ReligionErlaubt ist, was gefällt

Der moderne Glaubensmix – seine Chancen und Gefahren. von 

Motorradfahrer halten einen Gottesdienst in Schönefeld ab.

Motorradfahrer halten einen Gottesdienst in Schönefeld ab.  |  © Adam Berry/Getty Images

1. Ein Gott kommt selten allein

Wenn Christen früher ein Problem mit der Welt hatten, dann gingen sie vielleicht zum Pfarrer ihres Vertrauens. Wenn Atheisten heute ein Problem mit sich selbst haben, dann gehen sie ins Kloster. Denn dort gibt es Lebenshilfe für alle: Kontemplation für die hektische Hausfrau und Besinnung für gestresste Manager, die im flexibilisierten Arbeitsalltag das Gefühl für die richtige Richtung verloren haben.

Klosterkurse sind hierzulande ein Megatrend. Sie tragen verheißungsvolle Titel wie "Führen mit Werten" oder "Spirituelles Coaching". Um teilzunehmen, muss man weder Kirchenmitglied sein noch bekehrungswillig, man muss sich nur zeitig anmelden, weil die beliebtesten Kursleiter immer ausgebucht sind. Für die Führungsseminare 2012 des Benediktinermönchs Anselm Grün in der fränkischen Abtei Münsterschwarzach gibt es schon jetzt keine Plätze mehr. Und am Schweizer Lassalle-Institut, das zwar kein Kloster ist, aber aus einem Bildungshaus der Jesuiten hervorging, boomen die Lehrgänge für "Geist & Leadership".

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"Wir tragen keine ewigen Wahrheiten an die Menschen heran, sondern nehmen sie in ihren Fragen ernst", sagt der Begründer des Instituts Niklaus Brantschen, der nicht nur Jesuit, sondern auch Zen-Meister ist. Er gehört zur wachsenden Zahl "religiöser Virtuosen", die mehr als ihren Gott für möglich halten. Er steht für eine katholische Avantgarde, die in anderen Religionen ebenso beheimatet sein will wie in der Welt. "Den Menschen, die zu uns kommen, geht es nicht um religiös oder areligiös. Die sind erstmal Nervenbündel." Ihnen zu helfen sei die Aufgabe. Dabei nicht dogmatisch zu werden sei der Weg. Vielleicht muss man die Kombination von Zen und Katholizismus als Toleranztraining für ein globalisiertes Leben verstehen. Brantschen kann das Glaubensparadox, das er lebt, jedenfalls theologisch begründen: "Ich bin in der Liebe Christi frei und fühle mich Buddha in Ehrfurcht verbunden."

2. Die Religion ist eine Baustelle

Zur Zukunft der Religion haben die westlichen Denker in den letzten 150 Jahren zwei große konkurrierende Thesen entwickelt. Die erste These hieß Säkularisierung: Gott ist tot , die moderne Gesellschaft wird sich sukzessive entkirchlichen, am Ende sind wir alle Atheisten. Die Gegenthese hieß Resakralisierung: Gott ist nicht tot und Europa erlebt eine Rückkehr der Religion. Beides hat sich nicht bewahrheitet. Stattdessen existieren heute Kampfatheismus und Neofundamentalismus nebeneinander. Und in der Mitte der westeuropäischen Gesellschaften ereignet sich eine Postmodernisierung des Religiösen: Alles wird mit allem gemischt. Der evangelisch sozialisierte Atheist zum Beispiel lässt dann doch seine Kinder taufen, geht zum Yoga, liest Horoskope, glaubt an die Heilkraft der Steine und kauft fernöstliche Ratgeberliteratur. Im Alltag werden (pseudo)religiöse Praktiken munter kombiniert. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen dem Sakralen und dem Profanen, sodass Religionssoziologen die Frage, ob unsere Sehnsucht nach Transzendenz, unser ewiges Glaubenwollen nun eine anthropologische Konstante sind, lieber nicht beantworten wollen: "Der Mensch neigt auch in der Spätmoderne dazu, sich religiös zu vergewissern."

