Menschenrechte: Für die Namenlosen
Unser Einsatz für Menschenrechte braucht Ikonen. Das hat einen Preis
© Petr Josek Snr / Reuters

Bild der inhaftierten Julija Timoschenko auf einer Konferenz in Prag
Nach Angela Merkel und Joachim Gauck nun auch Philipp Lahm und Mario Gomez: Deutschland setzt sich ein für die Menschenrechte in der Ukraine. Die ersten beiden fahren demonstrativ nicht zur Europameisterschaft, die Letzteren wollen unbedingt hin. Darum geben sie vorher zu Protokoll, die Lage dort habe »mit Demokratie nichts zu tun« (Lahm) beziehungsweise sei ganz generell »nicht gut« (Gomez). Das ist eine erstaunliche und erfreuliche Entwicklung: deutsche Kicker, die ihr politisches Bewusstsein nicht beim Kleiderwart abgeben – vollwertige Bürger in kurzen Hosen und Stutzen.
Und siehe da, es wirkt. Der deutsche Arzt Lutz Harms von der Berliner Charité darf nun Julija Timoschenko besuchen, die inhaftierte frühere Ministerpräsidentin, die unter einem Bandscheibenvorfall leidet. Und Timoschenko hat ihren Hungerstreik beendet. Gelänge es, sie zur Behandlung nach Deutschland zu bringen, wäre es ein Erfolg für die Regierung, die seit Wochen Druck gemacht hat.
Unverhoffterweise auch für den DFB. Das erblühende politische Bewusstsein im Profifußball ist ein zartes Pflänzchen. Der neue Verbandschef Wolfgang Niersbach und Teamchef Jogi Löw, immerhin, gießen es bereitwillig, indem sie Spieler ermuntern, ihre Meinung zu sagen.
Welch ein Kulturbruch im Vergleich zu früheren Zeiten! Bei der WM in Argentinien 1978, wo die Diktatur Zehntausende Oppositionelle verschwinden ließ, bissen sich Politik und Fußballverantwortliche lieber noch auf die Zunge, und die Spiele gingen gnadenlos fröhlich weiter. Das wäre heute undenkbar, zum Glück. Dass hinter dem Wandel auch wirtschaftliche Interessen der Sponsoren stehen, geschenkt; wenn es denn einmal aufgeht, was die Funktionäre reklamieren – dass die Milliardenmaschine Sport mit der Aufmerksamkeit der Massen auch Druck zu Veränderungen bringt – dann darf man sich freuen.
Allerdings scheint unser Protest Ikonen zu brauchen, und darin liegt eine Schwäche, vielleicht sogar eine Falle. Ohne Frau Timoschenko mit ihrem goldenen Haarkranz und dem Nimbus der Orangenen Revolutionärin – wäre der Protest überhaupt je laut geworden? Ohne jene Fotos von Hämatomen, die mutmaßlich von Misshandlungen stammen?
Von Amnesty International und HumanRights Watch wissen wir nämlich, dass es viele Blutergüsse in ukrainischen Gefängnissen geben muss, die nie fotografiert werden. Regelmäßig werden dort Oppositionelle zusammengeschlagen, um Geständnisse zu erpressen. Wer sich dagegen wehrt, indem er an die Öffentlichkeit geht, sieht sich mit Prozessen und konstruierten Anschuldigungen überzogen. Das Licht, das auf eine Promi-Gefangene wie Julija Timoschenko fällt, kann schlimmstenfalls die Lage der namenlosen Gefangenen zusätzlich verschatten. Ist der Fall Timoschenko gelöst, verdämmern sie womöglich weiter in den Kerkern. Man hat ja etwas erreicht, und die Ukraine hat sich bewegt: Es droht sich wechselweise bestätigende Selbstzufriedenheit.





