InvestitionKröten im Eisfach

Kluger Konsum ist, sein Geld für Konzerte statt für Handys auszugeben.

Ist Konsum böse? Wer immer sich mit Geldanlage beschäftigt, bekommt den Eindruck, nur Sparen sei gut. Wer spart, der sorgt vor. Er häuft Geld an und kann es in verschiedene Vermögensklassen investieren, in Tagesgeld, Gold, Immobilien, Baumwolle, Derivate, Schiffe oder Gott weiß, was. Wenn es läuft wie erhofft, bleiben am Ende ein paar Prozent Rendite übrig. Nach und nach wächst der Kontostand, sodass es einem auch im Alter gut geht. Wer spart, gilt deshalb als vernünftig. Bloß – ist das so?

Wenn ich mir Produkte wie jene von Vertu anschaue, dann stimme ich dieser Lesart sofort zu. Vertu ist eine Firma, die berühmt ist für sündhaft teure Mobiltelefone und aktuellen Meldungen zufolge kurz vor dem Verkauf an einen Finanzinvestor steht. Handys von Vertu sind teils mit Gold oder Edelsteinen ausgestattet, ihre Preise gehen dann auch schon einmal in die Hunderttausende. Als Klingelton ist neuerdings das Röhren eines Ferraris zu haben, stolzen Besitzern hilft ein Sonderservice dabei, zum Beispiel teure Geschenke zu organisieren. Ich selbst habe nie verstanden, warum jemand so viel Geld für Handys ausgeben will, aber wer’s mag.

Anzeige

In Konzerte investieren

Konsum ist jedoch nicht gleich Konsum. So habe ich am vergangenen Wochenende zwar kurz überlegt, ob ich tatsächlich ein paar meiner Kröten ausgeben soll, die ich – auch das eine Fehlspekulation, lieber Kollege Tenbrock! – nicht im Eisfach aufbewahre. Am Ende habe ich dann doch Karten für drei Konzerte gekauft. Konzerte ähneln in meinen Augen – ganz wie Reisen – eher einer Investition als Konsum.

Ja, ich gebe dabei Geld aus für etwas Vergängliches. Doch in den Momenten, in denen sie vorüberstreichen, verwandeln sich Konzerte – wenn sie gut sind – zu einzigartigen Erfahrungen, zu Erlebnissen, die mich bereichern und an die ich mein Leben lang zurückdenken werde. Wer nur spart, der versagt sich viel Schönes. So geht es letztlich eher darum, die richtige Balance zwischen Konsum und Sparen zu finden.

 
Leserkommentare
  1. die tägliche Dosis Dummheit. Wer spart gibt das Geld gierigen Banker, welche dann bitte schön, eine möglichst hohe Rendite herausholen sollen. Wenn Sie dann selbige erreicht haben, überschütten wir sie mit moralischen Ansprüchen, welche wir selber nicht im Geringsten einhalten könnten. Derweil ist es der andere Wahnsinn mit jeder Kaufentscheidung den sprichwörtlichen Sack Reis beim Fallen in die eine oder andere Richtung beeinflussen zu wollen geradezu haarsträubend *** anmaßend.

    Vielleicht wird es mit einfach mal laufen lassen, einfach mal leben, nicht jeden Tag im kleinen die Welt retten besser. Wäre schon schön, wenn man sich um die Großen Dinge kümmern könnte.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Konsum und Boykott sind tatsächlich die wirksamsten Waffen die der Bürger hat um sich gegen Mißstände zur Wehr zu setzen oder die Zukunft gestalten. Man kann das Ganze verbissen sehen, wie das viele Altökos und andere Mitbürger betreiben, oder sportlich betreiben. Ich habe irgendwann meine Einkäufe bei Supermärkten stark zurückgefahren, um in kleinen Läden und auf dem Markt einzukaufen. Ich habe weitestgehend auf Fleisch und Farmfisch verzichtet und besitze kein Auto. Auf dem Markt einkaufen, selber backen, einlegen und einmachen und kochen und zu schauen wo meine Kleidung herkommt, ist für mich Lebensqualität.

