Informationsgesellschaft : Am Medienpranger
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"Wir brauchen gewissermaßen eine digitale Alphabetisierung"

Schirrmacher: Wir werden in Kürze erleben, dass es auch in dieser Partei Vordenker gibt. Wie damals bei den Grünen – da war es das Öko-Institut – gibt es schon erste Institute, die da andocken. Ich nenne hier mal George Dyson und, obwohl die gar keine Piraten sind, Constanze Kurz und Frank Rieger vom Chaos Computer Club.

Di Lorenzo: Die Grünen hatten damals noch nicht die technischen Möglichkeiten von heute. Aber auch bei ihnen gab es den Fetisch der Partizipation, das Misstrauen gegenüber vertikalen Entscheidungsstrukturen. Es ging ihnen nicht nur um Nachhaltigkeit, sondern immer auch um Beteiligungschancen. Deshalb gab es in den Anfangsjahren diese völlig unproduktive Offenheit der Prozesse, diese unglaublichen Delegiertenversammlungen, die eher Selbsterfahrungssitzungen glichen. Unter dem Eindruck des Wirklichkeitsschocks hat dann eine Professionalisierung eingesetzt; man hat Kompetenzen delegiert, Entscheidungswege strukturiert.

Göring-Eckardt: Herr di Lorenzo, bitte wenigstens einen positiven Satz über die 68er!

Di Lorenzo: Ich glaube, dass zumindest mein beruflicher Weg gar nicht denkbar gewesen wäre, wenn es die Generation der 68er nicht gegeben hätte. Bis in die achtziger Jahre hinein hätte es jemand mit meinem Namen vermutlich viel schwerer gehabt, in Deutschland eine Zeitung zu leiten. Aber zurück zur Beteiligung: Offenbar gibt es heute ein neues Bedürfnis nach Partizipation, weil sich über Jahrzehnte etwas verfestigt hat, und es braucht eine neue Kraft, um politische Prozesse wieder lebendiger zu machen. Ich halte dieses Transparenzgebot zum Teil für unrealistisch – aber die neuen Beteiligungsformen im Internet machen Politik zumindest wieder attraktiv für Leute, die sich abgewandt hatten.

Göring-Eckardt: Dabei droht aber eine Diktatur der Transparenz, über die sich sogar viele Piraten inzwischen beschweren. Der neue Fraktionsvorsitzende der Piraten in Schleswig-Holstein, Patrick Breyer, ist zum Beispiel nicht bereit, irgendetwas über seine Person preiszugeben.

Di Lorenzo: Transparenz kann jedenfalls auch zu großer Unfreiheit führen. Es ist eine furchtbare Überforderung, permanent alles über sich verraten und dabei bestimmten Wertmaßstäben gerecht werden zu müssen. Wir Menschen können uns nicht in jeder Situation so verhalten und sprechen, dass wir auch in 20 Jahren noch unangreifbar sind. Die Forderung nach totaler Transparenz als Tugend schlechthin führt nicht zu einer besseren Gesellschaft, sondern zu Duckmäusertum, Verwechselbarkeit und großem Konformismus. Größtmögliche Transparenz bei Großprojekten wie zum Beispiel Stuttgart 21 ist dagegen ein Bürgerrecht.

Schirrmacher: Man muss sich den Fall des Berliner Piraten Martin Delius vor Augen halten, der gesagt hat, seine Partei wachse so schnell wie seinerzeit die NSDAP.

Göring-Eckardt: Der ist allerdings kein Nazi!

Schirrmacher: Delius hat den Satz im Laufe eines Gesprächs mit Spiegel-Redakteuren gesagt. Er merkte sofort selbst, was für einen Vergleich er da gezogen hatte, war aber der Ansicht: »Ich habe das jetzt gesagt, und ich muss transparent sein.« Also hat er diesen Satz gleich selbst getwittert und erklärt, dass das falsch war. Dann hat der Spiegel gesagt: Ja, wenn Sie das schon twittern, dann kommt es auch ins Blatt. Es war ihm also noch nicht einmal möglich, sich in Echtzeit zu korrigieren. Die Piraten werden merken, dass das so nicht geht. Und zwar auch deshalb, weil eine der verheerendsten Erscheinungen von Internetdiskursen die Erfahrung ist, dass man immer wieder Dinge sagt, die man besser nicht hätte sagen sollen.

