Werbung"Das ist fast schon Satire"

Als würde ein Zahnarzt den Bohrer preisen. Warum die Werbung der Banken die Kunden eher vergrault, erklärt Tarek el Sehity.

Dirk Nowitzki und der Löwe der ING-Diba-Bank (Archivbild)

Dirk Nowitzki und der Löwe der ING-Diba-Bank (Archivbild)

DIE ZEIT: Herr El Sehity, in der Werbung der Banken nascht Dirk Nowitzki eine Scheibe Wurst, schreien Männer wegen grauer Haare, Models reden Derivate-Kauderwelsch. Halten uns Banken und Werber für blöd?

Tarek el Sehity: Sagen wir es so: Letztlich sind das sehr traurige Beispiele dafür, dass die Banken es nicht schaffen, das völlig veränderte Bankenbild ihrer Kunden zu erreichen.

Anzeige

ZEIT: Was meinen Sie mit verändertem Bankenbild?

El Sehity: Viele Kunden sind bitterböse auf die Banken. Diese machen dubiose Geschäfte, gefährden damit ganze Volkswirtschaften, der Steuerzahler muss zur Rettung einspringen. Die Kunden haben inzwischen verstanden, dass Finanzhochseilakte und absurde Renditeversprechen ein Übel sind. Und dann zeigen sich Banken mit einem Heile-Welt-Spot. Damit ist dem Bankenbashing nicht zu begegnen.

ZEIT: Wie soll Werbung das leisten?

Tarek el Sehity

Der 40-Jährige untersucht soziale und kognitive Grundlagen des Wirtschaftslebens. Seit 2009 ist er Assistenzprofessor am Institut für Vergleichende Vermögenskultur und Vermögenspsychologie der Sigmund Freud Privat-Universität in Wien.

El Sehity: Indem sie die Realität anspricht und echte Information bietet. Nichtssagende weltfremde Werbespots kommunizieren weniger heile Visionen als vielmehr eine Arroganz des Mächtigen. Nach dem Motto: Das sagen wir euch, und mehr braucht ihr auch nicht zu wissen. Wenn eine Bank zum Beispiel Finanzbegriffe richtig klar machen würde, sagen würde: Unsere Kreditpolitik ist folgende – das wäre neu.

ZEIT: Wie sieht Werbung stattdessen aus?

El Sehity: Da gibt es Brokerbanken, die einem eine gnadenlose technische Präzision vorführen wollen. In Sprache und Inhalt kommt dort das Unmenschliche durch. Die haben die aktuellen Ereignisse nicht einmal ansatzweise reflektiert und sprechen eine Klientel an, die das auch nicht getan hat. Kein gutes Zeichen, denn wir stehen nach der Pleite von Lehman Brothers vor einer völlig veränderten Finanzlandkarte.

ZEIT: Aber führt uns durch diese veränderte Landschaft nicht eine Bank, die ihrem Kunden zum Beispiel sagt: Alles sehr kompliziert, aber ich regele das für dich?

El Sehity: Nein. Das ginge höchstens, wenn es keinen Grund für Misstrauen gäbe. Wir stecken mittlerweile in einer globalen Finanzkrise, das allgemeine Vertrauen in die Finanzexperten ist schwer erschüttert. Dann noch nach altem Muster in einem paternalistischen Gestus auf die eigene Expertise zu verweisen ist provokativ. In diesen Werbestrategien zeigt sich der Wunsch der Banken, ihre verlorene Autorität zurückzugewinnen. Doch damit sieht es heute einfach schlecht aus. Gerade Ökonomen konnten und können mit ihren Modellen das Geschehen am Finanzmarkt doch kaum erklären.

Leserkommentare
  1. Leider wird es noch einige Zeit dauern, bis sich diese klaren Botschaften „wir bekommen das Geld zu diesen Konditionen und geben es Dir zu …“ durchsetzen werden. Es gibt ja Ansätze, wie Kredite noch vergeben werden können (z. B. www.smava.de).

