CoachingDer Trainer Gottes

Im Kloster suchten Manager bisher nur Ruhe. Jetzt beraten Ordensleute Unternehmen und machen Führungskräfte fit. Ein Besuch bei Pater Tobias Breer, der in Duisburg als Coach erfolgreich ist.

Das Kloster Hamborn liegt alles andere als lauschig. Nicht am Waldesrand oder an einem meditativen See wie bei Klöstern üblich, die man als Weltlicher gerne aufsucht, nein, mitten im lauten Duisburg: auf der einen Seite die Autobahn, verstopft wegen eines Unfalls und weil einer der Beteiligten auf der linken Spur herumhüpft und das gegnerische Auto mit Fußtritten traktiert. Auf der anderen Seite ThyssenKrupp. Zur dritten hin der Stadtteil Marxloh mit Deutschlands größter Moschee. Nur auf der vierten Seite ist es ruhig; hier ist der Friedhof.

Auch das Kloster selbst ist kein malerisches Ensemble, sondern ein Mix aus Gebäuden im Stil des 18. Jahrhunderts und der siebziger Jahre sowie einem modernen dreistöckigen Architektenentwurf. Allein die Pforte ist, wie sie sein muss: ein wuchtiges Holztor.

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Die Tür donnert zu. Endlich Stille. Durch bodentiefe Fenster geht der Blick in einen Garten, durch den Finken und Amseln flattern. Um den nächsten Innenhof verläuft ein romanischer Kreuzgang. Vor der Kirche sammeln sich Mönche zum Gebet.

Ich bin nicht zum Beten hier. Ich bin hier, um einen Coach zu treffen. Einen ganz besonderen. Einen katholischen Priester und Ordensmann, der Manager coacht. Einer der Ordensleute tritt lächelnd auf mich zu. Schmal, Schnauzer, strahlende Augen. Prämonstratenserpater Tobias A. Breer, 48 Jahre, Seelsorger, Erfolgstrainer, Gründer des »Kompetenzcenters Mensch«, das in dieser Abtei beheimatet ist. Zu ihm reisen Unternehmer, Geschäftsführer, Vorstandsvorsitzende aus ganz Deutschland. Ein Geistlicher als Coach, das ist bei deutschen Führungskräften ein großer Trend. Manchmal fährt er auch zu ihnen, um sich ein Bild vom Unternehmen zu machen, schreitet in Leipzig oder München durch Großraumbüros, an den Schreibtischen vorbei. Auch mal im Ordenskleid, etwas unwirklich sieht er dann aus, als komme er aus einer anderen, nachhaltigeren Welt.

"Latein, das können Sie doch?"

»Kommen Sie, die Vesper fängt an«, sagt Pater Tobias und drückt mir ein Heft in die Hand, »Latein, das können Sie doch?«, und winkt mich durch eine Tür. Im spätgotischen, fast leeren Kirchenschiff gehe ich weit nach hinten, ich bin ein lausiger Sänger. Vorne versammeln sich die Ordensleute um den Altar.

»Dixit Dominus Domino meo«, singt der Abt. »Alleluia«, antwortet der Chor.

Hier ist die Prämonstratenserabtei doch noch eine Oase. Eine Zuflucht in einer Stadt, geprägt von Arbeitslosigkeit und Abwanderung, einer Stadt, die ihre Zukunft sucht. Ich könnte noch länger sitzen, dem Gesang zuhören, die Gedanken schweifen lassen, nichts denken – ist das schon Meditation? »Kommen Sie, jetzt können wir reden«; während ich hinter Pater Tobias durch den langen Gang eile, wirft er einen Blick auf die Uhr, die locker um sein Handgelenk baumelt.

Ein Coach ist jemand, der Menschen dabei berät, ihre Wünsche und Ziele zu verwirklichen, ihnen hilft, sich auf Situationen einzustellen, Veränderungen zu bewältigen. Coaching ist geistige Begleitung. Bei Pater Tobias ist sie zugleich geistlich. »Durch Selbstfindung, Selbstentwicklung und Persönlichkeitsentwicklung«, ist auf seiner Homepage über seine Klienten zu lesen, »erreichen sie Kraft und Stärke in einer bisher nicht bekannten Art.« So ein Versprechen hat Wucht. Klingt fast übersinnlich. Warum auch nicht; Gott ist es schließlich auch.

