Austritt brächte viele neue Probleme
Das negative Szenario ist ein wahrer Albtraum: Griechenland hat praktisch keine Industrie mehr – und wird deshalb von den Kostenvorteilen kaum profitieren. Dafür sind die Nachteile der Abwertung umso gravierender. Die Griechen beziehen viele Waren aus dem Ausland, wo die Neue Drachme dann kaum etwas wert ist. Deshalb kann sich das Land Importgüter wie Öl oder Medikamente nicht mehr leisten. Der Lebensstandard sinkt dramatisch.
Obendrein muss Griechenland zunächst einmal eher mehr als weniger sparen, da der Staat nicht genug Geld in der Kasse hat, um Renten und Beamtenbezüge auszuzahlen. Weil die Regierung das nicht will, wirft sie die Notenpresse an, und so droht zu allem Überfluss auch noch eine gewaltige Inflation.
Man muss schon ein unverbesserlicher Optimist sein, um zu glauben, dass ein Land mit derart schwachen Institutionen wie Griechenland einen solchen Übergang ohne gravierende soziale Verwerfungen hinbekommt.
Noch komplizierter wird die Sache, wenn man versucht, sich den Ablauf eines Austritts konkret vorzustellen. Weil es dafür keine Regeln gibt, können die Regierungen Europas den Griechen auch nicht einfach befehlen, den Euro abzugeben. Wenn die Griechen nicht freiwillig ausscheiden, müsste die Europäische Zentralbank die Euro-Lieferungen an die griechischen Banken stoppen. Das Land wäre dann gezwungen, sein eigenes Geld einzuführen. Die Notenbank ist für derart weitreichende Entscheidungen nicht gemacht, sie könnte daran zerbrechen.
Es ist also unklar, welche Probleme ein Austritt löst, aber es ist klar, dass er viele neue Probleme schafft.
Man kann davon ausgehen, dass die Griechen das wissen und ihre Forderungen zum üblichen Spiel mit den Geberstaaten gehören. Eine Seite will günstigere Konditionen, die andere dringt auf strenge Auflagen – so war es schon immer im Verhältnis zwischen Schuldner und Gläubiger, und es ist richtig, dass die Bundesregierung auf die Drohungen mit Härte reagiert.
Doch am Ende profitieren alle, wenn die Rettung so organisiert wird, dass die Griechen eine echte Chance haben, ihre Wirtschaft zu sanieren. Das wird viel Kraft erfordern und Jahre in Anspruch nehmen. Europa kann dem Land diese Aufgabe nicht abnehmen, es kann sie aber erleichtern. Durch längere Fristen für den Defizitabbau etwa und durch mehr Investitionen.
Der Ansatz der Deutschen – Hilfe gegen Sparen – war im Grunde korrekt. Nur dass zu viel gespart und zu wenig geholfen wurde. Für das Ergebnis sind wir ebenso verantwortlich wie die Griechen.
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Es gab einen Schuldenschnitt und Milliardenkredite, die wahrscheinlich niemals zurückbezahlt werden. Hinzu kommt, dass Griechenland seit 30 Jahren Milliarden an Subventionen aus EU Strukturfonds erhalten hat und in Zukunft weiter erhalten wird !! Wo gibt es außerhalb Europas noch eine derartige finanzielle Solidarität zwischen Staaten, die ein Bündnis geschlossen haben ? Was tun die USA finanziell, um Mexiko zu helfen ? Oder was tun China und Japan, um ärmeren Staaten in Asien zu helfen ? Was tun die Emirate oder Saudi Arabien, um die Armut in Ägypten zu lindern ?
Diejenigen, die in Griechenland immer mehr fordern und fordern sollten sich erinnern, dass ihr Land eine Solidarität erfährt, die weltweit einmalig und nicht selbstverständlich ist. Das wird bei all dem Gemecker über Merkel und die EU bei unseren Partnern im Club Med leider oft vergessen !!
ich erinnere mich.
Sie meinen eine Solidarität die auf der Straße führt und Menschen verhungern lässt, keine Zukunft bietet, etc..
Kann diese Arroganz nicht mehr lesen..
