Muttermilch: Schluss mit dem Muss!
Muttermilch ist zweifellos das Beste fürs Baby. Doch die Stillkampagnen ähneln ideologischen Schlachten. Muss eine Mutter ein schlechtes Gewissen haben, wenn sie nicht stillen kann oder will?
© Jay Directo/AFP/Getty Images

Eine Mutter stillt ihr Kind (Archivfoto).
Muttermilch ist die beste Ernährung für Ihr Kind.« Susanne von Borstell konnte den Satz nicht mehr hören. Er schrie sie von den Packungen an, jedes Mal, wenn sie im Supermarkt nach dem Milchpulver griff. Die künstliche Säuglingsnahrung ohne Gewissensbisse in den Einkaufskorb zu packen, dafür hat die dreifache Mutter lange an sich gearbeitet.
Als sie vor zwei Jahren ihr drittes Kind zur Welt brachte, hatte sie bereits entschieden: Diesmal stille ich nicht. Die Entscheidung stand so fest, dass keine Hebamme im Krankenhaus mehr wagte, ihr zu widersprechen, und keine Stillberaterin vor ihrem Bett noch einmal das Repertoire der Muttermilchwunder abzuspulen begann. »Zwei Abstilltabletten, und die Sache war erledigt«, sagt Susanne von Borstell. Wenn andere im Café oder auf der Parkbank ihre Bluse aufknöpften, um das hungrige Kind anzulegen, holte sie das Fläschchen aus der Thermotasche.
Nur mit einem hatte die erfahrene Mutter nicht gerechnet: Das Bild eines Neugeborenen am Silikonsauger irritiert die deutsche Gesellschaft inzwischen mehr als eine in der Öffentlichkeit stillende Mutter. »Ach, Sie stillen gar nicht?«, wurde Susanne von Borstell von wildfremden Menschen gefragt. »Aber da ist doch bestimmt Muttermilch im Fläschchen, oder?«
Es gehört nicht wenig Mut dazu, in Deutschland eine bekennende »Nichtstillerin« zu sein. Seit Jahren werden die Vorzüge des Stillens dogmatisch gepredigt. Wer sein Kind liebt, der stillt – diese Botschaft ist allgegenwärtig. Und so ist der Vorsatz, Brust zu geben, unter werdenden Müttern inzwischen so selbstverständlich wie die Anwesenheit des Vaters bei der Geburt.
Kaum einem Stoff werden derart viele positive Eigenschaften zugeschrieben wie der Muttermilch. Und ihre Wirkung ist erwiesen: Muttermilch schützt vor Allergien, Magen-Darm-Infekten und Mittelohrentzündungen, transportiert wichtige Vitamine, Mineralstoffe, Enzyme, Hormone und Abwehrstoffe. Gestillte Kinder sind besser gegen Diabetes und Zöliakie gewappnet. Stillende Mütter erkranken weniger häufig an Gebärmutterhals- und Brustkrebs als Frauen, die nicht gestillt haben.Obendrein ist Muttermilch praktisch, immer ausreichend vorhanden, noch dazu in der richtigen Temperatur und gratis.
Auf der ganzen Welt versuchen Wissenschaftler, den letzten Geheimnissen der Muttermilch auf die Spur zu kommen. Einem Bericht der britischen Zeitschrift Nature über den Forschungsstand zufolge sind Wissenschaftler inzwischen sicher, dass Muttermilch Säuglingen hilft, Bakterien und Viren besser abzuwehren, dass sie die Anfälligkeit für bestimmte Krankheiten verringert und die Aktivität ganzer Gengruppen verändert. Der immer wieder auftauchenden Frage nach der höheren Intelligenz gestillter Kinder sind Forscher aus Weißrussland nachgegangen. Sie haben gestillte und nicht gestillte Kinder über sechs Jahre hinweg begleitet – bei der Einschulung zeigten die gestillten Kinder einen im Durchschnitt um sechs Punkte höher liegenden Intelligenzquotienten als die, die ohne Muttermilch aufgewachsen waren.
Die Freien Stillgruppen warnen vor Gesundheitsrisiken aus dem Fläschchen
Daher hält die Weltgesundheitsorganisation (WHO) auch seit vielen Jahren daran fest, dass Babys sechs Monate lang ausschließlich gestillt werden sollten. Danach könne mit geeigneter Beikost begonnen werden, wobei das Kind jedoch weiter »bis zum Alter von zwei Jahren und darüber hinaus« mit Muttermilch versorgt werden sollte. In Deutschland gilt die Förderung des Stillens als »gesundheitspolitische Maßnahme«, weshalb auch 1994 die Nationale Stillkommission ins Leben gerufen wurde. »Muttermilch ist die natürliche Ernährung unserer Kinder«, schreibt sie in ihren Informationsbroschüren. Die Arbeitsgemeinschaft Freier Stillgruppen warnt gar vorm bösen Fläschchen: »Künstliche Säuglingsnahrung beeinträchtigt die Gesundheit der Kinder und der Mütter.«
In Großbritannien hat der unter den Industrienationen längst tobende Wettbewerb um die höchste Stillquote zu einer landesweiten Stillkampagne geführt. Wer etwa im Drogeriemarkt Boots Ersatzmilch kauft, erhält dafür keine Bonuspunkte, wie es sie für alle anderen Waren gibt. »Breast is best« lautet das Motto, an dem keine schwangere Frau in Großbritannien vorbeikommt. Schon im Geburtsvorbereitungskurs wird das Stillen missionarisch proklamiert. Nach der Geburt steht jeder Frau ein breastfeeding advisor zur Seite, Beraterinnen, die sich allein darum kümmern, dass Mamas Brüste genügend Nachschub produzieren. »Die Diskussion hat sich hier längst verselbstständigt«, erzählt die Deutsche Jenny Gaschke, die in London lebt und die Vorwürfe der britischen Übermütter satt hat. »Die wissenschaftlichen Argumente, die für das Stillen sprechen, werden hier zu Totschlagargumenten gegen jede, die nicht stillt.«
Wie viele Mütter ihre Kinder hierzulande an der Brust ernähren und wie lange sie das durchhalten, ist noch nicht genau erforscht. Die letzten Daten für Deutschland zeigen, dass rund 81,5 Prozent der im Jahr 2005 geborenen Kinder gestillt wurden, was allerdings noch nichts über die Dauer aussagt. Untersuchungen aus Berlin und Bayern ergaben, dass zwei Monate nach der Geburt nur noch 73 Prozent der Kinder in Berlin und 70 Prozent der Kinder in Bayern gestillt werden, nach sechs Monaten war diese Rate bereits auf die Hälfte geschrumpft. Als großes Vorbild nennt die Stillkommission Norwegen: Dort werden im Alter von sechs Monaten noch 80 Prozent der Kinder voll gestillt.
