Etliche legendäre Modefotografen hatten ihren großen Auftritt in einem Magazin, das es nicht mehr gibt: in der Männer Vogue . Ihr Art-Direktor Beda Achermann holte in den achtziger Jahren Leute wie Helmut Newton , Peter Lindbergh, Mario Testino, Ellen von Unwerth und Herb Ritts nach München . Manche wurden erst durch ihre Veröffentlichungen in der Männer Vogue bekannt. So wie der indischstämmige Brite Max Vadukul, der in dem Magazin gleich einen neuen Stil der Modefotografie prägte. Seine Bilder waren dokumentarisch, sie erzählten Geschichten. Vadukul fotografierte statt mit Models mit normalen Menschen und wählte für seine erste Strecke 1985 einen ungewöhnlichen Ort aus: das geteilte Berlin . Um diese und andere Bilder wieder erlebbar zu machen, hat Beda Achermann das Beste aus der Männer Vogue nun in seinem Buch Big Time zusammengefasst. Aus diesem Anlass haben wir ihn eingeladen, noch einmal mit Max Vadukul Berlin zu entdecken und diese Fashion-Week-Ausgabe zu gestalten. Und weil Vadukul schwarz-weiß fotografiert hat, verneigen wir uns vor seinem Stil – ebenfalls in Schwarz-Weiß. Das Ergebnis: Ungewöhnliche Bilder wie der Titel mit der Künstlerin Britta Thie , die in ihren Absätzen umknickt. Das Foto veröffentlichen wir auf ihren Wunsch.

Das Interview von Tillmann Prüfer mit Beda Achermann und Max Vadukul lesen Sie hier .