MilitärtechnikBedingt abwehrbereit?

Aufrüstung in Nordkorea und im Iran: Der Forscher Theodore Postol sagt, warum er die europäische Raketenabwehr für nicht funktionsfähig hält. von 

Nur ein Manöver: Zwei Männer beobachten den Start einer Shahab-§ Langstreckenrakete im Iran (Archivfoto).

Nur ein Manöver: Zwei Männer beobachten den Start einer Shahab-§ Langstreckenrakete im Iran (Archivfoto).  |  © AFP/Getty images

DIE ZEIT: Herr Postol, warum ist auf Ihrer Krawatte ein schwarzes Schaf abgebildet?

Theodore Postol: Das ist ein Witz. Ich bin in Sachen Raketenabwehr anderer Meinung als viele Kollegen. In der Vergangenheit wurde ich deshalb massiv unter Druck gesetzt – das ist meine Art und Weise, damit umzugehen.

Anzeige

ZEIT: Sie sagen schon seit zwanzig Jahren, ein Raketenschirm, wie er auch in Europa geplant wird, könne nicht funktionieren. Ein Bericht des amerikanischen Defense Science Board vom vergangenen Herbst äußert ähnliche Zweifel. Fühlen Sie sich bestätigt?

Postol: Ja, erstmals räumt das Verteidigungsministerium Unzulänglichkeiten des Systems ein: Es hat Probleme, den Sprengkopf von Ködern zu unterscheiden, die eine Rakete auswerfen kann. Außerdem zeigt der Bericht, dass die Radars des bestehenden Raketenschirms eine größere Reichweite brauchen, um eine Interkontinentalrakete verfolgen zu können.

Theodore Postol

Der Professor für Science, Technology and Global Security Working am Massachusetts Institute of Technology (MIT). Einst selbst für das Pentagon tätig, zweifelt er seit 20 Jahren an der Effektivität von Raketenschirmen. In den 1990er Jahren wies er nach, dass amerikanische Abfangsysteme im ersten Golfkrieg kaum eine der Scud-Raketen von Saddam Hussein abfingen – die Militärs hatten das Gegenteil verkündet.

In der US-Öffentlichkeit ist Postol eine umstrittene Figur – auch weil er sich seit Jahren mit der eigenen Hochschule bekriegt. Sie habe 1997 die Effizienz eines Raketensensors beschönigt, behauptet Postol. 2010 veröffentlichte er eine Analyse, wonach der europäische Raketenschirm nicht funktionieren würde. Auf der Frühjahrstagung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft präsentierte er einen Bericht des US-Militärs, der, wie er sagte, seine Haltung bestätige: Bekäme es die Raketenabwehr mit Täuschkörpern zu tun, hätte das »verheerende Konsequenzen« für die Trefferquote der Abfangraketen. Das amerikanische Verteidigungsministerium dementierte auf Nachfrage der ZEIT Postols Auslegung. Die Nato hat bis zum Redaktionsschluss nicht auf eine Anfrage reagiert.

Die Raketenabwehr

Wer im Mittleren Osten oder auf der koreanischen Halbinsel den Westen bedrohen will, braucht Raketen mit einer Reichweite von über dreitausend Kilometern. Solche Interkontinentalraketen fliegen einen Teil ihres Weges außerhalb der Atmosphäre. Seit Jahrzehnten bemühen sich die Vereinigten Staaten, ein Abfangsystem gegen sie zu entwickeln. Schon in den 1980er Jahren träumte Ronald Reagan vom Raketenschirm SDI, der gleichzeitig Hunderte Sprengköpfe aus der Sowjetunion abfangen sollte – rückblickend wird dieses Vorhaben als illusorische »Star Wars«-Fantasie belächelt.

Heutige Systeme sind weniger ambitioniert: Statt futuristischer Laser sollen Abfangraketen eine Handvoll heranfliegender Sprengköpfe anvisieren. George W. Bush ließ dazu Radarstationen und Raketenstartplätze in Alaska und Kalifornien bauen. Auch Europa sollte Teil des Schutzschirms sein, da man von dort aus iranische Raketen deutlich früher vom Himmel holen könnte. Ein Plan für Stellungen in Polen und Tschechien erzürnte jedoch Russland, weshalb Präsident Obama 2009 davon abrückte. Nun spannen Schlachtschiffe im Schwarzen Meer einen mobilen Raketenschirm auf.

