FremdspracherwerbNutzloser Frühstart

Warum Englisch für Grundschüler doch keine so tolle Idee ist.

Je früher, desto besser, lautet das Motto der Bildungspolitik, wenn es um den Fremdsprachenunterricht geht. Jeder Grundschüler hat mittlerweile zwei, drei Stunden Englisch oder Französisch pro Woche. Spätestens in der dritten Klasse beginnt der Unterricht, in einigen Bundesländern starten schon die Erstklässler mit Liedern und Spielen in die neue Sprachwelt. Bundesweit steht Englisch mit Abstand an erster Stelle, in einzelnen Regionen dominiert Französisch. Andere Sprachen spielen nur eine Nebenrolle.

Die Euphorie, mit der vor einem Jahrzehnt der frühe Fremdsprachenunterricht gestartet wurde, war groß: Spielerisch sollten die Kinder in die neue Sprache hineinwachsen, sie müheloser erlernen und fließender beherrschen als frühere Schülergenerationen und nebenbei auch noch zu weltoffenen Bürgern heranwachsen. Doch mittlerweile hat sich Ernüchterung breitgemacht. Besonders deutliche Kritik kommt von den Fremdsprachenlehrern der weiterführenden Schulen. In einer Umfrage, die der deutsche Philologenverband 2009 unter Englischlehrern an Gymnasien durchführte, äußerte sich die Mehrheit negativ zu den Ergebnissen des frühen Fremdsprachenunterrichts. An diesem Urteil habe sich bis heute wenig geändert, sagt der Präsident des Verbandes, Heinz-Peter Meidinger: »Die Lehrer müssen im Gymnasium noch einmal von vorn anfangen. Auf den Ergebnissen des Grundschulunterrichts, so wie er zurzeit stattfindet, lässt sich kaum aufbauen.« Zu verspielt sei der Unterricht, oft unterfordere und demotiviere er die Schüler, manchmal bekämen sie sogar eine falsche Aussprache beigebracht.

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Die unzureichende Qualifizierung vieler Grundschullehrer stelle ein Problem dar, bestätigt auch Heiner Böttger, Professor für Englisch-Didaktik an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Studiengänge für Fremdsprachenlehrer an Grundschulen wurden erst eingerichtet, nachdem der Unterricht schon angelaufen war. »Diese neuen Studiengänge bieten eine solide Ausbildung. Wer sie absolviert hat, ist auf die Aufgabe sehr gut vorbereitet«, sagt Heiner Böttger. Aber eben erst jeder fünfte Fremdsprachenlehrer an den Grundschulen hat ein solches Studium durchlaufen. Der Großteil der Stunden wird nach wie vor von fachfremden Lehrern unterrichtet, die sich im Schnellverfahren weiterbilden mussten. Die Kurse, häufig gesponsert von Schulbuchverlagen, dauern mitunter nur wenige Wochen. Da hängt der Erfolg des Unterrichts stark von den sprachlichen Vorkenntnissen und dem methodischen Talent des Lehrers ab. Von solchen Misshelligkeiten lassen sich die Befürworter des frühen Lernens jedoch nicht schrecken. Ihr Ziel bleibt der Fremdsprachenunterricht ab Klasse eins in allen Bundesländern.

Für viele Einwandererkinder wäre Englisch die zweite Fremdsprache

Einen Dämpfer erhielten diese Bestrebungen durch ein Gutachten zur baden-württembergischen Bildungspolitik, das der ehemalige Direktor des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung, Jürgen Baumert, im vergangenen Jahr gemeinsam mit anderen Wissenschaftlern vorlegte. Der Rat der Bildungsforscher an die Politiker des Bundeslandes, das zu den Vorreitern des frühen Fremdsprachenlernens gehört: Der Beginn des Englisch- und Französischunterricht sollte von der ersten wieder in die dritte Klasse verlegt werden, um die freiwerdende Zeit in den Mathematik- und vor allem in den Deutschunterricht zu investieren. »Jeder vierte Schüler eines Jahrganges trägt ein hohes Risiko für frühe massive Lernschwierigkeiten und für späteren funktionalen Analphabetismus«, sagt Marcus Hasselhorn, Psychologieprofessor und einer der Autoren der Studie. »Wir möchten die immer größere Kluft zwischen diesen und den sich unauffällig entwickelnden Kindern abbauen.«