3. Ketzer sind herzlich willkommen

Seit die Kirchen immer leerer werden und kaum zehn Prozent der Kirchenmitglieder sich Sonntag früh noch zur Messe aufraffen, öffnen die Pfarrer ihre Türen auch für standesamtliche Trauungen und sogar Jugendweihen. Wo die Frommen aussterben, nimmt man mit Ketzern vorlieb. Und so gibt es in kirchlichen Räumen mittlerweile nicht nur Yoga, Reiki, Psychodrama und "ganzheitliche Massage", sondern auch "intuitives Bogenschießen".

4. Jeder ist seine eigene Kirche

Der Philosoph Jürgen Habermas hat den Begriff der "postsäkularen Gesellschaft" geprägt, und der Soziologe Ulrich Beck prophezeite, dass bald jeder seinen "eigenen Gott" verehren werde. Gemeint war, dass die individualisierte Restreligiosität keine Kirche und vielleicht nicht einmal mehr einen Gott braucht. Was das praktisch bedeutet, sehen wir an jenen Atheisten, die vor Ostern fasten, weil sie "innere Klarheit" anstreben, die pilgern oder sich in eine Kirche setzen, um zur Ruhe zu kommen. Ihr Bezugspunkt ist nicht mehr das Absolute, sondern das Ich. Ihr Ziel ist nicht religiöse Heimkehr, sondern Einkehr. Konservative geißeln das als traditionsvergessenen Narzissmus. Liberale sehen darin die Chance, dass das oberste Freiheitsprinzip der Moderne, die Autonomie des Individuums, sich auch gegen Kirchendogmen behauptet.

5. Spiritualität verpflichtet zu nichts

Das Bequemste am Patchwork-Glauben ist natürlich, dass man ihn unverbindlich praktizieren kann. Moderne Spiritualität heißt Innerlichkeit, Unmittelbarkeit, Unverbindlichkeit. Believing without belonging heißt Glauben ohne Zugehörigkeit. Die praktischen Theologen beobachten zwar, dass Menschen sich vorübergehend an eine Gemeinde binden, typischerweise in der "Familienphase". Doch lebenslange Kontinuität ist kaum aushaltbar für das moderne Subjekt, das ein schwaches Subjekt ist: "durch Traditionen nicht abgesichert und durch Optionen überfordert".

6. Glauben macht glücklich

Wer je im Feng-Shui-Hotel übernachtet oder im Möbelhaus einen Buddha gekauft hat, der weiß, dass Glauben heute glücklich machen soll. Er ist kein schwer verdauliches weltanschauliches Komplettpaket mehr, sondern leicht konsumierbare Wellness. Glauben darf schon deshalb nicht anstrengend sein, weil er nicht mehr die "soziale Person" betrifft, sondern in der Freizeit stattfindet und mit all den säkularen Alternativen von Joggen bis Kino konkurriert.

7. Gott fährt Skateboard

Popreligion muss aber nicht weich und anschmiegsam, sondern kann auch aggressiv sein. So widmen prominente Gangsta-Rapper ihre Platten mit sexfixierten, geldgeilen, betont diesseitigen Songs gern "Gott, dem Allmächtigen". Die Blasphemie ist einerseits fromm, andererseits antiautoritär gemeint. Der Sänger begegnet dem Himmelsherrscher auf Augenhöhe. Mein Gott fährt Skateboard hieß eine Skaterhymne aus den Achtzigern. Das demnächst erscheinende neue Album des amerikanischen Rapstars Rick Ross trägt den Titel God Forgives, I Don’t – Gott vergibt, ich nicht.

