Der ZEIT-AufrufWir sind die Urheber

Mit einem in der Wochenzeitung DIE ZEIT dokumentierten Aufruf gegen den Diebstahl geistigen Eigentums sprechen sich 100 Autoren und Künstler für die Stärkung des Urheberrechts aus. Hier lesen Sie ihre Forderungen.

Die Autorin und Moderatorin Charlotte Roche ist einer der vielen prominenten Unterzeichner.

Die Autorin und Moderatorin Charlotte Roche ist einer der vielen prominenten Unterzeichner.

Der Aufruf

Hier lesen Sie, wie es zu der Aktion der Künstler zur Stärkung des Urheberrechts in Zusammenarbeit mit der Wochenzeitung DIE ZEIT kam.

Künstler und Urheberrecht: Eine Serie auf ZEIT ONLINE

Die Debatte über die Reform des Urheberrechts beschäftigt Politiker, Kulturschaffende und Nutzer. Ihr Ausgang wird Auswirkungen auf die Kultur und das freie Internet haben. In der ZEIT-ONLINE-Serie Künstler und Urheberrecht gehen wir gemeinsam mit Gastautoren der Frage nach, wie die Wertschöpfungsketten im Kulturbetrieb funktionieren, wie sie sich durch die digitale Revolution verändert haben und wie eine Reform des Urheberrechts aussehen könnte:

Urheberrecht: Das Ringen um eine Reform

Wie funktioniert der Musikmarkt?

Filesharing: "Urheberrecht darf im Alltag keine Rolle spielen"

Streaming-Portale: Billiger als kaufen, besser als klauen

Mark Splinter: Des Künstlers Waffe gegen Ausbeutung

Conrad Fritzsch: Wir müssen die Spielregeln ändern

Wer hat die Rechte an Filmen?

Miguel E. Riveros Silva: Youtube ist nicht das Internet

Mit Sorge und Unverständnis verfolgen wir als Autoren und Künstler die öffentlichen Angriffe gegen das Urheberrecht. Das Urheberrecht ist eine historische Errungenschaft bürgerlicher Freiheit gegen feudale Abhängigkeit, und es garantiert die materielle Basis für individuelles geistiges Schaffen.

Der in diesem Zusammenhang behauptete Interessengegensatz zwischen Urhebern und »Verwertern« entwirft ein abwegiges Bild unserer Arbeitsrealität. In einer arbeitsteiligen Gesellschaft geben Künstler die Vermarktung ihrer Werke in die Hände von Verlagen, Galerien, Produzenten oder Verwertungsgesellschaften, wenn diese ihre Interessen bestmöglich vertreten und verteidigen. Die neuen Realitäten der Digitalisierung und des Internets sind kein Grund, den profanen Diebstahl geistigen Eigentums zu rechtfertigen oder gar seine Legalisierung zu fordern. Im Gegenteil: Es gilt, den Schutz des Urheberrechts zu stärken und den heutigen Bedingungen des schnellen und massenhaften Zugangs zu den Produkten geistiger Arbeit anzupassen.

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Das Urheberrecht ermöglicht, dass wir Künstler und Autoren von unserer Arbeit leben können, und schützt uns alle, auch vor global agierenden Internetkonzernen, deren Geschäftsmodell die Entrechtung von Künstlern und Autoren in Kauf nimmt. Die alltägliche Präsenz und der Nutzen des Internets in unserem Leben können keinen Diebstahl rechtfertigen und sind keine Entschuldigung für Gier oder Geiz.

