OccupyAm Wendepunkt

David Graeber, der intellektuelle Superstar der Occupy-Bewegung, radikalisiert 5.000 Jahre Menschheitsgeschichte zur Geschichte der Schulden. Und will einen Neuanfang. von Mathias Geffrath

Demonstranten vor der Europäischen Zentralbank in Frankfurt, Mai 2012

Demonstranten vor der Europäischen Zentralbank in Frankfurt, Mai 2012  |  © Daniel Roland/AFP

Der Massenwohlstand Europas verdampft. Die Willy Lomans der USA zahlen mit drei Jobs ihre Häuser ab, die weniger wert sind als die Hypothekenschulden, die Studenten sind mit einer Billion verschuldet. Auf diesem Boden wuchs Occupy Wall Street, zu dessen Initiatoren David Graeber gehört, dem es den Slogan »We are the 99 percent« verdankt.

Wir stehen, auch wenn es noch nicht 99 Prozent ahnen, in einem Zwischenraum der Geschichte, der Anfang eines »grausamen Endspiels« sein könnte oder der »Anfang von etwas, das noch nicht bestimmt werden kann«. In dieser Atempause stellt Graebers Buch Schulden die Frage: Wie sind wir eigentlich in diese Bredouille geraten? Und dazu holt er 5.000 Jahre aus.

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Der Anthropologe und Anarchist David Graeber ist 50 Jahre alt. Sein Vater war Gefühlskommunist und Freiwilliger im Spanischen Bürgerkrieg, seine Mutter Textilarbeiterin. Graeber hat Feldforschung in staatsfreien Regionen Madagaskars betrieben, vergleichende Studien über gesellschaftlich leitende Werte verfasst, an der Yale University gelehrt. Der Aktivist Graeber hat gegen den IWF, die G7, das World Economic Forum protestiert. 2005 setzte ihn Yale vor die Tür, ohne Begründung, trotz seines exzellenten fachlichen Rufes. Die New York Times legte politische Gründe nahe; aber plausibel scheint auch, dass Graeber wohl kein hierarchietauglicher Forscher ist, eher jemand, der »proletarisch geradeaus« mit dem ihm eigenen spöttisch-jungenhaften Lächeln über postmoderne Kollegen herzieht, die es für radikal halten, »sich teure Bondage-Ausrüstungen zu kaufen«. Anthropologen, so schreibt er, »sind für die Kleinen« und neigten zum Anarchismus, schließlich könnten sie »zahllose Beweise von Gesellschaften ohne Staat offerieren«, in denen kein Chaos herrsche.

Schulden ist ein Gang durch 5.000 Jahre Menschheitsgeschichte, sein Tenor: »Alle Wirtschaftsgeschichte ist ein Krieg zwischen Gläubigern und Schuldnern, und die Beschaffenheit des Geldes gibt das Schlachtfeld ab.« Das Buch folgt eher der Dramaturgie einer Vorlesung als einer Abhandlung, changiert zwischen Kontinenten und Epochen, springt von empirischen Details zu großen systematischen Kategorien. Gelegentlich kommt der theoretische Rahmen aus dem Blick, wenn Graeber detailverliebt und, ja, unterhaltsam von der Funktion des Kerbholzes erzählt; von der subtilen Verwendung von Geld bei afrikanischen Stämmen, die mit Geld nur messen, was nicht messbar ist: das Leben; vom gespenstischen Brettspiel, bei dem Montezuma sein Reich und sein Leben verlor.

