SchützenlobbyEs kann jeden treffen

Die Amokläufe von Erfurt, Winnenden und Oslo haben dem liberalen deutschen Waffenrecht wenig anhaben können. Rund sieben Millionen Waffen lagern in Privathäusern. Warum hat die Schützenlobby so viel Macht?

Als sich der 19-jährige Robert Steinhäuser im Erfurter Gutenberg-Gymnasium die Gesichtsmaske über den Kopf zieht und seine Pumpgun lädt, sitzt der Waffenlobbyist Joachim Streitberger 300 Kilometer entfernt auf der Tribüne des Bundestages in Berlin. Ausgerechnet an jenem 26. April 2002 debattiert das Parlament über das neue Waffenrecht, es ist, als habe ein Zyniker die Regie dieses Vormittags übernommen. Noch weiß niemand im Plenarsaal, was sich zur selben Zeit in Erfurt abspielt, im Bundestag läuft alles wie geplant. Es zeichnet sich ab, dass es ein guter Tag für die deutsche Waffenlobby werden wird.

Ein Politiker der CDU steht am Rednerpult: »CDU/CSU, Jäger, Sportschützen und Waffensammler haben gut gezielt und voll ins Schwarze getroffen«, kommentiert er den Entwurf zum neuen Waffenrecht. »Waidmannsheil«, hallt es aus dem Plenarsaal. Der Jägergruß. Joachim Streitberger ist Jäger. Er trägt wie immer Anzug und Krawatte. Wenn er spricht, erkennt man keine Regung. Streitberger ist bis in die letzte Faser kontrolliert. Das mag dem Anwalt geholfen haben bei seinem Aufstieg zu einem der wichtigsten Vertreter der deutschen Schützenlobby. Eigentlich hatte das Innenministerium die Zahl der Waffen im Land begrenzen wollen. Aber dieser Passus ist auch auf Druck der Lobby gestrichen worden. »Es ist gut, dass die sinnlose Waffenbegrenzung vom Tisch ist«, sagt ein Redner, »dass junge Leute jetzt wieder üben können. Der Jugend ist hier eine Chance zur Leistung zu geben, gerade in den Schützenvereinen.« Ein anderer Abgeordneter bedankt sich für die gute und enge Zusammenarbeit mit dem Forum Waffenrecht. Den Verein hat Streitberger 1997 gegründet mit dem Ziel, aus deutschen Waffenbesitzern eine einflussreiche Lobby zu formen, eine Art deutsches Pendant zum mächtigen Sprachrohr der US-Waffenfreunde, der National Rifle Association. Heute sind 200 Verbände und 30.000 Einzelpersonen Mitglied im Forum Waffenrecht. Streitbergers Idee war, dass eine Interessengruppe vor allem dann von der Politik erhört wird, wenn sie mit einer starken Stimme spricht.

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Auch der Erfurter Robert Steinhäuser war Sportschütze, er hatte gelernt, mit Waffen umzugehen. Neben seiner Pumpgun hat er bei seinem Amoklauf eine Glock-17-Pistole dabei und mehrere Munitionsmagazine, befüllt mit Neun-Millimeter-Patronen, das ist die Standardgröße von Großkaliberwaffen, Munition, wie sie auch Militär und Polizei verwenden. In seiner ehemaligen Schule macht Steinhäuser Jagd auf Lehrer. Auch in den Klassenzimmern sind seine Opfer nicht sicher. Die Wucht der Großkalibermunition ist so gewaltig, dass die Patronen auch geschlossene Türen durchschlagen. Am Ende erschießt Steinhäuser sich selbst.

Über die Autoren

Die beiden Autoren Julia Friedrichs und Nicol Ljubic haben für die WDR-Dokumentation Waffen sind mein Leben über ein Jahr in der Schützenszene recherchiert.

