"Ich bin überzeugt, dass wir einen gewissen Kontrollverlust akzeptieren müssen"
Seipenbusch: Ich muss jetzt in ganz vielen Punkten widersprechen. Vor ein paar Jahren, vor dem Internet, hat sich kein Mensch für das Urheberrecht interessiert. Damit kam nur in Berührung, wer eine Druckerpresse oder ein Plattenlabel hatte. Heute greift das Urheberrecht in den Alltag von Millionen Menschen ein. Und es droht damit eine völlig unangemessene Bedeutung zu gewinnen. Wir brauchen etwas, mit dem man im Alltag auch ohne exakte Urheberrechtskenntnisse existieren kann. Wenn wir das nicht tun, werden die Leute sagen: Das Urheberrecht nervt mich jeden Tag, das wollen wir nicht mehr. Deshalb brauchen wir einen Freiraum vom Urheberrecht, einen Bereich des Fair Use...
ZEIT: ...also nicht autorisierte, aber legale Nutzungen von fremdem geistigem Eigentum.
Hegemann: Der Begriff Fair Use stammt aus der amerikanischen Rechtsprechung. Er klingt in deutschen Ohren gut. Wer hat schon etwas gegen eine faire Nutzung? Nur: Auch amerikanische Gerichte erlauben als Fair Use nicht den unbegrenzten Zugriff auf das geistige Eigentum fremder Menschen. Was Sie vorschlagen, ist kein fairer Ausgleich der Interessen von Usern, Schöpfern und Verwertern, was Sie fordern, läuft auf die völlige Freigabe hinaus.
Seipenbusch: Nein. Wir wollen keine komplette Freigabe.
Hegemann: Ich bestreite auch, dass es unmöglich ist, Regelungen zu finden, die den Ausgleich zwischen Usern und Urhebern schaffen. Das Netz liefert sie uns ja. Wenn ich mir auf iTunes Musik hole, zahle ich ganz kleines Geld und handele völlig legal. Es stimmt nicht, dass die technischen Eigenheiten des Netzes automatisch dazu führen, dass die Urheber rechtlos werden und die Nutzer machen können, was sie wollen.
ZEIT: Wenn wir eine Analogie bilden: Die Deutschen könnten auf den Acker gehen und Kartoffeln stehlen. Sie tun es aber nicht, obwohl die Hürde ziemlich niedrig ist. Warum nicht? Weil sie ein Unrechtsbewusstsein haben und weil es bequemer ist, Kartoffeln im Supermarkt zu kaufen. Wieso soll dieses Verhalten nicht bei digitalen Kulturgütern möglich sein?
Hegemann: Warum stehle ich die Kartoffeln nicht vom Acker? Weil ich weiß, dass es Unrecht ist. Wenn ich den Menschen sage, das Runterladen in Tauschbörsen ist erlaubt, dann ist das so, als wenn ich ihnen sage: Du kannst die Kartoffel vom Acker nehmen. Sofort wäre der Acker leer.
Seipenbusch: Eben nicht. Sie begehen den klassischen Denkfehler: Wenn ich etwas für umsonst kriege, dann kauft das keiner. Das ist falsch. Vor ein paar Tagen haben »Die Ärzte« ihr Album auf YouTube gestellt, alle Songs, trotzdem ist es auf Platz eins der Verkaufs-Charts.
Hegemann: Meine These ist: Die Leute zahlen auf iTunes für Musik und Filme, weil sie wissen, dass es strafbar ist, sich diese Güter von Pirate Bay herunterzusaugen. In der Sekunde, wo Sie das Downloaden entkriminalisieren, wie Sie das nennen, ist iTunes tot.
Seipenbusch: Ihre Alternative ist also: abmahnen, bis der Arzt kommt? Die Polizei schicken?
Hegemann: Nein, sondern: akzeptieren, dass auch im Netz die Rechte der Urheber und Verwerter gewahrt und durchgesetzt werden müssen. Hinter Ihrer ganzen Auffassung steckt das Diktat der normativen Kraft des Faktischen. Sie sagen, weil das Filesharing im Netz nicht zu verhindern ist: Sorry, liebe Urheber, schleicht euch, ihr könnt es eh nicht durchsetzen. Dann wird ein großer Popanz aufgebaut, dass die Kontrolle im Netz angeblich Grundrechte verletzt.
ZEIT: Lassen wir uns von der Technologie unsere gesellschaftlichen Regeln vorschreiben? Oder versuchen wir, die Technik zu beherrschen?
Seipenbusch: Das ist ein wichtiger Punkt. Ich bin überzeugt, dass wir einen gewissen Kontrollverlust akzeptieren müssen, wenn wir nicht das Internet komplett abschalten wollen. Datenschützer erleben einen Kontrollverlust, weil Menschen zu Facebook gehen. Dass es Millionen Kanäle gibt und eine Website wie ZEIT ONLINE nur noch eine von vielen ist, bringt einen Kontrollverlust für die klassischen Medien mit sich. Die Frage ist: Wie gehen wir mit diesem Kontrollverlust um, der sich nicht mehr rückgängig machen lässt?






... dass die Schallplatte erfunden wurde und die ersten kommerziellen Veröffentlichungen erschienen.
