Erbgutanalyse : Was Mutters Blut verrät

Ein neuer Test erleichtert die Früherkennung von genetischen Schäden bei Föten. Wird die Erbgutanalyse bei Ungeborenen zur Routine?

Vielleicht wird 2012 im Rückblick einmal als ein besonderes Jahr betrachtet werden. Eines, in dem sich der Blick auf werdendes Leben nachhaltig veränderte. Ähnlich wie 1978, als die Idee des Retortenbabys mit der Geburt von Louise Brown erstmals Realität wurde, könnte 2012 das Jahr sein, in dem die genetische Durchleuchtung der Leibesfrucht zum Standard zu werden begann.

In Kürze wird das Konstanzer Unternehmen LifeCodexx einen Test auf den Markt bringen, den viele als Segen, manche dagegen als Fluch empfinden dürften. Denn der "PraenaTest" soll die frühe Entdeckung von Föten mit Downsyndrom massiv erleichtern. Bereits ab der 12. Schwangerschaftswoche erhalten Eltern und Ärzte eine sichere Auskunft, ob der heranwachsende Mensch von dieser häufigsten Form angeborener geistiger Behinderung betroffen ist. Für die Inspektion des werdenden Lebens reichen ein paar Milliliter Blut der Schwangeren.

Seit rund einem Jahr wird der Test bereits erfolgreich erprobt , nun geht mit seiner Einführung in Deutschland ein lang gehegter Wunsch vieler Frauenärzte in Erfüllung. Denn der Test kann risikobehaftete Eingriffe in den Mutterleib überflüssig machen.

Bisher lassen sich Störungen im Erbgut eines Fötus, wie etwa das Downsyndrom, nur durch invasive Fruchtwasseruntersuchungen oder Gewebeentnahmen zweifelsfrei ausschließen. Allein 31.000 Amniozentesen haben deutsche Krankenkassen 2009 bezahlt. Doch in mindestens einem von 200 Fällen führen die Prozeduren, bei der Mediziner Zellen des Fötus für die Untersuchung gewinnen, zu einer Fehlgeburt. Jahr für Jahr dürften der invasiven Diagnostik einige Hundert gesunde Föten zum Opfer fallen. Mit dem neuen Verfahren, so werben ihre Befürworter, könne die Mutter Gewissheit bekommen, ohne dass sie das Leben ihres Kind riskiert.

Kritiker warnen allerdings, der Test werde nicht nur die Diagnose, sondern auch unseren Umgang mit Risikoschwangerschaften und Behinderung nachhaltig verändern. Was mit der Untersuchung auf Downsyndrom (Trisomie 21) beginnt, könnte sich bald auf andere Erbschäden ausweiten. Die unkomplizierte Anwendung des Bluttests könnte ihn in nicht allzu ferner Zukunft zur Routineuntersuchung werden lassen.

Zudem dürfte ein Abbruch leichterfallen als bisher. Denn das Verfahren kommt in einem Stadium zum Einsatz, in dem die Schwangere – der Fötus wiegt gerade vier Gramm und misst eine halbe Fingerlänge – für ihr Umfeld noch nicht als werdende Mutter erkennbar ist. Die "Schwangerschaft unter Vorbehalt", prognostiziert der Humangenetiker Wolfgang Henn, werde künftig zum sozialen Standard.

Was Schwangere in Deutschland erwartet, hat jenseits des Atlantiks schon begonnen. Seit Oktober 2011 bietet das amerikanische Unternehmen Sequenom dort den Bluttest unter dem Namen "MaterniT21" (Werbeslogan: "klar, bequem, überzeugend") zur vorgeburtlichen Untersuchung an. Bis zum März dieses Jahres hatten die Firmenlabors in San Diego 3.500 Schwangerschaften auf ein Downsyndrom überprüft. Inzwischen entwickeln weitere Unternehmen eigene Untersuchungsverfahren.

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Kommentare

146 Kommentare Seite 1 von 10 Kommentieren

Gegenfeuer I

Sie sind mit der von Ihnen geäußerten Meinung ein Paradebeispiel für ein Selbst ohne weite Perspektive. Sie haben, vielleicht gar selbst gewählt, nur wenige Möglichkeiten der Erfahrung und der Erklärung dessen, was es gibt. Daher läuft in Ihrer Argumentation alles auf eine Dichotomie von Wissenschaft und „Aberglauben“ hinaus. Zum „Aberglauben“ stecken Sie, auch wenn Sie dies nicht explizit aussprechen, wahlweise alles hinzu, was irgendwie Werte setzt bzw. mit Werten argumentiert.

