VerbraucherschutzDoppelblind

Eine symbolische Debatte: Wie viel Gentechnik darf in Importen sein?

Nulltoleranz – der Begriff stammt aus der Arbeit der New Yorker Polizei. Angesichts der ausufernden Gewalt beschloss sie, jedes auch noch so kleine Vergehen unnachgiebig zu verfolgen, um so die Kriminalitätsrate insgesamt zu senken. Mit Erfolg!

In Europa hat die aktuelle Nulltoleranzdebatte gar nichts mit Verbrechen zu tun, es geht um Gentechnik. Aber einigen Europäern wird es ganz recht sein, dass dieser Subton mitschwingt. Ilse Aigner zum Beispiel. Die Agrar- und Verbraucherschutzministerin wehrt sich gegen Pläne der Europäischen Union, die Nulltoleranz bei Lebensmitteln aufzuheben.

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Künftig soll der Import von Lebensmitteln in die Europäische Union erlaubt sein, in denen Spuren gentechnisch veränderter Pflanzen zu finden sind, die noch keine EU-Zulassung haben. Die Union trägt damit der Entwicklung auf dem Weltmarkt Rechnung, auf dem die Anbaufläche für gentechnisch veränderte Pflanzen beständig wächst. Sind solche Pflanzen in anderen Ländern geprüft und für den Verzehr zugelassen, sollen sie bis zu einem Anteil von 0,1 Prozent auch in Importen enthalten sein dürfen. Bei Futtermitteln gilt eine solche Regelung schon seit 2011. Zuvor mussten ganze Schiffsladungen von Soja oder Mais mit minimalen Gentechnikanteilen zurückgeschickt oder vernichtet werden.

Aigner argumentiert, bei Lebensmitteln müsse die Wahlfreiheit des Verbrauchers erhalten bleiben. Ein verlogenes Argument. Die Kennzeichnungsregeln für Lebensmittel lassen bis zu 0,9 Prozent Gentechnikanteil ohne Angabe auf der Verpackung zu. Und selbst das Ohne-Gentechnik-Siegel von Aigners Ministerium erlaubt Gentechfutter für Kühe oder Hühner. Es reicht eine kurze Abstinenz vor der Milchabgabe oder Eiablage.

Was im Kampf gegen das Verbrechen erfolgreich war, entpuppt sich im Kampf gegen die Gentechnik als doppelblinde Symbolpolitik.

 
Leserkommentare
  1. für gentechnisch veränderte Pflanzen, respektive daraus resultierender Nahrung. Von mir kann es drauf stehen und jeder soll in seiner eingerichteten Welt glücklich sein. Ob nun mit Handy oder ohne ...

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    ...und trotzdem ihrer Meinung.
    Solange draufsteht was drin ist, ich also die Wahl habe dem "Genzeug" aus dem Weg zu gehen, solls mir recht sein.

    ...und trotzdem ihrer Meinung.
    Solange draufsteht was drin ist, ich also die Wahl habe dem "Genzeug" aus dem Weg zu gehen, solls mir recht sein.

  2. Zitat: ... Nulltoleranz – der Begriff stammt aus der Arbeit der New Yorker Polizei. Angesichts der ausufernden Gewalt beschloss sie, jedes auch noch so kleine Vergehen unnachgiebig zu verfolgen, um so die Kriminalitätsrate insgesamt zu senken. Mit Erfolg! ...

    Der Erfolg kann nicht zu einhundert Prozent der Nulltoleranz zugerechnet werden, denn in großem Maße versiegt einfach das Gewaltpotenzial. Aus einem einfachen Grund; es gab immer weniger arbeitslose herumlungernde Jugendliche.

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    • Shura
    • 14.06.2012 um 13:33 Uhr

    den Spieß ja auch ganz umdrehen und sagen: Null-Toleranz - auch beim Futter. Die Auswirkungen auf Tiere, Umwelt und Menschen befinden sich doch noch in einem großen Feldversuch. Keiner weiß wirklich, was aus dem genmanipulieren mal wird oder entsteht.