Damals gab es viele Musiker, die sich weigerten, ihre Kunst auf Platte zu bannen. Andere wie Caruso nahmen die neue Technik sehr ernst und versuchten in möglichst guter Qualität zu veröffentlichen.
Auch heute gibt es Künstler, die sich irritiert gegen Neuerungen wehren und alle möglichen und unmöglichen Begründungen ins Feld führen. Musikverlage quälen uns mit ihren Spitzfindigkeiten, dass sich z. B. bei Musikdateien, die Urheberrechte nach dem Kauf nicht erschöpfen. Der Käufer darf die Datei also nicht weiterverkaufen, muss sie aber mit 99 Cent vergleichsweise teuer bezahlen. Bei CDs war das noch anders.
Wenn die Rechteinhaber und Rechteverwerter ein kontrolliertes Internet einführen wollen, müssen sie das vor ihren Kindern und Enkelkindern verantworten. Mir gruselt, wenn ich sehe, wie in Ländern wie China, Iran oder Syrien ins Internet eingegriffen wird, um den Menschen das zu verbieten, was sie aus ihrem freien Willen heraus machen wollen. Gesetze reichen nicht als Begründung.
Ich meine, wenn mit den Werken der Künstler Geld verdient wird, sollen sie auf jeden Fall mitverdienen. Wenn die Rechteverwerter das Internet totalüberwachen wollen, um ihre kommerziellen Interessen, bis in die intimsten Lebensbereiche von Privatpersonen zu verfolgen, sind sie gewissenlose Geschäftemacher, die auf gar keinen Fall noch mehr Recht erlangen dürfen.
"Wenn die Rechteinhaber und Rechteverwerter ein kontrolliertes Internet einführen wollen, müssen sie das vor ihren Kindern und Enkelkindern verantworten. Mir gruselt, wenn ich sehe, wie in Ländern wie China, Iran oder Syrien ins Internet eingegriffen wird, um den Menschen das zu verbieten, was sie aus ihrem freien Willen heraus machen wollen. Gesetze reichen nicht als Begründung."
Mir gruselt dabei auch. Mir gruselt aber auch, wenn ich sehe, wie verantwortungslos viele mit dem Internet umgehen. Denn letztendlich ist es so: Am Ende wird das Internet stärker kontrolliert werden, was mit Sicherheit nicht allzu positiv ist (aber eben auch nicht nur negativ). Und einer der Gründe dafür wird das ständige verstoßen gegen das Urherrecht sein. Man könnte also auch sagen: Wer Musik, Filme, etc. illegal downloaded, der ist mit verantwortlich dafür, das es so kommt.
"Ich meine, wenn mit den Werken der Künstler Geld verdient wird, sollen sie auf jeden Fall mitverdienen. Wenn die Rechteverwerter das Internet totalüberwachen wollen, um ihre kommerziellen Interessen, bis in die intimsten Lebensbereiche von Privatpersonen zu verfolgen, sind sie gewissenlose Geschäftemacher, die auf gar keinen Fall noch mehr Recht erlangen dürfen."
Wenn User sich so wenig um Verantwortung scheren und kümmern, dann haben sie am Ende nichts anderes verdient.
"Wenn die Rechteinhaber und Rechteverwerter ein kontrolliertes Internet einführen wollen, müssen sie das vor ihren Kindern und Enkelkindern verantworten. Mir gruselt, wenn ich sehe, wie in Ländern wie China, Iran oder Syrien ins Internet eingegriffen wird, um den Menschen das zu verbieten, was sie aus ihrem freien Willen heraus machen wollen. Gesetze reichen nicht als Begründung."
Mir gruselt dabei auch. Mir gruselt aber auch, wenn ich sehe, wie verantwortungslos viele mit dem Internet umgehen. Denn letztendlich ist es so: Am Ende wird das Internet stärker kontrolliert werden, was mit Sicherheit nicht allzu positiv ist (aber eben auch nicht nur negativ). Und einer der Gründe dafür wird das ständige verstoßen gegen das Urherrecht sein. Man könnte also auch sagen: Wer Musik, Filme, etc. illegal downloaded, der ist mit verantwortlich dafür, das es so kommt.
"Ich meine, wenn mit den Werken der Künstler Geld verdient wird, sollen sie auf jeden Fall mitverdienen. Wenn die Rechteverwerter das Internet totalüberwachen wollen, um ihre kommerziellen Interessen, bis in die intimsten Lebensbereiche von Privatpersonen zu verfolgen, sind sie gewissenlose Geschäftemacher, die auf gar keinen Fall noch mehr Recht erlangen dürfen."
Wenn User sich so wenig um Verantwortung scheren und kümmern, dann haben sie am Ende nichts anderes verdient.
Es ist interessant, wie in der ganzen Diskussion fast ausschließlich über Urheber gesprochen wird und die Verwerter nur am Rande erwähnt werden. und es sind doch gerade die Rechteverwerter, die ihre Felle davonschwimmen sehen und deshalb in Größenordnungen Anwälte der Abmahnindustrie beschäftigen. bei Musik und Film sind die Urheber durch Konzerte, Kino und DVD-Spezials weit weniger betroffen als man dem Volk glauben machen möchte. Einzig literarische Autoren ziehen mit steigender Zahl von e-readern tatsächlich durch Raubkopien den Kürzeren.
Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie fast identische Argumente seitens der Rechteverwerter veröffentlicht wurden als erste Radios mit doppelten Kassettendeck auf den Markt kamen. Unter ähnlichen Argumenten wurden auch Kopierer und CD-Brenner mit Zwangsabgaben belegt.
Ich bin wirklich kein Verfechter der völligen Abschaffung des Urheberrechts, aber so arm dran wie die Rechteverwerter uns glauben machen wollen, ist auch keiner. Und besonders wenn man sich die Gier der Gema ansieht, die mittlerweile jedes dritte Youtube-Video in Deutschland sperren lässt, weil der Autor die falsche HIntergrundmusik gewählt hat...
"Es ist interessant, wie in der ganzen Diskussion fast ausschließlich über Urheber gesprochen wird und die Verwerter nur am Rande erwähnt werden."
Das ist so, weil Hegemann ganz explizit darauf hinweist, daß sich die Piraten bisher nahezu gar nicht mit den Urhebern beschäftigt haben, sondern diese ignorieren. Das versucht Seipenbusch zu widerlegen, ohne jedoch auch nur einen brauchbaren Vorschlag abzuliefern. Denn es sind nicht nur die "Verwerter", die ihre Rechte davonschwimmen sehen, sondern gerade auch die Urheber.
"Ich bin wirklich kein Verfechter der völligen Abschaffung des Urheberrechts, aber so arm dran wie die Rechteverwerter uns glauben machen wollen, ist auch keiner."
Aha, und woher nehmen Sie ihre intimen Kenntnisse?
"Und besonders wenn man sich die Gier der Gema ansieht, die mittlerweile jedes dritte Youtube-Video in Deutschland sperren lässt, weil der Autor die falsche HIntergrundmusik gewählt hat..."
Was auch völlig richtig ist, weil nach geltendem Recht hier das Urheberrecht mißachtet wird. Mir persönlich wäre es zum Beispiel zuwider, wenn Sie oder andere Mitglieder dieser planlosen Partei meine Musik oder meine Texte verwenden würden, um damit ihre Videos zu schmücken - noch dazu ohne zu fragen oder dafür zu bezahlen.
"Es ist interessant, wie in der ganzen Diskussion fast ausschließlich über Urheber gesprochen wird und die Verwerter nur am Rande erwähnt werden."
Das ist so, weil Hegemann ganz explizit darauf hinweist, daß sich die Piraten bisher nahezu gar nicht mit den Urhebern beschäftigt haben, sondern diese ignorieren. Das versucht Seipenbusch zu widerlegen, ohne jedoch auch nur einen brauchbaren Vorschlag abzuliefern. Denn es sind nicht nur die "Verwerter", die ihre Rechte davonschwimmen sehen, sondern gerade auch die Urheber.
"Ich bin wirklich kein Verfechter der völligen Abschaffung des Urheberrechts, aber so arm dran wie die Rechteverwerter uns glauben machen wollen, ist auch keiner."
Aha, und woher nehmen Sie ihre intimen Kenntnisse?
"Und besonders wenn man sich die Gier der Gema ansieht, die mittlerweile jedes dritte Youtube-Video in Deutschland sperren lässt, weil der Autor die falsche HIntergrundmusik gewählt hat..."
Was auch völlig richtig ist, weil nach geltendem Recht hier das Urheberrecht mißachtet wird. Mir persönlich wäre es zum Beispiel zuwider, wenn Sie oder andere Mitglieder dieser planlosen Partei meine Musik oder meine Texte verwenden würden, um damit ihre Videos zu schmücken - noch dazu ohne zu fragen oder dafür zu bezahlen.
"Hegemann: Meine These ist: Die Leute zahlen auf iTunes für Musik und Filme, weil sie wissen, dass es strafbar ist, sich diese Güter von Pirate Bay herunterzusaugen. In der Sekunde, wo Sie das Downloaden entkriminalisieren, wie Sie das nennen, ist iTunes tot."
Falsch, ich zahle für Filme und Musik in iTunes, weil die Filme und die Musik die ich mir kaufe gut ist und der Preis gerechtfertigt ist.
Mir ist es völlig egal ob es strafbar ist oder nicht. Wenn ich zum Beispiel einen Film im Handel nur in einer furchtbar schlechten Fassung bekomme, z.b. mit extra Szenen die keiner will, etc, dann saug ich mir den halt auf den mir bekannten und sicheren Wegen, und damit ist sicher nicht Pirate Bay gemeint. Dass Torrent Netzwerke noch genannt werden ist übrigens ein weiteres Zeichen dafür die rückständig das Denken der "Experten" ist.
Na klar, die Leute zahlen bei itunes für Inhalte, weil dort die Qualität gewährleistet ist, weil die Medienbibliothek übersichtlich ist, weil das Handling und die Synchronisation mit den Endgeräten unkompliziert sind.
Kurz: Sie zahlen für die Dienstleistung, aber nicht aus diffuser Angst vor Strafe. Herr Hegemann liegt da falsch.
Geld verdienen kann man also nicht allein mit den Inhalten selbst, sondern den Formaten, durch die die Inhalte vermarktet werden.
Auf einen Teil dieser Einnahmen müssen die Urheber allerdings ein Anrecht haben. Und hier liegt auch die Chance, denn es werden sich in einem freien Internet gewiss noch viele neue Vermarktungsformen bilden.
