Nuklearer Winter: Dieser Krieg kühlt
Nukleare Waffengänge würden auch das Erdklima verändern, prophezeit Alan Robock. Die Asche in der Atmosphäre könnte eine Eiszeit auslösen.
DIE ZEIT: Professor Robock, nach Ihren Berechnungen könnte ein regionaler Atomkonflikt das Klimasystem durcheinanderbringen und damit die ganze Welt bedrohen. Wie das?
Alan Robock: Wegen des »nuklearen Winters«. Wenn es zu einem Atomkrieg käme, würden Städte und Industriegebiete getroffen. Nehmen Sie diesen Teppich (zeigt auf den Boden), er ist aus Plastik und würde in schwarzen Rauch aufgehen. Diese Holzstühle würden mit etwas hellerem Rauch verbrennen. Wir haben berechnet, wie viel Masse insgesamt in einer Stadt verbrennen und welcher Prozentsatz als Rauch emittiert würde. Ein Teil davon würde wiederum in die Atmosphäre gelangen und dort das Sonnenlicht absorbieren, das dann nicht mehr zur Erdoberfläche vordringen könnte. Ergebnis: Es würde dunkel und kalt.
ZEIT: Müsste man damit etwa bei einem Konflikt zwischen Israel und dem Iran rechnen?
Robock: Konventionelle Waffen setzen keine ganzen Städte in Brand. Falls ein paar wenige Nuklearwaffen zum Einsatz kämen, hingen die klimatischen Konsequenzen vom Wetter ab – zum Beispiel davon, ob es am Vortrag geregnet hat. Vielleicht spielen Militär-Meteorologen verschiedene Situationen durch, um zu entscheiden, wann ein Angriff die größte Wirkung erzielte. Ich will das nicht tun. Aber nehmen wir mal an, Israel würde den Iran mit 50 Atombomben angreifen – die das Land hat –, dann könnte eine riesige Rauchsäule mit 2 bis 3 Millionen Tonnen Rußpartikeln aufsteigen; und die hätte globale Klimaeffekte zur Folge.
war einer der Hauptautoren des letzten Berichts des Weltklimarats. Er ist Professor für Meteorologie an der Rutgers University in New Jersey und wurde durch seine Arbeiten zu den klimatischen Folgen von Vulkanausbrüchen und möglicher Atomkriege bekannt.
ZEIT: 50 Atombomben? Das ist doch völlig unrealistisch.
Robock: Dann denken Sie an einen Atomkrieg zwischen Indien und Pakistan.
ZEIT: Warum sollte ein Land 50 Atombomben zünden?
Robock: Indien und Pakistan besitzen jeweils 100 Atombomben. Wir sprechen also über die Hälfte ihres Arsenals. Wir haben keine Ahnung, welche Strategie sie verfolgen und wie ein Krieg genau aussehen würde; alles, was wir wissen, ist, dass der Besitz von Nuklearwaffen bedeutet, dass man sie auch einsetzen kann.
ZEIT: Einmal angenommen, Ihr Horrorszenario träte ein. Was dann?
Robock: Wir haben berechnet, was passieren würde, wenn jedes Land 50 Bomben einsetzte. Kleine Atombomben von der Größe der Hiroshima-Bombe. Über den großen indischen und pakistanischen Megacitys würde dunkler Rauch aufsteigen, bestehend aus schwarzen Rußpartikeln. Davon würden rund 5 Millionen Tonnen in die obere Atmosphäre gelangen. Das ist sehr viel Rauch. Die Sonne würde die Rußpartikel aufheizen und den Großteil davon in die Stratosphäre transportieren. Das ist die Schicht oberhalb der Troposphäre, in der wir leben; dort gibt es weder Regen noch Wolken, der Ruß würde also nicht so schnell wieder verschwinden, sondern dort rund fünf Jahre bleiben.
ZEIT: Und das hätte globale Konsequenzen?
Robock: Genau. Die Partikel werden von Winden rund um die Welt geblasen. Bei 5 Millionen Tonnen Ruß würde die Temperatur global um 1,25 Grad Celsius sinken.
ZEIT: Das klingt nicht nach sehr viel.
