Chinas "Großer Sprung"Maos blutige Ernte

Mit dem "Großen Sprung" wollte China von 1957 bis 1962 den Westen überholen – doch das Riesenreich versank in einem mörderischen Chaos

Mitarbeiter des Pekinger Shin Chiao Hotel bauen im Oktober 1958 einen rudimentären Stahlofen während der Zeit des "Großen Sprungs".

Mitarbeiter des Pekinger Shin Chiao Hotel bauen im Oktober 1958 einen rudimentären Stahlofen während der Zeit des "Großen Sprungs".

Acht Jahre war es her, dass Mao Zedong auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking die Volksrepublik ausgerufen hatte. Vom Herbst 1957 an wollte er nun das weitgehend noch bäuerliche Riesenreich mit aller Gewalt industrialisieren. China setzte an zum »Großen Sprung nach vorn«. Doch als das Unternehmen vor fünfzig Jahren zu Ende ging, war es auf die schrecklichste Weise gescheitert.

Nach neuen Archivrecherchen und Berechnungen – wie sie zum Beispiel der niederländisch-britische Historiker Frank Dikötter 2010 in seinem Buch Mao’s Great Famine (»Maos Große Hungersnot«) vorgelegt hat – kostete der Große Sprung mindestens 45 Millionen Menschen das Leben. Die meisten Opfer verhungerten. Hinzu kommen mindestens 2,5 Millionen Menschen, die direkt ermordet wurden. Auch die materiellen Schäden waren enorm: Bis zu 40 Prozent des gesamten chinesischen Wohnraums wurden vernichtet.

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Wie konnte es zu dieser Katastrophe kommen, die zu den ungeheuerlichsten Desastern und Verbrechen des 20. Jahrhunderts zählt?

Einer der Gründe war das aberwitzige Tempo, das Mao vorgab. Im November 1957 verkündete der Große Vorsitzende der Kommunistischen Partei, China werde binnen 15 Jahren Großbritannien überholen. Die Fristen wurden in den folgenden Monaten laufend verkürzt. Es ging nicht um eine planvolle Entwicklung, sondern um einen einzigen gewaltigen – und gewalttätigen – Schub.

Vom »Großen Sprung« sprach Mao erstmals mit Blick auf die pharaonischen Staudamm- und Bewässerungsprojekte, für die Millionen Bauern zwangsmobilisiert wurden. »Drei Jahre harte Arbeit und Entbehrungen, dann tausend Jahre Wohlstand«, tönte die Propaganda. Planung, Mobilisierung, Bau, alles sollte zugleich passieren. Kaum jemand wagte, Einspruch zu erheben. In den Monaten zuvor hatte Mao jeden, der sich skeptisch zeigte, aus der Parteiführung entfernt.

Paradeprojekt war ein riesiger Staudamm an den Gräbern der Ming-Dynastie bei Peking. Mao grub mit – für eine halbe Stunde. Es sollte dem Bau nicht zum Segen gereichen. Er misslang völlig. Der Boden war nicht fest genug, das Wasser versickerte immerzu. Nach Jahren vergeblicher Experimente wurde das Unternehmen schließlich aufgegeben. Ein ähnliches Schicksal erlitt das Vorhaben, den Tao He, einen Nebenfluss des Gelben Flusses, in der Provinz Gansu »auf die Berge zu heben«. Im Sommer 1961 wurde die Arbeit eingestellt. Bis zu 160.000 Menschen hatten zeitweise hier geschuftet, unter oft unmenschlichen Bedingungen. 2.400 Arbeiter starben infolge der Strapazen.

Das, was fertig wurde, hielt oft nicht sehr lange. Viele Dämme und Kanäle brachen oder verfielen unmittelbar nach ihrer Fertigstellung. Andere entwickelten sich zu wahren Zeitbomben. So zerbarsten noch 1975 zwei große Dämme in Henan; 230.000 Menschen ertranken. Und selbst da, wo die Bauten ihren Zweck erfüllten, scheinen sie kaum Nutzen gebracht zu haben. In Henan jedenfalls waren 1961 etwas weniger als eine Million Hektar bewässert, zu Beginn des Großen Sprungs 1957 waren es noch zwei Millionen gewesen. In Hunan stieg die bewässerte Fläche um gerade einmal ein Prozent.

Walter Ulbricht sagt Zuckerraffinerien und Glasfabriken zu

Kurz nach den Mobilisierungskampagnen für den Dammbau begannen Parteiaktivisten, die seinerzeit noch recht lockeren landwirtschaftlichen Genossenschaften auf den Dörfern zu gigantischen Volkskommunen zusammenzulegen, die bis zu 20.000 Menschen umfassten. Die Bauern wurden militärischer Disziplin unterworfen. Eingeteilt in Bataillone, in Kompanien und Züge, sollten sie »Schlachten schlagen«. Am Morgen marschierten sie in Formation, die Fahne voran, auf die Felder.

Um die Kampagne weiter zu militarisieren, ließ Mao im August 1958 die zu Taiwan gehörenden Inseln Quemoy und Matsu beschießen. »Eine angespannte Situation ist hilfreich, um die Menschen anzutreiben, insbesondere diejenigen, die rückständig sind«, erläuterte er. »Jedermann in unserem Lande ist ein Soldat.«

So schien es wohlbegründet, dass die Bauern an militärischen Übungen teilnehmen mussten; die meisten ließen es lustlos über sich ergehen. Aber einige Männer zeigten Engagement. Sie bildeten schließlich die Milizen, die zur Sturmtruppe des Großen Sprungs wurden.

Zugleich begann der Weg in die Große Hungersnot. In Erwartung der Kollektivierung hatten viele Bauern ihre Tiere geschlachtet. Chinas Viehbestände kollabierten. Deshalb ließen die Funktionäre beim Aufbau der Volkskommunen alle Herde und Kessel und sonstiges Kochgerät konfiszieren. Mahlzeiten gab es von nun an nur noch in der Kantine. Die lokalen Funktionäre erlangten so die Kontrolle über das Essen eines jeden Einzelnen.

Und der Druck ließ nicht nach: Überall tauchten Plakate und Spruchbänder mit hohen Produktionszielen auf. Kader, die astronomische Planzahlen meldeten, bekamen als Anerkennung symbolisch eine »Rote Fahne«. Als mäßig erfolgreich eingeschätzte Kollektive erhielten eine »Graue Fahne«. Die Zuteilung einer »Schwarzen Fahne« konnte gefährlich werden: Niedrige Zahlen galten als Mangel an revolutionärem Enthusiasmus. Entsprechend absurd wurden die Bilanzen aufgeblasen. So meldete die Volkskommune Chayashan in Henan im Februar 1958 ein Ziel von 4.200 Kilo Weizen pro Hektar. Gegen Ende des Jahres waren es völlig utopische 37,5 Tonnen.

Die Bauern wurden angewiesen, die revolutionär neue Methode des »dichten Bepflanzens« anzuwenden: Reis-Setzlinge sollten ganz eng gepackt in die Erde kommen, die Saat selbst war in bis zu zehnfacher Dichte auszubringen. Das Agrargenie Mao wies auch hier den Weg: »Saatpflanzen fühlen sich am wohlsten, wenn sie zusammen wachsen.«

Die Bauern versuchten noch, das Unglück abzuwenden. »Ihr steckt die Setzlinge zu dicht«, warnten sie die Kader, »die haben keinen Raum zum Atmen. Dann nehmt ihr zehn Tonnen Dünger pro Feld. So erstickt ihr alles!« Vergebliche Worte.

