Stimmt's?: Dürfen Epileptiker nicht in die Disco?
…fragt Dagmar Ludinsky aus Herne.
Im Dezember 1997 wurden nach der Ausstrahlung einer Folge der Trickfilmserie Pokémon 600 Kinder in Japan mit Verdacht auf epileptische Anfälle stationär behandelt. In der Serie gibt es oft Szenen mit stark flackerndem Licht, und es ist eine Tatsache, dass dieses Flackern bei manchen Menschen einen epileptischen Anfall auslösen kann.
Auch in Klubs und Diskotheken wird Flackerlicht eingesetzt, sogenannte Stroboskope, und daraus leitet sich der Ratschlag ab, dass Epileptiker solche Orte meiden sollten. Aber das sei ein übervorsichtiger Ratschlag, sagt Thomas Mayer vom Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Epileptologie. Gerade jugendliche Epileptiker brauchten Bewegung, und man sollte sie weder vom Sport fernhalten noch ihnen die Disco verbieten. »All das trägt zur Stigmatisierung bei und verhindert einen offenen Umgang«, sagt Mayer.
Unter der sogenannten Fotosensibilität, der Empfindlichkeit gegenüber Flackerlicht, leidet nur ein Bruchteil der Epileptiker – insgesamt etwa fünf Prozent, unter Kindern höchstens zwanzig Prozent.

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Diese Sensibilität bedeutet auch nur, dass man entsprechende Reaktionen mittels EEG nachweisen kann, nicht, dass das Licht tatsächlich Anfälle auslöst. Und ein flackerndes Fernsehbild führt viel häufiger zu epileptischen Anfällen als ein Stroboskop.
Das Fazit: Nur ein Bruchteil der epilepsiekranken Jugendlichen ist tatsächlich fotosensibel und sollte die Disco meiden.
Die Adressen für "Stimmt’s"-Fragen: DIE ZEIT, Stimmt’s?, 20079 Hamburg oder stimmts@zeit.de. Das "Stimmt’s?"-Archiv: www.zeit.de/stimmts
Diesen Artikel finden Sie als Audiodatei im Premiumbereich unter www.zeit.de/audio








wie der Ratschlag an Epileptiker, nicht selbst Auto zu fahren?
http://www.sueddeutsche.d...
Genau Sie bringen ein typisches Beispiel für Stigmatisierung und einen Beweis, dass Sie von der neuronalen Erkrankung Epilepsie wenig Ahnung haben.
Wie können Sie den Discobesuch eines Epileptikers mit dem Autofahren vergleichen?
1. Ist es kein "Ratschlag", wenn ein Epileptiker nicht Auto fahren kann/darf, sondern schlicht und einfach ein Fahrverbot, gesetzlich geregelt und von Ärzten ausgesprochen. Oder ist es auch nur ein Ratschlag, dass Betrunkene und Übermüdete nicht Auto fahren sollen? Außerdem sind Leute, die einmal einen epileptischen Anfall hatten (was auch Ihnen passieren kann), nach einer gewissen Zeit ohne Anfall und Untersuchungen ohne potenziellen epileptischen Herd wieder fahrtauglich. So können Sie nicht allen Epileptiker indirekt unterstellen, trotz Untauglichkeit eine solche Fremd- und Eigengefährdung einzugehen. Sie sind ja für mich auch nicht ein potenzieller Trunkenfahrer?
2. Ein Discobesuch von jungen Epileptikern, die in ihrem Leben sowieso schon auf sehr viel verzichten müssen, stellt wohl keine Fremdgefährdung dar. Der Vergleich hinkt ungemein. Außer Sie sind hierbei eine derjenigen Personen, die einen Anfall eines Epileptikers als persönliche Belästigung empfinden, sollten Sie so etwas beobachten.
Sie tragen zur Stigmatisierung von Epileptiker bei, wenn Sie solch unqualifizierte Beiträge im öffentlichen Raum ausposaunen.
Genau Sie bringen ein typisches Beispiel für Stigmatisierung und einen Beweis, dass Sie von der neuronalen Erkrankung Epilepsie wenig Ahnung haben.
Wie können Sie den Discobesuch eines Epileptikers mit dem Autofahren vergleichen?