In Berlin trinkt Joachim Streitberger nach der erfolgreichen Debatte mit dem Staatssekretär aus dem Innenministerium noch einen Kaffee. Dann verlässt er den Bundestag und schaltet sein Handy ein. Er hat mehrere SMS bekommen. Sie alle informieren ihn über den Amoklauf in Erfurt. Anfangs ist von drei Toten die Rede, und Streitberger sagt zu einem Kollegen, drei Tote, das halte man aus. Als er am Flughafen ankommt, melden die Nachrichten 17 Tote in Erfurt. Wird die Politik den Schützen nun die Waffen nehmen wollen, fragt er sich. So hatten die Regierungen vieler anderer Länder auf Schulmassaker reagiert. Aber die deutsche Schützenlobby wird auch die 17 Toten unbeschadet überstehen.

Im Schock, den dieser Tag auslöste, dachten viele, die Morde von Erfurt würden den Umgang mit Waffen in diesem Land für immer verändern. Sicherheitsexperten und Polizisten forderten ein Verbot der Großkaliberwaffen, wie Robert Steinhäuser sie benutzt hat. Andere verlangten, dass kein Schütze mehr Munition und Waffen bei sich zu Hause aufbewahren dürfte. Die Politik versprach zu handeln. Am Ende wurde an einigen gesetzlichen Stellschrauben gedreht, aber im Kern ist auch zehn Jahre nach Erfurt der Privatwaffenbesitz unangetastet.

Dabei folgten auf den Amoklauf von Erfurt weitere Taten. In Emsdetten schoss ein Schüler auf dem Gelände seiner ehemaligen Schule um sich und verletzte fünf Schüler. In Lörrach erschoss eine Sportschützin ihren Mann, tötete ihren Sohn und dann in einer Klinik einen Krankenpfleger. Und im März 2009 dann der Amoklauf von Winnenden: Die Debatten danach glichen einem einstudierten Schauspiel. Die Öffentlichkeit forderte Verbote. Die Politik schien einzulenken. Aber am Ende kam wenig Zählbares heraus. Noch immer gibt es in Deutschland rund sieben Millionen Waffen, die Schützen, Jägern und Sammlern gehören – mehr als in jedem anderen Land Europas. Und das, obwohl zwei Drittel der Deutschen gegen Waffen in Privathäusern sind.

Die Nürnberger Waffenmesse im März ist der jährliche Treffpunkt der Branche. Überall wiegen Waffenfreunde Gewehre und Pistolen in der Hand. Eine Frau prüft einen Minirevolver, zwei Freunde nehmen probeweise ein paar Messebesucher ins Visier, und ein Teenager hebt ein halbautomatisches Gewehr aus der Vitrine. Solche Kriegswaffen-Kopien sind bei Sportschützen beliebt, weil sich der Lauf der Waffe auch nach Tausenden Schuss nicht verzieht. All diese Waffen dürfen Schützen besitzen – ganz legal. Wer in Deutschland Mitglied in einem Schießsportverein ist, zwölf Monate trainiert, eine Prüfung ablegt und von seiner Kommunalbehörde als zuverlässig eingestuft wird, also etwa keine Vorstrafen hat und kein Alkoholproblem, darf Waffen kaufen.

Leserkommentare
  1. sie gegen Emailanhänge verteidigen zu können und führen den Pranger wieder ein.

    Meine Meinung dazu, ob ich als Bürger das Recht auf eine Waffe haben will gerät dadurch ins Schwanken.

    Man gibt ja sein Recht auf Gewalt zugunsten eines staatlichen Gewaltmonopols aus bestimmten Gründen ab.

    Ob diese Gründe in diesem Land noch gelten, das wäre mal eine interessante Frage.

    7 Leserempfehlungen
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    Verstehe ich Sie recht, daß Sie sich nur in einem totalitären Staat mit E-mail-Vorabkontrolle so sicher fühlen würden, daß Sie auf eine Schußwaffe verzichten würden?

    Wer so bizarr argumentiert sollte niemals in den Besitz von Waffen gelangen.

