InklusionGemeinsam anders
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 Eine Frage der Einstellung

In all seinen Verbandsjahren sei er nur einmal einem Vater begegnet, der das System der Inklusion in Südtirol ablehnte. Der meldete seinen Sohn in einer Sonderschule mit Internat in Innsbruck an. Da gebe es Logopäden im Haus und Bewegungstherapeuten, sogar ein Schwimmbad. »Da wird man schon kurz neidisch«, sagt Elsler. Aber dann fiel ihm ein, was das ja bedeuten würde: dass sein Sohn nur noch unter Behinderten wäre. »Das wäre mir die Sache niemals wert.«

In dieser Haltung scheint man sich hier einig zu sein. Ein Grund dürfte sein, dass es in Italien kein gegliedertes Schulsystem gibt und bis zur achten Klasse ohnehin alle Kinder zusammenbleiben. Ein anderer, dass die Integration längst Alltag ist. Wer würde heute in Deutschland noch dafür plädieren, ausländische Kinder in Sonderklassen zu unterrichten – was vor 40 Jahren normal war?

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Dabei hat man auch in Südtirol das gemeinsame Lernen keineswegs erfunden. Der Druck, den heute in Deutschland die UN-Konvention erzeugt, kam in Südtirol 1977 aus Rom. Ein linker Zeitgeist führte damals in Italien unter anderem dazu, dass die geschlossenen psychiatrischen Anstalten geöffnet wurden. In diesem Zuge verordnete die Regierung auch kurzerhand den inklusiven Unterricht – was im konservativen Südtirol auf wenig Begeisterung stieß. Behinderte Schüler wurden damals in Sonderklassen betreut; andere blieben einfach bis zum Jugendalter im Kindergarten oder lebten in Heimen jenseits der Grenze in Österreich. Am Ende waren es fortschrittliche Ärzte und Lehrer, vor allem aber Eltern, die das Integrationskonzept durchsetzten.

Dennoch sollte es rund 20 Jahre dauern, bis sich die gemeinsame Beschulung von der Kita bis zu den Oberschulen ausweitete. In den Gymnasien (Lyzeen) ist sie bis heute nicht ganz angekommen. Hier findet man im Vergleich die wenigsten Integrationsschüler und die meisten Lehrer, die meinen, ein behinderter Schüler passe nicht in ihre Klasse.

Was sind denn nun die Bedingungen für eine gelungene Inklusion? Die Frage wird Heidi Ottilia Niederstätter, zuständige Inspektorin am Schulamt in Bozen, gerade oft von Besuchern aus Deutschland gestellt. Die kleinen Klassen in Südtirol oder das geringere Stundendeputat der Lehrer sind es nicht, sagt sie dann. Sie seien allenfalls hilfreich. Zwingend sei etwas anderes: »Man muss das gemeinsame Lernen wollen. Das gilt vor allem für die Lehrer.« Die Kinder seien niemals das Problem. Integrationsklassen gelten als ruhiger und unkomplizierter, ihre Schüler als sozial kompetenter. Ohnehin hat man das Gefühl, dass die Einbeziehung Behinderter in Südtirols Schulen kein Aufregerthema ist. Mehr Arbeit bereitet Niederstätter zurzeit die Förderung begabter Schüler. »Auch das ist Inklusion.«

Am Ende ist es also eine Frage der Einstellung – und der Prioritäten. Es könnte ja sein, dass ihr Aaron in einer Spezialschule »ein paar Buchstaben mehr lernen würde«, sagt Ilse Mahlknecht. Dennoch wünscht sie sich für ihren Jungen keine besondere Beschulung. »Wer würde ihn in Deutschnofen dann noch kennen?« In seiner Schule sei Aaron »eben einfach dabei«, besonders die Mädchen kümmerten sich um ihn. Echte Freunde hat Aaron zwar keine. Aber wäre das in einer Sonderschule wirklich anders?

Das Leben unter Behinderten erwartet ihren Sohn früh genug. Auch in Südtirol bleibt Schwerbehinderten nur die Arbeit in einer betreuten Werkstatt. Am liebsten würde die Mutter ihren Sohn deshalb ein Leben lang in der Schule lassen. Aber weil das nicht geht, soll Aaron nach der Mittelschule in jedem Fall weiter auf die Oberschule gehen. »Wir wollen die Schulzeit ausnutzen«, sagt die Mutter, »so lange wie möglich.«

Diesen Artikel finden Sie als Audiodatei im Premiumbereich unter www.zeit.de/audio

 
Leserkommentare
  1. Zit.: "In Deutschland absolvieren Sonderpädagogen ein mehrjähriges Studium, das sich meist auf eine Behinderungsart spezialisiert. In Italien sind sie Fachlehrer mit einem kurzen Aufbaustudium für sämtliche Behinderungen."

    Ich finde, Inklusion sollte ein spezielles sonderpädagogisches Studium auf ein bis zwei Behinderungarten nicht von vornherein ausschließen. Dies ist auch eine Forderung des Thesenpapiers der Fachverbände BDH, dgs, VBS und vds zu Fragen inklusiver Beschulung behinderter Kinder und Jugendlicher

    Gerade im Förderschwerpunkt Sehen kann es zu fatalen Fehlern der Lehrkräfte kommen, wenn sie nicht speziell dafür ausgebildet sind. Man muss an die Lichtverhältnisse denken, ein Wissen über die Augenerkrankungen haben, damit man entsprechend fördern kann usw. Dies leistet nur ein spezielles Studium.

    31,2% der blinden und sehbehinderten Schüler heute besuchen eine Regelschule und bilden damit den größten Anteil an Schülern mit Behinderungen in Regelschulen. Das muss man doch berücksichtigen!
    Ein Inklusionspädagogikstudium mit Überblickswissen kann hier nicht die richtige Vorgehensweise sein!

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    Inklusion (die Ungeliebte, die man machen musste) kann man wie folgt gestalten (Hessen): zuerst werden die Kinder in eine Regelschule aufgenommen, die Lehrkräfte erhalte keine oder nur bruchstückhafte Informationen. Dann werden sonderpädagogische Begutachtungen abgeschafft. Dafür werden Förderausschüsse gebildet, die dann viel Papier produzieren und im Idealfall Empfehlungen aussprechen. Bis dahin kann viel wertvolle Zeit verstreichen. Die Unterrichtenden werden mit 1-2 Beratungsstunden "unterstützt", die Klassen werden nicht kleiner, der Betreuungsschlüssel nicht verändert. Ein Sonderpädagoge berät an vielen Schulen und die zu Inkludierenden werden nach dem (gewollten?) Scheitern im System durchgereicht........

    Für PolitikerInnen und BildungsexpertInnen, die uns das weis machen wollen, habe ich nur Verachtung übrig, wenn Sie nicht das zur Inklusion dringend notwendige Zusatzpersonal stellen. Mit angemessener Schulbegleitung ist alles vorstellbar. Die aus Südtirol geschilderten und auch aus skandinavischen Ländern ähnlich berichteten Realitäten machen es leicht, die Einstellung in Richtung Inklusion zu ändern.

    Aber in Hamburg, Hessen und anderern Bundesländern scheinen die Bildungsverantwortlichen allen Ernstes zu glauben, Sie könnten auf dem Rücken der sowieso schon psychisch bis zum Anschlag mit vielen Problemen in den Schulen belasteten Lehrkräfte eine hinterhältige Sparnummer fahren und sich zugleich mit der UNO Menschenrechtskonvention ganz weit aus dem Fenster lehnen. Das wird gründlich misslingen.

    Nur wer den Schulen für die Inklusion die notwendige zusätzliche personelle und professionelle Unterstützung zur Verfügung stellt, kann auch im Kopf der Lehrkräfte eine Bereitschaft zur Inklusion erzeugen. Nur mit 'Coaching' kann das aber nicht gelingen. Überforderung führt zur Ablehnung. Das ist so klar wie die Inklusion kommen wird.

    In angloskandinavischen Schulen gibt es in jeder Klasse zusätzlich zur Lehrkraft auch eine Assistenzlehrkraft. In Deutschland geht es auch längst nicht mehr ohne. Leider ist das in den Köpfen der PolitikerInnen noch nicht angekommen. Stattdessen Mangel, wohin das Auge in Deutschlands Schulen schaut. So kann aus Inklusion nichts werden. Leider!

    Inklusion (die Ungeliebte, die man machen musste) kann man wie folgt gestalten (Hessen): zuerst werden die Kinder in eine Regelschule aufgenommen, die Lehrkräfte erhalte keine oder nur bruchstückhafte Informationen. Dann werden sonderpädagogische Begutachtungen abgeschafft. Dafür werden Förderausschüsse gebildet, die dann viel Papier produzieren und im Idealfall Empfehlungen aussprechen. Bis dahin kann viel wertvolle Zeit verstreichen. Die Unterrichtenden werden mit 1-2 Beratungsstunden "unterstützt", die Klassen werden nicht kleiner, der Betreuungsschlüssel nicht verändert. Ein Sonderpädagoge berät an vielen Schulen und die zu Inkludierenden werden nach dem (gewollten?) Scheitern im System durchgereicht........

    Für PolitikerInnen und BildungsexpertInnen, die uns das weis machen wollen, habe ich nur Verachtung übrig, wenn Sie nicht das zur Inklusion dringend notwendige Zusatzpersonal stellen. Mit angemessener Schulbegleitung ist alles vorstellbar. Die aus Südtirol geschilderten und auch aus skandinavischen Ländern ähnlich berichteten Realitäten machen es leicht, die Einstellung in Richtung Inklusion zu ändern.

    Aber in Hamburg, Hessen und anderern Bundesländern scheinen die Bildungsverantwortlichen allen Ernstes zu glauben, Sie könnten auf dem Rücken der sowieso schon psychisch bis zum Anschlag mit vielen Problemen in den Schulen belasteten Lehrkräfte eine hinterhältige Sparnummer fahren und sich zugleich mit der UNO Menschenrechtskonvention ganz weit aus dem Fenster lehnen. Das wird gründlich misslingen.

    Nur wer den Schulen für die Inklusion die notwendige zusätzliche personelle und professionelle Unterstützung zur Verfügung stellt, kann auch im Kopf der Lehrkräfte eine Bereitschaft zur Inklusion erzeugen. Nur mit 'Coaching' kann das aber nicht gelingen. Überforderung führt zur Ablehnung. Das ist so klar wie die Inklusion kommen wird.

    In angloskandinavischen Schulen gibt es in jeder Klasse zusätzlich zur Lehrkraft auch eine Assistenzlehrkraft. In Deutschland geht es auch längst nicht mehr ohne. Leider ist das in den Köpfen der PolitikerInnen noch nicht angekommen. Stattdessen Mangel, wohin das Auge in Deutschlands Schulen schaut. So kann aus Inklusion nichts werden. Leider!

  2. "Zwei Pädagogen begleiten 18 Sechstklässler."
    Aber wenn man die richtige Einstellung hat, kann man bestimmt auch 30 Schüler mit verschiedenen Handicaps zum Ausschöpfen ihrer individuellen Potentiale bringen - allein gelassen.

    2 Leserempfehlungen
  3. Ich war selber in Südtirol auf einer Schule in Brixen. Es hat eine integrative Klasse gegeben, in der alle Sonderschüler zusammengefasst worden sind. Zu Beginn war ich natürlich geschockt und zurückhaltend gegenüber diesen Mitschülern. Ich denke das es vielen meiner Mitschülern ähnlich wie mir gegangen ist. Mit der Zeit hat sich das gelegt. Das Nebeneinander wurde zur Gewohnheit. Die Idee an sich finde ich deshalb gut.

  4. "Zwei Pädagogen begleiten 18 Sechstklässler."

    Weshalb lässt der Autor diesen Satz einfach unkommentiert dort stehen, so fragt man sich. Wo doch genau hier der Dreh- und Angelpunkt der Inklusion liegen dürfte.
    Ein Betreuungsverhältnis 1:9 an einer Regelschule!! Wenn das nicht spektakulär ist!
    Aber der Autor lässt den Satz einfach so stehen. Um dann auf der nächsten Seite plakativ fortzufahren: "Alles eine Frage der Einstellung".

    Richtig, möchte man zustimmen: Es IST eine Frage der Einstellung. Nämlich insbesondere, wie viele Lehrer man einstellt oder eben nicht einstellt.

    11 Leserempfehlungen
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    "Weshalb lässt der Autor diesen Satz einfach unkommentiert dort stehen, so fragt man sich. Wo doch genau hier der Dreh- und Angelpunkt der Inklusion liegen dürfte.
    Ein Betreuungsverhältnis 1:9 an einer Regelschule!! Wenn das nicht spektakulär ist!"

    ------------

    Das sehe ich ähnlich. Hier Italien per se als fortschrittlich zu bezeichnen, ist zu einseitig.

    Wenn Deutschland auch soviel Geld für die Bildung ausgibt (und ausgeben darf), dann würde es hier mit der Inklusion auch besser funktionieren.

    Aber Deutschland spar und spart, um die Staatschulden nicht zu groß werden zu lassen.

    Und Italien gibt aus und gibt aus.... Und die deutschen Steuerzahler müssen dann ggf. Italien retten.

    "Weshalb lässt der Autor diesen Satz einfach unkommentiert dort stehen, so fragt man sich. Wo doch genau hier der Dreh- und Angelpunkt der Inklusion liegen dürfte.
    Ein Betreuungsverhältnis 1:9 an einer Regelschule!! Wenn das nicht spektakulär ist!"

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    Das sehe ich ähnlich. Hier Italien per se als fortschrittlich zu bezeichnen, ist zu einseitig.

    Wenn Deutschland auch soviel Geld für die Bildung ausgibt (und ausgeben darf), dann würde es hier mit der Inklusion auch besser funktionieren.

    Aber Deutschland spar und spart, um die Staatschulden nicht zu groß werden zu lassen.

    Und Italien gibt aus und gibt aus.... Und die deutschen Steuerzahler müssen dann ggf. Italien retten.

  5. stimmt mich dieses ZITAT:
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    Auch in Südtirol bleibt Schwerbehinderten nur die Arbeit in einer betreuten Werkstatt. Am liebsten würde die Mutter ihren Sohn deshalb ein Leben lang in der Schule lassen. Aber weil das nicht geht, soll Aaron nach der Mittelschule in jedem Fall weiter auf die Oberschule gehen. »Wir wollen die Schulzeit ausnutzen«, sagt die Mutter, »so lange wie möglich«
    ==========================

    Wenn ich die Wiki-Seite zum italienischen Bildungssystem
    https://de.wikipedia.org/...

    richtig gelesen habe, bedeutet "so lange wie möglich": Aaron soll bis zum Alter von 19 Jahren die gleiche Schule besuchen wie manche seiner jetzigen Mitschüler, optimalerweise auch in einem Betreuungsverhältnis 1:9. Und dabei niemals "Lesen und Schreiben lernen", während die anderen die Hochschulreife erreichen.
    Darf die Frage gestellt werden, ob man eine solche Intensivbetreuung in akademischem Umfeld vor dem italienischen Steuerzahler verantworten kann?

    Eine Leserempfehlung
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    Die Intensivbetreuung in den Südtiroler Schulen muss nicht vor dem italienischen Steuerzahler verantwortet werden, weil die Südtiroler Schule ausschließlich vom Südtiroler Steuerzahler finanziert wird - und der ist damit einverstanden. Erwähnt werden sollte auch, dass die Lehrer in Südtirol deutliche besser besoldet werden als in Italien.

    Die intensive Betreuung von behinderten Menschen ist immer teuer. Wieso sollte sie ausgerechnet an weiterführenden Schulen teurer sein als in speziellen Einrichtungen oder zuhause?

    Man sollte hier auch nicht nach den Kosten fragen, sondern nach der optimalen Betreuung von behinderten Menschen.

    Die Intensivbetreuung in den Südtiroler Schulen muss nicht vor dem italienischen Steuerzahler verantwortet werden, weil die Südtiroler Schule ausschließlich vom Südtiroler Steuerzahler finanziert wird - und der ist damit einverstanden. Erwähnt werden sollte auch, dass die Lehrer in Südtirol deutliche besser besoldet werden als in Italien.

    Die intensive Betreuung von behinderten Menschen ist immer teuer. Wieso sollte sie ausgerechnet an weiterführenden Schulen teurer sein als in speziellen Einrichtungen oder zuhause?

    Man sollte hier auch nicht nach den Kosten fragen, sondern nach der optimalen Betreuung von behinderten Menschen.

    • Mithra
    • 11.06.2012 um 22:22 Uhr

    ... der nicht behinderten Kinder dazu?
    Ich habe es vielleicht im Artikel übersehen, aber mir schien, als ob von deren Seite kein einziger Kommentar dazu aufgeführt wurde, ganz zu schweigen von einer Zustimmungs- oder Ablehnungsquote dieses Konzepts.

    4 Leserempfehlungen
  6. Wie kommt der Autor bloß darauf?
    In Rom, an einer Ausfallstraße Richtung Olympiastadion und Jufendherberge, gibt es auch etzt im Jahre 2012 rechterhand stadtauswärts eine Sonderschule für (körper)behinderte Kinder und Jugendliche.
    Warum werden immer nur die behinderten Kinder und Jugendlichen ins Presse-Licht gezerrt, die in einer 'normalen' Schule lernen und nicht die Kinder, die von Staates wegen keine Beschulung mehr finanziert bekommen und in Heimen versauert gelassen werden?
    In selbem Lichte steht Dänemark, wo Schwerbehinderte nur noch unter Anwendung von Ministandards minimal gefördert und minimal beschult werden.
    Mur wer sich (als Behidnerter) selber behelfen kann, erfährt höchste (finanzielle und materielle) Anerkennung von Staates und von der Gesellschaft wegen.
    [...]

    Bitte verzichten Sie auf unangebrachte Vergleiche. Danke, die Redaktion/fk.

  7. Die Idee an sich, dass Menschen speziell Kinder mit Behinderung nicht ausgegrenzt sondern als Teil der Gesellschaft gesehen werden ist ein gutes, erstrebenswertes Ideal.

    Aber das Thema ist sehr komplex und wird extrem ideologisch aufgeladen.
    Die kurzerhand verordnete Inklusion wird nur Nachteile bringen, und zwar für alle Seiten.
    Denn dann wird sich nichts am grundlegenden Problem unseres Bildungssystems ändern: Die Klassen sind einfach zu groß. Von 2 Lehrkräften für 18 Schüler können die allermeisten Schulen nur träumen. Die Realität sieht eher so aus, dass weit mehr als 20 bis an die 30 Kinder in einer Klasse sind, hängt natürlich etwa von der Schule ab, stimmt aber im Mittel.

    Das ist so schon extrem ineffizient. Eine gute, individuelle Betreuung ist dabei einfach nicht gegeben. Schon bei Schülern ohne besondere Beeinträchtigugn nicht. Weswegen auch die Kinder gebildeter Eltern viel öfter selber gebildet sind, als die ungebildeter Eltern. Trotz Schule.

    Kommen jetzt noch die Bedürfnisse von Schülern mit Behinderungen dazu, dann wird das überforderte System noch weiter strapaziert.
    Inklusion kann nur dann funktionieren, wenn sie mit den entsprechenden Notwendigkeiten, allen voran eben die nötige Personalmenge, eingeführt wird.
    Aber das kostet viel Geld...

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