Theologie: Im Paradies
Studenten der Theologie geht es besser als allen anderen Geisteswissenschaftlern: Die Kurse sind klein, die Fakultäten und Professoren zahlreich. Wie kann das sein?
Er ist erst 25, aber ein Student der alten Schule. Julian-Christopher Marx hat sich Zeit gelassen und in Leipzig studiert, in Basel und an der Humboldt-Universität in Berlin; gerade verbringt er seine Tage in der Bibliothek und feilt an seiner Masterarbeit über das Verhältnis von moderner Gesellschaft und Individuum bei Ernst Troeltsch und Charles Taylor. Ab und zu, wenn er eine Pause von den großen Denkern braucht, hockt er sich ins Foyer der Theologischen Fakultät in Berlin-Mitte, blickt auf die Touristenströme vor den Panoramafenstern und nimmt einen Schluck aus seiner Club-Mate-Flasche. »Theologie ist genau das richtige Fach für mich«, sagt er. Nein, nicht um Pfarrer zu werden. »Die Beschäftigung mit dem Menschsein im Werden und damit den Grundlagen von Gesellschaft und Wissenschaft an sich, das fasziniert mich, das findet man sonst in keinem Fach. Vielleicht noch am ehesten in der Philosophie.« Er hält kurz inne, schüttelt dann den Kopf. »Nein, auch da nicht. Die Theologie ist einzigartig.«
Einzigartig ist die Theologie auch, wenn es um die sogenannten Betreuungsrelationen geht. In keinem anderen Fach kommen so wenige Studenten auf so viele Professoren. Insgesamt studierten 2010 deutschlandweit knapp 17.000 junge Menschen evangelische oder katholische Theologie im Hauptfach. Betreut wurden sie von 666 Professoren. Zum Vergleich: Die Germanistik hat 640 Professoren. Und 80.377 Hauptfachstudenten. Wie kann das sein?
Die Antwort führt zum Teil weit zurück in die Kirchengeschichte. Ins Jahr 1924 etwa, als zwischen dem Freistaat Bayern und der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche ein Staatskirchenvertrag geschlossen wurde. Oder ins Jahr 1933, als der Staat der katholischen Kirche im »Reichskonkordat« die Zukunft der Theologischen Fakultäten garantierte. Alle bis heute geltenden Kirchenverträge haben gemeinsam: Der Staat zahlt die Professoren, die Kirche darf mitentscheiden, wer die Lehrstühle besetzt, und wenn es ans Sparen geht, kann die Kirche sich querstellen.
Lange Zeit hat die Extrawurst, die der Staat den beiden christlichen Kirchen da seit Jahrzehnten serviert, nicht wirklich jemanden gestört. Ab und zu gab es ein bisschen Medienrummel, wenn wie bei dem vom Glauben abgefallenen Göttinger Theologieprofessor Gerd Lüdemann die Kirche seine Absetzung verlangte. Jetzt aber nimmt angesichts von übervollen Hörsälen in anderen Fächern der Zorn zu über die frommen Kollegen, die mancherorts die Schäfchen in ihren Seminaren an einer Hand abzählen können. Eine »Abschaffung aller Privilegien für die Theologie« fordert etwa der Studentenverband fzs.
70 Leute in einem Seminar seien bei den Theologen »exorbitant viele«
Wie gut es ihm geht, realisierte Julian-Christopher Marx, als er sich in Leipzig parallel bei den Politikwissenschaftlern einschrieb. Da saßen plötzlich 50 Leute im Seminar und 250 in einer Vorlesung. »Bei den Theologen war es exorbitant viel, wenn 100 zusammenkamen.«
Jens Schröter sitzt ein paar Etagen über dem Foyer mit den Panoramafenstern, und sein Ausblick ist auch ganz schön. Die Spree mit den Ausflugsdampfern im Vordergrund, dahinter die Kulisse der Museumsinsel. Doch Schröter, Dekan der Theologischen Fakultät, ist in seinen Gedanken gerade ganz woanders. Er überlegt, wie er es am besten sagen soll. Dass die Kritiker der Theologen ja irgendwie auch recht haben. Er entscheidet sich für die diplomatische Variante. »Sich einfach nur zurücklehnen und auf dem Status quo zu beharren, das wird der Theologie nicht bekommen.«
Man muss dazu wissen, dass der 51-jährige Neutestament-Experte Schröter bis vergangenes Jahr auch Vorsitzender des Evangelisch-Theologischen Fakultätentages war, der Vereinigung der 19 (!) Fakultäten, die es deutschlandweit gibt. Darunter sind Standorte wie die Humboldt-Uni, die für Theologie-Verhältnisse fast aus allen Nähten platzen, und andere, wie Greifswald oder Rostock, die allein kaum noch lebensfähig sind. Doch die Kirchenoberen beharren auf ihrem Existenzrecht – und können es, weil der Staat keine Handhabe hat. Früher lautete die Formel: Jede Landeskirche bekommt ihre eigene theologische Fakultät. Inzwischen hat die frisch vereinigte evangelische Nordkirche, zu der Greifswald und Rostock gehören, sogar vier davon – während andere Fächer von der Schließung bedroht sind.