Ein weiteres Argument der Gutachter: Für Kinder aus etwa türkischen Migrantenfamilien, die das Deutsche nur mangelhaft beherrschen, wäre Englisch die zweite Fremdsprache und eine zusätzliche Belastung. Für diese Annahme konnten die Experten aber keine wissenschaftlichen Belege anführen. Die damalige baden-württembergische Kultusministerin kündigte erst eine schnelle Umsetzung der Empfehlungen an, vertagte dann aber angesichts heftigen Widerspruchs aus dem Lager der Befürworter des frühen Fremdsprachenlernens die Entscheidung bis auf Weiteres. Zu den Kritikern des Gutachtens gehört auch Heiner Böttger. Die Fächer gegeneinander auszuspielen sei der falsche Weg. Er schlägt stattdessen einen differenzierteren Unterricht vor, um den unterschiedlichen Leistungsständen gerecht zu werden.

Den Geburtsfehler des gesamten Fremdsprachen-Konzepts berühren diese Diskussionen allerdings nur am Rande: Er besteht im bildungspolitischen Irrtum, dass der frühe Start beim Erlernen einer Fremdsprache für sich genommen schon eine Erfolgsgarantie sei. Kinder im Grundschulalter, so die Vorstellung, würden sich die Fremdsprache fast noch so mühelos aneignen wie ihre Muttersprache. Diese Phase dürfe man nicht verstreichen lassen. Zwar zeigen sprachwissenschaftliche Untersuchungen, dass es tatsächlich ein Zeitfenster für ein solches natürliches Sprachenlernen gibt. Es öffnet sich aber schon im Kleinkindalter und beginnt sich ab dem Alter von sieben oder acht Jahren schon wieder zu schließen.

Leserkommentare
    • quax74
    • 17.04.2012 um 13:03 Uhr

    ... wäre, wenn alle englischsprachigen Filme und Serien nur im Original mit Untertiteln ausgestrahlt würden. Den Skandinaviern hat das bisher nicht geschadet.

    18 Leserempfehlungen
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    und spart sich noch dazu die nervige Werbung.

    Bei uns gibt es englische und meist auch französische Filme und Serien gleichgültig ob für Kinder oder Erwachsene ohnehin nur im Orignial und wenn jemand mag mit Untertiteln.

    Interessant ist der Effekt, wenn man das als normal erlebt, denn die sprachliche Gewandtheit nimmt rapide zu.

    Ich kann das nur empfehlen und somit einen großen Bogen um deutsches also synchronisiertes TV-Programm zu machen.

    und spart sich noch dazu die nervige Werbung.

    Bei uns gibt es englische und meist auch französische Filme und Serien gleichgültig ob für Kinder oder Erwachsene ohnehin nur im Orignial und wenn jemand mag mit Untertiteln.

    Interessant ist der Effekt, wenn man das als normal erlebt, denn die sprachliche Gewandtheit nimmt rapide zu.

    Ich kann das nur empfehlen und somit einen großen Bogen um deutsches also synchronisiertes TV-Programm zu machen.

  1. Sorry - salad.

    2 Leserempfehlungen
  2. Ein paar englische Lieder zu singen, hat mit Fremdsprachenunterricht nichts zu tun. Das was bisher läuft, ist reine Bespaßung und hat natürlich keinerlei Effekte, auf die man aufbauen kann. Das Problem ist die unterschiedliche Sprachbegabung. Es gibt Kinder, die im Alter von 4 bis 5 problemlos eine weitere Fremdsprache lernen, da können Sie jeden Diplomaten fragen, und es gibt Kinder, die mit einer Fremdsprache überfordert sind. Eine Erkenntnis, mit der sich unsere egalitäre Gesellschaft schwertut.