Deutschland hat im 20. Jahrhundert die wohl größten Staatspleiten der jüngeren Geschichte hingelegt. Mal Informieren..
Montessori
ich erinnere mich.
Sie meinen eine Solidarität die auf der Straße führt und Menschen verhungern lässt, keine Zukunft bietet, etc..
Kann diese Arroganz nicht mehr lesen..
Deutschland hat im 20. Jahrhundert die wohl größten Staatspleiten der jüngeren Geschichte hingelegt. Mal Informieren..
Montessori
"Der Ansatz der Deutschen – Hilfe gegen Sparen – war im Grunde korrekt. Nur dass zu viel gespart und zu wenig geholfen wurde. Für das Ergebnis sind wir ebenso verantwortlich wie die Griechen."
Griechenland verschuldet sich weiterhin! Es verschuldet sich etwas weniger schnell, von Sparen kann aber überhaupt keine Rede sein.
Seit mehr als 30 Jahre erhält nun Griechenland EU-Hilfen. In dieser Zeit schafte es das Land nicht, eine wettbewerbsfähige Wirtschaft aufzubauen. Auf was begründet sich die Annahme weitere Hilfen könnten die Griechen "retten"?
Seit mehr als 30 Jahre erhält nun Griechenland EU-Hilfen. In dieser Zeit schafte es das Land nicht, eine wettbewerbsfähige Wirtschaft aufzubauen. Auf was begründet sich die Annahme weitere Hilfen könnten die Griechen "retten"?
Das frage ich mich allerdings auch. Was Griechenland bräuchte, wäre eine vollkommen neue politische Klasse; aber ich habe so meine Zweifel, dass es zu dem dringend notwendigen Paradigmenwechsel kommt, wenn - institutionell betrachtet - alles weiter läuft wie gehabt.
Klar, dem Mann auf der Straße geht es jetzt dreckig, und ein Teil der Profiteure des Systems, die beim Staat in Lohn und Brot waren, hat einen gewaltigen Abstieg erfahren. Der andere Teil aber, der noch immer die Ämter bevölkert, machte nach den letzten Meldungen aber nach wie vor nicht seinen Job bzw. torpedierte aktiv die Maßnahmen der Troika.
Wenn man unter diesen Umständen Griechenland weiter zu retten versucht, belohnt man damit ganz offen das Fehlverhalten, das den Euro erst an den Rand des Abgrunds gebracht hat. Und bestätigt damit letztlich A. Tzirpas, der in bemerkenswerter Chuzpe sinngemäß sagt "ihr habt ohnehin nicht den Schneid uns rauszuwerfen, deswegen drehen wir euch eine Nase und zahlen nichts".
Gre ist seit 150 Jahren insolvent, und kann seitdem seine Schulden nicht zurückzahlen.
Wo keine Verwaltungsstrukturen ect. da keine Einnahmen. So kann kein Staat funktionieren, unabhängig ob die Gre faul sind oder nicht.
Im Euro haben sie keine Chance, Tourismus zu teuer!!!
Einzige Möglichkeit, mit Hilfe von außen, Verwaltungsstrukturen aufbauen, alle Konten im Ausland einfrieren, raus aus dem Euro und Pleite und Reset. Sicher wären dann auch noch Hilfsgelder notwendig, um die Leute vor dem Hungern zu bewahren...
Aber lieber Direkthilfe an die Menschen, als Hilfe an die Banker.
Die einzige Begründung lieg darin, dass es schon vor den EU-Hilfen je Menge US-Dollar-Hilfen gab,die ebengleich "genutzt" wurden.
Man gewöhnt sich sehr, sehr gerne an sowas, gerade wenn man gewohnt ist, eine "Tasse Kaffee in nur vier Stunden" trinken zu können.
Seit mehr als 30 Jahre erhält nun Griechenland EU-Hilfen. In dieser Zeit schafte es das Land nicht, eine wettbewerbsfähige Wirtschaft aufzubauen. Auf was begründet sich die Annahme weitere Hilfen könnten die Griechen "retten"?
Das frage ich mich allerdings auch. Was Griechenland bräuchte, wäre eine vollkommen neue politische Klasse; aber ich habe so meine Zweifel, dass es zu dem dringend notwendigen Paradigmenwechsel kommt, wenn - institutionell betrachtet - alles weiter läuft wie gehabt.
