?
Schmiedel: Die Stadt vergibt Werbeflächen. So kann zum Beispiel eine Firma, ein Marktführer in Deutschland in der Außenwerbung, in Hamburg viele Jahre lang Hunderte von Leuchtlitfaßsäulen und -werbeflächen vermarkten. Dadurch verliert die Stadt die Möglichkeit, den öffentlichen Raum mit zu gestalten.
Das ist mein Hauptpunkt. Sehen Sie sich eine aktuelle Werbung an: »Feiern, bis die Ärztin kommt« – und das in Zeiten jugendlichen Komasaufens. Oder die Marlboro-Werbung »Maybe«, die so unglaublich präsent ist: Wenn du nicht Marlboro rauchst, bist du ein Nichtsnutz. Wie kann man das mit der Gesundheitspolitik vereinbaren?
ZEIT: Was tun Sie mit Ihrem Ärger?
Schmiedel: Ich habe Kerstin Artus, die Vizepräsidentin der Bürgerschaft, angerufen und werde sie nächste Woche treffen.
ZEIT: Haben Sie konkrete Forderungen?
Schmiedel: Noch nicht, aber Überlegungen hinsichtlich einer Ethik-Kommission etwa. Irgendeine Form von Mitsprache des Senats bei dem, was auf den Werbeflächen gezeigt wird. Es ist ja okay, wenn für Germany’s Next Topmodel geworben wird, es kann aber doch nicht sein, dass Werbeflächen so ausufernd damit belegt sind. Für mehr Vielfalt würde ich plädieren, für eine Mischung.
ZEIT: Momentan sind Sie allein und werden moralisch unterstützt von anderen Eltern. Wollen Sie eine Initiative gründen?
Schmiedel: Es gibt in London zwei Frauen, die sind mit ihrer Initiative »Pinkstinks« (»Rosa stinkt«) sehr erfolgreich. Über ihre Internetseite pinkstinks.org.uk mobilisieren sie gegen eine Spielwarenindustrie, die aus Mädchen lauter kleine rosa Prinzessinnen macht. Ihre Kampagne gegen »gender apartheid« ist inzwischen ziemlich erfolgreich. Ein großes Spielwarengeschäft in London hat seinen Laden neu arrangiert. Die Spielwarenkette Early Learning hat ihr Sortiment verändert. Ein Beispiel: Im Katalog spielen jetzt Mädchen und Jungen mit Spielküchen.
ZEIT: Könnte das ein Vorbild für Ihr Engagement sein?
Schmiedel: Ja. Ich bin mit denen in Kontakt. Ich überlege, Pinkstinks Germany zu initiieren.





Mal wieder aus der Rubrik, "Ich packe mein Kind in Watte und halte es fern von den Realitäten dieser Welt. Was nicht sein kann, dass nicht sein darf."
Eltern, die ein Problem haben, einer 8jährigen zu erklären, was eine Wanderhure ist, haben selbst ein Problem. Ich hätte damit kein Problem. Es kommt eben drauf an, wie man es erklärt. Die Welt ist leider grausam und man sollte sich nicht scheuen, einem kleine Pöks zu erklären, dass es ihm oder ihr selbst sehr gut geht, es aber Menschen gibt, denen es weitaus schlechter geht. Und es macht durchaus Sinn, der rosaroten Wolke "Liebe" einen kleinen Grauschleier zu verpassen. Sonst ist die Entäuschung irgendwann groß, wenn Papa und Mama sich irgendwann trennen. Denn auch das kommt vor. Wie gesagt, es kommt nicht darauf an, ob, sondern wie man etwas erklärt.
Ich finde es auch zum kotzen, mit was für flacher Werbung wir konfrontiert werden. Aber es nützt ja nix. Lieber erkläre ich meinem Pöks, dass Rauchen, Saufen und Drogen scheiße sind, statt ihm vorzumachen, so etwas gibt es nicht und dann wird er auf dem Schulhinterhof mit solchen Substanzen aus dem Nichts konfrontiert. Bei mir wirkte als Kind "Die Kinder vom Bahnhof Zoo" (das war damals medial sehr präsent). Ich habe nie Drogen genommen (erst recht nicht inhaliert). Ich hatte einfach Angst davor.
einfach Angst vor allem "Schlechten" da draußen machen.