8. Engel helfen immer

Von allen Protagonisten des Jenseitigen sind Engel heute auf dem westlichen Markt der Religionen mit Abstand am beliebtesten. Sie werden von Krankenhausseelsorgern an Patienten jeglichen Bekenntnisses verschenkt. Sie breiten sich in den Esoterik-Ecken der Buchhandlungen epidemisch aus. Und vielen Deutschen fällt es leichter, an einen Schutzengel als an Gott zu glauben. Die Beamten des Himmels treten nämlich längst nicht mehr als solche auf, sondern haben sich in Bodyguards verwandelt, die der privaten Angstbewältigung dienen und ein Moment von Magie in unsere vernunftgeleitete Gesellschaft tragen.

9. Die Gemeinde will, dass was passiert

Die Maya glaubten, dass alle paar Tausend Jahre ein Zeitalter endet und ein anderes beginnt. Weil der nächste Wendepunkt für den 21. Dezember 2012 geweissagt wurde, strömen nun die Menschen nach Dresden in das Museum, das den originalen Kalender besitzt, und fragen: Wo ist hier der Weltuntergang? Die Frage beruht auf einem typischen interreligiösen Missverständnis, weil sie christliche Apokalypse-Fantasien auf eine Philosophie der zyklischen Wiederkehr überträgt. Den Maya erschien die Endzeit nicht beängstigend, weil sie keinen Endpunkt bedeutete, aber uns verursacht sie schönen Schauder. Vielleicht besteht darin die wahre Sehnsucht der popreligiösen Ära: im Gefühlsausnahmezustand, in der Ekstase, im Rausch.

10. Sinnsuche ist Nebensache

Ekstatische Überschreitung des Selbst gehört heute zum kulturellen Mainstream. Sie geschieht im Risikosport ebenso wie in Musik, Tanz und Meditation. Als Mittel der Entgrenzung dient dabei nicht nur der Geist, sondern vor allem der Körper. Doch der wird von den Kritikern der "spirituellen Revolution" meist unterschätzt. Die landläufige Klage lautet, dass die Spiritualisten durch ihre Denkfaulheit und ihre naive Sinnsuche die drei großen Buchreligionen und namentlich das Christentum intellektuell aufweichen. Aber vielleicht geht es gar nicht um Sinnsuche? In den klösterlichen Führungskräfteseminaren wird oft geschwiegen und geatmet statt geredet. Entspannungsübungen stellen das Körperliche in den Mittelpunkt. Fragt man Topmanager, die eine Auszeit im Kloster genommen haben, nach ihren Beweggründen, dann berichten sie nicht von der Suche nach neuen Wahrheiten, sondern sagen: Ich wollte mit meinen Gewohnheiten brechen und mich fremden Ritualen unterwerfen, ohne missioniert zu werden. Ich wollte anders essen, anders schlafen, anders atmen, anders sein. – Man könnte sagen, dass große Bereiche der sogenannten populären Religion gar nicht religiös sind. Sie sind reines Ritual und kaum geeignet, die großen Weltreligionen auszuhöhlen. Diese Angst könnten die Vertreter der einen reinen Lehre ruhig ablegen und sich mit Blick auf den populären Glaubensmix ein bisschen entspannen.

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Leserkommentare
    • outis
    • 06. April 2012 21:04 Uhr

    Kommentar analog auf Pflegeheime an: diese werden aus der solidarischen Pflegeversicherung finanziert. Und selbstverständlich hätte dann ein evolutionär-humanistisches Pflegeheim das Recht, Pflegerinnen zu entlassen, die den Bewohnern erzählt, sie werden nicht als Komposthaufen enden, sondern wiederauferstehen. Keinem anderen Tendenzbetrieb würden Sie solche Rechte bestreiten. Auch keinem anderen privaten Unternehmen, wenn ein Mitarbeiter durch private Meinungsäußerung oder Lebensführung eklatant die Geschäftsinteressen desselben schädigt. Ne, aber bei der böööööösen Kirche, da sollen andere Regeln gelten.