Göring-Eckardt: Nicht nur die Piraten leben unter der Diktatur der Transparenz. Jeder Politiker wird heute in jeder Phase seines Lebens medial nackt ausgezogen.

Di Lorenzo: Das ist wohl die größte Angst eines jeden, der heute ein öffentliches Amt bekleidet oder bekleiden will: dass sein Leben komplett durchleuchtet wird. Das ist heute viel einfacher als früher, und bei fast jedem, der für irgendetwas Verantwortung übernommen hat, lässt sich privat oder beruflich etwas finden, das gegen ihn verwendet werden kann. Alles wird in eine Richtung interpretiert, bis dann die nächste Sau durchs Dorf getrieben wird.

Schirrmacher: Aus meiner Sicht ist das die politische Frage überhaupt. Ich hoffe, die Piraten tragen dazu bei, dass die digitale Welt als Bestandteil der Politik gesehen wird, aber auch dazu, die digitalen Industrien zu kritisieren. Die sozialen Folgen der neuen Technologien werden eine große Rolle spielen. Wir reden hier über die größten Konzerne der Bewusstseinsindustrie, die es je gegeben hat: über Google, über Facebook und so weiter. Das sind Systeme, die unsere Gedanken lesen können und, eigenen Worten zufolge, das auch wollen; das muss man sich klarmachen. Google sagt jetzt, seine Suchergebnisse seien nur »Meinungen«, so wie die Meinungen in FAZ oder ZEIT, ohne Kenntnis darüber, dass Meinung und Meldung unterschieden sein müssen. Was ist eigentlich, wenn Google mal über uns eine schlechte Meinung hat? Das aufzuklären, politisch und bildungspolitisch, ist eine Aufgabe aller Parteien.

Di Lorenzo: In den siebziger und achtziger Jahren hatten wir Angst vor Großkonzernen, die im Vergleich dazu, was diese Unternehmen können, gemütlich organisiert waren. Komischerweise gibt es heute weder Angst noch nennenswerten Widerstand.

Göring-Eckardt: Und Sie befürchten was?

Schirrmacher: Mein Eindruck ist, dass durch die digitale Revolution geistige Arbeit, auch der Journalismus, das Schicksal der Industriearbeit im 20. Jahrhundert erleidet. Ein junger Journalist, der heute anfängt, arbeitet unter ganz anderen sozialen Bedingungen als seine Vorgänger. Die New York Times hat gerade veröffentlicht, wie viele Millionen Google nur für Lobbyismus ausgibt. Dieses Problem ist noch gar nicht richtig erkannt. Ich habe mir das zeigen lassen: Durch die digitale Technologie ist es möglich, das Verhalten von Menschen vorherzusagen und zu bestimmen, wie wir es uns nie hätten träumen lassen. Das muss transparent gemacht werden. Wir brauchen gewissermaßen eine digitale Alphabetisierung.

Göring-Eckardt: Die digitale Welle rollt übers Land – ist Ihre Generation, die ja heute die Medien führt, veränderungsfähig und visionär genug, um damit umzugehen?

Di Lorenzo: Das ist eine interessante Frage. Natürlich herrscht angesichts fallender Auflagen und sinkender Werbeeinnahmen große Verunsicherung. Die entscheidende Frage ist, ob wir einen Journalismus machen, mit dem wir noch genug Menschen erreichen können, und ob die Verluste, die viele von uns erleiden, hausgemacht oder strukturell bedingt sind.

Göring-Eckardt: Eine Zeitschrift, die 2005 gegründet wurde, hat heute eine verkaufte Auflage von rund einer Million.

Schirrmacher: Landlust.

Göring-Eckardt: Das ist Biedermeier, das passt nicht zu Ihrer Krisendiagnose.

Schirrmacher: Doch, das passt total. Die erste Generation, die in ihrer Jugend die gesamte Welt gesehen hat, ist erwachsen geworden. Jetzt geht sie zurück in den Garten. Hinzu kommt die Papierform als eher kontemplatives System. Im Netz bekommen wir ja Rückmeldungen auf unsere Artikel in Echtzeit. Die Klickzahlen im Internet machen Gedanken in ihrer ökonomischen Relevanz – denn Klicks bedeuten Geld – unmittelbar messbar. Das kann sehr unangenehme Folgen haben, und zwar den meiner Meinung nach mittlerweile nachweislichen Konformismus der Klick-Plebiszite, die nicht repräsentativ sind, aber so verstanden werden.