Ihr Einleitungssatz entlarvt schon ihre ganze intellektuelle Armut. Sie halten von Ethik nichts? Das können Sie so sehen, aber Sie leben in einer Gemeinschaft, die historisch an moralischen Maßstäben gewachsen ist und Sie genießen ein Leben in relativer Sicherheit und wahrscheinlich nicht gerade geringem Wohlstand u.a. deshalb, weil viele der modernen Gesellschaften sich an diesen moralischen Gütern ausgerichtet und ausdifferenziert haben. So auch die unsrige. Warum? Weil diese Güter eine solide Basis für ein Miteinander sind und auf die eine oder andere Weise unser ganzes Selbstverständnis als Subjekte geprägt haben. Zudem bilden Sie zumindest teilweise den Hintergrund für die Gesetzgebung und Rechtsprechung und damit für die Akzeptanz oder zumindest die Legitimität von Herrschaft. Ohne diese moralischen Güter ist der Begriff Legitimität sinnlos.

Gegenfeuer III

Ihr Zitat: „Schon ist kein Mensch mehr mit irgendwelchen Fehlern vorbelastet.“
Ich:
Wo beginnt ein Fehler, was ist das? Wer bestimmt das? Es ist Leben. Was würde das Kind denn sagen, wenn es alt genug ist, wenn es die Wahl hätte mit einer Behinderung zu leben oder lieber nie gelebt zu haben? Sicher würde es bei den Betroffenen verschiedene Ansichten über den Wert ihres eigenen Lebens geben. Das ist aber Ihre Entscheidung und abhängig von Ihren subjektiven Erlebnissen und Empfindungen und Niemand kann darüber urteilen. Sie schon gar nicht, da Sie sich nicht einmal die Mühe machen, soweit zu denken, dass ein Leben auch in einem imperfekten Körper geliebt werden kann. Und auch ein Wesen ohne Selbstreflexion kann genießen und hat einen Überlebens-“Trieb“. Und Sie können nicht behaupten, dass es keinen Menschen gäbe, der trotz eines von Ihnen festgesetzten „Fehlers“ das Leben genießt und liebt. Zuletzt, und das ist tatsächlich ein zynischer Hieb in Ihre Richtung, glaube ich nicht, dass ihre gedanklichen Fehler einfach verschwinden, wenn „fehlerhafte“ Babys nicht geboren werden. Es wäre vielmehr traurig, wenn diese Babys wegen Ihrer primitiven „fehlerhaften“ Schlüsse nicht geboren würden. Aber zum Glück sind nicht alle so eindimensional wie Sie.
Tragischer Weise sind es jedoch meist diejenigen, die sich als fehlerfrei betrachten, die in dieser falschen Selbstgewissheit Ihre Lebensentwürfe anderen aufzwingen.

Gegenfeuer IV

Und Ihre Ideologie, den Fehler auszumerzen, führt nicht geradewegs ins Paradies. Der Unterwerfung unter die Ideologie der totalen Funktionalität, die den Nutzen vergöttert und Nichtnützliches, anstrengendes verachtet und diesem das Daseinsrecht ohne Debatte (denn die lassen Sie ja gar nicht erst zu; man lese Ihren Beitrag als Beweis) bestreitet. Egal, ob es sich um Leben handelt oder Nicht. Ungeborenes Leben ist erst der Anfang (und das spricht für sich!) in der Verselbstständigungskette dieser Ideologie, die sich im Denken Ihrer Anhänger als objektiv und rationalistisch feiert und begreift, dabei aber sich selbst täuscht und sich selbst über die Herkunft Ihrer eigenen Quellen betrügt. Denn diese Quellen sind auch Güter. Es wäre das von Menschen wie Ihnen einzugestehen und desweiteren zu erläutern, warum Ihre Güter vor allen Anderen Beachtung finden sollten? Dieser Vorrang ist nicht naturgegeben.
Aber dort, wo gelebt wird, werden Sie niemals vollständige Kohärenz und vollständige Funktionalität finden. Sie werden zum Beispiel immer wieder vor Taten stehen, bei denen Menschen andere auslöschen, ob nun absichtlich oder im Wahn. Und Sie werden auch in diesen Fällen feststellen, dass Ihre Dichotomie zwischen krank und gesund real verschwimmt und nichts erklärt. Und dass Sie sie im Stich lässt.

Ihre Ansichten in Ehren, ...

... aber irgendwann muss man das Mittelalter verlassen.
Mit derartigen Untersuchungen würde zudem nur ein Ungleichgewicht bereinigt, dass der Mensch selber geschaffen hat.

Folgten wir der natürlichen Evolution, wären Behinderungen heute wahrscheinlich schon längst ausgemerzt, da wir aber durch unzählige Umweltgifte immer wieder selbst dafür sorgen, Behinderungen in unserem Erbgut zu platzieren, sollten wir nun auch endlich die Verantwortung dafür übernehmen, diese zu entfernen. Wir beschleunigen einen Prozess, den wir durch die Industrialisierung stetig verlangsamt haben.

Und verschonen Sie mich mit ethischen Bedenken. Was wir im Namen der Ethik und Moral anderen Menschen bereits an Schaden zugefügt haben. Denken Sie nur an das vor noch wenigen Jahrzehnten unmoralische Verhalten vorehelichen Geschlechtsverkehrs und der absolut unethischen Homosexualität.

