Piraten in NRWGestatten, Paul, Pirat

Piraten verabscheuen Personenkult. Nur durch Zufall kamen sie in NRW zu einem Spitzenkandidaten.

Piraten mögen keinen Personenkult, und dass es nun, wenige Wochen vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen, so etwas wie einen Spitzenkandidaten gibt, ist purer Zufall. Ein Spitzenquartett hatte es werden sollen, 55 Piraten hatten sich um die ersten Listenplätze beworben, jeweils drei Minuten durften sie sich auf der kargen Bühne in der Münsterlandhalle vorstellen. Fast fünf Stunden dauert die Prozedur, in den kurzen Statements ist von der Islamphobie bis zum Waffenrecht alles dabei. »Demokratie ist, wenn der Prozess schmerzhafter ist als das Ergebnis«, schreibt einer der Teilnehmer auf Twitter. Das Ergebnis lässt dennoch zu wünschen übrig: Am Samstagabend steht in Münster kein Team auf der Bühne, sondern nur ein Kandidat. Allein Joachim Paul, 54, Biophysiker und Medienpädagoge, hat die erforderliche Stimmenzahl im ersten Wahlgang erreicht.

Mit seinem gepflegt gestutzten Bart und der ruhigen Stimme entspricht Paul nicht dem Klischee des jungen, urbanen Computer-Nerds. Reifer, lebenserfahrener, intellektueller werden die NRW-Piraten mit ihm an der Spitze wirken, auch wenn er als politischer Anfänger von allem noch etwas überrumpelt scheint. »Wie sehe ich aus, glänzt die Stirn? Sie müssen mir helfen«, bittet er Journalisten, die ihn nach seiner Nominierung umringen. Während Fotografen ihm verschiedene Anweisungen zurufen, spricht er von seinem liebsten Medientheoretiker, Vilém Flusser, der von einem Diskurs ohne Autoritäten träumte. Joachim Paul zitiert gerne Philosophen, er schreibt Essays mit Titeln wie McLuhan weiterdenken – Sprache, Technik, Menschwerdung, im Gespräch verknüpft er in rasendem Tempo aktuelle Forschungsergebnisse mit technischen Entwicklungen und philosophischen Argumenten. Schreiben und Denken im ständigen Hyperlink: Alles hängt zusammen, alles ist vernetzt.

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»Nach meinem Selbstverständnis bin ich immer noch ein Forscher«, sagt er. Was ihn jetzt in die Politik treibt? »Mein Kopf ist voll mit Untersuchungsergebnissen und Projektideen, ich möchte gerne wissen, was sich umsetzen lässt.« Politik müsse die Balance finden zwischen Expertokratie und Bürgerbeteiligung, sagt er. Bei dem Wort Bürgerbeteiligung klopft er zur Bestärkung mit dem Zeigefinger auf die Tischplatte.

Seit 14 Jahren entwickelt Paul für das Medienzentrum des Landschaftsverbandes Rheinland Bildungskonzepte, Schwerpunkt: Neue Medien. »Medien sind wie Knetmasse«, sagt er, »Kinder müssen damit spielen, damit sie den Umgang lernen.« Forschung, Bildung und Medien, das sind auch seine politischen Interessengebiete. Paul wünscht sich kleinere Klassen, ein Lehrkonzept, bei dem die Schüler in flexiblen Kursen nach Kenntnissen und nicht nach dem Alter unterrichtet werden, und die Auflösung des dreigliedrigen Schulsystems. Bildung, sagt er, sei eine Frage der Solidarität. »Wenn wir so weitermachen, riskieren wir den sozialen Frieden.« Wie diese Bildungsrevolution finanziert werden soll, wissen die Piraten noch nicht.

All das ist im linken Lager ohne Weiteres anschlussfähig. Paul stört das nicht. »Piraten sind keine Fortschrittsverhinderer. Wenn andere Parteien gute Ideen umsetzen, freuen wir uns.« Wirtschafts- und Finanzpolitik seien die Schwäche der Piraten. »Das muss sich ändern. Sonst kann man immer weiter herrlich verarscht werden.«

Leserkommentare
    • joG
    • 01.04.2012 um 19:49 Uhr

    ... Deutschland wirklich dringlich noch einen Politiker braucht, der Pädagoge ist.