Was aber, wenn das Stillen zum Problem wird? Nur selten reagiert das soziale Umfeld verständnisvoll auf jene, die nicht stillen wollen oder nicht können und schließlich unter Tränen und mit blutigen Brustwarzen kurz vor einer Art Still-Burn-out aufgeben. Viele Frauen haben Angst, dem Kind zu schaden, wenn es Milch aus der Flasche anstatt aus der Brust bekommt; sie empfinden sich als schlechte Mütter, die ihr Kind nicht selbst ernähren können. Das Gefühl, versagt zu haben, verfolgt manche Mutter noch nach Jahren. So können die gut gemeinten Empfehlungen von Weltgesundheitsorganisation und Stillverbänden schnell zum Psychoterror werden, wenn sich die Hebammenweisheit »Jede Frau kann stillen« als uneinlösbar erweist. Nur wenige Mütter schaffen es, sich davon freizumachen wie Susanne von Borstell, deren Kind inzwischen zwei Jahre alt ist und kerngesund. Sie habe ihre Entscheidung keinen Tag bereut, sagt sie.
In Deutschland werde die Debatte ums Stillen viel zu dogmatisch geführt, sagt Mathilde Kersting, die stellvertretende Leiterin des Forschungsinstituts für Kinderernährung in Dortmund. »Die Wissenschaft geht längst davon aus, dass vier bis sechs Monate ausschließliches Stillen vollkommen ausreichend sind. Doch Hebammen geben solche Ergebnisse nicht immer direkt an die Frauen weiter.« Wer die sechs Monate Mindeststillzeit über Jahre als eiserne Regel gepredigt habe, der gebe zwei Monate nicht einfach kampflos auf. Deshalb seien auch heute noch viele Mütter überzeugt, dass es das Beste für ihr Kind sei, ihm volle sechs Monate nichts als Muttermilch zu geben, vor allem wenn es allergiegefährdet ist.
Mathilde Kersting rät hier zur Entspannung. »Jede noch so kurze Stillzeit ist wertvoll für Mutter und Kind«, sagt sie. Und sie betont: »Wichtig ist, dass es beiden gut geht dabei, denn unter einer unglücklichen Mutter leidet vor allem das Kind.«
Aber was ist die Alternative? »Wer nicht stillen kann oder möchte, der kaufe eine Anfangsnahrung und füttere eben diese«, sagt Kersting. Zur künstlichen Säuglingsnahrung müsse keine Mutter mit Gewissensbissen und unter Seelenqualen greifen. Muttermilch garantiere auch keinen lebenslangen Schutz gegen Krankheiten. So könnten Kinder, die gestillt wurden, trotzdem Allergien entwickeln.
Zwar werde es den Herstellern von Ersatzmilchprodukten wohl nie vollständig gelingen, diese der Muttermilch anzupassen. »Allein die Schutzfaktoren, die durch die Mutter gegeben werden, wird man wohl kaum in die industriell hergestellte Säuglingsnahrung hineinbekommen.« Aber Kersting sagt auch: »Die Ersatzmilchprodukte sind in den vergangenen Jahren immer besser geworden.«
Schon das ist eine Aussage, die man nicht oft hört. In einer Gesellschaft, in der das Stillen zum unausgesprochenen Konsens und Codewort innerhalb bestimmter sozialer Schichten geworden ist, wird es für Frauen zunehmend schwierig, sich über die Ersatzmilchprodukte unabhängige Urteile einzuholen. Frauen- und Kinderärzte wie auch Hebammen reden unaufhörlich über Muttermilch, die Informationsbroschüren in ihren Praxen drehen sich allein um das Stillen. Nicht ein winziges verstecktes Faltblatt, das über die neuesten Inhaltsstoffe der Ersatzmilchprodukte informieren würde. Kaum eine Mutter weiß, wie die Hersteller von Säuglingsnahrung arbeiten, woran sie forschen, welche Ziele sie verfolgen, wer sie kontrolliert. Seit die WHO 1981 einen internationalen Kodex zur »Vermarktung von Muttermilchersatzprodukten« verabschiedet hat, darf es für die künstliche Säuglingsnahrung keine Werbung mehr in der Öffentlichkeit geben, Firmen dürfen keinen direkten Kontakt zu Müttern aufnehmen, keine Proben verschicken, keine Rabatte einräumen.