Die Revolution auf dem Lande sollte die Basis jeder weiteren Industrialisierung werden. In Erwartung gigantischer Erträge, schon die Rekordexporte vor Augen, bestellte die chinesische Führung immer mehr Werke und Maschinen im Ausland, hauptsächlich in der Sowjetunion und anderen Ostblockstaaten. DDR-Chef Walter Ulbricht sagte Zuckerraffinerien, Zement- und Glasfabriken zu, außerdem wollte er Kraftwerke liefern. Aber auch Großbritannien und die Bundesrepublik erhielten Aufträge. Im Gegenzug versprachen die Chinesen Getreide, Reis, Baumwolle, Speiseöl. Und tatsächlich hielt man in Peking Wort, selbst als man es gegenüber der Bevölkerung nicht mehr verantworten konnte – dies war eine Frage des Prestiges.

Für die avisierten hohen Ernten brauchte man Dünger. Im ganzen Land begann eine fieberhafte Suche: Tang, Asche, Abfall – alles sollte jetzt zu Dünger werden. Besonders begehrt waren alte Ställe, denn in ihren Lehmziegelwänden steckte Tierdung. Zunächst riss man nur verlassene Gebäude ab. Doch als die Kampagne in Schwung kam, wurden reihenweise benutzte Gebäude geräumt und niedergelegt, die Ziegel zermahlen und auf die Felder gestreut. In der Modellkommune Macheng ging die Vorsitzende des Frauenbundes mit gutem Beispiel voran, zog aus ihrem Haus aus und erlaubte den Abriss. Binnen zweier Tage waren 300 Häuser, 50 Rinderställe und Hunderte von Hühnerhäusern demoliert. Am Ende des Jahres waren im weiten Umkreis 50.000 Gebäude verschwunden

Zur selben Zeit verlangte der Aufbau der Volkskommunen nach Baustoffen. Man brauchte Ziegel für die neuen Zentralgebäude, für Lagerräume, für Kantinen, Schlafsäle und Krankenstationen. Im Kreis Dianjiang, Provinz Sichuan, fackelte ein Kollektiv Hunderte von Strohhütten ab. »Zerstöre Strohhütten an einem Abend, baue Wohnungen in drei Tagen, errichte den Kommunismus in hundert Tagen«, so lautete die Losung.

In den Städten begann man mit pompösen Bauprojekten. Der Tiananmen-Platz in Peking ist eines davon. 1959 wurde er auf eine Fläche von sechzig Fußballfeldern erweitert, 400.000 Menschen sollte er fassen können. Dafür räumte man rücksichtslos mittelalterliche Mauern, Bauten und Straßen ab. Überall im Land fielen Zehntausende Häuser, fielen Fabriken und Bürokomplexe der Spitzhacke zum Opfer. Ausländische Gesandte wunderten sich: Einige der Gebäude waren erst kurz zuvor errichtet worden!

Die meisten Renommierprojekte blieben Fragment. Oft stellte man die Arbeiten schon nach kurzer Zeit wieder ein, weil das Baumaterial ausgegangen war. Manchmal wurde auch abgerissen und der neue Platz, die neue Straße gar nicht erst begonnen. »Das generelle Bild«, kommentierte ein Diplomat, »ist Chaos.«

Der Kern der Industrialisierung sollte die Stahlproduktion werden. Sie lag Mao besonders am Herzen. Auch hier verfielen die Funktionäre auf verwegene Ideen. So sollte jede Volkskommune ihren eigenen Hochofen errichten. Die urtümlichen Konstruktionen waren bis zu vier Meter hoch und von größter Primitivität. Um sie zu füttern, zogen Aktivisten und Milizionäre von Haus zu Haus und griffen nach allem, was sich einschmelzen ließ. Wer versuchte, sich gegen die Beschlagnahme zu wehren, dem drohte der Kantinenausschluss. Als ein Kader selbst dagegen protestierte, dass aus einem Gebäude die Heizung herausgerissen wurde, erklärte man ihn zum »Rechtsabweichler«. Li Ying, ein hochrangiger Parteigenosse, berichtete später, allein in Henan seien 1958 mehr als 140.000 Tonnen landwirtschaftliche Geräte in die Öfen gewandert.

Das Ergebnis war kümmerlich. Etliche Eisenbarren aus den Kommune-Hochöfen erwiesen sich als viel zu klein und brüchig, um gewalzt zu werden. In vielen Provinzen, so gesteht ein Bericht des Ministeriums für Metallurgie, war nicht einmal ein Drittel des Eisens zu gebrauchen.

Die Baustellen auf dem Land und in der Stadt, Staudämme wie Hochöfen – sie alle benötigten noch ein Weiteres: viel Holz. Überall fällte man planlos Bäume, ganze Wälder verschwanden in kürzester Zeit. Als in den vielerorts erbarmungslos kalten Wintern das Heizmaterial knapp wurde, gingen die Bauern auf die eigenen Pflanzungen los. In einer Plantage bei Peking fielen 50.000 Apfel-, Aprikosen- und Walnussbäume.

Die Hungersnot kündigte sich früh an. Bereits im März 1958 hatten sich die Delegierten einer Parteikonferenz besorgt gezeigt. In manchen Gegenden war das Essen knapp geworden, zu viele Bauern arbeiteten an den Dämmen statt auf den Feldern. Doch Finanzminister Li Xiannian wischte die Warnungen beiseite.

Im April erfasste der Große Hunger das ganze Land. In Guangdong litten eine Million Menschen. Eltern verkauften ihre Kinder. In Hebei streiften Zehntausende übers Land auf der Suche nach Essbarem. Während des Sommers klang die Not nicht ab, im Gegenteil: Sie wurde schlimmer, und im Herbst und Winter fast überall infernalisch. Als Ministerpräsident Zhou Enlai im Dezember 1958 durch Hebei fuhr, informierte ihn Provinzchef Zhang Guozhong, dass die Musterkommune Xushui nur 3570 Kilo Getreide pro Hektar geerntet hatte: ein Viertel der im Sommer in Aussicht gestellten Menge. Xushui hungerte. Zhou Enlai sagte Hilfe zu. In vielen Fällen allerdings meldeten die örtlichen Kader die mageren Ernten gar nicht erst nach oben, da sie ihre »Rote Fahne« nicht verlieren wollten. Guten Gewissens hielten daher viele Funktionäre des staatlichen Aufkauf-Monopols an den hohen Zwangsablieferungen fest.

Die Schwierigkeiten wuchsen. Noch immer wollte die Nomenklatura nichts sehen. »Die sogenannten Getreide-Engpässe auf dem Lande haben nichts mit einem Mangel an Getreide zu tun, noch liegen sie an exzessiven staatlichen Eintreibungen«, befand Zeng Xisheng, der Parteichef in Anhui. »Es ist ein ideologisches Problem, vor allem bei den örtlichen Kadern.« Also wurde die Miliz in die Dörfer und Kommunen geschickt, um die festgelegten Mengen einzutreiben. Sie nahm, was da war. Maos Paladin Deng Xiaoping hatte ihr eingeschärft, so hart vorzugehen, »als ob wir uns im Krieg befänden«.

