FeminismusDie neuen Nackten
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Die Bilder bekommt man nicht mehr aus dem Netz

Welcher Star kann dieser Verführung widerstehen? Man muss ein ausgeprägtes Selbstwertgefühl haben, um gegenüber einer solchen Schmeichelei immun zu sein. Sehr viel im Kopf. Oder ein verdammt antiquiertes Schamgefühl. Denn heute schämt man sich nicht mehr dafür, nackt zu sein. Man schämt sich dafür, kein Geld zu haben. Oder nackt mies auszusehen.

Der Effekt eines Playboy -Auftritts lässt sich bei Google Insights for Search nachvollziehen. Anhand der Häufigkeit der Suchanfragen lässt sich darstellen, wie sich das Interesse an einer Person entwickelt. Die Kurve zum Erscheinungstermin des Playboys sieht jedes Mal aus, als schieße eine Aktie aus dem Nichts nach oben. Das Bekanntwerden, das Ins-Gespräch-Kommen über die Nacktheit funktioniert immer noch zuverlässig. Aber geht die Rechnung der Nackten wirklich auf?

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Kati Witt und die Tatort -Kommissarin Simone Thomalla haben mit ihren Playboy -Aufnahmen ein enormes Echo hervorgerufen, reden wollen sie trotzdem nicht mehr darüber. Witt lässt nach einem langen E-Mail-Wechsel mit ihrer Agentin ausrichten, dass sie sich gegen das Gespräch entschieden habe: Die Sache sei zu komplex. Simone Thomallas Agentin sagt: "Das ist vorbei, das war eine einmalige Sache, diese Fotos sind zwei Jahre her." Auf die Nachfrage, ob sich Frau Thomalla denn von jenen Bildern distanzieren wolle, schmeißt die Agentin den Hörer auf. Sila Sahin ist nach etlichen Nachfragen nur zu einer schriftlichen Stellungnahme bereit. Warum, wenn doch alle so selbstbewusst sind, macht das Thema solche Angst?

Auch Jasmin Gerat hat lange überlegt, ob sie sich zu ihren Bildern äußern soll. Das war 1998, sie war 19. "Es ist, als wäre das eine andere Person gewesen", sagt sie nachdenklich. Und: "Ich kann es mir bis heute nicht logisch erklären, warum ich das gemacht habe."

Damals war Jasmin Gerat Moderatorin bei MTV. Man hatte sie mit 15 Jahren bei einem Modelwettbewerb entdeckt. Heute gehört sie zu den bekannteren deutschen Schauspielerinnen. Sie war in dem Kassenschlager Kokowääh zu sehen, gerade sind die Dreharbeiten zu Heute bin ich blond beendet, da spielt sie eine Nebenfigur, die Krebs hat. Auf dem iPhone zeigt sie Fotos, wie sie für ihre Sterbeszene geschminkt wird, mit Glatze und Schatten unter den Augen. Damals, im Playboy , war ihr Körper mit goldener Farbe überzogen. Sehr viel Glanz für 19 Jahre.

"So viel Kohle dafür, dass ich meine Brüste zeige!" Sie konnte es kaum glauben und möchte, als erscheine es ihr unanständig, auch heute noch nicht sagen, wie viel es war. "Es ist hart, mir das selbst einzugestehen, aber ja: Ich war käuflich damals." Und sie habe Lust auf Rock ’n’ Roll gehabt, eine Woche im Bus mit einem verrückten Fotografen von Los Angeles nach Las Vegas fahren. Ein cooler Trip mit Partys im Hotelzimmer, den sie nie vergessen werde. "Ich war so versunken in dieses Abenteuer, dass ich gar nicht darüber nachgedacht habe, dass diese Fotos ja veröffentlicht werden." Als das Magazin dann am Kiosk lag: Reaktionen von "Wow" bis Naserümpfen. Der Vorwurf, sich für die Karriere ausgezogen zu haben. Sie sagt: Eher habe sie Glück gehabt, dass es ihr nicht geschadet habe. "Heute hat man einen Stempel weg, wenn man solche Bilder macht." Sie sei da noch so durchgerutscht. "Damals war es noch was Besonderes. Wenn man ein Nacktshooting gemacht hat, war man alles andere als angepasst."