    Ab und zu sieht man mich natürlich im Mietwagen, in der Taxe, bei Lidl, H&M oder bei MacDo, BK und öfter mal mit einer Dose (!) Cola. Das ist auch nicht weiter schlimm, da ich mir nicht den Tag versauen will, indem ich mich dem sklavischen Diktat des moralischen Lifestyles unterwerfen will. Etwas weniger ist die Devise und das funktioniert. Heute sind 2/3 meiner Lebensmitteleinkäufe lokal, ökologisch oder fair gehandelt. Das reicht mir vollkommen.

    Konsum und Boykott sind tatsächlich die wirksamsten Waffen die der Bürger hat um sich gegen Mißstände zur Wehr zu setzen oder die Zukunft gestalten. Man kann das Ganze verbissen sehen, wie das viele Altökos und andere Mitbürger betreiben, oder sportlich betreiben. Ich habe irgendwann meine Einkäufe bei Supermärkten stark zurückgefahren, um in kleinen Läden und auf dem Markt einzukaufen. Ich habe weitestgehend auf Fleisch und Farmfisch verzichtet und besitze kein Auto. Auf dem Markt einkaufen, selber backen, einlegen und einmachen und kochen und zu schauen wo meine Kleidung herkommt, ist für mich Lebensqualität.

    Ab und zu sieht man mich natürlich im Mietwagen, in der Taxe, bei Lidl, H&M oder bei MacDo, BK und öfter mal mit einer Dose (!) Cola. Das ist auch nicht weiter schlimm, da ich mir nicht den Tag versauen will, indem ich mich dem sklavischen Diktat des moralischen Lifestyles unterwerfen will. Etwas weniger ist die Devise und das funktioniert. Heute sind 2/3 meiner Lebensmitteleinkäufe lokal, ökologisch oder fair gehandelt. Das reicht mir vollkommen.

  2. Konsum und Boykott sind tatsächlich die wirksamsten Waffen die der Bürger hat um sich gegen Mißstände zur Wehr zu setzen oder die Zukunft gestalten. Man kann das Ganze verbissen sehen, wie das viele Altökos und andere Mitbürger betreiben, oder sportlich betreiben. Ich habe irgendwann meine Einkäufe bei Supermärkten stark zurückgefahren, um in kleinen Läden und auf dem Markt einzukaufen. Ich habe weitestgehend auf Fleisch und Farmfisch verzichtet und besitze kein Auto. Auf dem Markt einkaufen, selber backen, einlegen und einmachen und kochen und zu schauen wo meine Kleidung herkommt, ist für mich Lebensqualität.

    Ab und zu sieht man mich natürlich im Mietwagen, in der Taxe, bei Lidl, H&M oder bei MacDo, BK und öfter mal mit einer Dose (!) Cola. Das ist auch nicht weiter schlimm, da ich mir nicht den Tag versauen will, indem ich mich dem sklavischen Diktat des moralischen Lifestyles unterwerfen will. Etwas weniger ist die Devise und das funktioniert. Heute sind 2/3 meiner Lebensmitteleinkäufe lokal, ökologisch oder fair gehandelt. Das reicht mir vollkommen.

    Eine Leserempfehlung
    Antwort auf "Oh Gott"
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Natürlich sind Sie damit nicht einverstanden, denn es würde bei weitergehender Überlegung die Fehlerhaftigkeit Ihrer Logik offen zu Tage treten.

    Sie behaupten demnach, eine bewusste Entscheidung des Konsumenten kann eine Beeinflussung für oder wider diverser Missständen sein. Sie vertreten die Ansicht das ein teilweiser Verzicht zu einer besseren Welt verhelfen. Dem ist nicht so.

    Wenn Sie Ihre Kaufkraft in eine bestimmte Richtung lenken werden jene marktrelevanten Elemente Ihre Entscheidung beachten und den Markt hierfür ausrichten; soweit die Übereinstimmung mit Ihrer Annahme. Jedoch führt die Durchführung in der Breite, sollte Ihr Modell Nachahmer finden, lediglich zur Verlagerung der Probleme nicht aber zur Lösung. Einfaches Beispiel; sollten alle Bürger von Benzin-Kfz auf Strom-Kfz umsteigen, wird zwar die Luft nicht mehr durch Abgase die bei der Verbrennung verursacht werden verunreinigt, jedoch im gleichen Maße werden die neuartigen Batterien neue Umweltprobleme und Verseuchungen verursachen. Sie tauschen lediglich die Probleme, lösen Sie jedoch nicht.