    5 Leserempfehlungen
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    ... sind 2 Paar Schuh. Ich kenne reichlich Auslandsdeutsch, deren Kinder fliessend deutsch/engl./franz./span. (nicht alle aber eine Auswahl) und die jeweilige Landesprache sprechen. SPRECHEN, erlernt beim Spiel, im Kindergarten im informellen Rahmen.
    .
    Spracherwerb i der Schule ist da etwas ganz anders!
    .
    Auch hier in D gibt es genug mindestens 3 sprachige Kinder die deutsch/Engl. nd die jeweilige Herkunftssprache spielend in Wort und Schrift beherrschen.
    .
    Gleichzeitig wir mir häufig ganz anders, wenn ich mit einheimischen Kindern rede und deren eingeschränkte Sprachfähigkeit erleben muss.
    .
    Spracherwerb, Sprechen geschieht nicht in der Schule wo in 1 Std 30 Kinder max 2-4 Minuten zu Wort kommen :-(((((
    .
    Leider ist immer noch der soziale Hintergrund für die Sprachfähigkeit ausschlaggebend:-(((
    .
    Gruss
    Sikasuu
    .
    Ps. Theran, 197x, Vater deutsch, Mutter franz., Nurse engl. die Kinder 6-10 sprachen altersgerecht deutsch, franz., engl. Farsi, Urudu und ein wenig Arabisch :-))))

    die den Rahmen eines Leserbriefes sprengen. Hier ist Prof Wode von der Uni Kiel oder der Verein zur frühen Mehrsprachlichkeit zu nennen. Die Erfahrungen und Erkenntnisse halte ich für revolutionär.

    Hier gewinnt man mehr den Eindruck, dass das gymnasiale System des Sprachenlernens in der Kritik steht und sich dort im Elfenbeinturm etwas ändern muss. Die eigenen Erfahrungen mit unserer Tochter -bilingual deutsch englisch- zeigen dies deutlich! Hier muss etwas in den Gymnasien geschehen.

    Oder haben sie sich liebe Eltern mit Vokabelheft und Grammatik Buch an die Wiege Ihres Kindes gestellt und ihm Deutsch beigebracht?

    ... suggerieren?

    Die kinder ordentlich gedrillt, nichts mehr mit spielerischem Lernen.

    Und die störenden Unterschiede werden beseitigt: Alle Kinder auf DIN A4 gefaltet, gelocht und abgeheftet.

    Dann werden das auch endlich die billigen, willigen Arbeitnehmer, die Schavans Batscheloor noch nicht ganz geschaffen hat ...

    ... sind 2 Paar Schuh. Ich kenne reichlich Auslandsdeutsch, deren Kinder fliessend deutsch/engl./franz./span. (nicht alle aber eine Auswahl) und die jeweilige Landesprache sprechen. SPRECHEN, erlernt beim Spiel, im Kindergarten im informellen Rahmen.
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    Spracherwerb i der Schule ist da etwas ganz anders!
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    Auch hier in D gibt es genug mindestens 3 sprachige Kinder die deutsch/Engl. nd die jeweilige Herkunftssprache spielend in Wort und Schrift beherrschen.
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    Gleichzeitig wir mir häufig ganz anders, wenn ich mit einheimischen Kindern rede und deren eingeschränkte Sprachfähigkeit erleben muss.
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    Spracherwerb, Sprechen geschieht nicht in der Schule wo in 1 Std 30 Kinder max 2-4 Minuten zu Wort kommen :-(((((
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    Leider ist immer noch der soziale Hintergrund für die Sprachfähigkeit ausschlaggebend:-(((
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    Gruss
    Sikasuu
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    Ps. Theran, 197x, Vater deutsch, Mutter franz., Nurse engl. die Kinder 6-10 sprachen altersgerecht deutsch, franz., engl. Farsi, Urudu und ein wenig Arabisch :-))))

    die den Rahmen eines Leserbriefes sprengen. Hier ist Prof Wode von der Uni Kiel oder der Verein zur frühen Mehrsprachlichkeit zu nennen. Die Erfahrungen und Erkenntnisse halte ich für revolutionär.