    Was mich wundert: Warum nutzen immer noch so wenige Menschen die Angebote der regionalen Volks- und Raiffeisenbanken. Die sind m. E. nach sehr viel näher am Menschen und der gesunde Menschenverstand spielt dort noch eine Rolle.

    Eine Leserempfehlung
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Was mich wundert: Warum nutzen immer noch so wenige Menschen die Angebote der regionalen Volks- und Raiffeisenbanken.

    Bezüglich Finanzprodukte sind die Bürger relativ scheu. Alles muss mit einem sicheren Girokonto oder ähnlichem anfangen. Wenn das gut läuft, dann ist Homo oeconomicus dazu bereit, sich das risikoreichere Produktportfolio anzuschauen. Das Problem an Volks- und Raiffeisenbanken ist, dass nur sehr wenige ein kostenloses Girokonto anbieten und sie stattdessen relativ hohe Kontoführungsgebühren verlangen. Niemand mit einem Einkommen von 1000 EUR pro Monat will 50 EUR für den Betrieb des Girokontos zahlen. Erst bei höheren Gehaltseingängen gibt es Nachlass oder Kostenfreiheit. Was wollen die Volks- und Raiffeisenbanken damit sagen? - "Wir bedienen nur Kunden mit Geld."

    Was mich wundert: Warum nutzen immer noch so wenige Menschen die Angebote der regionalen Volks- und Raiffeisenbanken.

    Bezüglich Finanzprodukte sind die Bürger relativ scheu. Alles muss mit einem sicheren Girokonto oder ähnlichem anfangen. Wenn das gut läuft, dann ist Homo oeconomicus dazu bereit, sich das risikoreichere Produktportfolio anzuschauen. Das Problem an Volks- und Raiffeisenbanken ist, dass nur sehr wenige ein kostenloses Girokonto anbieten und sie stattdessen relativ hohe Kontoführungsgebühren verlangen. Niemand mit einem Einkommen von 1000 EUR pro Monat will 50 EUR für den Betrieb des Girokontos zahlen. Erst bei höheren Gehaltseingängen gibt es Nachlass oder Kostenfreiheit. Was wollen die Volks- und Raiffeisenbanken damit sagen? - "Wir bedienen nur Kunden mit Geld."

  2. Tragisch ist nur, dass gerade junge Familien zurzeit kaum Kredite bekommen, etwa wegen prekärer Arbeitsverhältnisse.

    Familien haben es in der Tat schwer. Wenn einer beispielsweise arbeitslos ist und der andere ein Traumgehalt hat wovon die Familie problemlos leben kann, dann bekommt die Familie trotzdem kein Kredit, wenn der Großverdiener gerade in Elternzeit ist. Ich habe keine Ahnung weshalb. Vermutlich kennen sich Banken nicht mit der Rechtslage aus.

    Dass Banken letztendlich so misstraut wird, kann ich vollends nachvollziehen. Eine - eigentlich seriöse - Sparkasse hat in den letzten 15 Jahren zusammengerechnet fast 700 EUR verzockt, obwohl es immer als solides und sicheres Produkt angepriesen wurde. Das ist jetzt nicht so viel Geld, dass es mich depressiv stimmt, aber ich habe daraus gelernt: Banken können mit Geld nicht umgehen. Dieses Image bei mir zu beseitigen, wird den Banken viele Jahre und Anstrengung kosten.

    Eine Leserempfehlung
    • Hermez
    • 24.04.2012 um 9:33 Uhr

    "Indem sie zum Beispiel sagen: Das sind unsere Konditionen, wir selbst bekommen Kredite zurzeit zu null Prozent, wir geben sie an unsere Kunden weiter für so und so viel Prozent, und zwar aus diesem Grund."

    Hahaha, selten so gelacht, wenn Banken ihre "Gründe" nennen, kommt nur Profit und nochmals Profit raus. Das können die unmöglich jemandem erklären, ohne das am nächsten Tag die Barrikaden brennen....