Klar, dem Mann auf der Straße geht es jetzt dreckig, und ein Teil der Profiteure des Systems, die beim Staat in Lohn und Brot waren, hat einen gewaltigen Abstieg erfahren. Der andere Teil aber, der noch immer die Ämter bevölkert, machte nach den letzten Meldungen aber nach wie vor nicht seinen Job bzw. torpedierte aktiv die Maßnahmen der Troika.
Wenn man unter diesen Umständen Griechenland weiter zu retten versucht, belohnt man damit ganz offen das Fehlverhalten, das den Euro erst an den Rand des Abgrunds gebracht hat. Und bestätigt damit letztlich A. Tzirpas, der in bemerkenswerter Chuzpe sinngemäß sagt "ihr habt ohnehin nicht den Schneid uns rauszuwerfen, deswegen drehen wir euch eine Nase und zahlen nichts".
Gre ist seit 150 Jahren insolvent, und kann seitdem seine Schulden nicht zurückzahlen.
Wo keine Verwaltungsstrukturen ect. da keine Einnahmen. So kann kein Staat funktionieren, unabhängig ob die Gre faul sind oder nicht.
Im Euro haben sie keine Chance, Tourismus zu teuer!!!
Einzige Möglichkeit, mit Hilfe von außen, Verwaltungsstrukturen aufbauen, alle Konten im Ausland einfrieren, raus aus dem Euro und Pleite und Reset. Sicher wären dann auch noch Hilfsgelder notwendig, um die Leute vor dem Hungern zu bewahren...
Aber lieber Direkthilfe an die Menschen, als Hilfe an die Banker.
Die einzige Begründung lieg darin, dass es schon vor den EU-Hilfen je Menge US-Dollar-Hilfen gab,die ebengleich "genutzt" wurden.
Man gewöhnt sich sehr, sehr gerne an sowas, gerade wenn man gewohnt ist, eine "Tasse Kaffee in nur vier Stunden" trinken zu können.
"Geld kann seine bindende Funktion nur erfüllen, wenn der Eindruck erweckt wird, es sei für die Ewigkeit bestimmt."
Herr Schieritz, Geld ist ein Tauschmittel, mehr nicht!
Auch dann nicht, wenn nicht wenige es als Gottesersatz anzusehen scheinen...
Zwischen den Zeilen gelesen, kann ich Ihrer "Aussage" aber doch noch etwas abgewinnen:
...wenn der Eindruck erweckt wird...
Genau darum geht es! - Es soll ein Eindruck erweckt werden - nach der Wahrheit fragt bezüglich des EURO schon lange kein Journalist mehr!
ist im Prinzip völlig egal,..wenn die Aktuere und das System ausgeglichen wäre.
Da dies nicht der FAll ist und auch nicht zu erwarten ist ( trotz aller technokratischen Vorstellungen) bietet die Rückkehr zu Drachme wesentliche Vorteile.:
1. Die Eigenverantwortung kehrt ins Land zurück
2. Ab- und Aufwertungen sind wieder möglich
3. Eine eigenständige Fiskalpolitik ist möglich
4. Die Identität des Landes wird gestärkt
5. Die "Mär" vom unabkömmlichen Euro würde sich schnell verflüchtigen.
( Norwegen, die Schweiz, Großbritanien.. leben auch noch.
Die Idee der gemeinsamen Währung ist ja gut und schön, doch bei nüchterner Betrachtung bringt Sie für manche Staaten viel mehr Probleme, als Chancen mit sich.
Die Vor- bzw. Nachteile /Gefahren werden regelmäßig verharmlost oder ganz ignoriert. Dabei sind die Probleme wohl kaum noch zu übersehen.
ist im Prinzip völlig egal,..wenn die Aktuere und das System ausgeglichen wäre.
Da dies nicht der FAll ist und auch nicht zu erwarten ist ( trotz aller technokratischen Vorstellungen) bietet die Rückkehr zu Drachme wesentliche Vorteile.:
1. Die Eigenverantwortung kehrt ins Land zurück
2. Ab- und Aufwertungen sind wieder möglich
3. Eine eigenständige Fiskalpolitik ist möglich
4. Die Identität des Landes wird gestärkt
5. Die "Mär" vom unabkömmlichen Euro würde sich schnell verflüchtigen.
( Norwegen, die Schweiz, Großbritanien.. leben auch noch.