Die Erstunterzeichner

Daniel Kehlmann, Felicitas Hoppe, Roger Willemsen, Michael Lentz, Charlotte Roche, Arnold Stadler, Marion Brasch, Florian Illies, Moritz Rinke, Henning Ahrens, Mirko Bonne, Sven Regener, Mario Adorf, Andreas Steinhöfel, Thomas Glavinic, Ines Geipel, Matthias Politycki, Ralf Bönt, Christoph Peters, Martin Pollack, Peter Stamm, Ulrich Peltzer, Kurt Drawert, Michael Kumpfmüller, Eva Menasse, Thomas Hettche, Benjamin Lebert, Thommie Bayer, Jakob Hein, Niki Stein, Lutz Seiler, Thomas Brussig, Katharina Hagena, Ulrike Draesner, Christoph Ransmayr, Raoul Schrott, Jan Faktor, Peter Wawerzinek, Jürgen Flimm, Necla Kelek, Peter von Matt, Annette Pehnt, Hans Christoph Buch, Julia Franck, Elke Heidenreich, Bernd Schroeder, Bastian Bielendorfer, Angelika Klüssendorf, Michael Mittermeier, Kathrin Schmidt, Jens Sparschuh, Gerd Koenen, Harriet Köhler, Hanns Zischler, Julia Friedrichs, Moritz Netenjakob, Jenny Erpenbeck, Keto von Waberer, Uwe Tellkamp, Helmut Dietl, Natja Brunckhorst, Martin Walser, Charlotte Link, Christoph Hein, Anna Mitgutsch, Volker Klüpfel, Michael Kobr, Terézia Mora, Günter Wallraff, Karen Duve, Karl-Heinz Ott, Axel Hacke, Christoph Niemann, Norbert Bisky, Till Lindemann, Vivian Naefe, Sibylle Lewitscharoff, Michael Krüger, Anna Katharina Hahn, Angelika Overath, Frank Schätzing, Maike Maja Nowak, Björn Kuhligk, Thomas Lehr, Rabea Edel, Peter Probst, Thea Dorn, Irina Liebmann, Navid Kermani, Iny & Elmar Lorentz, Peter Prange, Manuel Andrack, Alice Schwarzer, Joseph von Westphalen, Andrea Maria Schenkel, Hans Christoph Buch, Ron Markus, Feridun Zaimoglu, Peter Merseburger, Uwe Timm

 
Leserkommentare
  1. Überwachungsstaats der das Internet komplett überwacht?

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    Als ob es um so eine "Entweder - Oder" Alternative ginge. Oder als ob dieses Thron Spektakel wirklich bevorstünde. Darum geht es aber nicht. Niemandem und gerade Kreativen nicht, die sich, um Neues zu erschaffen in der Regel viel eher in Bereichen bewegen in denen weniger normative Kontrolle ästhetischer, politischer und gesellschaftlicher Wirklichkeit zur Wahrnehmung und zum Alltagsempfinden gehört.
    Wenn jemand klauen will, so wird er sich auch in Zukunft online bedienen können, auch wenn das eingeschränkt wird durch die Maßnahmnen die sich aus dem hoffentlich erwachenden Bewusstsein für dieses Problem ergeben.
    Das "entweder - oder" welches so viele Kommentatoren zu einem like it Klick animiert hat ist nicht der Punkt, um den es sich dreht. Es geht darum wie man das, was hier stattfindet bewertet. Es geht um Ethik und darum, dass die Leute, die sich bereits seit langer Zeit bedienen nichts weiter tun, als ihre Klauerei ideologisch zu rechtfertigen. Indem sie vorgeben, ein politisches Progrmm anzubieten, welches Gerechtigkeit auch und gerade für die Bestohlenen beinhaltet. Diese ideologische Verblendung, die man der mangelnden Reflexion, der Jugend und dem Unvermögen, sich in die Situation der Kreativen hineinversetzen zu können zuschreiben kann, gilt es als allererstes zu beenden.
    Viel Hoffnung habe ich nicht. Gewinner sind die, deren Macht und Reichtum sich schon in den letzten Jahren durch die gängige Praxis vermehrt hat. Verlierer sind unzählige kleine Künstler Fische.

    Als ob es um so eine "Entweder - Oder" Alternative ginge. Oder als ob dieses Thron Spektakel wirklich bevorstünde. Darum geht es aber nicht. Niemandem und gerade Kreativen nicht, die sich, um Neues zu erschaffen in der Regel viel eher in Bereichen bewegen in denen weniger normative Kontrolle ästhetischer, politischer und gesellschaftlicher Wirklichkeit zur Wahrnehmung und zum Alltagsempfinden gehört.
    Wenn jemand klauen will, so wird er sich auch in Zukunft online bedienen können, auch wenn das eingeschränkt wird durch die Maßnahmnen die sich aus dem hoffentlich erwachenden Bewusstsein für dieses Problem ergeben.
    Das "entweder - oder" welches so viele Kommentatoren zu einem like it Klick animiert hat ist nicht der Punkt, um den es sich dreht. Es geht darum wie man das, was hier stattfindet bewertet. Es geht um Ethik und darum, dass die Leute, die sich bereits seit langer Zeit bedienen nichts weiter tun, als ihre Klauerei ideologisch zu rechtfertigen. Indem sie vorgeben, ein politisches Progrmm anzubieten, welches Gerechtigkeit auch und gerade für die Bestohlenen beinhaltet. Diese ideologische Verblendung, die man der mangelnden Reflexion, der Jugend und dem Unvermögen, sich in die Situation der Kreativen hineinversetzen zu können zuschreiben kann, gilt es als allererstes zu beenden.
    Viel Hoffnung habe ich nicht. Gewinner sind die, deren Macht und Reichtum sich schon in den letzten Jahren durch die gängige Praxis vermehrt hat. Verlierer sind unzählige kleine Künstler Fische.

