Indische Arbeiterinnen: Sklavin für vier Jahre
In Indiens Textilfabriken herrschen skandalöse Arbeitsbedingungen – und westliche Modelabels greifen nicht durch.
Zwischen dem mageren, stillen Mädchen und dem Tod stehen 2.200 Euro. Kousalya ist noch nicht einmal erwachsen, aber ihre Wangen sind eingefallen, ihr Atem geht schwer, den Blick hat sie teilnahmslos auf den Boden gerichtet. Sie braucht eine Operation am offenen Herzen, um ihre durch Entzündungen deformierte Herzklappe zu ersetzen. Andernfalls geben ihr die Ärzte nur noch ein paar Monate Lebenszeit.
Die Operation wird für das junge Mädchen aus dem indischen Dindigul im Bundesstaat Tamil Nadu unerschwinglich bleiben. Obwohl sie hart gearbeitet hat. Fast vier Jahre lang schuftete Kousalya in einer Spinnerei, um billigen Stoff für den europäischen Markt zu weben. Doch nun wohnt sie wieder bei ihrer Mutter, die selbst kaum etwas zum Überleben hat, in einer staubigen Hütte ohne Wasser und Licht. Lohn hat sie für ihre Arbeit nie gesehen, weil sie ja ihren Vertrag nicht erfüllt hat. Sie wurde vor dem Ablauf der vier Jahre krank.
Wer aufgibt, bekommt gar nichts. So sind die Regeln in der Sklaverei auf Zeit.
Das Arrangement, unter dem Kousalya in der Textilindustrie gearbeitet hat, heißt »Sumangali«. In der Landessprache Tamil bedeutet das so viel wie »glückliche Braut«. Gemeint ist etwas anderes.
Weil Familien in Südindien traditionell eine hohe Mitgift zahlen müssen, um ihre Töchter »an den Mann« zu bringen, werden die Mädchen der ärmsten Familien an Fabriken verpachtet. Dort müssen sie über einen fest vereinbarten Zeitraum arbeiten, dürfen das Gelände niemals verlassen und bekommen dafür am Ende eine Summe von rund 1300 Euro ausgezahlt. Das Geld nehmen ihre Familien und honorieren damit einen Ehemann für ihre Töchter. Dazwischen liegen häufig Jahre der Demütigung, Schläge, sexuellen Übergriffe, des Hungers. Der übliche Monatslohn beträgt rund einem Euro.
Am Ende sparen an dieser Ausbeutung auch deutsche Kleiderkäufer mit. Aber in Tamil Nadu gibt es viele, die etwas dafür tun, dass man das in Deutschland nicht mitbekommt.
Der Bundesstaat Tamil Nadu, das Gebiet um die Städte Tirupur, Coimbatore und Erode, ist das Zentrum der indischen Textilbranche. Dort arbeiten rund 500.000 Menschen in der Bekleidungsindustrie. Tirupur selbst ist einer der größten Textilstandorte der Welt, dort lassen fast alle internationalen Unternehmen produzieren. Rund 7.500 Textilfabriken soll es in Tamil Nadu geben, von kleinen Familienunternehmen bis hin zum Vertriebsgiganten Eastman Exports.




Skandalös!
... und wir schauen zu...
Ich verfolge seit eniger Zeit die Reportagen über Herkunfts- und Fertigungsland von Kleidung, weil ich umstelle auf "fair-Trade" und bio.
Das ist nicht einfach, aber Made in China oder Bangladesh, Vietnam, Korea ..., kaufe ich schon länger nicht mehr.
Nun auch: kein Made in India.
Was kann der Verbraucher noch tun? Über Erfahrungen und Empfehlungen freue ich mich.
VG, edition.al
die nach eingehender Prüfung der gesamten Produktionskette vergeben und regelmäßig verifiziert werden. Diese kombinieren sinnvollerweise soziale und ökologische Mindeststandards. Denn Flüsse zu vergiften und ätzende Abfälle zu hinterlassen ist auch verwerflich.
hier eine Auswahl:
http://marktcheck.greenpe...
Ethisch und ökologisch hergestellte Textilien sind am einfachsten über entsprechende Versandhäuser zu bekommen, z.B. vivanda, Hess, Maas, Waschbär und viele andere mehr.
eine Liste mit Quellen zum Beispiel hier:
http://www.fairwear.org/3...
Kleidung nur nach Herkunftsland auszuwählen ist problematisch, denn natürlich gibt es auch in Indien menschenwürdige Produktion und auch Kooperativen, die Unterstützung gebrauchen können.
