Katholische KircheWelchen Aufbruch brauchen wir?

Diese Woche fahren Kirchenvolk, Pastoren und Theologen zum Katholikentag nach Mannheim, um über die Zukunft ihrer Kirche zu diskutieren. Fünf Katholiken erklären, was jetzt dringend nottut. von Johanna Rahner, David Berger und Monika Grütters

Streit anfangen

Gott spricht. Zu den Menschen, oft mit ihnen, selten über sie. Im Ruf nach Aufbruch ist viel von Dialog und Gesprächskultur zu hören. Damit das aber funktioniert, gilt es, den psychotherapeutischen Leitsatz ernst zu nehmen: "Störungen haben Vorrang!" Im Nichtaussprechen der Spannungen steckt heute eine große Gefahr für die Kirche. Falsch ist, sich gegenseitig anzuschweigen, weil man sich nichts mehr zu sagen hat; weil man nur noch übereinander, nicht mehr miteinander spricht. Doch theologisch gehaltvolles Streiten will gelernt sein. Denn vor die allzu gefällige Polemik hat der liebe Gott das Argument gesetzt.

Als Theologin erstaunt mich, wie das Handeln der Basis, aber auch der Kirchenleitungen in den letzten Jahren zur theologiefreien Zone mutiert ist. Man wünschte sich wirklich die Zeiten des Zweiten Vatikanischen Konzils zurück. Was wäre dieses Reformkonzil gewesen ohne das bessere theologische Argument? Am meisten ärgert mich die (auch bei mir bisweilen anzutreffende) Larmoyanz. Die einen jammern, dass ihr theologisches Argumentieren ins Leere zu laufen scheint, die anderen beklagen eine "zunehmende Ungläubigkeit oder Nichtkirchlichkeit" wissenschaftlicher Theologie. Ist ihnen aufgefallen, dass das eine mit dem anderen zusammenhängen könnte?

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Die Pluralität im Eigenen – gute und lange Tradition der katholischen Kirche – wird im konfessionellen Zeitalter zu einer Einheitsideologie reduziert. Die Fähigkeit zum Streit und zur Differenzierung geht verloren. Pluralität wird zum Kennzeichen des "Fremden", Nicht-Katholischen. Deshalb gilt es jetzt, eine Binnenvielfalt wiederzuentdecken, die das Eigene und das Fremde nicht als jeweils monolithischen Block versteht, sondern als plurales Spektrum an Positionen respektiert, denen man von vornherein Legitimität zuspricht. Wohlgemerkt, es geht hier nicht um Pluralismus, sondern um eine Wertschätzung der Pluralität ohne Preisgabe der Verbindlichkeit des Denkens. Monotonie war nie der Stil Gottes; anything goes auch nicht.

Deshalb gilt es, Räume zu schaffen, in denen die unterschiedlichen Meinungen offen ausgesprochen und der darüber notwendige Streit ebenso offen ausgetragen werden kann. Erst dort, wo die ständige Herausforderung des Eigenen durch das Andere zur Selbstverständlichkeit geworden ist, ist eine umfassende, eben "katholische" Sicht der Dinge möglich. Wo die Gräben so tief sind, dass man nicht mehr miteinander reden will, müssen verbindliche Dialogstrukturen das Miteinander regeln. Denn an unserer Fähigkeit zum Gespräch über die Gräben hinweg wird sich entscheiden, ob wir noch eine Kirche sind.

Johanna Rahner, 48, ist Professorin für Systematische Theologie in Kassel

Tradition hochhalten

Auch wenn es seltsam klingen mag, möchte ich es hier sagen: Wir brauchen einen Aufbruch der katholischen Kirche hin zur Tradition. Wir brauchen eine Alternative zum Zeitgeist. Seltsam klingt die Forderung deswegen, weil jene bischöflichen Kräfte, die dem Papst strikt folgen, sowie ihre medialen Apologeten von Mosebach über Seewald bis Matussek alle Aufbruchsversuche mit dem Argument zu ersticken versuchen, man könne schließlich nicht jeder zeitgeistigen Mode folgen.