Und eine Frechheit mir vorzuwerfen, meine Lebensentwürfe anderen aufzudrängen. Solche Moralapostel wie Sie sind es, die Menschen seit Jahrtausenden dazu gezwungen haben einen Platz in "ihrer" Gesellschaft einzunehmen, den diese ablehnten. Eben das versuchen sie nun auch mit der Behinderung von Kindern. Die müssen behindert geboren werden, damit ihre Vorstellungen von Moral und Ethik befridiegt werden.

Eine abgrundtief perverse Weltanschauung, ein Paradebeispiel für die Verlogenheit ihrer Argumente.

Zudem, ...

... eines der angestrebten Ideale ist es, jedem Menschen die gleichen Chancen im Leben einzuräumen. Ihm bereits bei der Zeugung jegliche Chance darauf zu nehmen spricht Bände über ihre verabscheuungswürdigen Ansichten.

[...] Anstatt jedem den freien Zugang zu Medizin zu ermöglichen, jedem das gleiche, hochwertige Programm an Bildung zukommen zu lassen, jeden in gleichem Maße an den gesellschaftlichen Errungenschaften teilhaben zu lassen, wollen Sie einem Menschen schon vor seiner Geburt jegliche Chance darauf nehmen.

Dies deckt sich natürlich hervorragend mit den Ansichten abergläubischer Gemeinschaften, die zwar bereits seit Jahrhunderten gezwungenermaßen ihre Ansichten im angesicht des Fortschritts Schritt für Schritt ändern mussten, aber bis heute einen der größten Bremsklötze unserer Entwicklung darstellen.

Ich möchte sehen wie Sie irgendwann einem Kind sagen, du bist behindert, weil ich es so wollte. Es hätte Möglichkeiten gegeben dir dieses Leben zu ersparen, noch bevor es dich überhaupt gegeben hätte. Stattdessen zwang ich dich in diesen Körper, weil ICH es für moralisch richtig hielt.

Es ist das Glück all derer mit ihrer Einstellung, dass diesen Kindern oft die geistigen Möglichkeiten fehlen, dies zu verstehen und Ihnen adäquat zu antworten, nämlich: "Warum hast du mir das angetan?"


Gekürzt. Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl. Danke, die Redaktion/mk

Es gibt durchaus Behinderte, die sich

so formulieren können, daß es Otto-Normalverbraucher verstehen kann. Und diese Menschen formulieren den Satz:

Ich möchte leben!

und nicht!

Ich möchte sterben.

Diese Menschen sind nicht lebensmüde. Wie kommen Sie nur auf so eine Idee? Der Rest der Gesellschaft mag ja lebensmüde sein, so kommt es mir bald vor... aber die Menschen mit Behinderung auf jeden Fall nicht! DIE wollen leben. Tut mir leid.

Es geht doch gar nicht um ein formuliertes "Ich will leben"

sondern darum, dass Schwangere Informationen bekommen, wie sie uns technisch schon zur Verfügung stehen. Es geht nicht darum geborene Menschen zu fragen, ob sie leben oder sterben wollen.

Menschen mit Behinderungen gut versorgen und fördern, ist ein Grundsatz in unserem Land und anderen.

Daran wird überhaupt nicht gerüttelt und mit diesem Test wird auch kein Tor aufgestoßen zu einer Science-Fiction-Vision vom perfekten Menschen.

Es gibt diese Untersuchungsmöglichkeit bereits, allerdings müssen deutsche Schwangere höhrere Risiken auf sich nehmen, an die Informationen zu gelangen und sie müssen länger warten.

Was das soll, wenn man eine Verbesserung hat, erschließt sich vielleicht Menschen, die dem Papst seine Dogmen glauben und gern Hürden für Frauen aufbauen wollen, allen anderen und besonders werdenden Eltern, die ein behindertes Kind nicht wünschen, würde eine solche Verbesserung zur derzeitigen Diagnostik sicher helfen.

Wer ist "Betroffen"?

Also ich fühlte mich als Schwangere eindeutig betroffen und habe nicht warten wollen, bis mein Kind geboren und eventuell in der Lage ist, zu sagen, ob es gern lebt oder nicht, was ohnehin unsinnig ist zu hinterfragen.

Ich entscheide und bisher sieht das so aus, dass es für die Frauen anstrengend und belastend, weil relativ spät in der Schwangerschaft und für die Schwangerschaft risikoreicher in der Untersuchung ist.

Für mich als Schwangere hat ein Bluttest, der Aussagekraft hat, eindeutig nur Vorteile.

Und darum und um nichts anderes geht es am Ende.

Wirklich einfacher?