Auch die neuen Pläne des Nato-Raketenschirms sehen europäische Basen vor: eine Radarstation in der Türkei, Abschussbasen in Polen und Rumänien. Die Bundeswehr will Patriot-Raketen stellen, die Luftwaffenbasis Ramstein wird die Kommandozentrale beherbergen. Von 2020 an, nach der Fertigstellung des Systems, sollen hier die Radardaten von Schiffen und Bodenstationen sowie die Infrarotbilder einer neuen Satellitenflotte zusammenlaufen.

ZEIT: Wie kamen Sie an den Bericht?

Postol: Das amerikanische Verteidigungsministerium hat ihn selbst veröffentlicht. Ich vermute, die Verantwortlichen haben sich nicht genau genug angeschaut, was tatsächlich darin steht. Der Begleitbrief des für die Offenlegung verantwortlichen Generals zeigt sehr deutlich, dass der Mann keinerlei Ahnung vom Inhalt hatte.

ZEIT: Sie haben im November eine kommentierte Version des Berichts ans Weiße Haus geschickt. Gab es eine Reaktion?

Postol: Bisher habe ich keine Antwort erhalten. Ich habe aber Kontakte ins Weiße Haus, die mir sagen, dass er dort eifrig herumgereicht wird.

ZEIT: Warum hält die US-Regierung Ihrer Einschätzung nach an dem Raketenschirm fest, obwohl er vielleicht gar nicht richtig funktioniert?

Postol: Es geht einzig und allein um Innenpolitik. Der Raketenschirm hat nichts mit echter Bedrohung oder Verteidigung zu tun. Das Thema wird von Politikern missbraucht, die damit Boden gewinnen wollen.

ZEIT: Wie soll das geplante System denn eine Langstreckenrakete vom Himmel schießen?

Postol: Überwachungssatelliten zeichnen die Zündung der Rakete auf. Ihr Antrieb brennt für fast zehn Minuten, hell wie eine gigantische Fackel. Sobald man weiß, wo sich das Licht hinbewegt, wird die Flugbahn per Radar verfolgt. Dann kann man eine Abfangrakete starten, die den Sprengkopf oberhalb der Atmosphäre abfängt und detonieren lässt.

ZEIT: Warum sind die Köder ein so großes Problem für die Abfangrakete?

Postol: Die Physik der Sensoren erlaubt es nicht, jenseits der Atmosphäre verschiedene Objekte zu unterscheiden. Der Sprengkopf, abgeworfene Trümmer der ausgebrannten Rakete und der Köder erscheinen auf einem Monitor als mehrere sehr ähnliche Punkte. Man kann sie einzig in ihrer Helligkeit unterscheiden.

ZEIT: Bestehende Abfangsysteme untersuchen Schwankungen in der Helligkeit der Objekte, um zu sehen, welches der Teile rotiert – das würde man nur vom Sprengkopf erwarten.

Postol: Das System kann aber im luftleeren Raum ausgehebelt werden. Es gab dazu Versuche mit Ballons. Klebt man auf diese einen hellen Streifen, flackert ihr Bild genauso wie das des rotierenden Sprengkopfs. Schon vor 15 Jahren hat ein Test gezeigt, dass man so das System verwirren kann.

ZEIT: Sie waren vor einigen Jahren auch im deutschen Außenministerium zu Gast und haben dort Ihre Zweifel am Raketenschirm vorgetragen.

Postol: Es wäre nicht angemessen, mich hier zu diesen Gesprächen zu äußern. Aber ich denke, ich kann behaupten, dass man sehr wohl verstanden hat, was ich sage. Die Vereinigten Staaten sind in der Nato jedoch derart dominant, dass nicht einmal ein Land wie Deutschland die amerikanische Leitlinie öffentlich hinterfragen darf. Davon abgesehen, tragen die Vereinigten Staaten ohnehin den Großteil der Kosten des Raketenschirms. Europa kann also mitspielen, auch wenn man nicht allzu begeistert von dem Vorhaben ist.

ZEIT: Nordkorea hat letzte Woche versucht, eine Rakete ins All zu schießen. Das Regime sprach von einem Satellitenstart, westliche Beobachter vermuteten einen versteckten Militärtest. Wie kann man aus der Ferne die Intention bestimmen, die hinter einem Raketenstart steht?

Postol: Im Fall von Nordkorea ist das einfach: Wenn sich das Licht der startenden Trägerrakete nach Süden oder Osten bewegt, trägt sie einen Satelliten. So verlaufen die Flugrouten in Richtung Äquator. Wenn die Rakete aber nach Norden fliegt – das ist die Startrichtung für Nordamerika –, kann man davon ausgehen, dass es sich höchstwahrscheinlich um einen Angriff handelt.

ZEIT: Und was ist mit dem Iran?

