UnternehmenschefsDie Super-Männchen
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Beta-Chefs führen mit Pragmatismus, nicht mit Pathos

Drittens sind die Anspruchsgruppen aufgeklärter, vernetzter und selbstbewusster als früher. Konzernchefs müssen sich vor Aktionären, Analysten, Journalisten, den eigenen Mitarbeitern, den Bürgern heute viel stärker rechtfertigen als früher. Aktionärsvertreter greifen den Vorstand auf der Hauptversammlung an, Journalisten wollen wissen, ob die Topleute ihre Millionengehälter wert sind, NGOs, ob das Unternehmen auch auf die Umwelt achtet. Der Chef muss liefern – Informationen, Argumente, Selbstverpflichtungen. Der Alleinherrscher wird so notgedrungen zum Dienstleister. Er verliert seinen Nimbus.

»Entzauberung von Autoritäten« nennt der Führungscoach Rastorfer das. »Die Welt verändert sich, und wir verändern uns mit ihr.« Wenn die Hierarchie flacher wird, die Kommunikation direkter, die Organisation durchlässiger, dann kommen Patriarchen wie Jürgen Großmann nicht mehr durch. Sie zerschellen am System, und genau das ist Großmann bei RWE passiert. Begreift man Unternehmen als einen Spiegel der Gesellschaft, sind die Beta-Buben ein Produkt ihrer Umwelt.

Die neuen CEOs seien nette Kerle, aber »keine Rollenvorbilder«, sagt der Exberater Herbert Henzler. Keine Identifikationsfiguren. Unternehmensführer werden ersetzt durch Unternehmensmarken. Das heißt, nicht Kasper Rorsted stiftet Identität, sondern Henkel. Die Deutsche Post und nicht Frank Appel. Der Chef tritt hinter die Marke zurück.

Genau darin sieht Frank Dopheide ein Problem, mit dem er heute sein Geld verdient. Früher war Dopheide Chairman der Werbeagentur Grey, heute versucht er aus Managern eine Marke zu machen. Die Manager seien austauschbar geworden, beobachtet Dopheide: alle schlank, glatt rasiert, in der Kommunikation trainiert, und in der Freizeit laufen sie Marathon. »Sie sind alle Brüder von Claus Kleber«, sagt Dopheide. Es sei schwer, sie als Individuen wahrzunehmen. »Sie sind Funktionsträger geworden. Sie müssen wieder Überzeugungstäter sein.«

Dopheide liefert noch eine andere Begründung für die Beta-Buben als Komplexität, Beschleunigung, Globalisierung: Angst. Die Angst vor dem Absturz mache die CEOs so glatt, glaubt Dopheide. Jeder sechste Vorstandschef im deutschsprachigen Raum wurde 2011 ausgetauscht. Das ist eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahr. Nur in Brasilien, Russland oder Indien wechseln die Chefs öfter. Je größer ein Unternehmen ist, desto kürzer halten sich die Topleute. »Da setzt dann ein Schutzmechanismus ein«, sagt Frank Dopheide. Nur nicht unangenehm auffallen. Die Chefs gingen auf Nummer sicher und verhielten sich so, wie sie glaubten, dass es von ihnen erwartet würde. Die Folge: Sie verhalten sich alle ähnlich.

Die Alpha-Chefs von früher neigten vielleicht zur Selbstüberschätzung, aber sie hatten genug Charisma, um die Mitarbeiter auch in Krisenzeiten hinter sich zu versammeln. Bei den heutigen Beta-Chefs ist es gerade umgekehrt. Sie führen mit Pragmatismus, nicht mit Pathos. Sie sind gnadenlos effizient, aber sie tun sich nicht leicht, wenn es einmal schwierig wird. In Zeiten, in denen nicht nur Expertise gefragt ist, sondern Esprit. In denen das Unternehmen eine Perspektive braucht, die länger währt als die Verweildauer der neuen Chefs im Amt. Und so sind sich beide Typen in einem doch ähnlich: Sie ändern sich nicht – und stoßen damit über kurz oder lang an die eigenen Grenzen.

