Brettspiel: Schach
Im Schach kann man sich nicht zuletzt mit erfahrenen Trainern verbessern. So war mein Sohn angetan von einem der Besten, Großmeister Artur Jussupow; von mir sagt(e) er leider nichts. Doch wem die ehemalige Nummer drei der Welt, der mich einst beim Europapokalwettkampf ZSKA Moskau–Bayern München am Spitzenbrett massakrierte, nicht genügen sollte, für den naht Abhilfe. Wie ich der Webseite chessbase.com entnehme, kann man die Nummer eins der Welt, den 21-jährigen Norweger Magnus Carlsen, buchen: »In dieser exklusiven Erfahrung wird Magnus seine Leidenschaft für das Schachspiel direkt mit Ihnen teilen.« Natürlich gibt es so viel Leidenschaft nicht umsonst. Für lumpige 2600 Dollar pro Person kann eine Gruppe von vier Leuten mit ihm zwei Stunden lang spielen und nachher zu Abend essen, bei dem »Magnus in entspannter Atmosphäre über die Welt des Schachs spricht«. Genügt Ihnen das nicht oder sind Sie gerade nicht so gut bei Kasse, können Sie vom 20. August an auch an einem Wochencamp mit Magnus in New York teilnehmen, jeder der 100 Teilnehmer zahlt nur 695 Dollar.
Sollten Sie indes zu den Knausrigen zählen, dann gibt es Magnus Carlsen auch (spott)billig. Tag und Nacht, ein Leben lang. In der Edition Olms ist Kämpfen und Siegen mit Magnus Carlsen von Großmeister Adrian Michaltschischin erschienen – ein vorzügliches Buch. Mit welcher unspektakulären Kombination gewann der 15-Jährige als Weißer 2006 in Biel gegen den genialen Russen Alexander Morosewitsch?
Mit welcher Opferkombination setzte Weiß schnell matt?
Nach dem Springeropfer 1.Sxg6+! und dem erzwungenen Wiedernehmen 1...hxg6 war 2.Dh6+! schon Matt – der Läufer g7 ist durch den weißen Läufer b2 gefesselt