1. Ist es kein "Ratschlag", wenn ein Epileptiker nicht Auto fahren kann/darf, sondern schlicht und einfach ein Fahrverbot, gesetzlich geregelt und von Ärzten ausgesprochen. Oder ist es auch nur ein Ratschlag, dass Betrunkene und Übermüdete nicht Auto fahren sollen? Außerdem sind Leute, die einmal einen epileptischen Anfall hatten (was auch Ihnen passieren kann), nach einer gewissen Zeit ohne Anfall und Untersuchungen ohne potenziellen epileptischen Herd wieder fahrtauglich. So können Sie nicht allen Epileptiker indirekt unterstellen, trotz Untauglichkeit eine solche Fremd- und Eigengefährdung einzugehen. Sie sind ja für mich auch nicht ein potenzieller Trunkenfahrer?
2. Ein Discobesuch von jungen Epileptikern, die in ihrem Leben sowieso schon auf sehr viel verzichten müssen, stellt wohl keine Fremdgefährdung dar. Der Vergleich hinkt ungemein. Außer Sie sind hierbei eine derjenigen Personen, die einen Anfall eines Epileptikers als persönliche Belästigung empfinden, sollten Sie so etwas beobachten.
Sie tragen zur Stigmatisierung von Epileptiker bei, wenn Sie solch unqualifizierte Beiträge im öffentlichen Raum ausposaunen.
Genau Sie bringen ein typisches Beispiel für Stigmatisierung und einen Beweis, dass Sie von der neuronalen Erkrankung Epilepsie wenig Ahnung haben.
Wie können Sie den Discobesuch eines Epileptikers mit dem Autofahren vergleichen?
1. Ist es kein "Ratschlag", wenn ein Epileptiker nicht Auto fahren kann/darf, sondern schlicht und einfach ein Fahrverbot, gesetzlich geregelt und von Ärzten ausgesprochen. Oder ist es auch nur ein Ratschlag, dass Betrunkene und Übermüdete nicht Auto fahren sollen? Außerdem sind Leute, die einmal einen epileptischen Anfall hatten (was auch Ihnen passieren kann), nach einer gewissen Zeit ohne Anfall und Untersuchungen ohne potenziellen epileptischen Herd wieder fahrtauglich. So können Sie nicht allen Epileptiker indirekt unterstellen, trotz Untauglichkeit eine solche Fremd- und Eigengefährdung einzugehen. Sie sind ja für mich auch nicht ein potenzieller Trunkenfahrer?
2. Ein Discobesuch von jungen Epileptikern, die in ihrem Leben sowieso schon auf sehr viel verzichten müssen, stellt wohl keine Fremdgefährdung dar. Der Vergleich hinkt ungemein. Außer Sie sind hierbei eine derjenigen Personen, die einen Anfall eines Epileptikers als persönliche Belästigung empfinden, sollten Sie so etwas beobachten.
Sie tragen zur Stigmatisierung von Epileptiker bei, wenn Sie solch unqualifizierte Beiträge im öffentlichen Raum ausposaunen.
Meinetwegen kann jeder tun was er will.
Nur darf dann keiner jammern, wenn schiefgeht was er tut.
Dummerweise ist heutzutage aber Selbstüberschätzung gängige Praxis, weil ja jeder super drauf ist und Einschränkungen nicht akzeptiert werden (ja nichtmal erwähnt werden sollen) und wenn es dann schief geht, dann wird genauso öffentlich gejammert und Mitleid und Unterstützung eingefordert.
Nr.3 ist doch ein prima Beispiel, ganz verantwortungsvoll solange was riskieren, bis es das erste Mal schief geht, denn es gibt ja auch andere Risiken, die jeder hat.
Achja, das mit dem Herzinfarkt könnte der Trunkenheitsfahrer oder der Typ in Hamburg auch vorbringen. Das Gericht hat es anders gesehen und mit etwas mehr Vernunft und Einschränkung vorher könnten 4 Menschen noch leben.
Meinetwegen kann jeder tun was er will.
Nur darf dann keiner jammern, wenn schiefgeht was er tut.
Dummerweise ist heutzutage aber Selbstüberschätzung gängige Praxis, weil ja jeder super drauf ist und Einschränkungen nicht akzeptiert werden (ja nichtmal erwähnt werden sollen) und wenn es dann schief geht, dann wird genauso öffentlich gejammert und Mitleid und Unterstützung eingefordert.