Die Idee der gemeinsamen Währung ist ja gut und schön, doch bei nüchterner Betrachtung bringt Sie für manche Staaten viel mehr Probleme, als Chancen mit sich.
Die Vor- bzw. Nachteile /Gefahren werden regelmäßig verharmlost oder ganz ignoriert. Dabei sind die Probleme wohl kaum noch zu übersehen.
uns anzulügen? Was hat es in den letzten Monaten gebracht weiter Geld zu geben? Nichts aber auch nichts hat sich geändert und nichts wird sich ändern, denn die Wirtschaft Griechenlands war schon vor der EU eine Katastrophe und jeder BWLstudent im 4 Semester wußte das damals
zögern?
Da irren sie sich aber m.E. gwaltig!
Der Unterschied ist folgender: Zuerst hätte die Banken gehaftet, jetzt haftet der Steuerzahler nahe 100%.
Wenn die Griechen die Eurozone verlassen, erwarte ich den Rücktritt sämtlicher Politiker die dies zu verantworten hatten.
[...]
Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/ag
....des Euro. Lange zuvor hatte man sich nicht einigen können, was die EU sein sollte. Die Einen wollten eine Freihandelszone die Anderen die Vereinigten Staaten Europas. So redete man aneinander vorbei und hatte als Gruppe divergierende Ziele. Das ist keine stabile Basis.
Es machte aber wenig aus, bis man wirtschaftliche Entscheidungen traf und Maßnahmen ergriff, die dazu führen mussten, dass sich Ungleichgewichte aufbauten, die das Gesamtsystem zerreißen mussten. Es ging nicht mehr um Milchberge und die Existenz kleiner Gruppen wie Bauern, die man mit wenig Geld retten konnte. Es geht um substanzielle Anteile des Gesamtvermögens, die die Cash Flows der EU und nationalen Haushalte im Einzelnen und als Gruppe überfordern.
zögern?
Da irren sie sich aber m.E. gwaltig!
Der Unterschied ist folgender: Zuerst hätte die Banken gehaftet, jetzt haftet der Steuerzahler nahe 100%.
Wenn die Griechen die Eurozone verlassen, erwarte ich den Rücktritt sämtlicher Politiker die dies zu verantworten hatten.
[...]
Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/ag
....des Euro. Lange zuvor hatte man sich nicht einigen können, was die EU sein sollte. Die Einen wollten eine Freihandelszone die Anderen die Vereinigten Staaten Europas. So redete man aneinander vorbei und hatte als Gruppe divergierende Ziele. Das ist keine stabile Basis.
Es machte aber wenig aus, bis man wirtschaftliche Entscheidungen traf und Maßnahmen ergriff, die dazu führen mussten, dass sich Ungleichgewichte aufbauten, die das Gesamtsystem zerreißen mussten. Es ging nicht mehr um Milchberge und die Existenz kleiner Gruppen wie Bauern, die man mit wenig Geld retten konnte. Es geht um substanzielle Anteile des Gesamtvermögens, die die Cash Flows der EU und nationalen Haushalte im Einzelnen und als Gruppe überfordern.
Austritt aus dem Euro oder nicht? Selbstmord oder Tot durch ökonomische Schwäche, wenn sie weiter im Euro bleiben? Was ist besser oder ist es völlig egal?
Die Griechen müssen selber entscheiden, was sie wollen. Ein "Selbstmord" durch Euroaustritt wäre höchstwahscheinlich ein Ende mit Schrecken aber kein Schrecken ohne Ende.
"Sollte Griechenland den Euro aufgeben, wäre das Selbstmord aus Angst vor dem Tod."
Das halte ich für blanken Unsinn.
Deutschland hat 2 Währungsreformen überstanden, andere Länder waren auch bankrott und haben den Neuanfang geschafft.
Ohne dass die Bevölkerung durch Hungersnöte dahingerafft wurde.
Man muß es nur wollen.
