Laufschuhe: Doping durch die Sohle
Schneller, länger und gesünder laufen: Dafür suchen Forscher nach dem perfekten Schuh.
© Eitan Abramovich/AFP/Getty Images

Läufer beim Halbmarathon in Bogota
Mit dem Schuh, der seinen Träger schneller machen soll, läuft man wie auf Sand. Man sinkt ein. Auf der Sohle des »On« sitzen 13 kleine Gummischläuche, die sich verformen, wenn man auftritt. Der On ist die derzeit ungewöhnlichste Entwicklung auf dem Laufschuhmarkt.
Die 17 Millionen Hobbyläufer in Deutschland wollen Laufschuhe, die leicht sind, bequem, leistungsfördernd, gelenkschonend, muskelauf-, fettabbauend. Die Hersteller liefern so einiges. Vor allem Versprechungen. Jedes Jahr kommen Hunderte neue Modelle auf den Markt. Aber was macht überhaupt einen guten Laufschuh aus? In den Füßen stecken rund ein Viertel der mehr als 200 Knochen des menschlichen Körpers, 33 Gelenke, 107 Bänder. Wer dafür eine passende Hülle finden will, muss Bescheid wissen. Über Pro- und Supination, Vor-, Mittel- und Rückfußlauf, Dämpfung, Sprengung, Schuh oder Anti-Schuh.
Der On ist schlicht und einfarbig, anders als die etwa hundert anderen Modelle in dem vollgestopften Raum. Neben der Tür steht ein Umzugskarton voller Schuhkartons. Schuhe, am Stück oder zerschnitten, stehen und liegen auf Regalen, Schränken und dem Boden. Aus dem Chaos ragt ein Schreibtisch, hinter dem Gerd Brüggemann sitzt. Er spielt mit dem Skelettmodell eines Fußes und sagt: »In den letzten Jahrzehnten lief in der Laufschuhkonstruktion ganz viel falsch.«
Brüggemann leitet das Institut für Biomechanik und Orthopädie an der Sporthochschule Köln. Er forscht seit 1986 in Sachen Interface – so nennt er die Verbindung aus Fuß, Schuh und Boden. Er hat etliche Schuhtrends miterlebt, der aktuelle heißt »Natural Running« – zurück zur natürlichen Bewegung, zur Freiheit des Fußes. Bis vor einigen Jahren sollten immer dickere Gel-, Gummi- oder Luftkissen in den Sohlen den Fuß vor Stößen schützen, Stützsysteme seine Einwärtsdrehung beim Aufsetzen, die Pronation, verhindern. Heute weiß man, dass die Pronation um zehn Grad eine natürliche Bewegung ist und ebenso wenig schadet wie die Stoßkräfte beim Aufsetzen des Fußes.
Das künstliche Ding zwischen dem Menschen und der Erde, auf der er wandelt, ist nur einige Millimeter dick. Doch die Schuhsohle wird ständig neu erfunden. Die des On sei eine gute Idee, sagt Gerd Brüggemann – »theoretisch«. Theoretisch gibt die Sohle aus röhrenförmigen Gummis nach, wenn der Fuß auftritt, sie verlängert Weg und Zeit des Aufpralls, verlangsamt den Impuls des Stoßes. »Wenn ein Muskel langsamer kontrahieren kann, hat er ein größeres Kraftpotenzial.« In der bislang einzigen Studie mit den On-Schuhen fanden Forscher der ETH Zürich tatsächlich einen Effekt. Im Vergleich zum Lauf mit ihren eigenen Schuhen hatten die 37 Probanden mit den Ons an den Füßen eine signifikant niedrigere Herzfrequenz und eine um 5,4 Prozent niedrigere Laktatkonzentration im Blut – ein möglicher Hinweis darauf, dass der Körper Energie spart.






Die Crux bei allem, was ich hier so lese ist, dass manche Menschen sehr schnell unreflektiert Begeisterung für etwas empfinden, weil es für sie logisch erscheint, es aber eben doch seine Tücken hat. Barfußlaufen ist nicht ohne. Es macht durchaus Sinn, als Läufer auch mal barfuß zu laufen, bzw. auch mal regelmäßig barfuß zu laufen, bloß ist Barfußlaufen sicher nicht der Stein der Weisen.