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    so gefährlich wie die Handystrahlung oder die atomare Verseuchung in Fukushima?

    so gefährlich wie die Handystrahlung oder die atomare Verseuchung in Fukushima?

  3. ...und trotzdem ihrer Meinung.
    Solange draufsteht was drin ist, ich also die Wahl habe dem "Genzeug" aus dem Weg zu gehen, solls mir recht sein.

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  4. so gefährlich wie die Handystrahlung oder die atomare Verseuchung in Fukushima?

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  5. Ich bin gegen Gentechnik! Und in kleinster Form will ich davon nix auf meinen Teller haben!

    Das mindeste, was man erwarten kann und muss, ist eine Kennzeichnung der Produkte, und dazu gehören auch Spuren.

    Eine Sicherheitsbezeichnung, "kann Spuren" enthalten ist dabei allerdings Unsinn, denn es muss klar sein, ob etwas drin ist oder nicht (denn bald stünde ja auf allen Produkten dieser Hinweis, weil die Gentechnik alle anderen Produkte versaut umso mehr dieser Gentechnik-Blödsinn eingesetzt wird)

    Ich verstehe nicht, was für Gentechnik spricht? Bisher und in Zukunft wird das auch noch so sein, ist da nix positiv dran gewesen.
    Die Natur hat uns ein vollkommen abgestimmtes System überlassen und der Mensch ist nicht der bessere Evolutionär. Im Gegenteil.

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    War dieser genetische Versuch erfolgreich?

    P.S.: Gentechnik ist die wissenschaftlich schnellere Umsetzung der althergebrachten Züchtung.

    • GDH
    • 14.06.2012 um 14:18 Uhr

    "Die Natur hat uns ein vollkommen abgestimmtes System überlassen und der Mensch ist nicht der bessere Evolutionär. Im Gegenteil."

    Die natürliche Selektion bevorzugt Pflanzen und Tiere, die sich durchsetzen. Es gibt keinen Grund zu der Annahme, die natürlich vorkommenden Arten seien auf Verzehrbarkeit durch Menschen optimiert (Früchte, die Samen enthalten, opfern genau so viel der Verzehrbarkeit, wie notwendig ist, damit sie gefressen und die Samen verbreitet werden).

    Sind sie mit Ihrer Aussage jetzt auch gegen Züchtung allgemein? Falls ja, informieren Sie sich doch bitte darüber, wie leistungsfähig z.B. Getreide war, als Menschen mit der Landwirtschaft angefangen haben. "vollkommen abgestimmt" ist sicherlich nicht der richtige Ausdruck dafür.

    • tobmat
    • 14.06.2012 um 17:27 Uhr

    Haben sie sich schonmal mit dem Aufwand beschäftigt, den es braucht um überhaupt festzustellen ob da Spuren enthalten sind oder nicht?
    Anscheinend nicht. Um eine Nulltoleranz-Grenze zu erreichen, müssten in jeder Weizenlieferung jedes einzelne Korn überprüft werden und bei jedem Fertigprodukt die komplette Produktionskette überwacht werden. Viel Spaß.

    • RoH
    • 14.06.2012 um 20:11 Uhr

    "Ich bin gegen Gentechnik!"

    Ich bin für genug zu essen für jeden, für pflanzliche Industrierohstoffe, für weniger Pestizideinsatz und überhaupt für eine nachhaltige Landwirtschaft.

    Und deshalb bin ich für Gentechnik!

    Denn sie wird uns dabei sehr behilflich sein. In England wird gerade ein Weizen im Freiland getestet, der sich gegen Blatlläuse selbst wehrt (=kein Pestizid nötig), ein trockentoleranter Mais ist kurz vor der Zulasung und in den USA wurde gerade das erste Medikament zugelassen, was aus gv-Mais hergestellt wird.

