BrettspielSchach

von Helmut Pfleger

Schachaufgabe

Heute beginnt in Dortmund das Sparkassen Chess Meeting (12. bis 22. Juli), das ich bereits letzte Woche angekündigt habe. Zum 40-jährigen Jubiläum wird die gesamte deutsche Nationalmannschaft mit Naiditsch, Meier, Fridman und Gustafsson, die letztes Jahr überraschend vor allen Favoriten einschließlich Russland Europameister wurde, die Weltelite herausfordern. Und an deren Spitze steht "natürlich" der russische Exweltmeister Wladimir Kramnik (37), der "sein" Dortmund schon zehnmal gewonnen und gerade wieder beim Tal-Memorial in Moskau brilliert hat. Kramnik: "Ich bin offensichtlich in der Phase, Schach zu genießen – mehr denn je. Mein Ehrgeiz ist noch da, aber ich denke weniger an das Resultat." Und ähnlich wie beim einstigen kubanischen Weltmeister Capablanca, dessen große Leichtigkeit des Spiels gerühmt wurde und der von sich sagen konnte: "Ich denke nicht, ich weiß", so spielt auch Kramnik auf das Moment der Eingebung, der unerklärlichen Intuition jenseits aller uns zugänglichen Logik an: "Wenn die Hand den nächsten Zug macht, ohne dass ich dabei denke, dann ist das ein großartiges Gefühl."

Diese Intuition verließ ihn offenbar auch im Juni beim Tal-Memorial in Moskau nicht, als er unter anderem seinen Landsmann Tomaschewski aufs Feinste besiegte. Mit welch subtiler Kombination gewann er als Weißer am Zug, wobei die Umwandlung des Freibauern e7 das Zünglein an der Waage war?

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Schachlösung
Schachlösung  aus Nr. 28

Lösung von Nr. 28:

Mit welch unerwartetem Zug hätte Weiß nach 1...Kf8 gewonnen? Mit dem Opferschlag 1.Tf3!! Nach 1...Txf3 2.dxc7 können beide Türme die Umwandlung des c-Bauern in eine neue Dame nicht mehr vereiteln und 1...Txd6+ 2.cxd6 Txf3 3.dxc7 Tc3 4.Kd7 Td3+ 5.Kc8 nebst 6.Kb8 und 7.c8D rettet auch nicht

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