    Eine Leserempfehlung
  3. Was fordern wir denn? Nur weil es ums eigene Geld geht, besitzen wir einen Anspruch an einen Wirtschaftszweig, der nie erfüllt werden kann, weil Werbung, wie sonst auch, nicht das Negative, hier die Risiken des Finanzmarktes, abbilden kann und will.

    Wir lassen uns, solange es Werbung gibt, umspielen: Wir nehmen Lifestyle-Themen hin, die uns irgendwelche Hypes als lebensnotwendig propagieren, wir glauben der Lebensmittelindustrie, den Verbrauchszahlen bei Autos, das jeder Cent beim Roten Kreuz bei Bedürftigen und nicht in der Verwaltung ankommt etc. etc.

    Nur beim Finanzsektor, wo man statt Gesundheit (Beispiel Lebensmittel) sein Geld verlieren kann, dort soll bitte alles "Richtig" zugehen. Das mag ich für das Gespräch mit dem (leider provisionsorientierten) Kundenberater gesetzlich unterschreiben, aber wie will man "heile Welt" Werbung verhindern? Der Staat, die da oben, die Firmen, sollen alles "machen", dabei kann ich doch auch vom Bürger mal verlangen, dass er sein Köpfchen benutzt. Wenn z.B. ein Lehrer irgendwelchen Finanzprodukten die weder er noch der Berater versteht vertraut und alle, Rentner wie sonstige Kunden, traumhafte Renditen erwarten, dann ist dass doch naiv und genau von Gier getrieben wie etwas die Vorstände...

    Ich weiß der Artikel empfiehlt ja nur und zeigt, zu Recht, die Schattenseiten auf, aber wir sollten nicht zu naiv sein, als Konsumenten und als Betrachter...

    Eine Leserempfehlung
  4. Was mich wundert: Warum nutzen immer noch so wenige Menschen die Angebote der regionalen Volks- und Raiffeisenbanken.

    Bezüglich Finanzprodukte sind die Bürger relativ scheu. Alles muss mit einem sicheren Girokonto oder ähnlichem anfangen. Wenn das gut läuft, dann ist Homo oeconomicus dazu bereit, sich das risikoreichere Produktportfolio anzuschauen. Das Problem an Volks- und Raiffeisenbanken ist, dass nur sehr wenige ein kostenloses Girokonto anbieten und sie stattdessen relativ hohe Kontoführungsgebühren verlangen. Niemand mit einem Einkommen von 1000 EUR pro Monat will 50 EUR für den Betrieb des Girokontos zahlen. Erst bei höheren Gehaltseingängen gibt es Nachlass oder Kostenfreiheit. Was wollen die Volks- und Raiffeisenbanken damit sagen? - "Wir bedienen nur Kunden mit Geld."

    3 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Gute Ansätze …"
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    kostet denn ein Girokonto EUR 50 im Monat?

    ich glaube, dass genau bei diesem Thema der Hase im Pfeffer liegt. Wir gehen heute davon aus, dass alles nichts kosten darf. Die Raiffeisenbank nimmt in der Tat Kontoführungsgebühren (allerdings nicht 50,- sondern lediglich 7,50 pro Monat).

    Ich denke, dass wir den Wert der Dinge wieder kennenlernen sollten. Alles kostet etwas, für alles müssen Sie eine Gegenleistung erbringen (Facebook lässt sich mit Daten bezahlen). Vielleicht verzögert eine „kostenlose“ Bank die Überweisungen regelmäßig, um über die Zinsen zu verdienen (kommt mir manchmal so vor).