Dazu fehlt den griechischen Politikern und großen Teilen der Bevölkerung der Wille. Weiß man doch genau, dass ein Verbleib im Euro einen, wenn auch bescheideneren, geschenkten Wohlstand bedeutet. Etwas, was man sich sonst viel härter erarbeiten müßte.
Griechenland muss nicht entscheiden, wie sagte ein Politiker, man kann Griechenland auch ein Angebot sagen, dass es nicht nein sagen ;)
Btw, dieser Artikel hätte schon vor mehr als einem Jahr kommen sollen, am besten VOR dem ersten Rettungspaket.
Als noch die Banken das Risiko trugen, dann wäre ein Austritt genial gewesen und eine Lehre für die Banken, nämlich Kredite sinnvoll zu vergeben und das sie auch vom Marktgesetz der Pleite verschont bleiben...(für den Bürger gibt es auch Schufa)
Die lakonische Formel im Kommentar "Selbstmord aus Angst vor dem Tod" ist weit weniger lächerlich, als Herr Schieritz sie erscheinen lassen möchte.
Es gibt diesen Effekt tatsächlich. Man sehe sich "Dignitas" und andere Institute für aktive Sterbehilfe im Ausland an. Was die Menschen antreibt, ihrem Leben ein Ende zu setzen ist jedoch nicht die Angst vor dem Tod (das wäre in der Tat absurd) sondern die Angst vor dem natürlichen Sterbeprozeß, welcher mit Siechtum, Schmerzen und Verfall einhergeht, ohne Aussicht auf Genesung.
Und so ist es auch mit den griechischen Menschen. Das Spardiktat der Troika hat Griechenland in Siechtum, ohne Aussicht oder zumindest Hoffnung auf Besserung gestürzt. Der Staat ist wirtschaftlich und politisch in Agonie verfallen.
Also steigt im Volk der Wunsch nach dem "Chirurgischen Schnitt", zumal dieser, im Gegensatz zur biologischen Selbsttötung, sogar einen Funken Hoffnung verspricht.
"Sollte Griechenland den Euro aufgeben, wäre das Selbstmord aus Angst vor dem Tod."
Das halte ich für blanken Unsinn.
Deutschland hat 2 Währungsreformen überstanden, andere Länder waren auch bankrott und haben den Neuanfang geschafft.
Ohne dass die Bevölkerung durch Hungersnöte dahingerafft wurde.
Man muß es nur wollen.
Dazu fehlt den griechischen Politikern und großen Teilen der Bevölkerung der Wille. Weiß man doch genau, dass ein Verbleib im Euro einen, wenn auch bescheideneren, geschenkten Wohlstand bedeutet. Etwas, was man sich sonst viel härter erarbeiten müßte.
Griechenland muss nicht entscheiden, wie sagte ein Politiker, man kann Griechenland auch ein Angebot sagen, dass es nicht nein sagen ;)
Btw, dieser Artikel hätte schon vor mehr als einem Jahr kommen sollen, am besten VOR dem ersten Rettungspaket.
Als noch die Banken das Risiko trugen, dann wäre ein Austritt genial gewesen und eine Lehre für die Banken, nämlich Kredite sinnvoll zu vergeben und das sie auch vom Marktgesetz der Pleite verschont bleiben...(für den Bürger gibt es auch Schufa)
Die lakonische Formel im Kommentar "Selbstmord aus Angst vor dem Tod" ist weit weniger lächerlich, als Herr Schieritz sie erscheinen lassen möchte.
Es gibt diesen Effekt tatsächlich. Man sehe sich "Dignitas" und andere Institute für aktive Sterbehilfe im Ausland an. Was die Menschen antreibt, ihrem Leben ein Ende zu setzen ist jedoch nicht die Angst vor dem Tod (das wäre in der Tat absurd) sondern die Angst vor dem natürlichen Sterbeprozeß, welcher mit Siechtum, Schmerzen und Verfall einhergeht, ohne Aussicht auf Genesung.
Und so ist es auch mit den griechischen Menschen. Das Spardiktat der Troika hat Griechenland in Siechtum, ohne Aussicht oder zumindest Hoffnung auf Besserung gestürzt. Der Staat ist wirtschaftlich und politisch in Agonie verfallen.