Wer aber sagt einer Mutter, wenn sie vor dem Regal mit all den Hipp-, Milupa- oder Beba-Packungen steht, welches Produkt das beste für ihr Kind ist? Warum das eine Pulver vielversprechende Präbiotika enthält, das andere aber ganz darauf verzichtet? Welche Milch verhindert Koliken, Durchfall, Allergien?
Gesundheitsbezogene Aussagen über Säuglingsnahrung sind streng reglementiert. Nur eine einzige ist derzeit zulässig: Hersteller dürfen bei hypoallergener Nahrung darauf hinweisen, dass so gekennzeichnete Produkte das Allergierisiko des Kindes senken. Aussagen über die Prävention von Durchfällen oder anderen Magen-Darm-Infekten dagegen sind zum Beispiel nicht zulässig, auch wenn die Firmen inzwischen glauben, durch den Einsatz von Pro- und Präbiotika der Wirkung von Muttermilch auf die Darmflora ein ganzes Stück näher gekommen zu sein.
Unzählige Kontrollen sollen dafür sorgen, dass Ersatznahrung sicher ist
So betont die Firma Hipp, dass ihre Combiotik-Säuglingsnahrungen als Einzige auf dem europäischen Markt eine Kombination aus natürlichen probiotischen Milchsäurekulturen und präbiotischen Ballaststoffen enthielten. Bei Nestlé heißt es, man verwende bisher nur »gezielt ausgewählte Probiotika mit gut dokumentierten Eigenschaften«, sogenannte Bifidusbakterien. »Wir wissen inzwischen, dass die Darmflora eines gestillten Kindes reich an Bifidusbakterien ist und deshalb eine große Rolle bei der Immunabwehr spielt«, sagt Mike Poßner, der Medizinische Direktor für Nestlé Nutrition Europa. Die Säuglingsmilch mit probiotischen Bifidusbakterien anzureichern habe auch bei nicht gestillten Kindern zu einer verbesserten Darmflora geführt. »Wir forschen seit über zehn Jahren auf diesem Gebiet«, sagt Poßner. Die klinischen Wirkungen der Präbiotika dagegen, die das Wachstum der sogenannten guten Bakterien fördern, seien noch nicht überzeugend. Da gebe es noch weiteren Forschungsbedarf.
Was aber heißt das nun für das einzelne Baby? Welche Mixtur hilft ihm, gesund zu bleiben? »Für Eltern ist das vielleicht keine befriedigende Antwort, aber aus ernährungswissenschaftlicher Sicht lässt sich nur sagen, dass auf beides, auf Prä- und auf Probiotika, ohne Nachteile für das Kind verzichtet werden kann«, sagt Mathilde Kersting. Und ob die Omega-3-Fettsäuren, die in Ersatzmilchprodukten inzwischen standardmäßig zum Einsatz kommen, die Entwicklung des Kindes auch langfristig fördern, müsse noch weiter untersucht werden.
Eines aber ist gewährleistet: Dass Babynahrung sicher ist und keine falschen Versprechungen macht, dafür sorgen unzählige Kontrollen und Richtlinien. Jede Anfangsnahrung wird vor der Markteinführung beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit angemeldet. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) im italienischen Parma erlässt Richtlinien über die ernährungs- und gesundheitsbezogenen Angaben auf den Produkten. Zurzeit sind sechs nährwertbezogene Hinweise erlaubt, etwa auf die Verwendung von Lactose. Präbiotika dürfen zumindest in Anfangsnahrung nicht beworben werden, der Umgang mit Probiotika ist nicht geregelt. »Firmen dürfen auf keinen Fall den Eindruck erwecken, das Ersatzprodukt hätte bessere Eigenschaften als das Original Muttermilch«, sagt die Kinderärztin Hildegard Przyrembel, die sich bei der EFSA als externe Expertin engagiert.
Inzwischen haben Wissenschaftler und Kinderärzte auch klare Handlungsempfehlungen für das erste Lebensjahr ausgesprochen. Damit ist offiziell, dass das ausschließliche Stillen nur noch bis zum Ende des vierten Monats empfohlen wird. Aus wissenschaftlicher Sicht spricht nichts mehr dagegen, danach bereits Beikost zuzufüttern. Was Eltern jedoch noch mehr aufatmen lassen könnte: Alle Kinder, egal, ob allergiegefährdet oder nicht, dürfen vom fünften Monat an alles probieren. Fisch, Weizen, Eier, Kuhmilch. Es gibt keinerlei Einschränkungen oder gar Verbote mehr.
Die neuen Ernährungsempfehlungen stützen sich auch auf die aktuelle Leitlinie zur Allergieprävention, die 2009 herausgegeben wurde. Danach gibt es für allergiegefährdete Säuglinge nur noch eine einzige Abweichung: Wer das Kind nicht stillt, sollte in den ersten vier Monaten eine hypoallergene Säuglingsnahrung füttern.
Jede weitere Vorsicht ist unnötig. Das ist der einfache Zauber der neuen Regeln zur Säuglingsernährung. Nun müssen diese Informationen nur noch in den Familien ankommen und auch von Hebammen aufrichtig vertreten werden. Denn zu deren Aufgaben sollte neben der Förderung des Stillens auch gehören, die Frauen vor unnötigem seelischem Druck zu schützen. Die friedliche Koexistenz von stillenden und nicht stillenden Müttern wäre eine schöne Vision – und für die Babys keineswegs bedrohlich.
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wie so viele andere auch.
Stillen sollte Spaß machen und zum Leben der Eltern passen. Wenn das nicht der Fall ist, gibt es das Fläschchen.
Warum aus allem eine Ideologie machen?