Nr.3 ist doch ein prima Beispiel, ganz verantwortungsvoll solange was riskieren, bis es das erste Mal schief geht, denn es gibt ja auch andere Risiken, die jeder hat.
Achja, das mit dem Herzinfarkt könnte der Trunkenheitsfahrer oder der Typ in Hamburg auch vorbringen. Das Gericht hat es anders gesehen und mit etwas mehr Vernunft und Einschränkung vorher könnten 4 Menschen noch leben.
Ich bin seit mehreren Jahren anfallsfrei. Man sagt, dass man nach einem Jahr wieder fahren darf. Ganz im Gegenteil, Epileptiker waren sogar oftmals vorsichtiger. Klar, man sollte besonders auf die Anfallsauslöser achten (Alkohol, Schlafmangel). Hätte ich jedoch schon mal eine Aura beim Fahren gehabt, würde ich vermutlich nicht mehr fahren.
Ansonsten sind wohl eher Testosteron und Alkohol und Schlafmangel Gründe für Unfälle.
Achja, es gibt zum Beispiel auch Herzinfarkte beim Fahren.
Ich denke jeder Epileptiker reagiert spezifisch auf andere Reize. Eingetretene Anfälle sollten in ihren Begleitumständen beobachtet und auf Gemeinsamkeiten analysiert werden. Während einer unserer Angehörigen beim Autofahren oder Sport noch niemals ein Problem hatte, sind die Auren und Krämpfe stets in Ruhesituationen wie Arbeitspausen oder Fernsehen/Computerspielen aufgetreten. Körperliche Anstrengungen und Krämpfe waren nie gemeinsam zu beobachten.
Meinetwegen kann jeder tun was er will.
Nur darf dann keiner jammern, wenn schiefgeht was er tut.
Dummerweise ist heutzutage aber Selbstüberschätzung gängige Praxis, weil ja jeder super drauf ist und Einschränkungen nicht akzeptiert werden (ja nichtmal erwähnt werden sollen) und wenn es dann schief geht, dann wird genauso öffentlich gejammert und Mitleid und Unterstützung eingefordert.
Nr.3 ist doch ein prima Beispiel, ganz verantwortungsvoll solange was riskieren, bis es das erste Mal schief geht, denn es gibt ja auch andere Risiken, die jeder hat.
Achja, das mit dem Herzinfarkt könnte der Trunkenheitsfahrer oder der Typ in Hamburg auch vorbringen. Das Gericht hat es anders gesehen und mit etwas mehr Vernunft und Einschränkung vorher könnten 4 Menschen noch leben.
Wir gehen tagtäglich Risiken ein, das ist Teil des Lebens. Beim Autofahren kann viel passieren, was dazu führt, dass ein Unfall geschieht. Es gibt Dinge, die Autofahren ausschließen, Alkoholgenuss etwa, da sollte es keine Diskussionen geben.
Anders liegt das Ganze bei gesundheitlichen Einschränkungen wie Diabetes, Epilepsie, Bluthochdruck, Heuschnupfen etc. Alle diese Störungen können unerwartet und plötzlich dazu führen, dass der Fahrer die Kontrolle über das Fahrzeug verliert. Es wäre aber unangemessen deshalb diese Menschen grundsätzlich vom Führen von Fahrzeugen auszuschließen. Das ist erst dann gerechtfertigt, wenn es einigermaßen wahrscheinlich ist, dass während des Fahrens etwas passieren könnte.
Der von Ihnen angeführte Hamburger Fall ist auch meiner Einschätzung nach so gelagert, dass DIESER Fahrer schon länger hätte nicht mehr fahren sollen. Bei anderen Menschen stellt sich das anders dar. Gerade Epilepsie kommt in sehr unterschiedlichen Formen vor, die Auslöser sind sehr verschieden - viele erleiden z.B. ausschließlich nach Alkoholkonsum einen Anfall. Zudem gibt es eine große Anzahl von Menschen die wenige Male in ihrem gesamten Leben oder einmalig einen Anfall haben.
Was die Fotosensibilität angeht - wie im Artikel geschrieben, leiden die wenigsten Epileptiker darunter und ob eine Sensibilität dafür vorliegt kann man messen. Andersherum sind viele Menschen fotosensibel, wissen es aber nicht. Warum soll ich es dann Epileptikern verbieten, in die Disco zu gehen?
