Jede weitere Vorsicht ist unnötig
Gesundheitsbezogene Aussagen über Säuglingsnahrung sind streng reglementiert. Nur eine einzige ist derzeit zulässig: Hersteller dürfen bei hypoallergener Nahrung darauf hinweisen, dass so gekennzeichnete Produkte das Allergierisiko des Kindes senken. Aussagen über die Prävention von Durchfällen oder anderen Magen-Darm-Infekten dagegen sind zum Beispiel nicht zulässig, auch wenn die Firmen inzwischen glauben, durch den Einsatz von Pro- und Präbiotika der Wirkung von Muttermilch auf die Darmflora ein ganzes Stück näher gekommen zu sein.
Unzählige Kontrollen sollen dafür sorgen, dass Ersatznahrung sicher ist
So betont die Firma Hipp, dass ihre Combiotik-Säuglingsnahrungen als Einzige auf dem europäischen Markt eine Kombination aus natürlichen probiotischen Milchsäurekulturen und präbiotischen Ballaststoffen enthielten. Bei Nestlé heißt es, man verwende bisher nur »gezielt ausgewählte Probiotika mit gut dokumentierten Eigenschaften«, sogenannte Bifidusbakterien. »Wir wissen inzwischen, dass die Darmflora eines gestillten Kindes reich an Bifidusbakterien ist und deshalb eine große Rolle bei der Immunabwehr spielt«, sagt Mike Poßner, der Medizinische Direktor für Nestlé Nutrition Europa. Die Säuglingsmilch mit probiotischen Bifidusbakterien anzureichern habe auch bei nicht gestillten Kindern zu einer verbesserten Darmflora geführt. »Wir forschen seit über zehn Jahren auf diesem Gebiet«, sagt Poßner. Die klinischen Wirkungen der Präbiotika dagegen, die das Wachstum der sogenannten guten Bakterien fördern, seien noch nicht überzeugend. Da gebe es noch weiteren Forschungsbedarf.
Was aber heißt das nun für das einzelne Baby? Welche Mixtur hilft ihm, gesund zu bleiben? »Für Eltern ist das vielleicht keine befriedigende Antwort, aber aus ernährungswissenschaftlicher Sicht lässt sich nur sagen, dass auf beides, auf Prä- und auf Probiotika, ohne Nachteile für das Kind verzichtet werden kann«, sagt Mathilde Kersting. Und ob die Omega-3-Fettsäuren, die in Ersatzmilchprodukten inzwischen standardmäßig zum Einsatz kommen, die Entwicklung des Kindes auch langfristig fördern, müsse noch weiter untersucht werden.
Eines aber ist gewährleistet: Dass Babynahrung sicher ist und keine falschen Versprechungen macht, dafür sorgen unzählige Kontrollen und Richtlinien. Jede Anfangsnahrung wird vor der Markteinführung beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit angemeldet. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) im italienischen Parma erlässt Richtlinien über die ernährungs- und gesundheitsbezogenen Angaben auf den Produkten. Zurzeit sind sechs nährwertbezogene Hinweise erlaubt, etwa auf die Verwendung von Lactose. Präbiotika dürfen zumindest in Anfangsnahrung nicht beworben werden, der Umgang mit Probiotika ist nicht geregelt. »Firmen dürfen auf keinen Fall den Eindruck erwecken, das Ersatzprodukt hätte bessere Eigenschaften als das Original Muttermilch«, sagt die Kinderärztin Hildegard Przyrembel, die sich bei der EFSA als externe Expertin engagiert.
Inzwischen haben Wissenschaftler und Kinderärzte auch klare Handlungsempfehlungen für das erste Lebensjahr ausgesprochen. Damit ist offiziell, dass das ausschließliche Stillen nur noch bis zum Ende des vierten Monats empfohlen wird. Aus wissenschaftlicher Sicht spricht nichts mehr dagegen, danach bereits Beikost zuzufüttern. Was Eltern jedoch noch mehr aufatmen lassen könnte: Alle Kinder, egal, ob allergiegefährdet oder nicht, dürfen vom fünften Monat an alles probieren. Fisch, Weizen, Eier, Kuhmilch. Es gibt keinerlei Einschränkungen oder gar Verbote mehr.