Alles zu lassen wie es ist, ist jedoch keine Lösung. Die Realität ist längst weiter und das werden auch die Künstler sicher am Ende noch lernen müssen, sie haben bestenfalls die Möglichkeit, diese Entwicklung noch ein klein wenig hinauszuzögern.
Na klar, die Leute zahlen bei itunes für Inhalte, weil dort die Qualität gewährleistet ist, weil die Medienbibliothek übersichtlich ist, weil das Handling und die Synchronisation mit den Endgeräten unkompliziert sind.
Kurz: Sie zahlen für die Dienstleistung, aber nicht aus diffuser Angst vor Strafe. Herr Hegemann liegt da falsch.
Geld verdienen kann man also nicht allein mit den Inhalten selbst, sondern den Formaten, durch die die Inhalte vermarktet werden.
Auf einen Teil dieser Einnahmen müssen die Urheber allerdings ein Anrecht haben. Und hier liegt auch die Chance, denn es werden sich in einem freien Internet gewiss noch viele neue Vermarktungsformen bilden.
Alles zu lassen wie es ist, ist jedoch keine Lösung. Die Realität ist längst weiter und das werden auch die Künstler sicher am Ende noch lernen müssen, sie haben bestenfalls die Möglichkeit, diese Entwicklung noch ein klein wenig hinauszuzögern.
"ich sehe nicht ein monatelang für etwas zu arbeiten was sich dann jeder einfach so nehmen kann ohne das ich was dafür bekomme und doch: Lieber Künstler mach für uns gefälligst Kunst aber sieh zu wie du dein Geld bekommst."
Warum sollte es Künstlern da besser gehen als allen anderen?
Jeder verkauft seine Arbeitskraft, und sein Preis richtet sich mehr oder auch weniger nach Nachfrage/Angebot. An allen weiteren Wertschöfpungsschritten in der Verwertungskette ist das Individuum in den allerallerwenigsten Fällen noch beteiligt. Warum auch? Wo kämen wir denn da hin, wenn der Handwerker für jedes Geschäftsjahr noch die Hand aufhalten würde, weil die von ihm miterstellte Fabrikhalle tolle Geschäfte ermöglicht? Landwirte könnten die Bankenrettungen aus der Portokasse bezahlen, wenn sie in den Wertschöpfungsketten beteiligt wären - ohne Essen geht schliesslich nirgends etwas.
Von einem staatlich protegierten Garantie-Einkommen+Inkasso-System und dem "großen Popanz [..], dass die Kontrolle im Netz angeblich Grundrechte verletzt" (!!) ganz zu schweigen...
Hegemann: "Der Lyriker hat in der Regel nicht die Möglichkeit, sein Gedichtbändchen auf den Markt zu bringen. Dazu braucht er den Verleger."
Auf dieser Lüge fusst heute die Existenz der gesamten, überflüssigen Branche: kein Mensch braucht heute den Verwertungsapparat des 20. Jahrhunderts. Kein Kunde will diese unnötige "Dienstleistung" bezahlen!
Nachfrage und Angebot.
Wenn ihr Markt wollt, dann richtig. Rosinenpickende Aasgeier!!
"Warum sollte es Künstlern da besser gehen als allen anderen?
Jeder verkauft seine Arbeitskraft, und sein Preis richtet sich mehr oder auch weniger nach Nachfrage/Angebot."
Exakt. Und wie jeder am Umfang der Downloads sieht, ist die Nachfrage nach Werken von Urhebern sehr groß. Also müssen die Urheber entsprechend entlohnt werden.
Und wem ein Produkt/eine Leistung zu teuer ist, der konsumiert es einfach nicht/nimmt sie nicht in Anspruch. Fertig ist das.
Darin besteht das grundlegende Problem! Es gibt Menschen, die nicht fähig sind, die logische Konsequenz daraus ziehen, wenn sie einen Produktpreis als zu teuer empfinden: Es einfach nicht konsumieren.
Im Grunde sind das alles konsumsüchtige Opfer ihrer eigenen mangelnden Reflexionsfähigkeit.
"Warum sollte es Künstlern da besser gehen als allen anderen?"
Das ist ja mal eine tolle Begründung. Super! Entlarvend ehrlich und, verzeihen sie, ganz schön unklug.
"Auf dieser Lüge fusst heute die Existenz der gesamten, überflüssigen Branche: kein Mensch braucht heute den Verwertungsapparat des 20. Jahrhunderts. Kein Kunde will diese unnötige "Dienstleistung" bezahlen!"
Ja, sowas kommt dann dabei heraus, wenn man keine Ahnung hat wovon man spricht.
Und: die Verallgemeinerung behalten Sie doch bitte bei sich.
Nur weil Sie billige Wegwerfprodukte präferieren, ist das glücklicherweise nicht bei allen so.
"Warum sollte es Künstlern da besser gehen als allen anderen?
Jeder verkauft seine Arbeitskraft, und sein Preis richtet sich mehr oder auch weniger nach Nachfrage/Angebot."
Exakt. Und wie jeder am Umfang der Downloads sieht, ist die Nachfrage nach Werken von Urhebern sehr groß. Also müssen die Urheber entsprechend entlohnt werden.
