Frühstudium: Extra-Übung für Überflieger
Begabte Schüler dürfen schon die Uni ausprobieren. Dort fühlen sie sich zum ersten Mal im Leben richtig gefordert
Dorian Hehn quetscht sich auf den schmalen Holzsitz der ersten Reihe. Nur hier sind überhaupt noch Plätze frei in dem überfüllten Hörsaal. Die Luft ist zum Schneiden, alle reden laut durcheinander – ein typischer Tag an einer deutschen Uni. Aber Dorian möchte ja auch ein ganz normaler Student sein. Obwohl er eigentlich erst 15 Jahre alt ist und in die zehnte Klasse geht. Die Universität Hamburg ist eine von rund 50 Hochschulen, an der besonders begabte Jugendliche bereits vor dem Abitur studieren können. Die einen fühlen sich an ihrer Schule restlos unterfordert, andere schnuppern einfach schon mal rein in den Alltag zwischen Seminar, Mensa und Bibliothek.
»Versteh ich gar nicht«, brummt Dorian, der im zweiten Semester Jura studiert. »Warum findet die Vorlesung nicht nebenan statt? Da ist viel mehr Platz.« Der Teenager kennt sich schon gut aus. Heute gibt Professor Reinhard Merkel eine Einführung ins Strafrecht. Dorian schreibt emsig mit, klebt sorgsam kleine Post-its in relevante Seiten seines neu erworbenen Strafgesetzbuches im Taschenbuchformat.
An der Uni Hamburg studieren derzeit 34 sogenannte Juniorstudenten, das Programm besteht seit 2006. Viele von ihnen machen sogar Scheine. Die können sie sich bei einem späteren Studium anrechnen lassen. Laut der Deutschen Telekom Stiftung, die Frühstudierenden-Programme an den meisten Hochschulen fördert, nehmen bundesweit rund 1700 Gymnasiasten und Gesamtschüler teil, Tendenz steigend. Nach welchen Kriterien sie ausgewählt werden, entscheidet die jeweilige Universität.
In Hamburg müssen die Schulzeugnisse eingereicht werden, außerdem ein Empfehlungsschreiben des Schulleiters, das ein Frühstudium befürwortet und dafür gegebenenfalls auch eine Befreiung vom Unterricht gestattet. »In Mathematik und den Naturwissenschaften ist eine herausragende Begabung oft besonders sichtbar«, sagt Amrei Scheller, Koordinatorin des Juniorstudiums. »Die Schüler empfinden es als quälend, zu wenig geistiges Futter zu bekommen.«
Wie etwa Yannick Ulrich, der in Hamburg im zweiten Semester Physik studiert. Er ist heilfroh, endlich mal richtig gefordert zu werden. »Ich habe mich schon immer ziemlich gelangweilt beim Physikunterricht in der Schule«, sagt der Elftklässler, der bereits einen Schein in der Tasche hat und hofft, vielleicht sogar beim späteren Studium ein Jahr einsparen zu können. Die Doppelbelastung nimmt er gern auf sich. »Es ist schon mal hart, besonders wenn ich viele Hausaufgaben habe und auch noch für die Uni lernen muss. Aber das ist es mir wert.« Der 15-Jährige weiß jetzt schon, dass er irgendwann einmal in der Forschung arbeiten möchte.
Längst nicht jeder will später auch in dem gleichen Feld weiterstudieren. So wie Dorian Hehn. Der möchte nicht Anwalt, sondern lieber Journalist werden. »Vorwissen in bürgerlichem Recht oder Vertragsrecht kann ich da sicher gut brauchen«, sagt er. Auch in seiner heutigen Strafrecht-Vorlesung spitzt er die Ohren. Und nickt anerkennend. »Der Prof ist viel besser als mein letzter. Da war der Informationsgehalt gleich null.«
Als erste Hochschule bot im Wintersemester 2000/01 die Uni Köln das Schülerstudium an, zunächst nur in den sogenannten Mint-Fächern (Mathe, Ingenieur- und Naturwissenschaften und Technik), später auch in Geisteswissenschaften. Heute ist das Angebot an vielen deutschen Universitäten fest etabliert. Und was anfangs nur Oberstufenschülern vorbehalten war, ist jetzt sogar oftmals von der achten Klasse an möglich. Das Studium aufnehmen dürfen nicht nur Schüler, denen eine Hochbegabung attestiert wird, sondern auch leistungsstarke mit ausgeprägtem »Lernhunger«. Meist werden sie von den Schulen empfohlen, viele machen sich mit ihrem Wissensdrang aber auch selbst auf die Suche – und werden auf vielen Uni-Websites fündig. Sie besuchen Vorlesungen und Seminare, für die schon mal die eine oder andere Unterrichtsstunde ausfallen darf. Vorausgesetzt, die Schulleistungen verschlechtern sich nicht. Scheine zu machen ist nicht Pflicht, auch kann jederzeit abgebrochen werden ohne Konsequenzen für ein späteres Studium. Studiengebühren bezahlen die Jugendlichen nicht.