    Sypathisch ist mir der regionale Volks- und Raiffeisenbank-Gedanke auf jeden Fall. Und: Sie sind sicher, dass das Geld der Bank für Projekte in Ihrer Region angelegt wird. Ich helfe lieber dabei, die Infrastruktur in meiner Region zu stärken, als ein Bürogebäude in China (mit höherer Rendite) zu finanzieren.

    kostet denn ein Girokonto EUR 50 im Monat?

    ich glaube, dass genau bei diesem Thema der Hase im Pfeffer liegt. Wir gehen heute davon aus, dass alles nichts kosten darf. Die Raiffeisenbank nimmt in der Tat Kontoführungsgebühren (allerdings nicht 50,- sondern lediglich 7,50 pro Monat).

    Ich denke, dass wir den Wert der Dinge wieder kennenlernen sollten. Alles kostet etwas, für alles müssen Sie eine Gegenleistung erbringen (Facebook lässt sich mit Daten bezahlen). Vielleicht verzögert eine „kostenlose“ Bank die Überweisungen regelmäßig, um über die Zinsen zu verdienen (kommt mir manchmal so vor).

    Sypathisch ist mir der regionale Volks- und Raiffeisenbank-Gedanke auf jeden Fall. Und: Sie sind sicher, dass das Geld der Bank für Projekte in Ihrer Region angelegt wird. Ich helfe lieber dabei, die Infrastruktur in meiner Region zu stärken, als ein Bürogebäude in China (mit höherer Rendite) zu finanzieren.

  5. ... um ihre Zukunft zu finanzieren?
    Die typische Standardfamilie mit Häuschen im Grünen, Familienvan und Mama als Kindertaxi ist doch nicht wirklich zukunftsweisend.
    Sinnvoll wäre eher die Familie, die in einer kleinen, schönen Miewohnung lebt, mit grünem Innenhof, Spielplatz, Schule und Sportverein um die Ecke und die Eltern fahren mit dem Rad zur Arbeit. Schon Ressourcen und spart Lebenszeit, die sonst für die Fahrerei vergeudet wird.

    Da braucht man keinen Kredit. Am einfachsten ist es, überhaupt keinen Kredit zu brauchen und am glücklichsten leben die, die keine bzw geringe materielle Bedürfnisse haben.

    3 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    "Die typische Standardfamilie mit Häuschen im Grünen, Familienvan und Mama als Kindertaxi ist doch nicht wirklich zukunftsweisend."
    das sagt wer?

    will ich mein leben lang zur miete wohnen? nein
    will ich meine kinder in einem betonbunker gross ziehen (dort sind nun mal die meisten finanzierbaren wohnungen)? nein
    will ich meinen kindern kein erbe hinterlassen(ein haus ist ein sachwert)? nein
    auch bei einem haus im grünen gibts schulbusse, räder und notfalls auch fusswege. die von ihnen beschrieben zustände werden sie nur in gewissen gut betuchten vorstädten finden!
    nur einige argumente gegen ihren lebensstil, aufs finanzielle bezogen fällt einem dazu noch viel mehr ein…
    bitte hören sie auf ihr eigenens weltbild als zukunftsweisend zu bezeichnen – dem haftet der geschmack einer religion an: wir sind die einzige lösung

    • rws
    • 24.04.2012 um 12:05 Uhr

    Sie vergleichen Äpfel mit Birnen
    (Landleben im Eigenheim vs. Stadtleben in der Mietwohnung)

    Mir ist nicht ganz klar, weshalb Sie glauben, dass der Lebensentwurf (Stadtleben vs. Landleben) etwas mit Kreditbedarf (Eigentum vs Miete) zu tun hat? Das Häuschen auf dem Land kann man auch mieten, die Stadtwohnung kann man auch kaufen.

    • bugme
    • 24.04.2012 um 12:20 Uhr

    ... super Idee, sein Leben lang einem reichen Vermieter Geld in den Rachen zu werfen...