    Eine Leserempfehlung
  1. die Menschen sind unzufrieden mit den meisten Politikern, weil sie sehen, dass die Gesellschaft nicht mehr als "gerecht" und "gesund" bezeichnet werden kann. Man ist jeden Tag konfrontiert mit wirtschaftlichen Ungerechtigkeiten, sozialen Problemen und gesellschaftlich-menschlichen Katastrophen(was gar nicht mit der besseren Berichterstattung zu tun hat, denn über schwerwiegende Drama- und Skandalfӓlle wird man schon seit mind. 40 Jahren unverzüglich informiert).
    Die Frage nun an die Leute, die die Piraten "cool" finden, lautet: sind Sie wirklich der Meinung, dass der Pirat(dessen Kunst war, mit Arroganz Kurt Beck zu beleidigen/unterbrechen/verspotten)die wirtschaftlich-gesellschaftliche Probleme lösen kann? oder seine "Mitstreiter!" ?
    Eine "Alternative" muss entweder machbare UND korrekte Lösungen haben, oder die etblierten Parteien direkt/indirekt dazu zwingen können, einen korrekten Kurs einzuschlagen. Welches werden die Piraten können?
    wenn der Motor in deinem Auto deffekt ist, solltest du nicht mit einem baseballschlӓger auch die scheiben zerschlagen!

    2 Leserempfehlungen
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    Die Piraten stellen immerhin interessante Fragen und liefern unkonventielle Ideen. Das kann schon ein erster Schritt zu einer Lösung sein.
    Wer Dinge in Frage stellt, versteht sie eher. Es ist zur Zeit die einzige Partei, die nicht betriebsblind ist.

    Bevor sie fragen, wie man mehr Arbeitsplätze schafft, fragen die Piraten erst, was überhaupt der Zweck der Erwerbsarbeit ist. Das Nachdenken über diese Frage ermöglicht neue Einsichten, etwa das manche unbezahlte Arbeit nützlicher ist, als das bezahlte Aufschwatzen von Losen und Abos in Callcentern.
    Bevor sie fragen, wie en detail die Schulstruktur auszusehen hat, fragen sie, was die Schulstrukur bewirken soll.
    Dies war schon bei ihren Ursprungsthema Rechtehändler-, genannt Urheber-, Recht so.

    Die Piraten sind eine Bereicherung, sie fragen endlich "Wozu?" und nicht nur "Wie?" und durchbrechen eingefahrene Denkmuster. Kurz: Sie sind innovativ.

    Den Piraten traue ich zu, mit den entsprechenden Mehrheiten Veränderungen zum Positiven herbeizuführen - auch und gerade weil die Spitzenpolitiker der Piraten das politische "Handwerk" ganz anders praktizieren, als man das gewohnt ist.

    Die Leute haben einfach keinen Bock mehr auf schnöselige Schlipsträger, die in Ihrem Gebahren und Auftreten einem Finanzberater viel mehr ähneln als einem Volksvertreter, so wie ich ihn mir vorstellen würde.

    Was ich besonders schön finde: die Piraten versuchen erst gar nicht krampfhaft einen Standpunkt zu finden, der sie einzigartig macht. Es kommt nicht darauf an, welche Partei eine positive Sache umsetzt - so lange es eben passiert.

    Und dieses ewige Herumreiten auf dem Parteiprogramm: Wenn die Parteiprogramme wirklich so wichtig wären, hätte man den Wahl-o-mat schon längst standardmässig in Wahllokalen aufgestellt, um allen Bürgern die Chance zu geben, sich effektiv über die Parteiziele zu informieren. Und abgesehen davon sind die Leute es von der Politik gewohnt, verarscht zu werden, aehm, sorry - "belogen" zu werden - Wahlprogramm hin oder her.