Ach, wenn ich nochmal 18 wär, seufz das wer schön, dann wird ich sofort Theologie Studieren, und ein schöneres leben haben als jetzt, Naja wat solls, kann man nicht ändern.
Man kann alternativ auch Informatik studieren. Da hat man an den größeren Universitäten in manchen Hauptseminaren bestenfalls fünf bis zehn Teilnehmer. Pro Semester werden von einem Fachbereich kaum mehr als ein Duzend Diplom-/Master-Arbeiten betreut. Diese Betreuungsquote finde ich spitze. Das Fach ist auch ähnlich spannend wie Philosophie oder Theologie, weil Informationen oft genauso flüchtig oder unfassbar erscheinen wie Zwischenmenschliches. Information als wissenschaftliche Untersuchungsgegenstand ist nützlich, weil Informationen allgegenwärtig sind. Und am Ende hat man sogar die Wahl, ob man mit dem Abschluss Karriere macht, Schlipsträger wird und 80 Stunden pro Woche arbeitet oder einfach den Rest seines Lebens einfach nur sorgenfrei genießen möchte.
Das würde ich mit Sicherheit genau so machen.
Man kann alternativ auch Informatik studieren. Da hat man an den größeren Universitäten in manchen Hauptseminaren bestenfalls fünf bis zehn Teilnehmer. Pro Semester werden von einem Fachbereich kaum mehr als ein Duzend Diplom-/Master-Arbeiten betreut. Diese Betreuungsquote finde ich spitze. Das Fach ist auch ähnlich spannend wie Philosophie oder Theologie, weil Informationen oft genauso flüchtig oder unfassbar erscheinen wie Zwischenmenschliches. Information als wissenschaftliche Untersuchungsgegenstand ist nützlich, weil Informationen allgegenwärtig sind. Und am Ende hat man sogar die Wahl, ob man mit dem Abschluss Karriere macht, Schlipsträger wird und 80 Stunden pro Woche arbeitet oder einfach den Rest seines Lebens einfach nur sorgenfrei genießen möchte.
Das würde ich mit Sicherheit genau so machen.
hat auch das Sagen!?
....aus Verträgen mit dem deutschen Staat, die ja auch im Artikel erwähnt wurden. Leider ging der Autor auf die Vertragsbedingungen nicht ein. Um jedoch zu beurteilen, ob die Ausstattung der Theologie Fakultäten gerechtfertigt ist, müsste man genau das prüfen. Sich aber darüber aufzuregen, dass jemand zugesagte Leistungen wahrnimmt ist eine Art Hetze.
solche Verträge kann man nur im Bewusstsein großer Machtfülle gestalten!
....aus Verträgen mit dem deutschen Staat, die ja auch im Artikel erwähnt wurden. Leider ging der Autor auf die Vertragsbedingungen nicht ein. Um jedoch zu beurteilen, ob die Ausstattung der Theologie Fakultäten gerechtfertigt ist, müsste man genau das prüfen. Sich aber darüber aufzuregen, dass jemand zugesagte Leistungen wahrnimmt ist eine Art Hetze.
solche Verträge kann man nur im Bewusstsein großer Machtfülle gestalten!
Die moderne Universität ist ein Hort der Wissenschaft. Wie der Name schon sagt sind Wissenschaften Disziplinen die sich aus dem Wissen definieren.
Religion ist das Gegenteil,sie ensteht aus dem Unwissen. Deshalb hat dieses Fach an einer staatlichen Universität ebenso wenig zu suchen wie etwa Magie.