Und wem ein Produkt/eine Leistung zu teuer ist, der konsumiert es einfach nicht/nimmt sie nicht in Anspruch. Fertig ist das.
Darin besteht das grundlegende Problem! Es gibt Menschen, die nicht fähig sind, die logische Konsequenz daraus ziehen, wenn sie einen Produktpreis als zu teuer empfinden: Es einfach nicht konsumieren.
Im Grunde sind das alles konsumsüchtige Opfer ihrer eigenen mangelnden Reflexionsfähigkeit.
"Warum sollte es Künstlern da besser gehen als allen anderen?"
Das ist ja mal eine tolle Begründung. Super! Entlarvend ehrlich und, verzeihen sie, ganz schön unklug.
"Auf dieser Lüge fusst heute die Existenz der gesamten, überflüssigen Branche: kein Mensch braucht heute den Verwertungsapparat des 20. Jahrhunderts. Kein Kunde will diese unnötige "Dienstleistung" bezahlen!"
Ja, sowas kommt dann dabei heraus, wenn man keine Ahnung hat wovon man spricht.
Und: die Verallgemeinerung behalten Sie doch bitte bei sich.
Nur weil Sie billige Wegwerfprodukte präferieren, ist das glücklicherweise nicht bei allen so.
Publizieren als eine der einzigen "wissenschaftlichen" Fachrichtungen heute noch wie anno dazumal. Kaum eine andere Disziplin ist diesbezüglich derart reaktionär. Mir ist klar warum jemand, der als Jurist sozialisiert wurde sich nicht vorstellen kann, wie die Welt der anderen z.B. Ingenieure, Physiker, Biscience-Leute etc. Funktioniert. Bis Juristen den ersten preprint Server betreiben sind wir im 22.Jahrhundert und Open Access kommt wohl nie( kann man ja nichts mehr verdienen). Urheberrecht ist juristisches Selbstverständinis - die Macht des Faktischen, die Welt der anderen (Dummen) die Vorstellung, dass eine Gesellschaft von gefallenen Schranken beim Austausch nicht materieller Leistungen nur profitieren kann - alles nichts für das Juristenhirn.
Die altruistische Weltsicht anderer wird dem juristisch sozialisierten Menschen wohl immer fremd bleibe- störend dabei ist nur, dass diese wenigen uns viele regieren.
Piraten: klar machen zum entern!
Akademische Publikationen werden in der Regel sowieso nicht verguetet, und publizierende Akademiker muessen nicht von den Erloesen ihrer Publikationen leben - anders als Kuenstler.
Akademische Publikationen werden in der Regel sowieso nicht verguetet, und publizierende Akademiker muessen nicht von den Erloesen ihrer Publikationen leben - anders als Kuenstler.
Meinung von Herrn Seipenbusch in einen Selbstbedienungsladen gehen, mir die gewünschten Dinge nehmen und ihn wieder verlassen darf (kann), ohne zu bezahlen, und schließe ein Sprichwort aus dem aktuellen Kreuzworträtsel von DIE ZEIT an: Wäre kein Recht im Lande, so hätte das meiste, wer das meiste nehmen könnte. - Das schamlose Brechen von Urheberrechten ist reine Piraterie und Diebstahl, wie oben beschriebenes Verhalten im Selbstbedienungsladen, und damit kriminell. - Das Problem läßt sich lösen, Regeln für die Anwendung des Urheberrechts finden wie schon in der Vergangenheit - wenn man will. -
nehmen könnte."
Das soll einer verstehen. Wie wird denn _mit_ Recht im Lande geregelt, wer das meiste hat?
Ohne Recht jedenfalls könnten, wenn einer schon mehr angehäuft hat, als er festhalten oder gar überblicken kann, sich diejenigen, die's nötiger haben, auch was nehmen.
In Zeiten überbordender Vermögen durch überbordende Staatsschulden wird das mehr und mehr zu einer Kardinalsfrage.
Wie lässt sich denn ein Staat rechtfertigen, der Eigentum und die damit kumulierende Macht schützt und nicht dafür sorgt, dass der Schutz damit vergolten wird, dass auch die anderen nicht zu kurz kommen? Was sagt die Kalendersprüche-Datenbank denn dazu?
Ich möchte wirklich nicht spitzfindig sein, aber mit dem andauernden Vergleich einerseits zwischen VERBRECHEN wie "Diebstahl", "Piraterie" und vor allem "Raub" mit andererseits dem VERGEHEN einer Urheberrechtsverletzung zeigt deutlich auf, wie sehr die Polemik und die Manipulation der Medienindustrie schon Früchte trug.
Für Sie auch noch mal:
http://www.youtube.com/wa...
Der Unterschied sollte doch langsam mal klar sein
nehmen könnte."
Das soll einer verstehen. Wie wird denn _mit_ Recht im Lande geregelt, wer das meiste hat?
Ohne Recht jedenfalls könnten, wenn einer schon mehr angehäuft hat, als er festhalten oder gar überblicken kann, sich diejenigen, die's nötiger haben, auch was nehmen.
In Zeiten überbordender Vermögen durch überbordende Staatsschulden wird das mehr und mehr zu einer Kardinalsfrage.