  2. und hat mit dem Urheberrecht nichts zu tun, entlarvt aber Ihre Haltung zu diesem Thema.
    Zum Artikel:
    Endlich hat mal jemand geschrieben, dass die "Verwerter" im Auftrag der Künstler/Urheber tätig sind. Nicht jeder Künstler will/kann sich mit Vermarktung und Finanzen beschäftigen (Künstler halt).
    Man würde ja auch nicht auf die Idee kommen, keine Miete zahlen zu müssen weil der Hauseigentümer eine Hausverwaltung beauftragt hat.
    Und nein, ich bin weder Urheber noch in dieser Branche tätig...

    22 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Prominent?"
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    Früher war das sogenannte geistige Eigentum an ein Buch oder eine Schallplatte oder Filmrolle gebunden, jetzt ist es von diesen dinglichen Sachen gelöst. Ich kann doch nicht den Diebstal einer Filmrolle gleich setzen mit dem anschauen eines Videos auf Youtube! Das ist doch das gleiche wie wenn ich den Duft des Essens verkaufen will.

    Wahrscheinlich ist es nach ihrem Modell dann auch völlig in Ordnung, wenn die Hausverwaltung den potentiellen Mietern die Abmahnhaie an den Hals schickt, weil sie sich einfach irgendwoanders eigene Wohnungen bauen, die halt genauso aussehen wie die besagten...
    Was muss denn nach Kauders peinlichem Fahrrad-fauxpas noch alles kommen, damit auch der Letzte versteht, dass eine Idee kein physischer Gegenstand ist?

    Früher war das sogenannte geistige Eigentum an ein Buch oder eine Schallplatte oder Filmrolle gebunden, jetzt ist es von diesen dinglichen Sachen gelöst. Ich kann doch nicht den Diebstal einer Filmrolle gleich setzen mit dem anschauen eines Videos auf Youtube! Das ist doch das gleiche wie wenn ich den Duft des Essens verkaufen will.

    Wahrscheinlich ist es nach ihrem Modell dann auch völlig in Ordnung, wenn die Hausverwaltung den potentiellen Mietern die Abmahnhaie an den Hals schickt, weil sie sich einfach irgendwoanders eigene Wohnungen bauen, die halt genauso aussehen wie die besagten...
    Was muss denn nach Kauders peinlichem Fahrrad-fauxpas noch alles kommen, damit auch der Letzte versteht, dass eine Idee kein physischer Gegenstand ist?

  3. Ein überschaubarer Horizont kann doch auch eine schöne Sache sein.

    21 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Prominent?"
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    Ihre Replik auf #2 (Diplo) geht fehl. Die Diskussuion geht nicht darum, ob Leute, weil sie nicht zum üblichen Canapé-und-Prosecco-Vernisage-Publikum gehören, deshalb (wie ich im übrigen auch) allenfalls von einem Viertel der Unterzeichner wenigstens schon mal den Namen gehört haben und folglich möglicherweise nicht würdig sind, zu Artikeln im ZO-Feuilleton Kommentare zu schreiben.

    Die zu Beantwortende Frage lautet, wer von denen (Walser und Dietl vielleicht ausgenommen) hat jemals nachgeweisermaßen durch Internetdiebstahl seines geistigen Eigentums Schaden genommen? Ich melde hier auch berechtigte Zweifel an.

    Nota Bene:

    Kopieren scheint denen im Übrigen nur dann verwerflich, wenn's andere tun: Wenn die schöne runde Zahl 100 nicht erreicht wird, unterschreibt man gerne auch mal doppelt (so z.B. bloß mal kurz überflogen ein gewisser Hans Christoph Buch).