    Zu Ihrem Einwurf 2: Erfurt ist nicht gleich Winnenden.

    • joG
    • 26.04.2012 um 9:13 Uhr

    ... "liberalen deutschen waffenrechts" populistische Propaganda. Im Vergleich zu anderen Nationen ist das deutsche Waffenrecht nicht liberal.
    Auch ist die auf ein primitivierendes "mehr Waffen, mehr Tote" von sehr dubioser Realitätsnahe. Diese aussage ist bestenfalls umstritten und findet in den Zahlen kaum Bestätigung. Es gibt Länder mit vielen Waffen und wenig Toten und umgekehrt. Die Faktoren sind also komplizierter. Und wie wir wissen, ist eine unzulässige Vereinfachung um ein politisches Ziel (oder niedrigen Motiven wie Gehalt) Populismus und Propaganda.

    • joG
    • 26.04.2012 um 9:22 Uhr

    ....zum Gewaltmonopol wäre zu sagen, dass es wirklich die Frage ist, ob die Bürger im Lande genügend Kontrolle auf ihre Vertreter ausüben können. Das scheint zunehmend nämlich weniger der Fall, bzw die Politiker entwickeln offenbar Tendenzen bereits vorhandene Schwächen dieser Kontrollen zu testen und auszubauen. Das ist eine schleichende Gefahr und man muss hoffen, dass wir eine bessere Lösung finden als mit Waffen den wachsenden Machtmissbrauch einhalt zu gebieten. Wenn nicht, so soll es sein. Das wäre die Pflicht des Demokraten in einer Gesellschaft in Extremis.

    Verstehe ich Sie recht, daß Sie sich nur in einem totalitären Staat mit E-mail-Vorabkontrolle so sicher fühlen würden, daß Sie auf eine Schußwaffe verzichten würden?

    Wer so bizarr argumentiert sollte niemals in den Besitz von Waffen gelangen.

    Zu Ihrem Einwurf 2: Erfurt ist nicht gleich Winnenden.

    • joG
    • 26.04.2012 um 9:13 Uhr

    ... "liberalen deutschen waffenrechts" populistische Propaganda. Im Vergleich zu anderen Nationen ist das deutsche Waffenrecht nicht liberal.
    Auch ist die auf ein primitivierendes "mehr Waffen, mehr Tote" von sehr dubioser Realitätsnahe. Diese aussage ist bestenfalls umstritten und findet in den Zahlen kaum Bestätigung. Es gibt Länder mit vielen Waffen und wenig Toten und umgekehrt. Die Faktoren sind also komplizierter. Und wie wir wissen, ist eine unzulässige Vereinfachung um ein politisches Ziel (oder niedrigen Motiven wie Gehalt) Populismus und Propaganda.

    • joG
    • 26.04.2012 um 9:22 Uhr

    ....zum Gewaltmonopol wäre zu sagen, dass es wirklich die Frage ist, ob die Bürger im Lande genügend Kontrolle auf ihre Vertreter ausüben können. Das scheint zunehmend nämlich weniger der Fall, bzw die Politiker entwickeln offenbar Tendenzen bereits vorhandene Schwächen dieser Kontrollen zu testen und auszubauen. Das ist eine schleichende Gefahr und man muss hoffen, dass wir eine bessere Lösung finden als mit Waffen den wachsenden Machtmissbrauch einhalt zu gebieten. Wenn nicht, so soll es sein. Das wäre die Pflicht des Demokraten in einer Gesellschaft in Extremis.

  2. Auf Wunsch entfernt. Die Redaktion/lv

    Eine Leserempfehlung
  3. 3. [...]

    Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich sachlich. Die Redaktion/lv

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    In Gedanken wollte ich der CSU nur Gutes, daher dachte ich vermutlich an CSD, bin halt Rheinländer. :-)

    Danke an die Waffenlobby, wir müssen also nur mehr Briefe an unsere Abgeordneten schreiben als die Sportschützen.