Wie derzeit Christoph Franz. Die Lufthansa ringt mit Kostenproblemen in Europa und mit den kapitalstarken Airlines aus Dubai und Abu Dhabi im Weltverkehr. Sie muss gewaltig sparen, meint Franz. Die Zahlen geben ihm recht, aber seine Mitarbeiter sind skeptisch. Sie haben Angst, und er kann ihnen diese Angst nicht nehmen. Vorstandskollegen tun sich leichter damit als Franz. Carsten Spohr zuallererst, der charismatische Vorstand fürs Passagiergeschäft. Auch wenn es schlecht geht, erwecke er den Eindruck: Wir sind die Größten, sagt ein Beobachter der Branche.

Gefühle ansprechen, Verbundenheit schaffen – Christoph Franz tut sich schwer damit. Harte Wahrheiten herausstellen, das konnte Franz schon immer. Sie dann wieder hübsch verpacken, das konnte er noch nie.

Ein Moment der Wahrheit ist die Lufthansa-Hauptversammlung im Mai. Die Presse in den Tagen zuvor war nicht gut, viele Aktionäre sind verärgert. Franz müsste jetzt eine couragierte Rede halten. Doch er reißt niemanden mit. Seine Arme verharren auf dem Rednerpult, die Augen haften am Manuskript, die Stimme hält die Tonlage. Am Ende seines Vortrags, nach 40 monotonen Minuten, will Franz einen Scherz machen. Er sagt: »Jetzt kommt der Höhepunkt meiner Rede. Ich darf Ihnen nämlich jetzt zu TOP 5 gemäß Paragraf 293 g Absatz 2 Aktiengesetz den Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Eurowings GmbH mündlich erläutern.« Keiner kann folgen, aber Franz schmunzelt. Von den 2600 Aktionären hört man niemanden lachen. Vielleicht sehnen sie sich in diesem Moment nach einem Alpha-Chef.

Diesen Artikel finden Sie als Audiodatei im Premiumbereich unter www.zeit.de/audio

 
Leserkommentare
  1. der größeren Aktiengesellshaften müssen heute anders gestrickt sein als noch vor 20Jahren. Heute ist das Quartalsergebnis und der Börsenkurs für die Hauptanteilseigner (Banken und Hedgefonds) wichtiger als die Nachhaltigkeit (nannte man früher Langfristigkeit). Wer nicht Quartal für Quartal den Erfolg bringt, wird ausgetauscht. Die Halbwertzeit eines Vorstandsvorsitzenden eines DAX-Konzern erreicht kaum das Ende der Vertragslaufzeit. Charismatische Chefs gibt es bei keinem Dax-Unternehmen. Keiner von denen verdient eine solche Bezeichnung, weder ein Herr Apel noch eine Herr Lufthansa. Bei einer Umfrage würde nur eine Minderheit sich an die Namen erinnern.
    Früher waren die Namen von Kuenheim etc. bekannt wie ein bunter Hund. Heute alles Blasse Typen, die kaum den Mund aufbekommen, wenn die Politk Mist baut. Immer schön rund gelutscht. Alles ein Brei.

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  2. ...in erster Linie auf den Standard-Manager-Typus börsennotierter Unternehmen. In Familienunternehmen beispielsweise, wo der Quartalsabschluss allenfalls als Fußnote angesehen wird, weil man seitens der Anteilseigner in Generationen denkt, findet man durchaus noch Leute des "alten Schlages", zumindest aber fordern die Rahmenbedingungen dort nicht notwendiger Weise die kritisierte Stromlinienförmigkeit eines DAX-Vorstands.

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    • keibe
    • 09.07.2012 um 19:20 Uhr

    aber nach der Beschreibung in diesem Artikel wäre mir Christoph Franz als Chef überaus sympathisch.

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    ...dass der erfolgreich sein Image pflegt. Mir geht diese gespielte Bescheidenheit und Bodenständigkeit der "modernen" Chefs ein wenig auf die Nerven. Ein lebelustiger, meinetwegen auch selbstherrlicher Charismatiker vom alten Schlag, der mutig Entscheidungen trifft lieber als ein Erbsenzähler, der sich im Zweifel dann doch nur als Opportunist entpuppt.

    die Meinung würden Sie ganz, ganz schnell ändern...

