Hannover MesseWann überholen uns die Chinesen?

Die Industriemesse in Hannover wird zeigen: Das dauert noch. Eine Ausnahme ist die Energiebranche. von 

Qualitätskontrolle in einer chinesischen Solarfabrik

Qualitätskontrolle in einer chinesischen Solarfabrik  |  © STR/AFP/Getty Images

Ende der Woche ist Hannover wieder einmal Weltstadt. Industrieunternehmen, Erfinder, Konzernvertreter aus über hundert Ländern reisen an, um sich gegenseitig zu überbieten. Wer hat die raffinierteste Maschine mitgebracht, wer den größten Fortschritt gemacht? Die deutschen Zuschauer jenseits der Messetore interessiert das wenig. Sie wollen eigentlich nur wissen: Ist der hiesige Wohlstand sicher?

Dieses Jahr sehen sie dort sehr viel aus einem Land: aus China. Die Volksrepublik ist das offizielle Gastland in Hannover, sie stellt so viel aus wie nie zuvor. Und doch können die Deutschen ohne Furcht auf die Messe blicken.

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Dies erklärt sich am besten aus einem größeren Zusammenhang: Seit geraumer Zeit wächst die chinesische Volkswirtschaft und hier vor allem der Export langsamer als gewohnt. Zudem fällt der große Anteil staatlicher Investitionen am Bruttoinlandsprodukt auf, der steigende Lohndruck und die Verdrängung von Produktion in Nachbarländer mit billigeren Arbeitskräften.

Viel deutet darauf hin, dass China an einem kritischen Punkt angelangt ist, wie ihn der Ökonom und Nobelpreisträger Arthur Lewis beschrieben hat: Ein Land, in dem das Angebot an Industriearbeitskräften lange Zeit hoch und die Löhne gering waren, tritt in eine neue Phase ein. Die Arbeitskräfte werden rarer. Wenn es dann nicht gelingt, kapital- und wissensintensive Industrien aufzubauen, und zugleich die Anbieter von Billigprodukten in andere Länder weiterziehen, gerät der eben noch kraftstrotzende Aufsteiger in die sogenannte middle income trap. Das Wachstum verlangsamt sich erheblich und mit ihm die Entwicklung des Landes.

Wo also steht China? In Hannover werden sich chinesische Firmen präsentieren, die vor allem als Hersteller großer Mengen guter Maschinen zu mittleren Preisen bekannt sind. Lösen sie die Deutschen demnächst als Technologieführer ab? In den meisten Branchen ist das nicht erkennbar. Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau allein konnte seine Exporte nach China im vergangenen Jahr um ein Viertel steigern, und in den Entwicklungsplänen chinesischer Ministerien ist diese Entwicklung ex negativo abzulesen. Für die kommenden Jahre sollen Innovationen im Werkzeugmaschinenbau, im Textilmaschinenbau, in der Druckindustrie und generell in der Metallurgie besonders gefördert werden. 

Der Wille, die middle income trap zu vermeiden, technologisch aufzuschließen und irgendwann zu überholen, ist also erkennbar. Vorher wird aber noch viel Zeit vergehen. Man nehme nur die E-Auto-Pläne der chinesischen Regierung. Plan und Realität klaffen da weit auseinander: Bis 2015 wollte man 500.000 Elektro- und Hybridautos auf den Straßen sehen. Doch bis in den Herbst des vergangenen Jahres hinein wurden erst 6.700 Neuanmeldungen gezählt – über den Zeitraum von zwei Jahren hinweg wohlgemerkt. Die Energieversorger, die laut Plan bis 2015 stolze 220.000 Ladestationen aufstellen sollen, hatten bis zum Ende des vergangenen Jahres lediglich 16.000 geschafft. Weder die Hersteller noch die Infrastruktur, noch die Kundschaft sind so weit. Und deshalb raten erste Studien dazu, den chinesischen E-Auto-Markt vollkommen neu, also mittelfristig eher kleiner einzuschätzen.