Aber nichts anderes tun Papst Benedikt und die Seinen, wenn sie etwa die Piusbrüder und mit ihnen den ganzen Mummenschanz des liturgischen und pastoralen 19. Jahrhunderts wiederaufleben lassen. Wenn sie einen Katholizismus hochjubeln, der sich in längst verblichenen Glanz flüchtet. Wenn sie weihrauchschweren Träumen huldigen von brokatgeschmückten Fronleichnamsprozessionen über rosarote Blumenteppiche. Nichts anderes tut die katholische Kirche, wenn sie sich in die vermeintliche Sicherheit eines katholischen Ghettos zurückzieht, weitab von der "bösen Welt". Oder wie es Benedikt XVI. in seiner Freiburger Konzerthausrede ohne jede Verklausulierung forderte: "Die wahre Entweltlichung finden, die Weltlichkeit der Kirche beherzt ablegen!"

Zeitgeistiger aber ließe es sich gar nicht postulieren. Denn unsere Zeit zeichnet sich gerade dadurch aus, dass man sich vor der Komplexität der Gegenwart in eine vermeintlich heile Vergangenheit zurückzieht. "Konservativ liegt voll im Trend", lautete der erfolgreiche Slogan einer österreichischen Großbank mitten in der Wirtschaftskrise. Der kirchliche Retro-Kult erweist sich als zombiehafte Anbiederung an diesen "Trend", an eine gesellschaftliche wieder hoffähig gewordene Retro-Welle.

Was bei einer Bank funktionieren mag, ist jedoch für eine Kirche fatal. Wer wirklich dem Zeitgeist etwas entgegensetzen will, braucht jenes überzeitliche Programm der "ecclesia semper reformanda", das die Vorgänger Benedikts umtrieb. Damals öffnete Papst Johannes XIII. die Fenster der Kirche weit zum sogenannten aggiornamento. Das Zweite Vatikanische Konzil betonte die verstehende und liebende Zuwendung zur Welt des Menschen und machte die Menschwerdung Gottes zum Mittelpunkt ihres Denkens. "Aufbruch" darf nicht Restauration sein, sondern heißt gegenseitige Bereicherung von Kirche und Welt, von Glaube und Vernunft, von biblischen Überlieferungen und moderner Wissenschaft. Nur ein Aufbruch in lebendiger Tradition kann die katholische Kirche davor bewahren, sich demnächst in eine fundamentalistische Großsekte zu transformieren.

David Berger, 44, ist Theologe und Philosoph. In dem Bestseller "Der heilige Schein"geißelte er die Schwulenfeindlichkeit der katholischen Kirche

Leserkommentare
  1. sollte aufhören immer gegen Nicht-Gläubige, Kondom und andere Dinge wetten, sondern gegen Ungerechtigkeit der Wirtschaft und Politik gegenüber dem Menschen, der ja als das Höchste überhaupt angesehen wird, dessen Induvidualität und Freiheit oft mit Füssen getreten wird von den Mächtigen dieser Welt.
    Dann sollte noch von der Kirche ein Zeichen gesetzt werden, die Erde, die ja Laut der Bibel von Gott erschaffen wurde vor der Zerstörung zu bewahren, denn ich glaube wenn Gott nochmal etwas mehr hinsehen würde, würde er erschrecken vor der Zerstörungswut seiner SChöpfung gegenüber dem Planeten.

    Bitte liebe Kirche und Kirchenanhänger, legt die Rosarote Brille ab und seht die Wahrheit, in der die Welt steckt. Eurer Gott würde es euch bestimmt negativ anrechnen, wenn ihr ihn zwar dauerhaft anbetet, aber das wirklich Böse in der Welt überseht.
    Ich hoffe ihr stimmt mir zu.

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    Man könnte fast denken, dass es nur die röm.-kath. Kirche gibt. Jedenfalls wenn hier (und anderswo) immer wieder die Rede ist von 'die Kirche'. Oder übernehmen hier alle das Diktum des Papstes, dass die protestantischen ''Kirchen???'' nur 'kirchenähnliche Gemeinschaften' seien?

    • CCWW
    • 18. Mai 2012 14:43 Uhr

    ..besser und irgendwie auch "christlicher" kann mans ja fast garnicht sagen.