    Dafür finden sich bei mir im dorf bestimmt genug, das letzte Kind das mit Papas Pistole sein Ende fand, das ist hier bestimmt noch in Erinnerung.

    @4
    Nach dem Klick auf den Abschickenbutton viel mir der Blödsinn auf, die Redaktion holt sich bestimmt nur noch nen Kaffee, meine morgendliche Leseglanzleistung habe ich aber selbst schon zum Abschuss per Meldefunktion freigegeben.

    Nein, ich würde aber, da ich diesem Staat immer weniger vertraue, mich mittlerweile fast mit Schusswaffen anfreunden können.

    Der Staat traut uns ja auch nicht, was sich in den ESM Verträgen nachlesen lässt.
    Dort geht es darum mit fremdem Militär Aufstände in anderen Staaten (EU-Staaten) niederzuschlagen.

    Man rechnet aber mit Aufständen aufgrund der politischen Richtung, dann trifft in meinen Augen zumindest die US Begründung für das Recht auf eine Waffe zu.

    Würd ich auch gern können. :-)

    In Gedanken wollte ich der CSU nur Gutes, daher dachte ich vermutlich an CSD, bin halt Rheinländer. :-)

    Danke an die Waffenlobby, wir müssen also nur mehr Briefe an unsere Abgeordneten schreiben als die Sportschützen.

    Dafür finden sich bei mir im dorf bestimmt genug, das letzte Kind das mit Papas Pistole sein Ende fand, das ist hier bestimmt noch in Erinnerung.

    @4
    Nach dem Klick auf den Abschickenbutton viel mir der Blödsinn auf, die Redaktion holt sich bestimmt nur noch nen Kaffee, meine morgendliche Leseglanzleistung habe ich aber selbst schon zum Abschuss per Meldefunktion freigegeben.

    Nein, ich würde aber, da ich diesem Staat immer weniger vertraue, mich mittlerweile fast mit Schusswaffen anfreunden können.

    Der Staat traut uns ja auch nicht, was sich in den ESM Verträgen nachlesen lässt.
    Dort geht es darum mit fremdem Militär Aufstände in anderen Staaten (EU-Staaten) niederzuschlagen.

    Man rechnet aber mit Aufständen aufgrund der politischen Richtung, dann trifft in meinen Augen zumindest die US Begründung für das Recht auf eine Waffe zu.

    Würd ich auch gern können. :-)

  4. Verstehe ich Sie recht, daß Sie sich nur in einem totalitären Staat mit E-mail-Vorabkontrolle so sicher fühlen würden, daß Sie auf eine Schußwaffe verzichten würden?

    Wer so bizarr argumentiert sollte niemals in den Besitz von Waffen gelangen.

    Zu Ihrem Einwurf 2: Erfurt ist nicht gleich Winnenden.

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    Sinngemäß.

    "Ich will zur Bundeswehr um zu lernen wie ich einen Menschen erschieße."

    Ich bin selbstverständlich anerkannter Kriegsdienstverweigerer, habe aber innerhalb der Dienstzeit verweigert aus komplexen Gründen die hier zu erläutern den Rahmen sprengen.

    Entsprechend hatte ich eine Einberufung, trotz dieses Satzes, ganz normal bekommen.

    Da kann ich so irre argumentieren wie ich will, an die wirklich Irren in unseren Verwaltungen komme ich noch lange nicht heran.

    Gelernt, selbst bei ehrlicher Begründung, hättens die Jungs auch woanders, das ist meine erschreckende Erkenntnis.

    Sinngemäß.

    "Ich will zur Bundeswehr um zu lernen wie ich einen Menschen erschieße."

    Ich bin selbstverständlich anerkannter Kriegsdienstverweigerer, habe aber innerhalb der Dienstzeit verweigert aus komplexen Gründen die hier zu erläutern den Rahmen sprengen.