Der Kurs in die Katastrophe war vorgezeichnet. Und doch: Noch im Sommer 1959 schien eine Korrektur für einen kurzen Moment möglich. Mao rief die Parteiführung zu einer mehrwöchigen Tagung in den Kurort Lushan. Marschall Peng Dehui hatte zwischenzeitlich seine Heimat Xiangtan in Hunan besucht und wusste, was sich auf dem Lande abspielte. Er war ein ungewöhnlich mutiger Mann, er kritisierte Mao offen und fand durchaus Unterstützung. Doch am 2. August holte der Despot zum Gegenschlag aus: »Das einzige Problem, das wir heute haben, ist, dass rechtsgerichtete Opportunisten eine wilde Attacke auf die Partei, das Volk und das große und dynamische sozialistische Vorhaben reiten.« Er stellte die Versammlung vor die Wahl: Peng oder er.

Maos Leute blieben ihm treu. Zhou Enlai vermied es stets, sich offen gegen ihn zu stellen. Deng verhielt sich ähnlich. Marschall Lin Biao bekannte zwar in seinem Tagebuch, der Große Sprung basiere auf purer »Fantasie« und produziere nichts als »Chaos«. Aber auch er wagte sich nicht aus der Deckung. Außerdem machte er sich – zu Recht – Hoffnungen, Peng als Verteidigungsminister beerben zu können. So lobpriesen sie in Lushan, einer nach dem anderen, ihren Herrn und verdammten die »rechten Opportunisten«, die in der Schlusserklärung denn auch als Verschwörer gegen Partei, Staat und Volk »entlarvt« wurden.

Noch zwischen den Sterbenden wütet die Miliz

Hätte Peng sich durchgesetzt und wäre der Große Sprung abgebrochen worden, so wäre es möglicherweise bei einer Hungersnot geblieben, wie China sie bereits 1920/21 oder von 1928 bis 1930 erleben musste, mit zwei bis drei Millionen Toten. So aber hielt die Partei unter dem Großen Steuermann für zwei weitere Jahre an ihrem Kurs fest – und führte China noch tiefer in die größte Hungerkatastrophe der Weltgeschichte.

Marschall Peng, der von Mao zunächst verschont und erst später, während der Kulturrevolution, zu Tode gedemütigt und gefoltert wurde, war nicht der Einzige, der Widerstand leistete. Auch die Opfer wehrten sich. Bauern überfielen staatliche Kornlager und Züge. Im Januar 1961 wurde allein aus Gansu von 500 Fällen berichtet, insgesamt »verschwanden« 500 Tonnen Getreide und 2.300 Tonnen Kohle. Auch gab es Mordanschläge auf lokale Parteigrößen.

Aber das geschah eher selten. Hungernde Menschen werden eher apathisch als rebellisch. Überall schwand die Arbeitskraft und -disziplin, auf dem Land ebenso wie in den Städten. Die Partei setzte ihre Milizen ein. Die Kader selbst mussten sich als Antreiber bewähren. Ou Desheng, Parteisekretär einer Kommune in Hunan, schärfte Kandidaten ein: »Wenn du Parteimitglied werden willst, musst du prügeln können.« 1960 kamen in einer einzigen Region Henans über eine Million Menschen um. Die meisten waren Opfer des Hungers, der Unterernährung und daraus resultierender Krankheiten, etwa 67.000 wurden von der Miliz umgebracht.

Als Ende Oktober 1960 eine Untersuchungskommission in die Region geschickt wurde, trafen die Inspekteure auf ausgemergelte Menschen, die bei eisiger Kälte in den Trümmern ihrer Häuser kauerten. Alles Brennbare, selbst Türen und Fensterrahmen, war verfeuert worden. In einem Dorf fanden sie nur noch zwei Kinder – Gliedmaßen wie Trommelstöcke –, die neben ihrer verwesenden Großmutter lagen: die einzigen Überlebenden. Überall stießen sie auf Massengräber. In einem waren, wie die Inspekteure erfuhren, zehn Kinder verscharrt worden, die noch geatmet hatten.

Nicht einmal die Natur zeigte sich gnädig. Im Sommer 1959 gingen schwere Regenfälle nördlich Pekings nieder und zerstörten Felder und Dörfer. Ähnliches geschah in Guangdong, während Hubei von der schlimmsten Dürre seit Jahrzehnten heimgesucht wurde. 1961 kam es erneut zu großflächigen Überschwemmungen. Die Politik des Großen Sprungs verstärkte die Folgen. Die vielen Dammbauten hatten die natürlichen Entwässerungssysteme zerstört, Kanäle und Schleusen verstopften und liefen voll. Zudem konnte der Boden in etlichen Gegenden nach dem massiven Kahlschlag kein Wasser mehr speichern.

1961 erreichte die Katastrophe ihren Höhepunkt. Millionen siechten dahin. Im April besuchte Staatspräsident Liu Shaoqi seine Heimatprovinz Hunan und war schockiert. Auf einer Parteikonferenz im Mai gab er den Bauern recht, die sagten, nur 30 Prozent der Probleme seien den Kräften der Natur geschuldet, »70 Prozent sind Menschenwerk«. Und er gestand ein: »Das Zentrum ist der Hauptschuldige, wir Führer sind verantwortlich.« Mao erwähnte er nicht.

Zhou Enlai half Mao, das Gesicht zu wahren, und übernahm die Verantwortung für alle Fehler. Li Fuchan, der Vorsitzende der Planungskommission, begann umzusteuern. Statt Reis zu exportieren, importierte man ihn jetzt. Auf zahlreichen Parteikonferenzen 1961 und 1962 wurden die Vorgaben des Großen Sprungs zurückgenommen. Die Bauern konnten wieder eigene Parzellen bearbeiten, lokale Märkte wurden erlaubt, Protzprojekte eingestellt.

Und Mao? Mao war schlechter Laune und spielte den Beleidigten. Er unternahm allerdings nichts. Jedenfalls vorläufig nicht. Doch nur vier Jahre später, 1966, entfesselte er die nächste Kampagne: die Kulturrevolution, eine weitere, letzte Orgie der Zerstörung.

 
Leserkommentare
  1. Ich kann nicht verstehen, wie nach solchen Erfahrungen es z.B. an der Spitze der Linkspartei immer noch Leute gibt, die neue Wege zum Kommunismus suchen. Wenn eine Theorie in der Praxis nicht funktioniert, statt zu paradisischen Zuständen, immer nur zu Unfreiheit und Tod führt, dann ist die Theorie falsch.

    21 Leserempfehlungen
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    • Suryo
    • 24.04.2012 um 11:34 Uhr

    Oh je, fangen Sie bloß nicht an. Ich hab's neulich versucht....Sie werden nun nur zu hören bekommen, daß es noch nie realen Sozialismus und Kommunismus gab und daß das alles also auch nichts damit zu tun hat. Einwände, daß alle Greuel Stalins, Maos oder Pol Pots aber doch nun mal im Namen dieser Ideologien erfolgten, werden ignoriert, und die -ernstgemeinte- Frage, wie oft der Versuch denn noch scheitern dürfte, damit auch ein Kommunist davon überzeugt würde, daß das alles tatsächlich nicht so richtig funktioniert, wird meistens mit irgendetwas wie "Kapitalismus ist doch viel schlimmer, denken Sie nur an Hartz IV" oder so beantwortet...