    (Meine Worte sind meistens im Rahmen von "ihr spinnt ja, bitte lasst uns und die Welt in Ruhe")

    well done, hoffentlich läuten da jetzt ein paar Glocken bei ein paar Leuten!

    lG

  2. Die Frage ist schnell beantwortet. Die katholische Kirche steht für alles Mögliche ein - nur nicht für jene, welche sie man nötigsten bräuchten: Die immer größere Zahl der verfolgten Christen weltweit - das permanente Relativieren wird die katholische Kirche überflüssig machen. Dieses zurückhaltende, ja ängstliche Verhalten trägt nicht zum Schutz der Christen bei - wozu braucht man als verfolgter katholischer Christ dann noch solch eine innere Erneuerung, wenn dieser Verein nicht als forderstes Ziel den Schutz seiner Leute sieht? Ein bemerkenswerter Artikel zu diesem Thema hat der Europaabgeordnete und einer der erfolgreichsten Journalisten Italiens, Magdi Cristiano Allam veröffentlicht. Er benennt klar Ross und Reiter:
    http://www.blu-news.org/2...

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  3. Die vorstehenden Aufsätze sind dermaßen weit weg vom
    Denken normaler Menschen, dass sie uns völlig abgehoben erscheinen müssen. Es ist traurig, dass man mit Leuten der Kirche nicht normal kommunizieren kann: ich habe noch nie erlebt, dass ein Gespräch mit einem Kirchenmenschen auf Logik beruhte, immer musste Jesus oder Gott weiter helfen, wenn es kein logisches Argument mehr gab. Wenn aber irgend etwas Konkretes über Gott oder Jesus evident bekannt sein sollte, wollen wir gewöhnlichen Menschen es auch wissen. Wenn nichts Konkretes über diese Größen bekannt ist, mögen die Kirchenleute Normaldenkende mit Ihren Einlassungen verschonen. Sie sind dann nicht glaub-würdig genug. Man kommt sich dann irgendwie verhöhnt vor. Aus dem konkreten Leben der Menschen (Verhalten, Moral etc) sollte sich jegliche Religion heraushalten, denn damit hat sie nichts zu tun. Re-ligio heißt nichts anderes als Rück-Bindung, und genau dafür sollte Religion sorgen, indem sie ihre Mitglieder immer wieder daran erinnert, was wir Menschen wirklich sind: nämlich GEIST. Unser tägliches Drama geht Kirchenleute nichts an, wenn nicht einmal Gott sich für uns interessiert, während wir hier unsere Rolle spielen. Als Vermittler zwischen Gott und Menschen darf sich niemand aufspielen, es sei denn, er hält sich selbst für etwas anderes als ein Mensch. Gäbe es einen derartigen Vermittler, müsste dieser ja etwas wissen, was er uns "Normalen" verheimlicht. Auf eine Anmaßung dessen aber können wir gut verzichten.

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    Das Geistige und Religiöse hat und hatte schon immer wenig mit Logik zu tun. Es gab z.B. mit Pascal Leute, die versucht haben, Glauben durch Logik zu erklären, aber grundsätzlich geht das nicht.

    Die Fragen, die religiöse Menschen beschäftigen, sind hauptsächlich aus dem Bereich des Transzendenten. Dorthin kommen Sie schon, wenn sie Begriffe wie Bewusstsein oder Freiheit verwenden, die man nicht rational denken kann (wie Kant auch schon feststellen musste). Eine Vorstellung dieser Begriffe lässt sich nur erahnen und fühlen. Wer alles im Leben rational erfassen will, wird daran - wie jeder andere vor ihm - scheitern und verpasst einen ganz wesentlichen Teil des Menschseins. Und genau mit diesem Teil des Menschseins beschäftigen sich "Die Kirchenleute". Wer keine Bereitschaft hat, sich in solche Denkmuster vorzuwagen, kann sich mit "Kirchenleuten" vielleicht über Mathematik unterhalten, aber sicher nicht über Religion.

    Aus dem Leben der Menschen hält sich die Kirche heutzutage sowieso heraus. Dennoch basieren Moral und Verhalten auf Werten. Und jedwede Religion hat ihre Werte. Wenn Sie andere Werte haben, ist das doch ok. Nur sollten Sie auch nicht versuchen, der Kirche Ihre eigenen Werte aufzudrücken. Denn auch diese sind ebensowenig absolut. Vielleicht halten sich auch die Kirchenleute für "Normaldenkende". ;-) Was ist normal und was ist Wahrheit?

