BBC Olympics: Die alte Tante schlägt zu
Google und Apple drängen auf den Fernsehmarkt. Verzweifelt suchen die klassischen Sender eine Antwort darauf. Die britische BBC hat eine gefunden.
© Stu Forster/Getty Images

Das Studio der BBC im Aquatics Centre der Olympischen Spiele 2012
»I finally cracked it.« Seit Steve Jobs seinem Biografen Walter Isaacson diesen einen Satz diktierte, ist in der Fernsehwelt nichts mehr, wie es einmal war. Jobs Aussage hat eine gesamte Branche in Angst und Schrecken versetzt. »I finally cracked it«, das ist die Antwort des Apple-Gründers auf die Frage, wie sich Internet und Fernsehen endgültig verbinden lassen. »Ich möchte ein integriertes TV-Gerät entwickeln, das ganz einfach zu nutzen ist«, zitiert ihn Isaacson. Dazu kam es nicht mehr, der Visionär und Unternehmer Jobs starb im Herbst vergangenen Jahres. Doch die Gerüchte blieben: Woran arbeiten die Ingenieure bei Apple? Hat nicht sogar schon jemand den Prototyp gesehen? Ein iTV? Oder ein iSee?
Google drängt ebenfalls ins Fernsehgeschäft. Anfang des Jahres hat der Internetkonzern mit Google TV die neueste Generation seiner Set-Top-Box vorgestellt: ein kleiner Kasten, der das Internet auf den Fernsehbildschirm bringt. Ab Herbst soll es die Box auch in Deutschland geben. Inklusive YouTube, des Fernsehens für Nischen. Mit genau dem Programm, das man möchte, und seien es den ganzen Tag lang Skateboardvideos. Vor allem Menschen, die von klein auf mit dem Internet vertraut sind, wollen nicht mehr akzeptieren, dass jemand anders bestimmt, was sie sehen. Sie möchten es selbst entscheiden.
Die Fernsehrevolution beginnt mit einem neuen Gerät: dem internetfähigen Fernseher. Im Jahr 2015 werden weltweit 60 Prozent aller neu ausgelieferten Fernseher sogenannte Connected TVs sein, die sich mit dem Internet verbinden können. »Das ist die große Herausforderung für die kommenden Jahre«, sagt Christine Strobl, Leiterin der Degeto, der gemeinsamen Filmeinkaufsfirma der ARD, die für das klassische deutsche Fernsehen der vergangenen Jahrzehnte steht. »Wir tasten uns gerade ran.«
Und während der öffentlich-rechtliche Rundfunk hierzulande noch grübelt, wie Apple, Google und das Internet das Fernsehen der Zukunft wohl verändern werden, zeigt die britische BBC schon heute, wie es aussehen könnte.
Die Verantwortlichen von Großbritanniens öffentlich-rechtlicher Sendeanstalt haben lange darüber nachgedacht, wie sie die Zuschauer zurück vor den Fernseher locken. Wie sie die Aufmerksamkeit derer erobern, die mit Facebook und Twitter groß geworden sind. Wie man sie überzeugt, sich mit dem Programm zu befassen statt mit ihren Nachrichten in den Sozialen Netzwerken.
Wer erfahren will, wie das geht, muss nach London reisen, in eine Stadt, die sich bereit macht für die Olympischen Spiele. In White City sitzt die BBC, die »alte Tante«, wie sie viele Briten nennen. Und tatsächlich wirkt der Ort, an dem das Fernsehen der Zukunft erfunden wird, eher bescheiden: ein acht Quadratmeter großer Konferenzraum im neunten Stock der BBC-Zentrale. Ein schäbiger Tisch füllt ihn so weit aus, dass man sich an die Wände pressen muss. Die Luft ist auf 17 Grad Celsius gekühlt. Aber die Erfinder des Zukunftsfernsehens, Phil Fearnley und Ben Gallop, haben die Ärmel hochgekrempelt.
Sie haben den Kampf gegen Google und Apple um die Zukunft des Fernsehens aufgenommen. »Wir haben viel rumprobiert am Anfang«, sagen sie. Und dann, als die Spekulationen über die Entwicklungen von Google und Apple näher kamen wie Einschläge, als Olympia in ihrem London ausgerichtet werden sollte, dachten sie: Wo, wenn nicht hier? Wann, wenn nicht jetzt?
Es ist der perfekte Zeitpunkt, die Massen noch einmal vor den Fernseher zu ziehen. Fearnley, der für die Technik zuständig ist, und Gallop, der für die redaktionelle Entwicklung verantwortlich ist, wollen mit BBC Olympics ein Lagerfeuer entzünden, um das sich die Gesellschaft versammeln soll.






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Es gibt für fast jeden Browser (Ich kenne mich nur bei Firefox und Chrome aus) eine VIelzahl von Add-ons, mit denen sich das Problem beheben lässt. Das hat Google so eingerichtet. Stealthy, Proxtube, etc.
