GleichberechtigungMutter Macht

Wem gehören die Kinder? Hier endet die Gleichberechtigung der Männer von Ralf Bönt

Vor einigen Jahren wollte ich mit meinem Sohn zum Skilaufen an die Schneekoppe fahren. Um einen Reisepass für ihn zu beantragen, ging ich zum Bürgeramt, wo ich feststellen musste, dass keine Sachbearbeiterin von meinem Sorgerecht informiert war. Ich holte den amtlichen Zettel mit der Sorgerechtsteilung von zu Hause, aber einen Pass konnte ich für meinen Sohn ohne die Unterschrift seiner Mutter sowieso nicht beantragen.

»Was meinen Sie wohl«, sagte die junge Frau hinter dem Schreibtisch gelangweilt, »wie viele Kinder jedes Jahr von ihren Vätern entführt werden.« Erst beim Fortfahren blickte sie mir in die Augen: »Wenn die erst mal außer Landes sind, kriegt die keiner mehr.« Nur kurz stellte ich mir in dieser Sekunde vor, ohne Pass nach Zittau zu fahren und zu sehen, ob die Schranke offen war. Vielleicht würden wir auch durchgewunken oder könnten mit den Grenzern reden. Dann sah ich die Tränen meines Sohnes für den Fall, dass wir umkehren mussten. Ich sah ein: Der Skiurlaub musste verschoben werden.

Anzeige

Danach änderte die Mutter ohne Rücksprache im selben Amt den Hauptwohnsitz unseres Sohnes. Ich konnte dies allein nicht rückgängig machen. Diesmal erklärte mir eine ältere Dame, ich habe doch selber gesagt, dass man den Wohnsitz nicht ohne Zustimmung beider Eltern ändern könne. Zwei Fehler, meinte sie, seien einer zu viel. So fand ich mich in einer Anwaltskanzlei wieder, bis der Wohnsitz wieder da war, wo sich unser Sohn am meisten aufgehalten hatte.

Damals ließ ich meine Vaterschaft auch in meinen Reisepass eintragen, denn als wir doch noch auf dem Weg zur Schneekoppe waren, wären wir fast nicht über die Grenze gekommen. Wir tragen nicht denselben Nachnamen, ich hatte der Mutter da den Vortritt gelassen. So konnte ich nicht nachweisen, erlaubterweise mit dem Kind zu reisen. Erst mit der Eintragung im Pass hatte ich amtlich, dass mein Sohn wirklich mein Sohn war.

Als dieser Pass jetzt ablief, erfuhr ich von einer Neuerung: Man kann zwar den eigenen Fingerabdruck in den neuen Pass einlesen lassen, Kinder werden aber nicht mehr notiert. Eigentlich müsste ich den Zettel mit dem Sorgerecht jetzt also immer bei mir tragen, ohne zu sehr zu hoffen, dass er mir an einem Schlagbaum, auf einer Polizeiwache oder gar in einem Krankenhaus wirklich helfen würde, etwa wenn es gilt, eine schnelle Entscheidung zu treffen. Ich sehe die skeptischen Blicke der Beamten oder Ärzte lebhaft vor mir: Ein Mann, der ein abgegriffenes DIN-A4-Blatt aus der Innentasche des Jacketts holt und umständlich entfaltet, um sich als Vater seines Sohnes auszuweisen? Das schürte die Skepsis. Man würde wohl den Ausweis des Kindes verlangen, unmöglich, den immer bei sich zu haben, und dann eh nach der Mutter rufen. Ich bin auch nicht bereit, das Schreiben eines Amtes zusammengefaltet auf meinem Herzen zu tragen, um mich als Vater fühlen zu dürfen. Vaterschaft darf keine Sondergenehmigung nötig haben.

Vielmehr wäre die konsequente Weiterführung der Erfindung der Vaterschaft nicht nur ein wichtiger Punkt einer erfolgreichen Politik der Geschlechter, sondern ihr Kernstück. Die Entwicklung des Verhältnisses zwischen Vater und Kind taugt überhaupt als Schlüssel des Zivilisationsprozesses. In vorzivilisatorischen Zeiten gab es nämlich keinen leiblichen Vater. Man wusste schlicht nicht, wer der Vater welchen Kindes war. Da Verwandtschaft überhaupt nur über die Mutter existierte, galt das Mutterrecht, zu Deutsch: das Matriarchat. Zur Eindämmung der Inzucht entwickelte sich aus diesem Urzustand die Familie. Über geregelte Strukturen mit Polygamie oder Polyandrie war es ein weiter Weg bis zur monogamen Familie von heute.