Bei diesem Titel dachte ich an Guantanamo oder die standrechtlichen Drohnenopfer.... :-/
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...afrikanischen Gefängnisse steckte oder an die Flüchtlinge um die sich Nordafrikanische Diktatoren für die EU kümmerten? Ob man deren Leichen je in der Wüste fand? Was meinen Sie?
Nur ein sehr selektiver Blick braucht auf die USA zu schauen und nur ein Heuchler steckt den moralischen Finger in die Höhe. Man macht das selbst. Nur Guantanamo ist besser als viele europäischen Gefängnisse des normalen Vollzugs.
...afrikanischen Gefängnisse steckte oder an die Flüchtlinge um die sich Nordafrikanische Diktatoren für die EU kümmerten? Ob man deren Leichen je in der Wüste fand? Was meinen Sie?
Nur ein sehr selektiver Blick braucht auf die USA zu schauen und nur ein Heuchler steckt den moralischen Finger in die Höhe. Man macht das selbst. Nur Guantanamo ist besser als viele europäischen Gefängnisse des normalen Vollzugs.
Kann doch nicht wirklich sein oder ? Frau Timoschenke ist also eine Ikone für Sie. Eine Ikone für was ? Bei dieser Frau handelt es sich um eine Oligarchin erster Klasse welche konsequent ihr eigenes Land ausgeplündert hat und sich selber die Taschen voll gemacht hat. Aber Sie denken wahrscheinlich das Sie ihr Milliarden Vermögen innerhalb von nur wenigen Jahren mit Ihrer eigenen Hände erarbeitet hat. Bekannt wurde der Fall nur durch die Peinlichkeit das sich Deutsche Politiker erdreisten diese Frau als Heldin zu stilisieren. Ob die Ukraine ein freiheitlich denokratischer Staat ist mag ja bezweifelt werden das liegt aber mit Sicherheit nicht an der Tatsache das hier eine Verbrecherin zu Recht in den Knast gewandert ist. Und was bitte soll man hiervon halten:
"Gelänge es, sie zur Behandlung nach Deutschland zu bringen, wäre es ein Erfolg für die Regierung, die seit Wochen Druck gemacht hat."
Mit welcher Begründung hat ein Strafgefangener das Recht im Ausland behandelt zu werden und was soll das für ein Erfolg sein ? Haben den alle Gefangenen das Recht sich vom Arzt Ihres vertrauens behandeln zu lassen und dann auch noch im Ausland ?
Ich geb Ihnen ja Recht das wir mit aller Kraft für Menschenrechte eintreten müssen aber bitte nicht mit einer Verbrecherin als Gallionsfigur, das ist mehr als peinlich.
In dem Artikel heißt es: "Vielleicht braucht Engagement Ikonen.Julija Timoschenko sollte keine sein. Ihr wird übel mitgespielt, doch sie ist keine Aung San Sui Kyi und kein Mandela und wir sollten sie nicht dazu stilisieren."
Dann wird weiter auf ihren zweifelhaften Umgang mit Macht verwiesen.
Dennoch hat Frau Timoschenko (und eben auch alle anderen Gefangenen) - nach unserem Rechtsverständnis - ein Recht auf faire Behandlung und das Recht auf einen fairen Prozess.
Janukowitsch missachtet diese Rechte und wir als Bürger einer Demokratie sollten diese doch wohl verteidigen.
Nicht mehr und nicht weniger sagt dieser Artikel und da kann ich nun vorbehaltlos zustimmen!
Ich finde es schon einigermaßen irritierend, dass in vielen Kommentaren unter Artikeln über die 'Affaire Timoschenko' der Rachegedanke durchschimmert. Bei der Verteidigung der Menschenrechte - und ein fairer Prozess und menschliche Haftbedingungen gehören wohl unbedingt dazu - sollte aber gerade dieser keine Rolle spielen.
....dass der Artikel recht vernünftig war und dass Sie nicht sehr weit entfernt sind in Ihren Ansichten.