Ein Feld gibt es jedoch, auf das Vertreter der deutschen Industrie zu Recht gespannt und mit Sorge blicken: den Energiesektor. Die dominierende Rolle des Landes in der Solarindustrie ist bekannt. Und während die Europäer noch über die Machbarkeit disputieren, Strom aus Afrika heranzuschaffen, sind in China längst Gleichstromleitungen über mehr als 1.000 Kilometer Länge in Betrieb. Wo Know-how fehlt, kaufen die Hersteller aus Fernost nun häufiger zu. Dieser Tage steht infrage, ob der Weltmarktführer für Windturbinen, die dänische Firma Vestas, von Chinesen übernommen wird.

Übersetzt heißt das: Da, wo sich deutsche Industrieunternehmen dem Wandel gestellt und ihn mit aller Macht vorangetrieben haben, haben sie ihre Erfolgschancen gewahrt. In der Energie-Industrie aber, wo die ehemaligen Technologieführer die Ökoenergie erst ignoriert, dann bekämpft und lange Zeit kleinen Pionierunternehmen überlassen haben, ist der Vorsprung geschmolzen – oder sogar dahin.

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Leserkommentare
  1. dann, dann, dann, und jetzt die Solarindustrie. Irgendwann ist auch der Maschinenbau dran. Irgendwann wird irgendein Schwellenland in einem bestimmten Maschinebaubereich die deutsche Führung beseitigen.

    Es wird jedoch nicht möglich sein, die ganze deutsche Bevölkerung zu Billigingenieuren zu machen. Produktion in China, Konzernsitz in Deutschland, das macht deutsche Arbeiter nicht satt.

    Folge, die stuerliche Belastung der in Deutschland verbleibenden Firmen muss steigen, um die Infrastruktur und das Sozaialsystem zu erhalten. Irgendwann sagen dann auch diese Konzerne auf 'Wiedersehen und was bleibt ist eine Industriebrache Deutschland.

    Europa braucht dringend eine neue Politik und abgewanderte Industrien müssen unbedingt nach Europa zurückgeholt werden. Das Konw-How darf nicht verloren gehen.

    9 Leserempfehlungen
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    • ludna
    • 23. April 2012 9:03 Uhr

    Nun, langfristig heisst es wohl, Konzernsitz in China.

    Mich als Ostdeutschen stört das nicht, für uns ist das schon seit 20 Jahren Realität.

    • joG
    • 23. April 2012 9:33 Uhr

    ....gnädig. Ein Hurrah! Artikel tut gut und die Seele braucht es ab und zu. Das einzige Problem ist, dass die Menschen solche undifferenzierten Berichte hierzulande glauben und ihre politischen Forderungen darauf aufbauen. Sie verlieren dadurch wesentliche Aspekte aus dem Auge und verschätzen sie in ihren Beurteilungen sowohl im inländischen als auch im internationalen Bereich. Diese Zufriedenheit wurde gestärkt durch Schulden finanzierte Sozialprogramme und Zusagen für die Zukunft.

    Man sieht das an so vielen Dingen, dass man sich zunächst wundert, dass das politische System so gut funktioniert. Vielleicht ist der Vorteil des Gleichschritts, den diese Gesellschaftstechnik ermöglicht, ähnlich wie in China genügend stark um die Nachteile in den meisten Fällen lange auszugleichen. Dafür spricht die momentane Zahl der Probleme in so diversen Bereichen wie Renten, Redikalisierung Teiler der Bevölkerungen oder der Vertrauenskrise um die EU und ihrer Währung. Es entstehen nach einer langen Zeit, in der die Bevölkerungen sich von Hurrah! Berichten beruhigen ließen Risse im Korsett. Natürlich wäre das nicht geschehen, wenn die Regierungen nicht ans Ende ihres Geldes geraten wären und nun überschuldet sind.