Viel Spaß beim Stöbern,
Gruß
kassandra
Die einzige Chance für die Menschen ist in meinen Augen tatsächlich, dass die Verbraucher hier nicht mitspielen. Auch das ist die globale Welt. Aufstand machen. Nicht mehr kaufen.
Was Kleidung angeht so trage ich seit Jahren nur noch second Hand. Zwei meiner Schwestern waren schwanger und haben ihr Gewicht nicht mehr zurückbekommen. Ich trag - wie früher als Kind ;-) - alles auf. Manche meiner Klamotten sind 15 Jahre alt - und sehen immer noch gut aus (damals gabs auch noch richtig "gute" Kleidung, die waren nicht auf schnellen Verfall produziert). Bei neuen Sachen fair Trade und bei allen Verführungen, die einem so am Straßenrand mit %%%%% Zeichen entgegenstehen, wiederstehen.
Auch sonst kann man viel tun. Lebensmittel sind ein Fass ohne Boden. Dagegen ist die Einstellung auf den Kleiderkonsum für mich einfach. Elektroartikel - ebenfalls eine Seuche. Blumen! Ich seh immer noch Menschen, die im Aldi diese Schnittblumen kaufen. Die werden unter miesesten Bedingungen in Afrika hergestellt. Wofür??? Und all das.
Der schwierigste Part ist der der Aufklärung. Ohne als "Bekehrer" dazustehen, dennoch aufzuklären ist nicht leicht. Ich versuche es in meinem Umfeld dennoch immer wieder. Und da zählt jeder Einzelne, der mit umdenken anfängt.
Schön, dass sich hier doch ein paar Leser zeigen, die bei dem Spiel nicht mitmachen.
Nach einem Artikel die Textilindustrie eines ganzen Landes, einer ganzen Region zu boykottieren, ist sehr kurzsichtig. Die Mehrheit der Hersteller haben normale Arbeitsbedingungen und die Arbeiterinnen haben durch diesen Lohn seit der Globalisierung die Möglichkeit, einen gewissen Wohlstand zu erlangen, das Gesundheitssystem zu nutzen, ihren Kindern Bildung zu ermöglichen etc. Das betrifft vor allem China, Indien und die Türkei. Bangladesh ist da schon schwieriger.
Aus eigenen beruflichen Reisen und Erfahrungen weiß ich, dass Nachfragerückgang sofortige Arbeitslosigkeit oder Lohnrückgang der Arbeiterinnen zur Folge hat.
Pauschal-Boykott kann also keine Lösung (mehr) sein.
Hallo edition.al
Speziell für Bekleidung empfehle ich auch fairwear.org
In Berlin gibt es eine kleines Fashionlabel namens Roggastail.
Das nutzt ausschließlich Textilien die mit fairwear und fairtrade Zertifikaten ausgezeichnet sind.
http://www.roggastail.de
Leider sind solche Bedingungen wie im Artikel beschrieben nicht nur in der Bekleidungsindustrie zu finden.
Bei Lebensmittel mache ich in einer CSA-Gemeinschaft mit.( CSA - Customer supported Agriculture) einfach mal googlen.
Ansonsten hier und da mehr Verzicht als Konsum bzw. Verzicht auf schnelllebige Produkte.
die nach eingehender Prüfung der gesamten Produktionskette vergeben und regelmäßig verifiziert werden. Diese kombinieren sinnvollerweise soziale und ökologische Mindeststandards. Denn Flüsse zu vergiften und ätzende Abfälle zu hinterlassen ist auch verwerflich.
hier eine Auswahl:
http://marktcheck.greenpe...
Ethisch und ökologisch hergestellte Textilien sind am einfachsten über entsprechende Versandhäuser zu bekommen, z.B. vivanda, Hess, Maas, Waschbär und viele andere mehr.
eine Liste mit Quellen zum Beispiel hier:
http://www.fairwear.org/3...
Kleidung nur nach Herkunftsland auszuwählen ist problematisch, denn natürlich gibt es auch in Indien menschenwürdige Produktion und auch Kooperativen, die Unterstützung gebrauchen können.
Viel Spaß beim Stöbern,
Gruß
kassandra
Die einzige Chance für die Menschen ist in meinen Augen tatsächlich, dass die Verbraucher hier nicht mitspielen. Auch das ist die globale Welt. Aufstand machen. Nicht mehr kaufen.
Was Kleidung angeht so trage ich seit Jahren nur noch second Hand. Zwei meiner Schwestern waren schwanger und haben ihr Gewicht nicht mehr zurückbekommen. Ich trag - wie früher als Kind ;-) - alles auf. Manche meiner Klamotten sind 15 Jahre alt - und sehen immer noch gut aus (damals gabs auch noch richtig "gute" Kleidung, die waren nicht auf schnellen Verfall produziert). Bei neuen Sachen fair Trade und bei allen Verführungen, die einem so am Straßenrand mit %%%%% Zeichen entgegenstehen, wiederstehen.