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Kommentare

121 Kommentare Seite 1 von 19 Kommentieren

Argumentation

Das funktioniert nur bei entsprechender Aufgeschlossenheiten den Argumenten gegenüber, was jedoch ab einem gewissen Punkt nicht mehr wirklich möglich ist.
Das sieht man doch besonders deutlich in Foren, wie diesen? Wer hier eine Meinung vertritt, wird sich selten davon wegbewegen und darum wird es dann selten einen Konsens geben.
Argumentation ist gut und wichtig, aber die Frage ist auch mit wem und in welchem Rahmen. Das Hauptrisiko der Piraten ist der Populismus, denn dem folgt ein Schwarm, bzw. eine Herde am liebsten.

Herde ungleich Menschen

Menschen die sich für Liqiud Democracy entscheiden sind sich ihrer Verantwortung bewusst und somit können sie nicht als Herde wirken.

(Populismus: http://de.wikipedia.org/w...

"Populismus (lat.: populus, „Volk“) bezeichnet eine um „Nähe zum Volk“ bemühte Politik, die Unzufriedenheit, Ängste und aktuelle Konflikte ausdrückt oder instrumentalisiert, indem sie Gefühle anspricht und einfache Lösungen vorstellt.")

Die Verantwortung ist es also, die ihnen erlaubt mit Vernunft
und Diskussion eine Lösung zu finden und eben nicht auf eine populistische Meinung zu stimmen.

Nicht überprüfbar

"Menschen die sich für Liqiud Democracy entscheiden sind sich ihrer Verantwortung bewusst und somit können sie nicht als Herde wirken"
Woher wollen Sie dies wissen? Sie wissen nicht, wer da wirklich wirkt? Das ist ein Argument, welches oft genannt wird. Mitmachen darf jeder, der über eine gewisse Kompetenz verfügt, aber dies kann nicht geprüft werden. Nur um mal 3-4 Reizpunkte zu nennen, bei denen Populismus besonders effektiv wirkt.:
Euro / Griechenland / Bankenrettung
Integration / Migration / Rassismus
Urheberrechte / freier Download / Gema / GEZ
Agenda 2010 / Wachstumsbeschleunigungsgesetz
Auslandseinsätze der Bundeswehr
Es gäbe noch mehr Punkte zu nennen.
Die meisten antiken Modelle scheiterten im übrigen am Populismus, da in der Regel die einfachen Lösungen nicht die Antworten auf komplexe Fragen der Zeit sind.

Liquid Democracy und so

Wenn es nicht ein paar Menschen gäbe, die an das glauben, was da im Video präsentiert wird, wäre es zum Lachen. Ich jedenfalls wusste nicht, ob ich lachen oder nur den Kopf schütteln sollte, als ich es sah.

Interessantes Gespräch. Wohl investierte Zeit es zu lesen. Meine Lieblingsstelle:
"Wir müssen weiter – um es mit Habermas zu sagen – das Rückgrat des politischen Diskurses bleiben, und zwar in Medien, die uns nach der schwärzesten aller Diktaturen geschenkt worden sind, die nicht hysteriegetrieben sind, nicht von Konformität erdrückt werden, sondern im Prinzip eine potenzielle Freiheit, Unabhängigkeit und Vielfalt haben, die beneidenswert und ziemlich einzigartig in der Welt sind." (Di Lorenzo)
Und das meine ich nicht ironisch, auch wenn es vielen leider ironisch anmutet.

Die vielfältigen Kommentare sind leider weitestgehend ein Trauerspiel – wie so oft.

Sehe ich nicht so...

"Das sieht man doch besonders deutlich in Foren, wie diesen? Wer hier eine Meinung vertritt, wird sich selten davon wegbewegen und darum wird es dann selten einen Konsens geben."

Gerade in Foren kann man Leute gut überzeugen. Entwicklungen und Standpunktänderungen bekommt man allerdings oft nicht mit, unterschiedliche Aliase usw. aber es gibt imho nur extrem wenige Foristen, die über lange Zeiträume durch totale Faktenresistenz auffallen. Die wollen dann idR auch nicht diskutieren, sondern nur streiten, die sogenannten "Trolle".