Wie schon im Schlussabsatz zu lesen, benötigt man hierfür mindestens ein Jahr. Ich bin ambitionierter Läufer, käme aber nicht auf die Idee von heute auf morgen nur noch in dünnen, dem Barfußlaufen nachempfunden Schläppchen zu laufen. Die Mischung macht es für mich aus. Ich laufe in einem Stabilschuh, in einem Lightweight und gelegentlich auch mal barfuß, bzw. in einem Schuh, der nah am Barfußlaufen dran ist. Zu Hause in der Wohnung zumindest in der warmen Jahreszeit viel barfuß. Den optimalen Schuh gibt es halt nicht, man sollte daher vermeiden, immer in den gleichen Schuhen (gilt auch für Alltagsschuhe) zu laufen. So falsch kann ich nicht legen, den Verletzungen hatte ich in meinem über zwanzigjährigen Läuferleben noch keine ernsthaften. Es bleibt also dabei. Einfach den gesunden Menschenverstand walten lassen und nicht glauben, der Stein der Weisen sei erfunden. Vieles ist auch genialem Marketing geschuldet und dazu zähle ich auch diese dämlichen Langstrümpfe. Was für ein Unfug! Und sehen auch noch dämlich aus.
Eine Physiotherapeutin bestätigte dies mir übrigens. Wenn überhaupt, müssen Kompressionsstrümpfe genau angepasst werden, um eine Wirkung zu erzielen. Die Strümpfe von der Stange, die man für teures Geld im Sportfachhandel kaufen kann, erfüllen diesen Zweck nicht und sind nur eines. Teuer.
beim barfußlaufen liegt doch im wesentlichen das ihr gesunder Menschenverstand eingeschaltet wir, ansonsten tut es schnell weh. Letztendlich können sie fast jeden Schuh tragen den sie wollen, wenn sie sauber laufen und auf dem Vorder/Mittelfuß aufkommen ist alles ok, nur die auf der Ferse aufsetzt beim rennen macht die Gelenke kaputt. Wenn sie barfuß laufen sagt ihnen ihr Körper sehr genau ob sie richtig laufen oder nicht.
Aber es ist natürlich wahr das sie mindestens 1 Jahr brauchen um ihren Laufstil umzustellen, bis sich Muskeln und Sehnen anpassen, aber es lohnt sich.
PS
@Redaktion
der Free von Nike ist ein schlechtes Beispiel für einen Barfußschuh weil er eine erhöhte Ferse hat und sie doch wieder auf der Ferse aufsetzen.
Sie behaupten, Barfußlaufen sei nicht der Stein der Weisen, ihr "Laufen mit verschiedenen Schuhen" aber sei es.
Diese Hypothese ist aber schlechter belegt als die des dauerhaften Barfußlaufens. Bei letzterem gibt es immerhin stichhaltige Befunde, dass die Verletzungsgefahr reduziert und die Unterschenkel gestärkt werden.
Und zu den Kompressionssocken gibt es auch zwei interessante Studien, die eine bessere Durchblutung und längeres Durchhaltevermögen bestätigen.
http://www.experto.de/b2c...
Schließlich ist ihr Argument, sie seien schon lange verletzungsfrei, eigentlich keines. Denn es gibt genug andere unverletzte Personen, die aber mit völlig anderen Methoden als sie trainieren.
Vielleicht sollte man dem vorurteilsbehafteten gesunden Menschenverstand nicht alles glauben, sondern auch auf die Wissenschaft schauen.
Eine Physiotherapeutin bestätigte dies mir übrigens. Wenn überhaupt, müssen Kompressionsstrümpfe genau angepasst werden, um eine Wirkung zu erzielen. Die Strümpfe von der Stange, die man für teures Geld im Sportfachhandel kaufen kann, erfüllen diesen Zweck nicht und sind nur eines. Teuer.
beim barfußlaufen liegt doch im wesentlichen das ihr gesunder Menschenverstand eingeschaltet wir, ansonsten tut es schnell weh. Letztendlich können sie fast jeden Schuh tragen den sie wollen, wenn sie sauber laufen und auf dem Vorder/Mittelfuß aufkommen ist alles ok, nur die auf der Ferse aufsetzt beim rennen macht die Gelenke kaputt. Wenn sie barfuß laufen sagt ihnen ihr Körper sehr genau ob sie richtig laufen oder nicht.
Aber es ist natürlich wahr das sie mindestens 1 Jahr brauchen um ihren Laufstil umzustellen, bis sich Muskeln und Sehnen anpassen, aber es lohnt sich.
PS
@Redaktion
der Free von Nike ist ein schlechtes Beispiel für einen Barfußschuh weil er eine erhöhte Ferse hat und sie doch wieder auf der Ferse aufsetzen.