Auch sonst kann man viel tun. Lebensmittel sind ein Fass ohne Boden. Dagegen ist die Einstellung auf den Kleiderkonsum für mich einfach. Elektroartikel - ebenfalls eine Seuche. Blumen! Ich seh immer noch Menschen, die im Aldi diese Schnittblumen kaufen. Die werden unter miesesten Bedingungen in Afrika hergestellt. Wofür??? Und all das.
Der schwierigste Part ist der der Aufklärung. Ohne als "Bekehrer" dazustehen, dennoch aufzuklären ist nicht leicht. Ich versuche es in meinem Umfeld dennoch immer wieder. Und da zählt jeder Einzelne, der mit umdenken anfängt.
Schön, dass sich hier doch ein paar Leser zeigen, die bei dem Spiel nicht mitmachen.
Nach einem Artikel die Textilindustrie eines ganzen Landes, einer ganzen Region zu boykottieren, ist sehr kurzsichtig. Die Mehrheit der Hersteller haben normale Arbeitsbedingungen und die Arbeiterinnen haben durch diesen Lohn seit der Globalisierung die Möglichkeit, einen gewissen Wohlstand zu erlangen, das Gesundheitssystem zu nutzen, ihren Kindern Bildung zu ermöglichen etc. Das betrifft vor allem China, Indien und die Türkei. Bangladesh ist da schon schwieriger.
Aus eigenen beruflichen Reisen und Erfahrungen weiß ich, dass Nachfragerückgang sofortige Arbeitslosigkeit oder Lohnrückgang der Arbeiterinnen zur Folge hat.
Pauschal-Boykott kann also keine Lösung (mehr) sein.
Hallo edition.al
Speziell für Bekleidung empfehle ich auch fairwear.org
In Berlin gibt es eine kleines Fashionlabel namens Roggastail.
Das nutzt ausschließlich Textilien die mit fairwear und fairtrade Zertifikaten ausgezeichnet sind.
http://www.roggastail.de
Leider sind solche Bedingungen wie im Artikel beschrieben nicht nur in der Bekleidungsindustrie zu finden.
Bei Lebensmittel mache ich in einer CSA-Gemeinschaft mit.( CSA - Customer supported Agriculture) einfach mal googlen.
Ansonsten hier und da mehr Verzicht als Konsum bzw. Verzicht auf schnelllebige Produkte.
Das Bittere ist, dass nicht nur Billig-Anbieter ihre Ware in Indien fertigen lassen, sondern auch Firmen aus dem mittleren und höheren Preissegment.
Somit kann man als Verbraucher/in, so man das Geld hat, noch nicht mal durch den Kauf von teurerer Markenware diese Praktiken boykottieren.
Danke für diesen Artikel, den ich sehr erschütternd fand.
Ich stimme der Dame von Terre des Hommes zu: die Firmen müssten ihre Produktionswege lückenlos transparent machen.
Die Transparenz interessiert derzeit nicht, im Wahn, Markenware so billig wie möglich zu erstehen.
Bei uns kaufen die Leute wie blöd Klamotten von Jack Wolfskin, dabei kann man sich mit ein paar Mausklicks davon überzeugen, dass auch solche Unternehmen unsozial produzieren lassen.
http://www.youtube.com/wa...
Abgesehen davon ist diese Ausbeutung Teil unseres kapitalistisches Wohlstandsmodells.
Einer großen Gruppe Menschen muss es schlecht gehen, damit es wenigen "Auserwählten" gut geht. Es können nicht alle Menschen auf der Welt unseren Lebensstandard haben. Das gibt der Planet nicht her.
Wer sich wirklich von der Ausbeutung in der dritten Welt betroffen fühlt, muss selbst umdenken und bereit sein, materielle Ansprüche zu senken. Nur wenn wir bereit sind, auf einen Teil unseres Wohlstandes zu verzichten, dann kann der Wohlstand aller anderen angehoben werden.
Aber das wäre ja Sozialismus ;$
MfG
AoM
Die Transparenz interessiert derzeit nicht, im Wahn, Markenware so billig wie möglich zu erstehen.
Bei uns kaufen die Leute wie blöd Klamotten von Jack Wolfskin, dabei kann man sich mit ein paar Mausklicks davon überzeugen, dass auch solche Unternehmen unsozial produzieren lassen.
http://www.youtube.com/wa...
