Männliche NacktheitDas ist übrigens ein Penis
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In Frauenzeitschriften sieht man keine Penisse

Rechtlich wäre beispielsweise für Magazine nichts dabei, ein paar mehr Penisse zu zeigen. Pornografie ist generell indiziert und darf nur an Orten angeboten werden, die Kindern und Jugendlichen nicht zugänglich sind. Die Darstellung eines Penis ist allerdings nicht per se pornografisch, problematisch wird es erst bei Erektionen ab einem Neigungswinkel von 45 Grad. Männliche und weibliche Nacktheit sind kein Porno, wenn es bei den Bildern nicht nur um den sexuellen Reiz geht, sondern auch »emotionale und individuelle Begleitumstände« gewürdigt werden, wie es in einem wegweisenden Urteil des Berliner Kammergerichts von 2008 heißt. Neben dem Recht gibt es aber noch das, was man sexualethische Vorstellungen nennt, ein komplexes Gebilde aus Kultur, Tradition und Psychologie. Und diesen Vorstellungen zufolge ist heute ein splitternackter Mann schockierender als eine splitternackte Frau.

Das Modehaus Yves Saint Laurent zeigte vor ein paar Jahren einen nackten Mann samt Penis in einer Parfümwerbung. Ein schönes Bild, das ein Zitat des Fotos war, das Jeanloup Sieff 1971 vom jungen, zu Depressionen neigenden Yves Saint Laurent gemacht hatte. Die Anzeige war aber als Schocker für ein paar Nischenzeitschriften gedacht. Neulich war in Steve McQueens Film Shame der Penis des Hauptdarstellers Michael Fassbender in einigen Einstellungen deutlich zu sehen. Der Film handelt von einem Mann, der an Sexsucht leidet. Man sieht ihn morgens nackt durch die Wohnung gehen, während er den Anrufbeantworter abhört und sich Frühstücksflocken in eine Schale schüttet. Es sind keine aufdringlichen Bilder, es sind noch nicht einmal Sexszenen. Trotzdem wurde über den Auftritt des Fassbender-Penis viel geschrieben. Die Szenen waren Aufhänger für mehrere Artikel über Fassbenders großen Schauspielermut (inklusive aller naheliegenden Wortspiele). Dass Carey Mulligan, 27-jährige britische Darstellerin aus dem Charakterfach, in demselben Film in einer langen Einstellung von oben bis unten nackt dasteht, wird in diesen Artikeln gar nicht erst erwähnt.

Die Sache ist die, dass viele nicht unbedingt Bilder von nackten Männern sehen wollen. Bei den meisten Frauen herrscht höfliches Desinteresse vor, was Penisse betrifft. Zumindest was fremde Penisse betrifft. Ein Penis wird, etwas überspitzt gesagt, für eine Frau erst nach einem persönlichen Kennenlernen interessant.

Bei den meisten Frauen herrscht höfliches Desinteresse vor

In Frauenzeitschriften, die die Bedürfnisse ihrer Leserinnen kennen und erfüllen, sieht man keine Penisse. Die Cosmopolitan ist eins der führenden Frauenmagazine und das einzige, das beim Thema Sex kein Blatt vor den Mund nimmt. Einen Penis sucht man in der Zeitschrift vergeblich. »Es entspricht nicht unserer Ästhetik«, sagt Chefredakteurin Carolin Schuhler. Eine kürzlich erschienene Geschichte »über seinen wichtigsten Körperteil« – »Ziehen, drücken oder rubbeln ist erlaubt« – wurde mit einem nackten Mann bebildert, der sich einen Fußball vor den Penis hält. Nichts zu sehen. »Ein schlaffer Penis ist nicht besonders aufregend, und ein erigierter Penis wäre bei uns zu krass«, sagt Schuhler. Es ist das Dilemma des modernen Mannes: Zeigt er sich weich, wird er als Verlierer beschimpft. Zeigt er sich hart, bekommen alle Angst.

Was Frauen zum Träumen bringt, sagt Schuhler, sind sowieso eher die Augen, die Schultern, nicht so sehr der Anblick eines Penis. Aber was kann eine schöne Schulter im Bett ausrichten? Ist die weibliche Sexualität immer noch so passiv, nach Jahrhunderten der Passivität, dass Frauen sich immer noch nicht für männliche Körper interessieren? Haben Frauen immer noch ein Problem mit dem Penis?