Die Aufklärung sollte endlich auch die deutsche Universität erreichen.
… aber ein bisschen darf man ja dann doch an unsere kulturgeschichte erinnern. von den vier klassischen wissenschaften haben sich jura, medizin und eben die theologie unter diesem namen erhalten. die philosophie hingegen hat sich aufgesplittet in alle diejenigen bereiche, die wir heute als natur- oder geisteswissenscahften kennen, von der physik über das restfach philosophie bis hin zur skandinavistik.
was ich sagen will: universitäten waren immer weit mehr als betriebsstätten im sinne moderner wissenschaftsdefinitionen. und wenn sie das verlieren, dann verlieren wir einen teil unserer wissenschaftskultur.
oh, das sagt einer, der für eine klare trennung von kirche und staat plädiert und etwa kirchensteuern nicht nur aus seinem staatsverständnis, sondern auch aus theologischen gründen massiv ablehnt.
...Philosophie und Volkswirtschaft aus den Universitäten verbannen...
die Sie so anprangern, wurde nicht zuletzt von dem sehr evangelischen Kant mithin hervorgerufen. Auch haben alle kirchlichen Banken in Deutschland KEINE Schulden - anders als die wirtschaftsorientierten Schuldeninstitute, wie etwa die Deutsche Bank. Nein, die Kirche kommt bei € 0,- raus - sie gibt alles an die Zahler zurück: Etwa mit der Aufrechterhaltung Deutscher Kulturgüter (Ulmer Münster, Speyer'er Dom, etc.) oder der Armenhilfe (Caritas, u.v.m.), um die Sie sich sicher nicht kümmern.
Hetzer wie Sie hat es schon immer gegeben. Geschadet hat es der Kirche nie. Diese ist so fest mit unserem abendländischen Deutschland verbunden, wie die Poesie und Wissenschaft. Nicht umsonst stellt die Theologie an den Universitäten den Fachbereich Nummer 01.
Nehmen Sie den Menschen die Theologie, nehmen Sie ihnen die Spiritualität und die Hoffnung. Als Frage an Sie: An wen wenden Sie sich, wenn ein Angehöriger stirbt? Wer beerdigt Ihre Eltern und gibt Ihnen Seelenfrieden? Sicher nicht Ihr Steuerberater oder örtlicher Scientologe.. Denken Sie bitte drüber nach.
Verzichten Sie auf persönliche Angriffe. Danke, die Redaktion/fk.
Vielleicht könnte man Religion und Magie ja zu einem gemeinsamen Studienfach kombinieren. Gute Idee!!!
Aber im Ernst: Studium von Religion als GESCHICHTLICHES PHÄNOMEN hat schon seine Berechtigung. Vielleicht könnte man Religions"wissenschaften" in der Geschichts- oder Archäologie Fakultät gut unterbringen?!
Moin Moin,
nur kurz...
Ich finde, dass Theologie sehr wohl einen Platz an der Universität haben muß. Die auffallende Neigung des Menschen, an Götter zu glauben in all ihrer widersprüchlichen Vielfalt und die Auswirkungen dessen auf das tägliche Leben muß untersucht werden.
Das ist dann allerdings nicht die Theologie die ein Vorsitzender der Kongregation für die Glaubenslehre befürworten würde.
CU
müssten Sie für Theologie an den Universitäten sein. Denn an der Universität muss jeder Theologiestudierende mit der historisch-kritischen Exegese eine Methode auf seine heilige Schrift anwenden, die sich im Wesentlichen dem Denken der Aufklärung verdankt.
Abgesehen davon eine kleine Randbemerkung: Aufklärung ist ohne Wissen nicht zu haben - da wäre es auch schön, wenn die Religionskritiker sich um mehr Wissen in Fragen der Religion bemühten. Dann könnte auch mal Differenzierteres zu lesen sein als "Religion ist das Gegenteil,sie ensteht aus dem Unwissen. Deshalb hat dieses Fach an einer staatlichen Universität ebenso wenig zu suchen wie etwa Magie".
aber bwl gibt es an der uni auch ----> warum dann keine theologie?
Ich würde wagen zu behaupten, dass gerade dieser Kommentar aus dem Unwissen heraus entstanden ist.