    Dahinter steckt wohl schon diese geniale Idee aus der Auseinandersetzung GEMA gegen YouTube, Gebühren nach Click-Zahl zu erheben: Ich lade mein "Kunstwerk" auf YouTube hoch, und lassen dann ein Roboterprogramm 1000mal pro Tag draufklicken (von 3-14 Cent pro Click träumt die GEMA dabei). Wunderbare Geschäftsidee.

    Ihre Replik auf #2 (Diplo) geht fehl. Die Diskussuion geht nicht darum, ob Leute, weil sie nicht zum üblichen Canapé-und-Prosecco-Vernisage-Publikum gehören, deshalb (wie ich im übrigen auch) allenfalls von einem Viertel der Unterzeichner wenigstens schon mal den Namen gehört haben und folglich möglicherweise nicht würdig sind, zu Artikeln im ZO-Feuilleton Kommentare zu schreiben.

    Die zu Beantwortende Frage lautet, wer von denen (Walser und Dietl vielleicht ausgenommen) hat jemals nachgeweisermaßen durch Internetdiebstahl seines geistigen Eigentums Schaden genommen? Ich melde hier auch berechtigte Zweifel an.

    Nota Bene:

    Kopieren scheint denen im Übrigen nur dann verwerflich, wenn's andere tun: Wenn die schöne runde Zahl 100 nicht erreicht wird, unterschreibt man gerne auch mal doppelt (so z.B. bloß mal kurz überflogen ein gewisser Hans Christoph Buch).

    Dahinter steckt wohl schon diese geniale Idee aus der Auseinandersetzung GEMA gegen YouTube, Gebühren nach Click-Zahl zu erheben: Ich lade mein "Kunstwerk" auf YouTube hoch, und lassen dann ein Roboterprogramm 1000mal pro Tag draufklicken (von 3-14 Cent pro Click träumt die GEMA dabei). Wunderbare Geschäftsidee.

  4. "Die alltägliche Präsenz und der Nutzen des Internets in unserem Leben können keinen Diebstahl rechtfertigen und sind keine Entschuldigung für Gier oder Geiz."

    Gier und Geiz hat vor allem die Musikindustrie jahrzehntelang vorgelebt. Überteuerte CDs mit zerbröselnden Hüllen, Longplayer mit belanglosem Füllmaterial an Titeln, Pappschuber und anderer Verpackungsschrott, den keiner haben will und für den die MI lächerlich hohe Preise verlangte, Releases nur in Ländern, wo maximaler Profit sicher ist, die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Nee, nee, MP3s sind auch die Rache einer Taschengeld beraubten Generation.

    20 Leserempfehlungen
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    • whale
    • 11.05.2012 um 22:32 Uhr

    Na ja, als würde es Nepp und Kaufenttäuschungen nicht in jeder Branche geben! Als Argument fürs Nichtbezahlen dient das ja wohl kaum: zuviel schales und teures Bier getrunken, zu teures und mäßiges Essen in Restaurants, zu schlechte Qualität der Designerklamotten, und überhaupt: Hotels, Fluglinien... überall Geiz und Gier der Unternehmen. Und? Das rechtfertigt, alle Produzenten und Händler über einen Kamm zu scheren und gar nicht mehr zu bezahlen?

    das die GEMA auch dafür verantwortlich, die Spielzeit eines jeden Liedes, dass man sich im Geschäft anhören wollte, bevor man es kauft, auf 30 sek. zu kürzen sonst hätten die Läden extra nochmal GEMA bezahlen müssen- TROTZDEM hat die Gier der Vertreiber nichts mit dem Schutz des Urheberrechtes zu tun...

    • whale
    • 11.05.2012 um 22:32 Uhr

    Na ja, als würde es Nepp und Kaufenttäuschungen nicht in jeder Branche geben! Als Argument fürs Nichtbezahlen dient das ja wohl kaum: zuviel schales und teures Bier getrunken, zu teures und mäßiges Essen in Restaurants, zu schlechte Qualität der Designerklamotten, und überhaupt: Hotels, Fluglinien... überall Geiz und Gier der Unternehmen. Und? Das rechtfertigt, alle Produzenten und Händler über einen Kamm zu scheren und gar nicht mehr zu bezahlen?

    das die GEMA auch dafür verantwortlich, die Spielzeit eines jeden Liedes, dass man sich im Geschäft anhören wollte, bevor man es kauft, auf 30 sek. zu kürzen sonst hätten die Läden extra nochmal GEMA bezahlen müssen- TROTZDEM hat die Gier der Vertreiber nichts mit dem Schutz des Urheberrechtes zu tun...