Ralf Bönt, Autor des im Frühjahr erschienenen Buchs Das entehrte Geschlecht , sagt, Frauen kennten sich zu wenig mit der männlichen Anatomie aus. So wie Männer in den siebziger Jahren lernen mussten, was eine Klitoris ist, müssten Frauen sich heute mit dem Penis auseinandersetzen. »Es gibt Frauen, die so tun, als ginge der Körper ihres Liebhabers sie nichts an«, sagt er. Der Penis: für Frauen ein Wesen von einem anderen Stern.

Homosexuelle Männer haben zum Penis differenziertere Ansichten als Frauen. Schwule waren es, die den Penis in die Motivgeschichte der Kunst aufnahmen, wo er lange gefehlt hatte. Robert Mapplethorpe fotografierte große Schwänze, die Männern aus der Hose hingen, was erstaunlich elegant aussah und heute zur homosexuellen Ikonografie gehört. Herb Ritts und Bruce Weber machten Modefotografie aus dem männlichen (Halb-)Akt, als Homosexuelle in der Gesellschaft Akzeptanz fanden. Wolfgang Tillmans , Chronist der schwulen Subkultur der neunziger Jahre, fotografierte ein Stillleben mit Penis und Airline-Frühstück ( AA Breakfast , 1995). Heute noch gelten Bilder von nackten Männern als irgendwie schwul. Der Maler Lucian Freud , der heterosexuell war und in seinem Leben viele Penisse malte, hat gesagt, die Männer, die ihm nackt Modell gesessen hätten, seien alle schwul gewesen. Die Homosexuellen, und nicht die Frauen, waren es, die den Penis zum Fetisch machten, zu einem Objekt der Begierde. Es gab in den USA mal eine Zeitschrift für schwule Männer, die Foreskin Quarterly hieß. Darin ging es, wie der Name sagt, um die Vorhaut. Eine andere Publikation hieß Inches .

Einer gängigen Meinung nach sind Männerkörper weniger schön als Frauenkörper, ob nackt oder bekleidet. Ein Mann versteckt nicht nur seinen Penis, er zeigt auch seine nackten Füße nicht, seine Waden, seine Schultern, seine Schlüsselbeine. Er verschönert sich nicht, trägt keinen Nagellack und keine Spangen im Haar. Die Mode lässt sich viel einfallen, um den weiblichen Körper zu betonen. Es gibt kurze Röcke, Ausschnitte, Korsagen, Enganliegendes. Es gibt eine vielfältige BH-Kultur. Auch Frauen, die sich öffentlich nie ausziehen würden, finden nichts dabei, mit ihrer Kleidung ihre Brüste, ihre Beine oder ihren Hintern zur Geltung zu bringen. Den männlichen Körper will die Mode verstecken. Männer tragen Anzughosen, darüber ein Jackett, unförmige Jeans oder weit sitzende Cordhosen. Es gab mal die Schamkapsel, einen der ritterlichen Rüstung entlehnten Genitalschutz, der im 16. Jahrhundert aus modischen Gründen zum Beispiel von Heinrich VIII. getragen wurde. Es gab die mittelalterlichen Beinlinge, die wenig der Fantasie überließen und die Schenkel betonten. Aber seit dem Ende des Absolutismus führt der Mann eine produktive Existenz. In der bürgerlichen Gesellschaft delegiert er Schmuck, Sinnlichkeit und Körperlichkeit an die Frau. Die Männer des Sex, Drugs and Rock ’n’ Roll machten es anders. Ihre Jeans waren so eng, dass der Penis nicht zu übersehen war. »Die Sechziger waren eine gute Zeit für Penisse«, schreibt Maggie Paley in ihrem Buch Unter dem Feigenblatt – Das Buch des Penis . Es war eine Zeit, in der heterosexuelle Normen infrage gestellt wurden. Auf dem Cover des Rolling-Stones-Albums Sticky Fingers, gestaltet von Andy Warhol, ist eine Jeans mit Beule zu sehen.

Leserkommentare
  1. Im Prinzip ein recht guter Artikel, Frau Raether.
    Nur vergessen Sie dabei, dass gerade Frauen in der Vogue u.A. nackte Männer eben nicht sehen wollen. Es sind die FeministInnen die alles was männlich ist, als böse empfinden. Gerade das Phallussymbol ist der Ursprung allen Übels auf dieser Welt. Da sind die Machos, die einen auf "dicke Hose" machen, die Testosteron gesteuerten Triebtäter die nix anderes als Sex im Kopf haben, die Bankenkriese verursacht haben durch ihre Zockermentalität usw. Dagegen wird alles was weiblich ist als Maß aller Dinge stilisiert. Männer dürfen hierzu nur Antworten wenn sie gefragt werden. Eine eigene Meinung dürfen sie nicht haben, denn Frauen definieren was schön ist und was nicht. Es gibt genügend Artikel auch gerade bei der ZEIT über diese Gattung Mensch.
    Auch bin ich der Meinung, dass es gar nicht so viele nackte Frauen in den Mainstream Medien und der Werbung gibt wie immer behauptet wird. Meist haben die ProtagonistINNEN ein Kleidungstück vor ihrem Geschlechtsorgan.