    Das hat nur dann nichts mit Ration und Logik zu tun, wenn man sich weigert, alle Erscheinungen, die wir in unserer Realität als Menschheit und als Individuum wahrnehmen können, in ein Bild zu integrieren. Wenn man dazu bereit ist, kann man auch die Dinge in sein Weltbild integrieren, die gemeinhin als irrational gelten oder transzendent.
    Um das zu können, muss man das Schein-Weltbild hinter sich lassen, dass uns die Moderne beschert hat. Es gab zu allen Zeiten Menschen, die "verstanden haben". Heute treffen Sie solche Leute kaum noch, noch nicht einmal in Indien, so verkommen ist unsere Welt geworden.
    Wer darüber nachdenken möchte (oder gar forschen), dem empfehle ich, sich als Einstieg dem Bereich "Instinkt" anzunehmen. Dass es "Instinkt" gibt, kann niemand leugnen, und was alles damit zusammen hängt, lässt sich nicht nur erahnen, sondern jeder Mensch kann allein durch Beobachten, Befragen seiner Mitmenschen und Nachdenken eine Menge darüber erfahren. Das Gespräch mit Kirchenleuten habe ich diesbezüglich auch immer gesucht, es endete jedoch stets in altbekannten, immer wiedergekäuten Glaubens-Floskeln. Diese haben uns Menschen jedoch in genau diese missliche Situation gebracht, die wir heute auf unserem Planeten haben.

  4. Die Kirche sollte an ihrem Kurs festhalten oder besser noch: ihn sogar verhärten. Keine Zugeständnisse an eine Gesellschaft, deren freiheitliche Errungenschaften im Gegensatz zu den Lehren der Kirche stehen! Das würde doch nur das Dogma verwässern und etwas aufweichen, das immerhin auf dem Felsen Petri gewachsen ist.
    Wer mit der Rückständigkeit der Katholischen Kirche unzufrieden ist soll doch austreten! WIeso etwas erneuern, etwas modern machen, das im krassen Gegensatz zur Moderne steht und so offensichtlich nicht erneuerbar ist?
    Die Kirche sollte Stärke und Geschlossenheit beweisen. Ratzinger macht das Prima, er kann sich den lieben langen Tag mit Glaubensfragen beschäftigen, die seinen zwangsgetauften Anhängern in ihrem ganzen Leben nicht begegnen werden. Gebt der Reform keine Chance - lasset die Kirche zu einer skurillen kleinen Sekte werden!

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    • huhi
    • 18. Mai 2012 8:44 Uhr

    Sie beschreiben zwar nicht die kath. Kirche aber unbeabsichtigt recht gut, wie in weiten Teilen der islamischen Welt vorgeht, und das islamische Verständnis zur freiheitlichen Grundordnung auch bei uns.
    Übrigens mit ungeahntem Zulauf...

    • malera
    • 16. Mai 2012 19:46 Uhr

    Ich bekenne mich hier als Christ, Katholik, und bin dem Papst weitestgehend zufrieden.

    Außdem bin ich auch mit Kirche zufrieden. Denn die ist genau dort aktuell und konkret, wo sich jemand bekennt.
    Jeder Christ, der abstrakt von Kirche redet und kritisert, und nicht sich meint, der verrät sich, denn die Frage lautet immer, warum er nicht selbst, als Vertreter der Kirche, hier und jetzt, seine eigene Kritik bereits Im Bergriffe ist, umzusetzen. Dessen Vorwurf läuft ins Leere, in der Hoffnung, dass ein anderer sich darum kümmert.
    Wer aber andere ('Kirche') braucht, um mit seinem eigenen Talent als Verantwortungsvorwurf um sich zu werfen, gibt in Wirklichkeit 'feige' seine eigene Verantwortung und Talent ab.

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  5. hat die kirche verpaß; vielmehr tut so, als wäre alles immer noch statisch.

    das war - zum wohle der kirche- auch über jahrtausende der fall (die menschheit war nicht gebildet und daher gottesfürchtig).

    heute ist das aber in zunehmenden maße anders, u.a. dank der neuen medien. die kirche bewahrt sich hier aber eine erstaunlichen beharrunsvermögen und wird die folgen der zunehmender geschwindigekeit erleben.

  6. Bei den heutigen drei großen Weltreligionen, "Christentum, Islamismus, Judentum" könnte man manchmal denken,
    wir leben immer noch im tiefsten Mittelalter.
    Der Glaube sollte prinzipiell Privatsache - egal welche Relegion - und vor allem vom Staat, getrennt sein.

    " Gott spricht. Zu den Menschen...." - aber sicher nicht zur katholischen Kirche.....

