Konsolidierung: Dr. Jekyll und Mr. Hyde
Die Kolumne von Peer Steinbrück: Deutschland fordert Haushaltsdisziplin in Europa, verletzt sie aber selbst.
Unser schlechtes Kurzzeitgedächtnis verhüllt gnädig diverse Volten und voreilig als Durchbruch gefeierte Initiativen des politischen Managements im Verlauf der Refinanzierungskrise in der Europäischen Währungsunion (EWU). Sie hat nicht nur Mitgliedstaaten erfasst, sondern auch Banken. Starten wir den Versuch, unser Gedächtnis zu reaktivieren und eine Struktur in das Krisenmanagement seit Ausbruch der Refinanzierungskrise zu bringen:
- Unter dem Dach der fiskalischen Disziplinierung und Haushaltsüberwachung wurde erstens der Stabilitäts- und Wachstumspakt (SWP) von 1999 über sechs Rechtssetzungen der EU-Kommission (»Sixpack«) verschärft. Zweitens wurde ein Fiskalpakt von 25 Staats- und Regierungschefs auf einer völkerrechtlichen Grundlage unterschrieben, der nun in den nationalen Parlamenten – in Deutschland mit einer notwendigen Zweidrittelmehrheit – zur Ratifizierung ansteht. Drittens gab es zur Konkretisierung des reformierten SWP das sogenannte Two-Pack-I.
- Unter der Überschrift der wirtschaftspolitischen Koordination haben wir es erstens mit der sogenannten Europa-2020-Strategie zu tun. Sie steht in der Nachfolge der Lissabon-Strategie, die man ungestraft als gescheitert bezeichnen darf. Gleiches droht auch der Europa-2020-Strategie für das zweite Jahrzehnt, wenn nicht denjenigen Feldern wie Forschung und Entwicklung, Infrastruktur, Ausbildung und Qualifizierung (insbesondere von Jugendlichen), die für die Wettbewerbsposition Europas entscheidend sind, die notwendigen Ressourcen im neuen Mehrjährigen Finanzrahmen 2014–2020 zugeordnet werden. Zweitens gibt es den mit großem Aplomb von Bundeskanzlerin Merkel betriebenen, mehrfach umgetauften Euro-Plus-Pakt, der allerdings den Weg ins Nirwana genommen hat. Er war ohnehin so unverbindlich, dass er gleich nach seiner pressewirksamen Verkündung der Vergessenheit anheimfiel. Drittens gibt es einen weiteren Pakt (kein Wunder, dass man nicht mehr durchblickt): den Pakt für Wachstum und Beschäftigung, der sich bisher nicht wirklich bemerkbar gemacht hat. Er bildet im Übrigen zusammen mit dem schon genannten Two-Pack-I das sogenannte Europäische Semester.
- Unter dem akuten Krisenmanagement sind erstens die Hilfspakete I und II für Griechenland aufzuzählen. Zweitens finden sich darunter der temporäre Rettungsschirm EFSF und der permanente Rettungsschirm ESM, der ab Juli die Rolle der Brandmauer gegen Flächenbrände in der Währungsunion übernehmen soll. Drittens kann darunter auch das Two-Pack-II verstanden werden, das der EU-Kommission bestimmte Überwachungsrechte gegenüber denjenigen Mitgliedstaaten einräumt, die einen Schutzschirm und damit die Solidarität und Bonität anderer Staaten in Anspruch nehmen. Nicht zu vergessen sind schließlich viertens die Ankäufe der Europäischen Zentralbank (EZB) von Staatsanleihen labiler Staaten in einer Gesamthöhe von inzwischen rund 220 Milliarden Euro – und fünftens die beiden Kreditangebote der EZB von zweimal 500 Milliarden Euro, über die der europäische Bankensektor im November 2011 und März 2012 mit Liquidität versorgt worden ist.
Niemand kann behaupten, dass die europäischen Staats- und Regierungschefs, ihre Finanzminister, die EU-Kommission und die Zentralbanker sich den Herausforderungen nicht gestellt hätten. Niemand kann auch behaupten, das sei alles völlig wirkungslos.
Eine andere Frage ist, ob diese vielen, kaum zu überblickenden, in manchen Fällen nicht wirklich tragenden Bausteine das Muster eines konzisen und stringenten Krisenmanagements abbilden. Kann es sein, dass nicht zuletzt unter maßgeblichem deutschen Einfluss immer nur so viel in Gang gesetzt wurde, wie es die aktuelle Zwischenlage erforderte? Woraus sich ein buntes Gebilde von Elementen eines Krisenmanagements ergeben hat, das nie die Güteklasse einer angemessenen Antwort auf die Krise erreicht hat. Der Vorwurf bleibt: Der Europäische Rat lieferte von Sitzung zu Sitzung immer zu spät, zu wenig und zu ungefähr.
Diese Aufstellung des bisherigen Krisenmanagements zeigt aber auch ein grundsätzliches Defizit. Was fehlt? Die strategische Orientierung des bisherigen Krisenmanagements reduziert sich auf zwei zentrale Punkte: die Schuldenaufnahme labiler Staaten zu refinanzieren, die zu erträglichen Bedingungen keinen Zugang mehr zu den Kapitalmärkten haben – und sie durch eine rigide Haushaltskonsolidierung zu maßregeln. Betriebswirtschaftlich ausgedrückt, konzentrierte sich das bisherige Krisenmanagement auf die Passivseite der Staaten und hat seit zwei Jahren ihre Aktivseite vernachlässigt. Die dahinterstehende Vorstellung war, Zeit zu kaufen – Zeit, in der neue Regierungen Reformen durchsetzen, in der die Staaten ihre Schulden senken und wieder Primärüberschüsse erzielen (das Verhältnis der öffentlichen Einnahmen zu den öffentlichen Ausgaben ohne Berücksichtigung des Kapitaldienstes). Zeit, in der sich die Finanzmärkte wieder beruhigen und in der sich die Banken neues Eigenkapital beschaffen.