In dem Artikel heißt es: "Vielleicht braucht Engagement Ikonen.Julija Timoschenko sollte keine sein. Ihr wird übel mitgespielt, doch sie ist keine Aung San Sui Kyi und kein Mandela und wir sollten sie nicht dazu stilisieren."
Dann wird weiter auf ihren zweifelhaften Umgang mit Macht verwiesen.
Dennoch hat Frau Timoschenko (und eben auch alle anderen Gefangenen) - nach unserem Rechtsverständnis - ein Recht auf faire Behandlung und das Recht auf einen fairen Prozess.
Janukowitsch missachtet diese Rechte und wir als Bürger einer Demokratie sollten diese doch wohl verteidigen.
Nicht mehr und nicht weniger sagt dieser Artikel und da kann ich nun vorbehaltlos zustimmen!
Ich finde es schon einigermaßen irritierend, dass in vielen Kommentaren unter Artikeln über die 'Affaire Timoschenko' der Rachegedanke durchschimmert. Bei der Verteidigung der Menschenrechte - und ein fairer Prozess und menschliche Haftbedingungen gehören wohl unbedingt dazu - sollte aber gerade dieser keine Rolle spielen.
....dass der Artikel recht vernünftig war und dass Sie nicht sehr weit entfernt sind in Ihren Ansichten.
...da wären GW Bush, Putin, Wen Jiabao(China), Mubarak, König Abdullah II von Saudi Arabien, Emir Chalifa bin Zayid Al Nahyan, Präsident der VAE, Premierminister Nasir al-Muhammed al-Ahmed as-Sabah von Kuwait, Staatspräsident Hu Jintao, Präsident Hamid Karzai, Präsident Abdelaziz Bouteflika(Algerien), Staatspräsident Nursultan Nasarbajew(Kasachstan) - und so einige mehr -, hat sie doch jede Kompetenz und Befähigung verloren, ausgerechnet dem urkrainischen Premier, ausgerechnet wegen Frau Timoschenko, was über Menschenrechte zu sagen oder gar zu drohen.
„Man kann Menschenrechte nicht wie einen Lichtschalter anknipsen.“
Michael Vesper
Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich mit inhaltlichen Argumenten. Danke, die Redaktion/jz
... Frau Timoschenko vorbereitet. Offenbar gibt es gewichtige Indizien für ihre Beteiligung an dem Mord an einem ukrainischen Abgeordneten und Geschäftsmann im Jahre 1996.
http://www.faz.net/aktuel...
Ich begrüße das, dass auch ein Milliardenvermögen und beste Westkontakte nicht vor Strafverfolgung schützen. Das pauschal als "gegen die Opposition" gerichtet zu qualifizieren, halte ich aufgrund der zwielichtigen Biografie von Frau Timoschenko für unangebracht.
Diese Frau jetzt zur Ikone der Freiheit verklären zu wollen, finde ich lächerlich.
In dem Artikel heißt es: "Vielleicht braucht Engagement Ikonen.Julija Timoschenko sollte keine sein. Ihr wird übel mitgespielt, doch sie ist keine Aung San Sui Kyi und kein Mandela und wir sollten sie nicht dazu stilisieren."
Dann wird weiter auf ihren zweifelhaften Umgang mit Macht verwiesen.
Dennoch hat Frau Timoschenko (und eben auch alle anderen Gefangenen) - nach unserem Rechtsverständnis - ein Recht auf faire Behandlung und das Recht auf einen fairen Prozess.
Janukowitsch missachtet diese Rechte und wir als Bürger einer Demokratie sollten diese doch wohl verteidigen.
Nicht mehr und nicht weniger sagt dieser Artikel und da kann ich nun vorbehaltlos zustimmen!
Ich finde es schon einigermaßen irritierend, dass in vielen Kommentaren unter Artikeln über die 'Affaire Timoschenko' der Rachegedanke durchschimmert. Bei der Verteidigung der Menschenrechte - und ein fairer Prozess und menschliche Haftbedingungen gehören wohl unbedingt dazu - sollte aber gerade dieser keine Rolle spielen.