Abgesehen davon ist diese Ausbeutung Teil unseres kapitalistisches Wohlstandsmodells.
Einer großen Gruppe Menschen muss es schlecht gehen, damit es wenigen "Auserwählten" gut geht. Es können nicht alle Menschen auf der Welt unseren Lebensstandard haben. Das gibt der Planet nicht her.
Wer sich wirklich von der Ausbeutung in der dritten Welt betroffen fühlt, muss selbst umdenken und bereit sein, materielle Ansprüche zu senken. Nur wenn wir bereit sind, auf einen Teil unseres Wohlstandes zu verzichten, dann kann der Wohlstand aller anderen angehoben werden.
Aber das wäre ja Sozialismus ;$
MfG
AoM
in der Textilherstellung und anderswo wird nie wirksam bekämpft werden, solange es eine Schicht gibt, die davon wissentlich und absichtlich profitiert und solange es Konsumenten gibt, deren Gier nach 3€-TShirts oder 8€-Schuhen verlangt, obwohl sie sich auch fair produzierte leisten könnten.
Natürlich muß man an die Verbraucher appellieren, bewußter einzukaufen, an Unternehmen appellieren, sozialökologische Mindeststandards einzuhalten, an die eigenen Regierungen appellieren, beispielsweise mit der Zuwendung von Entwicklungshilfe bestimmte Menschenrechtsforderungen zu verknüpfen.
Ich fürchte allerdings, daß Kousalya und Mercy und all die anderen den meisten westlichen Konsumenten, Aktionären und Ministern ausgesprochen gleichgültig sind, sodaß Appelle keine Verhaltensänderung bewirken, die in die Breite geht.
k.
die nach eingehender Prüfung der gesamten Produktionskette vergeben und regelmäßig verifiziert werden. Diese kombinieren sinnvollerweise soziale und ökologische Mindeststandards. Denn Flüsse zu vergiften und ätzende Abfälle zu hinterlassen ist auch verwerflich.
hier eine Auswahl:
http://marktcheck.greenpe...
Ethisch und ökologisch hergestellte Textilien sind am einfachsten über entsprechende Versandhäuser zu bekommen, z.B. vivanda, Hess, Maas, Waschbär und viele andere mehr.
eine Liste mit Quellen zum Beispiel hier:
http://www.fairwear.org/3...
Kleidung nur nach Herkunftsland auszuwählen ist problematisch, denn natürlich gibt es auch in Indien menschenwürdige Produktion und auch Kooperativen, die Unterstützung gebrauchen können.
Viel Spaß beim Stöbern,
Gruß
kassandra
Kassandra K hat recht: es gibt durchaus einige Anbieter, die wirklich bemüht sind, Ihre Angebote unter sozial und ökologisch verträglichen Bedingungen herzustellen. Ich selber habe jahrelang in verantwortlicher Position eines deutschen Unternehmens gearbeitet und mich auch um Umwelt- und Sozialstandards im Einkauf gekümmert. Aber wenn man ganz ehrlich ist, dann geht es am Ende den Einkäufern auch nur um den Preis, zu dem sie Textilien einkaufen können. Und auch die Vorgesetzten dieser Einkäufer fordern das letztendlich. Ganz egal, wie sehr sie sich ansonsten in der Öffentlichkeit mit ihrem sozialen und ökologischen Engagement brüsten (Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass in diesem Artikel einige Handelsunternehmen genannt werden, Otto aber steht mal wieder sauber da ... unverständlich! Oder hat das was mit guter Lobbyarbeit bzw. der räumlichen Nähe zu Zeit und Spiegel zu tun ...). Am Ende hat es der Verbraucher in der Hand: kauft weniger Klamotten, dafür hochwertige und solche, bei denen ihr sicher sein könnt, dass sie umwelt- und sozialverträglich hergestellt werden!
Kassandra K hat recht: es gibt durchaus einige Anbieter, die wirklich bemüht sind, Ihre Angebote unter sozial und ökologisch verträglichen Bedingungen herzustellen. Ich selber habe jahrelang in verantwortlicher Position eines deutschen Unternehmens gearbeitet und mich auch um Umwelt- und Sozialstandards im Einkauf gekümmert. Aber wenn man ganz ehrlich ist, dann geht es am Ende den Einkäufern auch nur um den Preis, zu dem sie Textilien einkaufen können. Und auch die Vorgesetzten dieser Einkäufer fordern das letztendlich. Ganz egal, wie sehr sie sich ansonsten in der Öffentlichkeit mit ihrem sozialen und ökologischen Engagement brüsten (Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass in diesem Artikel einige Handelsunternehmen genannt werden, Otto aber steht mal wieder sauber da ... unverständlich! Oder hat das was mit guter Lobbyarbeit bzw. der räumlichen Nähe zu Zeit und Spiegel zu tun ...). Am Ende hat es der Verbraucher in der Hand: kauft weniger Klamotten, dafür hochwertige und solche, bei denen ihr sicher sein könnt, dass sie umwelt- und sozialverträglich hergestellt werden!