"Führen mit Werten"

Manager scheinen dauernd ins Kloster zu gehen. Vor Jahren war noch die »Auszeit« der Renner, gern ohne Handy und Laptop, heute lässt man sich coachen, in Gruppen oder allein. In der Benediktinerabtei Münsterschwarzach gibt Pater Anselm Grün, Cellerar und Bestsellerautor, Monate im Voraus ausgebuchte Seminare zum Thema »Führen mit Werten« oder »Was mich inspiriert«. Im Kloster Andechs am Ammersee treffen Firmenlenker sich mit Mönchen zu Exerzitien. Hier wie dort kann man unter vier Augen mit einem Mönch sprechen oder sich über längere Zeit begleiten lassen. Seit 2004 sind auch die Protestanten unter der Marke »Spiritual Consulting« aktiv. Ralf Reuter und Peer-Detlev Schladebusch, Pastoren bei der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannover, wandern mit Führungskräften und bieten Seminare und Coachings an. In klösterlicher Atmosphäre.

Ordensleute, die ihren Glauben leben, die ihr Geld nicht für sich persönlich verdienen, sondern für ihre Gemeinschaft und für Bedürftige, scheinen in der Bevölkerung einen Vertrauensvorschuss zu genießen. »Vielleicht ist es auch der Eventcharakter«, sagt Reuter. Manager suchen das intensivere Erleben. Sie machen nicht einfach Urlaub, es muss Trekking in Südamerika sein. Sie fahren nicht einfach Ski, es muss Tiefschnee in Aspen sein. Und wenn es um Spiritualität geht, gehen sie nicht in die Kirche an der Ecke, sie tauchen ein in die Welt des Klosters.

Aber warum überhaupt?

»Manager interessieren sich wieder für ihre religiösen Wurzeln«, sagt Reuter, »weil sie merken, dass Geschäftspartner aus dem Ausland stark in ihrem Glauben verwurzelt sind und daraus Kraft schöpfen.« Glaube als Wettbewerbsvorteil im Businesskampf also, der Priester als Garant für die letzten zehn Prozent zum Erfolg. Und geht man davon aus, dass hinter dem Priester Gott steht, sind Preise ab 75 Euro pro Stunde bei Pater Tobias wahrlich kein schlechter Deal. Zumal er sich bei dem, was ihm Firmenlenker anvertrauen, immer auf das Beichtgeheimnis berufen kann, »das hat auch vor Gericht Bestand«. Mal ehrlich: Welcher normale Coach kann das schon bieten?

Wir sitzen in dem kleinen Mehrzweck-Besprechungsraum hinter dem Refektorium. Ein runder Tisch mit Blümchentischdecke, es gibt Getränke, Joghurt, belegte Brote. Wollte man das »Kompetenzcenter Mensch« rein räumlich verorten, es wäre genau hier. 50, 60 Führungskräfte hat der Pater schon an diesem unspektakulären Tisch gecoacht, und das einzige Vorurteil, das er ab und an entkräften musste, war, zu wenig Ahnung vom Wirtschaftsleben zu haben.

In solchen Fällen, er lacht sein erstaunlich jungenhaftes Lachen, erzählt er, wie er vor dem Theologiestudium als Kaufmann bei BMW arbeitete, Stichwort Kommerz, und danach als Militärpfarrer, Stichwort Menschenführung. Und wie sein Tag heute aussieht: Beginn morgens halb sechs, Ende abends halb zwölf. Dazwischen gleich drei Jobs. Erstens Kämmerer, Finanzchef also des Priesterklosters, das bemerkenswerterweise Zulauf hat, deshalb der Neubau, mit Fahrstuhl, behindertengerecht: Drei Ordensleute sind schon über 80, und Mönche gehen nicht ins Altersheim – 150.000 Euro kostet der Baukredit im Jahr. Zweitens ist Pater Tobias Seelsorger der katholischen Pfarrgemeinde Herz Jesu in Duisburg-Neumühl. Gottesdienste hält er im Pfarrsaal, das Kirchendach ist kaputt, auch dafür muss Geld her. Drittens ist er Leiter des »Projekts LebensWert«: zwei Büros in der Stadt, in denen sich Sozialarbeiter um Bedürftige kümmern, egal ob Christen, Muslime oder Atheisten. Sie brauchen Rat, Hilfe, Geld. Oft für die Kinder: für Klassenfahrten, Musikunterricht, den Sportverein. 200.000 bis 300.000 Euro sind das im Jahr.