Graebers Erzählung von Schulden und Geld beginnt in Mesopotamien. Dort entstand, lange vor dem Geld, ein System der Naturalschulden. Auf Tontafeln wurde die Verpflichtung fixiert, mit Zins und Zinseszins zurückzuzahlen. Wenn der Schuldner nicht zahlte, verwirkte er Land, Haus, Weib, Kinder, seine Freiheit. Der mit staatlich-religiöser Gewalt sanktionierte Schuldmechanismus polarisierte Arm und Reich, in Notzeiten führte das zum Exodus oder zum Aufstand der verschuldeten Massen. Ein periodisch dekretierter Schuldenerlass lag deshalb im aufgeklärten Eigeninteresse der Herrschenden. Zuerst finden sich Zeugnisse darüber in Hammurabis Gesetz; auch die Thora schrieb eine Rückgabe des Landes, Löschung aller Schulden und Lösung der Knechtschaft alle sieben und alle fünfzig Jahre vor. Freiheit – das Wort bedeutete zunächst: »zur Mutter zurückkehren«. Graeber zitiert seinen ökonomischen Lehrer Michael Hudson: »Es ist einer der großen Unglücksfälle der Weltgeschichte, dass die Institution des Geldverleihens gegen Zinsen aus Mesopotamien sich ausbreitete, ohne in der Regel von den ursprünglichen checks and balances begleitet zu werden.«

Die Kontrollen werden ausgehebelt, als fast gleichzeitig in den militarisierten vorderasiatischen, indischen und chinesischen Großreichen das Geld ins Spiel kommt. Die Armeen Alexanders, später der Römer werden mit Silbermünzen bezahlt. Sie unterwerfen die eroberten Völker der monetären Tributpflicht, und damit dringt die Geldwirtschaft in die agrarischen Gesellschaften ein. Marktbeziehungen, der Austausch zwischen Fremden, werden zu ihrem inneren Organisationsprinzip, zusammen mit Raub, Eroberung, Plünderung – eine Rekonstruktion, die Adam Smiths Lehrbuchgeschichte von zivilen Händlern, die irgendwann aus reiner Rationalität beschließen, das Geld einzuführen, zur Legende degradiert.

Mit dem Geld ändern sich die Schuldverhältnisse. Sie sind nun exakt quantifizierbar. Damit beruhen Ungleichheit und die Entstehung großer Vermögen nicht länger auf einem Machtverhältnis, sondern auf Verträgen »zwischen Gleichen, für eine bestimmte Zeit nicht mehr gleich zu sein« – bis der Schuldner bezahlt hat. Die Klassenherrschaft monetarisiert und »demokratisiert« sich, mit der Folge, dass das Schuldenregime nicht mehr durch Erlasse gemildert wird. In Rom wird das Schuldrecht kanonisiert, unerbittlich und blutig, daran ändert sich auch nichts, als das Überhandnehmen von Schuldknechtschaft zur Landflucht führt und den Niedergang des Imperiums befördert.

Leserkommentare
    • gquell
    • 18. Mai 2012 10:23 Uhr

    Wir brauchen eigentlich nur die "ereignislose" Zeit zwischen 1150 und 1450 in Europa betrachten. In dieser Zeit gab es so gut wie keine Kriege, es entstanden wunderbare Bauwerke, Städte, die Menschen arbeiteten ca. 20 Stunden in der Woche und sie hungerten nicht. Es war eine fröhliche, farbenfrohe Zeit.
    Und da wir unsere Geschichtsschreibung immer nach schlechten Ereignissen wie Katastrophen, Kriege, Eroberungen, etc. orientieren, bildet diese Zeit eine weißen Fleck in unserer Geschichte.

    Einer der Unterschiede zu anderen Zeitepochen war das Geld. Das Geld mußte damals regelmäßig umgetauscht werden und verlor dabei an Wert, ca. 20 %. Es lohnte sich daher nicht, Geld anzuhäufen, denn wer sein Geld nicht umtauschte, der verlor es! Daher wurde es, um Verluste zu vermeiden, immer wieder in den Wirtschaftskreislauf gebracht. Heute wird von den Gewinnern des Systems das Geld aus dem Wirtschaftskreislauf entzogen. Es fließt ohne ökonomischen Sinn z.B. in Spekulation oder Luxus. Wenn ich mir überlege, daß ein Bild für Hundertmillionen versteigert wird, dann hat das keinen ökonomischen Sinn!

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    war das Mittelalter für die Beteiligten, die sich Luxus und Farbenfreude leisten konnten, eine angenehme oder wie Sie schreiben "fröhliche" Zeit.

    Leider traf das auf sehr wenige Menschen zu und der Rest darf heute noch mit Hungerfugen in den Knochen bei Ausgrabungen betrachtet werden.