Wie lässt sich denn ein Staat rechtfertigen, der Eigentum und die damit kumulierende Macht schützt und nicht dafür sorgt, dass der Schutz damit vergolten wird, dass auch die anderen nicht zu kurz kommen? Was sagt die Kalendersprüche-Datenbank denn dazu?
Ich möchte wirklich nicht spitzfindig sein, aber mit dem andauernden Vergleich einerseits zwischen VERBRECHEN wie "Diebstahl", "Piraterie" und vor allem "Raub" mit andererseits dem VERGEHEN einer Urheberrechtsverletzung zeigt deutlich auf, wie sehr die Polemik und die Manipulation der Medienindustrie schon Früchte trug.
Für Sie auch noch mal:
http://www.youtube.com/wa...
Der Unterschied sollte doch langsam mal klar sein
machen wir es doch ganz einfach. Leute wie SIE sorgen dafür, dass JEDER ALLES runterladen kann und Leute wie ich (also Wissenschaflter und Künstler) werden nichts mehr ins Netz stellen und auch den Verlagen das nicht mehr erlauben und sobald auch nur ein Satz oder ein Musikstück oder ein Teil von einem Film im Netz auftaut wird der "Einsteller" mit einer Millionenklage begütet.
Denn ganz ehrlich, ich sehe nicht ein monatelang für etwas zu arbeiten was sich dann jeder einfach so nehmen kann ohne das ich was dafür bekomme und doch, Herr Seipenbusch, SIE sagen durchaus: Lieber Künstler mach für uns gefälligst Kunst aber sieh zu wie du dein Geld bekommst.
"ich sehe nicht ein monatelang für etwas zu arbeiten was sich dann jeder einfach so nehmen kann ohne das ich was dafür bekomme und doch: Lieber Künstler mach für uns gefälligst Kunst aber sieh zu wie du dein Geld bekommst."
Warum sollte es Künstlern da besser gehen als allen anderen?
Jeder verkauft seine Arbeitskraft, und sein Preis richtet sich mehr oder auch weniger nach Nachfrage/Angebot. An allen weiteren Wertschöfpungsschritten in der Verwertungskette ist das Individuum in den allerallerwenigsten Fällen noch beteiligt. Warum auch? Wo kämen wir denn da hin, wenn der Handwerker für jedes Geschäftsjahr noch die Hand aufhalten würde, weil die von ihm miterstellte Fabrikhalle tolle Geschäfte ermöglicht? Landwirte könnten die Bankenrettungen aus der Portokasse bezahlen, wenn sie in den Wertschöpfungsketten beteiligt wären - ohne Essen geht schliesslich nirgends etwas.
Von einem staatlich protegierten Garantie-Einkommen+Inkasso-System und dem "großen Popanz [..], dass die Kontrolle im Netz angeblich Grundrechte verletzt" (!!) ganz zu schweigen...
Hegemann: "Der Lyriker hat in der Regel nicht die Möglichkeit, sein Gedichtbändchen auf den Markt zu bringen. Dazu braucht er den Verleger."
Auf dieser Lüge fusst heute die Existenz der gesamten, überflüssigen Branche: kein Mensch braucht heute den Verwertungsapparat des 20. Jahrhunderts. Kein Kunde will diese unnötige "Dienstleistung" bezahlen!
Nachfrage und Angebot.
Wenn ihr Markt wollt, dann richtig. Rosinenpickende Aasgeier!!
Und was verdienen _Sie_ an Ihrer Wissenschaft?
Ist die Realität der Wissenschaft nicht die, dass wir Wissenschaftler je nach Länge des Artikels und Zahl der farbigen Abbildungen mehrere Tausend Euro/Dollar an einen Verlag bezahlen dürfen, damit _unsere_ Ergebnisse erscheinen und dieser gleiche Verlag dann den Zugang zu unserem Artikel teuer an Bibliotheken verkaufen kann. So dass die Wissenschaft, die dem Fortschritt der Menschheit dienen soll, nur einem betuchten Kreis wirklich zur Verfügung steht? Ich habe meine letzte Erstautorenpublikation zu Plos ONE geschickt, und es wird nicht die letzte sein. Online-Publikation, sofort für alle zum Download verfügbar, Creative Commons Lizenz. _Das_ ist die Zukunft der Wissenschaft. Und das ist gut so.
Zu Künstlern äußere ich mich heute nicht.
... was machst du eigentlich mit meinem Geld, welches ich an dich mit dem Kauf eines jeden PC´s, jeder Festplatte, jedes USB-Sticks, jeder DvD oder CD an dich bezahle, ohne das ich je ein Werk deiner Schaffenskraft je auf meinen Computer kopiert habe, aber trotzdem für dein Schaffen bezahle?
Und jeder, der sich dafür entscheidet, diesen Weg hauptberuflich zu gehen, weiß das.
"Denn ganz ehrlich, ich sehe nicht ein monatelang für etwas zu arbeiten was sich dann jeder einfach so nehmen kann."
Dann lassen Sie es halt. Ich bin der festen Überzeugung heraus, dass es auch Leute gibt, die Musik aus Spaß machen und schreiben (ich selber z.B.).
Mir ist es in der Tat völlig egal, wie Künstler zu ihrem Geld kommen. Denn eigentlich bin ich der Meinung, dass niemand in diesem Land hauptberufliche Künstler braucht, wenn es denn Leute gibt, die diesen Job auch für lau machen. Wenn eine Fangemeinde oder ein Gönner sich entschließen, einen Künstler so zu fördern, dass er sich ganz seiner Kunst widmen kann, dann finde ich das in Ordnung. Aber künstliche Verknappungen einzuführen, finde ich prinzipiell bedenklich.