"Die waren schon anderswo, am Ende kommen sie her"

Pater Tobias, so viel ist klar, muss jede Menge Geld heranschaffen, und das geht nur mit Öffentlichkeitsarbeit. Er hat eine Website und ist bei Facebook, er arbeitet mit Leuten, die Kampagnen entwerfen. Und er läuft. Vier, fünf Marathons im Jahr und einen Ultramarathon, 100 Kilometer. Die Trainingszeiten sind fest eingeplant, in seinem Klosterzimmer steht ein Laufband. Wenn er sich zu einem Marathon anmeldet, schreiben die Zeitungen, dass er Firmen sucht, die ihn mit 100 Euro unterstützen oder mit 1000. Und wenn der »Marathon-Pater« dann in Jerusalem ins Ziel kommt, mit einer Zeit von 3:45 Stunden, der 800 Meter Höhenunterschied wegen, hat er wieder 5.000 Euro für die gute Sache zusammen.

Auch sonst ist der Pater immer im Eilschritt unterwegs. Er pendelt zwischen drei Büros und plant im Viertelstundentakt. Das Mittagsgebet in der Kirche schafft er meist nicht, und der BlackBerry vor ihm auf der Tischdecke vibriert alle paar Minuten wegen neuer Mails oder SMS. Er habe einen ähnlichen Alltag wie viele seiner Klienten, sagt Pater Tobias bemerkenswert entspannt und lehnt sich zurück, »ich weiß ja nicht, wie es bei Ihnen ist...«. Man will es nur kurz erzählen. Minuten später merkt man, dass man immer noch redet.

Normalerweise sitzen hier Männer und Frauen zwischen 30 und 50, in deren Leben etwas geschah, das sie aus der Bahn geworfen hat. Eine Kündigung, ein Unfall, ins Unerträgliche gestiegener Arbeitsdruck. Sie kommen mit Burn-out, Angstzuständen, Depressionen. »Die waren schon anderswo«, sagt Pater Tobias, »in Seminaren, beim Therapeuten. Und am Ende kommen sie her.«

Pflichtbewusst, diszipliniert, immer für die Firma verfügbar ...

Als Klaus Voss*, Anfang 50, Personalleiter eines Handelsunternehmens mit 2.500 Mitarbeitern, vor vier Jahren Pater Tobias traf, hatte er Pech gehabt, das Pech einer Schachfigur. Im Machtspiel seiner zwei Geschäftsführer war er zwischen die Fronten geraten, und alles, was Voss 20 Jahre lang richtig gemacht hatte, war plötzlich falsch. Voss ist Profi, aber irgendwann raubte ihm das den Schlaf. »Ich hatte Panikattacken, jedes Meeting überforderte mich.« Er ließ sich mit Medikamenten stabilisieren, »aber ich brauchte jemanden, mit dem ich reden konnte«. Wer so viel arbeitet wie Voss, hat wenige enge Freunde. Seine Familie wollte er nicht noch damit belasten. Er wollte auch nicht mehr zu einem Coach, er hatte Stapel von Blättern daheim von Seminaren, die er besucht hatte, ungelesen.

Dann sah er im Fernsehen einen Beitrag über Pater Tobias und fuhr hin. »Der kam mir authentisch vor. Mich hat auch das Kloster sofort beeindruckt. Alles war so – glaubwürdig.«

Es gibt Ausnahmesituationen, da merkt Pater Tobias plötzlich, dass ihm einer gegenübersitzt, der ein letztes Gespräch mit einem Priester sucht. Der schon mit seinem Leben abgeschlossen hat. Weil er seine Firma in die Pleite gesteuert hat, seine Familie ihn verlassen hat, er keinen Ausweg mehr sieht. Solche Gespräche gehen ums Ganze, sie können viele Stunden dauern, und natürlich, sagt Pater Tobias, könne er die Firma auch nicht retten, »aber diesen Menschen und seine Seele zu retten, das ist bis jetzt immer gelungen«. Normalerweise aber kommen Leute wie Klaus Voss. Pflichtbewusst, diszipliniert, immer für die Firma verfügbar, ihr alles Private unterordnend. Die es aber nicht mehr aushalten, dass immer noch bessere Ergebnisse gebracht werden müssen. Die darunter leiden, immer flüchtiger, schlechter arbeiten zu müssen. Die merken, dass in dem Unternehmen, für das sie sich aufreiben, ihre Ideale nichts gelten. Denen der Chef dann doch sagt, auf ihren Job warteten fünf andere, Billigere.