    Hier gewinnt man mehr den Eindruck, dass das gymnasiale System des Sprachenlernens in der Kritik steht und sich dort im Elfenbeinturm etwas ändern muss. Die eigenen Erfahrungen mit unserer Tochter -bilingual deutsch englisch- zeigen dies deutlich! Hier muss etwas in den Gymnasien geschehen.

    Oder haben sie sich liebe Eltern mit Vokabelheft und Grammatik Buch an die Wiege Ihres Kindes gestellt und ihm Deutsch beigebracht?

    ... suggerieren?

    Die kinder ordentlich gedrillt, nichts mehr mit spielerischem Lernen.

    Und die störenden Unterschiede werden beseitigt: Alle Kinder auf DIN A4 gefaltet, gelocht und abgeheftet.

    Dann werden das auch endlich die billigen, willigen Arbeitnehmer, die Schavans Batscheloor noch nicht ganz geschaffen hat ...

    • thwe74
    • 17.04.2012 um 13:42 Uhr

    Warum lassen wir die Kinder nicht in Ruhe Erwachsen werden?
    Warum muss denn immer alles noch früher erlernt werden, am besten schon während der Schwangerschaft im Mutterleib??

    Kürzeres Abitur, Fremdsprachen schon in der Grundschule, teilweise sogar in der Kita. Dazu durch die lieben Eltern weiterer Druck nach Schulende, Schul-AGS', Musik-unterricht, Sportvereine, Wochenendfreizeiten mit Fremdsprachenangeboten dabei, und und und..
    Dazu noch Druck aus der Industrie/Handel, am besten ausbildungsrelevante Fächer wie Wirtschaft schon in der Schule zu lehren.
    Dazu noch Führerschein mit 16, wählen mit 16 und und und...
    Und nicht zu vergessen die Digitalisierung des Alltags durch Computer, Handy und Internet.
    Wenn ich sehe das heutzutage gestandene Menschen wie Politiker, Manager oder sonstige "Eliten" sich immer noch im Alttag benehmen, als wenn Sie auf dem Kinderspielplatz wären ( "meine Burg ist grösser als Deine "), befürchte ich das wir immer mehr Menschen haben werden, die sich in der Jugend nicht richtig ausgetobt haben und entwickelt haben. Vor allem Menschen, die sei es im Elternhaus, sei es in der Schule nicht mal mehr das 1x1 des Lebens beigebracht bekommen: Rechnen, Lesen, schreiben, sprechen (deutsch), soziales Verhalten und Verstehen der (natürlichen) Umwelt, und wenn es nur der Name des nächsten Baumes ist.
    Keine Sorge, ich will keine "Waldgrundschule", aber wir sollten uns von der Globalisierung nicht bekloppt machen lassen. Fremdsprachen gerne, aber erst später!

    15 Leserempfehlungen
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    Schon aufgeweckte Vierjährige interessieren sich für Buchstaben. Mit fünf sind sie absolut bildungshungrig und fiebern der Schule entgegen. Bis zur vierten Klasse werden sie dann fast alle auf Null gebracht, aber nicht, weil sie zu viel, sondern falsch gefordert werden. Lernen kann so viel Spaß machen!

    Sie meinen, wir sollten unsere Dreijährigen jetzt auch wieder vom Chinesisch-Unterricht abmelden?! ;-)

    dass ich solche Äußerungen wie die Ihre in meiner Kindheit weit häufiger gehört habe, als in meinem Erwachsenenleben. Für mich waren sie damals auch irgendwie ein Allgemeinplatz und jeder, der Gegenteiliges behauptet hat, war für mich ein weltfremder Spinner. Vielleicht bin ich einfach in einer seltsamen Umgebung groß geworden, wo man nicht so viel Wert auf formale Bildung gelegt hat, keine Ahnung. Aber ich bin immer mehr erstaunt, dass solche Flausen wie das man unbedingt gut Englisch können müsste, im allgemeinen Bewusstsein vorhanden sind.

    Schon aufgeweckte Vierjährige interessieren sich für Buchstaben. Mit fünf sind sie absolut bildungshungrig und fiebern der Schule entgegen. Bis zur vierten Klasse werden sie dann fast alle auf Null gebracht, aber nicht, weil sie zu viel, sondern falsch gefordert werden. Lernen kann so viel Spaß machen!