Hat ja bei Ihnen auch gut funktioniert.
Zitat aus dem Artikel: "Kinder assoziieren mit Sex, mit Liebe machen, etwas sehr Inniges, man erklärt es ihnen als etwas Schönes. Und nicht als etwas, für das Frauen sich bezahlen lassen, weil sich Männer befriedigen. Es ist ein Schock für Kinder"
.
Es ist ein Schock für alle Menschen, wenn sie rauskriegen, dass die Liebe eine dunkle Seite hat - auch in ihnen selbst. Und sie kriegen das sehr, sehr früh raus. Viel früher als Papa und Mama glauben. Besser, Papa und Mama haben eine Erklärung parat.
>Eltern, die ein Problem haben, einer 8jährigen zu erklären, was eine Wanderhure ist, haben selbst ein Problem. Ich hätte damit kein Problem.
Lassen Sie mich raten: Sie haben keine Kinder, richtig?
Nää, wie bin ich da jetzt bloß drauf gekommen...
Es geht hier nicht darum, in welchem Alter Kinder damit konfrontiert werden, dass die Welt nicht nur rosa ist - wie sie fälschlich behaupten.
Es geht darum, dass primitivste kommerzielle Weltbilder den öffentlichen Raum besetzen, die hoch gefährliche Körper- und Selbstbilder für Jugendliche massiv und alternativlos propagieren - für Jugendliche ausdrücklich beiderlei Geschlechts übrigens, die dem aufgrund der Tatsache, dass sie in sie von klein auf hineinwachsen, kaum etwas entgegensetzen können.
Warum sollen Menschen eigentlich kein Mitspracherecht an der öffentlichen Bildproduktion haben? Warum wird so selten informiert über die perfiden und zynischen Bild- und Manipulationspraktiken der Werbeindustrie? Warum wird die Wirkung auf Heranswachsende und Erwachsene nicht an jeder Universität aufs genaueste untersucht?
Es wäre schön gewesen, wenn Sie zu den zahlreichen hier angedeuteten Problemen etwas sagen könnten, die damit verbunden sind. Dass Ihnen dazu nur "Spießer" einfällt, finde ich ausgesprochen vielsagend.
Liebes Infamia,
danke für diesen Hinweis. Ich stimme Ihnen vollkommen zu! Angst ist das Mittel um unsere Kinder zu müdigen, neugierigen, offenen Menschen zu machen! Sie haben recht.
So mache ich das mit meinem Sohn auch. Ich sage ihm warum der Angst vor seinen türkischen Mitschülern haben muss und er hält sich fern! Ein braver Bub, der Kleine.
Grüße,
HdK
Im Prinzip kann man diesen Meinungsäußerungen zustimmen, aber ganz so einfach sollte man es sich trotzdem nicht machen, denn das klingt ja, man kann ohnehin nichts ändern, also was solls und überhaupt jegliche Ethik und Moral ist verflacht und marode, ganz egal wo wir hinkommen, was wir sehen und mit was wir tagtäglich konfrontiert werden. es gibt in der Werbung sogar so eine Art Ethikrat, aber das nehmen die Verantwortlichen aus Werbung und Medien ohnehin nicht sehr ernst, weil da ein gnadenloser Konkurrenzkampf um Quoten und Verkaufsziffern tobt. Eigentlich fing ja schon alles mit "geil" an, das ist heute ja das gebräuchliche Synonym für gut, begehrenswert, schön etc., auch wenn die ursprüngliche Bedeutung ehemals anders war, aber sexuelle Begierde ist nicht mehr geil. Der Wanderhurenschund ist es nicht wert, sich darüber aufzuregen, aber die Art und Weise der Vermarktung und das Bild in der Öffentlichkeit muss differenzierter gestaltet werden. Wer sich über sexistische Darstellungen aufregt, sollte sich auch Gedanken machen, warum die Glotze voll von miesen und gewaltverherrlichenden Krimis ist, wer die Leichen pro Woche oder pro Jahr zählt, sieht ganze Dörfer ausgerottet, kein Tag ohne Leiche, Mord, Schlägerei, Erpressung und anderen kriminell einzustufenden Praktiken. Sex, Lies and Videos im Dauerfeuer. Wir leben im Dreck und müssen tragfähige Rezepte finden, dass zumindest unsere Kinder nicht in diesen Sümpfen ertrinken und als Monster oder Aliens wieder aufzuerstehen.
einfach Angst vor allem "Schlechten" da draußen machen.