    • _bla_
    • 24.04.2012 um 11:53 Uhr

    Viele werden jetzt sicher einwenden, dass man Fehler wie das "dichte Bepflanzen" ja nicht wiederholen will, übersehen dabei aber das eigentliche Entscheidende:

    Menschen machen Fehler. Das Problem des Kommunismus liegt nicht darin, Fehler zu machen, sondern keinen effektiven Weg zur Fehlerkorrektur aufzuweisen. Dazu kommt die extrem fehleranfällige Revolutionsidee. Man misstraut Veränderungen in kleinen Schritten und will stattdessen den großen Gesellschaftsumbau. Dabei sind Gesellschaften so komplex, dass sich schon die Folgen kleiner Änderungen nicht zuverlässig voraussagen lassen. Die Folgen großer Umbaumaßnahmen vorauszusagen ist da völlig unmöglich.

    ...war das Problem, sondern die Diktatur, noch zudem die von einem skrupellosen Dummkopf.

    Stehen wir doch selber gerade vor einem gescheiterten *Elite*-Projekt namens Euro. Und na ja, die historischen Projekte ala "Raum im Osten", die uns ein nicht kommunistisch veranlagter Diktator gebracht haben, haben Opfer im ähnlichen Umfang nach sich gezogen.

    Kommunismus kann nicht funktionieren, davon bin ich überzeugt, weil er sich demokratisch nicht durchsetzen lässt und daher immer diktatorischen Charakter hat, was nie lange gut geht.

    Aber ein Ausarten wie unter Stalin, Mao und PolPot ist deshalb trotzdem nicht zwingend. Und die Linkspartei strebt meines Wissens "demokratischen Sozialismus" an, der vollkommen anders definiert wird. Auch wenn ich die Wortwahl ungünstig finde.

    ... Unterdrückung und Ausbeutung in kapitalitischen Ländern alle aufgrund anderer Umstände draufgehen, die nie nicht das geringste mit dem herrschenden Gesellschaftssystem zu tun haben.

    Ganz im Gegensatz zu den sozialistischen Herrschaftsexperimenten in totalitärer Ausführung, in denen nur die kommunistische Ur-Idee, einer Gleichheit der Individuen und einer Abkehr vom unbegrenzten Privateigentum, für alle Todesfälle, Tragödien und Katastrophen allein verantwortlich ist...

    Ich kann nicht verstehen, wie man jedesmal wenn das Wort Kommunismus fällt, irgentwelche kruden Vergleiche mit den Linken rauskramen kann. Den demokratischen Sozialismus den die Linke fordert kann man nichtmal ansatzweise mit dem Kommunismus unter Mao vergleichen.

    Vorallem deshalb, weil diese Art Kommunismus geprägt war von völlig überdimensionierten Prestigeprojekten. Gerade die Linke ist es aber, die Prestigeprojekte ablehnt und fordert Geld für das Nötige auszugeben.

    Dieser Vergleich ist stupides Schubladendenken. Er zeugt vom Mangel an diffenziertem Denken und ist stark ideologisch geprägt.

    • L.Tr.
    • 24.04.2012 um 16:15 Uhr

    durchaus viele Linke (man sollte die Partei "Die Linke" nicht mit der Gesamtheit verwechseln), die sich mit dem eigenen Erbe kritisch auseinandersetzen und auch die Verantwortung anerkennen. Das ist aber kein Grund, die Idee an sich aufzugeben. Die Fehler muss man anerkennen in ihrer Monstrositaet und auch den nicht den Fehler machen sowas dann eben auf Stalin, Mao oder wen auch immer zu reduzieren. Trotzdem bleibe ich Sozialist. Ueberhaupt koennen Liberale der Linken gegenueber nur so ueberheblich auftreten weil sie offensichtlich die Geschichte ihrer eigenen Ideologie nicht kennen, ignorieren oder, was am schlimmsten waere, bewusst verheimlichen. In beiden Faellen gilt: Historische Wahrheitsfindung MUSS vor ideologischer Zugehoerigkeit stehen. Wer sich mal mit der Geschichte von Indien unter England und Aehnlichem auseinandersetzt fuer den sind die kommunistischen Verbrechen dann vielleicht nicht mehr so einzigartig. Aber auch Liberale trennen gerne mal Ideologie und Ausfuehrung, da stehen Sozialisten nicht alleine da. Im Endeffekt bin ich der Meinung, dass man mal mit diesem Ideologienstreit aufhoeren und nach einer moeglichst menschlichen Loesung fuer die Probleme der Welt suchen sollte.

    Der geplante große Sprung, der heißt in Deutschland "Transformation" und der wird von staatlichen Würdenträgern der Klimakirche konzipert. Für den "Klima-Endsieg" werden noch viele Menschen hier ihr Leben lassen.

    • th
    • 24.04.2012 um 18:44 Uhr

    "Dieses System hätte man erst einmal im Tierversuch ausprobieren müssen!"

    • Varech
    • 25.04.2012 um 5:03 Uhr

    Auch andere Sekten-Regime führten "richtig" in die Katastrophe.

    • Suryo
    • 24.04.2012 um 11:34 Uhr

    Oh je, fangen Sie bloß nicht an. Ich hab's neulich versucht....Sie werden nun nur zu hören bekommen, daß es noch nie realen Sozialismus und Kommunismus gab und daß das alles also auch nichts damit zu tun hat. Einwände, daß alle Greuel Stalins, Maos oder Pol Pots aber doch nun mal im Namen dieser Ideologien erfolgten, werden ignoriert, und die -ernstgemeinte- Frage, wie oft der Versuch denn noch scheitern dürfte, damit auch ein Kommunist davon überzeugt würde, daß das alles tatsächlich nicht so richtig funktioniert, wird meistens mit irgendetwas wie "Kapitalismus ist doch viel schlimmer, denken Sie nur an Hartz IV" oder so beantwortet...

    • _bla_
    • 24.04.2012 um 11:53 Uhr

    Viele werden jetzt sicher einwenden, dass man Fehler wie das "dichte Bepflanzen" ja nicht wiederholen will, übersehen dabei aber das eigentliche Entscheidende:

    Menschen machen Fehler. Das Problem des Kommunismus liegt nicht darin, Fehler zu machen, sondern keinen effektiven Weg zur Fehlerkorrektur aufzuweisen. Dazu kommt die extrem fehleranfällige Revolutionsidee. Man misstraut Veränderungen in kleinen Schritten und will stattdessen den großen Gesellschaftsumbau. Dabei sind Gesellschaften so komplex, dass sich schon die Folgen kleiner Änderungen nicht zuverlässig voraussagen lassen. Die Folgen großer Umbaumaßnahmen vorauszusagen ist da völlig unmöglich.

    ...war das Problem, sondern die Diktatur, noch zudem die von einem skrupellosen Dummkopf.

    Stehen wir doch selber gerade vor einem gescheiterten *Elite*-Projekt namens Euro. Und na ja, die historischen Projekte ala "Raum im Osten", die uns ein nicht kommunistisch veranlagter Diktator gebracht haben, haben Opfer im ähnlichen Umfang nach sich gezogen.

    Kommunismus kann nicht funktionieren, davon bin ich überzeugt, weil er sich demokratisch nicht durchsetzen lässt und daher immer diktatorischen Charakter hat, was nie lange gut geht.

    Aber ein Ausarten wie unter Stalin, Mao und PolPot ist deshalb trotzdem nicht zwingend. Und die Linkspartei strebt meines Wissens "demokratischen Sozialismus" an, der vollkommen anders definiert wird. Auch wenn ich die Wortwahl ungünstig finde.

    ... Unterdrückung und Ausbeutung in kapitalitischen Ländern alle aufgrund anderer Umstände draufgehen, die nie nicht das geringste mit dem herrschenden Gesellschaftssystem zu tun haben.