Solche Möglichkeiten gibt es leider viel zu wenige. Der durchschnittliche Hochbegabte hängt in einem Kaff fest, in dem es zumeist keinerlei Förderangebote gibt und die Lehrer sagen "wozu fördern, der/die kann doch alles? und wir können dem ja nun nichts ermöglichen, das wär ja nicht fair für die anderen...". Dann folgen Lernverweigerung, Krankheit und der soziale Abstieg. Wer sich in Vereinen wie "Hochbegabtes Kind" unschaut, der sieht allzu viele Hochbegabte, die genau so von Schule und Umfeld fertig gemacht werden. Die wenigen positiven beispiele, wie sie etwa hier genannt werden, wiegen das unglaubliche Leid, das da entsteht und für Betrofene, die in der Schule mit Unterstützung, z.T. unter aktiver Teilnahme der Lehrer fertig gemacht werden und am Ende in der Geschlossenen landen, bei weitem nicht auf.
....für den Einzelnen zentral feste Regeln sein können und oft sind. Daran krankt jedes burokratisierte Gesellschaftssystem. Das ist noch schwieriger, wo Gesetze der Bürokratie die Beförderung bestimmen. Wir haben das Pferd mit Geschirr für die Arbeit des 19ten Jahrhunderts perfektioniert wurde aufgezäumt. Nun versuchen wir verzweifelt daran festzuhalten, lockern hier, ziehen daran, reiben die so hervorgerufenen Abschürfungen schlecht eingestellten Geschirrs mit weißer Salbe ein, weil Tausende Beamten Jobs daran hängen. Aber die Herausforderungen des 21ten jhr Hunderts sind andere. Aus der guten Lösung ist nun nur noch Murks zu holen.
....für den Einzelnen zentral feste Regeln sein können und oft sind. Daran krankt jedes burokratisierte Gesellschaftssystem. Das ist noch schwieriger, wo Gesetze der Bürokratie die Beförderung bestimmen. Wir haben das Pferd mit Geschirr für die Arbeit des 19ten Jahrhunderts perfektioniert wurde aufgezäumt. Nun versuchen wir verzweifelt daran festzuhalten, lockern hier, ziehen daran, reiben die so hervorgerufenen Abschürfungen schlecht eingestellten Geschirrs mit weißer Salbe ein, weil Tausende Beamten Jobs daran hängen. Aber die Herausforderungen des 21ten jhr Hunderts sind andere. Aus der guten Lösung ist nun nur noch Murks zu holen.
Unter dem fadenscheinigen Grund, dass möglichst ALLE Schüler Abitur machen sollten, ist die Unterrichtsqualität an unseren Gymnasien leider völlig verwässert worden. Schön, dass es für begabte Schüler nun Ausweichmöglichkeiten gibt.
Mit 15 Uni+Schule, mit 22 an der Promotion und mit 26 raus an die Arbeit?
Wo bleibt da noch Zeit für das Leben? Ich selbst promoviere in Physik und habe am Anfang meines Studiums und am Ende der Schulzeit ähnlich gedacht, dass man alles schnell schaffen muss. Aber am Ende des Studiums stellt sich die einfache Frage, wofür das ganze? Was nützt es einem Menschen, wenn er mit 26 die Dissertation in der Tasche, aber nicht gelebt hat? Viele aus meinem Studiengang ernten nun die Früchte ihres schnellen Lebens. Mit einem Abschluss in der Tasche haben sie viele ihrer sozialen Kontakte verloren oder gar verpasst welche an der Uni zu knüpfen. Sie alle sind unglücklich und wissen nicht was zutun ist.
Genießt die Schulzeit und die Uni. Es ist unfassbar unnötig früh fertig zu werden, denn soviele Freiheiten wie an der Uni hat man sonst nie mehr. Wo sonst darf man mal ein Tag einfach zu Hause bleiben, wenn man mal keine Lust hat.
Wo sind die Rebellen eigentlich alle hin?
