Islamismus: Töten in Allahs Namen
Warum wir Muslime Verantwortung tragen, wenn Islamisten morden
© ERIC CABANIS/AFP/Getty Images

Angehörige des Attentäters Mohammed Merah bei der Bestattung
Bevor jemand wieder zu einem »Der Islam ist Frieden« ansetzt, sollten wir innehalten und uns klarmachen, was geschehen ist. Ein Mann, der den Namen des Propheten trägt, hat in Toulouse drei jüdische Kinder und einen Rabbiner hingerichtet. Zuvor hatte er drei französische Soldaten getötet, zwei von ihnen waren Muslime.
Im Koran steht: »Aus diesem Grunde haben wir den Kindern Israels angeordnet, dass, wer einen Menschen tötet, ohne dass dieser einen Mord begangen oder Unheil im Lande angerichtet hat, wie einer sein soll, der die ganze Menschheit ermordet hat. Und wer ein Leben erhält, soll sein, als hätte er die ganze Menschheit am Leben erhalten.« Dieser Text ist universal gültig. Er erteilt den Gläubigen die Weisung: Du sollst nicht töten! Hab Ehrfurcht vor dem Leben!
Mohamed Merah hatte diese Ehrfurcht nicht. Nun sagen viele Muslime: Er war gar kein Muslim, da Muslime so etwas eben nicht tun. Aber diese Stimmen sollten jetzt lieber schweigen. Denn mit diesem Argument ersparen sich die Muslime die Auseinandersetzung mit den ideengeschichtlichen Wurzeln der Gewalt im Namen Gottes. Menschen wie Mohamed Merah berufen sich bei ihren Taten auf eine selektive Lesart des Korans. Sie glauben, gottgefällig zu handeln. Da sie sich aber als gläubige Muslime ansehen, sind sie auch Teil der muslimischen Gemeinschaft.
Seit dem 11. September verspürten Muslime die Verpflichtung, den Islam zu verteidigen, indem sie die Täter außerhalb der Religion stellten. Nun sind die Muslime keine Terroristen. Aber Terroristen, die sich auf den Islam berufen, gehören in der Regel dem Wahhabismus an. Deshalb ist es an der Zeit, sich kritisch mit dieser islamischen Strömung auseinanderzusetzen.
ist Islamwissenschaftler bei der Stiftung Weltethos. Kürzlich erschien sein Buch Islamische Philosophie und die Gegenwartsprobleme der Muslime.
Aus den Wirren des ersten islamischen Bürgerkriegs im 7. Jahrhundert entstanden die Sunniten und die Schiiten, aber auch die kurzlebige Splittergruppe der Charidschiten. In ihrem extremen Denken sahen sie sich als die einzig wahren Muslime an und überzogen bald den Irak mit Terror. Jeden, der sich ihnen nicht anschloss, töteten sie mitsamt seiner Familie. Sie glaubten, dass der Gläubige Erlösung nur innerhalb der »wahren« Gemeinschaft finden könne. Alle, die außerhalb dieser stehen, seien zu töten. Ihre theologische Legitimation diente später Extremisten als Grundlage für Mord und Terror.
Der Begründer des Wahhabismus, Mohammed ibn Abdel Wahhab, folgte dieser terroristischen Linie der Charidschiten. Er kam 1740 auf die Arabische Halbinsel und schmiedete Allianzen, um den Islam von allen Neuerungen zu säubern, die sich im Laufe der Jahrhunderte eingeschlichen hatten. Die Lehre des Wahhabismus wurde zur vorherrschenden religiösen Richtung auf der Arabischen Halbinsel, und 1932 gelang es den Wahhabiten, das heutige Saudi-Arabien zu gründen. Ihre Gewaltexzesse richteten sich vorwiegend gegen Sufis und Schiiten. So überfielen die Wahhabiten 1802 die irakische Stadt Kerbala und ermordeten 2000 schiitische Muslime.