>> Dennoch hat Frau Timoschenko (und eben auch alle anderen Gefangenen) - nach unserem Rechtsverständnis - ein Recht auf faire Behandlung und das Recht auf einen fairen Prozess. <<
Meinem Eindruck nach fällt das Engagement von deutscher Politik und Medien recht einseitig aus, diesmal zugunsten einer Milliardärin mit fragwürdigem Vermögenserwerb. Da gäbe es Menschen in den Gefängnissen weltweit, die es eher "verdient" haben.
>> Janukowitsch missachtet diese Rechte und wir als Bürger einer Demokratie sollten diese doch wohl verteidigen. <<
Janukowitsch ist mit großer Wahrscheinlichkeit kein vorbildlicher Rechtsstaatler, aber ich würde nicht alles glauben, was so verbreitet wird.
Frau Timoschenko sitzt unter Bedingungen ein wie andere Verbrecher in der Ukraine auch. Mehr ist dazu nicht zu sagen.
Natürlich habe ich diesen Artikel zur Gänze gelesen und auch zur gänze verstanden. Und dieser Artikel dreht sich nun mal ausschliesslich um Timoschenko und damit wird sie zur Heldin hochstilisiert. Das in einem Nebensatz auf Ihren zweifelhaften Umgang mit der Macht verwiesen wird ändert aber nichts am Gesamtwerk. Frau Timoschenko ist keinen Deut besser und verdient keinerlei bessere Behandlung als jeder andere Strafgefangene auch. Und wo steht bitte das Frau Timoschenko keine faire Behandlung hat ? Sind Ukrainische Ärzte inkompetent so das man mit einem Grossaufgebot der Charite dort einfliegen muss ? Und wo bleiben die kritischen Berichte über Menschenrechtsverletzungen welche weitaus schlimmer sind ? Gibt es nicht. Statdessen werden unsere Fussballer ( dessen Aufgabe es nicht es ) und Politiker ( dessen Recht es nicht ist ) in den höchsten Tönen gelobt weil Sie einen immer noch souveränen Staat kritisieren und bedrohen. Würde das im Falle Israel passieren ( was im Sinne der Palästinenser auch Sinn machen würde ) wäre es Rechtspopullistisch und ein Rückfall ins dritte Reich und hier ist es ein Einsatz für die Menschenrechte. Nein Sorry. Hätten sich Winkaugust Gauck und Tante Merkel vor dem Fall Timoschenko aus dem Fenster gelehnt und Menschenrechte in der Ukraine angeprangert hätten Sie meinen allergrößten Respekt gehabt. Haben Sie aber nicht, den vor Timoschenko ging auch Ihnen die Ukraine am sogenannten Allerwertesten vorbei.
warum verlangen sie nicht auch faire bedingungen in den US-Haftanstalten und anderen illeg.Lagern?
die geben sogar offen zu das gefoltert werden darf.
da hört bei ihnen das menschenrecht auf!
Seltsam!
Fairer Prozess und faire Behandlung für Timoschenko - soweit richtig und soweit sollte es auch für andere, nicht prominente Gefangene gelten.
Aber das sagt weder der Artikel noch ist es das, was viele Politiker fordern. Fair ist, zu fordern, dass Timoschenko eine angemessene medizinische Betreuung bekommt. Nicht fair ist, dass diese in Deutschland durchgeführt werden soll - warum? Das ist in hohem Maß unfair gegenüber anderen Gefangenen und außerdem auch unangemessen.
Deutschland kann sich dafür einsetzen, dass Timoschenko eine angemessene Behandlung in der Ukraine erhält. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass auch in der Ukraine ausreichen medizinisches Personal zur Verfügung steht, um Timoschenko zu behandeln. Selbst wenn nicht, wäre es unfair (sic!), wenn dann Timoschenko vom Charité-Chef behandelt wird, weil eine solche exklusive Behandlung weder der ukrainischen noch - ganz nebenbei - dem ganz überwiegenden Teil der deutschen Bevölkerung zu Gute kommt!
Fair wäre es, wenn man Zweifel daran hat, dass die med. Versorgung fair und angemessen läuft, Beobachter dort hinzuschicken. Meinetwegen auch eine relativ namhaften deutschen Arzt. Behandelt wird aber dann von ukrainischen Ärzten!
>> Dennoch hat Frau Timoschenko (und eben auch alle anderen Gefangenen) - nach unserem Rechtsverständnis - ein Recht auf faire Behandlung und das Recht auf einen fairen Prozess. <<
Meinem Eindruck nach fällt das Engagement von deutscher Politik und Medien recht einseitig aus, diesmal zugunsten einer Milliardärin mit fragwürdigem Vermögenserwerb. Da gäbe es Menschen in den Gefängnissen weltweit, die es eher "verdient" haben.
>> Janukowitsch missachtet diese Rechte und wir als Bürger einer Demokratie sollten diese doch wohl verteidigen. <<
Janukowitsch ist mit großer Wahrscheinlichkeit kein vorbildlicher Rechtsstaatler, aber ich würde nicht alles glauben, was so verbreitet wird.
Frau Timoschenko sitzt unter Bedingungen ein wie andere Verbrecher in der Ukraine auch. Mehr ist dazu nicht zu sagen.
Natürlich habe ich diesen Artikel zur Gänze gelesen und auch zur gänze verstanden. Und dieser Artikel dreht sich nun mal ausschliesslich um Timoschenko und damit wird sie zur Heldin hochstilisiert. Das in einem Nebensatz auf Ihren zweifelhaften Umgang mit der Macht verwiesen wird ändert aber nichts am Gesamtwerk. Frau Timoschenko ist keinen Deut besser und verdient keinerlei bessere Behandlung als jeder andere Strafgefangene auch. Und wo steht bitte das Frau Timoschenko keine faire Behandlung hat ? Sind Ukrainische Ärzte inkompetent so das man mit einem Grossaufgebot der Charite dort einfliegen muss ? Und wo bleiben die kritischen Berichte über Menschenrechtsverletzungen welche weitaus schlimmer sind ? Gibt es nicht. Statdessen werden unsere Fussballer ( dessen Aufgabe es nicht es ) und Politiker ( dessen Recht es nicht ist ) in den höchsten Tönen gelobt weil Sie einen immer noch souveränen Staat kritisieren und bedrohen. Würde das im Falle Israel passieren ( was im Sinne der Palästinenser auch Sinn machen würde ) wäre es Rechtspopullistisch und ein Rückfall ins dritte Reich und hier ist es ein Einsatz für die Menschenrechte. Nein Sorry. Hätten sich Winkaugust Gauck und Tante Merkel vor dem Fall Timoschenko aus dem Fenster gelehnt und Menschenrechte in der Ukraine angeprangert hätten Sie meinen allergrößten Respekt gehabt. Haben Sie aber nicht, den vor Timoschenko ging auch Ihnen die Ukraine am sogenannten Allerwertesten vorbei.
warum verlangen sie nicht auch faire bedingungen in den US-Haftanstalten und anderen illeg.Lagern?
die geben sogar offen zu das gefoltert werden darf.
da hört bei ihnen das menschenrecht auf!
Seltsam!
Fairer Prozess und faire Behandlung für Timoschenko - soweit richtig und soweit sollte es auch für andere, nicht prominente Gefangene gelten.
Aber das sagt weder der Artikel noch ist es das, was viele Politiker fordern. Fair ist, zu fordern, dass Timoschenko eine angemessene medizinische Betreuung bekommt. Nicht fair ist, dass diese in Deutschland durchgeführt werden soll - warum? Das ist in hohem Maß unfair gegenüber anderen Gefangenen und außerdem auch unangemessen.