Manches auf diesem Weg ist bekannt, aber das gilt nicht für den Anlass zum Umstieg auf das Vaterrecht. Vermutlich hatte es mit dem Erwerb des Unterhaltes außerhalb des Wohnortes zu tun, der dort auch Besitz schuf. Dass sich Privateigentum in diesem Moment gebildet habe und der Kapitalismus männlich sei, während zuvor weiblicher Kommunismus geherrscht habe, ist zwar eine Annahme, die man unter anderem in den Schriften August Bebels findet. Es muss deshalb aber nicht gleich wahr sein. Materielle Güter gab es gewiss zuvor auch schon, und Habgier ist nicht als Privileg des Mannes bekannt.

Leserkommentare
  1. 1. [...]

    Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion/mo.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Ich verstehe, dass die Redaktion ihren subjektiven Qualitätsstandards folgt. Aber gleich alles zu löschen? Es hätte doch gereicht, wenn sie den Beitrag um die angeblich unsachlichen Passagen gekürzt hätten. Was ist daran verwerflich dem Autor Glück und seinem Buch viel Erfolg zu wünschen? Das war doch nicht ironisch gemeint. Verstehe ich nicht. Und was ist denn bitteschön unsachlich daran zu behaupten, dass das Buch wahrscheinlich von den Feministinnen totgeschwiegen oder verrissen wird?

    Vielleicht gibt die Redaktion eine Liste mit erlaubten Meinungen vor, dann brauchen die Kommentatoren nur noch eine davon anzuklicken.

    Bitte richten Sie Ihre Fragen zur Moderation an community@zeit.de. Danke. Die Redaktion/sh

    Bitte beachten Sie das konkrete Artikelthema. Danke, die Redaktion/ls

  2. sowas hier lesen zu dürfen.

    Danke.

    2 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • nickb
    • 23. März 2012 21:37 Uhr

    ist mir gar nicht aufgefallen. hab ich das übersehen? oder was läuft hier?
    und wenn ... ? ... dann dürfte nur das lebensgefühl mancher frauen gemeint sein. dass kampf-feministinnen immer glauben, sie würden für alle frauen sprechen müssen. viele frauen finden das anmaßend, wollen von feministinnen längst nichts wissen. wann ist die frau eine frau? darf sie noch so sein wie sie möchte? was wird alles von ihr erwartet? wie geht es den kindern, den familien damit?

  3. hatte grade den artikel in der printausgabe gelesen-danke ihnen auch für den theoretischen überbau.
    spannend ist auch das thema einer ganzen generation normaler, wilder jungs, die durch ritalin ruhig gestellt werden:

    http://www.faz.net/aktuel...

    Eine Leserempfehlung
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • Robyin
    • 25. März 2012 15:50 Uhr

    Dass es eine große Menge sehr hyperaktiver bis aggressiver Mädchen gibt, nur wird das befürwortet und gefördert, nicht unterdrückt.

    Bei einem Jungen fällt es auch nicht positiv auf, wenn er still ist, stille Jungen gelten eher als dumm und bekommen dann schlechtere Noten als stille Mädchen. Teils bekommen sogar Mädchen, die nichts sagen, bessere Noten, als jene Jungen, die sich jede Stunden engagieren, wodurch natürlich auch mal falsche Antworten dabei sind, nur ist die Schule ja zum lernen da, sonst müsste man nicht mehr hin.

    Und das ist bel männlichen Lehrern genauso der Fall, wie bei weiblichen, da gibt es keinen erkennbaren Unterschied.

    Der Feminismus hat in erster Linie eine Männerfeindlichkeit aufgebaut, um die Emanzipation des Mannes zu verhindern, was auch die Emanzipation der Frau jedoch in Frage stellt und behindert. Letztlich kann es nur die gemeinsame Emanzipation geben, da die alten Geschlechterollen auch ein gemeinsames Konstrukt waren, kein getrenntes.