Also steigt im Volk der Wunsch nach dem "Chirurgischen Schnitt", zumal dieser, im Gegensatz zur biologischen Selbsttötung, sogar einen Funken Hoffnung verspricht.
Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.
Dass Griechenland in die EU hereingemogelt wurde wissen wir.
Deshalb darf es kein Tabu sein, dies auch wieder zu beenden,
vielleicht beendet dies auch die Serie von Neuaufnahmen
fragwürdiger Kandidaten. Im Übrigen brauchen wir uns in Zentraleuropa an der griechischen Tragödie nicht schuldig fühlen, schuldig sind die Fakelaki-Empfänger und "du-ich-kenn-da-einen". Ein Staat ist gesund durch harte Arbeit und Disziplin.
...würde es keinen einzigen geben, wenn es keine Fakelaki-Geber geben würde.
Gibt es aber. Und nicht wenige davon sind angesehene deutsche Industrieunternehmen.
Mit dem "Hände-in-Unschuld-waschen" sollten wir also etwas zurückhaltender sein...
Und ganz nebenbei dient das Diskutieren der Schuldfrage kein bischen der Lösungsfindung sondern einzig und allein dem Egofüttern. Wer's braucht...
...würde es keinen einzigen geben, wenn es keine Fakelaki-Geber geben würde.
Gibt es aber. Und nicht wenige davon sind angesehene deutsche Industrieunternehmen.
Mit dem "Hände-in-Unschuld-waschen" sollten wir also etwas zurückhaltender sein...
Und ganz nebenbei dient das Diskutieren der Schuldfrage kein bischen der Lösungsfindung sondern einzig und allein dem Egofüttern. Wer's braucht...
Und das Positive ist, dass die Politik sowie die Leitmedien - diese Woche der Spiegel und jetzt auch ZEIT-Online - anfangen, über die Verkleinerung oder Auflösung der Währungsunion überhaupt nachzudenken.
Bis jetzt waren wir in der Phase: Euroauflösung ist undenkbar. Jetzt kommt die Phase: Denkbar, aber kaum möglich, die in: Möglich, aber UNGEHEUER teuer, übergehen wird. Erst danach kommt: alles andere wäre noch teurer.
Wenn Griechenland den Euro verlassen hat, wird man sehen, dass nicht Griechenland selbst das Kernproblem war, sondern der Euro auch andere Länder ruiniert, und es dämmert die Erkenntnis, dass die Währungsunion selbst das Problem ist. Es dauert also noch, aber wir sind auf dem Wege.
würden Sie momentan Ihr Geld in Griechenland investieren?
Nein.
Kommt drauf an.
Ich würde dem griechischen Staat sicher kein Geld leihen.
Aber so wie ich mich in Deutschland einem rechtlich selbstständigen Unternehmen beteiligen würde, würde ich mich z.B. an einem Solar- oder Windpark in Griechenland beteiligen, sofern er rechtlich, finanziell und organisatorisch auf soliden Füßen steht. Das könnte z.B. die EU leisten. Sowas wie ein public-private partnership nur das statt des privaten Investors die EU das Projekt entwickelt, (co)finanziert und für sagen wir mal 10 - 20 Jahre betreibt und danach gehört es den griechischen Staat. In diesen Jahren kriegen die Investoren ihr Geld wieder plus Zinsen /Dividende/Gewinnanteil.
Es werden sofort produktive und sinnvolle Arbeitsplätze geschaffen und da Strom ein Produkt ist, das man in die Euro-Zone gegen Euro verkaufen kann und die Investoren Teile eines Unternehmens erwerben ist die Investition auch nicht gleich Schrott, wenn Griechenland Pleite geht und die Drachme abwertet.
In sowas würde ich Geld investieren, Ja!
aber den extremistischen Tsipras in seinen perfiden Machtkalkül interessiert keinen Moment, wie es den Landsleuten ergehen wird, die Ihre gesamten Ersparnisse mit einem Schlag verlieren und mangels eigener Industrie auf viele Produkte verzichten müssen, bzw. mangels Kaufkraft einer Drachme diese auch nicht im Ausland kaufen könnten. Die Reaktion auf die Kapitalflucht wurde ja schon im Artikel beschrieben
Die griechischen Unternehmen, die schon jetzt Ihre Produkte, oder Zulieferungen oder Kredite im Ausland beziehen sind mit einem Schlag Pleite, noch mehr Leute arbeitslos.