Hat ja bei Ihnen auch gut funktioniert.
Zitat aus dem Artikel: "Kinder assoziieren mit Sex, mit Liebe machen, etwas sehr Inniges, man erklärt es ihnen als etwas Schönes. Und nicht als etwas, für das Frauen sich bezahlen lassen, weil sich Männer befriedigen. Es ist ein Schock für Kinder"
.
Es ist ein Schock für alle Menschen, wenn sie rauskriegen, dass die Liebe eine dunkle Seite hat - auch in ihnen selbst. Und sie kriegen das sehr, sehr früh raus. Viel früher als Papa und Mama glauben. Besser, Papa und Mama haben eine Erklärung parat.
>Eltern, die ein Problem haben, einer 8jährigen zu erklären, was eine Wanderhure ist, haben selbst ein Problem. Ich hätte damit kein Problem.
Lassen Sie mich raten: Sie haben keine Kinder, richtig?
Nää, wie bin ich da jetzt bloß drauf gekommen...
Es geht hier nicht darum, in welchem Alter Kinder damit konfrontiert werden, dass die Welt nicht nur rosa ist - wie sie fälschlich behaupten.
Es geht darum, dass primitivste kommerzielle Weltbilder den öffentlichen Raum besetzen, die hoch gefährliche Körper- und Selbstbilder für Jugendliche massiv und alternativlos propagieren - für Jugendliche ausdrücklich beiderlei Geschlechts übrigens, die dem aufgrund der Tatsache, dass sie in sie von klein auf hineinwachsen, kaum etwas entgegensetzen können.
Warum sollen Menschen eigentlich kein Mitspracherecht an der öffentlichen Bildproduktion haben? Warum wird so selten informiert über die perfiden und zynischen Bild- und Manipulationspraktiken der Werbeindustrie? Warum wird die Wirkung auf Heranswachsende und Erwachsene nicht an jeder Universität aufs genaueste untersucht?
Es wäre schön gewesen, wenn Sie zu den zahlreichen hier angedeuteten Problemen etwas sagen könnten, die damit verbunden sind. Dass Ihnen dazu nur "Spießer" einfällt, finde ich ausgesprochen vielsagend.
Liebes Infamia,
danke für diesen Hinweis. Ich stimme Ihnen vollkommen zu! Angst ist das Mittel um unsere Kinder zu müdigen, neugierigen, offenen Menschen zu machen! Sie haben recht.
So mache ich das mit meinem Sohn auch. Ich sage ihm warum der Angst vor seinen türkischen Mitschülern haben muss und er hält sich fern! Ein braver Bub, der Kleine.
Grüße,
HdK
Im Prinzip kann man diesen Meinungsäußerungen zustimmen, aber ganz so einfach sollte man es sich trotzdem nicht machen, denn das klingt ja, man kann ohnehin nichts ändern, also was solls und überhaupt jegliche Ethik und Moral ist verflacht und marode, ganz egal wo wir hinkommen, was wir sehen und mit was wir tagtäglich konfrontiert werden. es gibt in der Werbung sogar so eine Art Ethikrat, aber das nehmen die Verantwortlichen aus Werbung und Medien ohnehin nicht sehr ernst, weil da ein gnadenloser Konkurrenzkampf um Quoten und Verkaufsziffern tobt. Eigentlich fing ja schon alles mit "geil" an, das ist heute ja das gebräuchliche Synonym für gut, begehrenswert, schön etc., auch wenn die ursprüngliche Bedeutung ehemals anders war, aber sexuelle Begierde ist nicht mehr geil. Der Wanderhurenschund ist es nicht wert, sich darüber aufzuregen, aber die Art und Weise der Vermarktung und das Bild in der Öffentlichkeit muss differenzierter gestaltet werden. Wer sich über sexistische Darstellungen aufregt, sollte sich auch Gedanken machen, warum die Glotze voll von miesen und gewaltverherrlichenden Krimis ist, wer die Leichen pro Woche oder pro Jahr zählt, sieht ganze Dörfer ausgerottet, kein Tag ohne Leiche, Mord, Schlägerei, Erpressung und anderen kriminell einzustufenden Praktiken. Sex, Lies and Videos im Dauerfeuer. Wir leben im Dreck und müssen tragfähige Rezepte finden, dass zumindest unsere Kinder nicht in diesen Sümpfen ertrinken und als Monster oder Aliens wieder aufzuerstehen.