    Ganz im Gegensatz zu den sozialistischen Herrschaftsexperimenten in totalitärer Ausführung, in denen nur die kommunistische Ur-Idee, einer Gleichheit der Individuen und einer Abkehr vom unbegrenzten Privateigentum, für alle Todesfälle, Tragödien und Katastrophen allein verantwortlich ist...

    Ich kann nicht verstehen, wie man jedesmal wenn das Wort Kommunismus fällt, irgentwelche kruden Vergleiche mit den Linken rauskramen kann. Den demokratischen Sozialismus den die Linke fordert kann man nichtmal ansatzweise mit dem Kommunismus unter Mao vergleichen.

    Vorallem deshalb, weil diese Art Kommunismus geprägt war von völlig überdimensionierten Prestigeprojekten. Gerade die Linke ist es aber, die Prestigeprojekte ablehnt und fordert Geld für das Nötige auszugeben.

    Dieser Vergleich ist stupides Schubladendenken. Er zeugt vom Mangel an diffenziertem Denken und ist stark ideologisch geprägt.

    • L.Tr.
    • 24.04.2012 um 16:15 Uhr

    durchaus viele Linke (man sollte die Partei "Die Linke" nicht mit der Gesamtheit verwechseln), die sich mit dem eigenen Erbe kritisch auseinandersetzen und auch die Verantwortung anerkennen. Das ist aber kein Grund, die Idee an sich aufzugeben. Die Fehler muss man anerkennen in ihrer Monstrositaet und auch den nicht den Fehler machen sowas dann eben auf Stalin, Mao oder wen auch immer zu reduzieren. Trotzdem bleibe ich Sozialist. Ueberhaupt koennen Liberale der Linken gegenueber nur so ueberheblich auftreten weil sie offensichtlich die Geschichte ihrer eigenen Ideologie nicht kennen, ignorieren oder, was am schlimmsten waere, bewusst verheimlichen. In beiden Faellen gilt: Historische Wahrheitsfindung MUSS vor ideologischer Zugehoerigkeit stehen. Wer sich mal mit der Geschichte von Indien unter England und Aehnlichem auseinandersetzt fuer den sind die kommunistischen Verbrechen dann vielleicht nicht mehr so einzigartig. Aber auch Liberale trennen gerne mal Ideologie und Ausfuehrung, da stehen Sozialisten nicht alleine da. Im Endeffekt bin ich der Meinung, dass man mal mit diesem Ideologienstreit aufhoeren und nach einer moeglichst menschlichen Loesung fuer die Probleme der Welt suchen sollte.

    Der geplante große Sprung, der heißt in Deutschland "Transformation" und der wird von staatlichen Würdenträgern der Klimakirche konzipert. Für den "Klima-Endsieg" werden noch viele Menschen hier ihr Leben lassen.

    • th
    • 24.04.2012 um 18:44 Uhr

    "Dieses System hätte man erst einmal im Tierversuch ausprobieren müssen!"

    • Varech
    • 25.04.2012 um 5:03 Uhr

    Auch andere Sekten-Regime führten "richtig" in die Katastrophe.

  2. .. der Große Sprung kostete mindestens 45 Millionen Menschen das Leben
    mindestens 2,5 Millionen Menschen sind direkt ermordet wurden ...
    40 Prozent des gesamten chinesischen Wohnraums wurden vernichtet ...
    1962 wurden die Vorgaben des Großen Sprungs zurückgenommen
    Doch nur vier Jahre später, 1966, entfesselte er (Mao) die nächste Kampagne: die Kulturrevolution, eine weitere, letzte Orgie der Zerstörung ..

    Trotz diesen Massenmordes wird es Leute geben, die den Sozialismus weiterhin die Treue halten, Idee und Ausführung fein säuberlich zu trennen versuchen.

    13 Leserempfehlungen
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    ...ist viel zu vage definiert, noch weniger klar als Kommunismus, siehe auch:
    http://de.wikipedia.org/w...

    Zitat:
    "Der Begriff war nie eindeutig definiert und umfasst die breite Palette von Anarchismus über Parlamentarismus und Demokratie akzeptierenden sozialdemokratischen, nur reformerischen Bewegungen bis zu revolutionär entstandenen, kommunistischen, autoritären oder totalitären Systemen (siehe dazu auch: Realsozialismus) in vielen Varianten."

    Das hat er übrigens gleich mit "Kapitalismus", man sollte also besser nochmal nachfragen, wenn jemand solche Begriffe benutzt.

    ...ist viel zu vage definiert, noch weniger klar als Kommunismus, siehe auch:
    http://de.wikipedia.org/w...

    Zitat:
    "Der Begriff war nie eindeutig definiert und umfasst die breite Palette von Anarchismus über Parlamentarismus und Demokratie akzeptierenden sozialdemokratischen, nur reformerischen Bewegungen bis zu revolutionär entstandenen, kommunistischen, autoritären oder totalitären Systemen (siehe dazu auch: Realsozialismus) in vielen Varianten."

    Das hat er übrigens gleich mit "Kapitalismus", man sollte also besser nochmal nachfragen, wenn jemand solche Begriffe benutzt.

    • Suryo
    • 24.04.2012 um 11:34 Uhr

    Oh je, fangen Sie bloß nicht an. Ich hab's neulich versucht....Sie werden nun nur zu hören bekommen, daß es noch nie realen Sozialismus und Kommunismus gab und daß das alles also auch nichts damit zu tun hat. Einwände, daß alle Greuel Stalins, Maos oder Pol Pots aber doch nun mal im Namen dieser Ideologien erfolgten, werden ignoriert, und die -ernstgemeinte- Frage, wie oft der Versuch denn noch scheitern dürfte, damit auch ein Kommunist davon überzeugt würde, daß das alles tatsächlich nicht so richtig funktioniert, wird meistens mit irgendetwas wie "Kapitalismus ist doch viel schlimmer, denken Sie nur an Hartz IV" oder so beantwortet...

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    • vadeho
    • 25.04.2012 um 12:45 Uhr

    Ich möchte klar sagen: Mao, Stalin, Pol Pot und Hitler u.a. Diktatoren waren auf die ein oder andere Art und Weise krank oder soziopathisch. Manche von Ihnen hatten Wahnvorstellungen. Gepaart mit hoher Intelligenz und einem Charisma sowie kulturellen und menschlichen ressouren, um sich an die Macht zu bringen und dort zu halten. Daran herrscht kein Zweifel. Es ist in den großen Biografien verfasst. Diese Menschen und Ihre Gefolgschaft haben Ihr eigenen Wünsche und Ansichten vom „guten Leben“ ausgelebt mit allen bekannten schrecklichen Konsequenzen. Diese Menschen haben eine schwere Last zu tragen, aber nicht ein System, welches durch Sie persönlich, ganz persönlich und ihre Schergen pervertiert wurde. Welches Ihnen nur als Rechtfertigung, als ideeller Rückhalt und nicht zuletzt auch als diskursives Kapital diente.

    Das nächste Thema liegt mir besonders am Herzen, weil die wenigsten Menschen wirklich in der Lage zu sein scheinen, etwas zu differenzieren.

    Nun zur Gleichsetzung von Rasse und Klasse: Ich rufe nicht zur Gewalt auf und rechtfertige nichts damit, aber diesen Unterschied kann man leicht erkennen. Eine „Rasse“ hat man qua Geburt, man kann nichts daran ändern, genau wie man den einen Vater hat. Und man hat keinerlei Verantwortung und Einfluss darauf, der Rassenhass ist also maximal ungerechtfertigt.

