Todesstrafe: Der Unerhörte
Seit 1995 wartet der Amerikaner Hank Skinner auf seine Exekution, wichtige Beweise wurden nie untersucht. Sein Fall zeigt die ganze Brutalität des texanischen Justizsystems.
© Michaela Haas

Hank Skinner in der Besucherkabine – die Autorin machte das Foto mit ihrem Handy.
Livingston, Texas. Die Hochzeit fand ohne den Bräutigam statt. Die Braut im festlich geschmückten Stadtsaal von Houston trug kein Make-up und die widerspenstigen rostbraunen Locken lose zurückgebunden. Der Bräutigam saß 100 Kilometer weiter nördlich in einem der stacheldrahtbewehrten, fensterlosen Betonwürfel vor dem Highway-Kaff Livingston, in denen Texas seine gefährlichsten Gefangenen verwahrt. Der Bräutigam trug Weiß – das verdreckte Grauweiß der ausgefransten Baumwollanzüge mit dem schwarzen »DR«-Stempel auf dem Rücken, der Abkürzung für Death Row , Todestrakt. Henry Watkins Skinner, genannt Hank, 50, konnte sein Jawort nur per Einschreiben schicken, aber der Standesbeamte erklärte ihn und die Französin Sandrine Ageorges am 3. Oktober 2008 rechtmäßig zu Mann und Frau.
Sandrine Ageorges-Skinner, 51, hat ihren Mann noch nie geküsst, noch nie seine Hand gehalten. »Ich weiß nicht, wie sich seine Berührung anfühlen würde«, sagt die hagere, blasse Frau mit schleppendem französischem Akzent. Wenn sie sich sehen, dann trennt sie eine Scheibe schusssicheres Plexiglas. Manchmal pressen sie die Handflächen gleichzeitig an das Glas, um die Illusion einer Berührung zu simulieren, »aber die Hände berühren sich ja nicht, sondern doch immer nur das Glas«, sagt Ageorges. »Meistens zieht Hank als Erster die Hand zurück, weil er es nicht aushält. Es ist Folter.« Wenn man die Fernsehproduzentin fragt, warum sie einen Mann geheiratet hat, den sie vielleicht nie in den Arm nehmen kann, sagt sie lapidar: »Aus dem gleichen Grund, aus dem jeder heiratet – aus Liebe.« Aber dann nennt die Anti-Todesstrafe-Aktivistin noch ein anderes Motiv: »Wenn sie Hank hinrichten, steht mir als seiner Frau das Recht zu, die Beweismittel ausgehändigt zu bekommen.«
Es gehört zur Ironie ihres gemeinsamen Schicksals, dass sie ihren Mann zuletzt nur sah, wenn seine Exekution unmittelbar bevorstand. Der Gefängnisdirektor hat ihr seit der Hochzeit Besuchsverbot erteilt. Er hält die resolute, wortgewaltige Frau für ein Sicherheitsrisiko. Nur wenn der Countdown zur Hinrichtung schon läuft, darf sie für ein knappes Stündchen zu ihm.