Ich wünsche niemandem, diese Entscheidung treffen zu müssen... Allemal ist ein genauer Test besser als ein ungenauer - aber: der Test nimmt einem die Entscheidung nur ab, wenn man definitiv meint, ein Kind mit Trisomie 21 abtreiben zu müssen. Und genau diese Verallgemeinerung finde ich unethisch. Das Down-Syndrom hat ein sehr weites Spektrum von kaum beeinträchtigt bis schwer behindert. In welche Richtung es sich entwickelt, kann der Gentest aber auch nicht sagen. Auf mich wirken Menschen mit Down-Sydrom absolut nicht unglücklich. Ich finde nicht, dass man sie als "defekt" aussortieren darf, nur weil sie es nicht zum Professor bringen werden. - Ich glaube, dass sich im Umgang mit Schwächeren zeigt, wie viel eine Gesellschaft wirklich zusammen hält. Und als Einzelwesen können auch Menschen mit einer normalen Chromosomenzahl nicht existieren.

Diesen Umgang kann unsere Gesellschaft zeigen, ...

indem sie sich gut um die Versorgung und Förderung von Behinderten, Kranken und Alten kümmert. An diesen Menschen besteht kein Mangel und das ist auch nichts, was diskutiert wird.

Es geht lediglich darum, ob Eltern wissentlich und willentlich ein behindertes Kind bekommen wollen oder sich in diesem Punkt absichern können und wollen.

Wir treffen immer Entscheidungen, auch dann, wenn wir nicht ...

... entscheiden ( wollen ). Es sterben ( wie viele? ) Föten an natürlichen Unzulänglichkeiten, durch willkürlichen Entscheidungen, durch Unfälle, es geht nie darum, irgendeinen ( krank ) geborenen Menschen zu töten. Die Biologie ( Evolution ) ist auch keine fehlerfreie Kopiermaschine, so sind Variationen zwischen "fast keine" Fehler, "kaum merkbare" Fehler, "deutlich sichtbare" Fehler und zum ( frühen oder späteren ) Tode führende Fehler möglich. Es kann auch niemand feststellen, wie er sich fühlen würde, abgetrieben worden zu sein, denn dann gäbe es niemanden, der fühlen könnte. Ich lebe, also bin ich ( nicht abgetrieben worden ).
Andererseits bedeutet "Leben" auch immer, am Leben zu bleiben und sich zu vermehren ( wenigstens den Versuch dazu machen ). Das geht letztlich nur mit einer gewisssen "Fitness", was auch immer das im einzelnen bedeuten mag. Und man möge bedenken, dass normalerweise die ( pflegenden ) Eltern älter als die Kinder zu sein pflegen, irgendwann sollten die Kinder für sich selbst sorgen, wenn nicht dazu, wegen der Rente, auch noch für ihre Eltern.
Das alles kann logisch dazu führen, dass wir der Natur in einem sehr frühen Stadium ein wenig dabei helfen, zwar prinzipiell lebensfähige, aber im Ganzen wenig fitte Föten nicht zur Welt kommen zu lassen. Dessen ungeachtet ist doch völlig verständlich, dass die potentiellen Eltern ihr und das Schicksal ihres potentiellen Kindes betrauern. Aber Eltern sind für ihre Kinder da und nicht umgekehrt.

Eugenik durch die Hintertür

...ist das hier. Wir hatten letztes Jahr ein Kind und während der Schwangerschaft Verdacht auf DS gehabt, uns aber entschieden dass wir das Kind genauso lieben werden, wie es ist, mit allen Stärken & Schwächen und uns daher entschieden den Test NICHT zu machen. Das haben wir kein Stück bereut & das Kind ist Gott sei Dank dann auch "heile" also ohne DS bzw. sonstiges zur Welt gekommen.

Also Leute, wir haben alle unsere Stärken & Schwächen und wer nicht einsieht, dass diese permanent zunehmenden "Tests" irgendwann bald zur vollständigen Klassifizierung der Menschen durch regierende Kräfte ausgenutzt werden, strotz nur so vor blinder Naivität. Solange wir über die freiheitliche Gesellschaft reden dürfen jedenfalls solche Tests niemals zwangsweise, sondern ähnlich der Impfung stets nur durch freiwillige Zustimmung der Eltern geschehen. Wehret den Anfängen!

Der Vergleich mit Impfungen geht daneben,...

denn ein ungeimpfes Kind kann viele andere mit Krankheiten anstecken und nicht nur selbst Opfer werden. Dies führt trotz möglicher Imunisierung immer noch zu Todesfällen und es gibt mittlerweile nicht nur Ansätze ungeimpfte Kinder von Einrichtungen auszuschließen sondern auch sich um den Impfstatus von Amts wegen zu kümmern, um andere zu schützen.

Gerade das ist bei den diagnostischen Möglichkeiten nicht gegeben. Die Nichtuntersuchung führt zur Geburt von gesunden Kindern und zu einem gewissen Prozentsatz zu kranken oder/und behinderten Kindern, denen man eventuell durch eine frühzeitige Diagnostik auch hätte helfen können, einen besseren Start ins Leben zu erleben, wenn man sie geplant behandelt hätte.