"Sie hat in Sachen Genderforschung im britischen Nottingham promoviert und ist jetzt Lehrbeauftragte an der Universität Hamburg."
Solange wir so Etwas Geld heraus hämmern, kann es uns nicht wirklich schlecht gehen ! Wenn das Kind wissen will, was eine Wanderhure ist, dann sagt man es ihm/ihr, so einfach. Denn irgend jemand wird es tun und das wahrscheinlich nicht mit den politisch korrekten Wortlaut, der Frau Schmiedel so vorschwebt !
Ein unnötiger Artikel !
Wer keine Ahnung hat was gender-Forschung überhaupt ist sollte sich nicht so vorschnell aus dem Fenster lehnen! Wie ich darauf komme, dass Sie keine Ahnung haben? Na wenn Sie welche hätten, würden Sie wohl kaum son Blech schreiben!
Und Frau Schmiedel sagt ja, dass sie sich derzeit mit dem Thema Essstörungen beschäftigt. Wenn Sie das für unwichtig halten, dann geht es Ihnen in Ihrer Lebensblase wohl zu gut!
Benz
Viel bedenktlicher ist doch, dass dieses Kind offensichtlich in einer sektenähnlichen Glaubengemeinschaft aufwachsen muss, deren höchstes Ziel es ist, den Glauben an die Gender-"Forschung" zu verbreiten.
Wer keine Ahnung hat was gender-Forschung überhaupt ist sollte sich nicht so vorschnell aus dem Fenster lehnen! Wie ich darauf komme, dass Sie keine Ahnung haben? Na wenn Sie welche hätten, würden Sie wohl kaum son Blech schreiben!
Und Frau Schmiedel sagt ja, dass sie sich derzeit mit dem Thema Essstörungen beschäftigt. Wenn Sie das für unwichtig halten, dann geht es Ihnen in Ihrer Lebensblase wohl zu gut!
Benz
Viel bedenktlicher ist doch, dass dieses Kind offensichtlich in einer sektenähnlichen Glaubengemeinschaft aufwachsen muss, deren höchstes Ziel es ist, den Glauben an die Gender-"Forschung" zu verbreiten.
einfach Angst vor allem "Schlechten" da draußen machen.
Hat ja bei Ihnen auch gut funktioniert.
Zitat: "... Hat ja bei Ihnen auch gut funktioniert."
.
Das ist ein argumentum ad hominem, also ein Werkzeug aus der Kiste Polemik.
Zusammenfassend sollten wir den Kindern also einfach Angst vor allem "Schlechten" da draußen machen
Nein, wie kommen Sie darauf? Es war die Rede davon, den Kindern auch die weniger akzeptierte Realität zu vermitteln anstatt sie totzuschweigen. Wenn Sie Ihren Kindern Angst machen wollen, dann können Sie das tun. Den Kindern die Realität nahe zu bringen, emfinde ich jetzt nicht als Angstmacherei. Das Kind wird ja keine seelischen Störungen davon tragen, wenn man ihm erzählt, dass Leute für Sex bezahlen. Es kommt darauf an, wie man es erzählt, zum Beispiel indem man begreiflich macht, dass es sich um Ausnahmen handelt.
finde ich nicht nett. Wenn sie ihren Kindern so einen Umgang mit Mitmenschen vorleben, ist das mit Sicherheit mindestens so ungesund wie ein Wanderhuren-Plakat!