Dies ist gescheitert. Deutschland hat den Dreiklang seiner erfolgreichen Strategie »Konsolidieren, Investieren, Reformieren« aus den Jahren 2005 bis 2009 nicht zur Richtschnur seines Einflusses auf das europäische Krisenmanagement gemacht. Die notwendige Wachstumskomponente über die Förderung von Investitionen fiel unter den Tisch. Die Konsolidierungskomponente wurde dagegen den labilen Ländern als strikte Vorgabe für europäische Solidarität adressiert. Damit ließen sich innenpolitisch auch mehr Punkte machen.
Auf dieser Linie wurde Griechenland für 2011 ein Einsparvolumen von fast acht Prozent und für 2012 von fast sieben Prozent seines Bruttoinlandsproduktes (BIP) vorgeschrieben. Die verabreichte Dosis Konsolidierung mit ihren Auswirkungen auf die soziale Verfassung des Landes und seine wirtschaftliche Lage wird dann deutlich, wenn sie auf Deutschland übertragen wird. Eine jährliche Sparvorgabe von sieben Prozent des BIP würde in Deutschland die Streichung von über 180 Milliarden Euro bedeuten. Demnach müssten alle öffentlichen Haushalte in Deutschland (Bund, Länder, Kommunen, Sozialversicherung) um 15 Prozent gekürzt werden. Oder allein im Bundeshaushalt hätte man 2011 etwa 60 Prozent streichen müssen. Das Einsparvolumen für Portugal in Höhe von vier Prozent seines BIP würde entsprechende Streichungen in Deutschland von über 100 Milliarden Euro verlangen.




Ich halte Steinbrücks Analyse für völlig falsch. Das wirtschaftliche Ungleichgewicht in der Eurozone ist dadurch entstanden, dass Deutschland viel mehr exportiert als es importiert. Das muss aufhören.
Momentan bietet sich die einmalige Gelegenheit, dass die BRD am Kapitalmarkt quasi zinslos Geld geliehen bekommt. In den letzten 15 Jahren wurde in D wie verrückt gespart, die Infrastruktur verfiel und Dank des Euro sind Milliarden an Kapital in vermeintliche neoliberale Boomstaaten wie Spanien oder Irland abgeflossen und wurden dort unter anderem dazu verwendet unter der Mitfinanzierung durch EU Subventionen eine Infrastruktur vom Feinsten aufzubauen.
Im Vergleich zu Spanien oder auch Frankreich ist (West)Deutschland in Bezug auf die Infrastruktur ins Hintertreffen geraten. Wäre es nicht gerecht, für die dt. Bürger wenigstens eine gute Infrastruktur zur Verfügung zu stellen, wenn sie mit ihrem Steuergeld Banken und andere Staaten retten sollen ?
Wenn es bald ein EU Konjunkturprogramm geben wird, sollte wenigstens ein Teil des Geldes zur Modernisierung von Schulen, Universitäten, der Straßen und Bahnstrecken in D verwendet werden. Oder soll man nach dem Wunsch Steinbrücks das Inland weiter kaputt sparen und nur bei der Finanzierung von Banken und Konjunkturprogrammen in Spanien großzügig sein ?
In der EU gibt es erst dann ein Gleichgewicht, wenn alle gleich viel Wein und gleich viel Wasser trinken.
Dass Deutschland mehr exportiert als importiert verdankt sich in erster Linie der Schwäche der anderen und nicht der Stärke Deutschlands. Exporte verbieten zu wollen um wieder ein Gleichgewicht herzustellen, ist in etwa dasselbe, wie einer guten Fußballmannschaft das Toreschießen verbieten zu wollen, damit die anderen wieder aufholen können. Kein Mensch käme auf die Idee, dass durch eine derartige Politik die schwächeren Mannschaften wirklich besser würden. Die Schwäche würde lediglich kaschiert und im Ergebnis dürfte es dazu führen, dass die schlechten Mannschaften eher noch schlechter würden.
Sie haben keine Antwort auf die Euro-krise. Ich verstehe den Meinungsunterschied. Steinbrück versucht hier Probleme zu analysieren, und nicht sie zu ignorieren. Staatlich finanzierte Infrastrukturen baut man, wenn's Rezession im Lande droht oder schon gibt. DE boomt, die Wirtschaft wächst, lockt Kapital und Kredit. Was soll jetzt mit Infrastruktur? Wollen Sie etwa mit dieser magnetischen Bahn in Westdeutschland fahren? Und 300euro pro Ticket zahlen? Was soll's?
Den Untergang des Euro zu verhindern, ist Steinbrücks Anliegen. Glauben Sie im Ernst DE könnte es alleine schaffen, in einer globalisierten Welt?
wechselwirkungen und ihre tücken.
das deutschland nach süd europa soviel exportieren konnte liegt nicht an der stärke deutschlands, sondern an den kapitalströmen von nord nach süd - in jene vermeintlichen boom staaten.