Solche Debatten machen das Leben junger Eltern unnötig schwer.
Ob (Nicht-)Stillen, Impfen, Homöopathie, welche Betreuung, voll Arbeiten, Teilzeit oder erst mal gar nicht, aus allem wird eine Ideologie gemacht und jede/r weiß es besser und hat Recht.
Dabei leben wir doch in einem freien Land, das eine Vielzahl von Lebensentwürfen möglich macht.
Das muss man dann auch aushalten.
Auf den Punkt. Schön geschrieben.
Zitat: Stillen sollte Spaß machen [...]
Wieso soll es Spaß machen? Stillen ist sehr beschwerlich, kräftezehrend und mitunter sehr schmerzhaft. In der Menschheitsgeschichte war das schon immer so. Wir Menschen haben uns jetzt in den letzten paar Jahrzehnten den Luxus geschaffen, nicht mehr stillen zu müssen; und sogleich kommt die Forderung, dass stillen Spaß machen muss? Wenn man das den Menschen einredet, dann wiegt man die ganzen erheblichen Vorteile des Stillens gegen ein wenig Spaß beim Füttern des Neugeborenen auf. Das ist doch pervers.
Von mir aus soll jeder das tun, was er will. Ich habe schon Mütter gehört, die gesagt haben, dass es besser für die Bindung zwischen sich und dem Neugeborenen ist, wenn sie nicht die Brust geben. Meinetwegen. Aber das Spaß-Argument finde ich gänzlich unpassend. Es führt zu einer Mentalität, wobei der Mensch nur noch das macht, was ihm Spaß macht. Was kommt als nächstes? Es werden keine Kinder mehr geboren? Ich habe noch nie von einer Frau gehört, dass die Schwangerschaft und die Geburt Spaß machen.
Dass Stillen Spaß machen soll ist ein ziemlich fragwürdiges Dogma... und das kommt von jemandem, der meint, die Debatte wird zu dogmatisch geführt.
Das Konzept der "vielfältigen Lebensentwürfe" taugt nur, solange durch diese keine Dritten grundliegend betroffen sind.
Im Fall des Kindes, welches gestillt wird oder nicht, ist dies der Fall und zwar in einem Abhängigkeitsverhältnis der reinsten Form. Das heißt, das Kind kann sich in diesem Moment nicht raussuchen, ob es den "Lebensentwurf" der Eltern teilt, oder nicht. Daher gilt für die Eltern, Entscheidungen verantwortungsbewusst und auch im Sinne des Kindes zu treffen.
Jetzt ist es so, dass ich nie ein Kind stillen werde (Hihi, geht ja gar nicht). Die Vorteile, wenn eine Mutter es tut, liegen aber -auch wie es der Artikel ansatzweise beschreibt- auf der Hand. Sicher können und werden am Ende die Frauen entscheiden, wie sie mit ihrem Körper umgehen. Da das Wohlbefinden der Kinder jedoch auch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist, ist die restliche Gesellschaft nicht nur im Recht, sondern in der Pflicht, Dogmen zu diesem Thema aufrecht zu erhalten.
Meines Erachtens braucht es eine Kultur zumindest des zeitweisen Stillens - bei Akzeptanz derer, denen es nicht oder nur mit wirklichen Schmerzen möglich ist und die es deshalb nicht tun.
"Stillen sollte Spaß machen und zum Leben der Eltern passen. Wenn das nicht der Fall ist, gibt es das Fläschchen."
Und für diesen Satz im ersten Beitrag gibt es eine Redaktionsempfehlung? Ich bin sprachlos.
Stillen kann das Beste für das Kind sein- doch ws ist "das Beste"? Wer Muttermilch im Labor teste, findet nicht nur all die guten Sachen, sondern auch Spuren von Weichmachern und anderen Stoffen, die wir freiwillig bestimmt nicht trinken würden! Was hindert uns daran, es ganz einfach in den Verantwortungsbereich der jeweiligen Mutter zu legen? Ich glaube wir haben wichtigere Themen auf der Welt! Von "Stillarbeit" halte ich nix, ich glaube ein Kind hat gerne eine zufriedenen und glückliche Mutter- mit oder ohne stillen. Vor 30-40 Jahren wurde den Frauen massiv in den Kliniken abgeraten zu stillen- und .... sind wir nun 30-40 Jahre später, die die wir nicht gestillt worden sind, bessere, schlechtere, gesündere, kränkere oder intelligentere Menschen?
Der Kommentar hört sich ein wenig an, als wenn Kinder ein Weg zur Selbstverwirklichung wären. Sind sie mitnichten. Sie sind viel weiter unten in der Bedürfnispyramide angesiedelt. Und wenn man sich dann für die Selbstverwirklichung entscheidet und keine Kinder bekommt, dann sollte man auch einkalkulieren, dass man gerade als Frau an einem wesentlichen Lebensteil mangelt, der nicht materiell zu kompensieren ist.
Damit aber Stillen sinnvoll ist, sollte sich die Mutter dabei wohl fühlen - etwas anderes als Spaß! Dem Kind nützt es garnicht, wenn die Mutter mit Ekel (aus welchen Gründen) auch immer, die Brust gibt. Ich habe gehört, dass die Stimmung einer Mutter erst liebevoll zu ihrem Kind wurde, als sie von ihrer Hebamme den Rat bekommen hat, nicht mehr zu Stillen. Gerade am Anfang sind Mutter und Kind eine Einheit. Da gibt es kein entweder oder...
Auf den Punkt. Schön geschrieben.
Zitat: Stillen sollte Spaß machen [...]