Hank Skinner kann seine Todesnähe mit mathematischer Genauigkeit beziffern: »2010 kam ich dem Tod auf 23 Minuten nahe. Ich hatte meine Henkersmahlzeit schon gegessen.« In letzter Minute gewährte ihm der Oberste Gerichtshof Aufschub – einer der extrem raren Momente, in denen sich Amerikas höchstes Gericht in das Todesstrafen-Urteil eines seiner Staaten einmischt. Vier Mal bereitete sich Skinner schon auf seine Hinrichtung vor, zuletzt im November 2011. »Was einem in den Stunden zuvor durch den Kopf fliegt, kann niemand anderes nachvollziehen«, sagt Skinner. »Es ist mir wichtig, dass ich wie ein Mann sterbe, nicht wimmernd und zähneklappernd.« Er hat den Ablauf viele Hunderte Male im Kopf durchgespielt. Pentobarbital, Pancuroniumbromid, Kaliumchlorid – die Namen der Betäubungsmittel in der Giftspritze, die letztlich zum Atemstillstand führen, gehen ihm flüssig wie einem Chemieprofessor von den Lippen. »Acht Minuten dauert es nach der Injektion«, sagt Skinner, »das ist eine verdammt lange Zeit. Es kann sein, dass ich bei vollem Bewusstsein bin, aber nicht schreien, mich nicht bewegen kann, wenn ich ersticke.« Auch einen Abschiedsbrief an seine Frau hat er vor dem letzten Hinrichtungstermin geschrieben: »Wenn ich tot bin, dann schmeiß eine verdammt gute Party. Leg Led Zeppelin auf, rauch ein paar Joints, und erinnere dich an mein Lachen.«
Die Tat, für die Hank Skinner verurteilt wurde, war bestialisch. Wer seine 40 Jahre alte Lebensgefährtin Twila Busby und ihre beiden Söhne am Silvesterabend 1993 in der texanischen Kleinstadt Pampa ermordete, muss enorme Kraft und Wut gehabt haben. Twila Busby wurde zuerst erwürgt, und zwar so rabiat, dass ihr Kehlkopf und ihr Zungenbein zerdrückt wurden. Dann schlug ihr der Täter einen Axtstiel 14 Mal mit solcher Wucht auf den Kopf, dass die Hiebe mehrere Knochenstücke ihrer ungewöhnlich dicken Schädeldecke in ihr Gehirn drückten. Gleichzeitig musste der Mörder ihren 1,98 Meter großen und 100 Kilo schweren Sohn Elwin »Scooter« Caler, 22, abwehren. Blutspritzer beweisen, dass er direkt neben seiner Mutter stand, als sie geschlagen wurde. Der Mörder stach mehrmals mit dem Küchenmesser auf Elwin Caler ein, bis dieser schwer verletzt floh und später auf der Veranda einer Nachbarin verblutete. Dann ging der Mörder in das Schlafzimmer, wo Twilas jüngster Sohn, Randy Busby, 20, bäuchlings auf dem oberen Etagenbett lag, und stach auch ihn mit einem Küchenmesser zu Tode.
Für Taten von solcher Brutalität halten 61 Prozent der Amerikaner die Todesstrafe für angemessen. Rick Perry, der charismatische texanische Gouverneur, ist sich der Unterstützung seiner Landsleute sicher. Bei Hinrichtungsterminen jubeln Todesstrafen-Anhänger vor dem Gerichtsgebäude wie Fußballfans beim Finale. Perry hält unangefochten den amerikanischen Rekord: Er hat in seinen zwölf Gouverneursjahren 243 Gefangene hinrichten lassen, darunter drei Jugendliche und mindestens zehn geistig Behinderte. Bei einer Fernsehdebatte der republikanischen Präsidentschaftsanwärter im vergangenen September quittierte das Studiopublikum allein schon die Erwähnung von Perrys Hinrichtungsrekord mit tosendem Beifall. »Haben Sie jemals nicht schlafen können, weil Sie vielleicht einen Unschuldigen hinrichten ließen?«, fragte der NBC-Moderator Brian Williams. »Nein, damit habe ich noch nie gekämpft«, antwortete Perry mit ruhiger Stimme. Was Perry aus der begeisterten Reaktion des Publikums schließe, setzte der erkennbar konsternierte Moderator nach, und Perry konterte selbstbewusst: »Amerikaner verstehen etwas von Gerechtigkeit.«
Was verstehen Amerikaner unter Gerechtigkeit? Selbst für die Befürworter der Todesstrafe fußt der Glaube an die Rechtmäßigkeit dieses Systems auf einer unabdingbaren Prämisse: dass alle Verurteilten einen fairen Prozess erhalten, der ihre Schuld zweifelsfrei belegt. Vielleicht deshalb glaubt der pensionierte Journalismusprofessor David Protess, dass der Fall Skinner »der entscheidende Hieb sein könnte, der die Todesmaschinerie in Texas zum Erliegen bringt. Sehen Sie sich an, wie weit der Staat Texas geht, um die Wahrheit über den Fall Skinner unter Verschluss zu halten«, sagt Protess, der Gründer des Innocence Project of Chicago, »die einzige Erklärung dafür ist, dass die Verantwortlichen Angst haben, dass es ihnen an den Kragen geht.«
Längst geht es nicht mehr nur um die Frage, ob Hank Skinner schuldig ist oder nicht. Es geht um viel mehr: um die Grundsatzfrage, ob ein mittelloser Angeklagter in Amerika auf einen fairen Prozess hoffen kann. Ob die Richter im erzkonservativen Texas unparteiisch sind. Ob ein Land einem zu Tode Verurteilten zwölf Jahre lang die Bitte verweigern darf, entscheidende Beweisstücke in einem Labor zu testen. Ob der Staat einen Mann hinrichten soll, dessen Schuld nicht zweifelsfrei bewiesen ist. Ob Rick Perry nachts wirklich guten Gewissens schlafen kann. Ob Amerika etwas von Gerechtigkeit versteht.