Sie meinen sicher auch die Armen, die dann auch mal an Wein kommen, und nicht nur an Wasser!
Näher an der Wahrheit?
In einer Globalisierten Welt, sind die Staaten Exportweltmeister, die Ihre Bevölkerung mit am besten Ausplündern. Hinzu kommen dann noch Währungsmanipulationen, wie es China macht.
Die Einseitige Betrachtungsweise, das Löhne immer zu Hoch, und Gewinne immer zu niedrig sind, führt geradewegs in den Untergang!
Die Einsicht, das sich Importländer zwangsläufig für Importe Verschulden müssen, und irgendwann dabei Pleite gehen? Was Solls.
Also machen sich Exporteure ihren Exportmarkt samt Binnenmarkt kaputt!
Obendrauf leisten Wir und eine Geldschöpfung aus dem Nichts, welches nur von den Banken betrieben werden darf.
In der Hoffnung, das die Reichen weiterhin Kredite (Die Armen bekommen keinen!) aufnehmen, damit das Schuldgeldsystem, zum einseitigen Vorteil von Banken, weiterlaufen kann. Problem: Die reichen sind selber zum Kreditgeber Mutiert. Unterstützt wird das ganze noch durch durch den Zwang, das das Volk seine Vorsorge, Privat durch Ansparen (Anlage) lösen soll!
Solche Nebensächlichkeiten scheinen keinen der Verantwortlichen zu Interessieren?
Da Dauert es nicht mehr lange, das sich Wein zu Wasser Verwandelt!
und vor allem sollten die Gewinne des Exportes für Deutsche Infrastruktur verwendet werden statt für Schulden Südeuropas!
Das alle gleich viel Wein trinken ist illusorisch'
Der ALLERLETZTE des dieses Beispiel verwenden sollte ist natürlich Per Steinbrück ...
"Ungleichgewicht in der Eurozone ist dadurch entstanden, dass Deutschland viel mehr exportiert als es importiert. Das muss aufhören."
Gut, aber wie soll das gehen? Einfamilienhaushalte werden sicher keine Turbinen und Schiffsmotoren kaufen. Die Wirtschaft zurückfahren kann es ja auch nicht sein. Also, wie soll so etwas umgesetzt werden?
Oder muss Deutschland die Euro-Zone verlassen?
Dass Deutschland mehr exportiert als importiert verdankt sich in erster Linie der Schwäche der anderen und nicht der Stärke Deutschlands. Exporte verbieten zu wollen um wieder ein Gleichgewicht herzustellen, ist in etwa dasselbe, wie einer guten Fußballmannschaft das Toreschießen verbieten zu wollen, damit die anderen wieder aufholen können. Kein Mensch käme auf die Idee, dass durch eine derartige Politik die schwächeren Mannschaften wirklich besser würden. Die Schwäche würde lediglich kaschiert und im Ergebnis dürfte es dazu führen, dass die schlechten Mannschaften eher noch schlechter würden.
Sie haben keine Antwort auf die Euro-krise. Ich verstehe den Meinungsunterschied. Steinbrück versucht hier Probleme zu analysieren, und nicht sie zu ignorieren. Staatlich finanzierte Infrastrukturen baut man, wenn's Rezession im Lande droht oder schon gibt. DE boomt, die Wirtschaft wächst, lockt Kapital und Kredit. Was soll jetzt mit Infrastruktur? Wollen Sie etwa mit dieser magnetischen Bahn in Westdeutschland fahren? Und 300euro pro Ticket zahlen? Was soll's?
Den Untergang des Euro zu verhindern, ist Steinbrücks Anliegen. Glauben Sie im Ernst DE könnte es alleine schaffen, in einer globalisierten Welt?
wechselwirkungen und ihre tücken.
das deutschland nach süd europa soviel exportieren konnte liegt nicht an der stärke deutschlands, sondern an den kapitalströmen von nord nach süd - in jene vermeintlichen boom staaten.
Sie meinen sicher auch die Armen, die dann auch mal an Wein kommen, und nicht nur an Wasser!
Näher an der Wahrheit?
In einer Globalisierten Welt, sind die Staaten Exportweltmeister, die Ihre Bevölkerung mit am besten Ausplündern. Hinzu kommen dann noch Währungsmanipulationen, wie es China macht.
Die Einseitige Betrachtungsweise, das Löhne immer zu Hoch, und Gewinne immer zu niedrig sind, führt geradewegs in den Untergang!
Die Einsicht, das sich Importländer zwangsläufig für Importe Verschulden müssen, und irgendwann dabei Pleite gehen? Was Solls.
Also machen sich Exporteure ihren Exportmarkt samt Binnenmarkt kaputt!
Obendrauf leisten Wir und eine Geldschöpfung aus dem Nichts, welches nur von den Banken betrieben werden darf.
In der Hoffnung, das die Reichen weiterhin Kredite (Die Armen bekommen keinen!) aufnehmen, damit das Schuldgeldsystem, zum einseitigen Vorteil von Banken, weiterlaufen kann. Problem: Die reichen sind selber zum Kreditgeber Mutiert. Unterstützt wird das ganze noch durch durch den Zwang, das das Volk seine Vorsorge, Privat durch Ansparen (Anlage) lösen soll!
Solche Nebensächlichkeiten scheinen keinen der Verantwortlichen zu Interessieren?
Da Dauert es nicht mehr lange, das sich Wein zu Wasser Verwandelt!
und vor allem sollten die Gewinne des Exportes für Deutsche Infrastruktur verwendet werden statt für Schulden Südeuropas!
