GeldFalsche Fünfziger

Die Zahl der Blüten geht zurück. Dennoch: Augen auf beim Einkauf! von 

Man sollte immer ganz genau hinschauen, wenn es ums Geld geht. Ab und zu auch einmal beim Geld in der eigenen Tasche. 251.000 gefälschte Euro-Scheine wurden im ersten Halbjahr aus dem Verkehr gezogen. Die Zahl der Fälschungen ist damit aktuell deutlich rückläufig, wie die Europäische Zentralbank am Montag meldete. Vor allem aber ist die Zahl der Fälschungen verschwindend gering im Vergleich zur Gesamtzahl der in Umlauf befindlichen Euro-Scheine. Diese beträgt derzeit etwa 14,6 Milliarden – was bedeutet, dass gerade einmal 0,000017 Prozent aller kursierenden Euro-Noten gefälscht sind! Gleichwohl raten die Herren des Geldes zu Wachsamkeit und zur Überprüfung von Geldscheinen mithilfe des Tests »Fühlen, sehen, kippen«. Ah ja. Das ertastbare Relief zum Beispiel, das Wasserzeichen, das Hologramm, Sie wissen schon, oder?

Hierzulande zählte die Deutsche Bundesbank im ersten Halbjahr gerade einmal 19.000 Blüten. Besonders beliebt waren dabei die Scheine zu 20 Euro. Sie machten 41 Prozent aller Fälschungen aus. Erst dahinter folgten die Scheine zu 50 Euro. Wobei es falsch wäre, der spontanen Assoziation zu folgen und diese als »falsche Fuffziger« zu bezeichnen. Dieser Ausdruck ist falschen Menschen vorbehalten – und geht zudem offenbar auf falsche Münzen aus der Ära von Mark und Pfennig zurück.

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Womit wir beim erstaunlichsten Teil der Statistik wären: Ja, auch Münzen werden gefälscht. In Deutschland zogen die Währungshüter von Januar bis Juni 22.405 gefälschte Münzen ein. Immerhin 1.179 davon waren tatsächlich gefälschte 50-Cent-Münzen. 50 Cent! Ich bitte Sie! Dies kann doch nur das Werk verzweifelter Menschen sein, die im Supermarkt immer nur 2-Euro-Stücke dabei haben, deshalb ohne Einkaufswagen losziehen müssen und die Schlepperei satt haben. Trotzdem... 50 Cent! Vielleicht verführt die Täter das Wissen, dass sich bei Münzen Original und Fälschung nur bei sorgfältiger Prüfung unterscheiden lassen – wie die Bundesbank warnt. Also: Beim nächsten Einkauf schön aufpassen!

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