»Der Mensch bleibt im Wirtschaftsleben auf der Strecke«, hat Pater Tobias beobachtet. Deshalb sei ethisches Verhalten, die Zehn Gebote als Richtschnur beruflichen Handelns, zunehmend ein Thema. Moralische Kompetenz in Unternehmen sei kein Luxus, sondern ein Qualitätsmerkmal. »Christliche Werte im Beruf zu leben, entsprechend miteinander umzugehen, das geht ziemlich einfach.«

Und doch, immer wieder sitze ihm hier am Tisch jemand gegenüber, den er frage: »Loben Sie Ihre Mitarbeiter? Motivieren Sie sie, oder knallen Sie ihnen nur die Akten hin?« Oft sieht er dann in erstaunte Gesichter. »Dann denke ich: Unfassbar! Das kann doch nicht sein, dass der nicht merkt, was er seinen Leuten antut!« Und umgekehrt, die anderen Fälle, »da denke ich: Das kann doch nicht sein, dass der all das immer nur schluckt!«

Pater Tobias hat auch Psychologie studiert und einen Studiengang »Change-Management« absolviert. Er hat die Erfahrung gemacht, dass er all das erst später braucht. Zuerst versucht er, »Körper, Geist und Seele« des Klienten in Einklang zu bringen: Wie strukturiert man den Tag? Wie beginnt man ihn – »mit schlechten Nachrichten aus der Zeitung oder mit Musik, Yoga, Meditation, etwas, was einem guttut?« Wie lässt man den Tag ausklingen? Gibt es Pausen, »15 Minuten mittags die Füße hochlegen, das geht immer«, Zeit für Sport, Entspannung, autogenes Training? »Es geht um die Frage: Leben Sie auch mal?« Auch da sieht er oft in erstaunte Gesichter. Aber damit sei schon viel gewonnen, kämen die Klienten zum Nachdenken, könne er mit den richtigen Fragen das eigentliche Problem anpacken. Ab und zu geht er auch mit jemandem laufen oder ins Fitnessstudio.

"Kein Problem, ich bete für Sie"

Und die Seele? Pater Tobias nickt. Natürlich, er spreche über das Thema Gebet. »Aber ich bin da nicht dogmatisch.« Wenn jemand lieber Zen machen wolle, gerne. Wenn jemand sich lieber entspanne, indem er den Goldfischen auf seinem Bildschirmschoner zusehe, auch gerne. »Dann sage ich: Kein Problem, ich bete für Sie.«

Das war für Carolin Schüssler* »ungeheuer hilfreich«. Ihr Mann hatte sich von der Volkshochschulleiterin getrennt, »ich suchte etwas, das mir Halt gab«. Ihre Psychologin empfahl Pater Tobias, »und der hörte zu, auch als ich ihm sagte: Ich spüre Gott nicht.« Er habe ihr gleich im ersten Gespräch gesagt, dass sie ihn anrufen könne, Tag und Nacht, und er sagte auch: »Wenn ich nachher in der Kirche am Altar stehe, dann nehme ich Sie in mein Gebet mit auf.« Trotz ihrer damaligen Kirchenferne, sagt Carolin Schüssler, »das zu hören war so tröstlich«.

Oh doch, Pater Tobias ist ein Menschenfischer. In seiner Pfarrgemeinde gab es eine Weihnachtskrippe mit lebenden Tieren. Am Palmsonntag führten die Messdiener einen Esel durch den Park und spielten Jesu Einzug in Jerusalem nach. Wenn der »Marathon-Pater« im Ostergottesdienst erklärt, dass die Fahne des Osterlamms eine Siegerfahne ist, spricht er auch davon, wie es ist, beim Laufen ins Ziel zu kommen. Seine Gottesdienste füllten sich immer mehr, erzählt er stolz, ein Drittel der Kommunionkinder komme auch danach weiter in die Kirche, »das ist viel«, vor vier Jahren habe es 42 Taufen im Jahr gegeben, jetzt seien es 83.