    Übrigens: Der Mensch greift seit 10.000 Jahren in die Evolution seiner Nutzpflanzen ein. Und das erfolgreich. Ich bin überzeugt, auch Sie würden ungern auf die Errungeschaften der Pflanzenzüchter verzichten.
    Gentechnik ist nur die logische Fortführung der Züchtungsmethoden.

    War dieser genetische Versuch erfolgreich?

    P.S.: Gentechnik ist die wissenschaftlich schnellere Umsetzung der althergebrachten Züchtung.

    • GDH
    • 14.06.2012 um 14:18 Uhr

    "Die Natur hat uns ein vollkommen abgestimmtes System überlassen und der Mensch ist nicht der bessere Evolutionär. Im Gegenteil."

    Die natürliche Selektion bevorzugt Pflanzen und Tiere, die sich durchsetzen. Es gibt keinen Grund zu der Annahme, die natürlich vorkommenden Arten seien auf Verzehrbarkeit durch Menschen optimiert (Früchte, die Samen enthalten, opfern genau so viel der Verzehrbarkeit, wie notwendig ist, damit sie gefressen und die Samen verbreitet werden).

    Sind sie mit Ihrer Aussage jetzt auch gegen Züchtung allgemein? Falls ja, informieren Sie sich doch bitte darüber, wie leistungsfähig z.B. Getreide war, als Menschen mit der Landwirtschaft angefangen haben. "vollkommen abgestimmt" ist sicherlich nicht der richtige Ausdruck dafür.

    • tobmat
    • 14.06.2012 um 17:27 Uhr

    Haben sie sich schonmal mit dem Aufwand beschäftigt, den es braucht um überhaupt festzustellen ob da Spuren enthalten sind oder nicht?
    Anscheinend nicht. Um eine Nulltoleranz-Grenze zu erreichen, müssten in jeder Weizenlieferung jedes einzelne Korn überprüft werden und bei jedem Fertigprodukt die komplette Produktionskette überwacht werden. Viel Spaß.

    • RoH
    • 14.06.2012 um 20:11 Uhr

    "Ich bin gegen Gentechnik!"

    Ich bin für genug zu essen für jeden, für pflanzliche Industrierohstoffe, für weniger Pestizideinsatz und überhaupt für eine nachhaltige Landwirtschaft.

    Und deshalb bin ich für Gentechnik!

    Denn sie wird uns dabei sehr behilflich sein. In England wird gerade ein Weizen im Freiland getestet, der sich gegen Blatlläuse selbst wehrt (=kein Pestizid nötig), ein trockentoleranter Mais ist kurz vor der Zulasung und in den USA wurde gerade das erste Medikament zugelassen, was aus gv-Mais hergestellt wird.

    Übrigens: Der Mensch greift seit 10.000 Jahren in die Evolution seiner Nutzpflanzen ein. Und das erfolgreich. Ich bin überzeugt, auch Sie würden ungern auf die Errungeschaften der Pflanzenzüchter verzichten.
    Gentechnik ist nur die logische Fortführung der Züchtungsmethoden.

  6. War dieser genetische Versuch erfolgreich?

    P.S.: Gentechnik ist die wissenschaftlich schnellere Umsetzung der althergebrachten Züchtung.

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    Antwort auf "Pfui Deibel"
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    • mickz
    • 14.06.2012 um 15:34 Uhr

    "P.S.: Gentechnik ist die wissenschaftlich schnellere Umsetzung der althergebrachten Züchtung."

    Das ist ganz einfach falsch!

    stimmt aber hinten und vorne nicht.

    • less0
    • 19.06.2012 um 16:58 Uhr

    Leider zeugt ein Kommentar, der die natürliche Reproduktion mit Gentechnologie gleichsetzt von einem blinden Optimismus und mangelnder Kenntnis der Materie. Schade ist auch, dass ein solcher Kommentar 8 Empfehlungen bekommt, da er pure Polemik ist.