Sie verwechseln da etwas Grundsätzliches

Herdenmenschen sehe ich eher in denjenigen, die immer noch glauben, Fernsehen, die Tagesschau und die Konzernmedien würden objektiv berichten und urteilen.

Herdenmenschen sehe ich in denen, die meinen, eine Meinung wäre besser, nur weil sie von einem bezahlten Journalisten stammt. In denen, die eine Partei wählen, weil deren Umfragewerte angeblich gestiegen sind.

Herdenmenschen sehe ich in denjenigen, die sich zu Massenevents begeben, um in eine Millionenmasse einzutauchen, ob beim Fußball oder Volksfesten. Platzangst und Hysterie garantiert.

Schwarmintelligenz ist das Gegenteil von Herdenmenschentum. Es geht hier eben nicht darum, eine jubelnde Masse zu erzeugen mit Emotionen und Spaß-Events, um den Druck abzulassen. Arbeiten und Sparen ist eine so harte Leitkultur, dass das Bedürfnis nach FUN groß wird und abgeleitet werden muss.

Es geht darum, Bildung und Intelligenz von vielen Einzelnen zusammen zu führen über konkrete Projekte, um die beste und rationalste Lösung zu finden - immer im Sinne des Allgemeinwohls. Und das sogar ohne Geld. Siehe das wunderbare System Linux. Vielleicht gelingt so ein Modell auch mal im Journalismus...

Der Wähler hat öfter recht als ihm lieb ist.

Viele der Punkte. die sie anführen, sind durch die Politik vermasselt worden.
Das zeigt, dass der Wähler öfter richtig liegt, als ihm lieb ist.
Euro nahe zu gescheitert, Griechenland am Boden Afganistan Krieg verloren, Bankenrettungen vergeblich, da diese nicht lernfähig sind .
Politiker geben niemals Fehler zu. Kohl ist da das beste Beispiel für totale Ignoranz des Volkes, Merkel führt diese Politik fort.
Schwarmintelligenz kann funktionieren, schlechter als die Politiker kann es nicht sein.
Warum soll das Volk nur wählen , aber nicht mitbestimmen. Warum soll aber die Lobby regieren? Man bekommt das Gefühl, das Volk darf nur pseudomäßig alle vier Jahre mitbestimmen, die Politik interessiert das eh nicht , s 21 ist ein Beispiel.

künstliche Intelligenz, ...

als Übungsplattform scheint mir das WWW gut geeignet, um die Synergien durch die Zusammenarbeit der unterschiedlichsten Menschen mit verschiedensten Prägungen zu erproben.

Dazu werden Wir unserem Selbstverständnis durch häufigere/intensivere Impulse aus anderen Regionen und ungewohnten Denkrichtungen begegnen?

interessant dazu die Einordnung Deutschlands in der GlobeStudie oder dieser CrossCulturalStudie für 26 Länder ( http://www.google.de/url?... )
bspw. Seite 42: noteable exception: inGroup Humane Orientation above average ... Humane Orientation score was second lowest of all countries ...
Wobei die "Humanorientierung" innerhalb der Gruppen _ vielleicht auch vereinfacht als Gruppenzusammenhalt übersetzbar _ in den betrachteten Ländern grundsätzlich hoch gewertet wurde mit relativ wenig Abweichung (also scheinbar eine menschliche Neigung?)

Synthetik

"Widerlegst du meine Argumente, übernehme ich deine. Widerlege ich deine Argumente übernimmst du meine."

Hört sich gut an, ist wohl aber leider ein Idealfall der reinen Lehre. In der Regel scheitert doch schon der Konsenz darüber, ob ein Argument widerlegt ist, oder nicht, an themenfremden Parametern, wie Ego, Ideologie, Parteilichkeit, persönlichen Interessen, etc.

Und sollte es tatsächlich einmal zu einem rein sachlichen Austausch kommen, einzig verpflichtet dem Ringen um die hehre Wahrheit, wird man zumeist bald feststellen, wie komplex dieselbe tückischerweise daherzukommen pflegt, so dass ihr mit ja, oder nein, schwarz oder weiß, schlicht nicht beizukommen ist.

Vielleicht helfen dialektischere Methoden?