Sie behaupten, Barfußlaufen sei nicht der Stein der Weisen, ihr "Laufen mit verschiedenen Schuhen" aber sei es.
Diese Hypothese ist aber schlechter belegt als die des dauerhaften Barfußlaufens. Bei letzterem gibt es immerhin stichhaltige Befunde, dass die Verletzungsgefahr reduziert und die Unterschenkel gestärkt werden.
Und zu den Kompressionssocken gibt es auch zwei interessante Studien, die eine bessere Durchblutung und längeres Durchhaltevermögen bestätigen.
http://www.experto.de/b2c...
Schließlich ist ihr Argument, sie seien schon lange verletzungsfrei, eigentlich keines. Denn es gibt genug andere unverletzte Personen, die aber mit völlig anderen Methoden als sie trainieren.
Vielleicht sollte man dem vorurteilsbehafteten gesunden Menschenverstand nicht alles glauben, sondern auch auf die Wissenschaft schauen.
Eine Physiotherapeutin bestätigte dies mir übrigens. Wenn überhaupt, müssen Kompressionsstrümpfe genau angepasst werden, um eine Wirkung zu erzielen. Die Strümpfe von der Stange, die man für teures Geld im Sportfachhandel kaufen kann, erfüllen diesen Zweck nicht und sind nur eines. Teuer.
Ich laufe seit einem 3/4 Jahr den Lunge C-Dur und bin vollkommen zufrieden damit.
Das Ding hat ca. 170 Euro gekostet. Die Sohle ist hart, eher ein Neutralschuh. Kaum Sprenung. Die Teile haben inzwischen 1000 km drauf und laufen sich immer noch am Anfang. Und nein das ist keine Einbildung die sind Einfach so hart. Das Material ist gut verarbeiten, bis jetzt machen sie noch keinen Aufloesungserscheinungen.
Bin ganz zu Beginn Adidas gelaufen und dann zu Asics gewechselt, meist hatte ich den Kayano und dann immer Probleme im Ruecken. Ich fuehre das auf die Sprengung der Asics zurueck welche den Aufprall zwar abfedert aber auch direkt in den Ruecken weiterleitet.
Da ich Vorfusslaeufer bin liegt mir der Lunge-Schuh besser da er, fuer mich und meinen Laufstil, besser abgestimmt zu sein scheint. Rueckenprobleme wie frueher habe ich keine. (Bin aber vorsichtiger geworden und gehe natuerlich auch zum Rueckentraining)
Ich kann den Schuh nur empfehlen. Natuerlich muss jeder selbst herausfinden was der ideale Laufschuh fuer einen ist. Wenn man aber das noetige Kleingeld uebrig hat und einen Zweit- oder Drittschuh benoetigt, so denke ich ist dieses bei Lunge gut angelegt.
Zu den Socken: ich trage dir nie zum Laufen aber danach und bilde mir ein dass das die Regeneration unterstuetzt. Kann aber auch der Placeboeffekt sein :-)
MfG
pu
"Bin ganz zu Beginn Adidas gelaufen und dann zu Asics gewechselt, meist hatte ich den Kayano und dann immer Probleme im Ruecken. Ich fuehre das auf die Sprengung der Asics zurueck welche den Aufprall zwar abfedert aber auch direkt in den Ruecken weiterleitet."
Ich hatte auch mal den Lobpreisungen eines Laufschuhverkäufers vertraut und den Gel-Kayano getragen. Das war der Schuh, wo ich die meisten Probleme hatte.
"Bin ganz zu Beginn Adidas gelaufen und dann zu Asics gewechselt, meist hatte ich den Kayano und dann immer Probleme im Ruecken. Ich fuehre das auf die Sprengung der Asics zurueck welche den Aufprall zwar abfedert aber auch direkt in den Ruecken weiterleitet."
Ich hatte auch mal den Lobpreisungen eines Laufschuhverkäufers vertraut und den Gel-Kayano getragen. Das war der Schuh, wo ich die meisten Probleme hatte.
beim barfußlaufen liegt doch im wesentlichen das ihr gesunder Menschenverstand eingeschaltet wir, ansonsten tut es schnell weh. Letztendlich können sie fast jeden Schuh tragen den sie wollen, wenn sie sauber laufen und auf dem Vorder/Mittelfuß aufkommen ist alles ok, nur die auf der Ferse aufsetzt beim rennen macht die Gelenke kaputt. Wenn sie barfuß laufen sagt ihnen ihr Körper sehr genau ob sie richtig laufen oder nicht.