Die neuen Ernährungsempfehlungen stützen sich auch auf die aktuelle Leitlinie zur Allergieprävention, die 2009 herausgegeben wurde. Danach gibt es für allergiegefährdete Säuglinge nur noch eine einzige Abweichung: Wer das Kind nicht stillt, sollte in den ersten vier Monaten eine hypoallergene Säuglingsnahrung füttern.
Jede weitere Vorsicht ist unnötig. Das ist der einfache Zauber der neuen Regeln zur Säuglingsernährung. Nun müssen diese Informationen nur noch in den Familien ankommen und auch von Hebammen aufrichtig vertreten werden. Denn zu deren Aufgaben sollte neben der Förderung des Stillens auch gehören, die Frauen vor unnötigem seelischem Druck zu schützen. Die friedliche Koexistenz von stillenden und nicht stillenden Müttern wäre eine schöne Vision – und für die Babys keineswegs bedrohlich.
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die Frage? Soweit ich sehe, gibt es vier Fragezeichen, viele Sätze mit implizierten Aussagen und eine Schussaussage.
Etwas krude...
Wenn ich einige Kommentare lese, dann bekomme ich im wahrsten Sinne des Wortes "das Kotzen"!
Keiner kann jemandem vorschreiben, sein Kind zu stillen! Egal, ob ein Mensch aus ästhetischen oder was auch immer für Gründen darauf verzichtet!
Nur weil man ein Kind bekommt, heißt das nicht, dass man sein Leben aufgeben muss, seine Ideale, seinen "Körper", seine Karriere!
Man muss sich nicht in ein Café setzen und dort seine Brust auspacken, wenn einem das unangenehm ist! Dieses konservative Denken ist mehr als schrecklich - es ist ekelhaft!
"...Keiner kann jemandem vorschreiben, sein Kind zu stillen! Egal, ob ein Mensch aus ästhetischen oder was auch immer für Gründen darauf verzichtet!
Nur weil man ein Kind bekommt, heißt das nicht, dass man sein Leben aufgeben muss, seine Ideale, seinen "Körper", seine Karriere!..."
Ich lasse es mir dann aber umgekehrt auch nicht nehmen, an den mütterlichen Qualitäten solcher Frauen erhebliche Zweifel anzumelden.
Ein Kind zu stillen, bedeuted für Sie also, daß man seine Ideale, seine Karriere ode gar sein Leben aufgibt? Meinen Sie das Ernst? Mensch, machen Sie mal halb lang! Und wenn Sie manche Kommentare hier "zum Kotzen" und "ekelhaft" finden, dann sagt das mehr über Sie, als über die Verfasser jener Beiträge.
"...Keiner kann jemandem vorschreiben, sein Kind zu stillen! Egal, ob ein Mensch aus ästhetischen oder was auch immer für Gründen darauf verzichtet!
Nur weil man ein Kind bekommt, heißt das nicht, dass man sein Leben aufgeben muss, seine Ideale, seinen "Körper", seine Karriere!..."
Ich lasse es mir dann aber umgekehrt auch nicht nehmen, an den mütterlichen Qualitäten solcher Frauen erhebliche Zweifel anzumelden.
Ein Kind zu stillen, bedeuted für Sie also, daß man seine Ideale, seine Karriere ode gar sein Leben aufgibt? Meinen Sie das Ernst? Mensch, machen Sie mal halb lang! Und wenn Sie manche Kommentare hier "zum Kotzen" und "ekelhaft" finden, dann sagt das mehr über Sie, als über die Verfasser jener Beiträge.
Wenn eine Mutter nur aus Befindlichkeit ihrem Baby durch nichtstillen Nachteile zumutet ist dies für mich ein Zeichen krankhaften Egoismus'. Es handelt sich um übersteigerten Individualismus. Es ist nicht die Frage ob Stillen wenig "Spaß" macht oder nicht, es ist eine Frage der Liebe zum eigenen Kind. Es geht auch nicht um eine Meinung, sondern um eine von der Natur definierte Tatsache! Es ist die naturgewollte, über jahrtausende, gar jahrmillionen ausgearbeitete Methode der optimalen Babyernährung. Von welcher Hybris muss man befangen sein künstliche, wenige Jahre oder Jahrzehnte alte Methoden der natürlichen Babyernährung gleichzustellen. Wer keinen "Fun" am Stillen hat muss sich ernsthaft fragen lassen ob er die richtige Einstellung zum Kindererziehen hat.