Zunächst galt der Wahhabismus in der muslimischen Welt als Sekte. Das hat sich zum einen geändert, weil die Wahhabiten zu Ölreichtum kamen und ihr Islamverständnis durch Moscheebau, Spenden und die Verbreitung kostenloser Literatur in andere Länder exportierten. Zum anderen kontrollierten sie die heiligen Stätten Mekka und Medina.





Guter Artikel.
Das theologisch und religionsgeschichtliche Verurteilen fängt bei jedem einzelnen Muslim an und sollte auch über die Imame und Verbände klar der Öffentlichkeit National sowie international kommuniziert werden.
Sehr geehrter Herr Murtaza,
danke für Ihren Mut zu diesem Artikel!
"Dieser Text ist universal gültig. Er erteilt den Gläubigen die Weisung: Du sollst nicht töten! Hab Ehrfurcht vor dem Leben!"
Der zitierte Koranvers ist nicht an die "Gläubigen", also Muslime gerichtet, sondern an Juden (Kinder Isreals). Demnach ist es mutig hier von "universal gültig" zu sprechen. Außerdem wenn das töten von Menschen im Islam tatsächlich universal gültig ist, wieso wird es dann im Koran in so vielen Situationen erlaubt?
Der zitierte Vers selbst nennt schon mal 2 Sitationen in denen getötet werden darf. Nämlich den der "Unheil anrichtet" und den der selbst gemordet hat. Hinzukommt die Todesstrafe bei Ehebruch oder als Strafe für Muslime die den Islam verlassen (Apostaten). Homosexuell sollte man auch besser eher nicht sein und leider gibt es im Koran auch eine Stelle in der eine hohe islamische Persönlichkeit einen jungen Menschen tötet, weil dieser ungläubig und widerspenstig ist.
All das lässt mich leider an einem universellen Tötungsverbot im Islam zweifeln und dagegen spricht auch dass das Wort "Töten" im Islam ziemlich genau doppelt so oft vorkommt wie das Wort "Liebe". Das sind leider schlicht Fakten.
Herr Sufaro, die von Ihnen genannten Strafen für Ehebruch und Apostasie sind NICHT im Koran zu finden, auch wenn dies ihre Überschrift zu glauben vermitteln mag.
Für Ehebruch werden dort zwei Strafen erwähnt, "auspeitschen" oder "lebenlanges einsperren". Natürlich ist das ebenso wenig schön, jedoch im Vergleich zum Alten Testament doch etwas harmloser - dort steht nämlich ganz klar die Todesstrafe für Ehebruch. Todesstrafe für Apostasie steht genausowenig im Koran, da gilt nämlich die Maxime "Kein Glauben im Zwang" - in allen Lebenslagen. Bereits zu den Zeiten des Propheten kam es zum Abkommen des Islams von einigen Glaubensbrüdern, denen wurde jedoch keineswegs in irgendeiner erdenklichen Weise Gewalt angetan, weder von Mohammed selbst noch von seinen Gefährten.
Der Grund für diese anerkannten Strafen sind bestimme Hadithe, Überlieferung von Sagen und Taten des Propheten. Da diese jedoch ganz klar im Widerpruch zum Koran stehen, wird die Echtheit dieser Hadithe von modernen Islamwissenschaftler stehts kritisiert. Nur leider stösst diese Kritik bei der im Artikel genannten Minderheit auf (wen wundert es) strikte Ablehnung.
Guter Artikel übrigens!
Und die Geschichte im Koran von einer "hohen islamischen Persönlichkeit" die einen jungen Menschen tötet, weil er ungläubig und widerspenstig ist, würde ich mal gerne von ihnen vorgelesen bekommen.
Wenn sie an der universalen Gültigkeit vom Verbot des Tötens im Koran Zweifel haben, gebe ich ihnen einen guten Tip: Lesen sie doch mal den Koran. Denn dies haben sie anscheinend nie getan.