Robock: Die Erde würde stärker abkühlen als in der kleinen Eiszeit. Oder denken Sie an den Ausbruch des östlich von Java gelegenen Vulkans Tambora im Jahr 1815: Das darauffolgende Jahr wurde »das Jahr ohne Sommer« genannt. Die Temperaturen sanken um etwa ein Grad, es gab Hungersnöte, der Weizenpreis schoss in die Höhe, der Preis für Vieh verfiel, weil es kein Futter mehr gab. Ein anderes Beispiel: Der Ausbruch des Eyjafjallajökull in Island vor zwei Jahren legte den Flugverkehr lahm. Im Supermarkt gab es keine Bananen und Orangen mehr. Die ganze Welt ist heute miteinander verbunden. Einer meiner Kollegen hat in Klimasimulationen auch den Einfluss von Ozon berücksichtigt. Der ganze Rauch in der Stratosphäre würde diese aufheizen und das Ozon dort zerstören. Das hätte eine noch stärkere Abkühlung zur Folge, denn Ozon verstärkt den Treibhauseffekt. Diesen Berechnungen zufolge würden die Temperaturen sogar um 2 Grad sinken...
ZEIT: ...was die globale Erwärmung umkehrte!
Robock: Niemand will 20 Millionen Menschen umbringen und ganze Städte auslöschen, um das Problem der globalen Erwärmung zu lösen.






Weiter machen wie bisher in der Gewissheit, dass Umkehr jederzeit, nur "leicht anders" möglich ist? Der Artikel meint es zwar anders, aber die Frage drängt sich auf. Es muss ja auch nicht unbedingt über kriegerische Auseinandersetzungen erfolgen. Aber 50 Atombomben könnten ja auch in friedlicher, temperaturabsenkender Absicht leicht gezündet werden.
Schon der Grundgedanke ist schlicht und ergreifend falsch.
Eine Umkehr waere nur dann gegeben wenn das zuenden von Nuklearwaffen die Treibhausgase neutralisieren wuerde. Das ist nicht der Fall. Die klimatische Abkuehlung waere nur von relativ kurzer Dauer, die radioaktive Belastung in der Atmosphaere eine halbe Ewigkeit.
Alle Jahre wieder muesste der Vorgang wiederholt werden.
...
Ueber welcher Stadt moechten Sie den die Atombomben in friedlicher und temperaturabsenkender Absicht zuenden?
Moechten Sie etwa Berlin oder Hamburg evakuieren lassen um durch einen nuklearen Holocaust den fuer eine abkuehlung benoetigten Russ freizusetzen?
Unglaublich...
Schon der Grundgedanke ist schlicht und ergreifend falsch.
Eine Umkehr waere nur dann gegeben wenn das zuenden von Nuklearwaffen die Treibhausgase neutralisieren wuerde. Das ist nicht der Fall. Die klimatische Abkuehlung waere nur von relativ kurzer Dauer, die radioaktive Belastung in der Atmosphaere eine halbe Ewigkeit.
Alle Jahre wieder muesste der Vorgang wiederholt werden.
...
Ueber welcher Stadt moechten Sie den die Atombomben in friedlicher und temperaturabsenkender Absicht zuenden?
Moechten Sie etwa Berlin oder Hamburg evakuieren lassen um durch einen nuklearen Holocaust den fuer eine abkuehlung benoetigten Russ freizusetzen?
Unglaublich...
<< ZEIT: ...was die globale Erwärmung umkehrte!>>
Was fuer ein absurder Gedanke und das dann auch noch mit einem Anfuehrungszeichen ausgeschmueckt. Muss man das nun als genialen Geistesblitz auffassen?
<< Robock: Wir haben keine Ahnung, welche Strategie sie verfolgen und wie ein Krieg genau aussehen würde;>>
Na wenn jemand 50 Atombomben zuendet ganz offensichtlich keine. Zumal das Grundkonzept des Besitzes von Nuklearwaffen prinzipiell die Abschreckung ist. Der praktische Einsatz ist schon voelkerrechtlich problematisch.
Fazit: Ein unglaublich absurdes Interview. Note 6
...wenn Indien und Pakistan je hundert Atombomben ihr Eigen nennen, dann haben die die Dinger nicht, um damit im Falle eines Krieges mal eben warnend zu winken. Die Staaten sind auch relativ groß - was bedeutet, dass da viele Bombenabwürfe nebeneinander passen.
Und Ihr Hinweis auf das Völkerrecht - nun, überlegen Sie mal selbst, wie der vor dem Szenario eines Atomkrieges wirkt.
Das ein nuklear geführter Krieg Auswirkungen auf das Weltklima hätte, das ist nicht neu. Vom atomaren Winter als Folge meine ich schon des öfteren gelesen und gehört zu haben ...
Insofern ist Ihr treuherziger Kommentar durchaus zutreffend.
Nachdem sich aber nicht einmal die USA im Zweifel ums Völkerrecht kümmern, darf das von Israel, Pakistan und Nordkorea kaum erwartet werden.