Nachvollziehen kann ich dagegen den Gedanken im Patentrecht, andere von der kommerziellen Nutzung ausschließen zu können. D.h. niemand soll ohne meine Erlaubnis mit Aufnahmen meiner Musik Geld verdienen.
Irgendwie haben das ja auch schon die Komponisten und Musiker geschafft, BEVOR es verkaufbare Tonträger gab.
Nebenberuflich habe ich aber selbst mit Musik schon den ein oder anderen Euro verdient - nämlich mit Live-Auftritten, die kann niemand so einfach kopieren^^.
Ihre Methode ist die einzige funktionierende Methode, wie "Geistiges Eigentum" tatsächlich ihr Eigentum bleiben kann.
Wer meint, er könne seine Werke für oder ohne Geld in die Welt verteilen und dann immer noch von seinem "Geistigen Eigentum" reden, liegt falsch.
So ist der Mensch nicht gemacht. Wenn er was sieht, was er an Methoden, Tricks und Kniffen kopieren und dann nutzen kann, das kopiert er natürlich nach bestem Können. Alles andere wäre nicht menschlich.
Das macht die Diskussion doch so traurig. Die Verfechter des Urheberrechts verlangen von der Menschheit, das sie zwar die Kulturtechniken nutzen sollen (CD, DVD, Computer, Internet), um ihren Content zu konsumieren, aber sie sollen bitteschön dem menschlichsten aller Triebe zu kopieren, widerstehen. So funktioniert der Mensch nicht.
Deshalb ist klar, dass wenn die Urheberrechtskämpfer ihren Willen bekommen und das Internet so stark kontrolliert wird, das keine Kopien mehr möglich sind, wir ein Internet haben, auf das selbst die Chinesische Partei eifersüchtig ist.
Das ist es, was die Künstler, die für mehr Kontrolle eintreten, erzeugen werden. Ein Big-Brother-Internet. Da finde ich Ihren Entschluss tatsächlich vorbildlich und lobenswert. Meinen ausdrücklichen Dank an Sie. Bitte werben Sie für Ihre Idee bei möglichst vielen Mit-Künstlern.
"ich sehe nicht ein monatelang für etwas zu arbeiten was sich dann jeder einfach so nehmen kann ohne das ich was dafür bekomme und doch: Lieber Künstler mach für uns gefälligst Kunst aber sieh zu wie du dein Geld bekommst."
Warum sollte es Künstlern da besser gehen als allen anderen?
Jeder verkauft seine Arbeitskraft, und sein Preis richtet sich mehr oder auch weniger nach Nachfrage/Angebot. An allen weiteren Wertschöfpungsschritten in der Verwertungskette ist das Individuum in den allerallerwenigsten Fällen noch beteiligt. Warum auch? Wo kämen wir denn da hin, wenn der Handwerker für jedes Geschäftsjahr noch die Hand aufhalten würde, weil die von ihm miterstellte Fabrikhalle tolle Geschäfte ermöglicht? Landwirte könnten die Bankenrettungen aus der Portokasse bezahlen, wenn sie in den Wertschöpfungsketten beteiligt wären - ohne Essen geht schliesslich nirgends etwas.
Von einem staatlich protegierten Garantie-Einkommen+Inkasso-System und dem "großen Popanz [..], dass die Kontrolle im Netz angeblich Grundrechte verletzt" (!!) ganz zu schweigen...
Hegemann: "Der Lyriker hat in der Regel nicht die Möglichkeit, sein Gedichtbändchen auf den Markt zu bringen. Dazu braucht er den Verleger."
Auf dieser Lüge fusst heute die Existenz der gesamten, überflüssigen Branche: kein Mensch braucht heute den Verwertungsapparat des 20. Jahrhunderts. Kein Kunde will diese unnötige "Dienstleistung" bezahlen!
Nachfrage und Angebot.
Wenn ihr Markt wollt, dann richtig. Rosinenpickende Aasgeier!!
Und was verdienen _Sie_ an Ihrer Wissenschaft?
Ist die Realität der Wissenschaft nicht die, dass wir Wissenschaftler je nach Länge des Artikels und Zahl der farbigen Abbildungen mehrere Tausend Euro/Dollar an einen Verlag bezahlen dürfen, damit _unsere_ Ergebnisse erscheinen und dieser gleiche Verlag dann den Zugang zu unserem Artikel teuer an Bibliotheken verkaufen kann. So dass die Wissenschaft, die dem Fortschritt der Menschheit dienen soll, nur einem betuchten Kreis wirklich zur Verfügung steht? Ich habe meine letzte Erstautorenpublikation zu Plos ONE geschickt, und es wird nicht die letzte sein. Online-Publikation, sofort für alle zum Download verfügbar, Creative Commons Lizenz. _Das_ ist die Zukunft der Wissenschaft. Und das ist gut so.
Zu Künstlern äußere ich mich heute nicht.