Es gibt sicherlich schönere Plakate und Werbekampagnen, da stimme ich zu. Aber Hure ist immernoch der älteste Beruf der Welt, und es gibt sie tatsächlich. Genau so wie es Busunfälle gibt, leider! Für mich ist es einfacher, den Beruf Hure kindgerecht zu erklären (Mit 8 reicht es den Kleinen meist, wenn sie hören, dass das eine Frau ist, mit der man sich trifft und ihr Geld dafür bezahlt, dass sie Zeit mit einem verbringt), als einen Busunfall bei dem Kinder ums Leben kommen!
Zitat: "... Hat ja bei Ihnen auch gut funktioniert."
.
Das ist ein argumentum ad hominem, also ein Werkzeug aus der Kiste Polemik.
Zusammenfassend sollten wir den Kindern also einfach Angst vor allem "Schlechten" da draußen machen
Nein, wie kommen Sie darauf? Es war die Rede davon, den Kindern auch die weniger akzeptierte Realität zu vermitteln anstatt sie totzuschweigen. Wenn Sie Ihren Kindern Angst machen wollen, dann können Sie das tun. Den Kindern die Realität nahe zu bringen, emfinde ich jetzt nicht als Angstmacherei. Das Kind wird ja keine seelischen Störungen davon tragen, wenn man ihm erzählt, dass Leute für Sex bezahlen. Es kommt darauf an, wie man es erzählt, zum Beispiel indem man begreiflich macht, dass es sich um Ausnahmen handelt.
finde ich nicht nett. Wenn sie ihren Kindern so einen Umgang mit Mitmenschen vorleben, ist das mit Sicherheit mindestens so ungesund wie ein Wanderhuren-Plakat!
Es gibt sicherlich schönere Plakate und Werbekampagnen, da stimme ich zu. Aber Hure ist immernoch der älteste Beruf der Welt, und es gibt sie tatsächlich. Genau so wie es Busunfälle gibt, leider! Für mich ist es einfacher, den Beruf Hure kindgerecht zu erklären (Mit 8 reicht es den Kleinen meist, wenn sie hören, dass das eine Frau ist, mit der man sich trifft und ihr Geld dafür bezahlt, dass sie Zeit mit einem verbringt), als einen Busunfall bei dem Kinder ums Leben kommen!
die nach der Prinzessinnen-Phase quasi übergangslos in die Topmodel-Anwärterinnen-Phase gehen und sich quasi ausschließlich ihrem Körper widmen irgendwann an irgendeinem Stichtag eine Frau, die sich in anderer Hinsicht wichtig nimmt und für sich einsteht.
Man muss nur mal hinschauen und muss sich fragen, wie die Industrie es schaffen konnte, die gesamte Mädchenjugend von der Geburt bis zum Erwachsenwerden zu übernehmen und es keine Alternative zu geben scheint, die sich den Mädchen auftut.
Ich finde es sehr bedenklich und wenn ich dann die 20-jährigen sehe, die in einem Kurs, den ich gebe, erzählen, dass sie diverse Diäten durch haben und nichts gegen ihren Speck helfe, dann sehe ich spindeldürre, recht normale, junge Mittelstands-Frauen, die nichts als ihren Körper haben.
Die tuen mir unendlich leid.
Entfernt. Bitte belegen Sie Ihre Behauptungen mit entsprechenden Quellen und Argumenten. Danke. Die Redaktion/kvk
das L steht ja für "Lehre", ist also vergleichbar mit Maurer oder Frisör. Wenn man sein Handwerkszeug beherrscht, dann hat man alles was man braucht. Hinterfragt wird bei keinem mehr. Im Studium habe ich eh das Gefühl gehabt, dass BWL und VWL sich hauptsächlich mit der Belegung eigener Theorien auseinandersetzen.
Bei gender-studies wird noch mehr hinterfragt und es gibt Ergebnisse, die genauso in sich schlüssig sind wie Kants Überlegungen zur Lehre vom ästhetischen Urteil.
Die VWL geht eher davon aus, dass wenn Probleme zwischen Theorie und Realität entstehen, etwas in der Realität nicht stimmen könne (siehe Wirtschaftskrise).