    Sie können es beliebig fortsetzen: Sie schalten die Atomkraftwerke ab und stellen Windräder auf, welche das Landschaftsbild zerstören und Vögel im großen Ausmaß schreddern. Sie benötigen darüber hinaus Kohle und Gaskraftwerke um die Versorgung nicht zu gefährden. Sie verbieten die Glühlampe und ersetzen diese durch die Energieeinsparlampe mit Quecksilber. Die Herstellung der Energieeinsparlampe in China erzeugt schon heute Umweltproblem vom gigantischen Ausmaß. Weiteres unrühmliches Beispiel ist E10, Nahrungsmittel verteuert, Monokultur gefördert, Brandrodung ganzer Landschaften. In naher Zukunft wird die Entsorgung der Styroporverkleidungen an gedämmten Häusern die Asbestproblematik bei weiten in den Schatten stellen.

    Was immer Sie, die Gesellschaft als moralisch erstrebenswert hält, löst nicht das Grund-Problem wonach Leben = Verbrauch heißt. Und bei der ständig neu ausgehandelten Idee moralischen Ansprüchen zu genügen, ersetzen wir fortwähren ein Problem durch das nächste. Einfältige könnten auf die Idee kommen es Beschäftigungstherapie zu nennen.

    Dabei waren wir den Ziel schon sehr nahe. Die Flüsse waren wieder sauber, wir konnten der Natur durch Intensivierung in der Landwirtschaft Flächen zurückgeben. Der Wald ist in den letzten 40 Jahren allen Unkenrufen zum Trotz unaufhörlich gewachsen. Und jetzt zerstören wir die Natur durch übertriebenen Umweltschutz, die Gewässer werden regelmäßig durch Biogasanlagen und derer Unfälle zerstört, auf den Brachflächen wird Monokultur Mais angebaut. Ohne Rücksicht zerstören wir mit grüner Tünche was wir in Jahrzehnten renaturiert haben (siehe Links am Ende)

    Um aber nochmals auf Ihre Idee der teilweisen Verzichts zurückzukommen möchte ich kurz darauf hinweisen, das es auch hier lediglich Konformität ist, die hier durchscheint. Moralisches gesellschaftskonformes Verhalten selbst auferlegt zur persönlichen Erbauung, Höherstellung und Abgrenzung. Denken Sie daran, wenn alle Ihrem Modell folgen würden. Was wären die Konsequenzen?

    http://www.biogasanlagen-...
    http://www.wuemme-meerfor...
    http://www.nwzonline.de/R...

    Natürlich sind Sie damit nicht einverstanden, denn es würde bei weitergehender Überlegung die Fehlerhaftigkeit Ihrer Logik offen zu Tage treten.

    Sie behaupten demnach, eine bewusste Entscheidung des Konsumenten kann eine Beeinflussung für oder wider diverser Missständen sein. Sie vertreten die Ansicht das ein teilweiser Verzicht zu einer besseren Welt verhelfen. Dem ist nicht so.

    Wenn Sie Ihre Kaufkraft in eine bestimmte Richtung lenken werden jene marktrelevanten Elemente Ihre Entscheidung beachten und den Markt hierfür ausrichten; soweit die Übereinstimmung mit Ihrer Annahme. Jedoch führt die Durchführung in der Breite, sollte Ihr Modell Nachahmer finden, lediglich zur Verlagerung der Probleme nicht aber zur Lösung. Einfaches Beispiel; sollten alle Bürger von Benzin-Kfz auf Strom-Kfz umsteigen, wird zwar die Luft nicht mehr durch Abgase die bei der Verbrennung verursacht werden verunreinigt, jedoch im gleichen Maße werden die neuartigen Batterien neue Umweltprobleme und Verseuchungen verursachen. Sie tauschen lediglich die Probleme, lösen Sie jedoch nicht.