    Entsprechend hatte ich eine Einberufung, trotz dieses Satzes, ganz normal bekommen.

    Da kann ich so irre argumentieren wie ich will, an die wirklich Irren in unseren Verwaltungen komme ich noch lange nicht heran.

    Gelernt, selbst bei ehrlicher Begründung, hättens die Jungs auch woanders, das ist meine erschreckende Erkenntnis.

  5. Man hat einmal das Waffenrecht vor langer Zeit eingeführt, um die Menschen vor Gewalt zu schützen. Das ist auch so lange gelungen, wie der Staat das Waffenrecht wirkungsvoll durchsetzen konnte. Heute sind in Deutschland mehrere Millionen schwarzer Schußwaffen auf dem Markt, die sich jeder ganz einfach beschaffen kann. Sie werden auch benutzt.
    Das Ergebnis der Waffengesetze ist: Der Schutz des Bürgers vor Waffengewalt hat sich ins Gegenteil umgekehrt. Recht schaffende Bürger werden von Waffen bedroht und der Staat sieht ohnmächtig zu.
    Im übrigen sollte auch geklärt werden, was eine Waffe ist. So ist jede Hausfrau oder jeder Schrebergärtner Besitzer von Hieb- und Stichwaffen, die beim Einsatz zu furchtbaren Verwundungen führen können.

    6 Leserempfehlungen
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    Szenario 1:
    Zwei Kriegsparteien: Staatsmacht und Gewaltverbrecher, gewöhnliches Volk ist entwaffnet und somit keine Kriegspartei.

    Szenaro 2:
    Drei Kriegsparteien: Staatsmacht, Gewaltverbrecher, gewöhnliches Volk.

    In welchem Szenario wird es mehr Tote geben?

    These: Wo es mehr Kriegsparteien gibt, gibt es auch mehr Tote.
    Gewaltverbrecher müssen proaktiv aggressiver sein, wenn sie jederzeit mit Gegenwehr rechnen. Zum Glück sind Gewaltverbrechen in einem Sozialstaat nicht das größte Problem, daher überwöge hier:

    Wenn jeder bewaffnet wäre, kämen noch "Bürgerkriege" im gewöhnlichen Volk dazu: Amokläufe, Wahnsinnige, Selbstjustizler und Rächer...
    Es gibt so viele frustrierte und nicht ganz rund laufende Typen! Dazu kämen noch die Ängstlichen, die lieber einmal zu oft als einmal zu selten abdrückten.

    Ich fühle mich jedenfalls um so sicherer, je weniger Leute eine Schußwaffe haben.

    Neben den Schußwaffen gibt es eine ganze Reihe von höchst gefährlichen Waffen, die für jeder Mann zur Verfügung stehen und deren Benutzung nicht kontrolliert wird.
    Im übrigen kann sehr wohl eine Waffe nach Ausbildung und Prüfung dem Bürger zur Verfügung gestellt werden. Wir praktizieren das in unserer Gesellschaft mit ca. 20 Mill Schußwaffen. Weshalb macht man Unterschiede zwischen Menschen die in einem Beamtenverhältnis stehen und einem normalen Bürger. Beide können die gleichen charakterlichen Eigenschaften und das gleiche Schutzbedürfnis haben.
    Im übrigen sei darauf hingewiesen, daß sich die Bürger schon längst bewaffnet haben, denn man vermutet in der Bevölkerung illegale Waffen in einer Größenordnung, die in den siebenstelligen Bereich geht.

    Meinen Sie Selbstjustiz? Oder wollten Sie darauf hinweisen, dass diese Bürge rechtschaffen sind?

    Szenario 1:
    Zwei Kriegsparteien: Staatsmacht und Gewaltverbrecher, gewöhnliches Volk ist entwaffnet und somit keine Kriegspartei.

    Szenaro 2:
    Drei Kriegsparteien: Staatsmacht, Gewaltverbrecher, gewöhnliches Volk.