Trotzdem heißt es "Junge/Mädchen lern was richtiges, mit gender-studies kann man doch nichts machen." BWL und VWL werden in der öffentlichen Wahrnehmung in ihrer Relevanz vorgezogen. Genau dasselbe passiert durch die öffentliche Darstellung eines medial geschaffenen Frauenbildes. "Sei schlank, dann bist du erfolgreich." In der aktuellen ZEIT gibts nen großen Artikel zur gezielten Abtreibung von Mädchen in Asien. Auch damit setzen sich gender-studies auseinander. Wer gender-studies also den wissenschaftlichen Status abspricht, der verharrt auf der BWL-Sicht: Jungs sind halt wirtschaftlicher und das ist, was zählt.
Wilkommen im Mittelalter, Benz
BWL/VWL sind auch keine Wissenschaften. [...]
Gekürzt. Bitten verzichten Sie auf Anfeindungen und Beleidungen. Danke, die Redaktion/au.
das L steht ja für "Lehre", ist also vergleichbar mit Maurer oder Frisör. Wenn man sein Handwerkszeug beherrscht, dann hat man alles was man braucht. Hinterfragt wird bei keinem mehr. Im Studium habe ich eh das Gefühl gehabt, dass BWL und VWL sich hauptsächlich mit der Belegung eigener Theorien auseinandersetzen.
Bei gender-studies wird noch mehr hinterfragt und es gibt Ergebnisse, die genauso in sich schlüssig sind wie Kants Überlegungen zur Lehre vom ästhetischen Urteil.
Die VWL geht eher davon aus, dass wenn Probleme zwischen Theorie und Realität entstehen, etwas in der Realität nicht stimmen könne (siehe Wirtschaftskrise).
Trotzdem heißt es "Junge/Mädchen lern was richtiges, mit gender-studies kann man doch nichts machen." BWL und VWL werden in der öffentlichen Wahrnehmung in ihrer Relevanz vorgezogen. Genau dasselbe passiert durch die öffentliche Darstellung eines medial geschaffenen Frauenbildes. "Sei schlank, dann bist du erfolgreich." In der aktuellen ZEIT gibts nen großen Artikel zur gezielten Abtreibung von Mädchen in Asien. Auch damit setzen sich gender-studies auseinander. Wer gender-studies also den wissenschaftlichen Status abspricht, der verharrt auf der BWL-Sicht: Jungs sind halt wirtschaftlicher und das ist, was zählt.
Wilkommen im Mittelalter, Benz
BWL/VWL sind auch keine Wissenschaften. [...]
Gekürzt. Bitten verzichten Sie auf Anfeindungen und Beleidungen. Danke, die Redaktion/au.
Wer keine Ahnung hat was gender-Forschung überhaupt ist sollte sich nicht so vorschnell aus dem Fenster lehnen! Wie ich darauf komme, dass Sie keine Ahnung haben? Na wenn Sie welche hätten, würden Sie wohl kaum son Blech schreiben!
Und Frau Schmiedel sagt ja, dass sie sich derzeit mit dem Thema Essstörungen beschäftigt. Wenn Sie das für unwichtig halten, dann geht es Ihnen in Ihrer Lebensblase wohl zu gut!
Benz
.... "Genderwissenschaft" ist so unwichtig, dass es dafür noch nicht einmal eine Übersetzung gibt !
Wer braucht so Etwas ?
.... "Genderwissenschaft" ist so unwichtig, dass es dafür noch nicht einmal eine Übersetzung gibt !
Wer braucht so Etwas ?
Zitat aus dem Artikel: "Kinder assoziieren mit Sex, mit Liebe machen, etwas sehr Inniges, man erklärt es ihnen als etwas Schönes. Und nicht als etwas, für das Frauen sich bezahlen lassen, weil sich Männer befriedigen. Es ist ein Schock für Kinder"
.
Es ist ein Schock für alle Menschen, wenn sie rauskriegen, dass die Liebe eine dunkle Seite hat - auch in ihnen selbst. Und sie kriegen das sehr, sehr früh raus. Viel früher als Papa und Mama glauben. Besser, Papa und Mama haben eine Erklärung parat.
Zitat: "... Hat ja bei Ihnen auch gut funktioniert."
.
Das ist ein argumentum ad hominem, also ein Werkzeug aus der Kiste Polemik.
das es IRONIE ist. Und Ironie soll ärgern:)
das es IRONIE ist. Und Ironie soll ärgern:)
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren