Faltrad von Mini: Von A nach B
Tillmann Prüfer fährt im Auftrag seiner Kinder das Mini-Faltrad von Zöllmersdorf nach Luckau
© BMW AG

Das Mini-Faltrad
An dieser Stelle stand bisher der Autotest. Wir werden auch weiterhin Autos testen – aber nicht nur. Ich zum Beispiel fahre lieber Fahrrad und erkläre stolz, auf Statussymbole zu verzichten. Manchmal vermisse ich allerdings einen Wagen, etwa wenn ich mit meinen Kindern Urlaub auf dem Reiterhof mache. Der liegt im schönen Zöllmersdorf in der Niederlausitz. Dort reiten die Kinder den ganzen Tag auf Islandponys. Als Vater sitzt man daneben und liest ein Buch. Oder macht ein paar Besorgungen im nahen Städtchen Luckau. Das Auto dafür fehlt mir. Aber ich habe ein Fahrrad mit Auto-Appeal dabei, das Faltrad der BMW-Marke Mini, laut Prospekt »der Mini auf zwei Rädern«. Es ist schwarz mit einer neongelben Kette und klein genug, um es auch in einem vollen Zug mitzunehmen. Mit seinem Klappmechanismus kann man es auf Kofferraumgröße falten. Sehr schick, finde ich. Meine Kinder halten es wegen seiner kleinen Laufräder für einen Verwandten ihrer Puky-Räder.
Ich muss feststellen, dass der Reiterhof Vollverpflegung bietet, es gibt also gar keinen Grund, nach Luckau zu radeln. Ich könnte den ganzen Tag dasitzen und den Duft von Pferdemist genießen. Doch ein Konsumbedürfnis lässt sich schnell schaffen: Ich frage die Kinder, ob sie nicht vielleicht saure Apfelringe oder sonst welchen ungesunden Süßkram brauchen. Sekunden später habe ich den Besorgungsauftrag und steige aufs Faltrad. Nach Luckau fährt man knapp drei Kilometer Bundesstraße – gut ausgebaut, ohne Schlaglöcher. Das ist schön, denn das Mini-Faltrad kommt, anders als die meisten Falträder, ganz ohne Federung aus.
Hier haben sich die Konstrukteure am strammen Fahrgefühl des automobilen Vorbildes orientiert. Dank der großen Übersetzung und einer 8-Gang-Kettenschaltung fährt es sich fast wie ein Tourenrad. Als ich mit einer Tüte sauerer Apfelringe wiederkomme (und mir anhören muss, ich hätte besser saure Pfirsiche bringen sollen), bin ich davon überzeugt, dass dieses Fahrrad eher in die Stadt als auf die Landstraße gehört. So ein Gerät braucht Zuschauer. Kühe und Islandponys kennen keinen Neid, jedenfalls nicht auf Designfahrräder. Besonders beeindruckend ist der Schriftzug MINI auf dem Rahmen. Jeder, der des Fahrrades angesichtig wird, geht selbstverständlich davon aus, das Ding sei Zubehör eines Mini Cooper, der bei mir in der Garage stehe. Das ist die schönste Art, kein Auto zu fahren: trotzdem den Status zu genießen, als besäße man eines.
Technische Daten
Rahmen: Aluminium
Reifengröße: 20 Zoll
Gewicht: 11 kg
Schaltung: 8-Gang-Kettenschaltung
Bremsen: Kinetic V-Brakes
CO2-Emission: 0 g/km
Durchschnittsverbrauch: 0 Liter
Basispreis: 499 Euro
Tillman Prüfer ist Style Director des ZEITmagazins









Einfach ein Massenfaltrad umlackiert und schon wird daraus ein BMW. Übersetzt in die Autowelt: ein Polo wird umlackiert und bekommt ein BMW Logo drauf.
[...]
Gekürzt. Bitte formulieren Sie Kritik konstruktiv. Danke, die Redaktion/mk
... zum phänomenalen Schlußakkord!
Danke für den Lacher!
Fahrrad fahre ich allerdings am liebesten abseits der Landstraße. Da ist mir für 'ne gute Abkürzung kein Weg zu weit - und ein 26-Zöller ist dafür doch besser geeignet. Die Defizite in Sachen Design und Status - nun ja - irgendwas ist ja immer! ;-)
... und dabei kein Wort über die Beschleunigung, Fahrspaß, die "sportliche" Optik :-))
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Ein um-gelabeltes Klapprad von einem FernOst-Hersteller. Aber die Begriffe BMW, Mini-Cooper... sind gefallen :-)
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Nun ja, ein Auto"Fahrrad"test vom feinsten:-)
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Wie sich das Teil falten lässt, wie gut die Bremsen sind, Sitzposition... alles nicht so wichtig.
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Grinsegruesse
Sikasuu
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Ps. Als ich den letzten SUV der Firma XYZ testete, musste ich feststellen, daß die gewohnten 27Gänge nicht vorhanden waren.
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Auch das etwas gewöhnungsbedürftige "Bremspedal" ist für jemand der Handbremsen ke3nnt nur schwer zu bedienen. Ein einklinken der Schuhe in die Pedale war leider auch nicht möglich:-)).....
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Pps. Sorry, auf einen ironischen Artikel kann man nur mit gleicher Münze antworten
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Entfernt, da unsachlich. Die Redaktion/mak
Wer zwingen will die Zeit, den wird sie selber zwingen ...
Hypocrits ...
... täte sich allerdings der "Testbericht" auch ziemlich schwer ...
Wer zwingen will die Zeit, den wird sie selber zwingen ...
Hypocrits ...
... täte sich allerdings der "Testbericht" auch ziemlich schwer ...
Wer zwingen will die Zeit, den wird sie selber zwingen ...
Hypocrits ...
... täte sich allerdings der "Testbericht" auch ziemlich schwer ...
ist bestenfalls ein Schimpfwort für einen begeisterten Leser dieser Rubrik. Den Gipfel von "Nischen" erklimmen Maschinenbauer mit Meisterwerken wie X6, CLS oder 5er GT und nicht Direktoren mit nem Klappstuhl auf zwei Rädern.
Ansonsten besten Dank dafür. Die Überlegung, eine Holde zur stolzen Besitzerin eines solchen Gefährts werden zu lassen, wurde verworfen. Bleibt dem Autor noch das BMW Kidsbike für den Nachwuchs und einen neuen Test ans Herz zu legen aber bitte in einer eigenen Rubrik.
Hat das Radl tatsächlich eine gelbe Kette? Gibts dafür dann auch gelbes Kettenöl? Oder wird sie mit Senf geschmiert?
... wurde in toto zu Buchstaben verarbeitet. Uuups ...
... wurde in toto zu Buchstaben verarbeitet. Uuups ...
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