Das alle gleich viel Wein trinken ist illusorisch'
Der ALLERLETZTE des dieses Beispiel verwenden sollte ist natürlich Per Steinbrück ...
"Ungleichgewicht in der Eurozone ist dadurch entstanden, dass Deutschland viel mehr exportiert als es importiert. Das muss aufhören."
Gut, aber wie soll das gehen? Einfamilienhaushalte werden sicher keine Turbinen und Schiffsmotoren kaufen. Die Wirtschaft zurückfahren kann es ja auch nicht sein. Also, wie soll so etwas umgesetzt werden?
Oder muss Deutschland die Euro-Zone verlassen?
In Griechenland gibt es prozentual gesehen 5 mal so viele Beamte wie in Deutschland. In Deutschland wurde seit Jahren (auch unter rot-grün) wie verrückt privatisiert und liberalisiert während es in Griechenland sehr viele defizitäre Staatsbetriebe gibt.
Deutschland hatte sich nicht die Ausgaben geleistet, die Griechenland sich geleistet hat. Darum ist Steinbrücks Beispiel, was es bringen würde, wenn D so spart wie Griechenland völlig unpassend.
Die Dumpinglohnpolitik in Deutschland wurde auch unter Steinbrücks Regie mit eingeführt. Vielleicht sind Steinbrück die Beamten in Griechenland und die Banker in Irland wichtiger als die Steuerzahler im eigenen Land ? Sollen die dt. Arbeitnehmer doch für 4,50 die Stunde arbeiten, marode Straßen, Schulen und Bahnhöfe hinnehmen... Das Wichtigste sind neue Milliardeninvestitionen in die Infrastruktur in Spanien und Irland ??
Sobald sie in Regierung ist, macht sie Ungeheuerlichkeiten wie die Agenda 2010. Die quetscht die Mit-Europäer wirtschaftlich an die Wand knausert den Arbeitern ihren Lohn klein, und trotzdem gibt es immer noch SPDler, die die Agenda 2010 ganz klasse finden. Endlich etwas, für das sie von den Konservativ-Liberalen gelobt werden. Das tut so gut wie Balsam.
Ob die griechischen Telekom, Post oder die Strombetriebe nun staatlich sind oder privat macht nicht wirklich einen Unterschied. Bei uns verdienen die Angestellten zwar weniger, dafür gibt es mehr davon (Telekom, Post) oder die Aktionäre stecken milliardenschwere Gewinne ein (Strom). Unterm Strich kommt das die Bürger nicht billiger. Wir müssen sogar extra noch Zugaben für den Netzausbau zahlen, weil nur in Dividenden investiert wurde. Internetkabel werden mehrfach verbuddelt, Händiemasten werden drei- und vierfach aufgestellt. Das kostet.
Wenn die Griechen oder Italiener mal Steuern von den Reichen genommen hätten, stünden sie besser da. Da geht die Tendenz in Deutschland allerdings auch immer mehr in Richtung Steuern nur noch für Normalos.
In die Höhe schießende Vermögen auf der einen Seite in die Höhe schießende Schulden auf der anderen Seite. Jede EZB-Billion lässt in den Depots die Zähler wieder heiß laufen. Steuern? Denkste.
Sobald sie in Regierung ist, macht sie Ungeheuerlichkeiten wie die Agenda 2010. Die quetscht die Mit-Europäer wirtschaftlich an die Wand knausert den Arbeitern ihren Lohn klein, und trotzdem gibt es immer noch SPDler, die die Agenda 2010 ganz klasse finden. Endlich etwas, für das sie von den Konservativ-Liberalen gelobt werden. Das tut so gut wie Balsam.
Ob die griechischen Telekom, Post oder die Strombetriebe nun staatlich sind oder privat macht nicht wirklich einen Unterschied. Bei uns verdienen die Angestellten zwar weniger, dafür gibt es mehr davon (Telekom, Post) oder die Aktionäre stecken milliardenschwere Gewinne ein (Strom). Unterm Strich kommt das die Bürger nicht billiger. Wir müssen sogar extra noch Zugaben für den Netzausbau zahlen, weil nur in Dividenden investiert wurde. Internetkabel werden mehrfach verbuddelt, Händiemasten werden drei- und vierfach aufgestellt. Das kostet.
Wenn die Griechen oder Italiener mal Steuern von den Reichen genommen hätten, stünden sie besser da. Da geht die Tendenz in Deutschland allerdings auch immer mehr in Richtung Steuern nur noch für Normalos.
In die Höhe schießende Vermögen auf der einen Seite in die Höhe schießende Schulden auf der anderen Seite. Jede EZB-Billion lässt in den Depots die Zähler wieder heiß laufen. Steuern? Denkste.
"Das wirtschaftliche Ungleichgewicht in der Eurozone ist dadurch entstanden, dass Deutschland viel mehr exportiert als es importiert. Das muss aufhören."
Wirtschaftlich erfolgreiches Handeln wird vorgegeben durch vorher erbrachte Leistung.
Das kann anscheinend nur jemand verstehen, der leistet um zu bestehen.
Nicht derjenige, der aus der Leistung, die andere erbringen als Nutznießer hintan steht und abschöpft.
Wenn Deutschland mehr exportiert - und das weißGott nicht erst seit Bestehen der Eurozone! Deutschland war mit 60 Millionen Einwohnern Exportweltmeister und ist heute mit 80 Millionen irgendwor Zweiter oder Dritter; in Europa sowieso Nummer Eins, - weil: seine Produkte stimmen, das Preis/Leistungs-Verhältnis stimmt; die Produktions- Zuverlässigkeit stimmt ....
das ist Leistung; verstehen Sie?
Ander können kopieren und versuchen, nachzumachen - aber eins wird auch heute immer noch nicht klappen, so wenig wie es früher geklappt hat: zentral zu steuern nach dem Motto: hier fehlt Beschäftigung, lassen wir hier produzieren.
Das nennt sich Planwirtschaft - und die führt in die Gosse.
Teilweise gebe ich Ihnen Recht. Doch trotzdem muss ein Weg gefunden werden, dass der in D erwirtschaftete Gewinn wenigstens zum Teil den Arbeitnehmern zugute kommt anstatt ihn sofort über die EU nach Griechenland oder Spanien zu transferieren, um den Export deutscher Produkte in diese Länder weiter künstlich anzuheizen.
....ist der Zusammenhang zwischen Exportüberschuss und Wohlfahrt. den Exportüberschuss konsumieren Personen im ausland. Dieser Konsum steht den Inländern nicht zur Verfügung. So ist die Wohlfahrt des Exportlandes geringer, als es sein könnte.
Dem stehen natürlich zukünftige Mittel aus den Schulden des Auslands an den Exporteur entgegen. Er könnte also in der Zukunft seine Wohlfahrt heben, wenn er zu späterem Zeitpunkt die Ersparnisse konsumiert. Das geht aber nur, wenn das Ausland die Schulden auch zurück bezahlen kann. Das war im Falle Griechenlands nicht der Fall und andere Länder sehen so aus, als würden sie das auch so machen müssen.
...nicht als Kritik an der deutschen Wirtschaft oder den deutschen Produkten missverstehen.
Dass D. Exportweltranglistendritter ist, ist nicht das Problem an sich, dieses entsteht erst dadurch, dass D. nicht den dem Maße konsumiert, wie es seiner Leistung angemessen wäre, und daher so wenig importiert.
Dass D. sozusagen "unter seinen Verhältnissen" lebt.
Und das liegt am Lohndumping.
Deutschland exportiert vor allem deshalb in diesen Mengen, weil es durch seine teilweise extrem niedrigen Löhne andere Länder rücksichtslos niederkonkurriert hat! Deutschland passt sich nicht an das allgemeine Lohnniveau in Europa an. Die niedrigen Löhne und die nur in Deutschland vorhandenen prekären Arbeitsverhältnisse zerstören den Binnenmarkt/die Kaufkraft. Die Deutschen, gebeutet durch prekäre Arbeitsverhältnisse und Dumpinglöhne, leben seit Jahren unter ihren Verhältnissen und sind nicht in der Lage, genügend Waren von unseren Handelspartnern zu kaufen, was in großen Teilen Europas zu krisenhaften Defiziten führt.
Gemäß makroökonomicher Wirtschaftstheorie müssen Exporte und Importe ausglichen sein, damit es nicht zu Außenhandelsbilanzdefiziten kommt. Deutschland hält sich seit Jahren nicht an diese Regel, die jeder Student im 1. Semester Volkswirtschaftslehre kennt.
Teilweise gebe ich Ihnen Recht. Doch trotzdem muss ein Weg gefunden werden, dass der in D erwirtschaftete Gewinn wenigstens zum Teil den Arbeitnehmern zugute kommt anstatt ihn sofort über die EU nach Griechenland oder Spanien zu transferieren, um den Export deutscher Produkte in diese Länder weiter künstlich anzuheizen.
....ist der Zusammenhang zwischen Exportüberschuss und Wohlfahrt. den Exportüberschuss konsumieren Personen im ausland. Dieser Konsum steht den Inländern nicht zur Verfügung. So ist die Wohlfahrt des Exportlandes geringer, als es sein könnte.
Dem stehen natürlich zukünftige Mittel aus den Schulden des Auslands an den Exporteur entgegen. Er könnte also in der Zukunft seine Wohlfahrt heben, wenn er zu späterem Zeitpunkt die Ersparnisse konsumiert. Das geht aber nur, wenn das Ausland die Schulden auch zurück bezahlen kann. Das war im Falle Griechenlands nicht der Fall und andere Länder sehen so aus, als würden sie das auch so machen müssen.
...nicht als Kritik an der deutschen Wirtschaft oder den deutschen Produkten missverstehen.
Dass D. Exportweltranglistendritter ist, ist nicht das Problem an sich, dieses entsteht erst dadurch, dass D. nicht den dem Maße konsumiert, wie es seiner Leistung angemessen wäre, und daher so wenig importiert.
Dass D. sozusagen "unter seinen Verhältnissen" lebt.
Und das liegt am Lohndumping.
Deutschland exportiert vor allem deshalb in diesen Mengen, weil es durch seine teilweise extrem niedrigen Löhne andere Länder rücksichtslos niederkonkurriert hat! Deutschland passt sich nicht an das allgemeine Lohnniveau in Europa an. Die niedrigen Löhne und die nur in Deutschland vorhandenen prekären Arbeitsverhältnisse zerstören den Binnenmarkt/die Kaufkraft. Die Deutschen, gebeutet durch prekäre Arbeitsverhältnisse und Dumpinglöhne, leben seit Jahren unter ihren Verhältnissen und sind nicht in der Lage, genügend Waren von unseren Handelspartnern zu kaufen, was in großen Teilen Europas zu krisenhaften Defiziten führt.