Wieso soll es Spaß machen? Stillen ist sehr beschwerlich, kräftezehrend und mitunter sehr schmerzhaft. In der Menschheitsgeschichte war das schon immer so. Wir Menschen haben uns jetzt in den letzten paar Jahrzehnten den Luxus geschaffen, nicht mehr stillen zu müssen; und sogleich kommt die Forderung, dass stillen Spaß machen muss? Wenn man das den Menschen einredet, dann wiegt man die ganzen erheblichen Vorteile des Stillens gegen ein wenig Spaß beim Füttern des Neugeborenen auf. Das ist doch pervers.
Von mir aus soll jeder das tun, was er will. Ich habe schon Mütter gehört, die gesagt haben, dass es besser für die Bindung zwischen sich und dem Neugeborenen ist, wenn sie nicht die Brust geben. Meinetwegen. Aber das Spaß-Argument finde ich gänzlich unpassend. Es führt zu einer Mentalität, wobei der Mensch nur noch das macht, was ihm Spaß macht. Was kommt als nächstes? Es werden keine Kinder mehr geboren? Ich habe noch nie von einer Frau gehört, dass die Schwangerschaft und die Geburt Spaß machen.
Dass Stillen Spaß machen soll ist ein ziemlich fragwürdiges Dogma... und das kommt von jemandem, der meint, die Debatte wird zu dogmatisch geführt.
Das Konzept der "vielfältigen Lebensentwürfe" taugt nur, solange durch diese keine Dritten grundliegend betroffen sind.
Im Fall des Kindes, welches gestillt wird oder nicht, ist dies der Fall und zwar in einem Abhängigkeitsverhältnis der reinsten Form. Das heißt, das Kind kann sich in diesem Moment nicht raussuchen, ob es den "Lebensentwurf" der Eltern teilt, oder nicht. Daher gilt für die Eltern, Entscheidungen verantwortungsbewusst und auch im Sinne des Kindes zu treffen.
Jetzt ist es so, dass ich nie ein Kind stillen werde (Hihi, geht ja gar nicht). Die Vorteile, wenn eine Mutter es tut, liegen aber -auch wie es der Artikel ansatzweise beschreibt- auf der Hand. Sicher können und werden am Ende die Frauen entscheiden, wie sie mit ihrem Körper umgehen. Da das Wohlbefinden der Kinder jedoch auch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist, ist die restliche Gesellschaft nicht nur im Recht, sondern in der Pflicht, Dogmen zu diesem Thema aufrecht zu erhalten.
Meines Erachtens braucht es eine Kultur zumindest des zeitweisen Stillens - bei Akzeptanz derer, denen es nicht oder nur mit wirklichen Schmerzen möglich ist und die es deshalb nicht tun.
"Stillen sollte Spaß machen und zum Leben der Eltern passen. Wenn das nicht der Fall ist, gibt es das Fläschchen."
Und für diesen Satz im ersten Beitrag gibt es eine Redaktionsempfehlung? Ich bin sprachlos.
Stillen kann das Beste für das Kind sein- doch ws ist "das Beste"? Wer Muttermilch im Labor teste, findet nicht nur all die guten Sachen, sondern auch Spuren von Weichmachern und anderen Stoffen, die wir freiwillig bestimmt nicht trinken würden! Was hindert uns daran, es ganz einfach in den Verantwortungsbereich der jeweiligen Mutter zu legen? Ich glaube wir haben wichtigere Themen auf der Welt! Von "Stillarbeit" halte ich nix, ich glaube ein Kind hat gerne eine zufriedenen und glückliche Mutter- mit oder ohne stillen. Vor 30-40 Jahren wurde den Frauen massiv in den Kliniken abgeraten zu stillen- und .... sind wir nun 30-40 Jahre später, die die wir nicht gestillt worden sind, bessere, schlechtere, gesündere, kränkere oder intelligentere Menschen?
Der Kommentar hört sich ein wenig an, als wenn Kinder ein Weg zur Selbstverwirklichung wären. Sind sie mitnichten. Sie sind viel weiter unten in der Bedürfnispyramide angesiedelt. Und wenn man sich dann für die Selbstverwirklichung entscheidet und keine Kinder bekommt, dann sollte man auch einkalkulieren, dass man gerade als Frau an einem wesentlichen Lebensteil mangelt, der nicht materiell zu kompensieren ist.
Damit aber Stillen sinnvoll ist, sollte sich die Mutter dabei wohl fühlen - etwas anderes als Spaß! Dem Kind nützt es garnicht, wenn die Mutter mit Ekel (aus welchen Gründen) auch immer, die Brust gibt. Ich habe gehört, dass die Stimmung einer Mutter erst liebevoll zu ihrem Kind wurde, als sie von ihrer Hebamme den Rat bekommen hat, nicht mehr zu Stillen. Gerade am Anfang sind Mutter und Kind eine Einheit. Da gibt es kein entweder oder...
Es war einfach, weil ich keine Probleme damit hatte und ich mich nicht mit irgendwelchem Zeug, das nach Diätdrink aussieht, auseinander setzen mußte.
Dass es positive Nebeneffekte hatte, war mir gelinde gesagt gleichgültig, weil es mein Leben extrem vereinfachte.
Ich habe über 6 Monate voll gestillt und war erstaunt von diesem teils militanten Ton der Stillfront, die mir nicht einmal etwas wollten.
Wirklich eklig fand ich dabei Frauen, die ihre Kindergarten oder Schulkinder an die Brust ließen. Dass es das gibt, fand ich mehr als grenzwertig.
Es ist wohl wie mit jeder guten Sache: der Ton macht die Musik und die Dosis das Gift.