    Ansonsten hat ein Vater selbstverständlich die exakt gleichen Rechte wie eine Mutter zu haben. Misst man der Schwangerschaft einen Unterscheidungspunkt bei, müsste man sie Männer ebenso ermöglichen, ansonsten ist es blanker Sexismus.

  4. in der Sache Familienrecht heute haben Sie SEHR Recht.

    ABER BITTE: Steigen Sie doch nicht auf die (übrigens von Männern erfundene) unsägliche Matriarchatshistorie ein. ES GIBT ein zeitloses Matriarchat, immer und überall, damit haben Sie sehr recht, aber es hat nie eines in dem Sinne gegeben, wie das für irgendeine "Urzeit" so gerne zusammenspekuliert wird. Bestenfalls kann man sagen: Man weiß es nicht, schlimmstenfalls: es ist schon auffällig, dass diese These desto stärker wuchert, je mehr der Vater aus der Familie entfernt wird (beginnend im 19. Jahrhundert mit der Pflicht zur Maloche außer Hause).

    Zur Vaterschaftsthese: das hört sich ja schön an, dass angeblich irgendwann die Menschen so dumm waren, dass sie nichts vom Vater wussten, merkwürdig bleibt aber, dass es bereits unter den Tieren Vaterschaft gibt - bis hin zur gezielten Tötung von Nachwuchs früherer Väter (z.B. unter Löwen). Das ist natürlich schrecklich, sollte aber DIESE These zur Genüge widerlegen.

    Das Matriarchat war NIE Vergangenheit, es ist familienrechtliche Gegenwart. Seit Jahrtausenden. Es verpflichtet die Männer zum Beibringen des Familienunterhalts (und sei es heutzutage als geschiedener Unterhaltssklave oder anonymer Steuerzahler). Es privilregiert die Frauen dazu, die Zeit zu haben, mit der Begründung ihrer "Unterdrückung" durch ihre Unterhaltssklaven immer MEHR "Ausgleich" zu fordern. Welcher Kanalarbeiter hääte denn schon die Zeit für all die ununterbrochene Gleichstellungsrhetorik?

  5. ...Die Geschichte einer Frau, der ihr Kind genommen wurde, weil ihr Mann uralte Liebesbriefe an einen Anderen fand... Beethoven hat seiner Schwester den Sohn weggenommen, weil ER ihn erziehen wollte (was bekanntermaßen zum Selbstmordversuch des Neffen führte). Leopold Mozart hat bestimmt, dass alle seine Kinder als Säuglinge "bei Wassern" ernährt werden sollten, d.h. er befahl, dass sie nicht mit Mutter- oder Ammenmilch ernährt wurden. Die allermeisten seiner Kinder starben, nur Nannerl und Wolfgang Amadeus überlebten. Mozarts Mutter hatte nichts zu melden. Der männliche Familienvorstand hat früher über alles bestimmen dürfen. Da können Sie doch nicht von einem Matriarchat innerhalb der Familie sprechen! Der männliche Familienvorstand war der unumschränkte Patriarch, und das seit Abrahams Zeiten. Es erklärt sich aus den frühen Stammeszusammenhängen: In unsicheren Zeiten waren Familien mit vielen Söhnen und Neffen die Stärksten und Mächtigsten! Es galt also, viele Nachkommen als billige Arbeitskäfte und Beschützer der Familien zu zeugen. Dazu musste man(n) sich die "Gebärende" sichern und gleichzeitig Regeln aufstellen, die gewährleisten, dass der Vater der "Besitzer" der Nachkommenschaft war. Und damit der Mann seinen Besitzanspruch an der Nachkommenschaft geltend machen konnte, wurde die Frau als selbstständiger Mensch entrechtet und gleich mit zum Eigentum des Mannes erklärt.Ehebruch wurde drakonisch bestraft,Vielweiberei erlaubt,die Frau aus dem öffentl. Leben verbannt.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    da was:

    1. 90% der Menschen waren in diesen Zeiten qua Armut gar nicht heiratsberechtigt, das uneheliche Kind der Normalfall. Auch in biblischen Zeiten gab es mehr Sklaven und Knechte als Patriarchen. Diese "niedrigen" Menschen hatte niemals sowas wie reale Vaterrechte - die Kinder der Sklavinnen und Mägde "gehörten" in einigen zeiten den Herren UND deren Frauen - faktisch waren es immer Alleinerziehende (warum war denn die Jungfrau Maria so beliebt? Doch nicht wegen der Jungfräulichkeit, sondern wg. der unehelichen Geburt...).