Das amerikanische Rechtssystem ist auf Vergeltung ausgerichtet. Oft hat man den Eindruck, wenn man jemanden hat, den man für eine Strafe büßen lassen kann, dann muss dieser herhalten, weil die Indizien dafür sprechen, die Beweise jedoch fehlen. Und das Volk will Vergeltung. Welcher Gouverneur, riskiert schon gerne eine Wiederwahl, wenn er Gefahr läuft, als Weichei zu gelten, nicht zu vollziehen? Von einem zivilisierten Land sollte man etwas anderes erwarten können.
Es scheint bei diesen Fakten ja fast schon lächerlich, dass die USA sich selbst als freiheitliche Demokratie bezeichnen. Ferner scheint das Wahlverhalten großer Teile der Bevölkerung, die ja letztlich die entscheidende Instanz bei der Berufung von Richtern und Volksvertretern ist, erhebliche Defizite bzgl. heute gängiger moralisch-ethischer Standards aufzuweisen. Obwohl ich lange Zeit in den USA gelebt habe, schwingte zunehmend ein Gefühl der Unfreiheit und Unterdrückung mit. Dies basierte nicht zuletzt auf der Tatsache, dass die staatliche Gewalt einer Willkür unterliegt, welche egoistischen Interessen seiner Akteure dient. Der Artikel ist da nur ein weiteres Beispiel. Auch wenn ich mir als deutscher Europäer unserer Historie bewusst bin und daher nicht die moralische "Keule" schwingen möchte, kann eines jedoch klar festgestellt werden: die europäischen Länder haben nach dem 2.Weltkrieg eine moralische Evolution erlebt, die unsere amerikanischen Freunde bis heute vermissen lassen. Ein Staat, welcher mehr als 2 Mio. seiner Bürger wegsperrt, scheint ein deutliches Problem zu haben - gesellschaftlich oder in seinem Rechtssystem inkl. der beteiligten Akteure.
"...Auch wenn ich mir als deutscher Europäer unserer Historie bewusst bin und daher nicht die moralische "Keule" schwingen möchte, kann eines jedoch klar festgestellt werden: die europäischen Länder haben nach dem 2.Weltkrieg eine moralische Evolution erlebt, die unsere amerikanischen Freunde bis heute vermissen lassen...."
... gelebt haben, wissen Sie allerdings auch, dass sich gerade über dieses sehr vielschichtige und vielgesichtige Gebilde (genannt USA) derartige Pauschalurteile verbieten.
Artikel wie diese sind geradezu ein Lehrstück dafür, dass Demokratie kein totalitärer Selbstzweck ist und ein moderner Staat vor allem die Unabhängigkeit des Rechtswesens sicherstellen muss. Stellen Sie sich nur mal im Ansatz vor, wir hätten bei uns ein System, in dem sich Richter und Staatsanwälte in eine "letztinstanzliche" Abhängigkeit zur "Bild" begeben müssten. Was meinen Sie, wie schnell es um Ihre angebliche "moralische Überlegenheit" hierzulande geschehen wäre.
