Unternehmensgewinne: Gekaufte Laune
Manche Konzerne gefährden mit hohen Dividenden ihre Zukunft.
27,8 Milliarden Euro. So viel Geld zahlen die 30 größten Konzerne aus dem Dax an ihre Aktionäre. Das ist deutlich mehr als im vergangenen Jahr und fast so viel wie im Rekordjahr 2008, bevor die Krise auf die deutsche Wirtschaft durchschlug. Den Unternehmen geht es also wieder prächtig. Ihre Chefs sind optimistisch, die Aktionäre beglückt. Gute Laune für alle! Das ist die Botschaft in diesen Wochen der Hauptversammlungen. Sie trügt.
Wer Anteile an einem Unternehmen hält, sollte auch etwas von dessen Gewinnen abbekommen. Das ist der Sinn der Dividende. Macht das Unternehmen hingegen Verluste, gibt es auch nichts zu verteilen. Es ist eine simple Logik, doch sie wird zunehmend durch eine andere Logik ersetzt: Die Dividende soll die Aktionäre bei Laune halten. Unabhängig davon, wie gut es dem Unternehmen geht.
Beispiel Lufthansa: Die Fluggesellschaft hat angekündigt, 3.500 Stellen zu streichen. Im vergangenen Jahr machte sie 13 Millionen Euro Verlust. Gleichzeitig will sie knapp 115 Millionen an Dividenden verteilen. Es ist eine Gewinnbeteiligung aus Reserven. Dabei könnte die Lufthansa das Geld selbst gut gebrauchen, um zum Beispiel ihre Flotte zu erneuern oder ihren Service zu verbessern. Auch der Energieriese E.on und der Stahlkonzern ThyssenKrupp zahlen in diesem Jahr wieder eine Dividende, obwohl sie das vergangene Jahr mit Verlusten abgeschlossen haben.
Andere Konzerne haben zwar einen Gewinn gemacht, schütten aber mehr aus, als sie verdient haben. Für den Rückversicherer Munich Re zum Beispiel war 2011 ein Jahr der Naturkatastrophen und damit kein gutes Jahr. Der Gewinn brach auf 700 Millionen Euro ein. Trotzdem schüttet der Konzern 1,1 Milliarden an seine Aktionäre aus. Seit mehr als 40 Jahren hat das Unternehmen die Dividende nicht gekürzt. Es soll ein Signal der Stärke sein und zeigen, wie zuversichtlich der Vorstand in die Zukunft blickt.
Mit einer stabilen Dividende kauft sich ein Unternehmen den Glauben an den eigenen künftigen Erfolg. Nur sagt sie gar nichts über die Zukunft aus. Sie kommt, ob es nun Gewinn oder Verlust gab, aus dem Bestand, also aus vergangenen Geschäften.
Nirgends klaffen Erfolg und die Erfolgsbeteiligung so weit auseinander wie bei der Deutschen Telekom. Der Gewinn brach zuletzt dramatisch ein, dennoch verspricht der Konzern eine stabile Ausschüttung. Kaum eine Dax-Aktie ist, gemessen an ihrem Kurswert, rentabler als die der Telekom. Manchem T-Aktionär mag das wie eine Wiedergutmachung vorkommen für die frustvollen Jahre der »Volksaktie«. Doch der Bonner Konzern lebt seit Jahren von der Substanz. Das Geld fehlt der Telekom für neue Netze oder für die Forschung und Entwicklung. Damit wiederum gefährdet das Unternehmen künftige Gewinne und letztlich seine Zukunft.
Die Firmen sollten sich trauen, den Anlegern diese Wahrheit zu sagen.




Die muß ich nur versteuern und die macht teuren Verwaltungsaufwand.
Mich interssiert nur die ganze Wertentwicklung.
Und die ist außerhalb Westdeutschlands viel besser.
Z.B. Schweiz, Niederlande, Engeland oder USA.
....welch nachhaltige Politik hier gemacht wird. Deutschland boomt und Spanien ist für die Füße. Und wie Sie sehr wohl wissen sind die USA ein Desaster in der Warteschleife. Also schauen Sie nicht so kurzsichtig in den Nebel!
So jedenfalls liest man es hier immer.
....welch nachhaltige Politik hier gemacht wird. Deutschland boomt und Spanien ist für die Füße. Und wie Sie sehr wohl wissen sind die USA ein Desaster in der Warteschleife. Also schauen Sie nicht so kurzsichtig in den Nebel!
So jedenfalls liest man es hier immer.
für Manager und Aufsichtsrat. Das dürfte näher an der Wahrheit sein. Oder Glaubt Frau Bund, das Aktionäre keine Bilanzen entziffern können?
Noch näher an der "Wahrheit"! Andere Kapitalanlage- Gesellschaften wollen auch Glänzen. Was Interessiert da schon die Substanz eines Unternehmens. Da werden eher Unsinnige Aufkäufe getätigt, teils auch, um Konkurrenten vom Markt zu nehmen. Hauptsache Glänzen, ist immer Gut für die eigenen Taschen!
Langfristiges Wirtschaften von Managern und Aufsichtsräten, ist zur Seltenheit in Unternehmen geworden!