Stillen gehört für Sie also zur Erziehung? Mehr als befremdlich ...
Interessant, was Sie alles aus dem Stillen ableiten.
Wenn also die richtige Einstellung zum Kindererziehen mit dem Stillen beginnt, bin ich heilfroh, von Ihrer Methode unabhängig zu sein.
Sie schreiben: "Es ist die naturgewollte, über jahrtausende, gar jahrmillionen ausgearbeitete Methode der optimalen Babyernährung."
Warum wird ausgerechnet beim Stillen diese Naturromantik betont. Was sonst noch in Ihrem Leben ist denn noch ach-sonatürlich? Duschen Sie nicht mit Kosmetika? Schauen Sie kein TV? Essen Sie nicht Nahrung aus dem Supermarkt statt aus dem Wald? Schlafen Sie unter Bäumen oder in beheizten Räumen? Unser gesamtes Leben ist künstlich und zivilisiert.
Iss ja OK wenn Sie Pro-Stillen sind (ich auch) aber Sie tun falsche Argumente vorschieben um ihre individuelle Meinung als allgemeine Wahrheit darzstellen.
Irgendwie sscheint diese Haltung gegenüber Frauen verbreitet zu sein. In konservativen Kreisen wird ja gerne über die "natürliche Rolle der Frau" schwadroniert um das Hausfrauentum zu begründen. Was soll an einem Haus, einem Ceranherd, Putzmitteln, Einkaufen fahren mit Auto oder sonstigem "Hausfrauenkram" denn irgendwie "natürlich" sein?
Tatsache ist, dass einige Frauen sich schwer mit dem Stillen tun. Wöchenrinnen haben genug Stress, da braucht man denen nicht noch ein schlechtes Gewissen machen. wo es doch keinen auffälligen Unterschied macht ob gestillt wird oder nicht.
Gruß
immernochnaiv
Ich bin alles andere als eine Feministin, aber Frauen wie Sie (ich nehme mal an, dass Sie eine sind!) tragen erheblich dazu bei, dass sich immer weniger intelligente gebildete Frauen mit Aussicht auf eine tolle Karriere dazu entscheiden Kinder zu kriegen. Was Sie hier sanktionieren ist ebenjene Möglichkeit, die unsere Gesellschaft der modernen unabhängigen Frau schuldig ist, nämlich Karriere, Kind und persönliche Freiheit miteinander zu vereinbaren und ihre eigenen Entscheidungen zu treffen. Mit Ihrer Haltung legen Sie eine Verachtung gegenüber berufstätigen oder anderweitig viel beschäftigten Frauen an den Tag, die so arrogant und selbstgerecht ist, dass man es im Kopf nicht aushält! Wenn es nach Leuten wie Ihnen ginge, (gottseidank tut es das nicht!) so würde bald ein 'mindcrime' eingeführt, das es für junge Mütter strafbar macht, sich zu wünschen mal wieder eine Stunde für sich zu haben - und zwar ohne ihr Kind!
Die Frauen, die bis vor ein paar Jahrzehnten noch praktisch ausnahmslos gestillt haben, waren in anderen Umständen als die Frau von heute, was sie dadurch aber nicht als bessere Müttern qualifiziert! Die Hauptvoraussetzung für eine gute Mutter ist die Vereinbarkeit von Elternschaft und persönlichen Zielen. Letzteres haben Frauen jahrtausendelang aufgegeben um nichts anderes zu sein als eine Mutter, die ihr Kind über alles andere stellt. Eine Mutter, die mit diesen Idealen eine Tochter erzieht, verweist ihr eigenes Kind damit implizit in seine geschlechtsspezifische Gesellschaftsrolle, nämlich die der Mutter, wenn die Tochter einmal groß ist. Wer eine 'Still-Pflicht' fordert, der verweigert Frauen den freien Willen über ihren eigenen Körper, egal welche psychischen oder physischen Folgen sie zu tragen hat. Reaktionärer geht es einfach nicht. Willkommen in einer Gesellschaft, in der sich in Zukunft vornehmlich nur noch Frauen aus der ungebildeten sozialen Unterschicht (oder Frauen ohne Identität und mit starkem Ehemann) mit der weiblichen 'Opferrolle' der Mutter bereit sein werden zu identifizieren. Eine Frau steht ja immerhin im Dienste der Gesellschaft, nicht wahr?