"...Auch wenn ich mir als deutscher Europäer unserer Historie bewusst bin und daher nicht die moralische "Keule" schwingen möchte, kann eines jedoch klar festgestellt werden: die europäischen Länder haben nach dem 2.Weltkrieg eine moralische Evolution erlebt, die unsere amerikanischen Freunde bis heute vermissen lassen...."
... gelebt haben, wissen Sie allerdings auch, dass sich gerade über dieses sehr vielschichtige und vielgesichtige Gebilde (genannt USA) derartige Pauschalurteile verbieten.
Artikel wie diese sind geradezu ein Lehrstück dafür, dass Demokratie kein totalitärer Selbstzweck ist und ein moderner Staat vor allem die Unabhängigkeit des Rechtswesens sicherstellen muss. Stellen Sie sich nur mal im Ansatz vor, wir hätten bei uns ein System, in dem sich Richter und Staatsanwälte in eine "letztinstanzliche" Abhängigkeit zur "Bild" begeben müssten. Was meinen Sie, wie schnell es um Ihre angebliche "moralische Überlegenheit" hierzulande geschehen wäre.
Wieso muss überhaupt ein Antrag gestellt werden, dass Beweismittel untersucht werden? Sollte man Beweise nicht immer untersuchen - um eben die Wahrheit zu erkennen? Wie widersinnig ist es, Beweise zu sammeln, um sie dann nicht zu untersuchen und so auf einer unvollständigen Sachlage zu urteilen? Ich kann es nicht fassen.
Ich bin kein Jurist und kann nur hoffen, dass das zumindest in Deutschland anders ist.
"Die Staatsanwaltschaft hat nicht nur die zur Belastung, sondern auch die zur Entlastung dienenden Umstände
zu ermitteln und für die Erhebung der Beweise Sorge zu tragen, deren Verlust zu besorgen ist."
In Deutschland geht es eben nicht darum, wer gewinnt, sondern darum, zu ermitteln, was tatsächlich passiert ist.
Ob sich Menschen wie Rick Perry eigentlich mal Gedanken darüber gemacht haben, dass sie sich in ihrer Grundhaltung in nichts von den Menschen unterscheiden, die sie hinrichten lassen?
Wer aus Gründen der Wiederwahl (also höchstpersönliche Motive) im Zweifel lieber einen Unschuldigen umbringen lässt, als einen Täter laufen zu lassen, erfüllt nach deutschem Recht im Falle der Hinrichtung Unschuldiger möglicherweise den Tatbestand der Anstiftung zum Mord, §§ 26, 211 Strafgesetzbuch.
Und wer solche Politiker auch noch begeistert wählt, versteht also etwas von Gerechtigkeit?
"Die Staatsanwaltschaft hat nicht nur die zur Belastung, sondern auch die zur Entlastung dienenden Umstände
zu ermitteln und für die Erhebung der Beweise Sorge zu tragen, deren Verlust zu besorgen ist."
In Deutschland geht es eben nicht darum, wer gewinnt, sondern darum, zu ermitteln, was tatsächlich passiert ist.
Ob sich Menschen wie Rick Perry eigentlich mal Gedanken darüber gemacht haben, dass sie sich in ihrer Grundhaltung in nichts von den Menschen unterscheiden, die sie hinrichten lassen?
Wer aus Gründen der Wiederwahl (also höchstpersönliche Motive) im Zweifel lieber einen Unschuldigen umbringen lässt, als einen Täter laufen zu lassen, erfüllt nach deutschem Recht im Falle der Hinrichtung Unschuldiger möglicherweise den Tatbestand der Anstiftung zum Mord, §§ 26, 211 Strafgesetzbuch.
Und wer solche Politiker auch noch begeistert wählt, versteht also etwas von Gerechtigkeit?
Danke für diesen großartigen Artikel. Mir ist zwar durchaus die Grausamkeit des US-amerikanischen Justizsystems bekannt, aber ich hätte nicht damit gerechnet, dass das System derart korrupt ist und sogar versucht Beweismaterial zu unterschlagen! Erschreckend wie Menschenrechte in Texas mit Füßen getreten werden!