Entfernt. Bitte diskutieren Sie ausschließlich zum Thema des Artikels. Danke. Die Redaktion/vn
Die Bibel ist aber auch nicht besser. Und auch die Taten sprechen für keine größere moralische Integrität bei Christen oder Juden, außer was das Verhalten gegenüber Homosexuellen und Konvertiten angeht. Das liegt aber nicht an den Schriften der Christen und Juden, sondern an der aufgeklärteren Gesinnung.
In Beitrag #176 wurde der eine Vorwurf, dass im Koran das Wort töten doppelt so oft vorkommt wie das Wort Liebe erhärtet.
Folgende Worte kommen in folgenden Häufigkeiten vor:
NT: 207x "liebe", 36x "töten", davon 6x "nicht töten"
Bibel: 526x "liebe", 82x "töten", davon 11x "nicht töten"
Koran 10x "liebe", 47x "töten", davon 1x "nicht töten"
Von daher sollten Sie konkretisieren, was sie mit "ist auch nicht besser" meinen, damit man diese Aussage dann auch überprüfen kann
Die Passage ist allgemeingültig formuliert.
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie man sie überhaupt falsch verstehen kann, außer, man will sie falsch verstehen.
Genau dass ist das Problem..Ihr liest den Vers und vergisst dabei den rest des Koran..der Vers gilt für Muslime..kinder Israels waren muslime weil Sie Moses gefolgt sind genauso so wie diejenigen die Jesus als Prophet gefolgt sind waren auch muslime...deshalb gilt dieser Vers auch für die heutigen Muslime, nämlich die die alle Propheten wie Noah, Abraham, Moses, Jesus(Messias) und den letzten Propheten Mohammad glauben und nur einen Gott anbeten..ich hoffe das bringt zum nachdenken.
Herr Sufaro, die von Ihnen genannten Strafen für Ehebruch und Apostasie sind NICHT im Koran zu finden, auch wenn dies ihre Überschrift zu glauben vermitteln mag.
Für Ehebruch werden dort zwei Strafen erwähnt, "auspeitschen" oder "lebenlanges einsperren". Natürlich ist das ebenso wenig schön, jedoch im Vergleich zum Alten Testament doch etwas harmloser - dort steht nämlich ganz klar die Todesstrafe für Ehebruch. Todesstrafe für Apostasie steht genausowenig im Koran, da gilt nämlich die Maxime "Kein Glauben im Zwang" - in allen Lebenslagen. Bereits zu den Zeiten des Propheten kam es zum Abkommen des Islams von einigen Glaubensbrüdern, denen wurde jedoch keineswegs in irgendeiner erdenklichen Weise Gewalt angetan, weder von Mohammed selbst noch von seinen Gefährten.
Der Grund für diese anerkannten Strafen sind bestimme Hadithe, Überlieferung von Sagen und Taten des Propheten. Da diese jedoch ganz klar im Widerpruch zum Koran stehen, wird die Echtheit dieser Hadithe von modernen Islamwissenschaftler stehts kritisiert. Nur leider stösst diese Kritik bei der im Artikel genannten Minderheit auf (wen wundert es) strikte Ablehnung.
Guter Artikel übrigens!
Und die Geschichte im Koran von einer "hohen islamischen Persönlichkeit" die einen jungen Menschen tötet, weil er ungläubig und widerspenstig ist, würde ich mal gerne von ihnen vorgelesen bekommen.
Wenn sie an der universalen Gültigkeit vom Verbot des Tötens im Koran Zweifel haben, gebe ich ihnen einen guten Tip: Lesen sie doch mal den Koran. Denn dies haben sie anscheinend nie getan.
Entfernt. Bitte diskutieren Sie ausschließlich zum Thema des Artikels. Danke. Die Redaktion/vn
Die Bibel ist aber auch nicht besser. Und auch die Taten sprechen für keine größere moralische Integrität bei Christen oder Juden, außer was das Verhalten gegenüber Homosexuellen und Konvertiten angeht. Das liegt aber nicht an den Schriften der Christen und Juden, sondern an der aufgeklärteren Gesinnung.
In Beitrag #176 wurde der eine Vorwurf, dass im Koran das Wort töten doppelt so oft vorkommt wie das Wort Liebe erhärtet.