    Tschuldigung, ihren Vergleich "Motor / Baseballschläger" für eine durch Bürger wahrgenommene Ausübung des Rechtes auf freie Meinungsäußerung kann und nur als unbeherrschten Schnellschuss einstufen. Ich glaube, sowohl in der Berichterstattung als auch in den Köpfen vieler Mitleser und Mitdenker ist noch nicht angekommen, dass hier ein neues Phänomen seine - teilweise sicher skurrilen - Facetten zeigt; Vielleicht fangen Sie einmal an zu unterscheiden, ob sie gerade die Meinung eines Fans oder Sympathisanten der Piratenpartei aufgeschnappt haben, oder ob Sie es mit einer offiziellen Stellungnahme einer Sprechers der Partei zu tun haben, der dann auch wirklich eine bereits diskutierte, konsolidierte und konzentrierte Meinung der Parteibasis wiedergibt, die er - und das ist grad das Geile an dieser Partei - selbst nicht so teilt, aber eben demokratisch vertritt.
    Dass die hochwohlgeborenen Herrschaften "Etablierte" auf ihren alimentierten Thronsesseln jetzt nach jeden Strohhalm greifen - das Recht auf freie Meinungsäußerung subtil untergraben, indem sie jede unbequeme Äußerung von Volkes Stimme als offizielles Meinungspostulat der Piratenpartei diskriminieren - ist ein sicheres Zeichen, wie sehr sie sich ins Unrecht gerudert habe und nun - als Nichtschwimmer entlarvt - mit den Armen fuchtelnd um Hilfe schreien, damit sie nicht absaufen.
    Es ist O.K. ihr seid von diesem System verführt worden und habt versucht, der eigenen Hintern ins Trockene zu bekommen, aber irgendwann ist Schluß!

    Die Piraten stellen immerhin interessante Fragen und liefern unkonventielle Ideen. Das kann schon ein erster Schritt zu einer Lösung sein.
    Wer Dinge in Frage stellt, versteht sie eher. Es ist zur Zeit die einzige Partei, die nicht betriebsblind ist.

    Bevor sie fragen, wie man mehr Arbeitsplätze schafft, fragen die Piraten erst, was überhaupt der Zweck der Erwerbsarbeit ist. Das Nachdenken über diese Frage ermöglicht neue Einsichten, etwa das manche unbezahlte Arbeit nützlicher ist, als das bezahlte Aufschwatzen von Losen und Abos in Callcentern.
    Bevor sie fragen, wie en detail die Schulstruktur auszusehen hat, fragen sie, was die Schulstrukur bewirken soll.
    Dies war schon bei ihren Ursprungsthema Rechtehändler-, genannt Urheber-, Recht so.

    Die Piraten sind eine Bereicherung, sie fragen endlich "Wozu?" und nicht nur "Wie?" und durchbrechen eingefahrene Denkmuster. Kurz: Sie sind innovativ.

    Den Piraten traue ich zu, mit den entsprechenden Mehrheiten Veränderungen zum Positiven herbeizuführen - auch und gerade weil die Spitzenpolitiker der Piraten das politische "Handwerk" ganz anders praktizieren, als man das gewohnt ist.

    Die Leute haben einfach keinen Bock mehr auf schnöselige Schlipsträger, die in Ihrem Gebahren und Auftreten einem Finanzberater viel mehr ähneln als einem Volksvertreter, so wie ich ihn mir vorstellen würde.

    Was ich besonders schön finde: die Piraten versuchen erst gar nicht krampfhaft einen Standpunkt zu finden, der sie einzigartig macht. Es kommt nicht darauf an, welche Partei eine positive Sache umsetzt - so lange es eben passiert.

    Und dieses ewige Herumreiten auf dem Parteiprogramm: Wenn die Parteiprogramme wirklich so wichtig wären, hätte man den Wahl-o-mat schon längst standardmässig in Wahllokalen aufgestellt, um allen Bürgern die Chance zu geben, sich effektiv über die Parteiziele zu informieren. Und abgesehen davon sind die Leute es von der Politik gewohnt, verarscht zu werden, aehm, sorry - "belogen" zu werden - Wahlprogramm hin oder her.