    Sie meinen, wir sollten unsere Dreijährigen jetzt auch wieder vom Chinesisch-Unterricht abmelden?! ;-)

    dass ich solche Äußerungen wie die Ihre in meiner Kindheit weit häufiger gehört habe, als in meinem Erwachsenenleben. Für mich waren sie damals auch irgendwie ein Allgemeinplatz und jeder, der Gegenteiliges behauptet hat, war für mich ein weltfremder Spinner. Vielleicht bin ich einfach in einer seltsamen Umgebung groß geworden, wo man nicht so viel Wert auf formale Bildung gelegt hat, keine Ahnung. Aber ich bin immer mehr erstaunt, dass solche Flausen wie das man unbedingt gut Englisch können müsste, im allgemeinen Bewusstsein vorhanden sind.

  3. ... sind 2 Paar Schuh. Ich kenne reichlich Auslandsdeutsch, deren Kinder fliessend deutsch/engl./franz./span. (nicht alle aber eine Auswahl) und die jeweilige Landesprache sprechen. SPRECHEN, erlernt beim Spiel, im Kindergarten im informellen Rahmen.
    .
    Spracherwerb i der Schule ist da etwas ganz anders!
    .
    Auch hier in D gibt es genug mindestens 3 sprachige Kinder die deutsch/Engl. nd die jeweilige Herkunftssprache spielend in Wort und Schrift beherrschen.
    .
    Gleichzeitig wir mir häufig ganz anders, wenn ich mit einheimischen Kindern rede und deren eingeschränkte Sprachfähigkeit erleben muss.
    .
    Spracherwerb, Sprechen geschieht nicht in der Schule wo in 1 Std 30 Kinder max 2-4 Minuten zu Wort kommen :-(((((
    .
    Leider ist immer noch der soziale Hintergrund für die Sprachfähigkeit ausschlaggebend:-(((
    .
    Gruss
    Sikasuu
    .
    Ps. Theran, 197x, Vater deutsch, Mutter franz., Nurse engl. die Kinder 6-10 sprachen altersgerecht deutsch, franz., engl. Farsi, Urudu und ein wenig Arabisch :-))))

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    Der gemeine gymnasiale Lehrer würde die als super begabt verstehen, da ihm so etwas in seiner Welt unglaublich vorkommt und schwer zu erlernen ist!

    Aber Ihr System setzt eines voraus, kulturelle Offenheit! Die bekommen sie in einen Beamtenapparat wo Sarrazine das Sagen haben nicht durchgesetzt!

    Hier fehlt es nicht nur an pädagogischer Offenheit!

    Aber Ihr System funktioniert, das haben wir an unserem Kind gesehen. Die Forschung geht heute davon aus, dass zwischen dem 8 und 10 Lebensjahr das kindliche einfache Sprache lernen beendet ist.

    Danach muss gepaukt werden, das ist ungefähr so wie die Missionierung in der Südsee im 19´ten Jahrhundert. Erst mussten die Palmen gefällt werden, damit die Leute lernten, wie man sich durch harte Arbeit Gott näherte!

    Es wird Zeit für einen starken neuen Wind - in vielen Bereichen unserer Politik!

    Der gemeine gymnasiale Lehrer würde die als super begabt verstehen, da ihm so etwas in seiner Welt unglaublich vorkommt und schwer zu erlernen ist!

    Aber Ihr System setzt eines voraus, kulturelle Offenheit! Die bekommen sie in einen Beamtenapparat wo Sarrazine das Sagen haben nicht durchgesetzt!

    Hier fehlt es nicht nur an pädagogischer Offenheit!

    Aber Ihr System funktioniert, das haben wir an unserem Kind gesehen. Die Forschung geht heute davon aus, dass zwischen dem 8 und 10 Lebensjahr das kindliche einfache Sprache lernen beendet ist.

    Danach muss gepaukt werden, das ist ungefähr so wie die Missionierung in der Südsee im 19´ten Jahrhundert. Erst mussten die Palmen gefällt werden, damit die Leute lernten, wie man sich durch harte Arbeit Gott näherte!