Folgende Worte kommen in folgenden Häufigkeiten vor:
NT: 207x "liebe", 36x "töten", davon 6x "nicht töten"
Bibel: 526x "liebe", 82x "töten", davon 11x "nicht töten"
Koran 10x "liebe", 47x "töten", davon 1x "nicht töten"
Von daher sollten Sie konkretisieren, was sie mit "ist auch nicht besser" meinen, damit man diese Aussage dann auch überprüfen kann
Die Passage ist allgemeingültig formuliert.
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie man sie überhaupt falsch verstehen kann, außer, man will sie falsch verstehen.
Genau dass ist das Problem..Ihr liest den Vers und vergisst dabei den rest des Koran..der Vers gilt für Muslime..kinder Israels waren muslime weil Sie Moses gefolgt sind genauso so wie diejenigen die Jesus als Prophet gefolgt sind waren auch muslime...deshalb gilt dieser Vers auch für die heutigen Muslime, nämlich die die alle Propheten wie Noah, Abraham, Moses, Jesus(Messias) und den letzten Propheten Mohammad glauben und nur einen Gott anbeten..ich hoffe das bringt zum nachdenken.
"Dieser Text ist universal gültig. Er erteilt den Gläubigen die Weisung: Du sollst nicht töten! Hab Ehrfurcht vor dem Leben!"
Zu dem Text hat t.sufaro ja bereits etwas gesagt.
Meiner Meinung nach ist es noch wichtig darauf hinzuweisen, dass selbst Mohammed nicht Ehrfurcht vor dem Leben gehabt hat. Sondern ganz im Gegenteil... Letzteres hat auch nichts mit Auslegung etc. zu tun, sondern mit Geschichtskunde.
Und das Sie sowas absurdes Behaupten, entnehmen Sie aus welcher Quelle?
Da sie ja anscheinend Ahnung von Geschichtskunde haben, würde ich Sie gerne bitten konkrete historische Beispiele von Mohammed "fehlender Ehrfurcht" gegenüber dem menschlichen Leben zu geben.
Ist es Mohammeds freilassung der Stämme der Quainuca und der Nadir, als diese den Vertrag von Medina gebrochen und Hochverrat begangen haben, obwohl das damalige Recht das töten und versklaven bei diesen Verbrechen vorsah? Oder war es der Vorfall bei dem ein Nicht-Muslim in eine Moschee uriniert hat, die damaligen Muslime sich diesen schnappen wollte doch Mohammed ihnen es verbot und stattdessen befahl lieber die Moschee zu reinigen? Sind es die Verse des Korans, die verbieten offensiv jemanden zu töten oder anzugreifen? Oder die Verse die besagen, dass man das Recht hat sein Leben zu verteidigen, jedoch bei Ablass des Angriffes dazu verpflichtet ist sofort Frieden zu schliessen und den ehemaligen Feinden Obdacht zu bieten?
Bitte, erzählen Sie und doch mehr von Geschichtskunde.
Und das Sie sowas absurdes Behaupten, entnehmen Sie aus welcher Quelle?
Da sie ja anscheinend Ahnung von Geschichtskunde haben, würde ich Sie gerne bitten konkrete historische Beispiele von Mohammed "fehlender Ehrfurcht" gegenüber dem menschlichen Leben zu geben.
Ist es Mohammeds freilassung der Stämme der Quainuca und der Nadir, als diese den Vertrag von Medina gebrochen und Hochverrat begangen haben, obwohl das damalige Recht das töten und versklaven bei diesen Verbrechen vorsah? Oder war es der Vorfall bei dem ein Nicht-Muslim in eine Moschee uriniert hat, die damaligen Muslime sich diesen schnappen wollte doch Mohammed ihnen es verbot und stattdessen befahl lieber die Moschee zu reinigen? Sind es die Verse des Korans, die verbieten offensiv jemanden zu töten oder anzugreifen? Oder die Verse die besagen, dass man das Recht hat sein Leben zu verteidigen, jedoch bei Ablass des Angriffes dazu verpflichtet ist sofort Frieden zu schliessen und den ehemaligen Feinden Obdacht zu bieten?