    2. Keine Frau konnte ernsthaft daran gehindert werden, sich von einem drartigen "Niederen" schwängern zu lassen und dann als Alleinerziehende Matriarchin zu werden.

    3. In den "besseren Kreisen" des Bürgertums (der Adel war da auf seine Weise wieder großzügiger) wurde der Mann so sehr als Ernäher in die Pflicht genommen, dass er zum Ausgleich Rechte erhielt, die tatsächlich zeitweise fast schon Besitzrechte waren (wobei Recht auf dem Papier und reales Leben auch wieder zwei sehr verschiedene Sachen sind). Unabhängig von äußerem sozialen Druck: Ohne Zustimmung der Frau war ihre Verheiratung nicht möglich. Viele ließen sichj lieber ernähren, als das Leben der nicht heiratsberechtigten Knechte zu teilen (merkwürdiger Weise war Armut der Frau rechtlich kein Heiratshindernis).

    4. Einseitige Geschichtsschreibunmg mag Interessen dienen, versagt aber als Argument kläglichst.

    • nickb
    • 24. März 2012 0:00 Uhr

    gibt es in den letzten 250 jahren auch verfehlungen von frauen? kind ins clo, oder aus dem fenster, oder kind verkauft ... etc.? da tun sich doch abgründe auf.

    • Robyin
    • 25. März 2012 15:57 Uhr

    Fakt ist jedoch, dass es Vielweiberei maximal bei Reichen gab, Arme konnte sich ja kaum eine kleine Familie leisten, geschweige denn eine mit mehreren Frauen.

    Und natürlich haben es die Adelsfrauen genauso getrieben wie die Adelsmänner, warum sollte es da bitteschön einen Unterschied geben? Adelsfrauen hatten viel Macht, oft genug mehr als ihr Mann, da sie diesen an der kurzen Leine führten.

    Da gab es solche und solche, doch eines muss man sowieso immer bedenken:
    Von einer 50/50 Population ausgehend, bedeutet jede Frau Mehr für Mann x einen anderen Mann ohne Frau mehr. Das waren dann Männer, die z.B. im Krieg sterben durften, weil auch davon sich der reiche Mann oftmals drücken konnte (so wie auch jede Frau, einfach so durch das Glück der Geburt mit dem richtigen Geschlecht, das nicht grausam auf einem sinnlosen Schlachtfeld verbluten muss).

    In der Geschichte der Menschheit fand viel Mist und unglaublich Menschenverachtendes statt, aber es traf definitiv beide Geschlechter und maßgeblich die breite, arme Masse.

  6. Ich verstehe, dass die Redaktion ihren subjektiven Qualitätsstandards folgt. Aber gleich alles zu löschen? Es hätte doch gereicht, wenn sie den Beitrag um die angeblich unsachlichen Passagen gekürzt hätten. Was ist daran verwerflich dem Autor Glück und seinem Buch viel Erfolg zu wünschen? Das war doch nicht ironisch gemeint. Verstehe ich nicht. Und was ist denn bitteschön unsachlich daran zu behaupten, dass das Buch wahrscheinlich von den Feministinnen totgeschwiegen oder verrissen wird?

    Vielleicht gibt die Redaktion eine Liste mit erlaubten Meinungen vor, dann brauchen die Kommentatoren nur noch eine davon anzuklicken.