Nur eine Allianz westlicher Textilunternehmer könnte den Sklaven ein Stück Freiheit und Menschlichkeit zurückbringen. Die Politik könnte eine solche Allianz zumindest vorschlagen und forcieren.
Die einzige Chance für die Menschen ist in meinen Augen tatsächlich, dass die Verbraucher hier nicht mitspielen. Auch das ist die globale Welt. Aufstand machen. Nicht mehr kaufen.
Was Kleidung angeht so trage ich seit Jahren nur noch second Hand. Zwei meiner Schwestern waren schwanger und haben ihr Gewicht nicht mehr zurückbekommen. Ich trag - wie früher als Kind ;-) - alles auf. Manche meiner Klamotten sind 15 Jahre alt - und sehen immer noch gut aus (damals gabs auch noch richtig "gute" Kleidung, die waren nicht auf schnellen Verfall produziert). Bei neuen Sachen fair Trade und bei allen Verführungen, die einem so am Straßenrand mit %%%%% Zeichen entgegenstehen, wiederstehen.
Auch sonst kann man viel tun. Lebensmittel sind ein Fass ohne Boden. Dagegen ist die Einstellung auf den Kleiderkonsum für mich einfach. Elektroartikel - ebenfalls eine Seuche. Blumen! Ich seh immer noch Menschen, die im Aldi diese Schnittblumen kaufen. Die werden unter miesesten Bedingungen in Afrika hergestellt. Wofür??? Und all das.
Der schwierigste Part ist der der Aufklärung. Ohne als "Bekehrer" dazustehen, dennoch aufzuklären ist nicht leicht. Ich versuche es in meinem Umfeld dennoch immer wieder. Und da zählt jeder Einzelne, der mit umdenken anfängt.
Schön, dass sich hier doch ein paar Leser zeigen, die bei dem Spiel nicht mitmachen.
Ich komme immer mehr zu dem Schluss dass unser westlicher Lebensstandard nur eine einzige Lüge ist. Wohlstand auf Pump und Kosten von Umwelt und anderen Ländern, die dem nichts entgegensetzen können. Für unsere Kleidung werden andere vergiftet und ausgebeutet. Für unser Essen (gerade eine bemerkenswerte Doku auf Arte gesehen) werden in Südamerika Bauern von ihren Ländern vertrieben, damit grossflächig und gifitg Soja für europäisches Vieh angebaut werden kann. Vom Leiden der Tiere wollen wir hier schon gar nicht reden. Alles muss schön billig sein, jeder muss alles haben. Der Preis ? Sowas von egal, Hauptsache ich kriegs billig. Ekelhaft!
Ich komme immer mehr zu dem Schluss dass unser westlicher Lebensstandard nur eine einzige Lüge ist. Wohlstand auf Pump und Kosten von Umwelt und anderen Ländern, die dem nichts entgegensetzen können. Für unsere Kleidung werden andere vergiftet und ausgebeutet. Für unser Essen (gerade eine bemerkenswerte Doku auf Arte gesehen) werden in Südamerika Bauern von ihren Ländern vertrieben, damit grossflächig und gifitg Soja für europäisches Vieh angebaut werden kann. Vom Leiden der Tiere wollen wir hier schon gar nicht reden. Alles muss schön billig sein, jeder muss alles haben. Der Preis ? Sowas von egal, Hauptsache ich kriegs billig. Ekelhaft!
Ich komme immer mehr zu dem Schluss dass unser westlicher Lebensstandard nur eine einzige Lüge ist. Wohlstand auf Pump und Kosten von Umwelt und anderen Ländern, die dem nichts entgegensetzen können. Für unsere Kleidung werden andere vergiftet und ausgebeutet. Für unser Essen (gerade eine bemerkenswerte Doku auf Arte gesehen) werden in Südamerika Bauern von ihren Ländern vertrieben, damit grossflächig und gifitg Soja für europäisches Vieh angebaut werden kann. Vom Leiden der Tiere wollen wir hier schon gar nicht reden. Alles muss schön billig sein, jeder muss alles haben. Der Preis ? Sowas von egal, Hauptsache ich kriegs billig. Ekelhaft!
Gabs nicht erst kürzlich einen ähnlichen, aber durchaus differenzierten Artikel in der ZEIT? Ich meine zu H&M.
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