    Sie können es beliebig fortsetzen: Sie schalten die Atomkraftwerke ab und stellen Windräder auf, welche das Landschaftsbild zerstören und Vögel im großen Ausmaß schreddern. Sie benötigen darüber hinaus Kohle und Gaskraftwerke um die Versorgung nicht zu gefährden. Sie verbieten die Glühlampe und ersetzen diese durch die Energieeinsparlampe mit Quecksilber. Die Herstellung der Energieeinsparlampe in China erzeugt schon heute Umweltproblem vom gigantischen Ausmaß. Weiteres unrühmliches Beispiel ist E10, Nahrungsmittel verteuert, Monokultur gefördert, Brandrodung ganzer Landschaften. In naher Zukunft wird die Entsorgung der Styroporverkleidungen an gedämmten Häusern die Asbestproblematik bei weiten in den Schatten stellen.

    Was immer Sie, die Gesellschaft als moralisch erstrebenswert hält, löst nicht das Grund-Problem wonach Leben = Verbrauch heißt. Und bei der ständig neu ausgehandelten Idee moralischen Ansprüchen zu genügen, ersetzen wir fortwähren ein Problem durch das nächste. Einfältige könnten auf die Idee kommen es Beschäftigungstherapie zu nennen.

    Dabei waren wir den Ziel schon sehr nahe. Die Flüsse waren wieder sauber, wir konnten der Natur durch Intensivierung in der Landwirtschaft Flächen zurückgeben. Der Wald ist in den letzten 40 Jahren allen Unkenrufen zum Trotz unaufhörlich gewachsen. Und jetzt zerstören wir die Natur durch übertriebenen Umweltschutz, die Gewässer werden regelmäßig durch Biogasanlagen und derer Unfälle zerstört, auf den Brachflächen wird Monokultur Mais angebaut. Ohne Rücksicht zerstören wir mit grüner Tünche was wir in Jahrzehnten renaturiert haben (siehe Links am Ende)

    Um aber nochmals auf Ihre Idee der teilweisen Verzichts zurückzukommen möchte ich kurz darauf hinweisen, das es auch hier lediglich Konformität ist, die hier durchscheint. Moralisches gesellschaftskonformes Verhalten selbst auferlegt zur persönlichen Erbauung, Höherstellung und Abgrenzung. Denken Sie daran, wenn alle Ihrem Modell folgen würden. Was wären die Konsequenzen?

    http://www.biogasanlagen-...
    http://www.wuemme-meerfor...
    http://www.nwzonline.de/R...

  3. Konsum einer Dienstleisung eben.

    Wie Karten fürs Fußballstadion, Theater, Museum, Oper, Ballett uswusf.

    Allerdings ist diese Art von Konsum meist nachhaltig (weil wenig ressourcenverbrauchend) und die Geldmittel verbleiben häufig größtenteils in regionalen Kreisläufen. (Die Gehälter der im Stadion, Theater, Museum, Opernhaus Beschäftigten werden ja wiederum ortsnah ausgegeben und !versteuert!)

    Deswegen, lieber Herr Storn, bleiben Sie dabei:
    Leisten Sie sich ein Abonnement für Ihr Opernhaus, werden Sie Fördermitglied im Museum Ihrer Wahl, beziehen Sie ein Abo Ihrer Lokalzeitung. Ist alles Konsum, aber "guter".

    kassandra

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    ...wie sind Sie leichtsinnig!

    "Allerdings ist diese Art von Konsum meist nachhaltig (weil wenig ressourcenverbrauchend) und die Geldmittel verbleiben häufig größtenteils in regionalen Kreisläufen. (Die Gehälter der im Stadion, Theater, Museum, Opernhaus Beschäftigten werden ja wiederum ortsnah ausgegeben und !versteuert!)"

    Wenn hier jetzt in Kürze die Diskussion übers Urheberrecht und die Autoren losbricht, dann sind SIE schuld!

    :-)

    Meine Pfennige dazu:

    Ich halte dafür, dass ich ein Konzert mal brauche , ein brillantenes Mobilfon hingegen braucht kein Mensch. Insoweit hat der Autor Recht, der Konzertbesucher ist ein Konsument, der Brilliekäufer nicht, der ist ein nutzloser Verschwender.