Stillen gehört für Sie also zur Erziehung? Mehr als befremdlich ...
Interessant, was Sie alles aus dem Stillen ableiten.
Wenn also die richtige Einstellung zum Kindererziehen mit dem Stillen beginnt, bin ich heilfroh, von Ihrer Methode unabhängig zu sein.
Sie schreiben: "Es ist die naturgewollte, über jahrtausende, gar jahrmillionen ausgearbeitete Methode der optimalen Babyernährung."
Warum wird ausgerechnet beim Stillen diese Naturromantik betont. Was sonst noch in Ihrem Leben ist denn noch ach-sonatürlich? Duschen Sie nicht mit Kosmetika? Schauen Sie kein TV? Essen Sie nicht Nahrung aus dem Supermarkt statt aus dem Wald? Schlafen Sie unter Bäumen oder in beheizten Räumen? Unser gesamtes Leben ist künstlich und zivilisiert.
Iss ja OK wenn Sie Pro-Stillen sind (ich auch) aber Sie tun falsche Argumente vorschieben um ihre individuelle Meinung als allgemeine Wahrheit darzstellen.
Irgendwie sscheint diese Haltung gegenüber Frauen verbreitet zu sein. In konservativen Kreisen wird ja gerne über die "natürliche Rolle der Frau" schwadroniert um das Hausfrauentum zu begründen. Was soll an einem Haus, einem Ceranherd, Putzmitteln, Einkaufen fahren mit Auto oder sonstigem "Hausfrauenkram" denn irgendwie "natürlich" sein?
Tatsache ist, dass einige Frauen sich schwer mit dem Stillen tun. Wöchenrinnen haben genug Stress, da braucht man denen nicht noch ein schlechtes Gewissen machen. wo es doch keinen auffälligen Unterschied macht ob gestillt wird oder nicht.
Gruß
immernochnaiv
Ich bin alles andere als eine Feministin, aber Frauen wie Sie (ich nehme mal an, dass Sie eine sind!) tragen erheblich dazu bei, dass sich immer weniger intelligente gebildete Frauen mit Aussicht auf eine tolle Karriere dazu entscheiden Kinder zu kriegen. Was Sie hier sanktionieren ist ebenjene Möglichkeit, die unsere Gesellschaft der modernen unabhängigen Frau schuldig ist, nämlich Karriere, Kind und persönliche Freiheit miteinander zu vereinbaren und ihre eigenen Entscheidungen zu treffen. Mit Ihrer Haltung legen Sie eine Verachtung gegenüber berufstätigen oder anderweitig viel beschäftigten Frauen an den Tag, die so arrogant und selbstgerecht ist, dass man es im Kopf nicht aushält! Wenn es nach Leuten wie Ihnen ginge, (gottseidank tut es das nicht!) so würde bald ein 'mindcrime' eingeführt, das es für junge Mütter strafbar macht, sich zu wünschen mal wieder eine Stunde für sich zu haben - und zwar ohne ihr Kind!