    Eine passendere Analogie wäre, wenn ich - bevor ich eine Kind bekäme, oder eben bekommen lassen würde, da ich genetisch nicht dafür ausgerüstet bin, es auszutragen - die Eizelle meiner Partnerin, so wie mein eigenes Reproduktionsmaterial so verändern würde, dass dabei ein bestimmtes Ergebnis heraus kommt, z.B. mein zukünftiges Kind, nur zur Veranschaulichung, blond und blauäugig wäre.

    Die natürliche Reproduktion unter der Berücksichtigung verschiedener Merkmale bei meiner Partnerinnenwahl (sei es auch nur implizit) ist eher mit der konventionellen Zucht gleichzusetzen.

    Ich hoffe, Sie stimmen mir zu, dass die pure Manipulation bestimmter genetischer Merkmale durch die schiere Komplexität des Genoms des Menschen zu unvorhergesehenen Resultaten führen kann. Wieso sollte es nicht so sein, dass man durch die genetische Manipulation aus genießbaren Pflanzen welche machen könnte, die uns Menschen schaden können? Klar gibt es regeln zu Tests, die mit den Pflanzen durchgeführt werden müssen, aber diese gibt es zu Medikamenten ebenso und trotzdem haben diese Nebenwirkungen. Und - mal ganz polemisch gesprochen - Contergan wurde auch zugelassen. (bleibt so stehen)

    • mickz
    • 14.06.2012 um 15:34 Uhr

    "P.S.: Gentechnik ist die wissenschaftlich schnellere Umsetzung der althergebrachten Züchtung."

    Das ist ganz einfach falsch!

    stimmt aber hinten und vorne nicht.

    • less0
    • 19.06.2012 um 16:58 Uhr

    Leider zeugt ein Kommentar, der die natürliche Reproduktion mit Gentechnologie gleichsetzt von einem blinden Optimismus und mangelnder Kenntnis der Materie. Schade ist auch, dass ein solcher Kommentar 8 Empfehlungen bekommt, da er pure Polemik ist.

    Eine passendere Analogie wäre, wenn ich - bevor ich eine Kind bekäme, oder eben bekommen lassen würde, da ich genetisch nicht dafür ausgerüstet bin, es auszutragen - die Eizelle meiner Partnerin, so wie mein eigenes Reproduktionsmaterial so verändern würde, dass dabei ein bestimmtes Ergebnis heraus kommt, z.B. mein zukünftiges Kind, nur zur Veranschaulichung, blond und blauäugig wäre.

    Die natürliche Reproduktion unter der Berücksichtigung verschiedener Merkmale bei meiner Partnerinnenwahl (sei es auch nur implizit) ist eher mit der konventionellen Zucht gleichzusetzen.

    Ich hoffe, Sie stimmen mir zu, dass die pure Manipulation bestimmter genetischer Merkmale durch die schiere Komplexität des Genoms des Menschen zu unvorhergesehenen Resultaten führen kann. Wieso sollte es nicht so sein, dass man durch die genetische Manipulation aus genießbaren Pflanzen welche machen könnte, die uns Menschen schaden können? Klar gibt es regeln zu Tests, die mit den Pflanzen durchgeführt werden müssen, aber diese gibt es zu Medikamenten ebenso und trotzdem haben diese Nebenwirkungen. Und - mal ganz polemisch gesprochen - Contergan wurde auch zugelassen. (bleibt so stehen)

  7. Kaum noch wird der Sinn der Gentechnik in Lebensmitteln hinterfragt. Dabei ist einzig der erhöhte Gewinn der Unternehmen ein positiver Effekt. Alles andere ist schlicht nicht existent. Welche Nutzen sollte denn der Verbraucher haben. Und irgendwelche Heilsversprechen den Hungernden gegenüber hat selbst die Industrie weitgehend abgeschworen. Denn es geht nur um die Industrialisierung der Lebensmittelherstellung.
    Warum aber die Befürworter gegen die Kennzeichnungspflicht sind bleibt ja pikant. Sie sind einerseits absolute Verfechter dieser Technik, gleichzeitig scheuen sie ihre eigenen Produkte zu kennzeichnen. Interessant, oder!?