Man könnte sich nun seitenweise über die Todesstrafe und ihre Berechtigung auslassen...doch die Aussage »Amerikaner verstehen etwas von Gerechtigkeit.« sagt so einiges über die amerikanische Mentalität.
Zur Gerechtigkeit in Bezug auf die Todesstrage gehört in den USA auch:
- tanzen und Partys feiern, wenn ein Mensch hingerichtet wurde
- grenzenlose Freude
- Sieg des Guten über das Böse
- ...
Es sind aber dieselben Menschen, die sich euphorisch über eine Hinrichtung/Tötung eines Verbrechers freuen und zugleich tief bestürzt sind, wenn ein Mensch legal Waffen kauft und damit unschuldige Besucher eines Kinos erschießt...müssten sie nicht eigentlich gegen jede Form der Tötung von Menschenleben sein, egal ob durch die Justiz "legalisiert" oder als Verbrechen?
scheinen die juristischen Verhältnisse ja schlimmer als in jeder Bananenrepublik zu sein.
Nicht der Mensch, sondern der vor Selbstgerechtigkeit, krimmineller Seilschaft, Bigotterie und dreister Dummheit strotzende Texaner. Sollte es sich nicht um dreiste Dummheit handeln, so erhöht das den Grad der krimminellen Energie beträchtlich.> »Der Richter, der Hanks Berufungsgesuche prüft, ist derselbe Richter, der ihn damals verurteilt hat« Das sagt ja alles.
...Strafe im Zusammenhang mit dem Tod ist verkehrt. Strafe beinhaltet immer die Komponente der verbessernden Erziehung, denn das ist ihr Zweck! Der Tod ist aber endgültig und verbessert nichts weiter als das menschliche Bedürfnis nach Rache! Also dann auch bitte wörtlich statt Todesstrafe - Todesrache!
Aus christlicher Sicht (katholisch), ist der Tod nichts Endgültiges. Es ist nur die Weiche für das ewige Leben.
Entweder ewige (!!!) Glückseligkeit oder Verdammnis.
Auf das Konto im Augenblick des Todes kommt es an. Bereut oder gar beichtet der schlimmste Sünder seine Tat, so ist ihm verziehen.
So stellt sich die Todesstrafe nicht als barbarische Rache sondern als wirkungsvollster Akt der Barmherzigkeit dar. Die Todeszelle bietet Zeit zur Reue, vor dem Vollzug kommt der Pfarrer und die Beichte, Vergebung, dann keine Zeit mehr, zu sündigen und ab in den Himmel.
Es sei denn, er ist unschuldig und zürnt Gott beim Anblick seines Henkers....
Vielleicht wird die Todesstrafe in Texas abgeschafft, wenn die (glaubigen) Texaner erkennen, dass sie mit ihrer Rache dem Mörder den größtmöglichen Gefallen tun.
Aus christlicher Sicht (katholisch), ist der Tod nichts Endgültiges. Es ist nur die Weiche für das ewige Leben.
Entweder ewige (!!!) Glückseligkeit oder Verdammnis.
Auf das Konto im Augenblick des Todes kommt es an. Bereut oder gar beichtet der schlimmste Sünder seine Tat, so ist ihm verziehen.
So stellt sich die Todesstrafe nicht als barbarische Rache sondern als wirkungsvollster Akt der Barmherzigkeit dar. Die Todeszelle bietet Zeit zur Reue, vor dem Vollzug kommt der Pfarrer und die Beichte, Vergebung, dann keine Zeit mehr, zu sündigen und ab in den Himmel.
Es sei denn, er ist unschuldig und zürnt Gott beim Anblick seines Henkers....
Vielleicht wird die Todesstrafe in Texas abgeschafft, wenn die (glaubigen) Texaner erkennen, dass sie mit ihrer Rache dem Mörder den größtmöglichen Gefallen tun.
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