Als erstes möchte ich einmal anmerken, das Religion und Theologie zwei verschiedene Dinge sind. Der Begriff Religion ist so vielseitig, dass es keine wissenschaftlich anerkannte Definition desselben gibt, immer nur Annäherungen. Es hängt davon ab, mit welchen kulturellen Hintergrund man sich diesem Begriff nähert. Die Theologie dagegen könnte man als wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Religion bezeichnen. Sie fragt danach, wie sich Religion äußert (in Texten [Hl. Schriften], in Ritualen, im Lebensvollzug) und welchen Einfluss religiöse Äußerungen bzw. Glaube auf die Geschichte haben. In der Beschäftigung mit religiösen Texten wird die (wissenschaftliche!!!) Methode der historisch-kritischen Exegese angewendet. Der religiöse Text wird also nicht als Gotteswort durch Verbalinspiration verstanden, sondern als Menschenwort, das in einer bestimmten Zeit,in einer bestimmten Kultur und in einer bestimmten Situation mit einer bestimmten Intention verfasst wurde. Mit Magie hat das nichts zu tun. Kapselt man die Ausbildung von Theologen und Religionslehrern von den Universitäten ab, so besteht die Gefahr, dass die objektiv wissenschaftliche Lehre gefährdet ist. Nur so kann der Staat auf die Ausbildung von Theologen Einfluss nehmen.
sondern Theologie.
Und zwar nach wissenschaftlichen Methoden.
… aber ein bisschen darf man ja dann doch an unsere kulturgeschichte erinnern. von den vier klassischen wissenschaften haben sich jura, medizin und eben die theologie unter diesem namen erhalten. die philosophie hingegen hat sich aufgesplittet in alle diejenigen bereiche, die wir heute als natur- oder geisteswissenscahften kennen, von der physik über das restfach philosophie bis hin zur skandinavistik.
was ich sagen will: universitäten waren immer weit mehr als betriebsstätten im sinne moderner wissenschaftsdefinitionen. und wenn sie das verlieren, dann verlieren wir einen teil unserer wissenschaftskultur.
oh, das sagt einer, der für eine klare trennung von kirche und staat plädiert und etwa kirchensteuern nicht nur aus seinem staatsverständnis, sondern auch aus theologischen gründen massiv ablehnt.
...Philosophie und Volkswirtschaft aus den Universitäten verbannen...
die Sie so anprangern, wurde nicht zuletzt von dem sehr evangelischen Kant mithin hervorgerufen. Auch haben alle kirchlichen Banken in Deutschland KEINE Schulden - anders als die wirtschaftsorientierten Schuldeninstitute, wie etwa die Deutsche Bank. Nein, die Kirche kommt bei € 0,- raus - sie gibt alles an die Zahler zurück: Etwa mit der Aufrechterhaltung Deutscher Kulturgüter (Ulmer Münster, Speyer'er Dom, etc.) oder der Armenhilfe (Caritas, u.v.m.), um die Sie sich sicher nicht kümmern.
Hetzer wie Sie hat es schon immer gegeben. Geschadet hat es der Kirche nie. Diese ist so fest mit unserem abendländischen Deutschland verbunden, wie die Poesie und Wissenschaft. Nicht umsonst stellt die Theologie an den Universitäten den Fachbereich Nummer 01.
Nehmen Sie den Menschen die Theologie, nehmen Sie ihnen die Spiritualität und die Hoffnung. Als Frage an Sie: An wen wenden Sie sich, wenn ein Angehöriger stirbt? Wer beerdigt Ihre Eltern und gibt Ihnen Seelenfrieden? Sicher nicht Ihr Steuerberater oder örtlicher Scientologe.. Denken Sie bitte drüber nach.
Verzichten Sie auf persönliche Angriffe. Danke, die Redaktion/fk.
Vielleicht könnte man Religion und Magie ja zu einem gemeinsamen Studienfach kombinieren. Gute Idee!!!
Aber im Ernst: Studium von Religion als GESCHICHTLICHES PHÄNOMEN hat schon seine Berechtigung. Vielleicht könnte man Religions"wissenschaften" in der Geschichts- oder Archäologie Fakultät gut unterbringen?!
Moin Moin,
nur kurz...
Ich finde, dass Theologie sehr wohl einen Platz an der Universität haben muß. Die auffallende Neigung des Menschen, an Götter zu glauben in all ihrer widersprüchlichen Vielfalt und die Auswirkungen dessen auf das tägliche Leben muß untersucht werden.