...wenn Indien und Pakistan je hundert Atombomben ihr Eigen nennen, dann haben die die Dinger nicht, um damit im Falle eines Krieges mal eben warnend zu winken. Die Staaten sind auch relativ groß - was bedeutet, dass da viele Bombenabwürfe nebeneinander passen.
Und Ihr Hinweis auf das Völkerrecht - nun, überlegen Sie mal selbst, wie der vor dem Szenario eines Atomkrieges wirkt.
Das ein nuklear geführter Krieg Auswirkungen auf das Weltklima hätte, das ist nicht neu. Vom atomaren Winter als Folge meine ich schon des öfteren gelesen und gehört zu haben ...
Insofern ist Ihr treuherziger Kommentar durchaus zutreffend.
Nachdem sich aber nicht einmal die USA im Zweifel ums Völkerrecht kümmern, darf das von Israel, Pakistan und Nordkorea kaum erwartet werden.
...wenn Indien und Pakistan je hundert Atombomben ihr Eigen nennen, dann haben die die Dinger nicht, um damit im Falle eines Krieges mal eben warnend zu winken. Die Staaten sind auch relativ groß - was bedeutet, dass da viele Bombenabwürfe nebeneinander passen.
Und Ihr Hinweis auf das Völkerrecht - nun, überlegen Sie mal selbst, wie der vor dem Szenario eines Atomkrieges wirkt.
Das ein nuklear geführter Krieg Auswirkungen auf das Weltklima hätte, das ist nicht neu. Vom atomaren Winter als Folge meine ich schon des öfteren gelesen und gehört zu haben ...
<< ...wenn Indien und Pakistan je hundert Atombomben ihr Eigen nennen, dann haben die die Dinger nicht, um damit im Falle eines Krieges mal eben warnend zu winken.>>
Die "Dinger" haben einen praeventiven Charakter und sollen den von Ihnen geschilderten Kriegsfall verhindern. Atombomben sind ja keine Boeller die man kauft um sie frueher oder spaeter zu zuenden.
Wenn das so waere, wuerden wir hier wohl kaum in der Lage sein gemuetlich zu sitzen und Kommentare zu schreiben.
Weder Indien noch Pakistan moechten ihre Staedte und ihre Bevoelkerungen in einem nuklearen Inferno dahinbrennen sehen. Macht ja auch nicht wirklich Sinn oder? Ausser man ist natuerlich wahnsinnig oder die "Dinger" gehen von alleine los.
<< ...wenn Indien und Pakistan je hundert Atombomben ihr Eigen nennen, dann haben die die Dinger nicht, um damit im Falle eines Krieges mal eben warnend zu winken.>>
Die "Dinger" haben einen praeventiven Charakter und sollen den von Ihnen geschilderten Kriegsfall verhindern. Atombomben sind ja keine Boeller die man kauft um sie frueher oder spaeter zu zuenden.
Wenn das so waere, wuerden wir hier wohl kaum in der Lage sein gemuetlich zu sitzen und Kommentare zu schreiben.
Weder Indien noch Pakistan moechten ihre Staedte und ihre Bevoelkerungen in einem nuklearen Inferno dahinbrennen sehen. Macht ja auch nicht wirklich Sinn oder? Ausser man ist natuerlich wahnsinnig oder die "Dinger" gehen von alleine los.
Schon der Grundgedanke ist schlicht und ergreifend falsch.
Eine Umkehr waere nur dann gegeben wenn das zuenden von Nuklearwaffen die Treibhausgase neutralisieren wuerde. Das ist nicht der Fall. Die klimatische Abkuehlung waere nur von relativ kurzer Dauer, die radioaktive Belastung in der Atmosphaere eine halbe Ewigkeit.
Alle Jahre wieder muesste der Vorgang wiederholt werden.
...
Ueber welcher Stadt moechten Sie den die Atombomben in friedlicher und temperaturabsenkender Absicht zuenden?
Moechten Sie etwa Berlin oder Hamburg evakuieren lassen um durch einen nuklearen Holocaust den fuer eine abkuehlung benoetigten Russ freizusetzen?
Unglaublich...
Es gäbe im Falle eines solchen abwegigen Denkens ja wohl auch noch Wüsten.
Es gäbe im Falle eines solchen abwegigen Denkens ja wohl auch noch Wüsten.
Es gäbe im Falle eines solchen abwegigen Denkens ja wohl auch noch Wüsten.
Egal wo die Atombomben gezündet werden, der radioaktive Fall-Out erwischt uns überall.
Was glauben Sie, warum die überirdischen Atombombenversuche abgeschafft wurden?