    • trsnC
    • 10.05.2012 um 16:33 Uhr

    Ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll. Das kann man in seiner Plattheit doch nicht ernst nehmen. Gerade in einer Gegenstellungnahme zu etweigen "Entrechtern", die alles für Umme wollen, sollte man doch differenzierter argumentieren als mit "[...]global agierenden Internetkonzernen, deren Geschäftsmodell die Entrechtung von Künstlern und Autoren in Kauf nimmt.".

    Bitte, liebe Künstler, argumentiert nicht mit Unwahrheiten und setzt euch mit Angeboten wie genanntem Youtube auseinander, bevor ihr diese des Diebstahls bezichtigt. Und macht euch bewusst, dass in Deutschland unzählige Videos zu "EUREM SCHUTZ" nicht erreichbar sind. Da sollte die Kasse doch klingeln oder?

    Passend auch das Titelbild, "Feuchttgebiete" hat sich laut Wikipedia über 1,3 Millionen mal verkauft. Da sehe ich Frau Roche absolut in der Position, sich über Kopien zu beschweren. Ist aber auch ein ganz großes Stück Kultur.

    17 Leserempfehlungen
  5. Jetzt muss ich selbst keine Blacklist mehr erstellen. Danke.

    16 Leserempfehlungen
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    An den Kommentaren hier sieht man, wie verbohrt die Urheberrechtsgegner in Wirklichkeit sind. Anstatt sich mit den Argumenten der Gegenseite auseinanderzusetzen, reagieren sie mit Häme und Arroganz und scheinen auch noch stolz auf ihre mangelnde Bildung zu sein. Die Unternehmenchefs von Apple, Google & co. werden wie Götter angehimmelt, aber bekannte deutsche Schriftsteller sagen euch nichts. Ein Armutszeugnis sondergleichen.

    • whale
    • 11.05.2012 um 22:36 Uhr

    Was wollen Sie denn mit einer solchen "Black"-List bewirken? Sie bezahlen ja sowieso nicht, da können die dort aufgeführten auf Sie als "Kunden" dankend verzichten! Jeder Händler wäre froh, wenn die Ladendiebe trotzig sagen würden: "Da gehen wir aber nicht mehr hin. Tso!"

    • Psy03
    • 12.05.2012 um 9:21 Uhr

    so weiß man von welchem Autor man auf keinen Fall was lesen möchte, falls man fälschlicher Weise doch mal eines seiner Werke in der Hand hat.

    An den Kommentaren hier sieht man, wie verbohrt die Urheberrechtsgegner in Wirklichkeit sind. Anstatt sich mit den Argumenten der Gegenseite auseinanderzusetzen, reagieren sie mit Häme und Arroganz und scheinen auch noch stolz auf ihre mangelnde Bildung zu sein. Die Unternehmenchefs von Apple, Google & co. werden wie Götter angehimmelt, aber bekannte deutsche Schriftsteller sagen euch nichts. Ein Armutszeugnis sondergleichen.

    • whale
    • 11.05.2012 um 22:36 Uhr

    Was wollen Sie denn mit einer solchen "Black"-List bewirken? Sie bezahlen ja sowieso nicht, da können die dort aufgeführten auf Sie als "Kunden" dankend verzichten! Jeder Händler wäre froh, wenn die Ladendiebe trotzig sagen würden: "Da gehen wir aber nicht mehr hin. Tso!"

    • Psy03
    • 12.05.2012 um 9:21 Uhr

    so weiß man von welchem Autor man auf keinen Fall was lesen möchte, falls man fälschlicher Weise doch mal eines seiner Werke in der Hand hat.

    • Adur
    • 10.05.2012 um 16:51 Uhr

    Mich wundert es schon, dass einige Kommentatoren hier meinen, sie könnten darüber entscheiden, wieviel ein Autor verdienen darf oder nicht. Vielleicht ist das aber auch nur der Versuch, die immer noch illegalen Downloads moralisch irgendwie gerade zu biegen.
    Ich persönlich bin gegen Abmahnwellen, wo Anwälte irgendwelche Leute mit Musterschreiben abziehen. Aber ich bin ganz eindeutig auch dagegen, dass jeder einfach selbst entscheidet, was er sich kostenlos irgendwo besorgt. Und ob der Autor dann vorher schon ein normales Gehalt oder ein paar Millionen verdient hat, das geht mich überhaupt nichts an.