Wieso fängt man schon in der Schule auf Konformität zu drillen, einfach furchtbar
erschließt sich mir nicht, geht er doch am Thema völlig vorbei. Hier geht es um Hochbegabte, die in der Schule unterfordert sind, also die Schule eben nicht genießen können. Sie suchen neue Herausforderungen, die ihnen die Schule nicht bieten kann, treffen auf Gleichgesinnte und machen unter anderem die Erfahrung, auch mal an ihre Grenzen gebracht zu werden. Dass Hochbegabte unter diesen Umständen (Schule und Uni) nicht 'leben' würden, ist ein Trugschluss. Wer durch die Schule durchspaziert, ist, im Gegenteil, froh über solche Angebote der Unis. Das dabei die Zeit für die Schüler nicht unbedingt eine Rolle spielt, wurde im Artikel übrigens auch erwähnt.
kwT.
Ich wurde mit 24 promoviert und bin weder hochbegabt noch musste ich auf irgendwas verzichten - halten Sie also mit den Klischees hinterm Berg. Ich habe einfach relativ zielstrebig studiert und bei der Themenwahl der Diss ein bisschen Glück gehabt.
Solche Möglichkeiten wie die im Artikel beschriebenen hätte ich mir im Gymnasium inbrünstig gewünscht. Dass es sie endlich gibt, ist ein riesiger Fortschritt.
erschließt sich mir nicht, geht er doch am Thema völlig vorbei. Hier geht es um Hochbegabte, die in der Schule unterfordert sind, also die Schule eben nicht genießen können. Sie suchen neue Herausforderungen, die ihnen die Schule nicht bieten kann, treffen auf Gleichgesinnte und machen unter anderem die Erfahrung, auch mal an ihre Grenzen gebracht zu werden. Dass Hochbegabte unter diesen Umständen (Schule und Uni) nicht 'leben' würden, ist ein Trugschluss. Wer durch die Schule durchspaziert, ist, im Gegenteil, froh über solche Angebote der Unis. Das dabei die Zeit für die Schüler nicht unbedingt eine Rolle spielt, wurde im Artikel übrigens auch erwähnt.
kwT.
Ich wurde mit 24 promoviert und bin weder hochbegabt noch musste ich auf irgendwas verzichten - halten Sie also mit den Klischees hinterm Berg. Ich habe einfach relativ zielstrebig studiert und bei der Themenwahl der Diss ein bisschen Glück gehabt.
Solche Möglichkeiten wie die im Artikel beschriebenen hätte ich mir im Gymnasium inbrünstig gewünscht. Dass es sie endlich gibt, ist ein riesiger Fortschritt.
erschließt sich mir nicht, geht er doch am Thema völlig vorbei. Hier geht es um Hochbegabte, die in der Schule unterfordert sind, also die Schule eben nicht genießen können. Sie suchen neue Herausforderungen, die ihnen die Schule nicht bieten kann, treffen auf Gleichgesinnte und machen unter anderem die Erfahrung, auch mal an ihre Grenzen gebracht zu werden. Dass Hochbegabte unter diesen Umständen (Schule und Uni) nicht 'leben' würden, ist ein Trugschluss. Wer durch die Schule durchspaziert, ist, im Gegenteil, froh über solche Angebote der Unis. Das dabei die Zeit für die Schüler nicht unbedingt eine Rolle spielt, wurde im Artikel übrigens auch erwähnt.
Die Anzahl der wirklich Hochbegabten ist sehr sehr gering (Gauß-Verteilung). Diese sollten unterstüzt werden und das machen, was sie wollen. Und solange sie das tun was sie auch wollen, sind sie auch froh mit der Situation. Wovon eher die Sprache sein sollte, sind die "Hochleistungs-Schüler", die auf Erfolg gedrillt werden.
Die Anzahl der wirklich Hochbegabten ist sehr sehr gering (Gauß-Verteilung). Diese sollten unterstüzt werden und das machen, was sie wollen. Und solange sie das tun was sie auch wollen, sind sie auch froh mit der Situation. Wovon eher die Sprache sein sollte, sind die "Hochleistungs-Schüler", die auf Erfolg gedrillt werden.
... und Uni wohnt ist das ja möglich.
Aber was machen die anderen ?
Bei dem umfangreichen Pensum an bayerischen Gymnasien ist das aber kaum möglich.
Ich habe an ähnlichen Programm teilgenommen. Weil ich relativ spät und zögerlich angefangen habe, habe ich "nur" 7 Scheine gemacht. Die 4 letzten waren im gleichen Halbjahr wie die Abiturprüfungen, welche ich in Bayern abgelegt habe.