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    Dafür dass Sie Ihre Meinung gar nicht haben und äußern dürfen, kümmern sich erstaunlich wenige Feministinnen um ihren werbewirksam platzierten Kommentar, finden Sie nicht?

    Kümmert sich jetzt auch lieber wieder um anderes:

    Cellular Automaton

    hält sich ja in Wirklichkeit auch bei den Damen in Grenzen. Präsentiert wird der weibliche Körper im gleichen Grad der Entblößung wie der Körper männlicher Models: die sekundären Geschlechtsmerkmale sind zu sehen, denn diese werden als attraktiv empfunden. Und dazu die durch Mode und Kultur definierten Symbole der Männlichkeit und Weiblichkeit - das gilt für den männlichen Waschbrettbauch, den Dreitagebart oder die muskulösen Schultern genauso wie für die weiblichen Brüste, schmale Taille, langen Haare. Die primären Geschlechtsmerkmale hingegen wirken immer abstoßend. Oder haben Sie schon mal in der Werbung neben einem neuen BMW eine aufgeklappte Vulva gesehen? Da ist die Vergleichsebene zum Penis. Neben den neuen BMW sehen wir gerne eine langbeinige, großäugige Blondine. Das Aftershave verkauft sich gut mit einem durchtrainierten, sonnengebräunten Jüngling mit üppiger Kopfbehaarung und aufgeknöpftem Hemd. Seinen Penis möchten wir nicht sehen.

    Also ich wuerde gern mehr Penise sehen, kann aber auch der Einschaetzung, dass weibliche Nacktheit den Normalfall darstellt nicht zustimmen. Vor dem Internet-Zeitalter habe ich praktisch nie (!) eine Vagina gesehen - allenfalls eine schematische Zeichnung im Biologiebuch. Selbst gedruckte Pornos waren damals auf Brueste und eben erigierte Penise fixiert, und sah man einmal einen im Spaetprogramm,trugen Frauen noch Schamhaare und man sah gar nichts. Und Frauen, die heute -von Pornos abgesehen - nackt abgebildet werden werden meist in einer Position gezeigt, in der man die Vulva und erst recht die Vagina auch nicht sieht.

    Liebe Frau Raether,
    Ihren Artikel finde ich prima.
    Die Idee einer Penis-Quote :-) in den Medien finde ich sehr überlegenswert.
    Schließlich muß ich mir auch dauernd ungefragt nackte bis halbnackte Frauen anschauen
    (den Mann freuts`: tja, wenn uns die Frauen das so freiwillig vor die Nase halten).
    Nun, ich möchte mich auch freuen !! Und gute Bildeer von schönen attraktiven halb -und nackten Männern, wie sie bsp. aus der Parfümwerbung bekannt sind, sind wirklich sehr attraktiv und gut anzuschauen ;-)
    Ja, bitte, mehr davon !!

  2. mit dem Gehirn schon längst verbunden. Das Gehirn lernen Menschen / Männer bestimmt auch noch einzusetzen. Vielleicht sogar mit einem entwaffnendem Lächeln und überzeugenden Argumenten ..

    Eine Leserempfehlung
  3. Ich verstehe die Konsequenz der Forderung so, dass exhibitionistische Handlungen straffrei werden sollen?

    Wo Frauen ausziehen müssen, um sich in der kommerziellen Welt zurecht zu finden, sollten das jetzt auch Männer tun?

    Nicht alle wolllen nackte Körper sehen, egal ob weiblich oder männlich.

    8 Leserempfehlungen
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    wenn exhibistische Handlungen straffrei seien könnten. In welch einer bis ins Mark kulturpervertierten Welt leben wir, in der der Naturzustand des Nacktseins in der Öffentlichkeit verpönt (im ursprünglichsten Sinne) ist und es kleine Reservate für Nacktbader gibt, ansonsten aber schön die Hose anzubleiben hat. Welch großes Kulturgut! Indigene Völker gehören insoweit übrigens auch missioniert, vielleicht von evangelikalen amerikanischen Christen und deren Rädelsführern - Hose an, oder Schwanz ab!