    • Karl63
    • 23. April 2012 9:43 Uhr

    Ich finde Ihre Reflektion dazu etwas oberflächlich. Was heute als "Maschinenbau" bezeichnet wird, vereint zunächst einmal alle Qualitäten, die die hiesige metallverarbeitende Industrie in den vergangenen 100 aufgebaut hat. In den vergangenen drei Jahrzehnten hat in dem Bereich die Steuerung durch Computer Einzug gehalten. Was die Vereinigung des "klassischen" Maschinenbaus mit der IT betrifft, da sind die Japaner immer noch der stärkste Konkurrent. Solange sich die Deutschen Maschinenbauer gegen die Japaner behaupten können, würde ich mir über "Schwellenländer" nicht allzu sehr den Kopf zerbrechen.
    Sicherlich war vor etwa 10 Jahren in der Deutschen Wirtschaft die Haltung weit verbreitet, die Zukunft liegt darin möglichst viele Arbeitsplätze nach Osteuropa oder Asien zu verlegen, um die Kosten zu senken. Inzwischen ist aber auch klar, welche Nachteile dies mit sich bringt und welche Erwartungen nicht erfüllt wurden. Es gibt schon länger eine Rückverlagerung nach Deutschland und dies ist mit Sicherheit einer der Gründe für die stetige Aufwärtsentwicklung am Arbeitsmarkt.
    Der Umstand, dass die Chinesen jetzt in der Lage sind Solarzellen deutlich günstiger zu produzieren, den sollte man nicht überbewerten. Zum Erzeugen und Verteilen von elektrischer Energie gehört sehr viel mehr - und da ist die Deutsche Industrie immer noch weltweit führend. Damit Strom aus Solarzellen eine Zukunft hat, muss dieser einfach sehr viel preisgünstiger werden.

    Haben Sie beispielsweise mal mal die angebotenen Produktpaletten auf alibaba.com gesichtet.
    Von der Wärmepumpe bis zur Brennwerttherme finden Sie alles.
    Sehen Sie sich die Industrie-Steuerungstechnik an. Nur durch die von Siemens aufgebaute Kundenbindung sind deren Geräte noch verkäuflich. Es mag sein, dass beispielsweise in China gefertigte Segways noch klapprig sind, aber wie lange noch.
    Die Werften sind schon weg, wie lange wird es noch dauern, bis auch die Zuliefergeräte aus China kommen, vom Diesel bis zur Welle. LED-Leuchten kauft man dort für unter einem Euro, was verlangt Osram?
    Nein, der Zug ist abgefahren und Schuld sind unsere Politiker.

  2. wie bei den kleinen Robotern, 3-D Druckern, und in weiterren Bereichen haben wir den Anschluss doch bereits verloren. In finde, die Wirtschaftspolitik in Europa und speziell in Deutschland ist unterirdisch.

    7 Leserempfehlungen
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    • Afa81
    • 23. April 2012 11:32 Uhr

    3D Drucker ist doch kein Zukunftsbereich
    des Maschinenbaus. Das verwendet man in erster
    Linie nur für Prototypen oder für extrem
    niedrige Stückzahlen.
    In der Robotik hat Deutschland den Anschluss
    auch nicht verloren. Jedoch spielt dabei
    auch die Informatik viel mit rein. Wie es
    da aussieht, weiß ich nicht so genau.

    Im übrigen sollten wir vielleicht die Vorstellung einfach auch mal aufgeben, dass Deutschland in jeder Technologie "Führer" sein kann.

  3. Moin Moin,

    glauben Sie ernsthaft, dass in China die Ausbeutung der unteren Hierarchieebenen geringer ist als in D?
    China ist aktuell das Traumland des Manchester-Kapitalimus, oder, um Mussolini zu zitieren: "Faschismus ist die Verschmelzung der Staatsmacht mit der Konzernmacht"
    Und der Zerfall der staatlichen Strukturen nützt nur den Starken denn einen armen Staat können sich nur die Reichen leisten.

