Schweizer Bankkonten: Die US-Demokraten leiden unter Swissophobia
Schon wieder streitet sich die Schweiz mit Amerika um Bankkonten. Diesmal geht es um die Millionen von Präsidentschaftskandidat Mitt Romney.
© Richard Carson/Reuters

Mitt Romney auf einer Wahlkampfveranstaltung in Houston, Texas
Schweizer Bankkonto. Zwei Worte genügten. Und das amerikanische Fernsehpublikum wusste, was sein amtierender Präsident ihm suggerieren wollte: Mein Widersacher ist ein Steuerhinterzieher. In den USA hat die dreckige Phase des Wahlkampfs begonnen, nun dominiert die Negativpropaganda. Und betroffen ist auch die Schweiz. Denn Mitt Romney, Präsidentschaftskandidat der Republikaner, hat Teile seines Vermögens im Ausland parkiert. Mitunter bei der Großbank UBS.
Seither grassiert unter den Demokraten die »Swissophobia« , wie Matt Welch, Chefredaktor des libertären Monatshefts Reason, die Aufregung um das ominöse Konto nannte. Wo Schweiz draufsteht, dahinter wird überall ein unpatriotisches Steuervergehen vermutet.
Der Wirbel begann am 1. Mai in Ohio, einem der heiß umkämpften swing states, wo weder Demokraten noch Republikaner sichere Mehrheiten besitzen. Ein 31 Sekunden langer, schnell geschnittener TV-Spot zeigt Mitt Romney als abgehobenen Mann der Hochfinanz, der amerikanische Jobs ins Ausland verlagerte, nach Mexiko und China; als Politiker, der Verwaltungsarbeiten an ein Call Center in Indien vergab und Steuererleichterungen für Firmen unterstützte, die Stellen ins Ausland verschoben. Das Filmchen endet mit der Punchline: »Genau das erwartet man von einem Typen, der ein Schweizer Bankkonto besaß.«
Das saß. Nun war wieder einmal klar, wo das Böse schlechthin sitzt: in der Schweiz. Wieso aber ausgerechnet dort? Das fragte sich auch Matt Welch: »Wissen Sie, wer auch ein Schweizer Bankkonto hatte? Ich meine, neben Hitler?«, schrieb er: »Veteranen, Doppelbürger, amerikanische Mitarbeiter der internationalen Organisationen in Genf.«
Und das konservative Blatt Weekly Standard fand heraus, dass eine demokratische Kongressabgeordnete aus Florida, die den Swiss Bank Account von Mitt Romney harsch kritisierte, selbst Geld auf einer Schweizer Bank hat. Genauer: Sie hatte zwischen 1.001 und 15.000 Dollar in einem Pensionsfonds angelegt, welcher wiederum Anteile an der Bank Julius Bär hält. Das genügte für einen kleinen Social-Media-Sturm im Wahlkampfsommer.
Doch unter den Obama-Treuen hat man für Differenzierungen kein Gehör. Wahlkampfsprecher Ben LaBolt twitterte: »Es gibt nur zwei Gründe, um ein Schweizer Bankkonto zu besitzen: sich gegen den Dollar abzusichern oder zu vermeiden, einen gerechten Anteil an Steuern zu bezahlen.« Ein ehemaliger Pressesekretär des Weißen Hauses ereiferte sich: »Ich wähle meine Bank, weil sie einen Geldautomaten in der Nähe meines Hauses hat. Romney hatte ein Konto in der Schweiz!« Und der demokratische Senator Carl Levin, selber ein Millionär, sagte: »Es gibt nicht so etwas wie ein normales Schweizer Bankkonto.«




mit billigster Demagogie Diffamierung betreibt regt sich keiner auf, wenn die Demokraten jetzt das machen was die Republikaner eigntelich immer machen, gibt es solche Artikel.
der Republikaner nicht auf?
Diese Aussage ist ja wohl Ergebnis einer ziemlich selektiven Wahrnehmumg.
der Republikaner nicht auf?