    ...dass der erfolgreich sein Image pflegt. Mir geht diese gespielte Bescheidenheit und Bodenständigkeit der "modernen" Chefs ein wenig auf die Nerven. Ein lebelustiger, meinetwegen auch selbstherrlicher Charismatiker vom alten Schlag, der mutig Entscheidungen trifft lieber als ein Erbsenzähler, der sich im Zweifel dann doch nur als Opportunist entpuppt.

    die Meinung würden Sie ganz, ganz schnell ändern...

  3. Die Atmosphäre des Artikels deutet darauf hin, daß von den Autoren das "Alpha-Tier" vermißt wird.

    Alpha-Tier:
    -> Gierig, kann den Hals nicht voll genug kriegen.
    -> Alles muß immer größer sein.
    -> Relation zu Netzwerken und Systemeigenschaften fehlt.
    -> Freund/Feindschema.
    -> Benötigt die Aufmerksamkeit aller.
    -> Sieht in jeder Diskussion einen reinen Machtkampf und vernachlässigt Thema und Ziel.
    -> Kontrolliert beinahe paranoisch die Mitarbeiter.
    -> Bewertet nach Statussymbolen.

    Und wie ich solche Menschen vermisse.

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    auf die jetzigen Manager zu, nur sind diese in der Lage dies zu verbergen oder sie arbeiten dabei mit dem beliebten passiv-aggressiv behaviour, mir fehlt leider der dt. Begriff dafür. Was für Mitarbeiter im Endeffekt gefährlicher ist und auch für Unternehmen, denn die Leute wissen im Allgemeinen über ihre Uzulänglichkeiten und wie sie an die Macht gekommen sind und fürchten durch Leute mit den selben Mitteln ausgebootet zu werden. Das sieht man besonders gut auch in den höheren Etagen des ÖD. Man hat sich meist mit brown nose hochgedient und teilweise auch nur durch das Netzwerken und nicht durch Persönlichkeit oder Fachkompetenz und das sie keine soziale oder gesellschaftliche Kompetenz haben, beweisen diese Beta Tiere ja wieder und wieder.
    Das durch die Autoren hervorgehobene Understatement hat da System, denn es macht diese Leute bei Weitem gefährlicher, da sie nicht ausrechenbar sind und auch den Partnern und Mitarbeitern oftmals ein falsches Gefühl der Sicherheit geben.
    Und auch die Autoren wissen nicht was behind the curtains vor sich geht, habe schon Chefs bei Kunden erlebt die alle im Text genannten Eigenschaften hatten, wo man aber hinter den genannten curtains dann doch lieber nicht arbeiten möchte.

    auf die jetzigen Manager zu, nur sind diese in der Lage dies zu verbergen oder sie arbeiten dabei mit dem beliebten passiv-aggressiv behaviour, mir fehlt leider der dt. Begriff dafür. Was für Mitarbeiter im Endeffekt gefährlicher ist und auch für Unternehmen, denn die Leute wissen im Allgemeinen über ihre Uzulänglichkeiten und wie sie an die Macht gekommen sind und fürchten durch Leute mit den selben Mitteln ausgebootet zu werden. Das sieht man besonders gut auch in den höheren Etagen des ÖD. Man hat sich meist mit brown nose hochgedient und teilweise auch nur durch das Netzwerken und nicht durch Persönlichkeit oder Fachkompetenz und das sie keine soziale oder gesellschaftliche Kompetenz haben, beweisen diese Beta Tiere ja wieder und wieder.
    Das durch die Autoren hervorgehobene Understatement hat da System, denn es macht diese Leute bei Weitem gefährlicher, da sie nicht ausrechenbar sind und auch den Partnern und Mitarbeitern oftmals ein falsches Gefühl der Sicherheit geben.
    Und auch die Autoren wissen nicht was behind the curtains vor sich geht, habe schon Chefs bei Kunden erlebt die alle im Text genannten Eigenschaften hatten, wo man aber hinter den genannten curtains dann doch lieber nicht arbeiten möchte.

  4. Europas heutiger Politik mangelt es an Metternichs, Clemenceaus, Adenauers und De Gaulles. Es graust einem wenn man sich die Gruppenfotos der Brüsseler "Gipfel" anschaut: nichts als ein Rudel verstörter Beamtentypen.