Diagnostik läuft natürlich oft auf Abtreibung bei Behinderung hinaus - das zeigen die bisherigen Erfahrungen mit diesem Wissen - wenn man ein krankes oder behindertes Kind bewußt erwartet, können allerdings auch schnelle OPs absolviert werden, wenn man über die Erkrankung oder Behinderung informiert ist, da diese recht häufig nötig sind.

Information hat viele mögliche Folgen. Da die meisten Eltern sich aber ein gesundes Kind wünschen ist die Möglichkeit, die Schwangerschaft abzubrechen und nicht eine Spätabtreibung erleben zu müssen auch eine gute.

Wie oft habe ich in Rahmen dieser Diskussionen

in unterschiedlichen Foren, immer und immer wieder diese Geschichte gelesen:

ein Arzt äußert einen Verdacht, mit oder ohne Test kommt ein Kind ohne Behinderung zur Welt.

Wer sammelt diese Erfahrungen??? Sie sollten gesammelt werden damit endlich klar wird, welchen seelischen Belastungen Frauen und Männern ausgesetzt werden durch diese Testerei. Und der oben beschriebene Test ist nun sicher und fehlerfrei?? Wers glauben will sei seelig. Natürlich wird nun als Antwort folgen: ja, aber sie wissen doch, welchen seelischen, ökonomischen Belastungen Eltern von behinderten Kindern ausgesetzt sind....

Mag sein; dann soll ihr Leid gelindert werden!!!!

Gratulation zur Geburt, und sie haben ganz recht es IST EUGENIK nicht nur durch die Hintertür sondern durchs Tor.

[...]

Sie müssen zunächst verstehen, dass Sie jede Behinderung gleich mit "nicht lebenswert" etikettieren. Aber das ist Sie nicht. Manche sind vielleicht glüecklicher als viel "gesunde" Menschen. Wenn Sie das erstmal zugeben (wenn Sie es nicht tun, so sind Sie schlicht menschenfeindlich, wobei ich Ihnen in Ihrem Selbstverständnis zutraue, es in eine Menschenfreundlichkeit umzudeuten, wenn Sie sagen: wir sind diejenigen, die die Kranken und Missgebildeten erlösen, noch bevor Sie überhaupt geboren werden), dann haben wir eine Basis zu sprechen. Denn es gibt auch Glück in einem imperfektem Körper.

Zweitens gibt es wenige perfekte Körper, auch viele der Normalen haben Gebrechen und Beschwerden. Aber deswegen würden die wenigsten Ihr Leben nicht leben wollen. Eine Behinderung ist vlt eine stärkere Einschränkung, aber nicht unbedingt von anderer Qualität und selbst wenn doch, so lässt es sich damit in vielen Fällen leben! Freilich bedarf es dann oft der Hilfe der Gemeinschaft. Aber auch andere Gruppen bekommen diese, alte und "normal" kranke beispielsweise.

Zuletzt möchte ich Ihnen auch etwas sagen: Vorrausgesetzt, ein Mensch hat irgendeine Fähigkeit zur Selbstäußerung, so kann er sagen: Ich möchte nicht mehr Leben. Vorrausgesetzt, ein Mensch kann sich bewegen und hat Mittel, so kann er auch sein Leben autonom beenden. Ich weiss, das ist nicht immer so.

Teile entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion/lv

was meine vorgänger_innen

auf Deine diskriminierende Hasstirade geantwortet haben, dem kann ich mich nur anschließend. erschreckend finde ich auch die 14 Leser_innen-Empfehlungen, und frage mich, wer hier noch so alles mit einer solch inakzeptabel ignoranten Haltung unterwegs ist - um diese Haltung dann mit den Federn der Progressivität zu schmücken. Ich sage dazu: Nein! Richtig und wichtig ist nicht, 'Anderen' sogenannte 'Fehler' zuzuschreiben. Richtig und wichtig wäre es, hier mal über gesellschaftlich re_produzierte Normen und Werte eine Auseinandersetzung anzustrengen; ein bisschen Nachdenken kann da nur weiterhelfen, Lesen bildet auch, und letztlich empfehle ich hier mal einen lebensechten Kontakt mit/zu den Menschen, denen Du hier so ohne Weiteres ein Recht auf Zugang und Leben zu/in dieser Welt aberkennst. (Mich überrascht auch die [unkommentierte] Vermessenheit daran). Ich sehe den Artikel in keinem anderen Kontext, als wenn es um 'homosexuell' oder sonstwie potentiell als 'Anders' konstruierte geborene (oder potentiell geborene) Kinder ginge und finde es auch sehr erschreckend, dass ein solch diskriminierender und ignoranter Kommentar noch immer hier stehen darf. Und nochwas: Menschen, die als Fussballfans geboren werden, kosten die Steuerzahlenden übrigens im Laufe ihres Lebens auch so Einiges.