    Im Artikel findet sich ein angehängter Halbsatz: "aber wer’s mag." Kann man einverstanden sein. Muss man aber nicht.

    ...wie sind Sie leichtsinnig!

    "Allerdings ist diese Art von Konsum meist nachhaltig (weil wenig ressourcenverbrauchend) und die Geldmittel verbleiben häufig größtenteils in regionalen Kreisläufen. (Die Gehälter der im Stadion, Theater, Museum, Opernhaus Beschäftigten werden ja wiederum ortsnah ausgegeben und !versteuert!)"

    Wenn hier jetzt in Kürze die Diskussion übers Urheberrecht und die Autoren losbricht, dann sind SIE schuld!

    :-)

    Meine Pfennige dazu:

    Ich halte dafür, dass ich ein Konzert mal brauche , ein brillantenes Mobilfon hingegen braucht kein Mensch. Insoweit hat der Autor Recht, der Konzertbesucher ist ein Konsument, der Brilliekäufer nicht, der ist ein nutzloser Verschwender.

    Im Artikel findet sich ein angehängter Halbsatz: "aber wer’s mag." Kann man einverstanden sein. Muss man aber nicht.

  4. Natürlich sind Sie damit nicht einverstanden, denn es würde bei weitergehender Überlegung die Fehlerhaftigkeit Ihrer Logik offen zu Tage treten.

    Sie behaupten demnach, eine bewusste Entscheidung des Konsumenten kann eine Beeinflussung für oder wider diverser Missständen sein. Sie vertreten die Ansicht das ein teilweiser Verzicht zu einer besseren Welt verhelfen. Dem ist nicht so.

    Wenn Sie Ihre Kaufkraft in eine bestimmte Richtung lenken werden jene marktrelevanten Elemente Ihre Entscheidung beachten und den Markt hierfür ausrichten; soweit die Übereinstimmung mit Ihrer Annahme. Jedoch führt die Durchführung in der Breite, sollte Ihr Modell Nachahmer finden, lediglich zur Verlagerung der Probleme nicht aber zur Lösung. Einfaches Beispiel; sollten alle Bürger von Benzin-Kfz auf Strom-Kfz umsteigen, wird zwar die Luft nicht mehr durch Abgase die bei der Verbrennung verursacht werden verunreinigt, jedoch im gleichen Maße werden die neuartigen Batterien neue Umweltprobleme und Verseuchungen verursachen. Sie tauschen lediglich die Probleme, lösen Sie jedoch nicht.

  5. Sie können es beliebig fortsetzen: Sie schalten die Atomkraftwerke ab und stellen Windräder auf, welche das Landschaftsbild zerstören und Vögel im großen Ausmaß schreddern. Sie benötigen darüber hinaus Kohle und Gaskraftwerke um die Versorgung nicht zu gefährden. Sie verbieten die Glühlampe und ersetzen diese durch die Energieeinsparlampe mit Quecksilber. Die Herstellung der Energieeinsparlampe in China erzeugt schon heute Umweltproblem vom gigantischen Ausmaß. Weiteres unrühmliches Beispiel ist E10, Nahrungsmittel verteuert, Monokultur gefördert, Brandrodung ganzer Landschaften. In naher Zukunft wird die Entsorgung der Styroporverkleidungen an gedämmten Häusern die Asbestproblematik bei weiten in den Schatten stellen.

    Was immer Sie, die Gesellschaft als moralisch erstrebenswert hält, löst nicht das Grund-Problem wonach Leben = Verbrauch heißt. Und bei der ständig neu ausgehandelten Idee moralischen Ansprüchen zu genügen, ersetzen wir fortwähren ein Problem durch das nächste. Einfältige könnten auf die Idee kommen es Beschäftigungstherapie zu nennen.