    6 Leserempfehlungen
  5. Qualitaet laesst sich immer verkaufen. Auch trendy, innovativ und Vorreiter muss man sein. Und nicht etwa wie Nokia, die die Entwicklung voll verschlafen hat.
    Ich finde es schade, dass Manager kaum in der Oeffentlichkeit auftreten um sich zu wichtigen politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Themen zu aeussern.
    Es ist aus Sicherheitsgruenden zwar ratsam, moeglichst unbekannt durch die Gegend zu laufen, doch ueberhaupt nicht im Fernsehen aufzutreten, um Positionen zum einen oder anderen wichtigen Thema zu beziehen, finde ich sehr arm.

    Eine Leserempfehlung
  6. ..das Alphatier. Bei Daimler-Chrysler einen Milliardenwerte versenkt, voher bei der DASA und bei Fokker Mist gebaut (http://www.spiegel.de/spi...). Was für ein Leistungsträger. Seiner Frau einen 200.000 Euro Posten zugeschustert.

    Klar, dass der sich selbst in den höchsten Tönen lobt. Sonst macht es ja auch keiner. Mit Recht!

    Und dann Hilmar "Peanuts" Kopper. Das Mastermind bei der Jürgen Schneider Affäre, dem Milliardenkredite gewährt wurden, weil er ja "so seriös auftrat".

    Rolf Breuer, sein Nachfolger, dessen naive Aussagen bez. Kirch die Deutsche Bank schon Millionen gekostet haben und noch kosten werden.

    Irgendwie scheint mir der Tenor des Artikels zu sein, dass es doch schade wäre, dass es heute Manager mit einem gewissen Maß an Sozialkompetenz Großunternehmen führen. Wir sollten froh sein, dass die Alphatiere von früher endlich ausgestorben sind.

    Und zum Schluss noch ein Ansicht von Herrn Schrempp zum Thema Ertragssteuern:

    "Empörung löste vor allem seine öffentliche Ankündigung aus, bis zur Jahrtausendwende werde sein Unternehmen in Deutschland keinen Pfennig Ertragsteuern zahlen. Er sagte: „Von uns kriegt ihr nichts mehr“.[2]"(Quelle: wikipedia)

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  7. Was soll das eigentlich Aussagen, das Jemand, der 2,3 Millionen im Jahr verdient und einen gebrauchten Wagen fährt, überaus bescheiden ist? Jemand, der 2,3 Millionen verdient, gehört weltweit zu denjenigen, die gemessen an der Gesamtpopulation gerade mal 0,1% ausmachen. Egal wie sehr "Alphamännchen" oder "Super-Männchen"(was ein alberner Begriff übrigens), wer soviel Geld verdient hat zwangsläufig Dreck am stecken und unterstützt, wissentlich oder unwissentlich, den Ausverkauf der Bürger. Denn wenn diese netten Herrschaften das Geld anlegen, dürfen andere wieder die daraus enstehende Zinslast tragen, ohne eine Gegenleistung dafür zu bekommen(Das Risiko steht in keinem Verhältnis zum Gewinn). Ich bin nicht neidisch, sondern vielmehr wütend, das man solche Verhältnisse als Vorbild hochstilisieren möchte und als erstrebenswert verklärt. Daher kommt die Mentalitität Profit über alles(Ich hab da genug Erfahrung mit). Die einzige Möglichkeit diese Geldvermögenswerte nicht nur zu halten, sondern noch zu steigern, besteht heute nur noch über die Möglichkeit der Verschuldung und der damit gegebenen Konsequenz der Lohndrückung.

    Grüße,
    Truthseeker

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    Alternative aussehen ?

    Leider ist die Einzige was Ihrem Kommentar zu entnehmen ist eben doch der Neid ! Sonst würden Sie nicht nur über eine Person oder eine Personengruppe schimpfen sondern sich mal Gedanken machen wie das anders funktionieren könnte ?

    Z.B. in dem intelligente und sozialkompetente Manager auf den Job verzichten (denn schliesslich verdient man da zu viel) und stattdessen lassen wir wieder die Urkapitalisten ans Ruder. Auf die können Sie dann wenigstens wieder mit Fug und Recht schimpfen und die Welt ist wieder in Ordnung. Hier die Bösen, da die Guten. Noch nicht gemerkt, dass es nie nur die Bösen und nie nur die Guten gibt ?

    habe ich bereits genannt, schauen Sie sich einige meiner Kommentare im Profil an.