Gemäß makroökonomicher Wirtschaftstheorie müssen Exporte und Importe ausglichen sein, damit es nicht zu Außenhandelsbilanzdefiziten kommt. Deutschland hält sich seit Jahren nicht an diese Regel, die jeder Student im 1. Semester Volkswirtschaftslehre kennt.
@ alex # 1: "Deutschland exportiert mehr als es importiert. Das muss anders werden."
Das ist leichter gesagt als getan, Alex. Wir produzieren Luxusqualitätsgüter, für die es im Inland nicht genug Abnehmer gibt. Typisch ist BMW, das in Amerika mehr Autos verkauft als in D. Wir haben einfach nicht so viele betuchte Leute wie die viermal so großen USA.
Wir haben in D viele Geringverdiener, die sich vielleicht einen spanischen Seat kaufen würden oder eine Woche Urlaub auf Kreta gönnen würden, wenn sie genug Geld zusamensparen können...
Was ist denn die Alternative zur Stärkung der Binnenkonjunktur ? Einfach immer weitere Milliardentransfers in den Süden, damit das Geld dort verbaut wird und ein paar Beamte und Bauunternehmer in Spanien und Griechenland weiter BWMs kaufen können ? So wird dauerhaft ein Ungleichgewicht zementiert, dass am Ende alle aufregt und das gute Zusammenleben in Europa bedroht.
Wir haben in D viele Geringverdiener, die sich vielleicht einen spanischen Seat kaufen würden oder eine Woche Urlaub auf Kreta gönnen würden, wenn sie genug Geld zusamensparen können...
Was ist denn die Alternative zur Stärkung der Binnenkonjunktur ? Einfach immer weitere Milliardentransfers in den Süden, damit das Geld dort verbaut wird und ein paar Beamte und Bauunternehmer in Spanien und Griechenland weiter BWMs kaufen können ? So wird dauerhaft ein Ungleichgewicht zementiert, dass am Ende alle aufregt und das gute Zusammenleben in Europa bedroht.
kaputten Euro-EU-Europa fleißig mitgebaut.
Da verbietet sich das belehrende Geschreibe.
Unter rot-grün hätten wir längst den Geldwerfer hochgedreht.
....und er hatte eine ausgezeichnete Gelegenheit die inländische wirtschaftliche Wohlfahrt zu verbessern verpasst, als er zuständiger Minister war. Damals wollte er aber lieber von der Abkopplung Deutschlands von der Weltkonjunktur reden.
....und er hatte eine ausgezeichnete Gelegenheit die inländische wirtschaftliche Wohlfahrt zu verbessern verpasst, als er zuständiger Minister war. Damals wollte er aber lieber von der Abkopplung Deutschlands von der Weltkonjunktur reden.
Wir haben in D viele Geringverdiener, die sich vielleicht einen spanischen Seat kaufen würden oder eine Woche Urlaub auf Kreta gönnen würden, wenn sie genug Geld zusamensparen können...
Was ist denn die Alternative zur Stärkung der Binnenkonjunktur ? Einfach immer weitere Milliardentransfers in den Süden, damit das Geld dort verbaut wird und ein paar Beamte und Bauunternehmer in Spanien und Griechenland weiter BWMs kaufen können ? So wird dauerhaft ein Ungleichgewicht zementiert, dass am Ende alle aufregt und das gute Zusammenleben in Europa bedroht.
Es magelt nicht an Konjunktur in Deutschland, sondern in den Krisenländern der EWU. Wenn Sie die Kaufkraft der Deutschen künstlich stärken, dann ist das aber in erster Linie dazu geeignet, die Binnenkonjuktur anzukurbeln.
Um bei Ihren Beispielen zu bleiben:
Seat gehört zum VW-Konzern. Nur ein kleiner Teil des Geldes käme bei höherer Nachfrage neu eingestellten spanischen Werksarbeitern zu Gute. Gekauft würde das Auto nach wie vor bei einem deutschen Händler und wie VW die Gewinne reinvestiert, das bleibt dem Unternehmen überlassen - daraus lässt sich keinesfalls eine Stärkung der spanischen Volkswirtschaft ableiten.
Und die Idee, man könne Griechenland auf Kreta "gesundbeurlauben", die ist auch blauäugig. Es hilft der griechischen Volkswirtschaft überhaupt nicht, wenn während der Saison die Urlauber strömen. Denn der größere Teil des Jahres ist halt nicht Urlaubssaison. Das Land wäre höchstens mit einer größeren Anzahl an Saisonarbeitern konfrontiert, was zur Verbesserung der Lage am Arbeitsmarkt und der soziale Situation nicht geeignet ist - sie im Gegenteil sogar noch zu verschärfen droht.
Aber eins ist richtig: Die Krisenländer müssen ihr Konsumverhalten ändern. Nicht Importe (damit auch deutsche Exporte) an sich sind das Problem, weil es größtenteils keine entsprechenden Produkte/Dienstleistungen aus heimischer Produktion gibt. Bei einem Auto nicht weiter schlimm, bei alltäglichen Konsumgütern aber sehr wohl. Und die entstehen nicht durch ein deutsches "Exportembargo"
Es magelt nicht an Konjunktur in Deutschland, sondern in den Krisenländern der EWU. Wenn Sie die Kaufkraft der Deutschen künstlich stärken, dann ist das aber in erster Linie dazu geeignet, die Binnenkonjuktur anzukurbeln.