Wie kann man so überzeugt behaupten, dass Säuglingsnahrung sicher ist, wenn die Studienlage nicht ausreichend ist? Da werden Stoffe (Bakterien, Fettsäuren) beigemischt, irgendwelche Behörden erkennen das als ok an, weil erstmal keine direkten Schäden entstehen, und alles ist gut? Und in 20 Jahren bemerkt man dann wieder, dass dies und das doch nicht so toll war? Als wären diese Behörden allwissend und was sie sagen ist Gesetz für den Körper ("Wir sagen das ist nicht schädlich, also ist es das ab heute auch nicht.")...
Ich wüsste übrigens auch mal gerne, warum die Frau in diesem Artikel SO stark gegen Stillen ist. Wenn das gesundheitliche Gründe hat, hätte man das ja mal erwähnen können. Ansonsten ist es doch einfach nur Sturheit.
Mit welchem Recht wird jemand als stur bezeichnet, weil er nicht der eigenen Meinung folgt? Sie wird ihre Gründe gehabt haben und muss sich vor niemandem dafür rechtfertigen. Noch gibt es keinen Stillzwang in der BRD.
sondern die nähe, der geruch zur mutter und zur brust, bilden auch den anteil zu gesteigerter immunabwehr später.
emanzipation hin oder her, natur und evolution lassen sich nicht hintergehen. eine mutter sollte nur auf ihr bauchgefühl hören und sich sonst nicht gross beeinflussen lassen. eine mutter die von innen überzeugt nicht stillt,
kann über andere nähe zum kind das bestimmt auch gut ausgleichen. nichts ist schlimmer für ein kind wie eine unsichere mutter. auch was nützt eine mutter welche ihr kind stillt und es dann doch alleine in einem kinderbett getrennt von ihr schlafen lässt. mütter sollten nicht zu sehr auf zeitschriften,den eigenen belasteten kopf, schwiegermütter und sonstige der abertausenden besserwisser (auch ärzte gehören dazu) hören, sondern auf die eigene stimme aus ihrem bauch, denn die ist uralt und macht das seit hunderttausenden jahren. das schützt auch vor burnout :)
ein vater
ist die Verfasserin des Artikels weniger gegen das Stillen an sich, sondern eher gegen die Verpflichtung zu stillen.
Ansonsten nervt mich ja auch jeglicher Dogmatismus und ich verspüre sofort Widerstand. Jedoch in dieser Sache muss ich sagen: Es gibt keine Alternative zum Stillen. Es ist das beste für das Kind, industrielle Lebensmittel können niemals besser sein als 'Mutter Natur'.
Und wenn man sich für ein Kind entscheidet, möchte man ihm doch den besten Start ins Leben geben.
Kurz gesagt: man kann auf anderen Feldern gegen Dogmatismus sein, im Fall des Stillen ist das eher lächerlich (auch die Autorin findet letztlich keine wirklichen Argumente dagegen).
Wie lange eine Mutter stillen möchte, sollte allerdings ihr überlassen bleiben und Frauen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht stillen können, die sind in dieser Diskussion ja wohl außen vor.
Mit welchem Recht wird jemand als stur bezeichnet, weil er nicht der eigenen Meinung folgt? Sie wird ihre Gründe gehabt haben und muss sich vor niemandem dafür rechtfertigen. Noch gibt es keinen Stillzwang in der BRD.
sondern die nähe, der geruch zur mutter und zur brust, bilden auch den anteil zu gesteigerter immunabwehr später.
emanzipation hin oder her, natur und evolution lassen sich nicht hintergehen. eine mutter sollte nur auf ihr bauchgefühl hören und sich sonst nicht gross beeinflussen lassen. eine mutter die von innen überzeugt nicht stillt,
kann über andere nähe zum kind das bestimmt auch gut ausgleichen. nichts ist schlimmer für ein kind wie eine unsichere mutter. auch was nützt eine mutter welche ihr kind stillt und es dann doch alleine in einem kinderbett getrennt von ihr schlafen lässt. mütter sollten nicht zu sehr auf zeitschriften,den eigenen belasteten kopf, schwiegermütter und sonstige der abertausenden besserwisser (auch ärzte gehören dazu) hören, sondern auf die eigene stimme aus ihrem bauch, denn die ist uralt und macht das seit hunderttausenden jahren. das schützt auch vor burnout :)
ein vater
ist die Verfasserin des Artikels weniger gegen das Stillen an sich, sondern eher gegen die Verpflichtung zu stillen.
Ansonsten nervt mich ja auch jeglicher Dogmatismus und ich verspüre sofort Widerstand. Jedoch in dieser Sache muss ich sagen: Es gibt keine Alternative zum Stillen. Es ist das beste für das Kind, industrielle Lebensmittel können niemals besser sein als 'Mutter Natur'.
Und wenn man sich für ein Kind entscheidet, möchte man ihm doch den besten Start ins Leben geben.
Kurz gesagt: man kann auf anderen Feldern gegen Dogmatismus sein, im Fall des Stillen ist das eher lächerlich (auch die Autorin findet letztlich keine wirklichen Argumente dagegen).
Wie lange eine Mutter stillen möchte, sollte allerdings ihr überlassen bleiben und Frauen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht stillen können, die sind in dieser Diskussion ja wohl außen vor.
Wenn man ein Kind bekommen möchte, dann gehört dazu auch die Stillarbeit, genauso wie das Waschen des Kindes. Wer nicht stillen möchte, sollte kein Kind bekommen. Unglaublich was der Feminismus mittlerweile hervorgebracht hat. Ich schäme mich für solch eine kinderfeindliche Gesellschaft.