Deutschland kann sich dafür einsetzen, dass Timoschenko eine angemessene Behandlung in der Ukraine erhält. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass auch in der Ukraine ausreichen medizinisches Personal zur Verfügung steht, um Timoschenko zu behandeln. Selbst wenn nicht, wäre es unfair (sic!), wenn dann Timoschenko vom Charité-Chef behandelt wird, weil eine solche exklusive Behandlung weder der ukrainischen noch - ganz nebenbei - dem ganz überwiegenden Teil der deutschen Bevölkerung zu Gute kommt!
Fair wäre es, wenn man Zweifel daran hat, dass die med. Versorgung fair und angemessen läuft, Beobachter dort hinzuschicken. Meinetwegen auch eine relativ namhaften deutschen Arzt. Behandelt wird aber dann von ukrainischen Ärzten!
Ganz genau, Herr Lau, "Unser Einsatz für Menschenrechte braucht Ikonen". Wie wäre es, Sie würden sich für Bradley Manning einsetzen, damit er in ein zivilisertes Land ausreisen kann. Wie wäre es, ihn in die Bundesrepublik einzuladen? Wie wäre es, jede Reise in die USA zu verweigern, solange dort dieses totalitäre Guantanamo-Regime besteht, dessen Vertreter (wie gerade wieder zugegeben) ungestraft Beweise für Folter an Gefangenen vernichten dürfen.
Es ist gut ,daß sich unsere Politiker über Menschenrechtsverletzungen in der Ukraine medienwirksam äußern,besonderen Mut müssen sie dafür nicht an den Tag legen.Warum hört man von diesen anscheinend amerikanisierten Zeitgenossen keine öffentliche Kritik an den Menschenrechtsverletzungen unseres Bündnispartners in Guantanamo und anderen ausgelagerten Gefangenenlagern?Von den stetig zunehmenden Drohnenangriffen auch auf unschuldige Zivilisten ganz zu schweigen,wo ist hier der Aufschrei unserer demokratischen Politiker? Grosses Schweigen über diese völkerrechtswidrigen Vergehen unserer -Freunde- zeigt die ganze Scheinheilig unserer Politik.
Es ist gut ,daß sich unsere Politiker über Menschenrechtsverletzungen in der Ukraine medienwirksam äußern,besonderen Mut müssen sie dafür nicht an den Tag legen.Warum hört man von diesen anscheinend amerikanisierten Zeitgenossen keine öffentliche Kritik an den Menschenrechtsverletzungen unseres Bündnispartners in Guantanamo und anderen ausgelagerten Gefangenenlagern?Von den stetig zunehmenden Drohnenangriffen auch auf unschuldige Zivilisten ganz zu schweigen,wo ist hier der Aufschrei unserer demokratischen Politiker? Grosses Schweigen über diese völkerrechtswidrigen Vergehen unserer -Freunde- zeigt die ganze Scheinheilig unserer Politik.
Ich brauche keine Ikone um Ungerechtigkeiten zu erkennen.
Ikonen werden von dumpfbackigen widerkauenden getriebenen 'Kühen' gebraucht, denen man den Weg aufzeigen muss.
Ikonen zerren ,wie auch in diesem Fall, Gerechtigkeit vor ihren eigenen Karren. Und dann geht es eben nicht mehr um Gerechtigkeit im Dienste für alle, sondern um 'Gerechtigkeit' zum Dienst für Eine.
Lieber sollte einmal Hermann oder Friedrich zu Verantwortung gezwungen werden, wenn sie schon einen Posten besetzen müssen, der eben dies erfordert - Verantwortung von sich selbst:
Bayern: 'Wieder Polizisten im Prügelverdacht.'
http://www.merkur-online....
Oder sind die Opfer gemischt, nicht nur weiblich, oder nicht schön genug, oder gilt hier Gerechtigkeit nicht, weil noch keine Ikone?
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