Bitte, erzählen Sie und doch mehr von Geschichtskunde.
Verantwortung für was zu tragen!
Was soll diese Schönfärberei?
Fakt ist das Islamische Fanatiker im Namen
Ihrer Religion unmenschliche Anschläge verüben
nur um Ihre Religionsvorstellungen durchzustetzen.
Islam soll Frien sein ?
Dann Beweist es endlich mal, indem Ihr diese
Fanatiker selber stellt und Verurteilt
und das in Islamischen Länder auch bestätigt.
Wir hätten auch gerne kinderschändende Priester gestellt und Verantwortung dafür übernommen, hätten wir es kommen sehen und wären wir tatsächlcih dafür verantwortlich. Solche Einzeltäter und Gruppen arbeiten im Verborgenen. Da kann kein anderer Muslim etwas für und kein anderer ist dafür verantwortlich. Und selbst stellen und Verurteilen, das ginge höchstens in islamischen Ländern, nicht hier.
Wieso schieben Sie die Muslime alle in eine Schublade?
Wieso pauschalisieren Sie?
Womöglich, weil Sie sich nicht weiter damit befassen wollen und es ganz leicht haben wollen, hmm?
"Diskussion ist der Weg zur Bildung; Selbstkritik der Weg zur Wahrheit."
Wir hätten auch gerne kinderschändende Priester gestellt und Verantwortung dafür übernommen, hätten wir es kommen sehen und wären wir tatsächlcih dafür verantwortlich. Solche Einzeltäter und Gruppen arbeiten im Verborgenen. Da kann kein anderer Muslim etwas für und kein anderer ist dafür verantwortlich. Und selbst stellen und Verurteilen, das ginge höchstens in islamischen Ländern, nicht hier.
Wieso schieben Sie die Muslime alle in eine Schublade?
Wieso pauschalisieren Sie?
Womöglich, weil Sie sich nicht weiter damit befassen wollen und es ganz leicht haben wollen, hmm?
"Diskussion ist der Weg zur Bildung; Selbstkritik der Weg zur Wahrheit."
Der Artikel zeigt ziemlich genau auf, wo das Problem liegt, er differenziert es aber nicht. Die Christen mussten in Jahrhunderten selbst lernen, ihre eigene Schrift zu verstehen und differenziert anzuwenden. Das es immer noch Spinner gibt, die die Tötung unschuldiger mit der Bibel begründen zeigt nur, dass selbst hier noch ein weiter Weg zu gehen ist.
Erst mit der Zeit der Aufklärung in Europa haben wir Christen selbst gelernt, unsere eigene Bibel im Kontext zu verstehen und nicht als Ultima Ratio.
Dieses Verständnis ist leider einem Großteil der Anhänger des Islams ebenso wie Selbstreflexion ein Fremdwort. Der Koran ist Gottes Wort und unanfechtbar, da liegt der Grund warum der Islam heute als rückständig wahrgenommen wird. Dabei, und da differenziere ich jetzt, war der Islam ursprünglich so ziemlich die pragmatischste und sinnvollste Religion die sich an den Bedürfnissen der Bevölkerung gerichtet hat - aber zu damaligen Zeiten. Warum sonst sind so viele großartige Erfindungen erst aus dem nahen Osten nach Europa importiert worden?
Aber absoluten Respekt für den Artikel, er ermutigt wenigstens, dass es noch Menschen gibt, die den Islam mit Vernunft und nicht nur mit fanatischem Glauben betrachten.
Vor allem letzter Abschnitt ist sehr hervorzuheben:
"Zu sehr ist er zu einer Gesetzesreligion verkommen, die reinen Gehorsam fordert und sich in den Begriffen halal (erlaubt) und haram (verboten) erschöpft."
Auch wenn Sie es gut meinen, so muss ich Sie darauf hinweisen, dass es für einen Muslimen nicht möglich ist an den Koran zu zweifeln, da er Wort Gottes ist und somit unfehlbar ist.