... was machst du eigentlich mit meinem Geld, welches ich an dich mit dem Kauf eines jeden PC´s, jeder Festplatte, jedes USB-Sticks, jeder DvD oder CD an dich bezahle, ohne das ich je ein Werk deiner Schaffenskraft je auf meinen Computer kopiert habe, aber trotzdem für dein Schaffen bezahle?
Und jeder, der sich dafür entscheidet, diesen Weg hauptberuflich zu gehen, weiß das.
"Denn ganz ehrlich, ich sehe nicht ein monatelang für etwas zu arbeiten was sich dann jeder einfach so nehmen kann."
Dann lassen Sie es halt. Ich bin der festen Überzeugung heraus, dass es auch Leute gibt, die Musik aus Spaß machen und schreiben (ich selber z.B.).
Mir ist es in der Tat völlig egal, wie Künstler zu ihrem Geld kommen. Denn eigentlich bin ich der Meinung, dass niemand in diesem Land hauptberufliche Künstler braucht, wenn es denn Leute gibt, die diesen Job auch für lau machen. Wenn eine Fangemeinde oder ein Gönner sich entschließen, einen Künstler so zu fördern, dass er sich ganz seiner Kunst widmen kann, dann finde ich das in Ordnung. Aber künstliche Verknappungen einzuführen, finde ich prinzipiell bedenklich.
Nachvollziehen kann ich dagegen den Gedanken im Patentrecht, andere von der kommerziellen Nutzung ausschließen zu können. D.h. niemand soll ohne meine Erlaubnis mit Aufnahmen meiner Musik Geld verdienen.
Irgendwie haben das ja auch schon die Komponisten und Musiker geschafft, BEVOR es verkaufbare Tonträger gab.
Nebenberuflich habe ich aber selbst mit Musik schon den ein oder anderen Euro verdient - nämlich mit Live-Auftritten, die kann niemand so einfach kopieren^^.
Ihre Methode ist die einzige funktionierende Methode, wie "Geistiges Eigentum" tatsächlich ihr Eigentum bleiben kann.
Wer meint, er könne seine Werke für oder ohne Geld in die Welt verteilen und dann immer noch von seinem "Geistigen Eigentum" reden, liegt falsch.
So ist der Mensch nicht gemacht. Wenn er was sieht, was er an Methoden, Tricks und Kniffen kopieren und dann nutzen kann, das kopiert er natürlich nach bestem Können. Alles andere wäre nicht menschlich.
Das macht die Diskussion doch so traurig. Die Verfechter des Urheberrechts verlangen von der Menschheit, das sie zwar die Kulturtechniken nutzen sollen (CD, DVD, Computer, Internet), um ihren Content zu konsumieren, aber sie sollen bitteschön dem menschlichsten aller Triebe zu kopieren, widerstehen. So funktioniert der Mensch nicht.
Deshalb ist klar, dass wenn die Urheberrechtskämpfer ihren Willen bekommen und das Internet so stark kontrolliert wird, das keine Kopien mehr möglich sind, wir ein Internet haben, auf das selbst die Chinesische Partei eifersüchtig ist.
Das ist es, was die Künstler, die für mehr Kontrolle eintreten, erzeugen werden. Ein Big-Brother-Internet. Da finde ich Ihren Entschluss tatsächlich vorbildlich und lobenswert. Meinen ausdrücklichen Dank an Sie. Bitte werben Sie für Ihre Idee bei möglichst vielen Mit-Künstlern.
Ich lebe zum Großteil von Grafiken, deren Verwertung ich selbst regele. Ich vergebe auch die entsprechenden Lizenzen. Was mich an dieser ganzen Diskussion immer wundert ist, wie sinnbefreit sie geführt wird. Was habe ich davon, im Netz jemanden zu verklagen, der meine Grafiken privat nutzt? Genau, nichts, außer ich definiere das berufliche Abzocken von Schülern als Einnahmequelle. Die Grafiken, nicht kommerziell genutzt, würden mir deswegen kein Geld bringen, weil der 14-Jährige sie vermutlich nicht kaufen würde, nur weil er seinen Blog mit einer Zeichnung von mir schmücken will.
Warum ist also FairUse so abwegig? iTunes hat - hier muss ich dem altruistischen Medienanwalt ein kleines bisschen widersprechen - eben gerade doch bewiesen, dass Benutzer durchaus bereit sind, Geld für eine faire Nutzung (zum Beispiel muss ich nicht mehr ein komplettes Album kaufen) auszugeben. Und dass in einer Zeit, wo die ebenfalls rein altruistisch operierenden Medienkonzerne beklagt hatten, dass ihnen aufgrund böser Raubkopierer Mrd. Verluste entstanden sind. Apple hat ein faires System eingeführt und hat damit ... wieviel nochmal Gewinn gemacht?
Die ganze Diskussion entsteht, weil Menschen, die mit Nichts Geld verdienen wollen Angst davor haben, dass in Zukunft eine reine Nachfrage ihre Verdienstmöglichkeiten definiert. Peinlich.
Sie verkaufen Ihre Lizenzen an Leute, die das kommerziell nutzen. Pop-Musik kann natürlich auch kommerziell genutzt werden, der primäre Markt ist aber der Private.
Sie verkaufen Ihre Lizenzen an Leute, die das kommerziell nutzen. Pop-Musik kann natürlich auch kommerziell genutzt werden, der primäre Markt ist aber der Private.
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