    • vadeho
    • 25.04.2012 um 12:47 Uhr

    Beim „Klassenhass“ verhält es sich anders: Hier geht es um Produktionsmittel und Ressourcen, und die sind unabhängig von einer Person etwas Äußerliches. Die Person kann Sie ablegen, verbrennen, verschenken oder nie erwerben. Und selbst wenn Sie diese Mittel erwirbt, bleibt Ihr überlassen, wie sie zum Einsatz kommen. Insofern ist der Besitzer der Güter dafür verantwortlich, was mit diesen passiert, durch ihn direkt oder mit seinem Auftrag bzw. auch in stillschweigender Duldung. Akkumuliert Einer Eigentum und schadet direkt and3ren, macht er Sie unmündig oder erpresst er Sie, macht er Sie durch seine Arbeit abhängig und krank, ist er schuldig. Setzt er Leute auf die Straße, ist er verantwortlich. Liefert er Waffen oder unterstützt Kriegsparteien, ist er verantwortlich. Lebt er iN Saus und Braus, und um ihn herum hungern die einfachen Leute, weil er das Getreide überteuert anbietet, künstlich zurückhält oder des Gewinnes wegen ins Ausland exportiert, ist er verantwortlich. Und all das sind Taten, die Ungleichheit an Einfluss und Lebenschancen nach sich ziehen. Die Menschen, und zwar viele Menschen, ohnmächtig machen können und dies häufig taten. Und eine Lösung ist möglich: Eine andere Verteilung der Ressourcen und Güter.

    • vadeho
    • 25.04.2012 um 12:47 Uhr

    Und genau das ist der Unterschied, weswegen ein Klassenkampf etwa sehr natürliches und nachvollziehbares ist, wenn Ungerechtigkeiten zu groß sind. Es geht um berechtigte Ansprüche von Menschen. Und wo das so ist, haben die Herrschenden eine soziale Verantwortung, die aus einer ethischen Verantwortung erwächst. Kommen Sie dieser nicht nach, gibt es Blut. Und ist dies systematisch angelegt und mit philosophischer Begründung unterlegt, sprechen diejenigen, die auf der Seite der herrschenden Klasse (übrigens hier mal Mill lesen, der nun wahrlich kein Sozialist ist), die ohnehin über das mehr an kulturellem und sozialem Kapital verfügt, von einer Ideologie. Und verschleiern damit ihre eigene Verantwortung. Wer von Universalismus redet, muss Ihn auch praktizieren. Das tun die Eliten im Kapitalismus nicht. So viel in aller Kürze.

    • vadeho
    • 25.04.2012 um 12:45 Uhr

    Ich möchte klar sagen: Mao, Stalin, Pol Pot und Hitler u.a. Diktatoren waren auf die ein oder andere Art und Weise krank oder soziopathisch. Manche von Ihnen hatten Wahnvorstellungen. Gepaart mit hoher Intelligenz und einem Charisma sowie kulturellen und menschlichen ressouren, um sich an die Macht zu bringen und dort zu halten. Daran herrscht kein Zweifel. Es ist in den großen Biografien verfasst. Diese Menschen und Ihre Gefolgschaft haben Ihr eigenen Wünsche und Ansichten vom „guten Leben“ ausgelebt mit allen bekannten schrecklichen Konsequenzen. Diese Menschen haben eine schwere Last zu tragen, aber nicht ein System, welches durch Sie persönlich, ganz persönlich und ihre Schergen pervertiert wurde. Welches Ihnen nur als Rechtfertigung, als ideeller Rückhalt und nicht zuletzt auch als diskursives Kapital diente.

    Das nächste Thema liegt mir besonders am Herzen, weil die wenigsten Menschen wirklich in der Lage zu sein scheinen, etwas zu differenzieren.

    Nun zur Gleichsetzung von Rasse und Klasse: Ich rufe nicht zur Gewalt auf und rechtfertige nichts damit, aber diesen Unterschied kann man leicht erkennen. Eine „Rasse“ hat man qua Geburt, man kann nichts daran ändern, genau wie man den einen Vater hat. Und man hat keinerlei Verantwortung und Einfluss darauf, der Rassenhass ist also maximal ungerechtfertigt.

    • vadeho
    • 25.04.2012 um 12:47 Uhr

    Beim „Klassenhass“ verhält es sich anders: Hier geht es um Produktionsmittel und Ressourcen, und die sind unabhängig von einer Person etwas Äußerliches. Die Person kann Sie ablegen, verbrennen, verschenken oder nie erwerben. Und selbst wenn Sie diese Mittel erwirbt, bleibt Ihr überlassen, wie sie zum Einsatz kommen. Insofern ist der Besitzer der Güter dafür verantwortlich, was mit diesen passiert, durch ihn direkt oder mit seinem Auftrag bzw. auch in stillschweigender Duldung. Akkumuliert Einer Eigentum und schadet direkt and3ren, macht er Sie unmündig oder erpresst er Sie, macht er Sie durch seine Arbeit abhängig und krank, ist er schuldig. Setzt er Leute auf die Straße, ist er verantwortlich. Liefert er Waffen oder unterstützt Kriegsparteien, ist er verantwortlich. Lebt er iN Saus und Braus, und um ihn herum hungern die einfachen Leute, weil er das Getreide überteuert anbietet, künstlich zurückhält oder des Gewinnes wegen ins Ausland exportiert, ist er verantwortlich. Und all das sind Taten, die Ungleichheit an Einfluss und Lebenschancen nach sich ziehen. Die Menschen, und zwar viele Menschen, ohnmächtig machen können und dies häufig taten. Und eine Lösung ist möglich: Eine andere Verteilung der Ressourcen und Güter.

    • vadeho
    • 25.04.2012 um 12:47 Uhr

    Und genau das ist der Unterschied, weswegen ein Klassenkampf etwa sehr natürliches und nachvollziehbares ist, wenn Ungerechtigkeiten zu groß sind. Es geht um berechtigte Ansprüche von Menschen. Und wo das so ist, haben die Herrschenden eine soziale Verantwortung, die aus einer ethischen Verantwortung erwächst. Kommen Sie dieser nicht nach, gibt es Blut. Und ist dies systematisch angelegt und mit philosophischer Begründung unterlegt, sprechen diejenigen, die auf der Seite der herrschenden Klasse (übrigens hier mal Mill lesen, der nun wahrlich kein Sozialist ist), die ohnehin über das mehr an kulturellem und sozialem Kapital verfügt, von einer Ideologie. Und verschleiern damit ihre eigene Verantwortung. Wer von Universalismus redet, muss Ihn auch praktizieren. Das tun die Eliten im Kapitalismus nicht. So viel in aller Kürze.

  3. Das größte Problem an diesen Exkommunistischen Versuchen ist doch deren Hinterlassenschaft. Egal, ob man nach China oder in die Ex Sowjetunion oder ganz simpel in unseren eigenen Osten schaut: Was die Kommunisten hinterlassen ist ein Mangel an Demokratiefähigkeit.[...]

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen. Danke, die Redaktion/ls

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    Die größte Hinterlassenschaft ist nicht ein diffuser Mangel an Demokratiefähigkeit, was für eine Chuzpe, sondern die völlige Zerstörung bürgerlichen Werte, Normen und Strukturen. Einhergehend mit der völligen Zerstörung der Infrastruktur, der Umwelt und den Lebensbedingungen. Wer sich nur kurz daran erinnert wie es real vor 20-30 Jahren in den sogenannten Ostblockstaaten ausgesehen hat bekommt noch heute das kalte Grauen.