Die Bilder von damals gehören zu Jasmin Gerats Leben, sie steht dazu. Trotzdem, sagt sie, würde sie es heute nicht wieder machen. Und auf einmal ist ihre ganze Besonnenheit weg: "Es ist zum Heulen! Kein einziges Cover, auf dem eine Frau noch einen echten Busen hat! Alle sehen gleich aus!" Und beim Spazierengehen bleibt ihre fünfjährige Tochter an der Litfaßsäule stehen, wo eine Hardrockband mit einer Pornodarstellerin wirbt, und die Tochter bemerkt die grotesken Brüste nicht einmal, sondern sagt nur: Guck mal, Mama, der Glitzerrock! "Nackte Riesenbrüste sind das Normale. Das ist doch traurig", sagt Jasmin Gerat.

Es ist der Mittag nach der Oscar-Verleihung, Heike-Melba Fendel sitzt etwas übernächtigt im Berliner Restaurant Sale e Tabacchi . Fendel ist Gründerin der Schauspielagentur Barbarella Entertainment , ihre Aufgabe ist es, Klienten ins Gespräch zu bringen. Fendels Kartei ist voller Namen, die man aus Filmen mit Anspruch kennt: Matthias Brandt, Muriel Baumeister, Anna Thalbach, Esther Schweins, Joachim Król, Hanns Zischler. Ihren Klientinnen rät sie dringend von Nacktfotos ab.

Heike-Melba Fendel hat selbst als Schauspielerin gearbeitet, als Model. Jetzt ist sie 50 und immer noch schön. Lange blonde Locken, aufrechte Haltung, eine sehr spezielle Art, ein Stück Feige mit abgespreiztem Finger vom Teller auf die Gabel zu schieben, ohne dabei auszusehen, als hätte sie einen Adelstitel. Sie hat Ausstrahlung. Und sie weiß um die Gefahr, sich als Frau kritisch über jüngere Geschlechtsgenossinnen zu äußern, die sich ausziehen. "Ich will jetzt nicht sauertöpfisch sein, aber...", der Satz fällt dreimal im Gespräch.

Heike-Melba Fendel ist kein Sauertopf. Sie war selbst mal Playboy -Kolumnistin. Bis sie 25 war, hat sie Nacktaufnahmen gemacht, stellte sich für Performances unbekleidet in einen Käfig. Als sie in den achtziger Jahren in einem Hinterhof eine Nacktszene mit Helge Schneider in Feinripp-Unterwäsche drehte – für dessen Experimentalfilm Johnny Flash – und dafür 50 Mark Gage kriegte, fand sie das okay. Ein Problem bekam sie erst, als sie aus der Partywelt in die der ernsten Arbeit wechselte.

Sie begann, für die Musikzeitschrift Spex zu schreiben, und die Häme traf sie ungebremst. Spex veröffentlichte, ohne sie zu fragen, den Brief eines Lesers, der sinngemäß meinte, man solle lieber Fendel im luftigen Hemdchen abdrucken als ihre Texte. Bei einer Lesung wurde sie von der Bühne gejohlt: "Ausziehn! Ausziehn!"

Und noch heute kommt es vor, dass Männer in größeren Runden zu ihr sagen: "Ich hab dich in Johnny Flash gesehn." Natürlich recherchiert jeder, der es geschäftlich mit Fendel zu tun kriegt, im Internet. Und natürlich landet er bei diesen Bildern. "Ich lebe jetzt halt damit", sagt die Agentin – die Bilder aus dem Netz wegzubekommen ist unmöglich. "Ich konnte es damals nicht wissen. Aber eine 18-Jährige von heute weiß es. Und wenn sie in 20 Jahren Bundeskanzlerin werden will, dann weiß eben die ganze Republik, wie sie nackt aussieht."

Man könnte einwenden: In 20 Jahren wird es von allen möglichen Leuten Nacktbilder geben. Jede Gesellschaft definiert für sich, was sie erlauben will und was nicht. Und wir haben uns halt dafür entschieden, mit dem Prüderie-Quatsch aufzuhören. Wir sind doch aufgeklärt.

Sind wir? Durchschauen wir, was da geschieht?