Lesen Sie den Artikel noch mal aufmerksam durch, dann werden Sie erfahren warum das Zuenden in der Wueste nicht den erforderlichen Effekt bringt und warum es bspw. Staedte sein muessen.
Egal wo die Atombomben gezündet werden, der radioaktive Fall-Out erwischt uns überall.
Was glauben Sie, warum die überirdischen Atombombenversuche abgeschafft wurden?
Lesen Sie den Artikel noch mal aufmerksam durch, dann werden Sie erfahren warum das Zuenden in der Wueste nicht den erforderlichen Effekt bringt und warum es bspw. Staedte sein muessen.
<< ...wenn Indien und Pakistan je hundert Atombomben ihr Eigen nennen, dann haben die die Dinger nicht, um damit im Falle eines Krieges mal eben warnend zu winken.>>
Die "Dinger" haben einen praeventiven Charakter und sollen den von Ihnen geschilderten Kriegsfall verhindern. Atombomben sind ja keine Boeller die man kauft um sie frueher oder spaeter zu zuenden.
Wenn das so waere, wuerden wir hier wohl kaum in der Lage sein gemuetlich zu sitzen und Kommentare zu schreiben.
Weder Indien noch Pakistan moechten ihre Staedte und ihre Bevoelkerungen in einem nuklearen Inferno dahinbrennen sehen. Macht ja auch nicht wirklich Sinn oder? Ausser man ist natuerlich wahnsinnig oder die "Dinger" gehen von alleine los.
Das ist bei allen Waffen so.
Aber in dem Moment, in dem ein Staat glaubt, durch massiven Waffeneinsatz den anderen besiegen zu können, funktioniert diese Theorie nicht mehr.
Oder ein Staat nimmt irrtümlich einen Angriff an und startet einen Zweitschlag, bevor ihm diese Waffe aus der Hand geschlagen wird.
Oder irgendein Irrer, z. B. ein religiöser Fundmantalist, befielt den Einsatz.
Wer der Regierung Israels, Pakistans, Nordkorea soviel Vernunft zutrauen will, dass ein Atomwaffeneinsatz auszuschließen ist, soll es tun.
[...]
Gekürzt. Bitte bleiben Sie beim Thema des Artikels. Danke, die Redaktion/au.
dafür, dass andere das Manko ausgleichen wollen. Und dies sogar zu Recht.
Und dann haben die Feinde plötzlich beide die gleichen Waffen.
Dann ist da keine Prävention mehr.
Und im Kriegsfall sucht man Mittel und Wege den Feind zu besiegen. Und man hat 100 von den Dingern im "Keller", sobald es von Vorteil ist die Kernwaffen zu zünden, wird jeder der halbwegs bei Verstand ist (im Krieg) eben dies tun.
Das ist bei allen Waffen so.
Aber in dem Moment, in dem ein Staat glaubt, durch massiven Waffeneinsatz den anderen besiegen zu können, funktioniert diese Theorie nicht mehr.
Oder ein Staat nimmt irrtümlich einen Angriff an und startet einen Zweitschlag, bevor ihm diese Waffe aus der Hand geschlagen wird.
Oder irgendein Irrer, z. B. ein religiöser Fundmantalist, befielt den Einsatz.
Wer der Regierung Israels, Pakistans, Nordkorea soviel Vernunft zutrauen will, dass ein Atomwaffeneinsatz auszuschließen ist, soll es tun.
[...]
Gekürzt. Bitte bleiben Sie beim Thema des Artikels. Danke, die Redaktion/au.
dafür, dass andere das Manko ausgleichen wollen. Und dies sogar zu Recht.
Und dann haben die Feinde plötzlich beide die gleichen Waffen.
Dann ist da keine Prävention mehr.
Und im Kriegsfall sucht man Mittel und Wege den Feind zu besiegen. Und man hat 100 von den Dingern im "Keller", sobald es von Vorteil ist die Kernwaffen zu zünden, wird jeder der halbwegs bei Verstand ist (im Krieg) eben dies tun.
kann soviel Asche in die Atmosphäre blasen, daß die Temperaturen abkühlen - und einen Vulkanausbruch kann der Mensch nicht verhindern. Atomare Explosionen jedoch kann man verhindern und sollte es tun. Warum sich einer hausgemachten Katastrophe aussetzen, wenn Naturkatastrophen schon schlimm genug sind?
Egal wo die Atombomben gezündet werden, der radioaktive Fall-Out erwischt uns überall.
Was glauben Sie, warum die überirdischen Atombombenversuche abgeschafft wurden?
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