Postol: Jede Rakete, die von dort nach Norden fliegt, soll Europa oder Amerika angreifen.

ZEIT: Verfügt der Iran überhaupt über Raketen, die Berlin oder Washington erreichen können?

Postol: Das Land hat das technische Know-how dafür. Allerdings würde der Bau erhebliche Ressourcen verschlingen und vermutlich mehrere Jahre dauern. Abgesehen davon, bin ich mir auch nicht sicher, dass der Iran ein entsprechendes System entwickeln wird.

ZEIT: Warum?

Postol: Die Raketen wären extrem groß und 80 Tonnen schwer. Länder mit fortschrittlicherer Waffentechnologie können auch solche Raketen bewegen und verstecken – Russland etwa. Aber Iran wäre dazu nicht imstande. Wenn das Land solche Raketen im Norden des Landes aufstellt, würde der Westen es sehen und als Vorbereitung eines Angriffs betrachten. Das würde ein unmittelbares Eingreifen provozieren. Auch wenn manche Leute anderer Meinung sind: Ich sehe keine Hinweise darauf, dass der Iran irrational agiert und so etwas riskieren würde.

ZEIT: Wozu braucht man dann überhaupt eine Raketenabwehr, wie sie in Europa entstehen soll?

Postol: Sie würde den Iran dazu ermuntern, rational zu bleiben. Aber man muss das richtig angehen, ansonsten verursacht das System mehr Probleme, als es löst. Das ist mit dem europäischen Raketenschirm geschehen. Damit hat man die Russen provoziert und riskiert ein Ende der Waffenkontrollen.

ZEIT: Israel fürchtet sich vor allem vor Mittelstreckenraketen aus dem Iran. Gibt es wenigstens dagegen eine zuverlässige Abwehr?

Postol:Israel baut ein System, das sie abfangen soll. Aber der Iran hat ziemlich viele Mittelstreckenraketen. Die sind groß, aber nicht so groß, dass man sie nicht verstecken kann. Ich habe Zweifel, ob das System der Israelis die alle abfangen kann.

ZEIT: Müsste das nicht leichter sein als das Abschießen von Interkontinentalraketen im Weltall?

Postol: Nicht unbedingt. Mittelstreckenraketen benötigen weniger Treibstoff. 25 bis 50 Prozent ihres Gewichts können dazu genutzt werden, Köder und andere Störeinrichtungen zu transportieren. Bei Interkontinentalraketen dagegen stehen für Störsysteme gerade einmal fünf Prozent zur Verfügung.

ZEIT: Sehen Sie denn überhaupt eine Möglichkeit, ein funktionierendes Raketenabwehrsystem zu bauen?

Postol: Eine Möglichkeit wären Tarnkappen-Drohnen. Die würden nahe der Grenze Irans fliegen und könnten deutlich früher Abfangraketen abschießen als Systeme am Boden. Damit würde man Interkontinentalraketen noch während der Startphase erwischen – bevor sie Köder abwerfen können.

ZEIT: Sie schlagen also allen Ernstes vor, ein komplett neues System zu bauen, obwohl bereits Hunderte Millionen in das alte geflossen sind?

Postol: Ich versuche hier nichts zu verkaufen! Ich analysiere nur. Das ist eine Alternative, die vielleicht funktioniert – im Gegensatz zu dem jetzigen System, das nicht funktioniert. Auch mit den Drohnen gibt es Probleme, die man sich anschauen muss. Beispielsweise weiß man nicht, ob sie immer den Sprengkopf treffen oder nur die Raketenstufe. Vielleicht schafft man es damit auch nur, den Sprengkopf in eine andere Richtung zu schleudern. Dann schlägt er irgendwo anders ein.

Zur Startseite
 
Leserkommentare
  1. "Die Vereinigten Staaten sind in der Nato jedoch derart dominant, dass nicht einmal ein Land wie Deutschland die amerikanische Leitlinie öffentlich hinterfragen darf."

    "Auch wenn manche Leute anderer Meinung sind: Ich sehe keine Hinweise darauf, dass der Iran irrational agiert und so etwas riskieren würde."

    "Im Fall von Nordkorea ist das einfach: Wenn sich das Licht der startenden Trägerrakete nach Süden oder Osten bewegt, trägt sie einen Satelliten. So verlaufen die Flugrouten in Richtung Äquator. Wenn die Rakete aber nach Norden fliegt – das ist die Startrichtung für Nordamerika –, kann man davon ausgehen, dass es sich höchstwahrscheinlich um einen Angriff handelt."