Ein Problem heutiger Aktiengesellschaften besteht in den verfehlten Anreizen - ob Boni bei Bankern oder die Entlohnung von Vorständen und Aufsichtsräten. Aussichten auf kurzfristige Gewinne werden in geradezu grotesker Weise völlig unverhältnismäßig belohnt während langfristige oder gar nachhaltige Planungen und Entwicklungen bestraft werden. Daran hat sich auch nach der Finanz- und Wirtschaftskrise nichts geändert. Dementsprechend werden selbst wirtschaftliche gesunde Unternehmen wie z.B. Mannesmann oder HochTief mal eben zerschlagen um kurzfristig Milliardengewinne einzustreichen.
Ein weiteres noch viel massiveres Problem ist die mangelnde Verantwortlichkeit bzw. Konsequenz. "Spitzen"Manager wie z.B. Ackermann, Esser oder Middelhoff können Unternehmen nach Lust und Laune gegen die Wand fahren ohne das sie dafür auch nur ansatzweise zur Rechenschaft gezogen werden, während Inhaber geführte Unternehmen mit dem Vermögen des Inhabers haften. Wenn es mal ganz schlimm kommen sollte, so redet man mal mit dem befreundeten Justizminister der dann dafür sorgt das der oder die zuständige Richter nicht all zu erfahren sind.
Nicht zu vergessen ist auch die Rolle der Gewerkschaften. Sie sitzen mit in den Aufsichtsräten (Bsirske bei Lufthansa und Postbank) und tragen, durch entsprechende Gehaltszahlungen korrumpiert, das ganze Abzockersystem kräftig mit. Eine Kontrolle erfolgt somit allenfalls noch durch die mediale Öffentlichkeit und die ist steuerbar.
Ein Problem heutiger Aktiengesellschaften besteht in den verfehlten Anreizen - ob Boni bei Bankern oder die Entlohnung von Vorständen und Aufsichtsräten. Aussichten auf kurzfristige Gewinne werden in geradezu grotesker Weise völlig unverhältnismäßig belohnt während langfristige oder gar nachhaltige Planungen und Entwicklungen bestraft werden. Daran hat sich auch nach der Finanz- und Wirtschaftskrise nichts geändert. Dementsprechend werden selbst wirtschaftliche gesunde Unternehmen wie z.B. Mannesmann oder HochTief mal eben zerschlagen um kurzfristig Milliardengewinne einzustreichen.
Ein weiteres noch viel massiveres Problem ist die mangelnde Verantwortlichkeit bzw. Konsequenz. "Spitzen"Manager wie z.B. Ackermann, Esser oder Middelhoff können Unternehmen nach Lust und Laune gegen die Wand fahren ohne das sie dafür auch nur ansatzweise zur Rechenschaft gezogen werden, während Inhaber geführte Unternehmen mit dem Vermögen des Inhabers haften. Wenn es mal ganz schlimm kommen sollte, so redet man mal mit dem befreundeten Justizminister der dann dafür sorgt das der oder die zuständige Richter nicht all zu erfahren sind.
Nicht zu vergessen ist auch die Rolle der Gewerkschaften. Sie sitzen mit in den Aufsichtsräten (Bsirske bei Lufthansa und Postbank) und tragen, durch entsprechende Gehaltszahlungen korrumpiert, das ganze Abzockersystem kräftig mit. Eine Kontrolle erfolgt somit allenfalls noch durch die mediale Öffentlichkeit und die ist steuerbar.
Ein Problem heutiger Aktiengesellschaften besteht in den verfehlten Anreizen - ob Boni bei Bankern oder die Entlohnung von Vorständen und Aufsichtsräten. Aussichten auf kurzfristige Gewinne werden in geradezu grotesker Weise völlig unverhältnismäßig belohnt während langfristige oder gar nachhaltige Planungen und Entwicklungen bestraft werden. Daran hat sich auch nach der Finanz- und Wirtschaftskrise nichts geändert. Dementsprechend werden selbst wirtschaftliche gesunde Unternehmen wie z.B. Mannesmann oder HochTief mal eben zerschlagen um kurzfristig Milliardengewinne einzustreichen.
Ein weiteres noch viel massiveres Problem ist die mangelnde Verantwortlichkeit bzw. Konsequenz. "Spitzen"Manager wie z.B. Ackermann, Esser oder Middelhoff können Unternehmen nach Lust und Laune gegen die Wand fahren ohne das sie dafür auch nur ansatzweise zur Rechenschaft gezogen werden, während Inhaber geführte Unternehmen mit dem Vermögen des Inhabers haften. Wenn es mal ganz schlimm kommen sollte, so redet man mal mit dem befreundeten Justizminister der dann dafür sorgt das der oder die zuständige Richter nicht all zu erfahren sind.
Nicht zu vergessen ist auch die Rolle der Gewerkschaften. Sie sitzen mit in den Aufsichtsräten (Bsirske bei Lufthansa und Postbank) und tragen, durch entsprechende Gehaltszahlungen korrumpiert, das ganze Abzockersystem kräftig mit. Eine Kontrolle erfolgt somit allenfalls noch durch die mediale Öffentlichkeit und die ist steuerbar.
....welch nachhaltige Politik hier gemacht wird. Deutschland boomt und Spanien ist für die Füße. Und wie Sie sehr wohl wissen sind die USA ein Desaster in der Warteschleife. Also schauen Sie nicht so kurzsichtig in den Nebel!
So jedenfalls liest man es hier immer.
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