In Zeiten, in denen die katholische Kirche das gleiche Problem hat wie die Stadt Duisburg – nämlich Abwanderung –, in denen manche Katholiken ihr Heil im fast sektiererischen Rückzug suchen, ist dieser mitreißende Pater der zukunftsweisende Typ des Priesters: modern, offen, undogmatisch, vertraut mit Medienarbeit. Und doch fest im Glauben verwurzelt. Ein Mann mit einer Mission; die katholische Kirche täte gut daran, auch ihre eigenen Leute von ihm coachen lassen.

"Das bekommt man nur beim Priester"

Sicher, sagt Pater Tobias, er frage seine Klienten, ob sie es selber mit dem Beten versuchen wollten. Das Vaterunser, den Rosenkranz, »da steckt was drin, das auch Nichtgläubige fasziniert. Gebet kann ungeheure Kraft und Energie geben.«

Klaus Voss hat die Krise gut bewältigt, er hatte sogar neue Jobangebote. Und er macht mehr Sport. Geht in der Freizeit nicht ans Handy, wenn er nicht will. »Aber dass ich jetzt in bestimmten Situationen bete, das hat mich am meisten überrascht.« Letztlich sei es bei all den Gesprächen mit dem Pater weniger um Arbeitsstrukturen gegangen als um »Seelsorge im eigentlichen Sinne«: »Er hat mich begleitet. Mich ermutigt, den Weg einzuschlagen, von dem ich überzeugt war. Mich gestärkt, auch spirituell. Und darauf kam es an.«

Es könne durchaus sein, lächelt Pater Tobias, dass dieselben Menschen, die heute zum Therapeuten oder zum Coach gingen, um ihr Herz auszuschütten und Kraft zu schöpfen, früher einfach zum Pfarrer gegangen seien. Und dass einige anfingen, das nun wieder zu tun. »Denn auch die Absolution der Beichte, die Erleichterung, neu anfangen zu können, das kriegt man anderswo nicht. Das bekommt man nur beim Priester.«

Ein letzter Blick in den Kreuzgang. Dann öffnet sich die wuchtige Holztür wieder ins laute Rauschen der Stadt.

* Name geändert

 
Leserkommentare
  1. und bedingungsloses Leben für Gott, Glauben und Gemeinschaft. Dies erklärt den Erfolg über Jahrhunderte hinweg. Gut so wenn Ernsthaftigkeit statt Gnadenlosigkeit Einzug halten würden im Arbeitsprozess.

  2. Vielleicht sollte der Artikel lieber in " Kirche sucht neue Geschäftsfelder " umbenannt werden.
    Ich will ja keine Unruhe reinbringen, aber vielleicht wäre es besser, einige Manager würden
    sich intensiver mit den Abläufen in ihren Unternehmen auseinandersetzen, als zum Chillen ins Kloster abzutauchen.
    Als erstes sollten die Manager mal alle Abteilungen eines Unternehmens durchlaufen, damit Sie mal persönlich nachvollziehen können, was für die jeweiligen Bereiche und ihre Mitarbeiter wichtig ist (wie früher in so manchenm Familienunternehmen).
    Das reicht meistens schon.

    " Oh doch, Pater Tobias ist ein Menschenfischer. " - oder evtl.Journalistenfischer

    Herr Spörrle - bitte bleiben Sie bei ihrer satirische Kolumne „Familienglück“, die ist nicht mal schlecht.

    3 Leserempfehlungen
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    Die Kirche geht dem "Geschäftsfeld" der Seelsorge schon seit Jahrhunderten nach. Sie sieht das - nicht ganz unberechtigt - als ihre Kernkompetenz.

    und wahrscheinlich haben Sie noch nie das Gespräch mit Patres gesucht bzw. geführt - sonst würden Sie sich nicht in diesem Ton äußern.

    wenn Manager (bestes Beispiel der letzten Woche "Dr." Körtgen des Flughafens BER) alle Abteilungen durchlaufen, dann würde die Belegschaft doch sehen, was für Dünnbrettbohrer die meisten sind.

    Zu ihren Geschäftsfeldern, dieses Angebot der Kirche ist ja nun nicht neu, dass gab es schon seit es Klöster in D gibt, früher gingen dort Kaiser,Könige und Feudalherren hin um zu sich zu finden und heute machen es die selben Leute, die bloß andere Berufsbezeichnungen haben. Aber wie man hier sagt, what ever floats your boat.