    In welchem Szenario wird es mehr Tote geben?

    These: Wo es mehr Kriegsparteien gibt, gibt es auch mehr Tote.
    Gewaltverbrecher müssen proaktiv aggressiver sein, wenn sie jederzeit mit Gegenwehr rechnen. Zum Glück sind Gewaltverbrechen in einem Sozialstaat nicht das größte Problem, daher überwöge hier:

    Wenn jeder bewaffnet wäre, kämen noch "Bürgerkriege" im gewöhnlichen Volk dazu: Amokläufe, Wahnsinnige, Selbstjustizler und Rächer...
    Es gibt so viele frustrierte und nicht ganz rund laufende Typen! Dazu kämen noch die Ängstlichen, die lieber einmal zu oft als einmal zu selten abdrückten.

    Ich fühle mich jedenfalls um so sicherer, je weniger Leute eine Schußwaffe haben.

    Neben den Schußwaffen gibt es eine ganze Reihe von höchst gefährlichen Waffen, die für jeder Mann zur Verfügung stehen und deren Benutzung nicht kontrolliert wird.
    Im übrigen kann sehr wohl eine Waffe nach Ausbildung und Prüfung dem Bürger zur Verfügung gestellt werden. Wir praktizieren das in unserer Gesellschaft mit ca. 20 Mill Schußwaffen. Weshalb macht man Unterschiede zwischen Menschen die in einem Beamtenverhältnis stehen und einem normalen Bürger. Beide können die gleichen charakterlichen Eigenschaften und das gleiche Schutzbedürfnis haben.
    Im übrigen sei darauf hingewiesen, daß sich die Bürger schon längst bewaffnet haben, denn man vermutet in der Bevölkerung illegale Waffen in einer Größenordnung, die in den siebenstelligen Bereich geht.

    Meinen Sie Selbstjustiz? Oder wollten Sie darauf hinweisen, dass diese Bürge rechtschaffen sind?

  6. In Gedanken wollte ich der CSU nur Gutes, daher dachte ich vermutlich an CSD, bin halt Rheinländer. :-)

    Danke an die Waffenlobby, wir müssen also nur mehr Briefe an unsere Abgeordneten schreiben als die Sportschützen.

    Dafür finden sich bei mir im dorf bestimmt genug, das letzte Kind das mit Papas Pistole sein Ende fand, das ist hier bestimmt noch in Erinnerung.

    @4
    Nach dem Klick auf den Abschickenbutton viel mir der Blödsinn auf, die Redaktion holt sich bestimmt nur noch nen Kaffee, meine morgendliche Leseglanzleistung habe ich aber selbst schon zum Abschuss per Meldefunktion freigegeben.

    Nein, ich würde aber, da ich diesem Staat immer weniger vertraue, mich mittlerweile fast mit Schusswaffen anfreunden können.

    Der Staat traut uns ja auch nicht, was sich in den ESM Verträgen nachlesen lässt.
    Dort geht es darum mit fremdem Militär Aufstände in anderen Staaten (EU-Staaten) niederzuschlagen.

    Man rechnet aber mit Aufständen aufgrund der politischen Richtung, dann trifft in meinen Augen zumindest die US Begründung für das Recht auf eine Waffe zu.

    Eine Leserempfehlung
    Antwort auf "[...]"
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    • Spez
    • 26.04.2012 um 10:35 Uhr

    Als besorgter Bürger und weil es im Internet so viele Falschinformationen gibt, hätte ich gerne einen Beleg für die folgende Aussage.
    "Dort geht es darum mit fremdem Militär Aufstände in anderen Staaten (EU-Staaten) niederzuschlagen."

    • Spez
    • 26.04.2012 um 10:35 Uhr

    Als besorgter Bürger und weil es im Internet so viele Falschinformationen gibt, hätte ich gerne einen Beleg für die folgende Aussage.
    "Dort geht es darum mit fremdem Militär Aufstände in anderen Staaten (EU-Staaten) niederzuschlagen."