    15 Leserempfehlungen
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    aber wenn sie eine Swatch für 10 Euro kaufen, wandern sie auch nicht in den Knast, obwohl sie wissen könnten, dass die falsch ist!

    Wissen sie wer die Piraten auch wählt? Familien die von einer feigen oder auch korrupten Gesetzgebung alleine gelassen wurden.

    Es gibt wohl nur wenige, die Autoren vorschreiben möchten, wieviel sie verdienen dürfen. Allerdings verstehe ich auch jene, die sich nicht als Gelddruckmaschine mißbrauchen lassen wollen. Und defacto wird das Urheberrecht dazu mißbraucht, um die eigene Tatenlosigkeit zu begründen marktfähige Konzepte zu entwickeln.

    Auch sind die Autoren (Musiker, Künstler und andere) die einzigen in dieser Gesellschaft, die dem Endkunden vorschreiben möchten, was sie nach dem Kauf des Produktes mit diesem anstellen dürfen und was nicht. Verdeutlicht nochmals am Beispiel des Milchbauerns. Niemand schreibt ihm vor, wieviel er verdienen darf. Wie hoch sein Einkommen ist hängt davon ab, welchen Endpreis er am Markt über seinen Abnehmer erzielen kann. Im nachinhein noch Geld vom Endverbraucher zu verlangen ist aberwitzig. Aber genau das tut das Urheberrecht mit seinen Lizenzen eingetrieben durch die GEMA. Es kann nicht sein, das Künstler wieder und wieder und wieder für ein und das gleiche Endprodukt finanziell entlohnt werden. Der einfache Konsument hat nicht die gleichen Vorraussetzungen bei Bewältigung seiner Arbeit. Sind Künstler eine Gesellschaftgruppe der ersten Kathegorie und stehen mit ihrem Erzeugnis über Andere?

    • zeie
    • 11.05.2012 um 1:16 Uhr

    Wieso sollte ich, die ich diejenige bin, die Autoren über vielfälltige Kanäle bezahle, ihnen nicht "vorschreiben" dürfen, was sie verdienen dürfen?

    Das der Gehaltszahler bestimmt, wie hoch das Gehaltsempfängers sein soll, ist in jeder Branche ein ganz normaler Vorgang.
    Es melde sich hier bitte der, der nicht Künstler, sondern eben ein ganz normaler Arbeitnehmer ist, wo der Arbeitgeber nicht schon vor dem Einstellungsgespräch sein Gehalt festgelegt hat. OK - manchmal ist das nicht der Fall. Dann wird das Gehalt zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer ausgehandelt. Aber es ist eigentlich nie der Fall, dass der Lohn-Empfänger (=Arbeitnehmer) seinen Lohn alleine festlegt und der Lohn-Geber (=Arbeitgeber) ihn entweder nur komplett ablehnen kann oder bitte den kompletten vom Arbeitnehmer vorgeschlagenen Lohn zu bezahlen hat.

    aber wenn sie eine Swatch für 10 Euro kaufen, wandern sie auch nicht in den Knast, obwohl sie wissen könnten, dass die falsch ist!

    Wissen sie wer die Piraten auch wählt? Familien die von einer feigen oder auch korrupten Gesetzgebung alleine gelassen wurden.

    Es gibt wohl nur wenige, die Autoren vorschreiben möchten, wieviel sie verdienen dürfen. Allerdings verstehe ich auch jene, die sich nicht als Gelddruckmaschine mißbrauchen lassen wollen. Und defacto wird das Urheberrecht dazu mißbraucht, um die eigene Tatenlosigkeit zu begründen marktfähige Konzepte zu entwickeln.