    Jeder der die Kirche welcher Couleur auch immer kennt, weiß, im Geld verdienen waren diese immer schon gut, aber das ist auch gut so, denn die staatlich verordnete Zwangsabgabe für Kirchenmitglieder wird aufgrund des Austritts der Mehrzahl der D auch immer weniger, da muss man
    sich neue Geldquellen erschliessen.
    Ob sie dies aus Nächstenliebe tun sei mal dahingestellt und ist sicherlich auch diskutierbar.

    Und wenn ich als Manager Kurse wie »Führen mit Werten« oder »Was mich inspiriert« brauche, dann bin ich menschlich und gesellschaftlich eh eine Amöbe und da helfen auch die Kurse nicht. Denn so etwas bekommt man im Elternhaus mit und das sind Persönlichkeitsmerkmale, die man nicht in Kursen lernen kann. Aber der Artikel zeichnet dahingehend ein gutes Bild der dt. Unternehmenskultur.

    Die Kirche geht dem "Geschäftsfeld" der Seelsorge schon seit Jahrhunderten nach. Sie sieht das - nicht ganz unberechtigt - als ihre Kernkompetenz.

    und wahrscheinlich haben Sie noch nie das Gespräch mit Patres gesucht bzw. geführt - sonst würden Sie sich nicht in diesem Ton äußern.

    wenn Manager (bestes Beispiel der letzten Woche "Dr." Körtgen des Flughafens BER) alle Abteilungen durchlaufen, dann würde die Belegschaft doch sehen, was für Dünnbrettbohrer die meisten sind.

    Zu ihren Geschäftsfeldern, dieses Angebot der Kirche ist ja nun nicht neu, dass gab es schon seit es Klöster in D gibt, früher gingen dort Kaiser,Könige und Feudalherren hin um zu sich zu finden und heute machen es die selben Leute, die bloß andere Berufsbezeichnungen haben. Aber wie man hier sagt, what ever floats your boat.

    Jeder der die Kirche welcher Couleur auch immer kennt, weiß, im Geld verdienen waren diese immer schon gut, aber das ist auch gut so, denn die staatlich verordnete Zwangsabgabe für Kirchenmitglieder wird aufgrund des Austritts der Mehrzahl der D auch immer weniger, da muss man
    sich neue Geldquellen erschliessen.
    Ob sie dies aus Nächstenliebe tun sei mal dahingestellt und ist sicherlich auch diskutierbar.

    Und wenn ich als Manager Kurse wie »Führen mit Werten« oder »Was mich inspiriert« brauche, dann bin ich menschlich und gesellschaftlich eh eine Amöbe und da helfen auch die Kurse nicht. Denn so etwas bekommt man im Elternhaus mit und das sind Persönlichkeitsmerkmale, die man nicht in Kursen lernen kann. Aber der Artikel zeichnet dahingehend ein gutes Bild der dt. Unternehmenskultur.

  3. Die Kirche geht dem "Geschäftsfeld" der Seelsorge schon seit Jahrhunderten nach. Sie sieht das - nicht ganz unberechtigt - als ihre Kernkompetenz.

    Eine Leserempfehlung
    Antwort auf "ohne Worte"
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    • mmzz
    • 13.05.2012 um 20:31 Uhr

    Diese Geschätsbereiche dürfen Sie nicht unterschlagen:

    Raub, Mord und Vergewaltigung - Im Kirchenjargon auch Kreuzzüge genannt

    Folter - spanische Inquisition genannt

    Kinderarbeit - auch unter der Bezeichnung "Kinderkreuzzug" geläufig

    Erpressung - zu Tetzels Zeiten auch gerne als Ablasshandel bezeichnet

    Kindstötung - in den Katakomben einiger Nonnenklöster wurden Zölibatsausrutscher gefunden

    Kindsmissbrauch in unsere Zeit und natürlich Greueltaten der Missionare.

    'Ne ganze Menge von Kernkompetenzen, wie ich finde.

    • mmzz
    • 13.05.2012 um 20:31 Uhr

    Diese Geschätsbereiche dürfen Sie nicht unterschlagen:

    Raub, Mord und Vergewaltigung - Im Kirchenjargon auch Kreuzzüge genannt

    Folter - spanische Inquisition genannt

    Kinderarbeit - auch unter der Bezeichnung "Kinderkreuzzug" geläufig

    Erpressung - zu Tetzels Zeiten auch gerne als Ablasshandel bezeichnet

    Kindstötung - in den Katakomben einiger Nonnenklöster wurden Zölibatsausrutscher gefunden

    Kindsmissbrauch in unsere Zeit und natürlich Greueltaten der Missionare.