    Was Ihre unterstellte Hingabe zu neofaschistischen Strukturen betrifft, so ist deren Entstehung unmittelbar zu fortschreitenden rhetorischen Verstärkung damaliger offizieller Stellen bezgl. derer antifaschistischer Grundhaltung zu suchen. Eine unaufhörliche Spirale von Gegenentwurf und Vorwürfen, die am Ende deutlich herauskristallisierten, das Sozialisten und Nationalsozialisten NICHT wesensfremd sind. Insofern war die Hingabe zu neofaschistischen Strukturen eine Folge auf gegenteilige offizielle Beschwörungswellen im 24h Rhythmus.

    ...im Ggs. gerade im Osten, wünschte man sich mehr Mitbestimmung.

    Mittlerweile ist Resignation eingekehrt, denn die einzigen die sich eklatant demokratieunfähig zeigen, sind die Parteien.

    Dass nach mehreren korrupten Regierungen in Russland sich die Leute nach einem stabilen durchgreifenden Führer sehnen, ist leider ein allzu verständlicher Reflex. Was glaubst du, warum ich seit Jahren für direkte Demokratie kämpfe? Die Leute müssen lernen, dass repräsentative Systeme eben nicht der Wahrheit letzter Schluss sind. Wir müssen verhindern, dass in der Not immer wieder die primitivsten Reflexe greifen, wir müssen aus der Geschichte endlich lernen.

    Ach und ja, ich bin übrigens auch aus dem Osten.

    Die mangelnde Demokratiefähigkeit ist allerdings weniger eine Folge des kommunistischen/sozialistischen Systems. Gerade die Beispiele Russland/SU und China waren vorher ebenso absolutistisch geführte Staaten; Demokratiefähigkeit wurde weder unter den Zaren noch unter den Kaisern gefördert und geschätzt.

    Die größte Hinterlassenschaft ist nicht ein diffuser Mangel an Demokratiefähigkeit, was für eine Chuzpe, sondern die völlige Zerstörung bürgerlichen Werte, Normen und Strukturen. Einhergehend mit der völligen Zerstörung der Infrastruktur, der Umwelt und den Lebensbedingungen. Wer sich nur kurz daran erinnert wie es real vor 20-30 Jahren in den sogenannten Ostblockstaaten ausgesehen hat bekommt noch heute das kalte Grauen.

    Was Ihre unterstellte Hingabe zu neofaschistischen Strukturen betrifft, so ist deren Entstehung unmittelbar zu fortschreitenden rhetorischen Verstärkung damaliger offizieller Stellen bezgl. derer antifaschistischer Grundhaltung zu suchen. Eine unaufhörliche Spirale von Gegenentwurf und Vorwürfen, die am Ende deutlich herauskristallisierten, das Sozialisten und Nationalsozialisten NICHT wesensfremd sind. Insofern war die Hingabe zu neofaschistischen Strukturen eine Folge auf gegenteilige offizielle Beschwörungswellen im 24h Rhythmus.

    ...im Ggs. gerade im Osten, wünschte man sich mehr Mitbestimmung.

    Mittlerweile ist Resignation eingekehrt, denn die einzigen die sich eklatant demokratieunfähig zeigen, sind die Parteien.

    Dass nach mehreren korrupten Regierungen in Russland sich die Leute nach einem stabilen durchgreifenden Führer sehnen, ist leider ein allzu verständlicher Reflex. Was glaubst du, warum ich seit Jahren für direkte Demokratie kämpfe? Die Leute müssen lernen, dass repräsentative Systeme eben nicht der Wahrheit letzter Schluss sind. Wir müssen verhindern, dass in der Not immer wieder die primitivsten Reflexe greifen, wir müssen aus der Geschichte endlich lernen.

    Ach und ja, ich bin übrigens auch aus dem Osten.

    Die mangelnde Demokratiefähigkeit ist allerdings weniger eine Folge des kommunistischen/sozialistischen Systems. Gerade die Beispiele Russland/SU und China waren vorher ebenso absolutistisch geführte Staaten; Demokratiefähigkeit wurde weder unter den Zaren noch unter den Kaisern gefördert und geschätzt.

  4. Nun, und heute noch tragen Jugendliche den roten Stern
    auf Mützen - 1 Mai, kommt ja. Und die Studentenbewegung in den 60zigern, nahm diesen Mann zum Vorbild, diese Leute sitzen heute noch in der Regierung, haben sie jemals öffentlich abgeschworen? - Ich glaube nicht, wurden einfach so rehabilitiert, obwohl ja ständig diskussionen über
    Radikalismus in den Medien kursiert, und deren Bekämpfung,
    na ja, rechts halt. Einsicht bei den Roten? - Fehlanzeige.
    Ganz schön verlogen? - Vielleicht... besonders wenn man sich
    zum Wächter von allen aufschwingt?

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    • Afa81
    • 24.04.2012 um 13:35 Uhr

    ...ich glaube zwar absolut nicht an ihre Ideologie. Auch glaube ich nicht an "die Revolution" mit der man im Fingerschnipp, zusammen mit den solidarischen Kumpels, mal eben die Welt in Ordnung bringt. Und ich bin auch nicht scharf auf eine Gesellschaft, in der sich alle immer ganz schrecklich lieb haben...

    Aber ich mag Leute, die Träume haben. Eigentlich sind wir doch alle irgendwo "Kommunisten" - wir wollen doch alle eine bessere Welt. Nur hat eben jeder seine eigene Vorstellung von den Wegen dort hin.

    Bei den Kiddies mit dem roten Stern a.d. Mütze - das hat doch nichts mit Kommunismus zutun. Es ist nur so viel einfacher mit dem Finger auf andere zu zeigen und sich selbst in ein besseres Licht zu stellen, indem man andere in ein schlechtes stellt. Wasser bei 20°C ist am Südpol warm und in der Wüste kalt - so einfach ist das :-) Irgendwann werden auch diese Leute von der Realität eingeholt und werden dann diese Mütze möglichst über Nacht verschwinden lassen...

    • Afa81
    • 24.04.2012 um 13:35 Uhr

    ...ich glaube zwar absolut nicht an ihre Ideologie. Auch glaube ich nicht an "die Revolution" mit der man im Fingerschnipp, zusammen mit den solidarischen Kumpels, mal eben die Welt in Ordnung bringt. Und ich bin auch nicht scharf auf eine Gesellschaft, in der sich alle immer ganz schrecklich lieb haben...

    Aber ich mag Leute, die Träume haben. Eigentlich sind wir doch alle irgendwo "Kommunisten" - wir wollen doch alle eine bessere Welt. Nur hat eben jeder seine eigene Vorstellung von den Wegen dort hin.

    Bei den Kiddies mit dem roten Stern a.d. Mütze - das hat doch nichts mit Kommunismus zutun. Es ist nur so viel einfacher mit dem Finger auf andere zu zeigen und sich selbst in ein besseres Licht zu stellen, indem man andere in ein schlechtes stellt. Wasser bei 20°C ist am Südpol warm und in der Wüste kalt - so einfach ist das :-) Irgendwann werden auch diese Leute von der Realität eingeholt und werden dann diese Mütze möglichst über Nacht verschwinden lassen...