Das ist dann allerdings nicht die Theologie die ein Vorsitzender der Kongregation für die Glaubenslehre befürworten würde.
CU
müssten Sie für Theologie an den Universitäten sein. Denn an der Universität muss jeder Theologiestudierende mit der historisch-kritischen Exegese eine Methode auf seine heilige Schrift anwenden, die sich im Wesentlichen dem Denken der Aufklärung verdankt.
Abgesehen davon eine kleine Randbemerkung: Aufklärung ist ohne Wissen nicht zu haben - da wäre es auch schön, wenn die Religionskritiker sich um mehr Wissen in Fragen der Religion bemühten. Dann könnte auch mal Differenzierteres zu lesen sein als "Religion ist das Gegenteil,sie ensteht aus dem Unwissen. Deshalb hat dieses Fach an einer staatlichen Universität ebenso wenig zu suchen wie etwa Magie".
aber bwl gibt es an der uni auch ----> warum dann keine theologie?
Ich würde wagen zu behaupten, dass gerade dieser Kommentar aus dem Unwissen heraus entstanden ist.
Als erstes möchte ich einmal anmerken, das Religion und Theologie zwei verschiedene Dinge sind. Der Begriff Religion ist so vielseitig, dass es keine wissenschaftlich anerkannte Definition desselben gibt, immer nur Annäherungen. Es hängt davon ab, mit welchen kulturellen Hintergrund man sich diesem Begriff nähert. Die Theologie dagegen könnte man als wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Religion bezeichnen. Sie fragt danach, wie sich Religion äußert (in Texten [Hl. Schriften], in Ritualen, im Lebensvollzug) und welchen Einfluss religiöse Äußerungen bzw. Glaube auf die Geschichte haben. In der Beschäftigung mit religiösen Texten wird die (wissenschaftliche!!!) Methode der historisch-kritischen Exegese angewendet. Der religiöse Text wird also nicht als Gotteswort durch Verbalinspiration verstanden, sondern als Menschenwort, das in einer bestimmten Zeit,in einer bestimmten Kultur und in einer bestimmten Situation mit einer bestimmten Intention verfasst wurde. Mit Magie hat das nichts zu tun. Kapselt man die Ausbildung von Theologen und Religionslehrern von den Universitäten ab, so besteht die Gefahr, dass die objektiv wissenschaftliche Lehre gefährdet ist. Nur so kann der Staat auf die Ausbildung von Theologen Einfluss nehmen.
sondern Theologie.
Und zwar nach wissenschaftlichen Methoden.
und wer zahlt das?
dass Greifswald selbst aus allen Nähten platzt, was die Theologie angeht, die Fakultät hat fast 800 (!) Theologiestudenten, also ähnlich wie Berlin. Aber dabei besitzt sie nur 1/3 der Stellen. Man sollte also hier etwas vorsichtiger vergleichen!
Ansonsten freue ich mich auf die gleich losbrechende Debatte, in der Religion aus dem öffentlichen Raum und von den Universitäten verbannt werden soll und das GG wie die 10 Gebote zitiert wird. *Ironie*
Ja, tut mir leid, Thukydides26, aber es muß sein.
Sie wollen doch nicht ernsthaft behaupten, dass es mit der "Theologie" eine Wissenschaft gibt, die sich mit wissenschaftlichen Methoden mit Göttern beschäftigt und dabei allgemeingültige(!) Erkenntnisse über diese überirdischen Wesen gewinnt - oder?
Ich denke, die "Theologie" beschäftigt sich eher mit verstaubten Schriften.
Lieber Thukydides26,
das erinnere ich aus Göttingen, Heidelberg und Bonn auch noch: Kaum hieß die Vorlesung "Jesus von Nazareth" saßen zweihundert Leute mehr im Hörsaal.
So ganz wie im Paradies, erinnere ich das auch nicht. Aber nahe dran, denn: überschaubar war es dann bei "Das Griechisch des Hebräerbriefes".
Herzlichst
am Rande
Ja, tut mir leid, Thukydides26, aber es muß sein.
Sie wollen doch nicht ernsthaft behaupten, dass es mit der "Theologie" eine Wissenschaft gibt, die sich mit wissenschaftlichen Methoden mit Göttern beschäftigt und dabei allgemeingültige(!) Erkenntnisse über diese überirdischen Wesen gewinnt - oder?