    Ich lebe lieber jetzt mit den Staatsschulden und habe eine ernsthaft fröhliche Zeit, auch wenn Zeitgenossen "wunderbare Bauwerke" mit Hinweis auf die Kosten ständig verhindern oder kritisieren...

    • s_neu
    • 18. Mai 2012 10:56 Uhr

    Die "Umtauschaktionen" waren eine Form der Besteuerung und hatten darüber hinaus ganz praktische Gründe. Die Münzen waren aus eher weichen, sich leicht abnutzenden Metallen und nicht sehr einheitlich geprägt. Es war damals groß in Mode am Rand der Münzen etwas Gold oder Silber abzuschleifen oder abzuzwacken. Da sie mit Zeit eh immer ramponierter aussahen viel das nicht weiter auf. Daher war man gezwungen sie regelmäßig auszutauschen. Der Wohlstand dieser Epoche geht auf die Kreuzzüge zurück, Raubzüge wo man den Reichtum des Orients komplett an sich gerafft hat.

    • rws
    • 19. Mai 2012 20:59 Uhr

    "so gut wie keine Kriege", In der Schule sollte eigentlich schon das 12 Bis 15 Jahrhundert behandelt werden. "Reconquista" und "100 Jähriger Krieg", "Kreuzzüge des 13 Jh" sind nur ein paar der europäischen Katastrophen in der ach so ereignislose Zeit. Neben den zahlreichen Kriegen hat die Pest für eine Umschichtung des Kapitals gesorgt. In diese "bunte und fröhliche Zeit" fällt auch die Blüte der Inquisition (und die wirtschaftlich Motivierte Auslöschung der Templer). Wirtschaftlich ist die Hanse ein wichtiger Faktor.

    Wie kommende darauf, dass Geld In dieser Zeit seinen Wert verloren hätte? Die große Münzverschlechterung kam später. Die Triebkraft war nicht die Angst man könne sein Geld verlieren, sonder die Angst, man könne das ( ewige) Leben verlieren.

    • s_neu
    • 18. Mai 2012 10:30 Uhr

    Historisch betrachtet könnte man ergänzen dass die gerade viel diskutierte Staatsschuldenkrise mit der Bank of England 1694 begann wo findige Geschäftemachter es erstmals schafften, dass sich die Regierung bei einer Privatbank verschuldet und dafür auch noch Zinsen zahlt. Gut 80 Jahre später begann mit Adam Smith ("Der Wohlstand der Nationen", der Titel des Buches ist der pure Zynismus) die nun schon über 200 Jahre andauernde Gehirnwäsche, dass es das normalste der Welt sei, dass ein Staat die Hohheit über den Geldschöpfungsprozess in private Hände gibt. Seither ist alles was die Staatsschulden erhöht (z.Bsp. Kriege) ein riesiges Geschäft für eine kleine Clique von Leuten.

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    hat mich auch gewundert, dass diese "Schlüsselstelle" des Kapitalismus keine Erwähnung findet.
    Es ist auch falsch zu schreiben, dass sich allenthalben gegen Schuldenstreichungen gewehrt wurde.....die sind Teil des Systems, das sonst zusammenbräche. Schuldenschnitte (und damit Guthabenentwertungen) sind nicht die Ausnahme, sondern der Regelfall.....eben WEIL sich Staaten bei privaten Gläubigern verschulden.

    Gruss

    P.S.: Im Mittelalter wurden gerne auch die Gläubiger um den Kopf beschnitten um sich der Souverän seiner Schulden entledigen konnte. In einer rechtsstaatlichen Demokratie müssen die Bänker nicht um ihr Leben fürchten, können sich deshalb aufführen wie die Axt im Walde.....solange es halt gut geht.

  1. war das Mittelalter für die Beteiligten, die sich Luxus und Farbenfreude leisten konnten, eine angenehme oder wie Sie schreiben "fröhliche" Zeit.

    Leider traf das auf sehr wenige Menschen zu und der Rest darf heute noch mit Hungerfugen in den Knochen bei Ausgrabungen betrachtet werden.