Es geht eben nicht darum, dass jeder tun kann "was er will", sondern dass es einfache und bewährte Regelungen gibt, die von einem Großteil der Epileptiker eingehalten werden, genauso wie die meisten Nichtepileptiker nicht betrunken Auto fahren. Und nur weil ein Epileptiker unverantwortlich handelt, verallgemeinern Sie dieses Verhalten auf Epileptiker an sich. Andere Erkrankte verurteilen den Unfallverursacher noch mehr als der Durchschnittsbürger, nicht zuletzt da sie eine solche Stigamtisierung (laufende Zeitbombe) wie von Ihnen fürchten müssen. Deswegen mein Vergleich mit betrunkenen Autofahrern - das kann man auch nicht der Allgemeinheit vorwerfen, oder Ihnen.
Es sind also keine weiteren Einschränkungen nötig, nur die Vernunft ist leider bei manchen nicht vorhanden - dafür können Epileptiker an sich jedoch nichts. Betrunken Auto zu fahren ist auch bei vielen üblich und ein ähnliches Risiko. Somit scheint Ihr Appell an die Vernunft das einzig Wahre in Ihrem Kommentar.
Und mit einem Discobesuch hat das Ganze mal gar nichts zu tun.
@ Titule:
Ein Anfall verläuft seltenst tödlich und ist oft mehr ein Schreck für die Umgebung als für die Betroffenen, die es meist ja "gewohnt" sind - weswegen viele Angst vor Epileptikern oder dem Anfall an sich haben. Aber natürlich nimmt das kein Erkrankter in Kauf, so etwas passiert ungewollt. Es ist für die Betroffenen vor anderen Leuten ja schlicht und einfach unangenehm, vor anderen einen derartigen Kontrollverlust zu erleiden.
... dass Sie kein Neurologe mit Schwerpunkt Epileptologie sind und somit nicht viel Ahnung von den gültigen Vorschriften bzgl. Epilepsie und Autofahren haben. Es gibt jedoch schlaue Leute, die sich WIRKLICH mit der Erkrankung auskennen und Richtlinien formuliert haben, anhand derer der behandelnde Arzt einem Epileptiker ein Fahrverbot aussprechen und es dann aber auch aufheben kann. Es gibt Epileptiker, deren Anfälle niemand von außen mitbekommt und die während des Anfalls voll reaktionsfähig und damit fahrtauglich sind. Es gibt Epileptiker, die Grand mal Anfälle (das sind diese Sturzanfälle) nur im Schlaf kriegen oder direkt nach dem Aufwachen, damit sind sie tagsüber fahrtauglich. 70% der Menschen mit Epilepsie sind dank der modernen Medikamente dauerhaft anfallsfrei und damit fahrtauglich. Das nur als drei Beispiele. Im Artikel geht es jedoch nicht ums Autofahren, sondern um die Disko. Dort besteht durch einen Anfall keine Fremdgefährdung. Ob jemand fotosensitiv ist, kann ganz einfach mit einem EEG unter Stroboskoplicht herausgefunden werden, und entsprechend wird der behandelnde Arzt dem Erkrankten wesentlich kompetenter sagen können, ob er in die Disko darf, als Sie. Ein im Artikel unerwähntes Problem ist, dass Diskos zur Nachtzeit stattfinden und viele Epileptiker mit Anfällen auf Schlafentzug reagieren, oder aber auf Alkoholgenuss. Das ist aber sehr individuell und die Empfehlungen spricht der behandelnde Arzt aus, nicht Sie oder die "Zeit".
Wir gehen tagtäglich Risiken ein, das ist Teil des Lebens. Beim Autofahren kann viel passieren, was dazu führt, dass ein Unfall geschieht. Es gibt Dinge, die Autofahren ausschließen, Alkoholgenuss etwa, da sollte es keine Diskussionen geben.
Anders liegt das Ganze bei gesundheitlichen Einschränkungen wie Diabetes, Epilepsie, Bluthochdruck, Heuschnupfen etc. Alle diese Störungen können unerwartet und plötzlich dazu führen, dass der Fahrer die Kontrolle über das Fahrzeug verliert. Es wäre aber unangemessen deshalb diese Menschen grundsätzlich vom Führen von Fahrzeugen auszuschließen. Das ist erst dann gerechtfertigt, wenn es einigermaßen wahrscheinlich ist, dass während des Fahrens etwas passieren könnte.