    Wenn man die Dinge rational betrachtet, wird die künstliche Aufgeregtheit des Westens bei Nord Korea, oder dem Iran eben als solche entlarvt.

    Denn diese künstliche Aufgeregtheit dient nur dazu, die wahren Beweggründe zu verschleiern.

    11 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Das ganze Interview dreht sich darum, dass der Raketenabwehrschirm quasi nicht funktioniert aber Sie argumentieren im Fall Nordkorea damit, dass das alles kuenstliche Panikmache sei da ja je nach Startrichtung die Gesinnung der Rakete klar waere ?

    Ihre Begruendung ist hinfaellig, was nuetzt einem denn die Richtung wenn man die Rakete sowieso nicht abfangen kann ?
    Gerade mit diesem Hintergrund sind entsprechende Reaktionen auf Raketentests nachvollziehbar.

    Das hier kraeftig Wahlkampf betrieben wird, keine Frage. Ob so ein Rettungsschirm sinnvoll ist oder nicht, kann ich natuerlich nicht einschaetzen. Die neuesten Systeme in Israel sollen zum Teil sehr guten Quoten erreichen. Andere Quellen sprechen anders. (siehe Interview)

    Wie auch immer, umso weniger Staaten im Besitz der Atombombe sind umso besser und umso weniger Risiko fuer Eskalationen welcher Art auch immer, dann bringen auch Interkontinental Raketen nichts.

  2. Die Entscheidung der EU, den Schrim zu errichten ging völlig an den Bürgern vorbei. So stelle ich mir eine Europa-Politik nicht vor.

    USA versank in hohen Schulden durch seinen Raketenschirm. Der Nutzen ist seit 9/11 sehr fraglich.

    Letzlich sind es 100erte Milliarden, die in dem Projekt versickern würden. Milliarden, die m.E. selbst dann unnütz wären, wenn der Schild technisch funktionieren würde. Wir müssen für Frieden sorgen, nicht die Festungsmauer um uns herum erhöhen. Festungsmauern kann man unterhöhlen und machen uns außerdem unfrei.

    9 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    würde freilich kein einziger Cent unnütz versickern, sondern artig an den für ihn vorbestimmten Platz wandern. Durch Angst* angetriebener Transmissionsriemen der Geldumverteilung von unten nach oben, hier getauft: Raketenschirm. Schirme sind im allgemeinen als nützlich bekannt. Ob sie nun über dem Euro, den Griechen oder worüber weiss ich noch ausgespannt werden.

    *Siehe das diesen Artikel illustrierende Foto. (Dort hätte eines des Autors mit seinem Schlips besser gepasst.)

    Ich kann Ihre Argumentation im Hinblick auf die EU nicht nachvollziehen: abgesehen davon, dass es sich hier mit nichten um eine "Entscheidung der EU" handelt, sondern vielmehr eine Entscheidung innerhalb der NATO unter Fuehrung der USA mit Unterstuetzung v.a. osteuropaeischer NATO-Mitglieder, muessten Sie vielmehr andersrum argumentieren:
    Gerade weil doch selbst grosse EU-Laender wie Deutschland (und das ist dem Interview eindeutig zu entnehmen) alleine keinen nennenswerten Einfluss auf die Errichtung dieses Raketenschirms hatten und haben, waere eine Verlagerung eines solchen Themenbereichs auf EU-Ebene sinnvoll, damit in Zukunft hier eindeutiger und v.a. wirkungsvoller Stellung bezogen werden kann.

    Generell sollten Sie sich evtl. etwas dezidierter mit diesem Thema auseinandersetzen, um sich nicht mit Aeusserungen wie
    "USA versank in hohen Schulden durch seinen Raketenschirm. Der Nutzen ist seit 9/11 sehr fraglich."
    selber zu disqualifizieren.

    Bezueglich Ihres letzten Absatzes kann ich Ihnen nur zustimmen. Mit einer solchen Politik laesst sich in meinen Augen nicht viel gewinnen!

    • Gerd R
    • 20. April 2012 13:46 Uhr

    "Eine Möglichkeit wären Tarnkappen-Drohnen. Die würden nahe der Grenze Irans fliegen und könnten deutlich früher Abfangraketen abschießen als Systeme am Boden. Damit würde man Interkontinentalraketen noch während der Startphase erwischen – bevor sie Köder abwerfen können."

    und wer will innerhalb der kurzen Startphase die Entscheidung fällen, ob die Rakete abgeschossen wird oder nicht?

    2 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • trsnC
    • 20. April 2012 13:59 Uhr

    Keine Sorge, es wird genug Leute geben die bereit solche Entscheidungen zu treffen.