    Auch sind die Autoren (Musiker, Künstler und andere) die einzigen in dieser Gesellschaft, die dem Endkunden vorschreiben möchten, was sie nach dem Kauf des Produktes mit diesem anstellen dürfen und was nicht. Verdeutlicht nochmals am Beispiel des Milchbauerns. Niemand schreibt ihm vor, wieviel er verdienen darf. Wie hoch sein Einkommen ist hängt davon ab, welchen Endpreis er am Markt über seinen Abnehmer erzielen kann. Im nachinhein noch Geld vom Endverbraucher zu verlangen ist aberwitzig. Aber genau das tut das Urheberrecht mit seinen Lizenzen eingetrieben durch die GEMA. Es kann nicht sein, das Künstler wieder und wieder und wieder für ein und das gleiche Endprodukt finanziell entlohnt werden. Der einfache Konsument hat nicht die gleichen Vorraussetzungen bei Bewältigung seiner Arbeit. Sind Künstler eine Gesellschaftgruppe der ersten Kathegorie und stehen mit ihrem Erzeugnis über Andere?

    • zeie
    • 11.05.2012 um 1:16 Uhr

    Wieso sollte ich, die ich diejenige bin, die Autoren über vielfälltige Kanäle bezahle, ihnen nicht "vorschreiben" dürfen, was sie verdienen dürfen?

    Das der Gehaltszahler bestimmt, wie hoch das Gehaltsempfängers sein soll, ist in jeder Branche ein ganz normaler Vorgang.
    Es melde sich hier bitte der, der nicht Künstler, sondern eben ein ganz normaler Arbeitnehmer ist, wo der Arbeitgeber nicht schon vor dem Einstellungsgespräch sein Gehalt festgelegt hat. OK - manchmal ist das nicht der Fall. Dann wird das Gehalt zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer ausgehandelt. Aber es ist eigentlich nie der Fall, dass der Lohn-Empfänger (=Arbeitnehmer) seinen Lohn alleine festlegt und der Lohn-Geber (=Arbeitgeber) ihn entweder nur komplett ablehnen kann oder bitte den kompletten vom Arbeitnehmer vorgeschlagenen Lohn zu bezahlen hat.

  6. ... und Brötchengeber. Und zahlen tun wir schon. Reichlich.

    Man sollte meinen daß Urheber und Autoren des Lesens mächtig sind:
    > Die neuen Realitäten der Digitalisierung und des Internets sind
    > kein Grund, den profanen Diebstahl geistigen Eigentums zu
    > rechtfertigen oder gar seine Legalisierung zu fordern.
    Niemand bei Verstand fordert "alles kostenlos für alle".
    Woher immer diese Unterstellungen?

    > Im Gegenteil: Es gilt, den Schutz des Urheberrechts zu stärken und
    > den heutigen Bedingungen des schnellen und massenhaften Zugangs zu
    > den Produkten geistiger Arbeit anzupassen.
    Nichts anderes fordern Kritiker des aktuellen Zustands des Immaterialgüterrechts.

    Gleichzeitig darf man aber nicht grundlegende Bürgerrechte opfern, um einer kleinen Gruppe von Menschen das Privileg staatlich protegierten Inkassos und bedingungslosen Einkommens zu sichern - nein, auszubauen.

    Ebensowenig kommen in dieser Diskussion laufend die Rechte der Konsumenten zu kurz. Da wird einfach nur abkassiert. Zahlung ohne Anspruch auf Gegenleistung = Steuern unter dem Banner von "Content", haben wir schon längst. Gleichzeitig wird gegängelt und kriminalisiert.
    Überall wird Markt eingefordert, von Arbeitnehmern, von Arbeitgebern, aber im Bereich Kunst und Kultur ist dann doch alles wieder ganz anders und besonders.

    Ergo ist es an der Zeit, daß die Politik hier mal mit diesem Saustall aufräumt. Wir sind im Informationszeitalter. Da ist Recht+Gesetz aus dem Automobilzeitalter überholt = reformbedürftig!

    13 Leserempfehlungen
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    Die Privatkopie muss legalisiert werden!

    Wenn ich ein sog. Immaterialgut wie eine DVD oder ein E-Book legal erworben habe, dann sollte ich rechtlich auch der Eigentümer und eben nicht nur der Verwalter oder Besitzer sein, der dieses immaterielle Gut nur begrenzt(!) weiterverleihen / weitergeben darf - Eigentumsrechte analog zum Materialgüterrecht!

    Die Privatkopie muss legalisiert werden!

    Wenn ich ein sog. Immaterialgut wie eine DVD oder ein E-Book legal erworben habe, dann sollte ich rechtlich auch der Eigentümer und eben nicht nur der Verwalter oder Besitzer sein, der dieses immaterielle Gut nur begrenzt(!) weiterverleihen / weitergeben darf - Eigentumsrechte analog zum Materialgüterrecht!

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