Der von Ihnen angeführte Hamburger Fall ist auch meiner Einschätzung nach so gelagert, dass DIESER Fahrer schon länger hätte nicht mehr fahren sollen. Bei anderen Menschen stellt sich das anders dar. Gerade Epilepsie kommt in sehr unterschiedlichen Formen vor, die Auslöser sind sehr verschieden - viele erleiden z.B. ausschließlich nach Alkoholkonsum einen Anfall. Zudem gibt es eine große Anzahl von Menschen die wenige Male in ihrem gesamten Leben oder einmalig einen Anfall haben.
Was die Fotosensibilität angeht - wie im Artikel geschrieben, leiden die wenigsten Epileptiker darunter und ob eine Sensibilität dafür vorliegt kann man messen. Andersherum sind viele Menschen fotosensibel, wissen es aber nicht. Warum soll ich es dann Epileptikern verbieten, in die Disco zu gehen?
Es geht eben nicht darum, dass jeder tun kann "was er will", sondern dass es einfache und bewährte Regelungen gibt, die von einem Großteil der Epileptiker eingehalten werden, genauso wie die meisten Nichtepileptiker nicht betrunken Auto fahren. Und nur weil ein Epileptiker unverantwortlich handelt, verallgemeinern Sie dieses Verhalten auf Epileptiker an sich. Andere Erkrankte verurteilen den Unfallverursacher noch mehr als der Durchschnittsbürger, nicht zuletzt da sie eine solche Stigamtisierung (laufende Zeitbombe) wie von Ihnen fürchten müssen. Deswegen mein Vergleich mit betrunkenen Autofahrern - das kann man auch nicht der Allgemeinheit vorwerfen, oder Ihnen.
Es sind also keine weiteren Einschränkungen nötig, nur die Vernunft ist leider bei manchen nicht vorhanden - dafür können Epileptiker an sich jedoch nichts. Betrunken Auto zu fahren ist auch bei vielen üblich und ein ähnliches Risiko. Somit scheint Ihr Appell an die Vernunft das einzig Wahre in Ihrem Kommentar.
Und mit einem Discobesuch hat das Ganze mal gar nichts zu tun.
@ Titule:
Ein Anfall verläuft seltenst tödlich und ist oft mehr ein Schreck für die Umgebung als für die Betroffenen, die es meist ja "gewohnt" sind - weswegen viele Angst vor Epileptikern oder dem Anfall an sich haben. Aber natürlich nimmt das kein Erkrankter in Kauf, so etwas passiert ungewollt. Es ist für die Betroffenen vor anderen Leuten ja schlicht und einfach unangenehm, vor anderen einen derartigen Kontrollverlust zu erleiden.
... dass Sie kein Neurologe mit Schwerpunkt Epileptologie sind und somit nicht viel Ahnung von den gültigen Vorschriften bzgl. Epilepsie und Autofahren haben. Es gibt jedoch schlaue Leute, die sich WIRKLICH mit der Erkrankung auskennen und Richtlinien formuliert haben, anhand derer der behandelnde Arzt einem Epileptiker ein Fahrverbot aussprechen und es dann aber auch aufheben kann. Es gibt Epileptiker, deren Anfälle niemand von außen mitbekommt und die während des Anfalls voll reaktionsfähig und damit fahrtauglich sind. Es gibt Epileptiker, die Grand mal Anfälle (das sind diese Sturzanfälle) nur im Schlaf kriegen oder direkt nach dem Aufwachen, damit sind sie tagsüber fahrtauglich. 70% der Menschen mit Epilepsie sind dank der modernen Medikamente dauerhaft anfallsfrei und damit fahrtauglich. Das nur als drei Beispiele. Im Artikel geht es jedoch nicht ums Autofahren, sondern um die Disko. Dort besteht durch einen Anfall keine Fremdgefährdung. Ob jemand fotosensitiv ist, kann ganz einfach mit einem EEG unter Stroboskoplicht herausgefunden werden, und entsprechend wird der behandelnde Arzt dem Erkrankten wesentlich kompetenter sagen können, ob er in die Disko darf, als Sie. Ein im Artikel unerwähntes Problem ist, dass Diskos zur Nachtzeit stattfinden und viele Epileptiker mit Anfällen auf Schlafentzug reagieren, oder aber auf Alkoholgenuss. Das ist aber sehr individuell und die Empfehlungen spricht der behandelnde Arzt aus, nicht Sie oder die "Zeit".