Aber es ist natürlich wahr das sie mindestens 1 Jahr brauchen um ihren Laufstil umzustellen, bis sich Muskeln und Sehnen anpassen, aber es lohnt sich.
PS
@Redaktion
der Free von Nike ist ein schlechtes Beispiel für einen Barfußschuh weil er eine erhöhte Ferse hat und sie doch wieder auf der Ferse aufsetzen.
Da ich einige Kilos abgenommen habe, werde ich wieder meine täglichen 6 KM laufen und am Sonntag 10 KM. Ich habe bisher immer Probleme mit der Patella Sehne gehabt. Seit ich Barfuß laufe, nicht mehr. Ob das nun wissenschaftlich bewiesen ist oder nicht, das ist meinem Knie egal. Egal ist es ihm aber nicht, keine Schmerzen mehr zu produzieren.
Genau das sage ich auch immer allen, die mich nach medizinischen Rat fragen; Alles, was hilft, nicht schadet und dich glücklich macht, ist gut. Ende
C
Früher sind die Leute einfach in einem alten Jogginganzug losgelaufen und haben dafür ihre "Turnschuhe" genommen. Heutzutage hat man das Gefühl, mancher "Läufer" meint, er müsste erstmal mindestens so viel Geld ausgeben wie für ein hochklassiges Rennrad, um überhaupt laufen zu können (Kompressionsstrümpfe, Kompressionshose etc ...). Für meinen Geschmack wird damit die Einfachheit des Laufens der Ausrüster-Industrie geopfert.
Ich laufe seit fast fünfzehn Jahren, kaufe bei den Laufschuhen preiswerte Vorjahresmodelle und ansonsten meist Laufklamotten vom Discounter. Kompressionsstrümpfe halte ich für so dermaßen potthässlich, dass ich sie noch nichtmal anziehen würde, wenn sie nachweislich 'ne halbe Stunde beim Marathon bringen würden. Denn ich laufe, weil es mir Spaß macht und weil ich meine Leistung bringen möchte. Und wenn ich ständig nach hochgezüchtetem Equipement suche, das mich angeblich irgendwie schneller macht, dann kann ich mir auch gleich ein Fahrrad kaufen.
hm, ich laufe seit ca 30 Jahren, früher auch Wettkampf. Von daher bin ich generell etwas skeptisch gegenüber "Wunderschuhen ". Die gab es auf dem Laufsektor schon immer, zumindest laut Werbung und ich selber habe schon sehr viel probiert.
ja das mit dem Barfußlaufen - schon zu meiner B-Jugendzeit sind wir im Sommer regelmäig auf Rasen, Wiesen o.ä. barfußgelaufen. Das machte Spaß bei einem wirklich guten Feeling.
Gerade als ich mit laufen, Leichtathletik anfing, bzw kurz danach kamen mit Beginn der Joggingwelle die ersten reinen Laufschuhe. Bis dahin lief man quasi in "brettharten" Sportschuhen, und es ging auch! Der Körper und der Laufstil "gewöhnen" sich auch an einen Schuh und den Untergrund. Man darf es anfangs nur nicht übertreiben. Und mit Sicherheit gab es auch schon etliche Fehlentwicklungen bei Laufschuhen, wie z.b. in den 90iger Jahren die extrem weichen Comfortschuhe.
Na ja, trotzdem bin ich nun etwas neugierig und werde den hier angepriesenen Schuh wohl mal testen. Als Mann und Läufer ist man für Neuerungen und Wunderversprechungen halt immer etwas anfällig....sh.. Werbung:-).
Ich laufe jetzt seit 50 Jahren immer mehr oder weniger –heutzutage natürlich weniger-leistungsorientiert. Die Quintessenz des Artikels findet man in einem Satz „In denen (Laufschuhen), die sie als die bequemsten einschätzten, liefen sie auch am ökonomischsten“. Mit dieser Maxime bin ich immer gut gefahren, oder besser, gelaufen. Dass man als Leistungssportler auch die kleinsten Vorteile die Ausrüstungsinovationen und Ernährungswissenschaften bieten nutzt, ist nachvollziehbar, aber den Bierernst mit dem sich heutzutage tausende Hobbyläufer mit -um es noch freundlich auszudrücken- sehr begrenztem Leistungsvermögen diesem Hobby widmen, hat etwas gartenzwergenartig Absurdes. Ein schönes Hobby wird mehr oder weniger zum perfektionistisch gestylten Fetisch degradiert, um mit Schnickschnack jeder Art eigentlich mickrigen Leistungen bedeutungsvoller erscheinen zu lassen.
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