Diese Aussage ist ja wohl Ergebnis einer ziemlich selektiven Wahrnehmumg.
Da gab es doch eine andere Persönlichkeit die es liebte in Geld oder Gold zu baden? Das war doch bei Donald Duck und sein Onkel...
Anm.: Bitte bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/ag
"Oder dass für amerikanische Kunden in der Schweiz das Bankgeheimnis faktisch aufgehoben ist."
Laut Wikipedia:
"The Swiss Parliament ratified on June 17, 2010 an agreement between the Swiss and the United States governments allowing UBS to transmit to the US authorities information concerning 4,450 American clients of UBS suspected of tax evasion."
Und
"Etwa dass Mitt Romney sein UBS-Konto bereits 2010 aufgelöst hatte."
:)
Nun ist doch die offizierlle Schweiz ansonsten sehr stolz darauf, eine Nische gefunden zu haben, jenen ein finanzielles zuhause zu bieten, denen eine durchschnittliche Steuerlast wirklich nicht zuzumuten wäre.
Und auch bei der globalen Spekulation auf Rohstoffpreise (inclusive Lebensmittel) und in Sachen Abbau der Kinderarbeitslosigkeit in Westafrika (Kakao) machen sich Schweizer Bürger und Unternehmen verdient (sic!). Global hilft die Struktur des Schweizer Rechtssystems auch dabei dem Sport ein sicheres zuhause zu bieten...
Eventuell hilft eine derart ungerechte Kampagne, wie in den USA momentan ja dabei, das Schweizer Geschäftsmodell ("Wir leben auf Kosten anderer Staaten und Steuerzahler") auf Dauer so zu schädigen, daß nicht einmal der Schwarzgeld-Finanzminister eines Nachbarlandes bei der Steuerhinterziehung mehr helfen mag?!
Ich denke nicht, daß es irgendetwas gibt, über das sich Vertreter der Schweizer Konföderierten international zu beschweren hätten.
Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/kvk
Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/kvk
Ich halte es für nicht unwahrscheinlich, dass Romney vor ein paar Jahren von der Amnesie für Steuerhinterzieher profitiert hat. Es würde zu seinem Unternehmergeist passen. Wenn er das UBS Konto 2010 aufgelöst hat, dann wirds wohl 2008-2009 gewesen sein, dass er sich reingewaschen hat.
Das erklärt die Weigerung, die Steuererklärungen für die vergangenen Jahre zu veröffentlichen, was ja im krassen Gegensatz zum offenen Verhalten seines Vaters steht.
Sobald das rauskommt - und falls es tatsächlich so war wird es das noch rechtzeitig vor der Wahl, dann ist Romney politisch tot und Obama holt sich die 90%.
In der Regel beendet in diesen Fällen die Amnestie die Amnesie.
o_O
In der Regel beendet in diesen Fällen die Amnestie die Amnesie.
o_O
Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/kvk
notfalls kann man gegen uns ja immer die Nazikeule schwingen, egal wogegen, man gewinnt somit jede Argumentation.
Naja die Schweiz hat uns Deutsche schon immer gehasst und die Deutschen lernen gerade die Schweiz zu hassen. Man kann nicht nur gute Nachbarn wie etwa Dänemark und die Niederlande haben...
dass Wörter wie "Moralkeule" und Moralapostel" auch von den Leuten gern verwendet werden, mit deren Moral es nicht weit her ist.
notfalls kann man gegen uns ja immer die Nazikeule schwingen, egal wogegen, man gewinnt somit jede Argumentation.
Naja die Schweiz hat uns Deutsche schon immer gehasst und die Deutschen lernen gerade die Schweiz zu hassen. Man kann nicht nur gute Nachbarn wie etwa Dänemark und die Niederlande haben...
dass Wörter wie "Moralkeule" und Moralapostel" auch von den Leuten gern verwendet werden, mit deren Moral es nicht weit her ist.
In der Regel beendet in diesen Fällen die Amnestie die Amnesie.
Entfernt. Bitte formulieren Sie Ihre Kritik anhand sachlicher Argumente. Danke. Die Redaktion/ag
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