    "Die typische Standardfamilie mit Häuschen im Grünen, Familienvan und Mama als Kindertaxi ist doch nicht wirklich zukunftsweisend."
    das sagt wer?

    will ich mein leben lang zur miete wohnen? nein
    will ich meine kinder in einem betonbunker gross ziehen (dort sind nun mal die meisten finanzierbaren wohnungen)? nein
    will ich meinen kindern kein erbe hinterlassen(ein haus ist ein sachwert)? nein
    auch bei einem haus im grünen gibts schulbusse, räder und notfalls auch fusswege. die von ihnen beschrieben zustände werden sie nur in gewissen gut betuchten vorstädten finden!
    nur einige argumente gegen ihren lebensstil, aufs finanzielle bezogen fällt einem dazu noch viel mehr ein…
    bitte hören sie auf ihr eigenens weltbild als zukunftsweisend zu bezeichnen – dem haftet der geschmack einer religion an: wir sind die einzige lösung

    • rws
    • 24.04.2012 um 12:05 Uhr

    Sie vergleichen Äpfel mit Birnen
    (Landleben im Eigenheim vs. Stadtleben in der Mietwohnung)

    Mir ist nicht ganz klar, weshalb Sie glauben, dass der Lebensentwurf (Stadtleben vs. Landleben) etwas mit Kreditbedarf (Eigentum vs Miete) zu tun hat? Das Häuschen auf dem Land kann man auch mieten, die Stadtwohnung kann man auch kaufen.

    • bugme
    • 24.04.2012 um 12:20 Uhr

    ... super Idee, sein Leben lang einem reichen Vermieter Geld in den Rachen zu werfen...

  6. "Die typische Standardfamilie mit Häuschen im Grünen, Familienvan und Mama als Kindertaxi ist doch nicht wirklich zukunftsweisend."
    das sagt wer?

    will ich mein leben lang zur miete wohnen? nein
    will ich meine kinder in einem betonbunker gross ziehen (dort sind nun mal die meisten finanzierbaren wohnungen)? nein
    will ich meinen kindern kein erbe hinterlassen(ein haus ist ein sachwert)? nein
    auch bei einem haus im grünen gibts schulbusse, räder und notfalls auch fusswege. die von ihnen beschrieben zustände werden sie nur in gewissen gut betuchten vorstädten finden!
    nur einige argumente gegen ihren lebensstil, aufs finanzielle bezogen fällt einem dazu noch viel mehr ein…
    bitte hören sie auf ihr eigenens weltbild als zukunftsweisend zu bezeichnen – dem haftet der geschmack einer religion an: wir sind die einzige lösung

    2 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • brazzy
    • 24.04.2012 um 12:39 Uhr

    Wollen sie lieber ihr Leben lang Hypothekenzinsen zahlen? Auch keine sooo tolle Aussicht. Was am Ende finanziell besser ist hängt ganz davon ab, wie sich Miete und Zinsen über die Jahrzehnte hinweg entwickeln.

    Und das mit dem Erbe ist auch so eine Sache: sind die Kinder wirklich glücklich mit einem Haus, das ständig Unterhaltskosten verursacht und eventuell kaum was wert ist weil dort wo es steht in 50 Jahren niemand wohnen will oder aufgrund der demographischen Entwicklung ein Überangebot an Wohnraum herrscht?

    • brazzy
    • 24.04.2012 um 12:39 Uhr

    Wollen sie lieber ihr Leben lang Hypothekenzinsen zahlen? Auch keine sooo tolle Aussicht. Was am Ende finanziell besser ist hängt ganz davon ab, wie sich Miete und Zinsen über die Jahrzehnte hinweg entwickeln.

    Und das mit dem Erbe ist auch so eine Sache: sind die Kinder wirklich glücklich mit einem Haus, das ständig Unterhaltskosten verursacht und eventuell kaum was wert ist weil dort wo es steht in 50 Jahren niemand wohnen will oder aufgrund der demographischen Entwicklung ein Überangebot an Wohnraum herrscht?