Leserkommentare
  1. Langer Artikel aber zu wenige Bilder ;)

    2 Leserempfehlungen
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    • gerd-h
    • 03. April 2012 16:54 Uhr

    Entfernt. Nutzen Sie den Kommentarbereich bitte, um sich sachlich über den konkreten Artikelinhalt auszutauschen. Danke. Die Redaktion/kvk

  2. und das darf ich wohl erst als Rentner sagen, der aus dem erotischen Kreisel weitgehend ausgestiegen ist, besteht doch in folgender Paradoxie:

    1. weibliche Nacktheit hat - abhängig von verschiebbaren, aber nie gänzlich auflösbaren kulturellen Schamgrenzen hinsichtlich dessen, was und wieviel verdeckt wird - eine erotisierende Wirkung auf Männer.

    2. viele Frauen sind sich dessen bewusst und setzen dies bewusst ein.

    3. immer schon "genießen" dies viele Männer nur um den Preis eines ihnen von Priestern, Tanten, Müttern und Feministinnen eingetrichterten schlechten Gewissens. Ihre erotische Ansprechbarkeitr erhält dadurch oft etwas versteckt Unanständiges.

    4. Es gibt Frauen, die diese erotische Wirkung NICHT WOLLEN. Das ist ihr gutes Recht. Einige vermeiden sie durch unerotisches Auftreten.

    5. Der Feminismus fordert OFFIZIELL das Recht der Frau nach BELIEBIGEM Auftreten OHNE SEXUELLE WIRKUNG - oder dass die Männer eine solche zu erkennen geben (der Mann ist sonst "Spanner" oder "potenzieller Vergewaltiger").

    6. Diese Freiheit wäre zu haben durch generelle Senkung der Reizschwelle.

    7. Gleichzeitig gibt es aber Frauen, die diese Freiheit umdeuten in die Freiheit zu reizen und zugleich darüber zu bestimmen, ob sie Reizwirkung zulassen oder nicht. Der Mann als erotische Marionette.

    8. Taktische Nackheit ist das Spiel mit ihrer erotischen Wirkungsmacht.

    9. Eigentlich ist alles das gar nicht neu. Der Feminismus folgt da nur einem uralten weiblichen Machtpotenzial...

    2 Leserempfehlungen
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    Vielen Dank dafür!

    Besonders Punkt 7 bringt es auf den Punkt:

    "7. Gleichzeitig gibt es aber Frauen, die diese Freiheit umdeuten in die Freiheit zu reizen und zugleich darüber zu bestimmen, ob sie Reizwirkung zulassen oder nicht. Der Mann als erotische Marionette."

    Genau darum geht es: den Männern vorzuführen, sie seien triebgesteuerte Hammpelmänner. Das ganze ist eine brutale feministische Machterweisung und insofern finde ich diese Bilder von den Oben-ohne-AktivistINNEN aus Moskau und Paris unerotisch.

    ad 5) dass dies "der feminismus" fordert ist nicht richtig. es gibt durchaus differenziertere und progressivere ansichten dazu aus feministischer sicht.
    die feministischen forderungen der liga alice schwarzer der 70er jahre (ohne deren bedeutung hier runterspielen zu wollen - schließlich bildeten deren forderungen und überlegungen die basis für tiefgreifende politische und gesellschaftliche veränderungen) haben sich längst umfassendst weiterentwickelt - schade, dass viele an ihrem alten "feindbild feminismus" festhalten.
    feminismus heute (sofern man bei der vielzahl feministischer strömungen überhaupt von "der feminismus" sprechen kann - korrekter wäre wohl mehrheitlicher konsens innerhalb des feminismus) ist weder sexual- noch erotikfeindlich.

    Brillantes Statement! Respekt! So war es immer, so wird es immer sein.

    "Der Mann als erotische Marionette."

    Auf den Punkt gebracht.