Wer es dennoch tut, ist ein Leugner und somit kein Muslim mehr.
Anschließend: Was meinen Sie mit Rückständigkeit?
Rückständigkeit im Sinne des Materialismus?
Rückständigkeit der Moral?
Muss ich beides verneinen.
Der Islam lehnt das materrielle Streben ab, wenn es nur dem egozentrischem Denken dient. Er legt Wert auf die Moral des Menschen bzw. auf die Ethik. Und hier lässt sich die höchste Moral bzw. Ethik finden.
Einen schönen Abend
Seyid
...Und wie steht es mit den Christentum
In der Bibel gibt es nur Gebote Verbote und Pflichten.
Der Einzelne hat keine Rechte.
Ein Zitat von Helmut Schmidt:
"Zunächst wollen Sie sich bitte daran erinnern, dass es weder in der christlichen Bibel, noch im islamischen Koran Rechte des Individuums gibt.
Es gibt nur Pflichten und Gebote und Verbote, aber keine Rechte. Es ist eine Entwicklung der Europäer und der Nordamerikaner seit der sogenannten Aufklärung, seit Beginn des 17. Jahrhunderts, aber immerhin: Es ist ein europäisch-nordamerikanisches Konzept. Es ist kein Konzept, das aus dem Christentum hervorgegangen ist, es ist kein Konzept, das aus dem Islam hervorgegangen ist, sondern es ist aus der europäischen Aufklärung im Kampf gegen die Kirche, im Kampf gegen den Papst ... Der hat noch Galilei verurteilt, weil er etwas lehrte, was die Kirche nicht wahrhaben wollte."
Worte haben Bedeutungen, das gibt ihnen ihre hauptsächliche Funktion. Aber diese Bedeutungen sind oft nicht eindeutig, sondern kontextabhängig. Das ist wohl in (fast?) allen menschlichen Sprachen so und die meisten Menschen sind sich dessen mehr oder weniger bewusst. Deshalb sind Worte und Sätze sehr oft interpretierbar.
Aber - die vielen Worte in einem größeren Text resp. Kontext lassen oft so etwas wie ein Gesamtbild, einen Hintergrund entstehen, auf dem die einzelnen Passagen fussen und von dem her - wenn der Gesamttext den Anspruch auf Konsistenz erhebt - sie sinnvoll interpretiert werden können, ja interpretiert werden sollten.
Wenn ein religiöser Text bspw. einen Hintergrund, ein Gesamtbild der Ehrfurcht vor göttlicher Barmherzigkeit erzeugt, dann müsste ein an diesen Text glaubender Mensch, eigentlich alle Einzelaussagen, auch die Strafe und Umkehr fordernden, vor diesem Hintergrund sehen und dem entsprechend Beleidigungen, Übertretungen etc. mit barmherzigen Augen anschauen. Das heisst dann nicht, dass die Tatsachen zu leugnen und die falschen Gedanken, Gefühle, Worte oder Handlungen als vernachlässigbar zu erklären wären. Es heisst aber, dass ein in dieser Weise gläubiger Mensch nicht in erster Linie verurteilen und vergelten wollte, sondern korrigieren bzw. Selbst-Korrektur nach Möglichkeit unterstützen. Denn das wäre eine barmherzige Haltung - und die daraus folgende Reaktion.
Auch wenn Sie es gut meinen, so muss ich Sie darauf hinweisen, dass es für einen Muslimen nicht möglich ist an den Koran zu zweifeln, da er Wort Gottes ist und somit unfehlbar ist.
Wer es dennoch tut, ist ein Leugner und somit kein Muslim mehr.
Anschließend: Was meinen Sie mit Rückständigkeit?
Rückständigkeit im Sinne des Materialismus?
Rückständigkeit der Moral?
Muss ich beides verneinen.
Der Islam lehnt das materrielle Streben ab, wenn es nur dem egozentrischem Denken dient. Er legt Wert auf die Moral des Menschen bzw. auf die Ethik. Und hier lässt sich die höchste Moral bzw. Ethik finden.
