Stimmt's?Sind Töpfe aus Kupfer gefährlich?

...fragt Michael Steigemann aus Bielefeld von 

Kupfer ist ein Schwermetall, das unser Körper einerseits braucht, das aber in großen Mengen auch giftig wirkt. Gut oder schlecht, das ist, wie so oft, auch hier eine Frage der Dosierung.

Köche schätzen Kupfertöpfe nicht nur, weil sie schön aussehen, sondern weil Kupfer eine sehr hohe Wärmeleitfähigkeit hat. Die Hitze der Kochplatte wird schnell und gleichmäßig an den Inhalt des Topfs weitergegeben.

Anzeige
Serie: Stimmt's?
Stimmt's?

Für weitere Artikel zur Serie "Stimmt's?" klicken Sie auf dieses Bild  |  © Jeff J. Mitchell/Getty Images

Kupfer reagiert darüber hinaus chemisch mit Lebensmitteln. Das ist oft erwünscht – etwa beim Bierbrauen und bei der Käseherstellung, weil das Kupfer aus Kesseln und Töpfen den Stoffwechsel der Mikroorganismen beeinflusst und so durchaus positiv auf den Geschmack wirken kann. Beim Kochen aber legt man auf chemische Wechselwirkungen eigentlich keinen Wert. Deshalb sind die meisten Kupfertöpfe innen beschichtet – entweder mit Zinn oder mit Edelstahl. Vor allem eine Zinnschicht aber nutzt sich durch die Benutzung ab. Kann man sich dann vergiften? Klaus Ockenfeld vom Deutschen Kupferinstitut rät von der Zubereitung säurehaltiger Speisen in reinem Kupfergeschirr ab – man solle etwa darin keinen Salat anrichten. Außerdem zerstört Kupfer Vitamin C. Es ist also durchaus sinnvoll, auf eine intakte Beschichtung zu achten, auch wenn bei den meisten Speisen keine Vergiftungsgefahr besteht.

Die Adressen für "Stimmt’s"-Fragen: DIE ZEIT, Stimmt’s?, 20079 Hamburg oder stimmts@zeit.de . Das "Stimmt’s?"-Archiv: www.zeit.de/stimmts

Diesen Artikel finden Sie als Audiodatei im Premiumbereich unter www.zeit.de/audio

Zur Startseite
 
Schreiben Sie den ersten Kommentar!

    Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

    • Serie Stimmt's?
    • Schlagworte Metall | Metallware | Kochen
    Service