    • _bla_
    • 24.04.2012 um 11:53 Uhr

    Viele werden jetzt sicher einwenden, dass man Fehler wie das "dichte Bepflanzen" ja nicht wiederholen will, übersehen dabei aber das eigentliche Entscheidende:

    Menschen machen Fehler. Das Problem des Kommunismus liegt nicht darin, Fehler zu machen, sondern keinen effektiven Weg zur Fehlerkorrektur aufzuweisen. Dazu kommt die extrem fehleranfällige Revolutionsidee. Man misstraut Veränderungen in kleinen Schritten und will stattdessen den großen Gesellschaftsumbau. Dabei sind Gesellschaften so komplex, dass sich schon die Folgen kleiner Änderungen nicht zuverlässig voraussagen lassen. Die Folgen großer Umbaumaßnahmen vorauszusagen ist da völlig unmöglich.

    12 Leserempfehlungen
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    Das war doch Stalins Lehre, der DiaMat, das sich Evolution auch in Sprüngen vollziehen kann.
    Aber erinnert dies nicht an unsere Politiker und den EURO, an dem man festhält und festhält und festhält weil man den Fehler seiner Geburt sich nicht eingestehen will ?

    Das ich nicht lache. Fehlerkorrektur bedeutet letztendlich Gulag. IMMER.

    Wer Umbaumaßnahmen jeglicher Couleur möchte, hat spätestens dann ein Problem, wenn man auf Hindernisse trifft. Gewalt war bislang der treueste Anhänger jeder Erneuerungsidee.

    Jeder -ismus erhöht sich selbsttätig und erniedrigt den Menschen. Eine SACHE wird demnach als höherwertiger, der Mensch als zweitranig empfunden. Es sind die immer gleichen Rituale, weswegen Menschen für angeblich besser Zeiten in der Zukunft leiden müssen.

    "Menschen machen Fehler. Das Problem des Kommunismus liegt [darin] keinen effektiven Weg zur Fehlerkorrektur aufzuweisen."

    Meine Zustimmung. In der Korrektur eigener Fehler ist eine freie Gesellschaft (Kapitalismus) wesentlich effizienter.

    Fehler wie Ressourcenverschwendung, Tierquälerei oder unwürdige Arbeitsverhältnisse müssen nicht erst universell als "Fehler" anerkannt sein, bis sie behoben werden.

    Beispiele dafür sind das breite Angebot nachhaltiger Produkte: Mir reicht Bio-Fleisch von Aldi andere meiden Ketten und leisten sich den Luxus teurer Reformhäuser. Wieder andere meinen ohne Mondphasen-Demeter-Obst nicht überleben zu können.

    Das war doch Stalins Lehre, der DiaMat, das sich Evolution auch in Sprüngen vollziehen kann.
    Aber erinnert dies nicht an unsere Politiker und den EURO, an dem man festhält und festhält und festhält weil man den Fehler seiner Geburt sich nicht eingestehen will ?

    Das ich nicht lache. Fehlerkorrektur bedeutet letztendlich Gulag. IMMER.

    Wer Umbaumaßnahmen jeglicher Couleur möchte, hat spätestens dann ein Problem, wenn man auf Hindernisse trifft. Gewalt war bislang der treueste Anhänger jeder Erneuerungsidee.

    Jeder -ismus erhöht sich selbsttätig und erniedrigt den Menschen. Eine SACHE wird demnach als höherwertiger, der Mensch als zweitranig empfunden. Es sind die immer gleichen Rituale, weswegen Menschen für angeblich besser Zeiten in der Zukunft leiden müssen.

    "Menschen machen Fehler. Das Problem des Kommunismus liegt [darin] keinen effektiven Weg zur Fehlerkorrektur aufzuweisen."

    Meine Zustimmung. In der Korrektur eigener Fehler ist eine freie Gesellschaft (Kapitalismus) wesentlich effizienter.

    Fehler wie Ressourcenverschwendung, Tierquälerei oder unwürdige Arbeitsverhältnisse müssen nicht erst universell als "Fehler" anerkannt sein, bis sie behoben werden.

    Beispiele dafür sind das breite Angebot nachhaltiger Produkte: Mir reicht Bio-Fleisch von Aldi andere meiden Ketten und leisten sich den Luxus teurer Reformhäuser. Wieder andere meinen ohne Mondphasen-Demeter-Obst nicht überleben zu können.

  5. Der Schrecken ist doch, dass dieser Massenmörder ( irgendwann wie viele vor ihm sicherlich der Grosse genannt ) immer noch von vielen verehrt wird.
    Als junger Student gab es maoistische Vereinigungen, obwohl die Massaker bekannt waren.
    Bitte nicht vergessen, dies war nicht der erste und der letzte Völkermord Mao´s, die genaue Zahl seiner Morde geht weit über 100 Millionen Menschen hinaus, eine annähernd genaue Zahl ist leider nicht bekannt.
    Man hat sich in China offiziell noch nicht zu den Massakern in Maos Namen bekannt, da ist man noch 50 Jahre hinter der ehemaligen Udssr hinterher.

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    • Afa81
    • 24.04.2012 um 13:42 Uhr

    ...die liegt neben der Toilette zum lesen, wenns mal länger dauert :-)

    • Afa81
    • 24.04.2012 um 13:42 Uhr

    ...die liegt neben der Toilette zum lesen, wenns mal länger dauert :-)

  6. Das war doch Stalins Lehre, der DiaMat, das sich Evolution auch in Sprüngen vollziehen kann.
    Aber erinnert dies nicht an unsere Politiker und den EURO, an dem man festhält und festhält und festhält weil man den Fehler seiner Geburt sich nicht eingestehen will ?

    2 Leserempfehlungen
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    • _bla_
    • 24.04.2012 um 13:50 Uhr

    "Aber erinnert dies nicht an unsere Politiker und den EURO, an dem man festhält und festhält und festhält weil man den Fehler seiner Geburt sich nicht eingestehen will ?"

    Ich denke schon, Probleme mit der Fehlerkorrektur sind sicher nicht auf kommunistische Regime beschränkt, aber die Selbstkorrektur funktioniert in Demokratien trotz aller Probleme doch erheblich besser.
    Andererseits muss man aber sehen, dass eine übereilte Abschaffung des Euro jetzt potentiell der nächste große Fehler wäre. Genauso wie die Einführung des Euros eine riesige Umbaumaßnahme mit völlig unbekannten Folgen war, wäre auch die Abschaffung des Euro mit kaum abschätzbaren Folgen verbunden. Es ist insofern richtig, jetzt bei der Korrektur kleine Schritte zu machen, anstatt zu versuchen, den gemachten Fehler mit einem großen Schritt zu lösen.

    • _bla_
    • 24.04.2012 um 13:50 Uhr

    "Aber erinnert dies nicht an unsere Politiker und den EURO, an dem man festhält und festhält und festhält weil man den Fehler seiner Geburt sich nicht eingestehen will ?"

    Ich denke schon, Probleme mit der Fehlerkorrektur sind sicher nicht auf kommunistische Regime beschränkt, aber die Selbstkorrektur funktioniert in Demokratien trotz aller Probleme doch erheblich besser.
    Andererseits muss man aber sehen, dass eine übereilte Abschaffung des Euro jetzt potentiell der nächste große Fehler wäre. Genauso wie die Einführung des Euros eine riesige Umbaumaßnahme mit völlig unbekannten Folgen war, wäre auch die Abschaffung des Euro mit kaum abschätzbaren Folgen verbunden. Es ist insofern richtig, jetzt bei der Korrektur kleine Schritte zu machen, anstatt zu versuchen, den gemachten Fehler mit einem großen Schritt zu lösen.

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