    Tschuldigung, ihren Vergleich "Motor / Baseballschläger" für eine durch Bürger wahrgenommene Ausübung des Rechtes auf freie Meinungsäußerung kann und nur als unbeherrschten Schnellschuss einstufen. Ich glaube, sowohl in der Berichterstattung als auch in den Köpfen vieler Mitleser und Mitdenker ist noch nicht angekommen, dass hier ein neues Phänomen seine - teilweise sicher skurrilen - Facetten zeigt; Vielleicht fangen Sie einmal an zu unterscheiden, ob sie gerade die Meinung eines Fans oder Sympathisanten der Piratenpartei aufgeschnappt haben, oder ob Sie es mit einer offiziellen Stellungnahme einer Sprechers der Partei zu tun haben, der dann auch wirklich eine bereits diskutierte, konsolidierte und konzentrierte Meinung der Parteibasis wiedergibt, die er - und das ist grad das Geile an dieser Partei - selbst nicht so teilt, aber eben demokratisch vertritt.
    Dass die hochwohlgeborenen Herrschaften "Etablierte" auf ihren alimentierten Thronsesseln jetzt nach jeden Strohhalm greifen - das Recht auf freie Meinungsäußerung subtil untergraben, indem sie jede unbequeme Äußerung von Volkes Stimme als offizielles Meinungspostulat der Piratenpartei diskriminieren - ist ein sicheres Zeichen, wie sehr sie sich ins Unrecht gerudert habe und nun - als Nichtschwimmer entlarvt - mit den Armen fuchtelnd um Hilfe schreien, damit sie nicht absaufen.
    Es ist O.K. ihr seid von diesem System verführt worden und habt versucht, der eigenen Hintern ins Trockene zu bekommen, aber irgendwann ist Schluß!

  2. ...verabscheuen Personenkult, die Medien lieben ihn, vielmehr brauchen sie ihn, wie ua dieser Artikel beweist. Der Weg ist vorgezeichnet, hoffentlich dauert es noch eine Weile.

    • Vöbeo
    • 01.04.2012 um 20:44 Uhr

    "Man ist jeden Tag konfrontiert mit wirtschaftlichen Ungerechtigkeiten, sozialen Problemen und gesellschaftlich-menschlichen Katastrophen(was gar nicht mit der besseren Berichterstattung zu tun hat, denn über schwerwiegende Drama- und Skandalfӓlle wird man schon seit mind. 40 Jahren unverzüglich informiert)."

    Ist das so? Was für wirtschaftliche Ungerechtigkeit? Soziale Probleme? Sind soziale Unterschiede schon soziale Probleme? Ich seh nur Disziplin und Werteprobleme. Oben, wie unten.

    2 Leserempfehlungen
  3. politischen Spektrum langfristig etablieren können, dann dürfte der ihnen unliebsame Personenkult trotzdem Einzug halten.

    Ob sie es nun wollen oder nicht, über kurz oder lang - entsprechenden Erfolg vorausgesetzt - werden sich ihre Strukturen dahingehend entwickeln, wie man es von den anderen Parteien kennt.

  4. "Wie diese Bildungsrevolution finanziert werden soll, wissen die Piraten noch nicht."

    Ja, und? Wissen etwa Merkel und Co. wie sie die Finanzkrise finanzieren sollen? Natürlich nicht. Wird das von den Medien hinterfragt? Ach was. Nur bei den Piraten (und allen anderen, die IRGENDETWAS anders machen wollen, als all die anderen), wird mantraartig nach der "Finanzierung" gefragt.

    Selbstverständlich soll damit indirekt unterstellt werden, was "die Neuen" da planen, seien alles Luftschlösser, die niemals Realität werden können.

    Wenn die Idee wirklich so gut ist, dass eine Mehrheit sich dafür begeistern kann, dann werden sich Mittel dafür finden. Wenn nicht, braucht man das Ganze gar nicht erst zu finanzieren.

    18 Leserempfehlungen
  5. verstanden habe, sind sie nicht darauf auf, zum Koalitionspartner aufzusteigen. Ihr Ziel ist es, in die Länderparlamente zu kommen, um Themen anzustoßen. Auch in der Opposition würden sie sich wohlfühlen, um der Regierung auf die Finger zu schauen/hauen.
    In diesem Falle haben sie meinen Segen. Der Parteiname PIRATEN ist allerdings ein Fehlgriff und sollte geändert werden.