Daß man hier relativ schnell in eine Verbissenheit gedrängt

wird, liegt daran, daß so viel Lust am reinen Bashen besteht.
Ein warmherziger Dialog ist da sehr selten, auch, wenn es ihn immer einmal wieder gibt. Bloß wenn die Positionen grundverschieden sind,ist das natürlich kaum möglich. Schade nur, daß dann meistens sehr schnell unter die Gürtellinie gezielt (und getroffen)wird bis hin zur bewußten Angstmache.
Das Volk ist leider auch nicht besser, als die Medien. Wäre ja auch erstaunlich. Was mich aber am meisten verstört in letzter Zeit ist nicht die Böswilligkeit allein,sondern ihre plumpe, extrem primitive Form! Ich meine z.B. die Nazi-und Esoterik-Keule, die auch noch vom Unwissendsten und Gedankenärmsten an den unpassendsten Stellen hervorgeholt wird und immer noch ihre Wirkung tun kann, egal, wie blödsinnig das in dem Moment ist. Zumindest kann einem dann die Lust zum Weiterargumentieren vergehen. Leider haben die Medien dagegen bis jetzt noch nichts unternommen, sondern tuten im Gegenteil auch noch mit ins gleiche Horn, siehe G.G.

Problem Bild/RTL

Dann müssten Sie schon beweisen, warum der Euro gescheitert ist und was anders gelaufen wäre, mit nationalen Währungen. Warum ist Griechenland präzise am Boden ist (was genau hat da die dt. Regierung versaut?), Afghanistan gebe ich Ihnen recht, da ist nur das Problem der Bündnisverpflichtungen, Bankenrettung vergeblich? Warum? Wäre ihnen ein Zusammenbrechen des Finanzsektors und ein Bankensterben lieber gewesen?
In Ihrer Antwort wird ein Grundproblem deutlich. Die Menschen sind misstrauisch geworden (völlig zu recht), dank der Wulffs, Guttenbergs, Röslers, der nicht wirklich funktionierenden Koalition, aber können wir als Bevölkerung es wirklich besser? Wie hoch ist die Auflage der Bildzeitung? Wie sind die Einschaltquoten, bei RTL? Die Leute dürfen dann genauso mitbestimmen, die ihre Infos aus diesen Medien beziehen und da glauben Sie ernsthaft an einen Konsens? Das klingt mir zu sehr nach "Volkes Meinung", welche ich bezweifle, dass es sie gibt. Dafür gibt es viel zu viele Differenzen und unterschiedliche Meinungen, die nicht vereinbar sind.
Aber bitte antworten Sie mir noch auf die Lösungen, denn es klingt so wie:
weg mit dem Euro (obwohl er Garant ist, für die deutsche wirtschafltiche Führungsposition in der Währungsgemeinschaft)
raus aus Afghanistan
Griechenland pleite gehen lassen
Banken auch
?

liquid democracy und Herdentrieb

@G300Marker

Sie schreiben: "Menschen die sich für Liqiud Democracy entscheiden sind sich ihrer Verantwortung bewusst und somit können sie nicht als Herde wirken."

Können Sie mir bitte erklären, warum die Piraten bei der Landtagswahl in NRW bei Erststimmen um 0,1% höher als bei Zweitstimmen lagen, während sie in Berlin bei den Zweitstimmen um 3,9% höher lagen?

siehe: http://de.wikipedia.org/w...

http://de.wikipedia.org/w...

Zum Teil sprechen

Sie mir aus der Seele: kein Politiker muß sich für seine Taten oder Untaten verantworten. Bei Beamten sieht es etwas anders aus, doch auch diese sind wundersam gepolstert. Nur der "Normalo" spürt sofort sie Konsequenz falschen Handelns am eigenen Leib, die da heißt Arbeitslosigkeit und Hartz4. Diese Einsicht ist beim Volk angekommen! Es wurde und wird nie zu wichtigen Entscheidungen befragt und soll nur alle vier Jahre ein Kreuzchen malen? Das ist zu wenig für denkende Menschen. Mich wundert nur, daß die Journalie dieses Vorgehen mit vollem Herzen unterstützt.

Pseudodemokratie

Wenn Politik gegen den Willen der Mehrheit des Volkes Entscheidungen trifft, und das immer wieder, ist es keine Demokratie.
Das muß man einfach zur Kenntnis nehmen.

Das wissen die Überheblichen auch, die der politischen und journalistischen Klasse angehören. Sie bilden sich tatsächlich ein, sie wären klüger und berufener als die Millionen Menschen, die das Volk bilden.