    ... hervorragender Artiekl übrigens.

    Das Problem ist eher, dass die Nacktheit des Mannes in den allermeisten Fällen als Exibitionismus empfunden wird, die Nacktheit von Frauen dagegen meistens als angenehm.

    Menschen, die das anders sehen, sind selten und werden iaR belächelt oder mit Titulierungen wie "verklemmt" oder "Spiesser" abgetan.

  4. "Frauen, scheint es, muss man ja nicht lange bitten: Sie ziehen sich aus, sobald sich ihnen eine Gelegenheit bietet. "

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    Ich bin entsetzt über solche frauenfeindliche Anmerkung. Das ist Argumentation von Leuten, die gerne nackte Frauenkörper sehen wollen. "Frauen wollen das doch sowieso. Wer sich nicht ausziehen will, ist keine richtige Frau".

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    wenn der Satz frauenfeindlich übergriffig wäre - wo kommen dann bitte all die Bilder nackter Frauen her, die das Land überschwemmen.

    über so wenig Verständnis für Ironie...

    Zum Thema: In unserer Gesellschaft ist der "Vormarsch" der Frauen kaum mehr aufzuhalten (zum Glück), so dass bald auch der Mann mehr und mehr von der Werbeindustrie als Sexobjekt entdeckt werden wird.
    Die Frage ist, wollen wir das wirklich? (nicht das ich glaube, dass das irgendeine Rolle spielen wird)

    Kann mich Grellseher nur anschließen: Was soll daran frauenfeindlich sein? Das ist eine schlichte Tatsachenbeschreibung der Autorin - mehr nicht. Man muss nicht gleich jeden Satz, der in manch pseudo-feministischem Ohr sofort wie ein Angriff klingt, frauenfeindlich interpretieren.

    • Marwil
    • 28. Juli 2012 19:18 Uhr

    Blödsinn, „frauenfeindliche Anmerkung“. Frau Raether hat das sehr gut beobachtet – man braucht freilich ein wenig Lesekompetenz, um diesen Satz richtig zu lesen. Sie sagt nicht, dass sich generell alle Frauen gerne ausziehen, sondern dass die Zahl derer, die es tun, unerschöpflich ist, und das kann keiner ernsthaft bezweifeln, weil es täglich aufs Neue bewiesen wird. Vor diesem Hintergrund ist es erlaubt, eine drastische Verkürzung (Übertreibung) zu verwenden, wie sie es getan hat. Man nennt das: Hyperbel.

  5. "Aber Bilder von echten, zeitgenössischen Penissen, aus Fleisch und Blut, nicht pornografisch, nicht abstrahiert, nicht medizinisch, solche Bilder sind schwer zu finden."
    Wo findet man den bitte Bilder von echten Schamlippen aus Fleisch und Blut, nicht pornografisch, nicht abstrahiert, nicht medizinisch?

    44 Leserempfehlungen
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    Nehmen Sie einfach die Google-Bildersuche, schalten den "Safe-Search" aus und sie werden fündig.

    Nicht pornografisch, nicht abstrahiert, nicht medizinisch.

    • Marwil
    • 28. Juli 2012 19:25 Uhr

    Nirgends, feloccio, nirgends. Sie schreibt auch nicht von glänzenden Eicheln, aderndurchpumpten Vorhäuten und feuchten Eichelspitzen. Nur von „Penissen, aus Fleisch und Blut, nicht pornografisch, nicht abstrahiert, nicht medizinisch“.
    Stille, ruhende Schamlippen, wenigstens ihre Kontur, findet man zuhauf.

  6. Aus meiner Sicht sind es nicht DIE Frauen, die sich "bereitwillig" ausziehen. Es sind die Frauen, die sich den Erwartungen der Männer angepasst haben, ihre Spielregeln akzeptieren, die High Heels und die weibliche Figur betonende Kleidung tragen (unabhänglig davon, ob es sich Frau figürlich leisten kann), den Kult um das Design der Fingernägel betreiben, ...
    Die Macht liegt nach wie vor viel zu sehr in den Händen der Männer, die nach Dominanz streben, sie auch bekommen, obwohl sie nicht die besseren Fachleute sind.
    Da ist es für mich folgerichtig, dass in den Medien, dass abgedruckt und gezeigt wird, was Männer "anmacht" und was sie in Wirklichkeit hauptsächlich beschäftigt.