Die Frauen, die bis vor ein paar Jahrzehnten noch praktisch ausnahmslos gestillt haben, waren in anderen Umständen als die Frau von heute, was sie dadurch aber nicht als bessere Müttern qualifiziert! Die Hauptvoraussetzung für eine gute Mutter ist die Vereinbarkeit von Elternschaft und persönlichen Zielen. Letzteres haben Frauen jahrtausendelang aufgegeben um nichts anderes zu sein als eine Mutter, die ihr Kind über alles andere stellt. Eine Mutter, die mit diesen Idealen eine Tochter erzieht, verweist ihr eigenes Kind damit implizit in seine geschlechtsspezifische Gesellschaftsrolle, nämlich die der Mutter, wenn die Tochter einmal groß ist. Wer eine 'Still-Pflicht' fordert, der verweigert Frauen den freien Willen über ihren eigenen Körper, egal welche psychischen oder physischen Folgen sie zu tragen hat. Reaktionärer geht es einfach nicht. Willkommen in einer Gesellschaft, in der sich in Zukunft vornehmlich nur noch Frauen aus der ungebildeten sozialen Unterschicht (oder Frauen ohne Identität und mit starkem Ehemann) mit der weiblichen 'Opferrolle' der Mutter bereit sein werden zu identifizieren. Eine Frau steht ja immerhin im Dienste der Gesellschaft, nicht wahr?
Ich wurde nicht gestillt, mein Sohn wurde nicht gestillt. Und wir erfreuen uns allerbester Gesundheit.
Vielleicht, weil wir uns nicht an diesen krankmachenden Ideologieschlachten beteiligen.
sondern die nähe, der geruch zur mutter und zur brust, bilden auch den anteil zu gesteigerter immunabwehr später.
emanzipation hin oder her, natur und evolution lassen sich nicht hintergehen. eine mutter sollte nur auf ihr bauchgefühl hören und sich sonst nicht gross beeinflussen lassen. eine mutter die von innen überzeugt nicht stillt,
kann über andere nähe zum kind das bestimmt auch gut ausgleichen. nichts ist schlimmer für ein kind wie eine unsichere mutter. auch was nützt eine mutter welche ihr kind stillt und es dann doch alleine in einem kinderbett getrennt von ihr schlafen lässt. mütter sollten nicht zu sehr auf zeitschriften,den eigenen belasteten kopf, schwiegermütter und sonstige der abertausenden besserwisser (auch ärzte gehören dazu) hören, sondern auf die eigene stimme aus ihrem bauch, denn die ist uralt und macht das seit hunderttausenden jahren. das schützt auch vor burnout :)
ein vater
"...natur und evolution lassen sich nicht hintergehen. eine mutter sollte nur auf ihr bauchgefühl hören und sich sonst nicht gross beeinflussen lassen. ...."
... aber "Natur und Evolution" sind da mehr als eindeutig. Wir reden nicht umsonst von "Säugetieren". Man sollte mal nicht so tun, als stünde hier eine in der Natur offene Frage zur Disposition. Die ganze Thematik ist ein recht junges Luxusproblem. 99% der Menschen in der Menschheitsgeschichte dürften sich so eine Frage überhaupt nicht gestellt haben, schlicht auch deswegen, weil es historisch für breite Schichten schon unter rein ökonomischen Aspekten keine wirkliche Alternative zum Stillen gab. Und es wird sich meines Erachtens noch zeigen müssen, ob das wirklich eine Angelegenheit ist, die einzig der Entscheidungshoheit der Frau als Individuum belassen werden kann. Aus der Tatsache, dass es sich um ein junges Phänomen handelt, folgt nämlich zwangsläufig auch, dass die nachhaltigen Folgen in der Breite noch gar nicht wirklich erforscht und bewertet werden können. Es gibt ja auch kaum standardisierte Erfassungsverfahren, anhand derer empirische Daten gesammelt werden. Oder kennen Sie einen Arzt, der seine Patienten danach fragt, ob sie gestillt wurden? Das steht uns alles noch bevor. Die Ergebnisse der Forschung, was die Vorzüge der Muttermilch anbelangt, sind sehr beeindruckend. Und sie lassen im Umkehrschluss schlimmes befürchten hinsichtlich der möglichen Folgen ihrer Abstinenz.
"...natur und evolution lassen sich nicht hintergehen. eine mutter sollte nur auf ihr bauchgefühl hören und sich sonst nicht gross beeinflussen lassen. ...."