    Es gibt ja auch genug Leute, die bereits in Syrien einmarschiert wären oder den Iran angegriffen hätten wenn sie gekonnt hätten.

    Würde so viel Geld in Diplomatie gesteckt wie in völlig löchrige Raketenabfangschirme, dann bräuchte es diese wahrscheinlich nicht.

    • trsnC
    • 20. April 2012 13:59 Uhr

    Keine Sorge, es wird genug Leute geben die bereit solche Entscheidungen zu treffen.

    Es gibt ja auch genug Leute, die bereits in Syrien einmarschiert wären oder den Iran angegriffen hätten wenn sie gekonnt hätten.

    Würde so viel Geld in Diplomatie gesteckt wie in völlig löchrige Raketenabfangschirme, dann bräuchte es diese wahrscheinlich nicht.

    7 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Terminator"
  3. Eine Leserempfehlung
  4. Wie lange noch wird die eripäische Nato den amerikanischen Angebern hinterher trotteln.
    Ist unseren Ländern stumme Anpassung heiliger als ein ehrliches Wortß
    Was für einen Wert hat dan diese ganze transatlantische Freundschaft noch?
    In den angeblich freiesten Land der Welt wird die Demokratie abgebaut und ein Land nach dem anderen, was sich dem nicht beugen will, wird völkerrechtswidrig angegriffen und die eigenen Leute werden wie kriminelle gesehen:
    http://www.berlinerumscha...

    3 Leserempfehlungen
  5. Also dem Artikel entnehme ich, dass Interkontinentalraketen die Erdatmosphere verlassen. Wie habe ich mir sowas prinzipiell vorzustellen? Die Rakete startet in die Umlaufbahn, treibt dann mit ihrem Restimpuls da oben weiter, wird von der Gravitation wieder angezogen, tritt dann automatisiert wieder in die Atmosphere ein und schlägt dann dort auf, wo sie hin soll?

    Klingt beängstigend...

    Eine Leserempfehlung
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • trsnC
    • 20. April 2012 14:19 Uhr

    Ja, wie in der Raumfahrt, da trudeln sämtliche Raketen auch planlos durchs All.

    Weiterhin hätte es das Schlagwort "Interkontinentalrakete" bei google getan, um ihre Frage zu beantworten.

    Das Zauberwort lautet: mehrer Treibstufen.

    TADAAAAA

    Der Sprengkopf (oder die Sprengköpfe) trennt sich im Weltall von der Raketenstufe und wird ab nurnoch durch die den Restimpuls sowie die Gravitation ins Ziel gelenkt. Neuere Systeme haben auch im Sprengkopf noch einen kleinen Antrieb, damit man den Kurs noch korriegieren kann, auch um das Abfangen zu erschweren (Die Sprengköpfe werden allerdings sehr schnell durch die Erdanziehung). Die Rakete verglüht denke ich mal oder fällt irgendwo runter.

    Man ist auch dazu übergegangen, in eine Rakete gleich mehrere Sprengköpfe einzubauen, die dann über ein Gebiet von ein paar hundert Kilometer gestreut (mitunter auch gezielt) verteilt werden können, weil Raketenstarts so teuer sind.

    Sie vermischen die Geographie mit der Physik.
    Interkontinentalraketen schiessen von einem Kontinent zum anderen, eben Langstrecken-Raketen, fuer lange Strecken. Wenn man von Tanger nach Johannesburg schiessen wollte, muesste man auch eine solche Rakete benutzen, obwohl es der gleiche Kontinent ist.
    Meistens sind es ballistische Raketen, sie fliegen wie ein geschossener Fussball. Wenn der Schuetze richtig abschiesst, treffen sie ins Ziel. Die Atmosphaere wird mit der Hoehe immer duenner. Das ist ein kontinuierlicher Vorgang, kein abrupter. "Verlassen der Athmosphaere" ist ein sehr 'ungenauer' Begriff. Mit Umlaufbahn und Restimpuls hat das alles nichts zu tun.

    • trsnC
    • 20. April 2012 14:19 Uhr

    Ja, wie in der Raumfahrt, da trudeln sämtliche Raketen auch planlos durchs All.

    Weiterhin hätte es das Schlagwort "Interkontinentalrakete" bei google getan, um ihre Frage zu beantworten.

    Das Zauberwort lautet: mehrer Treibstufen.

    TADAAAAA

    Eine Leserempfehlung

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

  • Artikel Auf mehreren Seiten lesen
  • Schlagworte Aufrüstung | Rakete | Raketenabwehr | Waffen | Iran | Nordkorea
Service