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    • t_t_h
    • 14.06.2012 um 16:57 Uhr

    Die Gentechnik, wie sie heutzutage angewandt wird ist eine effizientere Alternative zur Züchtung von neuen Sorten für die "industrielle"/herkömmliche Landwirtschaft. Sie ermöglicht gezieltes einbringen/ausschalten der (und nur der) Gene in eine Pflanze, die man haben möchte.
    Bei der Traditionellen Züchtung mit künstlicher Selektion hat es Tausende von Jahren gedauert, bis aus Wildpflanzen unsere Kulturpflanzen geworden sind. Das verändern von Pflanzeneigenschaften geht dank der Modenen Biologie heute viel schneller und präziser, d.h. mit weniger Nebenwirkungen wie anderen versehentlich mit eingezüchteten Eigenschaften.

    Die Vorteile der Gentechnik sind also: Ertragreichere Nutzpflanzen, die weniger Pestizide brauchen (und damit die Ökologie weniger belasten) mit geringerem Züchtungsaufwand.

    Die Industrialisierung der Landwirtschaft ist schon seit Jahrzehnten Realität, und sie wird durch ein Verbot der Gentechnik nicht verhindert. Es besteht allerdings die Chance, die Industrielle Landwirtschaft mit Hilfe der Gentechnik umweltverträglicher zu machen.

    Dass sich die Befürworter gegen eine verpflichtende Kennzeichnung wehren, liegt doch auf der Hand - da der Großteil der Konsumenten (m.E. unberechtigterweise) GM-Pflanzen prinzipiell ablehnt, macht man damit seine Produkte praktisch unverkäuflich, selbst wenn sie unbedenklich sein sollten.

    Angenommen, eine GM-Sorte wäre "von unabh. Seite 100% bewiesen" unschädlich, ich wette, sie würden sie trotzdem nicht kaufen?

    • t_t_h
    • 14.06.2012 um 16:57 Uhr

    Die Gentechnik, wie sie heutzutage angewandt wird ist eine effizientere Alternative zur Züchtung von neuen Sorten für die "industrielle"/herkömmliche Landwirtschaft. Sie ermöglicht gezieltes einbringen/ausschalten der (und nur der) Gene in eine Pflanze, die man haben möchte.
    Bei der Traditionellen Züchtung mit künstlicher Selektion hat es Tausende von Jahren gedauert, bis aus Wildpflanzen unsere Kulturpflanzen geworden sind. Das verändern von Pflanzeneigenschaften geht dank der Modenen Biologie heute viel schneller und präziser, d.h. mit weniger Nebenwirkungen wie anderen versehentlich mit eingezüchteten Eigenschaften.

    Die Vorteile der Gentechnik sind also: Ertragreichere Nutzpflanzen, die weniger Pestizide brauchen (und damit die Ökologie weniger belasten) mit geringerem Züchtungsaufwand.

    Die Industrialisierung der Landwirtschaft ist schon seit Jahrzehnten Realität, und sie wird durch ein Verbot der Gentechnik nicht verhindert. Es besteht allerdings die Chance, die Industrielle Landwirtschaft mit Hilfe der Gentechnik umweltverträglicher zu machen.

    Dass sich die Befürworter gegen eine verpflichtende Kennzeichnung wehren, liegt doch auf der Hand - da der Großteil der Konsumenten (m.E. unberechtigterweise) GM-Pflanzen prinzipiell ablehnt, macht man damit seine Produkte praktisch unverkäuflich, selbst wenn sie unbedenklich sein sollten.

    Angenommen, eine GM-Sorte wäre "von unabh. Seite 100% bewiesen" unschädlich, ich wette, sie würden sie trotzdem nicht kaufen?

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