    Ich lebe lieber jetzt mit den Staatsschulden und habe eine ernsthaft fröhliche Zeit, auch wenn Zeitgenossen "wunderbare Bauwerke" mit Hinweis auf die Kosten ständig verhindern oder kritisieren...

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    • gquell
    • 18. Mai 2012 12:35 Uhr

    Adolf Damaschke schreibt in seinem Werk "Geschichte der Nationalökonomie", daß von den Handwerksgesellen vielfach noch
    die Freigabe des blauen Montags verlangt und erreicht wurde. Auch betrug die Arbeitszeit damals in den Städten etwa 6-7 Stunden am Tag.

    Und zu den Hungerspuren. Selbstverständlich gab es Hungersnöte und auch Krankheiten. Aber wenn wir einen heutigen Menschen analysieren würden, würden wir auch auf Grund der Knochenfunde (z.B. Athrose, Osteropherose, etc) meinen, daß wir eine extrem schwere Arbeit gehabt hätten.

  2. Ja das wär ja mal was, wenn die USA sozialdemokratisch werden würde...

    Seitdem ich denken kann sieht es allerdings anders aus: Europa soll immer amerikanischer werden und wird immer amerikanischer.

    Unter diesem Vorzeichen verläuft die Globalisierung und die Vereinheitlichung der Lebensverhältnisse auf dem Planeten.

    Wann tritt die versozialdemokratiesierung der USA ein? Dann könnte man endlich entspannter in Europa leben... und sich den schönen Dingen des Lebens widmen: ohne immer wieder gegen die neoliberalistische Wand zu laufen, gegen den amerikanischen Horizont!

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    • Karl63
    • 18. Mai 2012 13:55 Uhr

    hat ja versucht, einiges in der Richtung anzustoßen. Die Reaktionen darauf sagen ja auch sehr viel: wenn man den Menschen nur lange genug weiß macht, ein funktionierendes soziales Netz sei so etwas wie "der Untergang des Amerikanischen Traumes", dann gibt es offensichtlich genug die dies auch glauben. Die USA sind immer noch eines der wohlhabendsten Länder auf dem Globus, aber die Spaltung der Gesellschaft mit einer stetig wachsenden Anzahl von Menschen, die keine große Zukunftsperspektive haben, geht erst einmal weiter - mit ungewissen Folgen in der Zukunft.

  3. jesus hatte recht, als er geldleiher vertrieb. warum macht merkel nicht ihm gleich, dabei ist doch die bundeskanzlerin so stolz auf dieses C im parteinamen

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    „Da flocht er sich eine Geißel aus Stricken und trieb sie alle samt ihren Schafen und Rindern aus dem Tempel hinaus, verschüttete den Wechslern das Geld und stieß ihre Tische um.“ (Johannes, Kapitel 2)

    Deutschland ist in der glücklichen Lage, mit Merkel und Gauck eine Pastorentochter bzw. einen Pastor an der Spitze des Staates zu haben. Wer könnte besser als sie die Tempelreinigung vollziehen und dieser Räuberhöhle ein Ende machen?

    • Ffm74
    • 18. Mai 2012 13:09 Uhr

    Es waren Geldwechsler und keine Geldverleiher.

  4. .. keine zu machen. Dann bleibt das Haus aber eben ungebaut, liebe Mittelschicht. Oder ihr spart das Geld vorher an.

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    nicht nur im öffentlichen Raum und das sollte man wirklich überlegen - will die Mittelschicht Verzicht üben? Keine neuen Autos, keine Urlaube, keine neuen Dinge???

    Ich bin gespannt, was die Menschen dazu sagen, die das ausleben dürfen.

    Ich wiederhole mich und sage, dass Schulden weniger ein Problem sind. Es ist auch okay, wenn Geldschöpfung via Schulden funktioniert.
    Das Übel sind die zu zahlenden Zinsen.
    Eine große Geldsumme zum Häuslebauen auszuleihen und anschließend in Raten zurückzuzahlen ist immer möglich, auch in einem umlaufgesicherten Geldsystem ohne Zinsen.