  6. Dabei waren wir den Ziel schon sehr nahe. Die Flüsse waren wieder sauber, wir konnten der Natur durch Intensivierung in der Landwirtschaft Flächen zurückgeben. Der Wald ist in den letzten 40 Jahren allen Unkenrufen zum Trotz unaufhörlich gewachsen. Und jetzt zerstören wir die Natur durch übertriebenen Umweltschutz, die Gewässer werden regelmäßig durch Biogasanlagen und derer Unfälle zerstört, auf den Brachflächen wird Monokultur Mais angebaut. Ohne Rücksicht zerstören wir mit grüner Tünche was wir in Jahrzehnten renaturiert haben (siehe Links am Ende)

    Um aber nochmals auf Ihre Idee der teilweisen Verzichts zurückzukommen möchte ich kurz darauf hinweisen, das es auch hier lediglich Konformität ist, die hier durchscheint. Moralisches gesellschaftskonformes Verhalten selbst auferlegt zur persönlichen Erbauung, Höherstellung und Abgrenzung. Denken Sie daran, wenn alle Ihrem Modell folgen würden. Was wären die Konsequenzen?

    http://www.biogasanlagen-...
    http://www.wuemme-meerfor...
    http://www.nwzonline.de/R...

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Glühbirnenverbote, vordnete Wärmedämmung, Elektroautos, Biotreibstoff und Windräder gehören nicht zu meiner Agenda, da es sich um eine Bestandteile einer Politshow handelt, die Ökobilanz fragwürdig ist und die falschen Menschen damit zusätzliches Geld verdienen. Radfahren, ÖPVN und öfter mal zu Fuß gehen schon.

    Sie fragen, wenn alle Leute so leben wollen würden wie ich, was die Konsequenzen wären?

    Alle klappt nicht und das ist gut so. Wenn es mehr machen würden, was wären die Konsequenzen?

    - mehr kleine Geschäfte um die Ecke
    - weniger Einkaufsketten in den Innenstädten
    - mehr Tischler weniger Ikea
    - wenige "Billigfriseuere" und "Billigschuster"
    - Mehr nachhaltig gefangene Fisch
    - Pellets in Fischfarmen die nicht die Energiebilanz umkehren
    - mehr mittelgroße Bauernhöfe und weniger Agrarfabriken
    - Weniger Shoppingmalls
    - weniger Massentierhaltung
    - Textilindustrie in Europa
    - gesündere Menschen
    - weniger Verkehr
    - weniger überflüssige Gadgets

    Sie schreiben:"Moralisches gesellschaftskonformes Verhalten selbst auferlegt zur persönlichen Erbauung, Höherstellung und Abgrenzung."

    Ich sehe das zum Teil anders. Ich übernehme Verantwortung, weil ich es kann. Jemand der das Geld oder die Zeit nicht hat, oder beides, sollte sich über das Thema keine Gedanken machen müssen. Wenn es nicht anders geht und Lidl oder früher Schlecker das Monatsbudget retten, dann ist das so. Und bestimmte Dinge, wie backen kochen und auf dem Markt einkaufen machen Spaß und es ist ein Egotrip.

    es bleibt ein ständiges Relativieren (Ich teile übrigens Ihre Kritik am Biokraftstoffblödsinn ausdrücklich, aber sie trifft hier überhaupt nicht den Kern der Argumenation vom Mitforisten Mortain) und damit eine wunderbare Ausrede, nichts zu ändern und vor allem, sein eigenes Verhalten nicht zu hinterfragen.

    Aber wenn der wöchentliche LIDL- oder ALDI-Angebotsflyer Ihre Lieblingslektüre ist, es sei Ihnen vergönnt.
    Daß der Plunder von dort nicht von 12 bis Mittag hält, ist ja nicht so wichtig, denn er war BILLIG.

    k.

    Glühbirnenverbote, vordnete Wärmedämmung, Elektroautos, Biotreibstoff und Windräder gehören nicht zu meiner Agenda, da es sich um eine Bestandteile einer Politshow handelt, die Ökobilanz fragwürdig ist und die falschen Menschen damit zusätzliches Geld verdienen. Radfahren, ÖPVN und öfter mal zu Fuß gehen schon.

    Sie fragen, wenn alle Leute so leben wollen würden wie ich, was die Konsequenzen wären?