Mir ist bekannt, dass eine Epileptikerin in einer Disko nach dem Einsatz von Stroboskoplicht einen Anfall bekam und darauf noch im Rettungswagen verstarb.
Auch wenn ich nicht mit Details dienen kann (wie z.B. dem Alkoholgenuß) heißt das für mich, dass der Satz
"Nur ein Bruchteil der epilepsiekranken Jugendlichen ist tatsächlich fotosensibel und sollte die Disco meiden"
in Zeit.de unverantwortlich leichtfertig ist. Wenn ein Medikament bei 5 % der Patienten bestimmte Nebenwirkungen (wie z.B. epileptische Anfalle) auslöst, dann ist das laut Peibackzettel "häufig".
Mir ist bekannt, dass ein junger kerngesunder Autofahrer am Wochenende im Wald gegen einen Baum gefahren ist. Details zu dem Fall kenne ich zwar keine - ob etwa Alkohol im Spiel war, bin aber aufgrund der Tatsache, dass der Fahrer jung war überzeugt, dass niemandem unter 30 das Autofahren gestattet sein sollte. *Satire Ende*
Bei epileptischen Anfällen kommt es höchst selten zu Todesfällen - Ihr Beispiel ist also ein sehr extremes und schon deshalb als allgemeine Richtschnur ungeeignet. Zudem kann man sehr gut testen lassen, ob man fotosensibel ist, ein Epileptiker, der auf Flackerlicht nicht entsprechend reagiert hat keinen Grund nicht in die Disco zu gehen.
Wie ein Mitforist schon geschrieben hat, sind Todesfälle während eines epileptischen Anfalls extrem selten. Diese Gefahr ist wesentlich höher bei denjenigen sehr wenigen Epileptikern, die zum Status epilepticus (eine Serie von Anfällen, die nur medikamentös unterbrochen werden kann) neigen. Diese Menschen führen normalerweise Notfallmedikamente zur Unterbrechung der Anfallsserie mit, die von ihren Mitmenschen während des Anfalls verabreicht werden können (z.B. Freunde, die in die Disko mitgekommen sind und über das Verhalten im Notfall informiert wurden). Bei anderen Epileptikern sind vor allem Sturzfolgen (Sturz aus große Höhe, Ertrinken im Wasser, Kopfverletzung) gefährlich, deshalb sollten sie bei gefährdenden Aktivitäten vorsichtig sein. Die Disko gehört nicht dazu, denn dort fällt man im Falle eines Grand mal genauso auf den Boden wie zu Hause auch. So gesehen ist ein Toilettenbesuch allein zu Hause gefährlicher, wo man sich beim Anfall den Kopf an der Wanne aufschlagen könnte und niemand den Rettungswagen ruft. Wenn ein Epileptiker nicht fotosensitiv ist und wenn spätes Zubettgehen bei ihm persönlich kein Anfallsauslöser ist oder er präventiv gut wirkende Medikamente einnimmt, dann sehe ich keinen Grund, ihm von einem Diskobesuch abzuraten. Im Gegenteil, Epileptiker sollten soweit wie möglich gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Die letztliche Nutzen-Risiko-Abschätzung ist jedoch sehr individuell und wird vom behandelnden Arzt ausgesprochen.
Mir ist bekannt, dass ein junger kerngesunder Autofahrer am Wochenende im Wald gegen einen Baum gefahren ist. Details zu dem Fall kenne ich zwar keine - ob etwa Alkohol im Spiel war, bin aber aufgrund der Tatsache, dass der Fahrer jung war überzeugt, dass niemandem unter 30 das Autofahren gestattet sein sollte. *Satire Ende*
Bei epileptischen Anfällen kommt es höchst selten zu Todesfällen - Ihr Beispiel ist also ein sehr extremes und schon deshalb als allgemeine Richtschnur ungeeignet. Zudem kann man sehr gut testen lassen, ob man fotosensibel ist, ein Epileptiker, der auf Flackerlicht nicht entsprechend reagiert hat keinen Grund nicht in die Disco zu gehen.