    Diskussionswürdig wäre die private Geldschöpfung in die Hände einer neuen öffentlich-rechtlichen Institution, mit einer neuen Rechtsbindung, der Monetative etwa, zu geben. Die Vertreter und Mitarbeiter dieser Institution sollten die Rechte dieser Institution wahren. Denn durch den Umstand, das neu geschöpftes Geld gleich mit Zinsen belastet sind, steigt das Geldvermögen in Relation zum BIP schneller an und geht infolgedessen zum Leidwesen der arbeitenden Bevölkerung, die diese Zinsbelastung erbringen muss. Denn die Zinsen, die bei jeder neuen Geldschöpfung verlangt werden, existieren nicht im Geldkreislauf und können somit niemals getilgt werden(würde man alle Schulden bezahlen gebe es kein Vermögen mehr, da mehr Schulden als Vermögen vorhanden ist). Ein Staatsbankrott bzw. eine Wirtschaftskrise ist nur die logische Konsequenz, da einiges Tages die solventen Schuldner ausgehen und man das System dann infolgedessen neustarten muss.

    Ein Beispiel:
    Wenn 10 Leute sich 1000 Euro zu je 10% leihen, muss mindestens einer sein ganzes Geld verlieren, damit die anderen ihren Verpflichtungen bei der Bank nachkommen können(10% auf 10000 macht 1000, sollte einleuchtend genug sein) Deswegen gibt es auch immer wieder Leute, die unverschuldet in die Schuldenfalle tappen. Bisher halte ich das Vollgeldsystem für am besten geeignet, unser Schuldgeldsystem zu ersetzen.

    Grüße,
    Truthseeker

    Alternative aussehen ?

    Leider ist die Einzige was Ihrem Kommentar zu entnehmen ist eben doch der Neid ! Sonst würden Sie nicht nur über eine Person oder eine Personengruppe schimpfen sondern sich mal Gedanken machen wie das anders funktionieren könnte ?

    Z.B. in dem intelligente und sozialkompetente Manager auf den Job verzichten (denn schliesslich verdient man da zu viel) und stattdessen lassen wir wieder die Urkapitalisten ans Ruder. Auf die können Sie dann wenigstens wieder mit Fug und Recht schimpfen und die Welt ist wieder in Ordnung. Hier die Bösen, da die Guten. Noch nicht gemerkt, dass es nie nur die Bösen und nie nur die Guten gibt ?

    habe ich bereits genannt, schauen Sie sich einige meiner Kommentare im Profil an.

    Diskussionswürdig wäre die private Geldschöpfung in die Hände einer neuen öffentlich-rechtlichen Institution, mit einer neuen Rechtsbindung, der Monetative etwa, zu geben. Die Vertreter und Mitarbeiter dieser Institution sollten die Rechte dieser Institution wahren. Denn durch den Umstand, das neu geschöpftes Geld gleich mit Zinsen belastet sind, steigt das Geldvermögen in Relation zum BIP schneller an und geht infolgedessen zum Leidwesen der arbeitenden Bevölkerung, die diese Zinsbelastung erbringen muss. Denn die Zinsen, die bei jeder neuen Geldschöpfung verlangt werden, existieren nicht im Geldkreislauf und können somit niemals getilgt werden(würde man alle Schulden bezahlen gebe es kein Vermögen mehr, da mehr Schulden als Vermögen vorhanden ist). Ein Staatsbankrott bzw. eine Wirtschaftskrise ist nur die logische Konsequenz, da einiges Tages die solventen Schuldner ausgehen und man das System dann infolgedessen neustarten muss.

    Ein Beispiel:
    Wenn 10 Leute sich 1000 Euro zu je 10% leihen, muss mindestens einer sein ganzes Geld verlieren, damit die anderen ihren Verpflichtungen bei der Bank nachkommen können(10% auf 10000 macht 1000, sollte einleuchtend genug sein) Deswegen gibt es auch immer wieder Leute, die unverschuldet in die Schuldenfalle tappen. Bisher halte ich das Vollgeldsystem für am besten geeignet, unser Schuldgeldsystem zu ersetzen.

    Grüße,
    Truthseeker

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