Und noch was

zu dieser lächerlichen [Zitat JLee] Dichotomie von vermeintlicher Progressivität und 'rückständigen' christlichen Werten. Ich bin nicht religiös und "dennoch" mensch genug erkennen zu können, dass [systematischer] Ausschluss vermeintlich 'Anderer' nicht nur - um das Wort hier wiederzugeben - unethisch, sondern auch zutiefst menschenfeindlich ist. Es geht hier nicht um christliche Werte, sondern um die Frage in was für einer Gesellschaft wir leben wollen. Ich für meinen teil bevorzuge eine Gesellschaft ohne Hinrichtungen.

Wahnsinn!

@JLee

Leider verkennen Sie, dass die Ungleichheit zwischen den Menschen ihr Ende in jenem Bereich findet, in welchem der Wert des Menschen definiert wird. Gewiss lässt sich die Ungleichheit nuancieren und differenzieren, doch macht weder eine persönliche Individualität, noch eine Verschiedenheit in Psyche oder Physis, einen Unterschied im Wert des Menschen aus.

Durch die Prävention von Geburten behinderter Menschen, wird mithin keine Gleichheit geschaffen, sondern eine Ungleichheit, weil man sich anmaßt den unantastbaren Menschenwert, so zu formen wie es einem beliebt und nötig ist - um legitim Richter und Henker zu spielen.

Ihr Wunsch eine menschliche Spezies ohne "Fehler" zu züchten, möchte ich gar nicht näher analysieren, denn ich müsste dann aufwischen, was mir hoch käme.

Ich sage Ihnen mal etwas: Die Fehler, mit denen andere Menschen behaftet sind, finden ihren Ursprung in der Wahrnehmung des die Fehler Wahrnehmenden. Jenen Menschen die Existenzberechtigung abzusprechen, denen Sie oder die Gesellschaft ein fehlerbehaftetes Wesen attestieren, spricht Ihnen, die eigene ab.

Von einem behinderten Menschen, habe ich noch nie einen solch widerlichen Unfug gelesen wie von Ihnen. Und diese wollen sie ihrer Existenzberechtigung berauben? Wahnsinn.

Ich habe empfohlen

So,@JLee,ich springe Ihnen jetzt mal bei mit folgenden Argumenten:Wir tun auch jetzt schon alles,um unseren Kindern ein möglichst unversehrtes Leben zu gewährleisten,wieso an diesem Punkt aufhören.Das hat nichts mit der Anfeindung Behinderter zu tun,wenn sich eine Familie aus welchen Gründen auch immer außer Stande sieht,ein behindertes Kind großzuziehen.Sie können sich ja auch ganz bewusst für das Austragen entscheiden genauso wie Sie Ihrem Kind eine Fahrradhelm aufsetzen können oder auch nicht.(Die meisten Behinderungen sind übrigens gar nicht angeboren,sondern erworben.das Risiko kann auch auf diesem Weg nicht eleiminiert sondern nur reduziert werden)Und jedem,der jetzt sagt:Dann sollen sie eben gar keine Kinder kriegen!Es zeugt von unglaublichem Realitätsverlust zu behaupten,der Kampf mit Pflege- und Rentenkassen,die auf jeden Fall länger dauernde Fürsorge,der Mehraufwand an Zeit und Geld,den das IN JEDEM FALL mit sich bringt,sei vergleichbar oder gar nicht existent.Das ist ein höherer Schwierigkeitsgrad.Und keine Familie,die sich dieser Aufgabe nicht stellen will oder kann,ist hier zu verurteilen!Oder würden Sie, die hier Gift und Galle spucken,persönlich ganz konkret und verpflichtend einer solchen Familie sagen:"Tragt es aus,ich helfe Euch und kümmere mich"? Wenn éin solcher Test zur Verfügung steht, werde wir ihn wahrnehmen.Wenn Sie wissen wollen,wieso,schreiben Sie mir ruhig eine Nachricht.Ich erläutere es Ihnen auch gern ausführlicher als hier möglich.

Auf Trisomie 21 wird getestet, weil's einfach ist!

... und das, obwohl das Down-Syndrom mit einer eher leichten geistigen Behinderung einhergeht. Ich will nicht in Abrede stellen, dass die Geburt eines behinderten Kindes eine Familie in eine tiefe Krise stürzen kann, und dass nicht jeder damit umgehen kann und möchte. Aber meine Eindruck von Menschen mit Down-Syndrom ist, dass diese nicht per se unglücklicher als andere Menschen sind - vielleicht eher im Gegenteil. Es gibt wahrlich schlimmere genetische Erkrankungen, auf die es sich zu testen lohnen würde, weil manche davon zunächst scheinbar gesunde Kinder nach Jahren qualvoll töten können.
Menschen mit Down-Sydrom können eine große Bereicherung unserer Gesellschaft sein, wenn man sie teilhaben lässt und gut unterstützt. Ich finde es unethisch, ausgerechnet hier quasi standardmäßig vorgeburtliche Selektion zu betreiben. Wohin soll das führen? Letztlich kann jeder Mensch jeden Tag hilfsbedürftig werden - und dafür sind wesentlich häufiger Unfälle verantwortlich als angeborene genetische Defekte.
Frühtests aufs Downsyndrom sind für mich vor allem auch Geschäftemacherei mit der Angst werdender Eltern.