  7. Würd ich auch gern können. :-)

    Antwort auf "[...]"
  8. Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Spekulationen und Unterstellungen. Danke, die Redaktion/ls

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    • DDave
    • 26.04.2012 um 9:26 Uhr

    Ja, das Dokument zur Verschwörungstheorie in Winnenden ist lang und auch relativ logisch, nur was bringt es?

    Aber Fakt ist:
    Guns don´t kill people.
    Human murders people.

    Im Vergleich zu ca 3000 Verkehrstoten sind 145 Tote mit der Schusswaffe relativ wenig. Selbst wenn man die Zahlen aus den USA hernimmt(ca 12000, bei 311 Mio) wäre prozentual gesehen, das Auto in Deutschland als Waffe anzusehen...

    Ich selbst, habe noch nie den Drang gehabt irgendwie mit Waffen zu hantieren, aber bei den Tatsachen, wo De und die EU sich entwickeln kann ich nur sagen, dass das Volk wiederbewaffnet werden muss.(Überlegungen, wie Militär im Innern einsetzen; eine EU Kommission, die sich immer weiterreichende exekutive Werkzeuge aneignet, aber keiner judikativen Kontrolle unterzogen wird; EUROGENDFOR und insbesondere eine EU, die ca 230 Mio für Maßnahmen der Überwachung und Sicherheit gegen Terrorismus und Volksaufstände, etc ausgibt).
    Da kann ich nur sagen: Nein, danke...
    Je mehr Waffen unter dem Volk sind, desto mehr wird der Staat und die EU die Bürger respektieren...

    • Spez
    • 26.04.2012 um 10:41 Uhr

    Ich habe viele gehört und gelesen von beiden Fällen. Komischerweise sagt keiner etwas von einer Polizeiübung. Soweit ich weiß war der einzige Polizist auf Utoya der verkleidete Breivik. Wenn es so wäre?

    [...] Gekürzt. Verzichten Sie bitte auf Unterstellungen. Die Redaktion/kvk

    • DDave
    • 26.04.2012 um 9:26 Uhr

    Ja, das Dokument zur Verschwörungstheorie in Winnenden ist lang und auch relativ logisch, nur was bringt es?

    Aber Fakt ist:
    Guns don´t kill people.
    Human murders people.

    Im Vergleich zu ca 3000 Verkehrstoten sind 145 Tote mit der Schusswaffe relativ wenig. Selbst wenn man die Zahlen aus den USA hernimmt(ca 12000, bei 311 Mio) wäre prozentual gesehen, das Auto in Deutschland als Waffe anzusehen...

    Ich selbst, habe noch nie den Drang gehabt irgendwie mit Waffen zu hantieren, aber bei den Tatsachen, wo De und die EU sich entwickeln kann ich nur sagen, dass das Volk wiederbewaffnet werden muss.(Überlegungen, wie Militär im Innern einsetzen; eine EU Kommission, die sich immer weiterreichende exekutive Werkzeuge aneignet, aber keiner judikativen Kontrolle unterzogen wird; EUROGENDFOR und insbesondere eine EU, die ca 230 Mio für Maßnahmen der Überwachung und Sicherheit gegen Terrorismus und Volksaufstände, etc ausgibt).
    Da kann ich nur sagen: Nein, danke...
    Je mehr Waffen unter dem Volk sind, desto mehr wird der Staat und die EU die Bürger respektieren...

    • Spez
    • 26.04.2012 um 10:41 Uhr

    Ich habe viele gehört und gelesen von beiden Fällen. Komischerweise sagt keiner etwas von einer Polizeiübung. Soweit ich weiß war der einzige Polizist auf Utoya der verkleidete Breivik. Wenn es so wäre?

    [...] Gekürzt. Verzichten Sie bitte auf Unterstellungen. Die Redaktion/kvk

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