Hätte ich früher angefangen, so hätte ich durchaus mehr schaffen können.
Das geht also auch in Bayern. Die Bedingung sind, dass man Unterstützung seitens der Eltern (welche mich z.B. zur Uni fahren mussten) und Schule bekommt. Ich habe an der Uni andere Schülerstudenten getroffen, die keine Schulbefreiungen bekommen haben und deren Möglichkeiten relativ eingeschräkt waren. Ich hatte dagegen eine Art Freifahrtschein. Dei eigene Begabung ist dabei nicht ganz so wichtig. Man muss halt Interesse am Fach mitbringen und bereit sein, etwas zu tuen.
Was dem Kritikpunkt "Wo bleibt das Leben" betrifft: Ist es nicht ein sehr schönes Leben, wenn man das tuen kann, was einem interessiert? Das hat nichts mit auf "Konformität drillen" zu tuen.
Es mag vielleicht viele Menschen überraschen, dass es Menschen gibt, die es nicht interessant finden, auf Partys zu gehen und dort mit anderen darüber reden, wer auf der letzten Party wie viel getrunken hat, sondern lieber mit Menschen mit ähnlichen Interessen unterhalten. Solchen Menschen kann es schwerfallen, das "normale" Schul- und Unileben (Konformität?) zu genießen. Warum man nicht respektieren kann, dass es verschiedene Lebenswege gibt, welche man nicht gleich eine Wertung verpassen muss, bleibt mir ein Rätsel.
Das Pensum in Bayern ist zwar sicherlich sehr groß, trotzdem ist es ohne Probleme für begabtere/ehrgeizigere Schüler möglich nebenbei ein paar Scheine an der Uni zu machen. Und wenn man als Schüler zwecks Studium einen Tag/Woche nicht in der Schule ist, kann man trotzdem noch ein (sehr) gutes Abitur machen. Natürlich ist es nicht für die breite Masse, aber ich war selbst mit einem Schüler im Physikkurs, der genau dies ohne Probleme durchgezogen hat. Es kommt einfach immer auf die Interessenlage bzw. Begabung an.
Wer in der Oberstufe in Bayern (Die Zielgruppe solcher Programme) so große Probleme hat (und daher nur noch lernt), der hätte lieber auf die Realschule (danach vielleicht FOS z.B.) oder in ein angrenzendes Bundesland (Ba-Wü, Hessen, etc.) wechseln sollen, gegebenfalls auch ein Jahr wiederholen. Ist besser für Freizeit und Abischnitt. ;) So läuft es nunmal im CSU-Land, ob man das positiv oder negativ sieht, bleibt glaube ich jedem selbst überlassen.
Ich habe an ähnlichen Programm teilgenommen. Weil ich relativ spät und zögerlich angefangen habe, habe ich "nur" 7 Scheine gemacht. Die 4 letzten waren im gleichen Halbjahr wie die Abiturprüfungen, welche ich in Bayern abgelegt habe.
Hätte ich früher angefangen, so hätte ich durchaus mehr schaffen können.
Das geht also auch in Bayern. Die Bedingung sind, dass man Unterstützung seitens der Eltern (welche mich z.B. zur Uni fahren mussten) und Schule bekommt. Ich habe an der Uni andere Schülerstudenten getroffen, die keine Schulbefreiungen bekommen haben und deren Möglichkeiten relativ eingeschräkt waren. Ich hatte dagegen eine Art Freifahrtschein. Dei eigene Begabung ist dabei nicht ganz so wichtig. Man muss halt Interesse am Fach mitbringen und bereit sein, etwas zu tuen.
Was dem Kritikpunkt "Wo bleibt das Leben" betrifft: Ist es nicht ein sehr schönes Leben, wenn man das tuen kann, was einem interessiert? Das hat nichts mit auf "Konformität drillen" zu tuen.
Es mag vielleicht viele Menschen überraschen, dass es Menschen gibt, die es nicht interessant finden, auf Partys zu gehen und dort mit anderen darüber reden, wer auf der letzten Party wie viel getrunken hat, sondern lieber mit Menschen mit ähnlichen Interessen unterhalten. Solchen Menschen kann es schwerfallen, das "normale" Schul- und Unileben (Konformität?) zu genießen. Warum man nicht respektieren kann, dass es verschiedene Lebenswege gibt, welche man nicht gleich eine Wertung verpassen muss, bleibt mir ein Rätsel.