    • RGB
    • 03. April 2012 15:45 Uhr

    Entfernt. Bitte verfassen Sie sachliche Kommentare. Danke. Die Redaktion/kvk

    Sehr schöner Kommentar 2! Ich will den Grundwiderspruch feministischer Nacktheit noch einmal in meinen Worten ausdrücken:

    Weibliche Nackheit als Aufmerksamkeitserreger funktioniert genau deshalb, weil es ein auf Sexualität und damit Beziehung gerichtetes biologisches Signal ist. Eine neuere Richtung des Feminismus benutzt nun Nacktheit
    (a) um Aufmerksamkeit zu erregen und
    (b) behauptet gleichzeitig, dass dies nichts mit Sexualität oder Beziehung zu tun habe - und wer das anders empfinde entweder schmutzige Gedanken habe (Männer) oder prüde sei (Frauen). Dabei würde die Nacktheit, wäre es so wie behauptet, gar nicht funktionieren!

    Ein Double-Bind entsteht, der alle beschädigt zurücklässt:
    (a) Die Männer - wenn sie auf das Signal reagieren, sind sie Schweine, wenn nicht, Schlappschwänze - und dann
    (b) die Frauen, die sich nun wehren müssen, sie seien keine "sexuellen Objekte", obwohl die Wirkung dieser Nacktheit genau darauf beruht, dass sie sich als solche präsentieren.

    Frühere Gesellschaften haben sich geholfen, indem sie diese Art Nacktheit ächteten. Heute wird sie von Frauen als Kampfmittel oder für die eigene Karriere gebraucht (missbraucht?). Das ist geeignet, Männer zu demütigen, lässt aber (fairerweise) gelegentlich auch eine Frau verletzt und gedemütigt zurück.

    Was könnte helfen? Double Binds kann man nur brechen, indem man sie aufdeckt. Gedrucktes Sich-Schuldig-Fühlen von Männerseite hilft nicht; es spielt diesem Missbrauch von Sexualität nur in die Hände.

    Doublebind ist aus im erotischen Kreisel befindlicher weiblicher Sicht nicht wegzudenken, sondern wesentliches weibliches Machtinstrument, solange sowohl ökonomische als auch körperliche Überlegenheit männlich besetzt ist.
    Dabei ist das Hantieren mit double-bind auch für die weibliche Seite immer ein zweischeidiges Instrumentarium: wirkmächtig und gefährlich zugleich will es klug dosiert eingesetzt sein.
    Immerhin erzeugt ein Zuviel an double-bind regelmäßig Abneigung, Wut oder Gleichgültigkeit.

    Der marktschreierische Druck auf junge Mädchen ist heutzutage enorm: Vermarkte dich selbst! Zeig augenblicklich her, was Du hast und was Du kannst! Bestimme selbst über Dich! Lass Dich (sexuell) nicht unterkriegen!
    Bereits Grundschülerinnen wird heutzutage der Einstieg in die Welt der Sexualität über Abwehr derselben aufgezwungen.

    Was haben sie persönlich von der Pseudomacht über einen Mann, der, behandelt wie ein Hund, vor dessen Schnauze mit der unerreichbaren Wurst gewedelt wird, ob ihrer Reize folgerichtig in Wut statt Entzückung gerät?
    Oder von der konsekutiven Senkung der männlichen Reizschwelle, wenn nur noch stärkstes promiskuitives Geschütz ein erotisches Flämmchen zu entfachen vermag?

    Ich habe meinen halbwüchsigen Töchtern jedenfalls geraten, auf diese seltsam widersprüchlichen Forderungen weiblich klug antizyklisch mit Verhüllung statt Entblößung zu reagieren.
    Um damit das Lüpfen des Schleiers zum selbstgewählten Zeitpunkt selbstbestimmt in die Hand zu nehmen.

  3. schämmen nackt zu sein?

    Eine Leserempfehlung
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    • Nibbla
    • 03. April 2012 14:41 Uhr

    ... einen lustigen Blog gelesen

    http://wortfluss.blog.com...

    • Zack34
    • 03. April 2012 11:29 Uhr
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    Entfernt. Bitte achten Sie auf Ihren Umgangston und verzichten Sie auf Polemik. Danke, die Redaktion/se

    Sexy hängt doch nicht von nackten Busen ab, die sind ja sowieso nur für den Nachwuchs da.