Als Investor wäre man natürlich bereit, die günstige enstehende Situation der Abwertung zu Investitionen zu nutzen, wenn die extremistische Syriza nicht durch überzogene Steuern, unflexiblen, künstlich überteuerten Arbeitsmarkt, exzessive Regulierung dies verhindert - und das ist wahrscheinlich. Da wird man mit Kapital erst mal abwarten oder man bekommt weitreichende Absicherung auf Kapital durch die EU - wobei diese dann wieder den Extremismus der Syriza bezahlen würde.
Die Syriza Antwort wäre dann vielleicht der Versuch alles schlecht aber staatlich zu organisieren wie in allen kollektivistischen Ländern oder darauf zu setzen, wie weiland alle herrschenden Autisten, dass der Rest der Welt die durch Syriza erzeugte Armut der Menschen nicht mehr ertragen kann und trotz des autistischen Regimes auffängt und dadurch das Regime indirekt unterstützen würde. Lehre daraus: -> folge keinem "Rezept" der Linken.
Kommt drauf an.
Ich würde dem griechischen Staat sicher kein Geld leihen.
Aber so wie ich mich in Deutschland einem rechtlich selbstständigen Unternehmen beteiligen würde, würde ich mich z.B. an einem Solar- oder Windpark in Griechenland beteiligen, sofern er rechtlich, finanziell und organisatorisch auf soliden Füßen steht. Das könnte z.B. die EU leisten. Sowas wie ein public-private partnership nur das statt des privaten Investors die EU das Projekt entwickelt, (co)finanziert und für sagen wir mal 10 - 20 Jahre betreibt und danach gehört es den griechischen Staat. In diesen Jahren kriegen die Investoren ihr Geld wieder plus Zinsen /Dividende/Gewinnanteil.
Es werden sofort produktive und sinnvolle Arbeitsplätze geschaffen und da Strom ein Produkt ist, das man in die Euro-Zone gegen Euro verkaufen kann und die Investoren Teile eines Unternehmens erwerben ist die Investition auch nicht gleich Schrott, wenn Griechenland Pleite geht und die Drachme abwertet.
In sowas würde ich Geld investieren, Ja!
aber den extremistischen Tsipras in seinen perfiden Machtkalkül interessiert keinen Moment, wie es den Landsleuten ergehen wird, die Ihre gesamten Ersparnisse mit einem Schlag verlieren und mangels eigener Industrie auf viele Produkte verzichten müssen, bzw. mangels Kaufkraft einer Drachme diese auch nicht im Ausland kaufen könnten. Die Reaktion auf die Kapitalflucht wurde ja schon im Artikel beschrieben
Die griechischen Unternehmen, die schon jetzt Ihre Produkte, oder Zulieferungen oder Kredite im Ausland beziehen sind mit einem Schlag Pleite, noch mehr Leute arbeitslos.
Als Investor wäre man natürlich bereit, die günstige enstehende Situation der Abwertung zu Investitionen zu nutzen, wenn die extremistische Syriza nicht durch überzogene Steuern, unflexiblen, künstlich überteuerten Arbeitsmarkt, exzessive Regulierung dies verhindert - und das ist wahrscheinlich. Da wird man mit Kapital erst mal abwarten oder man bekommt weitreichende Absicherung auf Kapital durch die EU - wobei diese dann wieder den Extremismus der Syriza bezahlen würde.
Die Syriza Antwort wäre dann vielleicht der Versuch alles schlecht aber staatlich zu organisieren wie in allen kollektivistischen Ländern oder darauf zu setzen, wie weiland alle herrschenden Autisten, dass der Rest der Welt die durch Syriza erzeugte Armut der Menschen nicht mehr ertragen kann und trotz des autistischen Regimes auffängt und dadurch das Regime indirekt unterstützen würde. Lehre daraus: -> folge keinem "Rezept" der Linken.
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