Ich denke, die "Theologie" beschäftigt sich eher mit verstaubten Schriften.
Lieber Thukydides26,
das erinnere ich aus Göttingen, Heidelberg und Bonn auch noch: Kaum hieß die Vorlesung "Jesus von Nazareth" saßen zweihundert Leute mehr im Hörsaal.
So ganz wie im Paradies, erinnere ich das auch nicht. Aber nahe dran, denn: überschaubar war es dann bei "Das Griechisch des Hebräerbriefes".
Herzlichst
am Rande
… aber ein bisschen darf man ja dann doch an unsere kulturgeschichte erinnern. von den vier klassischen wissenschaften haben sich jura, medizin und eben die theologie unter diesem namen erhalten. die philosophie hingegen hat sich aufgesplittet in alle diejenigen bereiche, die wir heute als natur- oder geisteswissenscahften kennen, von der physik über das restfach philosophie bis hin zur skandinavistik.
was ich sagen will: universitäten waren immer weit mehr als betriebsstätten im sinne moderner wissenschaftsdefinitionen. und wenn sie das verlieren, dann verlieren wir einen teil unserer wissenschaftskultur.
oh, das sagt einer, der für eine klare trennung von kirche und staat plädiert und etwa kirchensteuern nicht nur aus seinem staatsverständnis, sondern auch aus theologischen gründen massiv ablehnt.
...Philosophie und Volkswirtschaft aus den Universitäten verbannen...
...Volkswirtschaftslehre versucht zumindest sowas wie empirische Wissenschaft zu liefern. Philosophie und auch Theologie halte ich persönlich für verzichtbar, muss aber zugeben, dass ich keinen wirklichen Einblick in die dort vermittelten Lehren habe, vielleicht bin ich ja im Unrecht.
Ueber die Philosophie will ich keine Aussage machen, da ich mich zwar ein wenig darin auskenne aber nicht gut genug, offensichtlich im Gegensatz zu Ihnen. Die VWL als Nicht-Wissenschaft zu bezeichnen mutet aber als geradezu laecherlich an.
...Volkswirtschaftslehre versucht zumindest sowas wie empirische Wissenschaft zu liefern. Philosophie und auch Theologie halte ich persönlich für verzichtbar, muss aber zugeben, dass ich keinen wirklichen Einblick in die dort vermittelten Lehren habe, vielleicht bin ich ja im Unrecht.
Ueber die Philosophie will ich keine Aussage machen, da ich mich zwar ein wenig darin auskenne aber nicht gut genug, offensichtlich im Gegensatz zu Ihnen. Die VWL als Nicht-Wissenschaft zu bezeichnen mutet aber als geradezu laecherlich an.
Ja, tut mir leid, Thukydides26, aber es muß sein.
Sie wollen doch nicht ernsthaft behaupten, dass es mit der "Theologie" eine Wissenschaft gibt, die sich mit wissenschaftlichen Methoden mit Göttern beschäftigt und dabei allgemeingültige(!) Erkenntnisse über diese überirdischen Wesen gewinnt - oder?
Ich denke, die "Theologie" beschäftigt sich eher mit verstaubten Schriften.
hinweisen, dass die Theologie eine methodische, positive Wissenschaft ist. Sie nützt bewährte Methoden aus der Geschichts- und Kulturwissenschaft und hat an der andauernden Diskussion um die Wissenschaftstheorie anteil!
Religion ist ein essentieller Bestandteil des menschlichen Lebens und als solche muss sie erforschbar und hinterfragbar sein. Ist diese Wissenschaft von der Religion und dem Christentum verunmöglicht, wird über kurz oder lang eine "Verwilderung" und "Fundamentalisierung" eintreten.
hinweisen, dass die Theologie eine methodische, positive Wissenschaft ist. Sie nützt bewährte Methoden aus der Geschichts- und Kulturwissenschaft und hat an der andauernden Diskussion um die Wissenschaftstheorie anteil!
Religion ist ein essentieller Bestandteil des menschlichen Lebens und als solche muss sie erforschbar und hinterfragbar sein. Ist diese Wissenschaft von der Religion und dem Christentum verunmöglicht, wird über kurz oder lang eine "Verwilderung" und "Fundamentalisierung" eintreten.
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