    CU

    6 Leserempfehlungen
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    • Nibbla
    • 23. April 2012 7:43 Uhr

    das Land ist wo Milch und Honig fließt.
    Persönliche Rechte sind sehr gering und die Leute wirken mir da auch mehr ausgebeutet, als hier und errinert mich mehr an 19 Jhd. Industralisierung wie in England. (siehe Fangnetzte gegen die Selbstmörder)

    Ich verstehe den Frust auf das hiesige System, aber "Endtod"?

    Antwort auf
    • APGKFT
    • 23. April 2012 7:54 Uhr
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    haben die Chinesen seitdem innovatives entwickelt?

    Wer hat das Porzellan erfunden? Wer hat den Metallguss perfektioniert?
    Wer ....
    Und warum ist China später so abgestürzt?
    Weil es sich den "schönen Künsten", der Herumlaberei, der im eigenen Sud dünstenden politischen Kaste und der Bürokratie hingegeben hat!
    China ist dabei, sich aus dieser Misere herauszuwinden - und wir sind auf dem besten Weg ....

  4. noch einmal diesen Unfug lesen muss, werde ich wahnsinnig. Echt jetzt.

    "Viel deutet darauf hin, dass China an einem kritischen Punkt angelangt ist."

    Nee, ist klar. Wachstum von 8 Prozent ist kritisch. Nur weil das mal irgend ein Schreiberling in die Welt gesetzt hat, ist das noch lange nicht richtig.

    Noch einmal zum mitschreiben fuer die "middle-income-trap-theory-bei-Huffington-Post-gelesen-da-kann-man-doch-nen-super-Text-draus-machen-Journalisten":

    Deutschland hat während des gesamten "Wirtschaftswunders" solche Wachstumszahlen (ueber 8%) nur selten erreicht. Und nur weil das Wachstum, übrigens politisch gewollt, nicht mehr ein Tempo hat, dass der Welt der Atem stockt, verliert Deutschland und der Westen derzeit trotzdem gewaltig an Boden.

    Ich geh jetz fremdschämen.

    8 Leserempfehlungen
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    ... kann das ja gerne tun - der Autor tut das nicht, und ich bin mir sicher, die Beijinger Wirtschaftsplaner sind sich des Problems ebenso bewusst wie die Politik anderer Länder, die an diesem Punkt stehen. Acht Prozent Wachstum sagen nichts über die Perspektive der Entwicklung aus.

    Aber es ist nicht schlimm, fremdbewundert zu werden, so lange man selbst sich nicht auf seinen Statistiken ausruht, und die Grundlagen des eigenen Wachstums kritisch im Auge behält.

    das Erwachen wird ganz boese fuer Deutschland. Nach allem, was ich weiß, lebt Deutschland in einer Mega-Wohlstandsblase.

    Und die "Trap", in der sich Europa befindet, die ist verglichen mit der chinesischem Mausefalle doch wohl ein tiefer Abgrund.

    Und die Statistiken sollte man eben so wenig überbewerten, wie Rating-Agenturen. Menschenverstand ist gefragt. Gesund sollte der sein. Und meiner sagt mir, dass sowohl der Wissens- als auch der Warenverkehr sehr einseitig ist. Chinesen importieren Kentnisse und exportieren Waren. Die Solarindustrie war doch erst der Anfang.

    Deutschland ist zu langsam, zu teuer und zu faul. Und nur weil man den Wettbewerb gegen die Griechen und Spanier gewinnt, weil man ihnen Geld leiht, damit sie deutsche Waren kaufen...Beim Fußball wären das die Faroer Inseln mit denen man es da zu tun hat.