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    Die meisten asozieren mit Piraten doch die Kinofilme mit Jonny Depp oder den Computerspieleklassiker "Pirates".

    Das ist doch nichts direkt negatives.

    Das eine wäre etwas spritziges und frisches und das andere vergleichsweise komplex und klassisch.

    Nur als eine - meine - mögliche Interpretation.

    Ich find da dann schon das Attribut Arbeiterpartei bei der SPD unangebrachter.
    Christlich und CDU ist mir schon fast zu flach es aufzuzählen, aber wir haben ja nur 3 nennenswerte Parteien.
    Und bei den Grünen ist zumindest das Logo grün, ansonsten grünt es aber selbst bei denen kaum mehr oder weniger als bei den restlichen Parteien.

    Und man darf auch nicht vergessen, so ein Francis Drake, der wurde zum Ritter geschlagen, nicht überall ist man mit Piraten, selbst in der echten Geschichte, so umgegangen wie mit Störtebecker. :-)

    Der Parteiname PIRATEN ist allerdings ein Fehlgriff und sollte geändert werden.

    Das ist doch so etabliert in der Politik. Wir wissen, dass die Piraten eigentlich keine Piraten sind. Wir wissen, dass die Christdemokraten eigentlich weder christlich noch demokratisch sind. Wir wissen auch, dass die Sozialdemokraten ihrem Namen selten treu bleiben.

    Außerdem: Der Name Piratenpartei wird von allen europäischen Schwesternparteien verwendet und hat seinen Grund. In Deutschland wird man da sicherlich keine Ausnahme machen. Der Name wurde gewählt damit Leute wie Sie etwas daran auszusetzen haben.

    Die meisten asozieren mit Piraten doch die Kinofilme mit Jonny Depp oder den Computerspieleklassiker "Pirates".

    Das ist doch nichts direkt negatives.

    Das eine wäre etwas spritziges und frisches und das andere vergleichsweise komplex und klassisch.

    Nur als eine - meine - mögliche Interpretation.

    Ich find da dann schon das Attribut Arbeiterpartei bei der SPD unangebrachter.
    Christlich und CDU ist mir schon fast zu flach es aufzuzählen, aber wir haben ja nur 3 nennenswerte Parteien.
    Und bei den Grünen ist zumindest das Logo grün, ansonsten grünt es aber selbst bei denen kaum mehr oder weniger als bei den restlichen Parteien.

    Und man darf auch nicht vergessen, so ein Francis Drake, der wurde zum Ritter geschlagen, nicht überall ist man mit Piraten, selbst in der echten Geschichte, so umgegangen wie mit Störtebecker. :-)

    Der Parteiname PIRATEN ist allerdings ein Fehlgriff und sollte geändert werden.

    Das ist doch so etabliert in der Politik. Wir wissen, dass die Piraten eigentlich keine Piraten sind. Wir wissen, dass die Christdemokraten eigentlich weder christlich noch demokratisch sind. Wir wissen auch, dass die Sozialdemokraten ihrem Namen selten treu bleiben.

    Außerdem: Der Name Piratenpartei wird von allen europäischen Schwesternparteien verwendet und hat seinen Grund. In Deutschland wird man da sicherlich keine Ausnahme machen. Der Name wurde gewählt damit Leute wie Sie etwas daran auszusetzen haben.

  6. kann da wawerka nur recht geben.dieses raufhauen auf die finanzierung is so lachhaft und nervig. wir haben 83% BIP Staatsverschuldung, hier hat also noch nie einer irgendwas "finanziert". Es wird sich jedesmal, von jeder Regierung, Milliarden von banken geleiht, denen wir dann Zinsen Zahlen, um sie nach deren Versagen mit Steuergeld zu retten, um ihnen dann durch die EZB 1 Billion € zu leihen für 1%, das sie uns dann wieder für 4% verleihen....also @Presse, hört endlich mit dem schei* Finanzierungsgelaber auf!

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