  7. Das einzig hilfreiche ist der gesunde Menschenverstand, gepaart mit einem minimalen Know-how im Kontext mit den Mechanismen der Finanzmärkte. Es wäre falsch, die Banken zu dämonisieren. Es würde ja auch niemand auf den Gedanken kommen,den Menschen an sich in Bausch und Bogen zu verdammen, und damit auch sich selbst. Banken werden von Menschen geführt und auch von Menschen überwacht, oder sollten es zumindest. Genau hier liegt des Pudels Kern: Es menschelt hüben wie drüben. Es wäre zielführend, bereits den Kindern in der Grundschule die Funktionsweise der Geldmärkte, die Hebelwirkung auf die Schuldner durch die Zinsen, das Wesen des Geldes, usw., altersgerecht zu vermitteln. Schaffen das aber die heutigen Lehrkräfte, deren Weltbild nachhaltig von der 68iger-Bewegung geprägt worden ist?

    Eine Leserempfehlung
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    die den namen auch verdient hat an schulen. vielleicht möchten die ersteller der lehrpläne diese mündigkeit nicht. das ist natürlich wieder hart an der verschwörergrenze gedacht. aber selbst der ökonomiestoff an unis ist schon kritisiert worden da dort ein bestimmtes modell vermittelt wird wie ökonomie nur funktionieren kann.
    jesus hat schon vor 2000 jahren eine klare sprache gesprochen und die zinswucherer aus dem tempel geworfen.

    Mit dem Zinswucher haben Sie bestimmt partiell recht. Es ist aber nicht die ganze Wahrheit. Dividenden sind ja auch Erträge auf eingesetztem Kapital. Wer gibt Dritten schon Geld mit dem ausdrücklichen Verzicht auf einen Rückfluss von mehr Geld als dem eingesetzten? Ich persönlich kenne niemanden. Ich habe noch immer nicht ganz begriffen, wie das islamische Modell des zinslosen Geldverleihens funktioniert.Oder verzichten z.B. die arabischen Emire, die unter anderem Kapital in Daimler-Benz investiert haben, auf eine Dividende? Die Bigotterie im Zusammenhang mit dem Geld ist monströs.Für den Sex gilt übrigens das Gleiche. Auch da spielt die islamische Welt eine unrühmliche Rolle. Zum Thema "Ausbildung in Oekonomie für die Allgemeinheit": Da existieren mit Sicherheit ideologische Barrieren. Heute weht der Mief der 68iger-Bewegung durch die Talare. Das sind noch keine tausend Jahre, aber es reicht!

    die den namen auch verdient hat an schulen. vielleicht möchten die ersteller der lehrpläne diese mündigkeit nicht. das ist natürlich wieder hart an der verschwörergrenze gedacht. aber selbst der ökonomiestoff an unis ist schon kritisiert worden da dort ein bestimmtes modell vermittelt wird wie ökonomie nur funktionieren kann.
    jesus hat schon vor 2000 jahren eine klare sprache gesprochen und die zinswucherer aus dem tempel geworfen.

    Mit dem Zinswucher haben Sie bestimmt partiell recht. Es ist aber nicht die ganze Wahrheit. Dividenden sind ja auch Erträge auf eingesetztem Kapital. Wer gibt Dritten schon Geld mit dem ausdrücklichen Verzicht auf einen Rückfluss von mehr Geld als dem eingesetzten? Ich persönlich kenne niemanden. Ich habe noch immer nicht ganz begriffen, wie das islamische Modell des zinslosen Geldverleihens funktioniert.Oder verzichten z.B. die arabischen Emire, die unter anderem Kapital in Daimler-Benz investiert haben, auf eine Dividende? Die Bigotterie im Zusammenhang mit dem Geld ist monströs.Für den Sex gilt übrigens das Gleiche. Auch da spielt die islamische Welt eine unrühmliche Rolle. Zum Thema "Ausbildung in Oekonomie für die Allgemeinheit": Da existieren mit Sicherheit ideologische Barrieren. Heute weht der Mief der 68iger-Bewegung durch die Talare. Das sind noch keine tausend Jahre, aber es reicht!

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service