... aber "Natur und Evolution" sind da mehr als eindeutig. Wir reden nicht umsonst von "Säugetieren". Man sollte mal nicht so tun, als stünde hier eine in der Natur offene Frage zur Disposition. Die ganze Thematik ist ein recht junges Luxusproblem. 99% der Menschen in der Menschheitsgeschichte dürften sich so eine Frage überhaupt nicht gestellt haben, schlicht auch deswegen, weil es historisch für breite Schichten schon unter rein ökonomischen Aspekten keine wirkliche Alternative zum Stillen gab. Und es wird sich meines Erachtens noch zeigen müssen, ob das wirklich eine Angelegenheit ist, die einzig der Entscheidungshoheit der Frau als Individuum belassen werden kann. Aus der Tatsache, dass es sich um ein junges Phänomen handelt, folgt nämlich zwangsläufig auch, dass die nachhaltigen Folgen in der Breite noch gar nicht wirklich erforscht und bewertet werden können. Es gibt ja auch kaum standardisierte Erfassungsverfahren, anhand derer empirische Daten gesammelt werden. Oder kennen Sie einen Arzt, der seine Patienten danach fragt, ob sie gestillt wurden? Das steht uns alles noch bevor. Die Ergebnisse der Forschung, was die Vorzüge der Muttermilch anbelangt, sind sehr beeindruckend. Und sie lassen im Umkehrschluss schlimmes befürchten hinsichtlich der möglichen Folgen ihrer Abstinenz.
... für diesen wunderbaren Artikel, aber muss da nicht _Promotion_ darüber stehen. Unglaublich, wie sich selbst in Qualitätsmedien die Lobbyarbeit bemerbar macht, die doch eignetlich die Lobbyarbeit kontrollieren soll. Da kaufen wir bio-Produkte, machen Yoga, entdecken neue Innerlichkeit und Natürlichkeit und unsere Kinder bekommen Industriefutter von einem Konzern, der weltweit Arbeitnehmerrechte unterdrückt und ie Umwelt verschmutzt. Herzlichen Dank, dass das nicht zur Sprache kommt...
Bei unserem ersten klappte das Stillen noch, meine Frau stillte 12 Stunden am Tag, ab dem 3 Monat gab es dann aber auch Zusatzmilch.
Beim 2. Kind hatte meine Frau nicht so viel Zeit. Sie musste sich auch um das 1. Kind kümmern, und konnte nicht mehr den ganzen Tag stillen. Das Baby schrie fast den ganzen Tag und wir wunderten uns warum. Als bei den Kontrollen Gewicht und Grösse um 2 Standartabweichungen abfielen entschlossen wir uns nach 6-8 Wochen mit Erlaubnid der Ärztin zusätzlich auch noch Milch zu geben. Das Schreien hörte sofort auf, bis zum Ende des Stillens im 12 Lebensmonat gab es dann sowohl Muttermilch, als auch Babynahrung.
Jetzt nach 1½ Jahren ist der Wachstumsrückstand dank Zusatznahrungnahrung zum Teil wieder aufgeholt und liegt nur noch bei einer Standartabweichung im Minus.
Stillen alleine reicht nicht immer, man kann ja beides machen. Dieses entweder-oder verstehe ich nicht. Aber wenn eine Frau von vorneherein garnicht stillen möchte, dann verstehe ich das nicht. Mich würde auch interessieren, was unsere 3-Fache Mutter im Artikel dazu bewogen hat.
Stillen als Pflicht??? So eine Forderung macht mich sprachlos vor Wut!
Ich bin Hebamme und habe meine beiden Kinder gestillt. Das war für mich der richtige Weg und ich bekam auch Unterstützung von meinem Umfeld.
Wenn eine Frau aber nicht stillen will, werde ich das ohne Nachfrage akzeptieren. Sie ist schließlich erwachsen - also setze ich voraus, daß sie sich mit dem Thema auseinadergesetzt hat und ihre Entscheidung informiert getroffen hat. Die Gründe gehen mich nichts an. Kein Kind sollte mit Widerwillen gestillt werden müssen.
Körperkontakt, Liebe und Zuwendung kann man einem Baby auch geben, wenn man mit der Flasche füttert..... und nur das ist "Pflicht" wenn man ein Kind bekommt.
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