Einen schönen Abend
Seyid
...Und wie steht es mit den Christentum
In der Bibel gibt es nur Gebote Verbote und Pflichten.
Der Einzelne hat keine Rechte.
Ein Zitat von Helmut Schmidt:
"Zunächst wollen Sie sich bitte daran erinnern, dass es weder in der christlichen Bibel, noch im islamischen Koran Rechte des Individuums gibt.
Es gibt nur Pflichten und Gebote und Verbote, aber keine Rechte. Es ist eine Entwicklung der Europäer und der Nordamerikaner seit der sogenannten Aufklärung, seit Beginn des 17. Jahrhunderts, aber immerhin: Es ist ein europäisch-nordamerikanisches Konzept. Es ist kein Konzept, das aus dem Christentum hervorgegangen ist, es ist kein Konzept, das aus dem Islam hervorgegangen ist, sondern es ist aus der europäischen Aufklärung im Kampf gegen die Kirche, im Kampf gegen den Papst ... Der hat noch Galilei verurteilt, weil er etwas lehrte, was die Kirche nicht wahrhaben wollte."
Worte haben Bedeutungen, das gibt ihnen ihre hauptsächliche Funktion. Aber diese Bedeutungen sind oft nicht eindeutig, sondern kontextabhängig. Das ist wohl in (fast?) allen menschlichen Sprachen so und die meisten Menschen sind sich dessen mehr oder weniger bewusst. Deshalb sind Worte und Sätze sehr oft interpretierbar.
Aber - die vielen Worte in einem größeren Text resp. Kontext lassen oft so etwas wie ein Gesamtbild, einen Hintergrund entstehen, auf dem die einzelnen Passagen fussen und von dem her - wenn der Gesamttext den Anspruch auf Konsistenz erhebt - sie sinnvoll interpretiert werden können, ja interpretiert werden sollten.
Wenn ein religiöser Text bspw. einen Hintergrund, ein Gesamtbild der Ehrfurcht vor göttlicher Barmherzigkeit erzeugt, dann müsste ein an diesen Text glaubender Mensch, eigentlich alle Einzelaussagen, auch die Strafe und Umkehr fordernden, vor diesem Hintergrund sehen und dem entsprechend Beleidigungen, Übertretungen etc. mit barmherzigen Augen anschauen. Das heisst dann nicht, dass die Tatsachen zu leugnen und die falschen Gedanken, Gefühle, Worte oder Handlungen als vernachlässigbar zu erklären wären. Es heisst aber, dass ein in dieser Weise gläubiger Mensch nicht in erster Linie verurteilen und vergelten wollte, sondern korrigieren bzw. Selbst-Korrektur nach Möglichkeit unterstützen. Denn das wäre eine barmherzige Haltung - und die daraus folgende Reaktion.
...an sich ist nicht aggressiver als andere Religionen. Frommigkeit ist eine innere Haltung und beinhaltet nicht Notwendigkeit intolerant gegenüber andere zu sein.
Besonders "aggressiv" erscheint mir der Wahabismus – der Staatsreligion Saudi-Arabiens,dem Hauptverbündeten der USA in der arabischen Welt.
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen. Danke. Die Redaktion/ag
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen. Danke. Die Redaktion/ag
Es ist an der Zeit, daß die Moslems sich dagegen wehren, daß ihre Religion von einer Minderheit primitiver blutrünstiger Wilder gekapert wird. Der gefährlichere Teil von Bin Laden ist noch am Leben, und der lässt sich nur mit dem Wort bekämpfen, das Herrn Murtaza erfreulicherweise zu Gebote steht.
Moslems schon, aber sie wissen auch nicht wie. Das ist der springende Punkt. Vergleiche dazu gibt es auch in der westlichen Welt.
Moslems schon, aber sie wissen auch nicht wie. Das ist der springende Punkt. Vergleiche dazu gibt es auch in der westlichen Welt.
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