    Alle klappt nicht und das ist gut so. Wenn es mehr machen würden, was wären die Konsequenzen?

    - mehr kleine Geschäfte um die Ecke
    - weniger Einkaufsketten in den Innenstädten
    - mehr Tischler weniger Ikea
    - wenige "Billigfriseuere" und "Billigschuster"
    - Mehr nachhaltig gefangene Fisch
    - Pellets in Fischfarmen die nicht die Energiebilanz umkehren
    - mehr mittelgroße Bauernhöfe und weniger Agrarfabriken
    - Weniger Shoppingmalls
    - weniger Massentierhaltung
    - Textilindustrie in Europa
    - gesündere Menschen
    - weniger Verkehr
    - weniger überflüssige Gadgets

    Sie schreiben:"Moralisches gesellschaftskonformes Verhalten selbst auferlegt zur persönlichen Erbauung, Höherstellung und Abgrenzung."

    Ich sehe das zum Teil anders. Ich übernehme Verantwortung, weil ich es kann. Jemand der das Geld oder die Zeit nicht hat, oder beides, sollte sich über das Thema keine Gedanken machen müssen. Wenn es nicht anders geht und Lidl oder früher Schlecker das Monatsbudget retten, dann ist das so. Und bestimmte Dinge, wie backen kochen und auf dem Markt einkaufen machen Spaß und es ist ein Egotrip.

    es bleibt ein ständiges Relativieren (Ich teile übrigens Ihre Kritik am Biokraftstoffblödsinn ausdrücklich, aber sie trifft hier überhaupt nicht den Kern der Argumenation vom Mitforisten Mortain) und damit eine wunderbare Ausrede, nichts zu ändern und vor allem, sein eigenes Verhalten nicht zu hinterfragen.

    Aber wenn der wöchentliche LIDL- oder ALDI-Angebotsflyer Ihre Lieblingslektüre ist, es sei Ihnen vergönnt.
    Daß der Plunder von dort nicht von 12 bis Mittag hält, ist ja nicht so wichtig, denn er war BILLIG.

    k.

  7. ...wie sind Sie leichtsinnig!

    "Allerdings ist diese Art von Konsum meist nachhaltig (weil wenig ressourcenverbrauchend) und die Geldmittel verbleiben häufig größtenteils in regionalen Kreisläufen. (Die Gehälter der im Stadion, Theater, Museum, Opernhaus Beschäftigten werden ja wiederum ortsnah ausgegeben und !versteuert!)"

    Wenn hier jetzt in Kürze die Diskussion übers Urheberrecht und die Autoren losbricht, dann sind SIE schuld!

    :-)

    Meine Pfennige dazu:

    Ich halte dafür, dass ich ein Konzert mal brauche , ein brillantenes Mobilfon hingegen braucht kein Mensch. Insoweit hat der Autor Recht, der Konzertbesucher ist ein Konsument, der Brilliekäufer nicht, der ist ein nutzloser Verschwender.

    Im Artikel findet sich ein angehängter Halbsatz: "aber wer’s mag." Kann man einverstanden sein. Muss man aber nicht.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Müssen Sie aber bei mir nicht, ich gönne jedem Künstler sein Honorar, jeder Urheber soll seine Aufführungs- und Vervielfältigungsrechte geschützt wissen und seine GEMA-Gebühren bezahlt bekommen.
    Ich bin doch keine Freibeuterin oder Viktualien-, äh, schwester
    ;-)

    k.

    Müssen Sie aber bei mir nicht, ich gönne jedem Künstler sein Honorar, jeder Urheber soll seine Aufführungs- und Vervielfältigungsrechte geschützt wissen und seine GEMA-Gebühren bezahlt bekommen.
    Ich bin doch keine Freibeuterin oder Viktualien-, äh, schwester
    ;-)

    k.

  8. Müssen Sie aber bei mir nicht, ich gönne jedem Künstler sein Honorar, jeder Urheber soll seine Aufführungs- und Vervielfältigungsrechte geschützt wissen und seine GEMA-Gebühren bezahlt bekommen.
    Ich bin doch keine Freibeuterin oder Viktualien-, äh, schwester
    ;-)

    k.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service