Nach ihrer Logik, sollte es mich nicht geben.
Vielen Dank dafür!
Freundinnen von mir haben sich an diesem Thema abgearbeitet und sind daran verzweifelt. Ich konnte nur sagen, lass es endlich sein und lass Dir diesen Druck nicht einreden.
Für mich war es eine Erleichterung, weil diese Fläschen-Temperatur-beachten-Nummer Arbeit gemacht hätte.
Ich finde nicht, dass Mütter leiden sollten. Sei verzichten bereits auf viel Schlaf, oft eine Figur, die sie mochten und noch einiges mehr. Dann sollte man sich einige Bereiche etwas entkrampfen und mit Freude ran gehen.
Arbeit hat man schließlich schon genug.
Stillen als Pflicht??? So eine Forderung macht mich sprachlos vor Wut!
Ich bin Hebamme und habe meine beiden Kinder gestillt. Das war für mich der richtige Weg und ich bekam auch Unterstützung von meinem Umfeld.
Wenn eine Frau aber nicht stillen will, werde ich das ohne Nachfrage akzeptieren. Sie ist schließlich erwachsen - also setze ich voraus, daß sie sich mit dem Thema auseinadergesetzt hat und ihre Entscheidung informiert getroffen hat. Die Gründe gehen mich nichts an. Kein Kind sollte mit Widerwillen gestillt werden müssen.
Körperkontakt, Liebe und Zuwendung kann man einem Baby auch geben, wenn man mit der Flasche füttert..... und nur das ist "Pflicht" wenn man ein Kind bekommt.
Stillpflicht, "Stillarbeit", Entschuldigung, wie sind Sie denn drauf? Geht's noch? Unglaublich... Es sei Ihnen hiermit der elektronische Vogel gezeigt.
4. Stillen sollte Pflicht sein
Wenn man ein Kind bekommen möchte, dann gehört dazu auch die Stillarbeit, genauso wie das Waschen des Kindes. Wer nicht stillen möchte, sollte kein Kind bekommen. Unglaublich was der Feminismus mittlerweile hervorgebracht hat. Ich schäme mich für solch eine kinderfeindliche Gesellschaft.
-----------
Unglaublich, wenn Sie wirklich meinen, dass Stillen Pflicht sein und frau andernfalls kein Kind bekommen sollte
Stillen auch noch mit Waschen zu vergleichen, ist für mich eher Wischi-Waschi, als dass daraus Sorge ums Kind spricht. Ob eine Mutter ihr Baby stillt oder nicht, hat doch nichts mit dem Feminismus zu tun oder ist Mitursache einer kinderfeindlichen Gesellschaft.
Manche Mütter können einfach nicht stillen, weil zu wenig Milch da ist. Da wird sinnvollerweise abgestillt. Wer will sein Baby verhungern lassen.
Das habe ich in unserem Freundeskreis erlebt. Und die Kinder entwickelten sich prächtig. Es mangelte weder an Nähe, Liebe, Streicheleinhaiten.
Ich kenne auch Mütter,die viel zu lange (meine ich) gestillt haben, bis ins Kindergartenalter.
Die Still-Kinder waren nicht gesünder als die Flaschen-Kinder, hatten alle möglichen Weh-Wehchen bis hin zu Knochenbrüchen aus kleinem Anlass. Das macht mich nachdenklich.
Wenn Kinder zu lange gestillt werden, kann es sein, dass ihr eigenes Immunsystem dadurch behindert wird, auch durch die Tatsache, dass durch zu langes Stillen Schadstoffe der Mutter durch die Muttermilch aufgenommen werden?
Kann das nicht jede für sich selber entscheiden? Lebe ich nicht in einer Demokratie - oder etwa nicht? Wer will mir vorschreiben, was ich zu tun habe?
Das Stillen wurde im Übrigen durchaus in feministischen Kreisen propagiert! Das ist dann die ganz falsche Adresse.
Sie haben recht! Wer sich entscheidet ein Kind zu bekommen, hat die Verantwortung (so gut er/sie kann...) sich auch um sein Kind zu sorgen.
Ein interessantes Phänomen ist in diesem Zusammenhang auch die Tatsache, dass mittlerweile ca. 30% aller Geburten per Kaiserschnitt stattfinden.
Natürlich gibt es sehr viele Fälle wo dies indiziert und absolut notwendig ist, genauso wie es viele Fälle gibt, wo das Stillen einfach nicht klappt.
Aber: 30% Kaiserschnitte bedeuten auch, dass sich eben viele Paare ein "Kind Light" rauslassen. Da kann man nur hoffen, dass das Interesse an dem Kind länger anhält, als am neuen iPhone...
Nach ihrer Logik, sollte es mich nicht geben.
Vielen Dank dafür!
Freundinnen von mir haben sich an diesem Thema abgearbeitet und sind daran verzweifelt. Ich konnte nur sagen, lass es endlich sein und lass Dir diesen Druck nicht einreden.
Für mich war es eine Erleichterung, weil diese Fläschen-Temperatur-beachten-Nummer Arbeit gemacht hätte.
Ich finde nicht, dass Mütter leiden sollten. Sei verzichten bereits auf viel Schlaf, oft eine Figur, die sie mochten und noch einiges mehr. Dann sollte man sich einige Bereiche etwas entkrampfen und mit Freude ran gehen.
Arbeit hat man schließlich schon genug.
Stillen als Pflicht??? So eine Forderung macht mich sprachlos vor Wut!
Ich bin Hebamme und habe meine beiden Kinder gestillt. Das war für mich der richtige Weg und ich bekam auch Unterstützung von meinem Umfeld.