  4. ...die Freiheit gemeint ist Verantwortung übernehmen zu dürfen ... Dann ist dieses Ausziehen nur Exibitionismus. Oder ganz profan eine Möglichkeit Geld zu verdienen. Die Femen Girls sind jetzt auf jeden Fall bekannter als ihre Komillitoninnen die den klassischen Ausbeuter-Model-Agentur-Weg gegangen sind.

    • PALVE
    • 03. April 2012 11:41 Uhr

    Der Zweck heiligt NICHT die Mittel, kann ich dazu nur sagen.
    Es gibt andere Wege, um sich Gehör und Anerkennung zu verschaffen.
    Allerdings braucht es dazu Köpfchen und Selbstwertgefühl, das ohne Äußerlichkeiten auskommt.

  5. Wer in einem kapitalistischen Land geboren wird der hat 3 Möglichkeiten:

    1. Aus schon vorhandenem Kapital noch mehr machen
    2. Kapital aus seinem Geist zu schöpfen
    3. Kapital aus seinem Körper zu schöpfen

    Warum sollte nun Punkt 2 gut sein und Punkt 3 verwerflich?
    Warum ist alles Körperliche verwerflich? Warum sich dafür rechtfertigen?
    Weil ich eine Frau bzw. einen Mann, dann nur auf Bilder seines Körpers reduziere?
    Das scheint mir ein schwaches Argument, denn einen Autor reduziere ich auch ausschließlich auf seine Schreibfertigkeit, denn ich kenne ihn ja nicht persönlich.

    Mir scheint es unfair nur denen Respekt zu zollen, die eine geistige Begabung haben.

    Eine Leserempfehlung
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    Es geht dabei ja nicht nur um die Frauen, die sich ausziehen. Es hat auch eine Wirkung auf die Frauen, die das nicht tun. Die in der Folge nämlich ebenfalls nur noch auf ihr Äußeres reduziert werden. Und gleichzeitig nach überzogenen Maßstäben bemessen. Ich weiß, das ist für Männer schwer nachzuvollziehen aber: das ist wirklich nicht schön, und außerdem ist es nicht leicht, dem ganzen Spektakel aus dem Weg zu gehen.

    Ich kann mich an eine Szene erinnern, als ich auf eine Freundin wartete, die ein Fotoshooting bei einem Fotografen hatte. Vor ihr sollte sich ein Model in Dessous ablichten lassen (was meine Freundin nicht getan hat ...). Bevor sie sich entkleidet hat, wurden die Töchter des Fotografen rausgeschickt - die gute Erziehung und so.

    Aber wenn man so durch die Straßen läuft, fragt man sich, wo da die gute Erziehung bleibt: Da kann man doch genügend Frauen in Dessous betrachten ...

    Und natürlich hat so etwas einen Effekt auf junge Mädchen, da sie ihren Wert in der Folge nur noch auf ihr Äußeres reduzieren.

    Und die Gutaussehenden werden sich aufgrund dieser Erziehung dann wieder ausziehen. Denn damit können sie dann ihren Wert unter Beweis stellen und ihr Selbstwertgefühl aufbessern.

    Ist das Freiheit?

  6. Kann Frau nicht selbst bestimmen was sie tut oder nicht?
    Ich finde nackte Frauen erotisch und daran wird sich - ob Feminismus oder nicht - in den nächsten Jahrzehnten sicherlich nichts ändern...

    Eigentlich nur verwunderlich dass man 5 Seiten Artikel braucht nur um Feminismus und Nacktheit in Einklang zu bringen...

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    ist offensichtlich, worum es in dem Artikel geht.

    Es geht ja darum, was Frauen sich damit antun, wenn sie sich _öffentlich_ ausziehen. Der Artikel bringt es ja gut auf den Punkt: die Mädels GLAUBEN, die Nacktheit verleihe ihnen Macht und verschaffe ihnen einen Vorteil.

    Nacktheit ist in Zeiten des Internets vor allem eines: Das Gegenteil von exklusiv. Das bekommt man millionenfach und überall serviert.

    Femen versucht, die Macht über die Zeichen zurückzuerobern. Das versuchen auch manche Musliminen mit dem Kopftuch: Das Zeichen mit neuer Bedeutung aufladen. Der sehr gute Artikel beweist, warum das wohl mit nackten Brüsten nicht gelingen wird, mit dem Kopftuch möglicherweise schon.

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