    Bitte richten Sie Ihre Fragen zur Moderation an community@zeit.de. Danke. Die Redaktion/sh

    Eine Leserempfehlung
    Antwort auf "[...]"
  7. Dieser Spruch drückt ganz gut aus, was man früher glaubte: Der neue Mensch, das Kind, entstünde einzig und allein aus dem Samen, die Mutter wurde zum empfangenden Gefäß degradiert. Deshalb glaubte man, dass das Kind dem Vater "gehöre". Man wusste nichts von der DNS und der weiblichen Eizelle. Frauen, so glaubte man im Mittelalter, enstünden aus minderwertigem Samen oder "feuchten Winden" (Thomas von Aquin).Eigentlich ist es ja umgekehrt: Der Mann "schenkt" der Frau seinen Samen, also "schenkt" er IHR ein Kind. und Nun muss er sich mit ihr gut stellen, damit er "Vater" sein darf - am besten schon vor der sexuellen Vereinigung. Das liegt in der Natur der Sache. Wenn sie ihm nichts von seiner Vaterschaft erzählt, dann hat sie das Kind alleine...das wollten viele Männer früher natürlich nicht, deshalb wurde die ledige Mutter geächtet... Manchmal frage ich mich, ob all die Mythen, die die Frauen als "Sünderinnen" diskreditieren (Eva, Pandora, Loreley) vielleicht ihren tieferen Ursprung in dem Fakt haben, dass der Mann einen Vorwand suchte, um sich die Vorherrschaft über die Nachkommenschaft zu sichern.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • Robyin
    • 25. März 2012 16:03 Uhr

    Unsere Rasse braucht Männchen + Weibchen für ein Kind, kein Geschlecht kann sich allein fortpflanzen. Dass das Kind irgendwo eine bestimmte Größe erreichen muss, weil die Wahrscheinlichkeit des Überlebens einer befruchteten Eizelle in freier Natur gleich 0 ist, selbst wenn es sich die notwendige Energie usw irgendwo her holen könnte, macht es nunmal notwendig, dass dies in einem der beiden Körper stattfindet.

    Das ändert dennoch nichts daran, dass das Kind gleichermaßen aus beiden Eltern entsteht.

    Abseits davon gibt es genug positive Frauengestalten in den Legenden (tausende Göttinnen, die auch durchaus für Jagd, Wissenschaft, Weisheit, usw. standen) und genug schlechte Männer.

    "Die Männer" wollten weder in der Geschichte noch in der Gegenwart irgend etwas bestimmtes. Es waren einflussreiche Männer und ebenso Frauen, die eine bestimmte Regelung wollten, weil es ihre Macht sicherte. Und natürlich waren die Adelsfrauen u.ä. am Machterhalt des Adels genauso interessiert, wie die Adelsmänner.

    • Turel
    • 23. März 2012 16:04 Uhr

    Politik mit dem Fokus auf Männer bzw. Männerrechte ist nicht salonfähig. Ein wunderschönes Beispiel ist Frau Monika Ebeling (FDP), ihrerseits ehemalige Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Goslar. "Ehemalige" deshalb, da sie unter "Gleichstellung" auch die Berücksichtigung von Männern und deren Belangen als Thema ihrer Arbeit verstand und daraufhin von vornehmlich den links-grünen Parteien aus ihrem Amt geekelt bzw. geschmissen wurde. (siehe http://www.zeit.de/2011/2...)

    Da in Deutschland jedoch nach wie vor die Prämisse der Frauen als Opfer und Männer als Täter - egal in welcher Hinsicht - vorherrscht ist es natürlich ein heißes Eisen, sich mit "Täterrechten" identifizieren zu wollen. Männerrechtsvereine (MannDat, Väteraufbruch etc.) werden regelmäßig als politisch rechtsgerichtet diffarmiert und auch sogenannte "Gleichstellungsbeauftragte" versdchiedenster Institutionen sind lediglich umgetaufte "Frauenbeauftragte", welche für Männer nicht zuständig sind.

    Es freut mich zu sehen, dass solche Artikel inzwischen sogar in größeren Zeitungen veröffentlicht werden. Jedoch vermute ich, dass sie nur allzuschnell in die "Einzelfall"-Ecke geschoben werden. "Gleichberechtigung" gibts eben doch meist nur für Frauen...

    2 Leserempfehlungen

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

  • Artikel Auf einer Seite lesen
  • Schlagworte Feminismus | Gleichberechtigung | Sexualität | Sorgerecht | Troja | Zittau
Service