Wenn eine Frau aber nicht stillen will, werde ich das ohne Nachfrage akzeptieren. Sie ist schließlich erwachsen - also setze ich voraus, daß sie sich mit dem Thema auseinadergesetzt hat und ihre Entscheidung informiert getroffen hat. Die Gründe gehen mich nichts an. Kein Kind sollte mit Widerwillen gestillt werden müssen.
Körperkontakt, Liebe und Zuwendung kann man einem Baby auch geben, wenn man mit der Flasche füttert..... und nur das ist "Pflicht" wenn man ein Kind bekommt.
Stillpflicht, "Stillarbeit", Entschuldigung, wie sind Sie denn drauf? Geht's noch? Unglaublich... Es sei Ihnen hiermit der elektronische Vogel gezeigt.
4. Stillen sollte Pflicht sein
Wenn man ein Kind bekommen möchte, dann gehört dazu auch die Stillarbeit, genauso wie das Waschen des Kindes. Wer nicht stillen möchte, sollte kein Kind bekommen. Unglaublich was der Feminismus mittlerweile hervorgebracht hat. Ich schäme mich für solch eine kinderfeindliche Gesellschaft.
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Unglaublich, wenn Sie wirklich meinen, dass Stillen Pflicht sein und frau andernfalls kein Kind bekommen sollte
Stillen auch noch mit Waschen zu vergleichen, ist für mich eher Wischi-Waschi, als dass daraus Sorge ums Kind spricht. Ob eine Mutter ihr Baby stillt oder nicht, hat doch nichts mit dem Feminismus zu tun oder ist Mitursache einer kinderfeindlichen Gesellschaft.
Manche Mütter können einfach nicht stillen, weil zu wenig Milch da ist. Da wird sinnvollerweise abgestillt. Wer will sein Baby verhungern lassen.
Das habe ich in unserem Freundeskreis erlebt. Und die Kinder entwickelten sich prächtig. Es mangelte weder an Nähe, Liebe, Streicheleinhaiten.
Ich kenne auch Mütter,die viel zu lange (meine ich) gestillt haben, bis ins Kindergartenalter.
Die Still-Kinder waren nicht gesünder als die Flaschen-Kinder, hatten alle möglichen Weh-Wehchen bis hin zu Knochenbrüchen aus kleinem Anlass. Das macht mich nachdenklich.
Wenn Kinder zu lange gestillt werden, kann es sein, dass ihr eigenes Immunsystem dadurch behindert wird, auch durch die Tatsache, dass durch zu langes Stillen Schadstoffe der Mutter durch die Muttermilch aufgenommen werden?
Kann das nicht jede für sich selber entscheiden? Lebe ich nicht in einer Demokratie - oder etwa nicht? Wer will mir vorschreiben, was ich zu tun habe?
Das Stillen wurde im Übrigen durchaus in feministischen Kreisen propagiert! Das ist dann die ganz falsche Adresse.
Sie haben recht! Wer sich entscheidet ein Kind zu bekommen, hat die Verantwortung (so gut er/sie kann...) sich auch um sein Kind zu sorgen.
Ein interessantes Phänomen ist in diesem Zusammenhang auch die Tatsache, dass mittlerweile ca. 30% aller Geburten per Kaiserschnitt stattfinden.
Natürlich gibt es sehr viele Fälle wo dies indiziert und absolut notwendig ist, genauso wie es viele Fälle gibt, wo das Stillen einfach nicht klappt.
Aber: 30% Kaiserschnitte bedeuten auch, dass sich eben viele Paare ein "Kind Light" rauslassen. Da kann man nur hoffen, dass das Interesse an dem Kind länger anhält, als am neuen iPhone...
leiden schon darunter, dass der Stuhlgang der Babys riecht.
Ich denke da muss man dann nicht weiter drauf herumhacken.
Grundlos werden wohl kaum Mütter nicht stillen.
in unserem unmittelbaren Freundeskreis gibt es zwei Frauen, die konsequent nicht gestillt haben. Bei beiden waren ästhetische Sorgen um eine dauerhafte Deformation der Brüste ausschlaggebend.
in unserem unmittelbaren Freundeskreis gibt es zwei Frauen, die konsequent nicht gestillt haben. Bei beiden waren ästhetische Sorgen um eine dauerhafte Deformation der Brüste ausschlaggebend.
Nach ihrer Logik, sollte es mich nicht geben.
Vielen Dank dafür!
Auf den Punkt. Schön geschrieben.
besteht m.E. immer die Gefahr, sich über den Rest der Welt zu erheben, weil man schließlich die einzige Wahrheit gepachtet hat. Das ist die Wiege des Fundamentalismus.
Es lässt sich beobachten am Rauchverbot, an Forderungen, Übergewichtige müssten höhere Krankenkassenbeiträge zahlen und ähnlich extremen Positionen.
Das hat noch keiner Gesellschaft gut getan, einen Teil zu diskriminieren, weil man es angeblich besser weiß und die anderen halt zu ihrem Glück gezwungen werden müssen.
Und bei manchen Menschen führt diese Art des "Verbietens" zum Gegenteil: jetzt erst recht, wie kann jemand sich anmaßen, mir hier Vorschriften machen zu wollen?
Ich rauche nicht und habe meine Kinder gestillt, aber wenn ich manche "Diskussion" zu diesen Themen lese oder höre, schäme ich fast dafür, zu den "Guten" zu gehören, die es "richtig gemacht" haben. Diese Pseudo-Besserwisserei, Anmaßung und Belehrung ist unerträglich.
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