Das Pensum in Bayern ist zwar sicherlich sehr groß, trotzdem ist es ohne Probleme für begabtere/ehrgeizigere Schüler möglich nebenbei ein paar Scheine an der Uni zu machen. Und wenn man als Schüler zwecks Studium einen Tag/Woche nicht in der Schule ist, kann man trotzdem noch ein (sehr) gutes Abitur machen. Natürlich ist es nicht für die breite Masse, aber ich war selbst mit einem Schüler im Physikkurs, der genau dies ohne Probleme durchgezogen hat. Es kommt einfach immer auf die Interessenlage bzw. Begabung an.
Wer in der Oberstufe in Bayern (Die Zielgruppe solcher Programme) so große Probleme hat (und daher nur noch lernt), der hätte lieber auf die Realschule (danach vielleicht FOS z.B.) oder in ein angrenzendes Bundesland (Ba-Wü, Hessen, etc.) wechseln sollen, gegebenfalls auch ein Jahr wiederholen. Ist besser für Freizeit und Abischnitt. ;) So läuft es nunmal im CSU-Land, ob man das positiv oder negativ sieht, bleibt glaube ich jedem selbst überlassen.
kwT.
Die Anzahl der wirklich Hochbegabten ist sehr sehr gering (Gauß-Verteilung). Diese sollten unterstüzt werden und das machen, was sie wollen. Und solange sie das tun was sie auch wollen, sind sie auch froh mit der Situation. Wovon eher die Sprache sein sollte, sind die "Hochleistungs-Schüler", die auf Erfolg gedrillt werden.
Ich habe an ähnlichen Programm teilgenommen. Weil ich relativ spät und zögerlich angefangen habe, habe ich "nur" 7 Scheine gemacht. Die 4 letzten waren im gleichen Halbjahr wie die Abiturprüfungen, welche ich in Bayern abgelegt habe.
Hätte ich früher angefangen, so hätte ich durchaus mehr schaffen können.
Das geht also auch in Bayern. Die Bedingung sind, dass man Unterstützung seitens der Eltern (welche mich z.B. zur Uni fahren mussten) und Schule bekommt. Ich habe an der Uni andere Schülerstudenten getroffen, die keine Schulbefreiungen bekommen haben und deren Möglichkeiten relativ eingeschräkt waren. Ich hatte dagegen eine Art Freifahrtschein. Dei eigene Begabung ist dabei nicht ganz so wichtig. Man muss halt Interesse am Fach mitbringen und bereit sein, etwas zu tuen.
Was dem Kritikpunkt "Wo bleibt das Leben" betrifft: Ist es nicht ein sehr schönes Leben, wenn man das tuen kann, was einem interessiert? Das hat nichts mit auf "Konformität drillen" zu tuen.
Es mag vielleicht viele Menschen überraschen, dass es Menschen gibt, die es nicht interessant finden, auf Partys zu gehen und dort mit anderen darüber reden, wer auf der letzten Party wie viel getrunken hat, sondern lieber mit Menschen mit ähnlichen Interessen unterhalten. Solchen Menschen kann es schwerfallen, das "normale" Schul- und Unileben (Konformität?) zu genießen. Warum man nicht respektieren kann, dass es verschiedene Lebenswege gibt, welche man nicht gleich eine Wertung verpassen muss, bleibt mir ein Rätsel.
"Ich habe an der Uni andere Schülerstudenten getroffen, die keine Schulbefreiungen bekommen haben und deren Möglichkeiten relativ eingeschräkt waren."
Und das ist der Punkt, der mir an der Sache momentan sauer aufstößt. Denn hier werden im Endeffekt ungerechte Bedingungen geschaffen. Wenn zwei Schüler ungefähr gleich gut sind und früh an die Uni wollen, der eine aber einfach einen A**** als Direktor hat, dann ist das einfach eine deutliche Benachteiligung.
Prinzipiell finde ich es gut, den Übergang Schule/Uni fließend zu gestalten.
Ich würde sogar so weit gehen, den erforderlichen Notenschnitt auf so ca. 2,5 zu senken oder ganz einfach ganz wegzulassen, um eine Förderung auch solchen Schülern zu ermöglichen, die sich z.B. stark für Naturwissenschaften studieren, deren Schnitt aber durch Deutsch/Kunst/Musik etc. gedrückt wird.