Um bei Ihren Beispielen zu bleiben:
Seat gehört zum VW-Konzern. Nur ein kleiner Teil des Geldes käme bei höherer Nachfrage neu eingestellten spanischen Werksarbeitern zu Gute. Gekauft würde das Auto nach wie vor bei einem deutschen Händler und wie VW die Gewinne reinvestiert, das bleibt dem Unternehmen überlassen - daraus lässt sich keinesfalls eine Stärkung der spanischen Volkswirtschaft ableiten.
Und die Idee, man könne Griechenland auf Kreta "gesundbeurlauben", die ist auch blauäugig. Es hilft der griechischen Volkswirtschaft überhaupt nicht, wenn während der Saison die Urlauber strömen. Denn der größere Teil des Jahres ist halt nicht Urlaubssaison. Das Land wäre höchstens mit einer größeren Anzahl an Saisonarbeitern konfrontiert, was zur Verbesserung der Lage am Arbeitsmarkt und der soziale Situation nicht geeignet ist - sie im Gegenteil sogar noch zu verschärfen droht.
Aber eins ist richtig: Die Krisenländer müssen ihr Konsumverhalten ändern. Nicht Importe (damit auch deutsche Exporte) an sich sind das Problem, weil es größtenteils keine entsprechenden Produkte/Dienstleistungen aus heimischer Produktion gibt. Bei einem Auto nicht weiter schlimm, bei alltäglichen Konsumgütern aber sehr wohl. Und die entstehen nicht durch ein deutsches "Exportembargo"
Teilweise gebe ich Ihnen Recht. Doch trotzdem muss ein Weg gefunden werden, dass der in D erwirtschaftete Gewinn wenigstens zum Teil den Arbeitnehmern zugute kommt anstatt ihn sofort über die EU nach Griechenland oder Spanien zu transferieren, um den Export deutscher Produkte in diese Länder weiter künstlich anzuheizen.
als bisher den deutschen Arbeitnehmern - ohne Frage.
Zu Zeiten von Gerhard Schröder und Peer Steinbrück hätte ich von der SPD erwartet, da ranzugehen und für Verteilungsgerechtigkeit zu sorgen - da hat die SPD total versagt und sich, jedenfalls für mich, diskreditiert für den Rest meines Lebens.
Das man das Geld in die südlichen Länder abliessen ließ, war zentral geregelter Unsinn, der sich Globalisation schimpft. Das Kapital bedient sich, das Kapital beliefert die Märkte (mit Kapital), die höchstmöglichen Profit verprechen. Für die Zahlung der Renditen standen die Staaten und steht jetzt Brüssel.
Dem Kapital ist der geringere Vorwurf zu machen - die Politik hat an allen Ecken versagt, gründlich und verkommen
(auch vollkommen) - denn man ließ sich bezahlen.
Es wird aber nicht gelingen, einfach die Produktionsstätten und die Produktion irgendwohin zu dirigieren, wo daran zur Zeit Mangel herrscht: Es herrscht dort zur Zeit Mangel, weil es dort bisher an Ideen, an Kreavität und gebildeten Umsetzern mangelt.
Daran müssen die Gesellschaften arbeiten - und sich gegen Dirigismus vehement wehren - Dirigismus ist Bevormundung - und der setzt mangelnde Bildung und Befehlsempfänger voraus, keine (Mit)Denker und Zupacker, sondern Abwarter.
an deutschen Firmenprofiten könnte dann der durchschnittliche ahnungslose Bundesbürger wie in der Vergangenheit in staatlich geförderte und medial beworbene Riesterrenten, Aktienfonds und Bauherrenmodellen anlegen.
Tja, oder der deutsche Arbeitnehmer könnte die neuen Nettoeinnahmen natürlich auch verprassen. Sich zum Beispiel den BMW oder AUDI kaufen, den er sich bisher selber nicht leisten konnte.
Oder sein Geld ausgeben wie viele Spanier, Griechen oder Italiener auch: für die gefühlt mindestens 60% aller Waren in europäischen Handelsmärkten, auf denen Made in China, Made in Japan oder Made in Taiwan steht.
Was das alles den spanischen Arbeitslosen oder der nahezu bankrotten portugiesischen Rentenversicherung bringen sollte? Keine Ahnung, aber es war ja auch nur ein Vorschlag.
als bisher den deutschen Arbeitnehmern - ohne Frage.
Zu Zeiten von Gerhard Schröder und Peer Steinbrück hätte ich von der SPD erwartet, da ranzugehen und für Verteilungsgerechtigkeit zu sorgen - da hat die SPD total versagt und sich, jedenfalls für mich, diskreditiert für den Rest meines Lebens.
Das man das Geld in die südlichen Länder abliessen ließ, war zentral geregelter Unsinn, der sich Globalisation schimpft. Das Kapital bedient sich, das Kapital beliefert die Märkte (mit Kapital), die höchstmöglichen Profit verprechen. Für die Zahlung der Renditen standen die Staaten und steht jetzt Brüssel.
Dem Kapital ist der geringere Vorwurf zu machen - die Politik hat an allen Ecken versagt, gründlich und verkommen
(auch vollkommen) - denn man ließ sich bezahlen.
Es wird aber nicht gelingen, einfach die Produktionsstätten und die Produktion irgendwohin zu dirigieren, wo daran zur Zeit Mangel herrscht: Es herrscht dort zur Zeit Mangel, weil es dort bisher an Ideen, an Kreavität und gebildeten Umsetzern mangelt.