Was hier im Artikel verschwiegen wird:

Die "Lösung" bei einem positiven Test heißt zu 90% Abtreibung. Das ganze läuft also darauf hinaus, nicht-gesunde Kinder zu identifizieren und anschließend zu töten.

Solche Programm hatten wir ja in Deutschland schon mal und außer den Kirchen hat damals auch niemand protestiert. Selbst die nach außen vorgetragenen 'Argumente' sind die gleichen, es geht um angebliche "Humanität" und in Wahrheit um die Kosten für behinderten Menschen. Unsere 'liberale' Welt will nur junge, gesunde und nützliche Menschen, alle anderen sollen verschwinden.

Man muss sich auch klar machen, was dieser Test für Eltern bedeutet, die ihn _nicht_ machen und ein behindertes Kind bekommen. Die müssen sich selbst heutzutage schon anhören, "ob man das nicht frühzeitig hätte erkennen und was dagegen tun können". Wie soll das erst ín Zukunft werden.

Die 'liberale' Welt hat ein ganz dünne Firnis und direkt unter der Oberfläche steckt die nachtschwarze Dunkelheit.

Danke,

theodor groppe, für Ihren Kommentar. Ich sehe es wie Sie. Die "hauchdünne Firnis" ist ein gutes Bild. Ich bin schon seit längerer Zeit erschrocken von dem Euthanasiedenken vieler meiner Zeitgenossen. Ich bin Vater eines 20-monatigen (gesunden) Sohns. Meine Frau und ich hatten uns vor seiner Geburt ganz bewusst gegen eine Pränataldiagnostik entschieden – und standen mit dieser Entscheidung praktisch allein auf weiter Flur. Selbst gute Freunde sprechen offensichtlich Behinderten ein Lebensrecht ab, sofern es pränatal zu verhindern ist. Es gibt kein Recht auf das perfekte Kind, bald vielleicht aber eine Pflicht. (Ich sehe schon das Kleingedruckte in den Versicherungspolicen der Krankenversicherungen: "Die Supergesund AG schließt eine Übernahme von Therapiekosten für Vorerkrankungen, oder deren Folgen die den Versicherungsnehmern bei Vertragsabschluß bekannt waren, aus. Dies schließt auch pränatale ärztliche Diagnosen ein.")

Ich will nicht in einer technokratischen Selektivgesellschaft leben. Aber sie wird leider kommen.
Es ist schon beeindruckend, wie überlegen unsere westlichen Werte denen der sog. Schurkenstaaten sind.

Nicht allein

Nein, Sie stehen nicht ganz allein, denn wir haben es auch so gemacht. Errechnet hatte man uns eine Wahrscheinlichkeit für ein Down-Kind von über 60%. Die entsprechenden Untersuchungen haben wir abgelehnt. Wir haben unserem Kind das Recht auf Leben nicht nehmen wollen. Unverständnis bei allen Ärzten und bei vielen in unserem Umfeld war die Folge. Den vorgeburtlichen Wunsch: 'Hauptsache gesund' haben wir uns verbeten.
Wir lieben auch dieses Kind und freuen uns jeden Tag, das wir es haben zur Welt kommen lassen - gegen alle Widerstände. Es hat kein Down-Syndrom.

Pränataldiagnostik

Falls Sie auf die gesamte Pränataldiagnostik verzichtet haben, sind Sie meiner Meinung verantwortungslos. Eine Diagnose einer Behinderung zu haben, bedeutet noch lange nicht, ein Kind abtreiben zu müssen. Erstens kann man sich in Ruhe auf die Situation einstellen und zweitens kann man die Geburt (ggf. einen Kaiserschnitt) auch planen. Manche Kinder würden eine natürliche Geburt nicht überleben. oder sind auf intenisvmedizinische Hilfe angewiesen. Ein Verzicht auf Pränataldiagnostik wäre für diese Kinder ein Todesurteil.

Evolution funktioniert nur, weil es Fehler gibt...

... und was die Frage der Pränataldiagnostik im Allgenmeinen betrifft: Es gibt äußerst sinnvolle Untersuchungen, wie z.B. den Feinultraschall in der 21. Schwangerschaftswoche (tja, die Kasse zahlts nicht voll), bei dem man auch eine ganze Reihe behandelbarer Störungen sowohl bei der Mutter als auch beim Kind erkennen kann. So etwas aus dem Reflex "ich will alles natürlich" abzulehnen, finde ich auch unsinnig. Von einem Herzfehler früh zu wissen, rettet dem Kind wahrscheinlich das Leben (ein normales Leben), wenn es in einem geeigneten Zentrum per Kaiserschnitt geboren wird. Und, in den traurigeren Fällen, gibt der Ultraschall auch durchaus Anhaltspunkte, ob ein Kind lebensfähig ist oder nicht. Persönlich finde ich eine Abtreibung dann gerechtfertigt, wenn das Kind höchstwahrscheinlich kein menschenwürdiges Leben wird führen können. Das könnte man zum Beispiel für eine Trisomie 13 und 18 so sehen, aber in der Regel nicht bei Trisomie 21. Ob ein Down-Syndrom drastische körperliche Schäden (was auch sein kann, aber nicht muss) verursacht, sieht man auch im Ultraschall. Auf Verdacht nach Gentest zu entscheiden, finde ich in diesem Fall einfach nicht in Ordnung. Einzelne Träger des Down-Sydroms haben sogar studiert! - Es gab auch (gibt immer noch?) einmal eine Zeitschrift von Menschen mit Down-Sydrom, den "Ohrenkuss".
- Vielfalt macht stark. In der Evolution führt der Weg von einem Anpassungsoptimum zum nächsten immer über ein Tal. Ohne Fehler und Schwächen funktioniert's nicht!