Ihr Konzept hat erhebliche Schwächen, fällt Ihnen das nicht auf, wenn sie, mMn herabwertend schreiben, dass es Menschen gibt, die sich lieber mit Gleichgesinnten unterhalten, statt auf einer Party über die letzte Party zu sinnieren, wobei doch dies genau das gemeinsame Interesse dieser Menschen darstellt, ob dies nun ihrer Meinung nach verwertbar im Sinne eine Hochbegabung ist oder nicht, spielt dabei keine Rolle. Die Herabwürdigung spielt in Ihrem Beitrag erheblich mit und es zeugt nicht von hoher Begabung das Vorurteil zu vertreten, nur Leistungen und Interessen eines Lebensbereiches seien es wert, bemerkt zu werden. Wenn Sie durch negative Erfahrungen in Ihren Sozialkontakten geprägt wurden, sollte Sie das nicht anleiten, gleich zu verfahren, sondern dazu, daraus zu lernen und besser zu verfahren, sonst ist jede Begabung, wie gut sie auch sein mag, nur Verschwendung.
"Warum man nicht respektieren kann, dass es verschiedene Lebenswege gibt, welche man nicht gleich eine Wertung verpassen muss, bleibt mir ein Rätsel."
Das ist ganz einfach. Man nennt das Neid und Missgunst. Wenn einer im Lotto gewinnt, kann man ja noch sagen, der hat einfach Glück gehabt. Da kann (und muss) man nichts machen. Aber wenn jemand durch eigenen Fleiß, durch Entbehrungen und Verzicht besser wird, muss man ihn klein reden, denn selbst zu Höherem zu kommen, würde ja anstrengen. Mein Rat: Diese Leute ruhig links liegen lassen, die braucht man nicht. Und sie fühlen sich auch besser unter ihres gleichen (Deshalb sind Parties immer gut besucht)
"Ich habe an der Uni andere Schülerstudenten getroffen, die keine Schulbefreiungen bekommen haben und deren Möglichkeiten relativ eingeschräkt waren."
Und das ist der Punkt, der mir an der Sache momentan sauer aufstößt. Denn hier werden im Endeffekt ungerechte Bedingungen geschaffen. Wenn zwei Schüler ungefähr gleich gut sind und früh an die Uni wollen, der eine aber einfach einen A**** als Direktor hat, dann ist das einfach eine deutliche Benachteiligung.
Prinzipiell finde ich es gut, den Übergang Schule/Uni fließend zu gestalten.
Ich würde sogar so weit gehen, den erforderlichen Notenschnitt auf so ca. 2,5 zu senken oder ganz einfach ganz wegzulassen, um eine Förderung auch solchen Schülern zu ermöglichen, die sich z.B. stark für Naturwissenschaften studieren, deren Schnitt aber durch Deutsch/Kunst/Musik etc. gedrückt wird.
Ihr Konzept hat erhebliche Schwächen, fällt Ihnen das nicht auf, wenn sie, mMn herabwertend schreiben, dass es Menschen gibt, die sich lieber mit Gleichgesinnten unterhalten, statt auf einer Party über die letzte Party zu sinnieren, wobei doch dies genau das gemeinsame Interesse dieser Menschen darstellt, ob dies nun ihrer Meinung nach verwertbar im Sinne eine Hochbegabung ist oder nicht, spielt dabei keine Rolle. Die Herabwürdigung spielt in Ihrem Beitrag erheblich mit und es zeugt nicht von hoher Begabung das Vorurteil zu vertreten, nur Leistungen und Interessen eines Lebensbereiches seien es wert, bemerkt zu werden. Wenn Sie durch negative Erfahrungen in Ihren Sozialkontakten geprägt wurden, sollte Sie das nicht anleiten, gleich zu verfahren, sondern dazu, daraus zu lernen und besser zu verfahren, sonst ist jede Begabung, wie gut sie auch sein mag, nur Verschwendung.
"Warum man nicht respektieren kann, dass es verschiedene Lebenswege gibt, welche man nicht gleich eine Wertung verpassen muss, bleibt mir ein Rätsel."
Das ist ganz einfach. Man nennt das Neid und Missgunst. Wenn einer im Lotto gewinnt, kann man ja noch sagen, der hat einfach Glück gehabt. Da kann (und muss) man nichts machen. Aber wenn jemand durch eigenen Fleiß, durch Entbehrungen und Verzicht besser wird, muss man ihn klein reden, denn selbst zu Höherem zu kommen, würde ja anstrengen. Mein Rat: Diese Leute ruhig links liegen lassen, die braucht man nicht. Und sie fühlen sich auch besser unter ihres gleichen (Deshalb sind Parties immer gut besucht)
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