    Es wird Zeit für einen starken neuen Wind - in vielen Bereichen unserer Politik!

  4. lässt keine sprachlich besonders geprägten realschul-wie abiturabgänger auf die strasse, wie es die lehrkörper im bericht weiszumachen versuchen. die kinder weden gequält mit notengebenden vokabeltests und einem unterricht der jenseits aller ergebnisse liegt, was die hirnforschung beweist. es geht doch eher darum den schüler einem selektionsfach auszusetzen, als ihm wirklich eine fremdsprache beizubringen. eine lebendige sprache in dieser heutigen schulform zu erlernen ist mit einem geringen wirkungsgrad versehen, und ist eigentlich nur kultusminsteriale selbstbefriedigung

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  5. Schon aufgeweckte Vierjährige interessieren sich für Buchstaben. Mit fünf sind sie absolut bildungshungrig und fiebern der Schule entgegen. Bis zur vierten Klasse werden sie dann fast alle auf Null gebracht, aber nicht, weil sie zu viel, sondern falsch gefordert werden. Lernen kann so viel Spaß machen!

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    • thwe74
    • 17.04.2012 um 14:27 Uhr

    ..., das nehme ich Ihnen ab, aber der Schule entgegen fiebern??????

    Woher wissen Sie das so genau, das ein Kind der Schule entgegenfiebert? Also ich kann mich noch seht gut daran erinnern, das ich sowohl Kindergarten als auch Schule gehasst habe. Falls Sie jedoch meinen, dass ich ggf. ein Schulversager war, liegen Sie falsch, immerhin habe ich es bis zum Univer. Prof. geschafft. Aber ich kann es nicht ausstehen, wenn andere mir sagen was ich lernen soll. Mit 5 bis 6 war daran interessiert eine Trecker zu fahren oder mich mit dem Futter fuer Kuehe und Kuehen auseinanderzusetzen oder schlicht mit meinen Freunden zu spielen. Buchstaben haben mich ueberhaupt nicht interessiert. Es kann ja sein das ein Kind so interresiert ist, weil das uebrige Umfald derart eintoenig ist, dass einen dann Buchstaben interessieren. Auf Einzelkinder mag dies ggf. zutreffen. Und ich frage ob diese "Koreanisierung" der Kindheit wirklich sinnvoll ist. In Korea moechte ich kein Kind sein, und die Kinder in Korea sind auch nicht begeistert. Selbst die Regierung meint mittlerweile das es langsam zu weit geht.

    • thwe74
    • 17.04.2012 um 14:27 Uhr

    ..., das nehme ich Ihnen ab, aber der Schule entgegen fiebern??????

    Woher wissen Sie das so genau, das ein Kind der Schule entgegenfiebert? Also ich kann mich noch seht gut daran erinnern, das ich sowohl Kindergarten als auch Schule gehasst habe. Falls Sie jedoch meinen, dass ich ggf. ein Schulversager war, liegen Sie falsch, immerhin habe ich es bis zum Univer. Prof. geschafft. Aber ich kann es nicht ausstehen, wenn andere mir sagen was ich lernen soll. Mit 5 bis 6 war daran interessiert eine Trecker zu fahren oder mich mit dem Futter fuer Kuehe und Kuehen auseinanderzusetzen oder schlicht mit meinen Freunden zu spielen. Buchstaben haben mich ueberhaupt nicht interessiert. Es kann ja sein das ein Kind so interresiert ist, weil das uebrige Umfald derart eintoenig ist, dass einen dann Buchstaben interessieren. Auf Einzelkinder mag dies ggf. zutreffen. Und ich frage ob diese "Koreanisierung" der Kindheit wirklich sinnvoll ist. In Korea moechte ich kein Kind sein, und die Kinder in Korea sind auch nicht begeistert. Selbst die Regierung meint mittlerweile das es langsam zu weit geht.

    • Suryo
    • 17.04.2012 um 14:25 Uhr

    Grundschule? Zwei- bis dreimal die Woche?

    Da lachen die Eltern vom Prenzlauer Berg ja drüber. Deren Gören kriegen Englisch oft schon ganztägig - im Kindergarten!

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