    "Kirche muss in die Gesellschaft ausstrahlen." - ich bitte sie, die Kirche hat leider zu viel Einfluss, in zu viele Bereiche der
    Gesellschaft ( und damit möchte ich karitative Vereine ausdrücklich ausnehmen )

    " Ich möchte Kirchenkritikern sagen, dass ich wegen akuter Probleme oder gar Sünden,
    die ich in der Kirche Christi entdecke (ich selbst trage ja auch dazu bei),
    keinen Anlass sehe, diese zu verlassen.........."
    - genau, darum weiter lügen, verschweigen und abstreiten, andere bevormunden,....
    Bloß gut daß das Flughafenpersonal begrenzten Einfluss auf die Gesellschaft hat ( im Gegensatz zur "Institution Kirche" ).

    Wir brauchen keine "Institution Kirche", sondern vielleicht nur
    etwas Empathie für unsere Mitmenschen.

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    "Wir brauchen keine Institution Kirche, sondern vielleicht nur
    etwas Empathie für unsere Mitmenschen."

    Vielleicht brauchen wir auch etwas Empathie mit den Mitmenschen, die versuchen, in der "Institution Kirche" etwas Gutes zu bewirken und damit viele Leute zu erreichen. Wie zum Beispiel Sozialarbeiter der Kirche, Erzieher, Pflegepersonal, Seelsorger, Caritas-Mitarbeiter, Denkmalpfleger, etc... Denen helfen polemische Aussagen mit Ausdrücken wie "tiefstes Mittelalter" sehr wenig und bewirken eher eine Abgrenzung gegenüber den "Wahren Empathen".

    • Crest
    • 16. Mai 2012 20:29 Uhr

    Sie hat 2000 Jahre überstanden. Wie werden die nächsten 2000 Jahre sein?

    Könnte es dann noch ein zenrales Lehramt geben, einen Vatikan, der den nach Alpha Centauri aufgebrochenen Siedlern noch das eine oder andere evtl. ex Cathedra verkündete Dogma, als "Glaubenspatch" sozusagen, nachsenden kann?

    Nochmals: Wie könnte unter diesen Rahmenbedingungen die Zukunft der Kirche in den nächsten 2000 Jahren aussehen?

    Herzlichst Crest

    2 Leserempfehlungen
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    Eigentlich müsste es ja dort auch einen Papst geben ;-)

    • TDU
    • 17. Mai 2012 17:32 Uhr

    Die Mannschaft von Raumschiff Enterprise hat doch im Grunde genommen im Sinne christlicher Werte gehandelt. Sogar dass "machet Euch die Erde untertan", wird im christlichen Sinn befolgt.

    Wäre das obsolet, weil die Technik eh nur funktioniert, wenn das "Gute" raus kommt, dann ist der Mensch ein Anderer. Er drückt Knöpfe und lässt sichs gut gehen.

    Was sollte sich sonst ändern? Es sei denn, Kirche wäre dann nur eine Partei mit anderer Weltanschauung. Ein Gemischtwarenladen halt. Nur, ist man auf Alpha Cenaturi angekommen, weiss man immer noch nicht, ob es einen Gott gibt oder nicht.

    Zur Sicherung des Friedens auf der Reise könnte ja das Gebot ergänzt werden: Du sollst nicht begehren Deine(r)s Nächsten(Weib)es um und "Mannes " ergänzt werden.

    Soziale Organisationsformen, verantwortungsvolle Sexualität werden vermutlich, wenn der Mensch bis dahin noch in Freiheit handeln kann, Thema sein. Die Unfehlbarkeit des Papstes interessiert vermutlich nur die mitgereisten Theologen.

    Und vielleicht gibts Neues, wovon man jetzt noch nichts weiss. Vielleicht nur künstliche Befruchtung. Gibts dennoch Gefühle, stellt sich die Frage von Respekt und Liebe dennoch.

    Hätte man vor 100 Jahren die Erfindung des Automobils gedacht, was hätten die damaligen Zeitgenossen der katholischen Kirche für diese Zukunft prophezeit?. Vielleicht ewigenr Frieden bei diesen Möglichkeiten und dann wäre ein Gott vermutlich obsolet. Aber es würden sich neue finden, vielleicht endlich Menschen.

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  • Schlagworte Kirche | Katholische Kirche | Bischof | Bundestag | Glaube | Karl Lehmann
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