    2 Leserempfehlungen
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    Wenn ich jemanden aus entlasse, weil mir seine Religion oder die Art, damit umzugehen, nicht gefällt, verstößt das gegen das Anti-Diskriminierungsgesetz bzw. gegen das Grundgesetz. Es sei denn, diese Einrichtung, die das tut, ist eine kirchliche Einrichtung. So einfach ist das.

    Abgesehen davon geht es nicht um Missionierung oder ähnliches. Es geht nicht darum, dass Atheisten entlassen werden, die ihre Gottlose Ideologie verbreiten (schon alleine, weil Atheismus keine Ideologie ist), sondern dass kirchliche Einrichtungen Leute entlassen, die sich z.B. haben scheiden lassen. Das ist ein mustergültiges Beispiel der Intoleranz.

    Des weiteren ist Ihre Sicht reichlich einseitig. Sie unterstellen mir, ich würde gegen die "bööööööse" Kirche wettern, ohne dabei auch nur ansatzweise die negativen Eingenschaften dieser mittelalterlichen Einrichtung, welche es unbestreitbar gibt, anzuerkennen. Lächerlich.

  1. pardon, aber das ist keine zufriedenstellende antwort oder?

    und ich bin auch etwas überrascht über ihre andere antwort, ich hatte den eindruck sie hätten die begriffe atheismus und theismus verstanden und dann sowas... naja.

    rationales denken und glauben schließen sich per definition aus. götter sind irrational sonst müssten sie nicht an sie glauben, das ist doch der gag bei der sache!

    wenn sie, werte/r bugme, sich also gegen irrationales denken aussprechen sind sie nach ihrer eigenen definition bereits missionar.

    und da merken sie vielleicht wie absurd der missionierungsvorwurf eigentlich ist. stellen sie sich vor scientology würde es gelingen ähnlich wie die z.b. die kreationisten einfluß zu erreichen.
    sie und ich stünden dann mal ausnahmsweise zusammen in der liste derjenigenn die sich gegen (nicht gleichzeitig FÜR eine gemeinsame alternative) irrationale weltbilder ausprechnen, ganz oben.
    nur verbieten sich ja religionsgemeinschaft vergleiche mit offensichtlich absurdem quatsch wie scientology und dem spagettimonster, weil ihr eigenen quatsch ja bittschön viel ehrfürchtiger und ernstzunehmender ist....

    mir schwant böses daher eine bitte: ersparen sie mir wenn möglich predigten a la: ein vernünftiger mensch glaubt an götter/gott....;-)

    mfg

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    • bugme
    • 07. April 2012 8:15 Uhr

    Ist dies kein Grund mir vorzuwerfen, dass ich nicht rational denken würde.
    Die welt ist zu komplex um so einfach zu argumentieren wie sie.
    Nicht alles was bisher nicht messbar ist existiert deswegen auch nicht. Beispielsweise gab es auch vor Marie-Curie Radioaktiivtät.

    Es gibt Theistische und Atheistische in sich konsistente rationale gedankenmodelle. Jeder der sich als Atheist bezeichnet ist genauso irational wie ein theist, wenn er sich auf die aktuelle Beweisbarkeit bezieht. Rational betrachtet kann er sich maximal als Agnostiker bezeichnen.

    Wenn es den Atheisten, die in diesem Dachverband organisiert sind um rationalität gehen würden, wären Sie keine Atheisten, die Werbung schalten, dass Gott nicht existiert. Sondern würden in ihrem Dachverband allgemein rationales Denken fördern - egal welches Weltbild dann am Ende das rationalste ist. So rational schein sie dann aber doch nicht sein zu wollen.

    @39 ich möchte auf der rationalen Ebene argumentieren und nicht von einzelpersonen auf eine ganze Gruppe schließen. Da bietet sich ein Dachverband doch mehr an.