    12 Leserempfehlungen
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    • ddde
    • 27. Juli 2012 7:00 Uhr

    Entfernt. Bitte bleiben Sie beim Artikelthema. Danke, die Redaktion/jz

    es ist wieder der böse Mann, der die arme Frau sexuell (und anderweitig) unterdrückt.

    Bei Kommentaren wie den ihren muss ich immer an William James denken -

    Viele Leute glauben, daß sie denken, wenn sie lediglich ihre Vorurteile neu ordnen.

    Das zum Abdrucken von Frauen immer 2 gehören, nämlich die, die sie sehen wollen, und die, die gesehen wollen werden, scheinen sie nicht wahrhaben zu wollen.

    Im Übrigen kann ich auf nackte Frauenbilder auch gerne verzichten (auch wenn sie mich nicht stören...)

    mfg henry

    Entfernt. Bitte diskutieren Sie sachlich das konkrete Artikelthema. Danke, die Redaktion/mk

    … dass die Frauen, die ich kenne, größtenteils der Meinung sind, sie tun das (Schminken, schicke Kleidung) für sich selbst. Und mal ganz ehrlich: Welcher Mann mag schon lackierte Fingernägel? Das haben wir dem anderen Geschlecht sicher nicht eingeredet!

    Langsam geht einem dieser ewige Genderquatsch auf den Geist. Die Frauen können sich ausziehen oder es bleiben lassen, die Männer ebenfalls. Ob es die Frauen wegen der Männer machen, ist nicht nur möglich, sondern wahrscheinlich. Aber es soll freiwillig sein. Zu unterstellen, dass sie unter irgendwelchem kruden Zwang stehen, ist aberwitzig.Feministische Zwangsneurosen sind wenig hilfreich. Sie helfen nicht einmal den Feministinnen selbst. Die wirklich selbstbewussten Frauen bedanken sich mit Sicherheit für die nicht bestellte Einmischung in ihre eigene Freiheit durch frustrierte Geschlechtsgenossinnen.

    Sie haben wieder einmal objektiv und fachfrauisch den Penis auf den Kopf getroffen. Solche Argumente vertiefen die Gräben zwischen Mann und Frau aber die deutsche Mentalität liebt das leider so.

    Natürlich muss sich d e r MANN eine Dominanz einbilden, wenn er sich als Nabel der Welt wähnt und tatsächlich glaubt, die Frau mache sich nur zurecht für ihn.

    Ich würde mich sehr gerne mal mit den verirrten Männern an einen Tisch setzen, die ernsthaft meinen, ihr schlaffes blutlehres Ding zwischen den Beinen hätte eine bessere Chance wahrgenommen zu werden, als das schlaffe, blutlehre Ding innerhalb meiner Möglichkeit. Mein schlichter lehrer Magen.

    Baby, mach dir nie mehr Sorgen um Geld...

    • ddde
    • 27. Juli 2012 7:00 Uhr
    7. [...]

    Entfernt. Bitte bleiben Sie beim Artikelthema. Danke, die Redaktion/jz

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    • ddde
    • 27. Juli 2012 10:02 Uhr

    Entfernt. Bitte wenden Sie sich mit Kritik an Moderationsentscheidungen an community@zeit.de. Danke, die Redaktion/jz

    • ddde
    • 27. Juli 2012 7:02 Uhr

    Bitte verzichten Sie auf Äußerungen, die als sexistisch wahrgenommen werden. Danke, die Redaktion/fk.

    2 Leserempfehlungen
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    Ach, so ist das also! Und demzufolge sind nackte Frauen unweiblich, wenn sie sich nackt abbilden lassen? Oder wollen sie etwa darauf hinaus, dass ein Mann die Schönheit seines Körpers gar nicht zur Kenntnis nehmen darf, weil ein Mann, dem die Kategorie "schön" geläufig ist, automatisch zu den bekanntermaßen ausnahmslos unmännlichen Schwulen gehört?

    Zunächst einmal möchte ich Frau Raether für diesen Artikel danken. Er war meiner Meinung nach längst überfällig!

    Ja, ich gebe es zu, ich vermisse Bilder von nackten Männern. Bilder, die nicht pornographisch sind. Manchmal sieht man einen nackten Männerhintern und es wird versucht uns Frauen zu suggerieren, ein nackter Männerpo sei für uns der Inbegriff von Erotik. Pah. Ich für meinen Teil denke dann immer, Mann, dreh dich doch mal um! EIn Mann, der sich nackt fotgrafieren lässt, wir dadurch nicht unmännlich, verletzlich,ja, aber keinesfalls unmännlich.

    Ich hielt mich bisher immer für eine ganz normale Heterofrau...:)

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