Wie ein Mitforist schon geschrieben hat, sind Todesfälle während eines epileptischen Anfalls extrem selten. Diese Gefahr ist wesentlich höher bei denjenigen sehr wenigen Epileptikern, die zum Status epilepticus (eine Serie von Anfällen, die nur medikamentös unterbrochen werden kann) neigen. Diese Menschen führen normalerweise Notfallmedikamente zur Unterbrechung der Anfallsserie mit, die von ihren Mitmenschen während des Anfalls verabreicht werden können (z.B. Freunde, die in die Disko mitgekommen sind und über das Verhalten im Notfall informiert wurden). Bei anderen Epileptikern sind vor allem Sturzfolgen (Sturz aus große Höhe, Ertrinken im Wasser, Kopfverletzung) gefährlich, deshalb sollten sie bei gefährdenden Aktivitäten vorsichtig sein. Die Disko gehört nicht dazu, denn dort fällt man im Falle eines Grand mal genauso auf den Boden wie zu Hause auch. So gesehen ist ein Toilettenbesuch allein zu Hause gefährlicher, wo man sich beim Anfall den Kopf an der Wanne aufschlagen könnte und niemand den Rettungswagen ruft. Wenn ein Epileptiker nicht fotosensitiv ist und wenn spätes Zubettgehen bei ihm persönlich kein Anfallsauslöser ist oder er präventiv gut wirkende Medikamente einnimmt, dann sehe ich keinen Grund, ihm von einem Diskobesuch abzuraten. Im Gegenteil, Epileptiker sollten soweit wie möglich gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Die letztliche Nutzen-Risiko-Abschätzung ist jedoch sehr individuell und wird vom behandelnden Arzt ausgesprochen.
Wir gehen tagtäglich Risiken ein, das ist Teil des Lebens. Beim Autofahren kann viel passieren, was dazu führt, dass ein Unfall geschieht. Es gibt Dinge, die Autofahren ausschließen, Alkoholgenuss etwa, da sollte es keine Diskussionen geben.
Anders liegt das Ganze bei gesundheitlichen Einschränkungen wie Diabetes, Epilepsie, Bluthochdruck, Heuschnupfen etc. Alle diese Störungen können unerwartet und plötzlich dazu führen, dass der Fahrer die Kontrolle über das Fahrzeug verliert. Es wäre aber unangemessen deshalb diese Menschen grundsätzlich vom Führen von Fahrzeugen auszuschließen. Das ist erst dann gerechtfertigt, wenn es einigermaßen wahrscheinlich ist, dass während des Fahrens etwas passieren könnte.
Der von Ihnen angeführte Hamburger Fall ist auch meiner Einschätzung nach so gelagert, dass DIESER Fahrer schon länger hätte nicht mehr fahren sollen. Bei anderen Menschen stellt sich das anders dar. Gerade Epilepsie kommt in sehr unterschiedlichen Formen vor, die Auslöser sind sehr verschieden - viele erleiden z.B. ausschließlich nach Alkoholkonsum einen Anfall. Zudem gibt es eine große Anzahl von Menschen die wenige Male in ihrem gesamten Leben oder einmalig einen Anfall haben.
Was die Fotosensibilität angeht - wie im Artikel geschrieben, leiden die wenigsten Epileptiker darunter und ob eine Sensibilität dafür vorliegt kann man messen. Andersherum sind viele Menschen fotosensibel, wissen es aber nicht. Warum soll ich es dann Epileptikern verbieten, in die Disco zu gehen?
Mir ist bekannt, dass ein junger kerngesunder Autofahrer am Wochenende im Wald gegen einen Baum gefahren ist. Details zu dem Fall kenne ich zwar keine - ob etwa Alkohol im Spiel war, bin aber aufgrund der Tatsache, dass der Fahrer jung war überzeugt, dass niemandem unter 30 das Autofahren gestattet sein sollte. *Satire Ende*
Bei epileptischen Anfällen kommt es höchst selten zu Todesfällen - Ihr Beispiel ist also ein sehr extremes und schon deshalb als allgemeine Richtschnur ungeeignet. Zudem kann man sehr gut testen lassen, ob man fotosensibel ist, ein Epileptiker, der auf Flackerlicht nicht entsprechend reagiert hat keinen Grund nicht in die Disco zu gehen.
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