Daran müssen die Gesellschaften arbeiten - und sich gegen Dirigismus vehement wehren - Dirigismus ist Bevormundung - und der setzt mangelnde Bildung und Befehlsempfänger voraus, keine (Mit)Denker und Zupacker, sondern Abwarter.
an deutschen Firmenprofiten könnte dann der durchschnittliche ahnungslose Bundesbürger wie in der Vergangenheit in staatlich geförderte und medial beworbene Riesterrenten, Aktienfonds und Bauherrenmodellen anlegen.
Tja, oder der deutsche Arbeitnehmer könnte die neuen Nettoeinnahmen natürlich auch verprassen. Sich zum Beispiel den BMW oder AUDI kaufen, den er sich bisher selber nicht leisten konnte.
Oder sein Geld ausgeben wie viele Spanier, Griechen oder Italiener auch: für die gefühlt mindestens 60% aller Waren in europäischen Handelsmärkten, auf denen Made in China, Made in Japan oder Made in Taiwan steht.
Was das alles den spanischen Arbeitslosen oder der nahezu bankrotten portugiesischen Rentenversicherung bringen sollte? Keine Ahnung, aber es war ja auch nur ein Vorschlag.
als bisher den deutschen Arbeitnehmern - ohne Frage.
Zu Zeiten von Gerhard Schröder und Peer Steinbrück hätte ich von der SPD erwartet, da ranzugehen und für Verteilungsgerechtigkeit zu sorgen - da hat die SPD total versagt und sich, jedenfalls für mich, diskreditiert für den Rest meines Lebens.
Das man das Geld in die südlichen Länder abliessen ließ, war zentral geregelter Unsinn, der sich Globalisation schimpft. Das Kapital bedient sich, das Kapital beliefert die Märkte (mit Kapital), die höchstmöglichen Profit verprechen. Für die Zahlung der Renditen standen die Staaten und steht jetzt Brüssel.
Dem Kapital ist der geringere Vorwurf zu machen - die Politik hat an allen Ecken versagt, gründlich und verkommen
(auch vollkommen) - denn man ließ sich bezahlen.
Es wird aber nicht gelingen, einfach die Produktionsstätten und die Produktion irgendwohin zu dirigieren, wo daran zur Zeit Mangel herrscht: Es herrscht dort zur Zeit Mangel, weil es dort bisher an Ideen, an Kreavität und gebildeten Umsetzern mangelt.
Daran müssen die Gesellschaften arbeiten - und sich gegen Dirigismus vehement wehren - Dirigismus ist Bevormundung - und der setzt mangelnde Bildung und Befehlsempfänger voraus, keine (Mit)Denker und Zupacker, sondern Abwarter.
Herr Steinbrück ja so richtig toll findet ("leistungsloses Einkommen") sorgt man ja so richtig dafür, dass die Arbeitnehmer weniger von Einkommenssteigerungen haben.
Nur weil eine Gesellschaft sich gegen einen wie auch immer gearteten und empfundenen 'Dirigismus' wehrt bedeutet nicht, dass sie dadurch auch gleichzeitug ein Zugewinn an Bildung erfaehrt.
Es mag sein, dass Sie es anders meinen aber so wie Sie es schreiben plaedieren sie fuer Populismus. Aber vielleicht meinen Sie es auch so.
Sie schreiben ebenfalls, dass dem Kapital der geringere Vorwurf zu machen ist. Das ist gerade hinsichtlich Ihrer spaeteren gesellschaftlichen Ausfuehrungen Unfug.
Das Kapital schreit bspw. nach Effizienz und Kostensenkung. "Ueberfluessige" Bildung ist ineffizient und treibt die Kosten in die Hoehe. Hier muessen Sie sich entscheiden.
Entweder gehen Sie mit dem Kapital oder mit der Bildung. Sie koennen nicht das Kapital anhimmeln und sich hinterher ueber die mangelde Bildung und die geistige Laehmung der Gesellschft beklagen.
Als "Zupacker" braucht man natuerlich und der Erfahrung nach ansonsten weder hohe noch breitgefaecherte Bildung.
Populiusmus + Zupacker = ... lieber nicht.
Herr Steinbrück ja so richtig toll findet ("leistungsloses Einkommen") sorgt man ja so richtig dafür, dass die Arbeitnehmer weniger von Einkommenssteigerungen haben.
Nur weil eine Gesellschaft sich gegen einen wie auch immer gearteten und empfundenen 'Dirigismus' wehrt bedeutet nicht, dass sie dadurch auch gleichzeitug ein Zugewinn an Bildung erfaehrt.
Es mag sein, dass Sie es anders meinen aber so wie Sie es schreiben plaedieren sie fuer Populismus. Aber vielleicht meinen Sie es auch so.
Sie schreiben ebenfalls, dass dem Kapital der geringere Vorwurf zu machen ist. Das ist gerade hinsichtlich Ihrer spaeteren gesellschaftlichen Ausfuehrungen Unfug.
Das Kapital schreit bspw. nach Effizienz und Kostensenkung. "Ueberfluessige" Bildung ist ineffizient und treibt die Kosten in die Hoehe. Hier muessen Sie sich entscheiden.
Entweder gehen Sie mit dem Kapital oder mit der Bildung. Sie koennen nicht das Kapital anhimmeln und sich hinterher ueber die mangelde Bildung und die geistige Laehmung der Gesellschft beklagen.
Als "Zupacker" braucht man natuerlich und der Erfahrung nach ansonsten weder hohe noch breitgefaecherte Bildung.
Populiusmus + Zupacker = ... lieber nicht.
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