    Einfache Rechnung für drei Jahre:
    Kredit - 100.000
    Zins - 5 %
    Rate - 1000

    Restschuld nach einem Jahr 105.000 - 12.000 = 93.000
    Ohne Zins nach einem jahr 100.000 - 12.000 = 88.000

    Restschuld nach zwei Jahren 97.650 - 12.000 = 85.650
    Ohne Zins nach zwei Jahren 88.000 - 12.000 = 76.000

    Restschuld nach drei Jahren 89.933 - 12.000 = 77.933
    Ohne Zins nach drei Jahren 76.000 - 12.000 = 64.000

    usw.

    Nach drei Jahren hat man also schon eine Mehrbelastung durch Zinsen von 13.933. Über ein Jahr von den dreien verbringt der Schuldner Nr.1 hier alleine schon mit dem Zinsdienst.
    Ein ordentliches Entgeld dafür, dass der Geldverleiher, heute zumeist Banken, Geld aus dem Nichts schöpft, durch doppelte Buchführung.

    Woher kommt aber das Geld für die Zinsen?
    Dieses Geld ensteht auch nur, wenn sich jemand anderes, Schuldner Nr.2 verschuldet und es über Handel in den Besitz des Schuldners Nr.1 gelangt.
    Woher nimmet jetzt Schuldner Nr.2 die Zinsen für seinen Kredit + das Geld für die Schuldentilgung, dass er an Schuldner Nr.1 verloren hat?

    Ich denke es ist offensichtlich wo der Hase langläuft.

    MfG
    AoM

    ....sorry, will nicht unhöflich sein, aber das ist Unsinn. Sie machen IMMER Schulden, solange Sie wachsen wollen. Direkt (also durch eigenen Kredit) oder indirekt (Ihr Staat, Ihre Firma, etc) oder alokal (also ein anderer Staat, andere Firmen), wer Wachstum generiert, generiert Schulden.

    Sie können sich auf den Kopf stellen und Hänschenklein singen, die Schulden wachsen trotzdem.

    Leider nicht, so schön es wäre. Auch ohne Schulden zu "machen" gerät man in finanzielle Abhängikeitsverhältnisse. Denn Nahrung kann nicht mehr gegen Arbeit, sondern nur noch auf dem Umweg über Geld erworben werden. Es gibt eine ganze Reihe Steuern und Gebühren, die einem allein aufgrund der eigenen Existenz auferlegt werden, z.B. Müllgebühren (Mindest-Mülltonnengrösse pro Haushalt), Gebühren für den Personalausweis (Preis pro Pflicht-Ausstellung) und nicht zuletzt ab nächstem Jahr auch die Gebühren für unsere Rundfunkanstalten (Pflicht-Gebühren pro Haushalt).

    Sicherlich haben sie Recht, dass man die Schuldenaufnahme stark reduzieren kann und so auch mit dem staatlich subventionierten Mindesteinkommen (ALG II) klar kommen kann, doch ein Geld- und damit schuldenfreies Leben ist in unserem Staat nicht möglich.

  5. nicht nur im öffentlichen Raum und das sollte man wirklich überlegen - will die Mittelschicht Verzicht üben? Keine neuen Autos, keine Urlaube, keine neuen Dinge???

    Ich bin gespannt, was die Menschen dazu sagen, die das ausleben dürfen.

    • s_neu
    • 18. Mai 2012 10:56 Uhr

    Die "Umtauschaktionen" waren eine Form der Besteuerung und hatten darüber hinaus ganz praktische Gründe. Die Münzen waren aus eher weichen, sich leicht abnutzenden Metallen und nicht sehr einheitlich geprägt. Es war damals groß in Mode am Rand der Münzen etwas Gold oder Silber abzuschleifen oder abzuzwacken. Da sie mit Zeit eh immer ramponierter aussahen viel das nicht weiter auf. Daher war man gezwungen sie regelmäßig auszutauschen. Der Wohlstand dieser Epoche geht auf die Kreuzzüge zurück, Raubzüge wo man den Reichtum des Orients komplett an sich gerafft hat.

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