    • outis
    • 06. April 2012 21:21 Uhr

    Bitte nehmen Sie die Existenz von unterschiedlichen christlichen Konfessionen zur Kenntnis. Sie haben den Papst mit der alten Völkermordleier angeprangert. Wenn da was dran wäre, müsste sich nachweisen lassen, dass die HIV-Prävalenz mit dem Anteil der Katholiken an der Bevölkerung steigt. Ich komme zB zu diesen Ergebnissen: Land - Anteil der Katholiken an der Bev.-HIV Prävalenz
    Südafrika - 8,6% -18,1%
    Namibia- 20% -15,3%
    Botswana-9,4% - 23,3%
    Mozambique -31%- 12,5%
    Angola /-60% - 2,1%
    Äq.-Guinea- 80% -3,4% Wo ist er der tödliche Zusammenhang mit der Sexualmoral? Das sehr katholische Angola steht "sogar sehr gut" da. Meine Mutmaßung als Katholik wäre aufgrund gegenteiliger Lebenserfahrung nicht, dass dies an der vorbildlichen Einstellung der Angolaner zur kath. Sexualmoral liegt. Dass deren bloße Existenz für Millionen Tote verantwortlich sei, ist aber offensichtlich schlicht falsch. Es ist schlimmer als eine eklatante Fehlbehauptung, es ist eine Propagandalüge, die gerne unreflektiert nachgebetet wird. Und wie gesagt: es ist schlicht lächerlich anzunehmen, jemand hätte kein Problem mit Promiskuität, aber wenn es um den schieren Schuz seines eigenen Lebens geht, kommt ihm sein religiöses Gewissen in die Quere-da kann man sich doch nur an den Kopf fassen. Im Übrigen: würden Sie in Zwaziland einem Mädchen empfehlen, tu dir keinen Zwang an, aber mach's mit? Bei 25% HIV Prävalenz und den 7% Schwangerschaften trotz Präser?

    2 Leserempfehlungen
  2. genau. Harmlos allemal. Spiritualität verkommt zu marktgängigen Entspannungsritualen.

    Das hat mit panreligiöser Erneuerung nichts, aber auch gar nichts zu tun.

    Diejenigen, die sich in solche Kurs-Settings einwählen und dafür nicht wenig Geld bezahlen, sind an einer Veränderung ihrer Geisteshaltung nicht interessiert.

    Sie wollen nur ein wenig bewusster atmen lernen, um in der nächsten Sequenz mit der erlernten Atemtechnik den Streßfaktoren ihres Jobs begegnen zu können.

    Das ist keine Pop-Religiösität, das ist der Versuch mit bewährten Körperarbeitstechniken der Mystik/Spiritualität die eigene Physis und die mentale Überlegenheit zu dopen.

    Letztlich ist es aber so, daß diejenigen die solche "Seminare" buchen, faktisch auf dem letzten Loch pfeifen, sonst würden sie doch einfach mal ein Bier in der Eckkneipe trinken...

    Schwachsinn, solche Erscheinungen als Trend auszurufen.
    Wer das obere Management kennt, der weiß, daß denen die Droge und ihr Preis völlig egal ist, Hauptsache sie wirkt.

    Bei diesem ichlosen Typus ist völlig klar, daß die sich in pseudoreligiöse/spirituelle Coachings nicht wegen der inneren Wirksamkeit einkaufen, sondern nur weil sie es sich leisten können und das gerade angesagt ist.

    Es geht hier doch nur um pseudo-spirituelle Stimulanz für entmenschlichte Menschen.

    "Spirit" wird so zum käuflichen Accessoire einer synthetischen Manager-Identität, die über ihre Verkrüppelungen hinwegtäuscht.

    Nichts ist korrupter als eine Glaubensgemeinschaft.

    I.