Nein geht es nicht

Man möchte nicht krankhaft nach kranken Kindenr suchen und sie eliminiren. Man möchte ein gesundes Kind auf die Welt bringen und um das zu erreichen möchte man im frühen Stadium die CHANCE haben zu erkennen welche Krankheiten ein Kind bekommen könnte um dann die Entscheidungsfreiheit darüber zu haben, den Fötus abzutreiben oder nicht.

Es geht hier um Freiheitsrechte um Menschen, die mit Füßen getreten werden. Besonders "Pro-Life" aktivisten, die es auch in D gibt, verzerren das Leid und die Situation von Frauen und Männern,d ie sich in der Situation befinden einen Fötus abzutreiben. Sie tun so, als wäre das ein klacks, den man zwischen Joga und Einkaufen erledigt. Dass da große Leidensgeschichten daran hängen ist denen egal, es wird ignoriert.

Ich spreche für mich und ich sage ehrich, dass ich vermutlich alles tun würde, um ein Gesundes Kind zu bekommen. Ich bin reflektiert genug um daraus nicht den Schluss zu schließen, dass ungesunde Kinder schlecht sind oder weniger wert.

Sehr glaubwürdig

Von Freiheitsrechte von Menschen zu sprechen, und selbige mit einem leichten semantischen Kniff der Entmenschlichung zu enteignen, macht sich nicht gerade sehr glaubwürdig.

Ein herrlicher Klacks: Mensch->Kind->Baby-/->Fötus <-> Jugendlicher->Erwachsener->Alter -/->Greis

Ich liebe solche mephistophelischen plötzlichen Seinssprünge während der Metamorphosen. Genial! So wirklichkeitsnah: Besser wärs, man wär nicht gewesen...

Wenn wünschen helfen würde...

Ich verstehe Ihren Wunsch nach einem "gesunden" Kind. Aber bitte lassen Sie sich nicht zu der Fehlannahme verleiten, dass dieser Test alle genetisch bedingten Behinderungen erkennen kann. Das Evolutions-Roulette ist der menschlichen Wissenschaft weit voraus. Dieser Test erkennt Trisomie21. Er sagt nichts über de-novo Genmutationen oder gar deren Auswirkung, er verspricht Ihnen nicht, dass das Kind während der Geburt nicht entscheidende Sekunden sauerstoff-unterversorgt sein wird oder dass es durch einen unglücklichen Unfall mit Kopfverletzung später doch noch behindert sein wird.
Behinderungen per se können nicht verhindert werden. Warum ausgerechnet Trisomie21 Menschen aussortiert werden sollen, die sich bei guter Förderung sogar oft auf dem ersten Arbeitsmarkt behaupten können, muss uns wohl die Marketingabteung der Firma erklären, welche diese Tests anbietet.
Sicherheitshalber sollten Sie sich auch mal den Blick aus einer anderen Perspektive gönnen: mein geistig behindertes Kind wird ziemlich sicher niemals Arzt oder Entwicklungshilfeminister. Aber es wird garantiert nie Neonazi, kriminell-gewalttätiges Bandenmitglied, Zuhälter, Waffenhändler oder auch nur Investmentbanker, der auf den Niedergang von Staaten spekuliert, um seinen Bonus zu vergrössern.

Fortschritt?

Was Einer als Fortschritt definiert, definieren Andere als Rückschritt. Fortschritt bedeutet einerseits, verschiedener Meinung sein zu dürfen, aber auch, und das ist ganz zentral, verschieden sein zu dürfen. gesund oder krank, wer entscheidet das? und warum sollten die, die schon hier sind, darüber entscheiden, wie die aussehen, die nach uns kommen? und was sie tun? und wie glücklich sie sind? und wie glücklich sie Andere machen? Wie sollten wir das jemals wissen können?

Und dann?

Die Kassen werden sehr schnell darauf kommen dass es günstiger ist, einen solchen Test zu bezahlen denn einen Menschen mit Behinderung. Finde die Vorstellung abartig, dass es irgendwann heißt "Entweder Sie machen den Test oder tragen die Folgekosten im Falle einer Behinderung eben selbst". Die armen Frauen.