    'Ne ganze Menge von Kernkompetenzen, wie ich finde.

  4. und wahrscheinlich haben Sie noch nie das Gespräch mit Patres gesucht bzw. geführt - sonst würden Sie sich nicht in diesem Ton äußern.

    Antwort auf "ohne Worte"
  5. Entfernt. Bitte äußern Sie sich sachlich. Danke, die Redaktion/lv

  6. Ich verstehe den Sinn der Reihe "Zukunft der Religion" nicht. Das sind bis jetzt alles interessante und spanned geschriebene Anekdoten - mehr aber auch nicht.

    Da vermarktet also einer sein Kloster für entspannungssuchende Manager. Nett. Erinnert an die vielen Mode-Wanderer auf dem Jakobsweg. Aber was hat das mit der "Zukunft der Religion" zu tun?

    Wenn die Zeit ein Thema derart aufhängt, würde ich mir den gewohnten Tiefgang erwarten; den vermisse ich hier.

    • mmzz
    • 13.05.2012 um 20:31 Uhr

    Diese Geschätsbereiche dürfen Sie nicht unterschlagen:

    Raub, Mord und Vergewaltigung - Im Kirchenjargon auch Kreuzzüge genannt

    Folter - spanische Inquisition genannt

    Kinderarbeit - auch unter der Bezeichnung "Kinderkreuzzug" geläufig

    Erpressung - zu Tetzels Zeiten auch gerne als Ablasshandel bezeichnet

    Kindstötung - in den Katakomben einiger Nonnenklöster wurden Zölibatsausrutscher gefunden

    Kindsmissbrauch in unsere Zeit und natürlich Greueltaten der Missionare.

    'Ne ganze Menge von Kernkompetenzen, wie ich finde.

    4 Leserempfehlungen
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    aber auch viel viel Gutes getan - das ist anscheinend jedoch nicht erwähnenswert. Es schickt sich nicht heutzutage pro-christlich zu denken - gut das manche Manager ihrer Zeit im voraus sind und christliche Philosophie und Anschauungen wieder schätzen lernen.

    Kaum erscheint ein Artikel, der das Christentum bzw. Kirche (lässt sich auch auf andere Religionen übertragen) nicht verunglimpft, wird munter gebasht, was derzeitig wohl en vogue ist und zum guten Ton gehört. Wie mein Vorredner schon anmerkte, werden die karitativen Tätigkeiten (Diakonie und Caritas sind bei uns in der Umgebung omnipräsent) gerne außer Acht gelassen und - salopp gesagt - die alten Kamellen (die jüngsten Vorfälle in der katholischen Kirche schließe ich davon aus) hervorgeholt, was eine Diskussion über das eigentliche Artikelthema in die altbekannte Richtung lenkt.

    aber auch viel viel Gutes getan - das ist anscheinend jedoch nicht erwähnenswert. Es schickt sich nicht heutzutage pro-christlich zu denken - gut das manche Manager ihrer Zeit im voraus sind und christliche Philosophie und Anschauungen wieder schätzen lernen.

    Kaum erscheint ein Artikel, der das Christentum bzw. Kirche (lässt sich auch auf andere Religionen übertragen) nicht verunglimpft, wird munter gebasht, was derzeitig wohl en vogue ist und zum guten Ton gehört. Wie mein Vorredner schon anmerkte, werden die karitativen Tätigkeiten (Diakonie und Caritas sind bei uns in der Umgebung omnipräsent) gerne außer Acht gelassen und - salopp gesagt - die alten Kamellen (die jüngsten Vorfälle in der katholischen Kirche schließe ich davon aus) hervorgeholt, was eine Diskussion über das eigentliche Artikelthema in die altbekannte Richtung lenkt.

  7. "Die Kirche geht dem "Geschäftsfeld" der Seelsorge schon seit Jahrhunderten nach. Sie sieht das - nicht ganz unberechtigt - als ihre Kernkompetenz."

    Gerade die Kirche .....
    Gewalt, sexueller Missbrauch,im Krieg auf welcher Seite auch immer,...da hat sie auch jede Menge zu tun.
    Sagen Sie das denen, die Verbrannt, Gefoltert, und auf andere Weise in den letzte Jahrhunderten mit Seelsorge behandelt wurden.

    Wie war das - hebe einen Stein auf...

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