  3. Hallo Lizard_King,
    .
    Ein lustiger Anfang, Zitat: "Für Atheismus kann man schlecht missionieren"...
    .
    Und dann geht's aber los: "Religion, Kirche und dem Prinzip des Glauben an sich, als unkritische Akzeptanz unbeweisbarer Behauptungen mit dazugehörigen teilweise menschenverachtenden Handlungsanweisungen inklusive Absolutheitsanspruch und sadistischer Bestrafung über den Tod hinaus, ... eine Ideologie, die basierend auf vollkommener Irrationalität weltweit großen Schaden anrichtet."
    .
    Na, wenn das jetzt nicht nach Mission riecht! Aber echt eine von der alten Schule. Bei den Gottgläubigen sieht man sowas kaum noch. Oder nur bei Fundi-Sekten.

    3 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Umgekehrt"
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    Ich missioniere nicht für den Atheismus, das ist schlicht nicht möglich. Wenn ich hier schreibe, dass die Existenz von Feen nicht bewiesen wurde und es diese kaum geben kann, missioniere ich dann für den "Afeeismus"?

    Glauben im religiösen Sinne ist die unkritische Akzeptanz von unbeweisbaren Fakten. Punkt. Sie können nicht beweisen, dass ein Gott existiert; Sie sind darauf angewiesen, den Behauptungen von anderen Menschen, gerne auch aus heiligen Büchern, zu glauben (was Sie bereitwillig zu tun scheinen, wie Sie in Ihrem selbst als "unsterblich" bezeichneten Leserartikel hier auf der Seite dargelegt haben).

    Religion richtet Schaden an. Auch das ist ein Fakt. Die Listen dafür sind endlos, und gehen weit über Kreuzzüge, Inquisition, 9/11 und Ablehnung von wissenschaftlichen Maßnahmen hinaus. Wenn Sie diese Dinge nicht wahrnehmen wollen, bemitleide ich sie.

  4. @IDucasse

    Wenn Sie die Kirchen als Unternehmen betrachten, die ihre Geschäftsmodelle in den Markt drehen, dann erübrigt sich doch Aufregung.

    Und die Kunden? Die in diese ganzen "Ommmmmh...."-Buden rennen, sind doch nicht Ihr Problem, meines jedenfalls nicht. Und wenn sie es nun bei den Kirchen tun? Und?

    Und sagen Sie mir ein Unternehmen, welches tatsächlich seine Produkte verkauft und nicht deren spirituelles Drumherum. In der Hinsicht sind die Kirchen sogar vergleichsweise spät auf den Trichter gekommen.

    Eine Leserempfehlung
  5. Hallo bugme,
    .
    so weit, bis zu "Atheist Alliance International" brauchen Sie gar nicht zu gehen, um Missionierung für den Atheismus zu finden. Hier in diesem Thread gibt es schon genug davon.

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    natürlich!

    aber mit verlaub: so einfach wie sie es sich machen ist es nicht.....

    ihren geruchssinn in ehren aber wer unbedingt einen pups riechen möchte tut dies selbst in einer parfümerie.

    bitte beteiligen sie sich an der debatte und erläutern sie z.b. die inhalte der "ahteistischen missionierung"!

    • outis
    • 06. April 2012 22:45 Uhr

    -Theismus- auch kein Grund sich zu empören. Nur eine Weltanschauung, die wie der A-theismus auf einer prinzipiell nicht empirisch begründbaren Glaubensentscheidung beruht. Also auf der willentlichen Akzeptanz von nicht beweisbaren Prämissen aus denen Weiteres abgeleitet wird.

    Antwort auf "a-theismus"
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    natürlich! nur dauernde wiederholung macht ihr anliegen den theismus aufzuwerten oder zumindest den atheismus zu diskreditieren nicht besser.
    lesen sie bitte die debatte mit: atheismus ist weder glauben noch weltanschauung!

    mfg,

    kannnichtsein, seines zeichens a-theist, a-spagettimonsterist, nicht-kleingärtner, nicht-tretrollerfahrer, kein-fernsehgucker, kein-sich-selbst-ohrfeigengeber und vieles, nach ihrer betrachtungsweise, sehr sehr vieles mehr.....

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