    Hallo laodaizi,
    .
    Zitat: "Deutschland hat während des gesamten "Wirtschaftswunders" solche Wachstumszahlen (ueber 8%) nur selten erreicht."
    .
    Ich glaube nicht, dass man die Verhältnisse so einfach übertragen kann: Deutschland damals vs. China heute. Exportgüter müssen konkurrenzfähig sein. Und wenn Bangladesh eben die Turnschuhe noch billiger zusammennäht als China, dann können die chinesischen Näherinnen eben keine Lohnerhöhungen kriegen. Spitzenlöhne gibt es nur bei Spitzentechnologie.
    .
    China braucht eine hohe Wachstumsrate, weil mehr junge Leute in den Beruf streben. Schauen wir uns die Grafik an:
    http://www.google.de/publ...
    .
    Heute wächst die Bevölkerung zwar nur noch um 0,5% im Jahr, aber wir müssen auf den Teil schauen, der in den 1980-er Jahren liegt, da wurden die Menschen geboren, die jetzt in den Arbeitsmarkt strömen, und damals betrug die Rate eben um die 1,5%. Wenn es für diese Menschen nicht genug Jobs gibt, dann hat China ein Problem.

    • Stonki
    • 23. April 2012 8:11 Uhr

    Das China aufgrund seiner niedrigen Löhne den Erfolg hat, entspricht schon lange nicht mehr den Tatsachen. ein aktueller Fabrikarbeiter bekommt ca. 3000RMB im Monat, dazu Unterkunft und die Vesicherung wird bezahlt. das ist im Vergleichn zu DE noch immer wenig, im Vergleich mit anderen asiatischen Ländern oder aber auch den östlichen EU Ländern viel Geld. Zur Erinnerung: Nokia hat den Arbeitern 200€ gezahlt. Der Grund für den Erfolg vom China ist ein anderer:

    * Infrastruktur: zumindest im Osten und Süden perfekt ausgebaut und das neue Highspeed Railnetwork lässt die deutsche Bahn wie einen Bummelzug aussehen. Wir verschwenden (private Meinung) Milliarden in Stuttgart 21, eine Zugfahrt von Hamburg nach Berlin dauert aber noch immer so lange wir vor dem letzten Krieg.
    * Schulungen: In Hong Kong noch gelesen: 21% aller Universitätsabschluesse in Australien sind Chinesen. Von den chinesischen Unis mal ganz zu schweigen (obwohl es da durchaus massive Unterschiede gibt). Bildung ist als hohes Gut anerkennt, da habe ich in Dland und Resteuropa so meine Zweifel
    * Staatspolitik: als die Wirtschaftskrise hochkam und Rohstoffe verramscht wurden, hat der chinesische Staat massiv eingekauft und so die chinesische Wirtschaft einen wettbewerbsvorteil verschafft. Wir hingegen haben funktionierende Autos verschrottet.
    * extrem kurze Entwicklungszeiten
    * Industrie die nicht mehr Zeitgemäß ist (z.B. Produktion von Blei-Säure Batterien) wird massiv ins preiswertere Ausland gedrängt.

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    • dyon75
    • 23. April 2012 8:15 Uhr

    was viel bedenklicher als das 'kritische Punkt'-Gerede ist, ist die Wahrnehmung der Weltwirtschaft als Nullsummenspiel (wenn der eine mehr waechst, waechst der andere weniger). Und es ist immer einfacher, 'catching up' zu spielen (siehe Suedkorea, Japan, etc) (daher: 8% Wachstum) als in hochentwickelten Volkswirtschaften Wachstum zu erzielen (ich bin mir sicher, dass Deutschland Ende des 19.Jh auch Wachstumsraten um 8% hatte). Und schliesslich: Die deutsche Wirtschaftspolitik scheint ganz gut zu funktionieren... bzw die Unternehmensstrategien (das besagt ja auch der Artikel).

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  • Schlagworte China | Industrie | Energie | Energietechnologie | Hannover Messe
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