Aber mir ist klar, was Sie sagen wollen. Da steht der fortschrittliche BBC der GEMA (da braucht man gar kein Adjektiv) gegenüber und man denkt sich, man lebt inmitten von Zensur und einer Rückständigen Medienlandschaft. Aber wenigstens hat das ZDF ein neues hübsches Studio für die Nachrichten (es gibt tagesschau24, wofür machen die überhaupt noch Nachrichten?), das bringt Quote. Und abends interessante Wettkämpfe wie Diskuswerfen der "Frauen" (Die Polemik tut mir leid, aber entweder finden die Russen ihre Werferinnen in den sibirischen Wäldern während sie einen Baum mit bloßer Hand aus dem Boden reißen oder sie pumpen sie ohne Skrupel mit Testosteron voll.) Yeah! Gerade bei Olympia (mit seiner großen Auswahl) will ich den Wettkampf sehen, den ich will. Es gibt sicher viele Menschen, die sich gerne Diskuswerfen anschauen, aber ich gehöre nunmal nicht dazu. Mit dem digitalen Fernsehen wäre es ein einfaches einfach 3 (mir würden 3 ja schon reichen) Olympiakanäle zu etablieren. Ich habe nichtmal den Anspruch, dass die Sportereignisse meiner Wahl mit Musik, deren Rechte die GEMA verwaltet, unterlegt werden. Ich will doch nur sehen, was ich will. Und das ist nicht Herta gegen Eintracht Frankfurt (Entertain ftw! ;)) oder Diskuswerfen.
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Aber mir ist klar, was Sie sagen wollen. Da steht der fortschrittliche BBC der GEMA (da braucht man gar kein Adjektiv) gegenüber und man denkt sich, man lebt inmitten von Zensur und einer Rückständigen Medienlandschaft. Aber wenigstens hat das ZDF ein neues hübsches Studio für die Nachrichten (es gibt tagesschau24, wofür machen die überhaupt noch Nachrichten?), das bringt Quote. Und abends interessante Wettkämpfe wie Diskuswerfen der "Frauen" (Die Polemik tut mir leid, aber entweder finden die Russen ihre Werferinnen in den sibirischen Wäldern während sie einen Baum mit bloßer Hand aus dem Boden reißen oder sie pumpen sie ohne Skrupel mit Testosteron voll.) Yeah! Gerade bei Olympia (mit seiner großen Auswahl) will ich den Wettkampf sehen, den ich will. Es gibt sicher viele Menschen, die sich gerne Diskuswerfen anschauen, aber ich gehöre nunmal nicht dazu. Mit dem digitalen Fernsehen wäre es ein einfaches einfach 3 (mir würden 3 ja schon reichen) Olympiakanäle zu etablieren. Ich habe nichtmal den Anspruch, dass die Sportereignisse meiner Wahl mit Musik, deren Rechte die GEMA verwaltet, unterlegt werden. Ich will doch nur sehen, was ich will. Und das ist nicht Herta gegen Eintracht Frankfurt (Entertain ftw! ;)) oder Diskuswerfen.
Ich habe nun leider nur den Online-Artikel gelesen, wie passend (mal am Rande: ein Hinweis, ob es sich um einen Auszug oder den ganzen Artikel handelt, wäre nett).
Wenn aber nichts gegenüber der gedruckten Ausgabe weggelassen wurde, dann fehlt mir hier so Manches.
In Kommentar 3 wird die frische BBC dem altbackenen deutschen ÖR gegenübergestellt. Nun, auch die BBC stellt ihre Streams nicht der ganzen Welt zur Verfügung: "I'm sorry, we can't show this content in your area." [http://www.bbc.co.uk/sport/olympics/2012/live-video]
Auch die ARD [http://olympia.ard.de/apps/java/london2012/liveplayer/index.html] und das ZDF [http://www.zdf.de/ZDFmediathek#/event/1680922/olympia2012/dialog/epg] bieten bei ihren Live-Streams eine Wahl der Sportarten. Vielleicht nicht so fortschrittlich, wie die BBC, die das gleich noch den britischen Fernsehsendern anbietet und ein Betrachten der Streams auch am Fernseher ermöglicht.
Doch stellt sich die Frage, ob ARD und ZDF vielleicht weniger ausstrahlen als die BBC mit ihren 24 Kanälen. Wurde das recherchiert? Worin besteht der große Vorsprung nun? Kann man sich bei BBC alles, was einmal ausgestrahlt wurde, jederzeit später nochmal ansehen, was den Vergleich mit Youtube rechtfertigen würde? Oder gibt es auch da nur "Clips", die irgendwann sogar depubliziert werden? Im Artikel finde ich leider nur viel PR. Dieser Eindruck wird bestärkt, weil Zahlen ("3/4 der Internetnutzer" auf "Aussagen" einer Medienberatung statt auf Studien basieren. Schade.
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